volare bloghttp://www.vorarlberg.at/volarevolare blogdeVorarlberger LandesbibliothekThu, 20 Jul 2017 20:32:35 +0200http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss60Vom Kieskahn zum Festspielbezirkhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#vomkieskahnzumfestspielbezirkTue, 18 Jul 2017 10:01:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Ein Festival verändert Bregenz

Die Infrastruktur der Bregenzer Festspiele hat eine atemberaubende Entwicklung hinter sich. Während die erste „Seebühne“ nach dem 2. Weltkrieg aus zwei Kieskähnen bestand, bot bereits 1949 die „Deuring Tribüne“ 7.500 Menschen Platz. 1952 wurde neben dem alten Strandbad eine Kiestribüne aufgeschüttet, die erst 1979 durch die Bauten des neuen Festspielhauses ersetzt wurde. 1998 erreichte die Tribüne nach der Erweiterung ein Fassungsvermögen von fast 6.800 Sitzen. 1997 kam dann die Werkstattbühne mit 3.700 Stehplätzen oder 1.400 Sitzplätzen dazu. Mit der Generalsanierung 2006 ersetzte dann am Vorplatz die Bronzeskulptur von Gottfried Bechtold den alten Symphonikerbrunnen.


Die Seetribüne 1952 mit dem alten Strandbad: sie bietet von 1952 bis 1978 6.700 Besuchern einen Sitzplatz.

Die Grundsteinlegung zum neuen Festspielhaus im Juli 1976: v.l.n.r.: Ernst Bär, Siegfried Gasser, Herbert Kessler, Fred Sinowatz, Rudolf Kirchschläger, Fritz Mayer, Albert Fuchs

Das Festspielhaus als Rohbau im November 1978. Streitigkeiten über die Kostenaufteilung und die fragliche Autobahnführung hatten den Bau lange verzögert, nachdem bereits 1953 ein Architekturwettbewerb stattgefunden hatte.

Am 20.7.1980 nimmt Bischof Wechner die kirchliche Segnung des Hauses vor. Bei Schlechtwetter ist jetzt für 1.700 der damals 4.500 Besucher eine Verlegung ins Haus möglich.

Das Architekturbüro Untertrifaller-Dietrich erweiterte und erneuerte zwischen 1997 und 2006 in zwei Bauetappen das Festspielhaus und machte es zu einem leistungsfähigen Veranstaltungs- und Kongresszentrum.

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Die Infrastruktur der Bregenzer Festspiele hat eine atemberaubende Entwicklung hinter sich. Während die erste „Seebühne“ nach dem 2. Weltkrieg aus zwei Kieskähnen bestand, bot bereits 1949 die „Deuring Tribüne“ 7.500 Menschen Platz. 1952 wurde neben dem alten Strandbad eine Kiestribüne aufgeschüttet, die erst 1979 durch die Bauten des neuen Festspielhauses ersetzt wurde. 1998 erreichte die Tribüne nach der Erweiterung ein Fassungsvermögen von fast 6.800 Sitzen. 1997 kam dann die Werkstattbühne mit 3.700 Stehplätzen oder 1.400 Sitzplätzen dazu. Mit der Generalsanierung 2006 ersetzte dann am Vorplatz die Bronzeskulptur von Gottfried Bechtold den alten Symphonikerbrunnen.
Man trägt wieder Holzschindelnhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#manträgtwiederholzschindelnTue, 11 Jul 2017 09:05:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Schindelmacher, Handwerker zwischen Tradition und Zukunft

Überall auf der Welt, wo Bäume wachsen, schützen Menschen seit Urzeiten ihre Behausungen mit Brettern und Holzschindeln gegen Nässe und Kälte. Dieses außergewöhnliche bauliche Kulturgut wurde im Alpenraum von traditionsverbundenen Handwerkern über Jahrhunderte gepflegt und behutsam weiterentwickelt. Im Laufe der 1990er Jahre hat eine neue Generation von Architekten dem Schindelmacher neue, innovative Perspektiven eröffnet. Die neue Interpretation der landestypischen Architektur ermöglicht eine gelungene Verknüpfung von Tradition und Moderne.


Für die Schindelerzeugung eignet sich nur feinjähriges, gradwüchsiges und astarmes Holz.

Schindelmacher Wilfrid Jenny im Jahr 1994 beim Spalten von Schindeln aus Fichtenholz.

Auf dem „Bschniedesl“ wird die Schindel mit einem speziellen Zugmesser am oberen Ende keilförmig zugeschnitten.

1991: Der Schindelmacher Manfred Luzian (Dalaas) spaltet die Jahresringe stehend, damit sie ruhig am Dach bzw. der Wand anliegen.

Um die Dichtheit zu gewährleisten, werden die Schindeln mehrfach überlappt.

Das 1999 eröffnete „Dorfhus“ ist mit einer Schindelfassade verkleidet und prägt im Ensemble mit Kirche, Gasthof Adler und Dorfplatz das Dorfbild von Krumbach.

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Überall auf der Welt, wo Bäume wachsen, schützen Menschen seit Urzeiten ihre Behausungen mit Brettern und Holzschindeln gegen Nässe und Kälte. Dieses außergewöhnliche bauliche Kulturgut wurde im Alpenraum von traditionsverbundenen Handwerkern über Jahrhunderte gepflegt und behutsam weiterentwickelt. Im Laufe der 1990er Jahre hat eine neue Generation von Architekten dem Schindelmacher neue, innovative Perspektiven eröffnet. Die neue Interpretation der landestypischen Architektur ermöglicht eine gelungene Verknüpfung von Tradition und Moderne.
Arlbergbahn im Winterhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#arlbergbahnimwinterWed, 5 Jul 2017 09:07:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Schneeräumung anno dazumal

Die Schwierigkeiten der Schneeräumung am Arlberg werden gemildert, da über vier Kilometer der Strecke Langen-Bludenz in Tunneln oder unter Lawinengalerien verlaufen. Für den Rest der Strecke wurde schon 1885 der Marin‘sche Schneeräumer eingesetzt, der den Schnee noch während des Schneefalls beseitigen sollte. Bei großen Schneemassen mussten zusätzlich hunderte Arbeiter ausrücken, um die Geleise frei zu legen. Seit dem 1. Weltkrieg kamen dann auch Schneeschleudern zum Einsatz. Heute räumen ein 10.000 PS starker Schneepflug sowie eine Schneebürste, die nach dem Prinzip einer Kehrmaschine arbeitet. Elektrische Weichenheizungen werden durch einen Temperatursensor aktiviert und lassen den Schnee im Weichenbereich schmelzen.


Noch im Dezember 1987 wurde mit einer Dampflokomotive die Schneeräumung auf der Arlbergstrecke betrieben.

Marin'scher Schneepflug mit siebenköpfiger Pflugmannschaft zwischen Wald am Arlberg und Dalaas im km 119,9, um 1925.

Händische Freilegung des Streckengleises im Bahnhof Wald am Arlberg

1974: Lawinengalerie an der Arlbergstrecke.

Lawinenverbauungen oberhalb des Bahnhofs Langen am Arlberg bestehend aus Arlberg-Schneerechen und Schneerückhaltemauern, Winter 1930/31.

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Die Schwierigkeiten der Schneeräumung am Arlberg werden gemildert, da über vier Kilometer der Strecke Langen-Bludenz in Tunneln oder unter Lawinengalerien verlaufen. Für den Rest der Strecke wurde schon 1885 der Marin‘sche Schneeräumer eingesetzt, der den Schnee noch während des Schneefalls beseitigen sollte. Bei großen Schneemassen mussten zusätzlich hunderte Arbeiter ausrücken, um die Geleise frei zu legen. Seit dem 1. Weltkrieg kamen dann auch Schneeschleudern zum Einsatz. Heute räumen ein 10.000 PS starker Schneepflug sowie eine Schneebürste, die nach dem Prinzip einer Kehrmaschine arbeitet. Elektrische Weichenheizungen werden durch einen Temperatursensor aktiviert und lassen den Schnee im Weichenbereich schmelzen.
Ebnit brannte lichterlohhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#ebnitbranntelichterlohMon, 3 Jul 2017 08:30:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Der Brand von 1927 beschleunigte den Verlust der Selbständigkeit

Erst ab 1901 war die kleine Walsergemeinde Ebnit über einen Karrenweg von Dornbirn aus erreichbar (davor nur über Saumpfade). 1926 wurde eine Straße eröffnet, die mit Fuhrwerken befahrbar war. 1927 zerstörte ein verheerender Brand die Kirche, die Schule, den Pfarrhof und die Säge. Die durch den Brand ausgelöste finanzielle Notlage der Berggemeinde führte dann 1931/32 zur Eingemeindung in die Stadtgemeinde Dornbirn. 1948 wurde dann Ebnit an das Bus-Netz angeschlossen (Kleinbusse mit einem Verbrauch von 40-50 l/100 km), erst 1955 an das Versorgungsnetz der VKW.


Am 30.6.1927 brannte die Kirche von Ebnit und die umliegenden Gebäude nieder. Der Brand dürfte in der Säge ausgebrochen sein, der herrschende Föhn fachte das Feuer weiter an.

1926 konnte die Straßenverbindung nach Ebnit eröffnet werden.

Ebniterstraße 1927, zahlreiche Tunnel und Brücken waren beim Bau der Straße notwendig. Trotzdem wurde sie häufig durch Felsstürze und Muren verlegt.

Die Postkarte, beschrieben am 27.5.1900, zeigt das noch unversehrte Ensemble um die Pfarrkirche.

Das Ferienheim Ebnit-Hackwald bot ab 1932 erholungsbedürftigen Kindern eine Unterkunft.

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Erst ab 1901 war die kleine Walsergemeinde Ebnit über einen Karrenweg von Dornbirn aus erreichbar (davor nur über Saumpfade). 1926 wurde eine Straße eröffnet, die mit Fuhrwerken befahrbar war. 1927 zerstörte ein verheerender Brand die Kirche, die Schule, den Pfarrhof und die Säge. Die durch den Brand ausgelöste finanzielle Notlage der Berggemeinde führte dann 1931/32 zur Eingemeindung in die Stadtgemeinde Dornbirn. 1948 wurde dann Ebnit an das Bus-Netz angeschlossen (Kleinbusse mit einem Verbrauch von 40-50 l/100 km), erst 1955 an das Versorgungsnetz der VKW.
Vorarlberger Bierbraukulturhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#vorarlbergerbierbraukulturMon, 26 Jun 2017 08:35:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Während es 1882 noch 74 Brauereien gab, beherrschen heute vier den Markt.

Der Aufstieg des Volksgetränkes Bier begann im 19. Jahrhundert mit dem Niedergang der Weinkultur. Die Industrialisierung sorgte für ein neues Zielpublikum, den Fabrikarbeiter und eine bessere Qualität durch technische Innovationen. Diese wiederum konnten sich viele der meist kleinen Hausbrauereien nicht leisten und mussten schließen. Ausgeliefert wurde das Bier bis nach dem Zweiten Weltkrieg mit Pferdetransporten, obwohl schon ab 1908 die ersten Brauereilastwagen fuhren. War das 19. Jahrhundert gekennzeichnet vom Bierfass, so war es das 20. vom Vordringen des Flaschenbiers, ermöglicht durch den Kühlschrank.


Landeshauptmann Herbert Keßler besuchte 1980 die Mohrenbrauerei, die ihren Ursprung im Gasthaus „Zum Mohren“ hat.

Die Bierbrauerei Fohrenburg Gassner u. Comp. nahm mit 21 Mitarbeitern im Februar 1881 ihren Betrieb auf.

Brauerei Egg – die letzte noch existierende Brauerei des Bregenzerwaldes wurde 1894 von Gastwirten gegründet.

Der Tettnanger Aroma-Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse und wird seit 1844 in Tettnang angebaut.

1902 gründete Martin Reisch mit 35 Wirten aus der Region die Brauereigenossenschaft Frastanz.

Sternbräu Rankweil, die kleinste Brauerei Österreichs.

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Der Aufstieg des Volksgetränkes Bier begann im 19. Jahrhundert mit dem Niedergang der Weinkultur. Die Industrialisierung sorgte für ein neues Zielpublikum, den Fabrikarbeiter und eine bessere Qualität durch technische Innovationen. Diese wiederum konnten sich viele der meist kleinen Hausbrauereien nicht leisten und mussten schließen. Ausgeliefert wurde das Bier bis nach dem Zweiten Weltkrieg mit Pferdetransporten, obwohl schon ab 1908 die ersten Brauereilastwagen fuhren. War das 19. Jahrhundert gekennzeichnet vom Bierfass, so war es das 20. vom Vordringen des Flaschenbiers, ermöglicht durch den Kühlschrank.
Beckenbauer vom Bodenseehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#beckenbauervombodenseeMon, 19 Jun 2017 08:42:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

1979 wurde der Lauteracher Bruno Pezzey in die Weltauswahl gewählt

Seine Wiege stand am Bodensee, sein Stern am internationalen Fußballhimmel ging bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien auf. Dort konnte er sich mit der österreichischen Nationalmannschaft als Gruppensieger durchsetzen und den amtierenden Weltmeister Deutschland im Wunder von Cordoba aus dem Bewerb werfen. Aufgrund seiner technisch versierten, mitunter aufreizend lässigen Spielweise nannte man ihn den Beckenbauer vom Bodensee. Am Silvestertag des Jahres 1994, im Alter von 39 Jahren, brach Pezzey während einer Jux-Eishockey-Partie zusammen und verstarb völlig unerwartet an einer angeborenen Herzanomalie.


Pezzey bestritt zwischen 1975 und 1990 84 Länderspiele für die österreichische Fußballnationalmannschaft und erziehlte dabei 9 Tore.

Landeshauptmann Herbert Keßler überreichte Pezzey am 04. Juli 1978 das Ehrenzeichen für sportliche Leistungen in Gold.

Verleihung Sportehrenabzeichen 1978. vorne v.l.n.r.: Alois Lipburger (Skispringer), Oswald Ölz (Bergsteiger), Bruno Pezzey (Fußballspieler) hinten v.l.n.r.: Siegfried Gasser, Elmar Rümmele, Rudolf Mandl, Herbert Keßler, Karl Werner Rüsch, Konrad Blank, Ernst Adamer

Sein Profidebut gab Pezzey im Jahr 1973 für den FC Vorarlberg. Gespielt wurde damals im Bodenseestadion.

Trainingseinheit im Sommer 1973 beim damaligen Nationalligisten FC Vorarlberg, einer Spielgemeinschaft zwischen FC Rätia Bludenz und Schwarz-Weiß Bregenz.

Die Heimstätte des FC Lauterach, der Sportplatz an der Dammstraße, wurde im Jahr 2007 in Sportanlage Bruno Pezzey umbenannt.

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Seine Wiege stand am Bodensee, sein Stern am internationalen Fußballhimmel ging bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien auf. Dort konnte er sich mit der österreichischen Nationalmannschaft als Gruppensieger durchsetzen und den amtierenden Weltmeister Deutschland im Wunder von Cordoba aus dem Bewerb werfen. Aufgrund seiner technisch versierten, mitunter aufreizend lässigen Spielweise nannte man ihn den Beckenbauer vom Bodensee. Am Silvestertag des Jahres 1994, im Alter von 39 Jahren, brach Pezzey während einer Jux-Eishockey-Partie zusammen und verstarb völlig unerwartet an einer angeborenen Herzanomalie.
Die Flexenpassstraßehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dieflexenpassstraßeMon, 29 Mai 2017 08:30:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Grundstein für eines der bekanntesten Wintersportgebiete in den Alpen

Im Jahr 1831 schrieb Alois Negrelli in einem Gutachten, dass „es in dieser Gegend schwerlich je zur Anlage einer fahrbahren Straße“ komme, „welche nach Äußerung des k. k. Kreisingenieurs ohne große Geldopfer durch den Felsen oberhalb von Stuben nicht in das Werk gesetzt werden kann, was keineswegs mit dem zu erwartenden Nutzen in besonderem Verhältnis stehen würde“. Dies dürfte einer der wenigen Fälle gewesen sein, in denen sich der Ingenieur zu Unrecht ablehnend äußerte. Immerhin wurde mit der 1887 eröffneten Flexenpassstraße ein wesentlicher Grundstein für den Wintertourismus und den damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung am Tannberg gelegt.


Die Flexenpassstraße verbindet mit ihren vielen Kehren Stuben am Arlberg mit dem Zürs, Lech und Warth.

Flexenstraße zwischen Hölltobel und dem Weißen Tunnel um 1910. Das erste Schutzgeländer bestand aus Eisenschienen. Zwischen den hölzernen Galerien stehen zwei Pferdefuhrwerke

Die Flexenstraße wurde 1933 durch eine Verordnung der Bundesregierung zur Bundesstraße erklärt, 1936 wurde mit dem Ausbau begonnen.

Ab 1940 konnten die Motorschlitten der Post auch auf der Flexenstraße eingesetzt werden.

Seit vielen Jahren wird die Flexenstrasse geräumt und auch im Winter befahrbar gehalten.

1975: Die Flexengalerie ist 1,6 Kilometer lang und besteht aus 22 Galerie- und Tunnelabschnitten sowie drei Brücken.

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Im Jahr 1831 schrieb Alois Negrelli in einem Gutachten, dass „es in dieser Gegend schwerlich je zur Anlage einer fahrbahren Straße“ komme, „welche nach Äußerung des k. k. Kreisingenieurs ohne große Geldopfer durch den Felsen oberhalb von Stuben nicht in das Werk gesetzt werden kann, was keineswegs mit dem zu erwartenden Nutzen in besonderem Verhältnis stehen würde“. Dies dürfte einer der wenigen Fälle gewesen sein, in denen sich der Ingenieur zu Unrecht ablehnend äußerte. Immerhin wurde mit der 1887 eröffneten Flexenpassstraße ein wesentlicher Grundstein für den Wintertourismus und den damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung am Tannberg gelegt.
Die Lingenauer Hochbrückehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dielingenauerhochbrückeMon, 22 Mai 2017 10:15:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Eine der größten Stahlbeton-Bogenbrücken Mitteleuropas

Als nach dem 2. Weltkrieg das Verkehrsaufkommen immer größer wurde, zeigte sich bald, dass die bestehende Straßenverbindung zwischen Lingenau und Müselbach dem Verkehr nicht mehr genügen konnte. Im Jahr 1959 wandten sich die Vorderwälder Bürgermeister mit dem Antrag an die Landesregierung, unverzüglich die Planung einer zeitgemäßen Verkehrsverbindung in die Wege zu leiten. Bereits 1965 lag ein ausführungsreifes Projekt vor und es wurde umgehend mit dem Bau begonnen. Die Baukosten wurden mit 25 Millionen Schilling veranschlagt. Bei der Eröffnung im Jahr 1969 war die Lingenauer Hochbrücke die siebtgrößte Brücke dieser Art weltweit.


Die Stahlbeton-Bogenbrücke überspannt die Bregenzerach in einer Höhe von 88 Metern und einer Länge von 380 Metern. Die Bogenspannweite beträgt 210 Meter.

Die neue Hochbrücke ersetzte die kurvenreiche Straße und die 1932 erbaute Achbrücke.

Die Brücke überspannte auch die Trasse der Bregenzerwaldbahn.

Zum Zeitpunkt ihrer Erbauung war die Lingenauer Hochbrücke die größte Bogenbrücke in Österreich.



Bildhauer Emil Gehrer gestaltete das Brückendenkmal auf der Lingenauer Seite.

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Als nach dem 2. Weltkrieg das Verkehrsaufkommen immer größer wurde, zeigte sich bald, dass die bestehende Straßenverbindung zwischen Lingenau und Müselbach dem Verkehr nicht mehr genügen konnte. Im Jahr 1959 wandten sich die Vorderwälder Bürgermeister mit dem Antrag an die Landesregierung, unverzüglich die Planung einer zeitgemäßen Verkehrsverbindung in die Wege zu leiten. Bereits 1965 lag ein ausführungsreifes Projekt vor und es wurde umgehend mit dem Bau begonnen. Die Baukosten wurden mit 25 Millionen Schilling veranschlagt. Bei der Eröffnung im Jahr 1969 war die Lingenauer Hochbrücke die siebtgrößte Brücke dieser Art weltweit.
Staatsmann und Bauerhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#staatsmannundbauerTue, 9 Mai 2017 14:48:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Das Begräbnis von Jodok Fink war das größte, das der Bregenzerwald je gesehen hatte

Am 1. Juli 1929 wurde Jodok Fink in Andelsbuch zu Grabe getragen. Tausende Menschen – darunter die gesamte politische Prominenz aus Wien - hatten sich versammelt, um dem ehemaligen Vizekanzler Österreichs die letzte Ehre zu erweisen. Jodok Fink wurde 1853 geboren und heiratete 1886 Anna Katharina Moosbrugger, mit der er zwölf Kinder hatte. Im Laufe seiner politischen Karriere bekleidete er viele Funktionen: er war Gemeindevorsteher von Andelsbuch, Vorarlberger Landtagsabgeordneter, Abgeordneter zum Reichsrat, Vizekanzler der Republik und dann Nationalratsabgeordneter. Bei allen Parteien genoss Jodok Fink den Ruf, auch in schwierigen Zeiten immer ein ausgleichender Brückenbauer gewesen zu sein.


Der Bregenzer Bildhauer Emil Gehrer gestaltete 1957 eine Bronzeplastik von Jodok Fink, die noch heute beim Bregenzer Bahnhof zu sehen ist.

Eine unüberschaubare Menschenmenge hatte sich versammelt, um von Jodok Fink Abschied zu nehmen. Er war eng mit seiner Heimat verbunden und legte großen Wert auf seine bäuerliche Herkunft.

Der christlichsoziale Ernst Streeruwitz, der 1929 einige Monate Bundeskanzler war, hielt die Grabrede in Andelsbuch.

Bundespräsident Rudolf Kirchschläger besucht 1976 am Friedhof in Andelsbuch das Grab Jodok Finks.

Noch heute erinnern Straßen und Plätze in Wien, Bregenz, Dornbirn und Salzburg an den Bregenzerwälder Politiker.

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Am 1. Juli 1929 wurde Jodok Fink in Andelsbuch zu Grabe getragen. Tausende Menschen – darunter die gesamte politische Prominenz aus Wien - hatten sich versammelt, um dem ehemaligen Vizekanzler Österreichs die letzte Ehre zu erweisen. Jodok Fink wurde 1853 geboren und heiratete 1886 Anna Katharina Moosbrugger, mit der er zwölf Kinder hatte. Im Laufe seiner politischen Karriere bekleidete er viele Funktionen: er war Gemeindevorsteher von Andelsbuch, Vorarlberger Landtagsabgeordneter, Abgeordneter zum Reichsrat, Vizekanzler der Republik und dann Nationalratsabgeordneter. Bei allen Parteien genoss Jodok Fink den Ruf, auch in schwierigen Zeiten immer ein ausgleichender Brückenbauer gewesen zu sein.
Den Herrn Liebhabern bestens empfehlenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#denherrnliebhabernbestensempfehlenTue, 2 Mai 2017 09:15:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

konnte der Bregenzer Stadtarzt Dr. Zürcher das Hohenemser Schwefelwasser

Im Emser Schwefelbad, dem ältesten Heilbad Vorarlbergs traf sich früher die vornehme Gesellschaft. So verteilte z. B. 1575 Hortensia von Hohenems selbstverfasste Lobeshymnen auf ihren Mann, Graf Jakob Hannibal an die Gäste. Das Bad war so beliebt, dass sich Frauen in Eheverträgen zusichern ließen, einmal im Jahr hierher auf Badekur geschickt zu werden. Erster eigener Besitzer des Bades, nach den Grafen von Hohenems, war Johann Georg Tschoven, der es ab 1710/1711 zu einer neuen Blüte führte. Nach der Übernahme 1841 durch die Gebrüder Rosenthal wurde der Badebetrieb in ein Nachgebäude verlegt, welches 1902/03 durch einen Anbau erweitert wurde.


Das Schwefelbad, zum ersten Mal 909 in einer Churer Urkunde erwähnt, ist in der „Vorarlbergkarte“ der Emser Chronik verzeichnet.

Neben einer ausführlichen Beschreibung befindet sich in der Emser Chronik von 1616 auch die erste bildliche Darstellung des Bades.

Das barocke Gebäude wurde 1841 zur Gänze in eine Spinnerei umgewandelt und 1912 abgebrochen.

Auf Grund des starken Verkehrs musste in den Jahren 1960 bis 1964 der sommerliche Badebetrieb eingestellt werden.

1975 wurde der Badebetrieb gänzlich eingestellt. Die Schwefelquelle selber ist nach wie vor frei zugänglich.

1993, ein Jahr nach dem Verkauf des Bades an die Firma Otten, wurde es abgerissen. Heute befindet sich dort ein Spar-Markt. (ganz links)

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Im Emser Schwefelbad, dem ältesten Heilbad Vorarlbergs traf sich früher die vornehme Gesellschaft. So verteilte z. B. 1575 Hortensia von Hohenems selbstverfasste Lobeshymnen auf ihren Mann, Graf Jakob Hannibal an die Gäste. Das Bad war so beliebt, dass sich Frauen in Eheverträgen zusichern ließen, einmal im Jahr hierher auf Badekur geschickt zu werden. Erster eigener Besitzer des Bades, nach den Grafen von Hohenems, war Johann Georg Tschoven, der es ab 1710/1711 zu einer neuen Blüte führte. Nach der Übernahme 1841 durch die Gebrüder Rosenthal wurde der Badebetrieb in ein Nachgebäude verlegt, welches 1902/03 durch einen Anbau erweitert wurde.
Da staunte selbst der Kaiserhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dastaunteselbstderkaiserWed, 26 Apr 2017 09:05:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Andelsbuch, eines der großen Wasserkraftwerke der Monarchie

Da sich schon zur Jahrhundertwende im industriereichen Vorarlberg der Bedarf an elektrischer Energie deutlich abzeichnete, entschloss sich die Firma Jenny u. Schindler an der Bregenzerach bei Andelsbuch ein großzügig dimensioniertes Wasserkraftwerk mit 10.000 PS Leistung zu erstellen. Nach nur 32-monatiger Bauzeit wurde das Werk Andelsbuch am 26. Jänner 1908 in Betrieb genommen. Es war zur Zeit Kaisers Franz-Josephs I. eines der größten, modernsten und leistungsfähigsten Wasserkraftwerke der Monarchie. Noch heute ist das Kraftwerk in Betrieb und erzeugt jährlich mehr als 50,5 GWh an elektrischer Energie.


Das im Jugendstil errichtete Krafthaus beherbergt die Turbinen sowie die fünf Maschinensätze und steht unter Denkmalschutz.

Der Stauweiher hatte ursprünglich einen Inhalt von 200.000m³, wovon heute noch etwa 120.000m³ nutzbar sind.

Bei Bezau wird das Wasser der Bregenzerache gefasst und unter dem Klausberg über zwei 1,6 km lange Freispiegelstollen zum Stauweiher geführt.

Besichtigung des Maschinensaals beim Gemeindebesuch 1978 von Landesrat Blank. v.l.n.r.: Ferdinand Kohler (Bürgermeister Andelsbuch), Konrad Blank, Josef Ritter (Werksleiter), Anton Lipburger (Vizebürgermeister Andelsbuch ), Wilfried Kaufmann (Liftgesellschaft Andelsbuch)

Bis 1969 blieb die Anlage das leistungsstärkste Kraftwerk der VKW.

Am westlichen Ende des Weihers befinden sich die Wasserfassung mit Rechenhaus und Abschlussorganen sowie ein 20m breiter Überlauf.

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Da sich schon zur Jahrhundertwende im industriereichen Vorarlberg der Bedarf an elektrischer Energie deutlich abzeichnete, entschloss sich die Firma Jenny u. Schindler an der Bregenzerach bei Andelsbuch ein großzügig dimensioniertes Wasserkraftwerk mit 10.000 PS Leistung zu erstellen. Nach nur 32-monatiger Bauzeit wurde das Werk Andelsbuch am 26. Jänner 1908 in Betrieb genommen. Es war zur Zeit Kaisers Franz-Josephs I. eines der größten, modernsten und leistungsfähigsten Wasserkraftwerke der Monarchie. Noch heute ist das Kraftwerk in Betrieb und erzeugt jährlich mehr als 50,5 GWh an elektrischer Energie.
Medaillen für Vorarlberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#medaillenfürvorarlbergMon, 3 Apr 2017 08:50:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Große Sportler aus dem Bregenzerwald

Toni Innauer war der letzte Vorarlberger, der für Vorarlberg im Skispringen Medaillen erringen konnte. Während er 1976 bei der Olympiade in Innsbruck noch von Karl Schnabl knapp geschlagen wurde, konnte er 1980 in Lake Placid die Goldmedaille erringen. Sein Andelsbucher Freund Alois Lipburger gewann 1978 in Lahti bei der Weltmeisterschaft die Silbermedaille. Er übernahm 1999 als Nationaltrainer die österreichische Nationalmannschaft, ehe er auf der Rückfahrt von einem Wettkampf bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Interimistisch übernahm darauf Innauer sein Amt und führte das Team zu großen Erfolgen.


1976 war die gesamte Landesregierung angetreten, um die Vorarlberger Olympiateilnehmer von Innsbruck zu empfangen: vorne: v.l.n.r. Toni Innauer, Alois Lipburger, Johannes Schüssling (Bob)

Enthusiastischer Empfang für Toni Innauer vor der Kirche in Bezau, 3. März 1980

Mit dem Wälderbähnle traf Toni Innauer in Bezau ein, 3. März 1980

Toni Innauer wird beim Empfang in Bezau von den Massen umringt, 3. März 1980

Die Familie Innauer auf dem Vorsäß Sonderdach oberhalb von Bezau. Irma Reichle (geb. Innauer); Dorothea Innauer (geb. Thaler); Baby Anton Innauer (Skispringer); Lydia Buchmeier (geb. Innauer); Anton Innauer (1887-1970); Bub Siegfried Innauer; Isabella Vogt (geb. Innauer); Wilfried Innauer (1936-1976; Mann von Rosa Innauer)

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Toni Innauer war der letzte Vorarlberger, der für Vorarlberg im Skispringen Medaillen erringen konnte. Während er 1976 bei der Olympiade in Innsbruck noch von Karl Schnabl knapp geschlagen wurde, konnte er 1980 in Lake Placid die Goldmedaille erringen. Sein Andelsbucher Freund Alois Lipburger gewann 1978 in Lahti bei der Weltmeisterschaft die Silbermedaille. Er übernahm 1999 als Nationaltrainer die österreichische Nationalmannschaft, ehe er auf der Rückfahrt von einem Wettkampf bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Interimistisch übernahm darauf Innauer sein Amt und führte das Team zu großen Erfolgen.
Amberg und Umgebunghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#ambergundumgebungMon, 20 Mär 2017 08:50:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Ein Tunnel entlastet Feldkirch

Mit der Eröffnung des Ambergtunnels 1985 war die Rheintalautobahn von Bregenz bis Bludenz durchgehend befahrbar. Da zunächst nur eine Röhre in Betrieb ging, blieb der Tunnel lange ein Nadelöhr und besonders der zunehmende Verkehr durch den Wintertourismus verursachte dort regelmäßig Staus. 2003 sorgte dann die Eröffnung einer zweiten Röhre für Entlastung. Der Ambergtunnel ist etwas über drei Kilometer lang und wird täglich von durchschnittlich 30.000 PKWs und über 3.000 LKWs durchquert. Beim Bau wurde am Südportal, auf dem Gemeindegebiet von Göfis, eine Gletschermühle freigelegt, die das Ergebnis eines mächtigen späteiszeitlichen Flusses ist.


Oberhalb des Tunnel-Nordportals thront das Schloss Amberg, das 1493 auf Initiative von Kaiser Maximilian erbaut wurde. 1900 wurde hier die Vorarlberger Dichterin Paula Ludwig geboren und verbrachte dort auch ihre ersten Lebensjahre.

Beim Bau des Südportals wurde eine Gletschermühle freigelegt. Beim Abschmelzen des eiszeitlichen Ill-Gletschers wirkte das Schmelzwasser erodierend und schuf diese seltene Landschaftsform.

Flugaufnahme des Ambergtunnel-Südportals lange nach der Eröffnung der 2. Röhre, 2011

Ambergtunnel, Baustelle 1983, im ersten Jahr des Betriebs wurde der Tunnel täglich von durchschnittlich 10.000 Fahrzeugen durchfahren.

Baustelle Ambergtunnel Südportal, November 1979, auf dem Gemeindegebiet von Göfis mussten vor dem eigentlichen Anschlag gewaltige Felsmassen bewegt werden.

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Mit der Eröffnung des Ambergtunnels 1985 war die Rheintalautobahn von Bregenz bis Bludenz durchgehend befahrbar. Da zunächst nur eine Röhre in Betrieb ging, blieb der Tunnel lange ein Nadelöhr und besonders der zunehmende Verkehr durch den Wintertourismus verursachte dort regelmäßig Staus. 2003 sorgte dann die Eröffnung einer zweiten Röhre für Entlastung. Der Ambergtunnel ist etwas über drei Kilometer lang und wird täglich von durchschnittlich 30.000 PKWs und über 3.000 LKWs durchquert. Beim Bau wurde am Südportal, auf dem Gemeindegebiet von Göfis, eine Gletschermühle freigelegt, die das Ergebnis eines mächtigen späteiszeitlichen Flusses ist.
Das Bezauer Sonderdachhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dasbezauersonderdachSat, 11 Mär 2017 07:50:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Touristen erobern die Berge

Unterhalb des Bezauer Vorsäßes Sonderdach hatte sich am 7. Jänner 1884 ein gewaltige Mure gelöst und in Oberbezau 13 Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Lehm und Geröll versinken lassen. Damals war dieses landwirtschaftliche Gebiet noch weitab vom aufkommenden Fremdenverkehr. Das änderte sich 1955 mit dem Bau einer Kabinenbahn, die von der Firma Steurer aus Doren errichtet wurde. Bis heute sind Pendelbahnen (z.B. Karren, Oberlech) ein wichtiges Geschäftsfeld des Bregenzerwälder Seilbahnbauers. Mit der Eröffnung der zweiten Teilstrecke auf die Baumgartenhöhe entwickelte sich rund um das Sonderdach ein sowohl im Sommer als auch im Winter beliebtes Ausflugsziel.


Auf einer alten Ansichtskarte ist noch das gewaltige Ausmaß der Rutschung zu sehen, die sich unterhalb des Sonderdachs gelöst hatte.

Ein Luftbild von 2006 zeigt, dass das Gebiet auch in jüngster Zeit geologisch labil ist. Die neuerliche Rutschung erreichte aber kein bewohntes Gebiet, wie das 1884 der Fall war.

Das Vorsäßvolk vom Sonderdach beim Gebet für den letzten Verstorbenen im Frühjahr.

Landesrat Siegi Gasser besucht 1978 die Firma Steurer in Doren. v.l.n.r.: Wendelin Hagspiel, Paul Feurle, Johann Steurer, Siegi Gasser

Die Sonderdachbahn kurz nach der Eröffnung 1956. Damals bot sie nur für einige wenige Personen Platz, heute können in einer Kabine der neuen Sonderdachbahn 60 Personen befördert werden.

Schon nach wenigen Jahren wurden die Kabinen offensichtlich durch geräumigere ersetzt, um die Kapazität zu erhöhen.

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Unterhalb des Bezauer Vorsäßes Sonderdach hatte sich am 7. Jänner 1884 ein gewaltige Mure gelöst und in Oberbezau 13 Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Lehm und Geröll versinken lassen. Damals war dieses landwirtschaftliche Gebiet noch weitab vom aufkommenden Fremdenverkehr. Das änderte sich 1955 mit dem Bau einer Kabinenbahn, die von der Firma Steurer aus Doren errichtet wurde. Bis heute sind Pendelbahnen (z.B. Karren, Oberlech) ein wichtiges Geschäftsfeld des Bregenzerwälder Seilbahnbauers. Mit der Eröffnung der zweiten Teilstrecke auf die Baumgartenhöhe entwickelte sich rund um das Sonderdach ein sowohl im Sommer als auch im Winter beliebtes Ausflugsziel.
Es krachte und schnellte im Berghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#eskrachteundschnellteimbergMon, 27 Feb 2017 07:50:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Der Lecknersee entstand vor 200 Jahren durch einen Erdrutsch

Eine kleine Mautstraße führt von Hittisau ins malerische Lecknertal. Mitten im Tal liegt der smaragdgrüne Lecknersee. Einer Sage zufolge soll dieser See im Jahr 1817 entstanden sein, als ein Unwetter das Tal heimsuchte und sich auf der Rohnenhöhe entlud. Als es sich nach zwei Tagen wieder aufklarte, sah man, dass oben auf Rohnen ein tiefes Loch entstanden war. Eine schmutzige Bahn zog sich vom Berg ins Tal. Wo sich vorher weite saftige Wiesen ausgedehnt hatten, erfüllte jetzt ein breiter und mächtiger See den Talgrund. Noch heute bettet sich der See in das Tal ein und zieht im Sommer als auch im Winter zahlreiche Touristen an.


Lecknersee im September 1975

Bootsanlegestelle zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Alphütte Schneidenbach nahe des Lecknersees, vorne Friedrich und Wilhelm Hammerer

Ansichtskarte aus den 1930ern.

Alpengasthof Höfle um 1915

Übergang von Lecknersee zum Leckenbach, 1975

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Eine kleine Mautstraße führt von Hittisau ins malerische Lecknertal. Mitten im Tal liegt der smaragdgrüne Lecknersee. Einer Sage zufolge soll dieser See im Jahr 1817 entstanden sein, als ein Unwetter das Tal heimsuchte und sich auf der Rohnenhöhe entlud. Als es sich nach zwei Tagen wieder aufklarte, sah man, dass oben auf Rohnen ein tiefes Loch entstanden war. Eine schmutzige Bahn zog sich vom Berg ins Tal. Wo sich vorher weite saftige Wiesen ausgedehnt hatten, erfüllte jetzt ein breiter und mächtiger See den Talgrund. Noch heute bettet sich der See in das Tal ein und zieht im Sommer als auch im Winter zahlreiche Touristen an.
Das Gamperdonatalhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dasgamperdonatalWed, 22 Feb 2017 08:02:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Vielen ist es besser bekannt unter dem Namen „Nenzinger Himmel“

Eigentlich war es ein Spottname, den die Bewohner der benachbarten Dörfer dem Tal gaben, da die Nenzinger immer so von ihrem „Gamperdond“ schwärmten. Grundbesitzer dieses 18 km langen, im westlichen Teil des Rätikons befindlichen Seitentales ist die Agrargemeinschaft Nenzing, deren Hauptaugenmerk auf der Erhaltung und dem Schutz des Tales liegt.
Die Eingangspforte zum Nenzinger Himmel bildet die Mautstelle „Stellfeder“. Ab hier dürfen nur noch Nenzinger und Hüttenbesitzer, die eine nicht unerhebliche Maut bezahlt haben, fahren. Ein regelmäßiger Pendelverkehr sorgt dafür, dass auch die Touristen und Wanderer das Erholungsgebiet erreichen.


Alpbegehung der Landesregierung 1980. Im Hintergrund der Panüeler, der mit 2859 m der höchste Punkt des Tales und zugleich der Hausberg der Nenzinger ist.

Sennfamilie Konzett mit LH Herbert Keßler. Im Senntum, dem wirtschaftlichen Mittelpunkt des Tales befindet sich u.a. die Sennerei.

Die jetzige Rochus Kapelle stammt aus dem Jahr 1852. Hier weiht der Pfarrer nach der Alpauffahrt im Juni das Alppersonal.

Nenzinger Himmel.

Stüberwasserfall. Bei seinem Fall von über 70 Meter zerstäubt das Wasser. Daher auch der Name.

Anreise bei der Alpwirtschaftstagung 1975. 1924 fuhr Guntram Schallert zum ersten Mal mit einem Auto ins Tal. Damals mussten Holzarbeiter noch kräftig anschieben.

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Eigentlich war es ein Spottname, den die Bewohner der benachbarten Dörfer dem Tal gaben, da die Nenzinger immer so von ihrem „Gamperdond“ schwärmten. Grundbesitzer dieses 18 km langen, im westlichen Teil des Rätikons befindlichen Seitentales ist die Agrargemeinschaft Nenzing, deren Hauptaugenmerk auf der Erhaltung und dem Schutz des Tales liegt.:::Die Eingangspforte zum Nenzinger Himmel bildet die Mautstelle „Stellfeder“. Ab hier dürfen nur noch Nenzinger und Hüttenbesitzer, die eine nicht unerhebliche Maut bezahlt haben, fahren. Ein regelmäßiger Pendelverkehr sorgt dafür, dass auch die Touristen und Wanderer das Erholungsgebiet erreichen.
Sicherheitsgurt und Verkehrserziehunghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#sicherheitsgurtundverkehrserziehungWed, 15 Feb 2017 08:40:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Der erste Kraftwagen Österreichs war jener von Eugen Zardetti aus Bregenz, der anfangs März 1893 zugelassen wurde.

Dieser hatte nur 3 Räder und eine Motorstärke von 2,5 PS. Mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen, besonders ab den 1950er Jahren und den leistungsstärkeren Motoren mussten immer mehr Regulierungen zur Verkehrssicherheit geschaffen werden. War die Rechtsfahrordnung bereits 1939 eingeführt worden, erfolgte die Anlegepflicht des Sicherheitsgurtes auf den Vordersitzen erst am 15. Juli 1976. Unter Strafe gestellt wurde das Nichtanlegen aber erst am 1. Juli 1984 und die generelle Anschnallpflicht für Erwachsene erfolgte am 28. Juli 1990. In Verkehrserziehungsstunden mit Gendarmen sollten die Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden.


Bild aus der Broschüre Mein Kind sicher im Straßenverkehr von 1978. Es zeigt LR Siegfried Gasser mit seinen Kindern Markus und Johannes Gasser.

Verkehrserziehung in der Hauptschule Lauterach 1977

Der Video-Bus war mit einer Fernsehkamera und einem Videorekorder ausgestattet. Das Verhalten der Kinder im Straßenverkehr aufgezeichnet und später analysiert.

Im Schuljahr 1977/78 wurden erstmals Erstklässler mit gefährlichem Schulweg mit Reflex-Sicherheitsschärpen ausgestattet.

Landeswettbewerb Tür-Gurt-Start

Bertram Jäger, Messe Dornbirn

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Dieser hatte nur 3 Räder und eine Motorstärke von 2,5 PS. Mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen, besonders ab den 1950er Jahren und den leistungsstärkeren Motoren mussten immer mehr Regulierungen zur Verkehrssicherheit geschaffen werden. War die Rechtsfahrordnung bereits 1939 eingeführt worden, erfolgte die Anlegepflicht des Sicherheitsgurtes auf den Vordersitzen erst am 15. Juli 1976. Unter Strafe gestellt wurde das Nichtanlegen aber erst am 1. Juli 1984 und die generelle Anschnallpflicht für Erwachsene erfolgte am 28. Juli 1990. In Verkehrserziehungsstunden mit Gendarmen sollten die Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden.
Franz Klammer nur Fünfterhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#franzklammernurfünfterFri, 10 Feb 2017 13:40:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

In Bizau siegte 1983 in der Abfahrt Harti Weirather vor Peter Wirnsberger und Leonhard Stock

Das Skigebiet um den Bizauer Hirschberg, das 1970 gegründet wurde, hatte große Ambitionen. So war man 1983 Austragungsort für die österreichischen Meisterschaften in der Herren-Abfahrt, und es sollte sogar einmal eine Damen Weltcupabfahrt abgehalten werden, die dann aber wegen Schneemangels abgesagt werden musste. Nachdem bereits vor vielen Jahren der Skibetrieb in Bizau endete, war der Lift noch lange Zubringer für die Sommerrodelbahn. Viele schneearme Winter trugen dann zum Konkurs der Skilifte und der dazugehörigen Gastronomie bei. Im Winter gehört der Hirschberg nun wieder den Tourenskifahrern, im Sommer prägen die zahlreiche Alpen das Gebiet.


Das Skigebiet Hirschberg in Bizau, die Talabfahrt wurde für Skirennen genutzt

Das Skigebiet Hirschberg auf einer Ansichtskarte, in der Blütezeit des Hirschbergs bot die Gastronomie 20 Personen einen Arbeitsplatz

Sesselift am Hirschberg, im Hintergrund das Ortszentrum von Bizau

Schlepplift im oberen Teil des Skigebiets, im Hintergrund das Tal der Bregenzerach mit Mellau

Bergrestaurant im Skigebiet Hirschberg

Traditionelle Alpwirtschaft auf der Alpe Oberer Hirschberg (Alpe Metzler)

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Das Skigebiet um den Bizauer Hirschberg, das 1970 gegründet wurde, hatte große Ambitionen. So war man 1983 Austragungsort für die österreichischen Meisterschaften in der Herren-Abfahrt, und es sollte sogar einmal eine Damen Weltcupabfahrt abgehalten werden, die dann aber wegen Schneemangels abgesagt werden musste. Nachdem bereits vor vielen Jahren der Skibetrieb in Bizau endete, war der Lift noch lange Zubringer für die Sommerrodelbahn. Viele schneearme Winter trugen dann zum Konkurs der Skilifte und der dazugehörigen Gastronomie bei. Im Winter gehört der Hirschberg nun wieder den Tourenskifahrern, im Sommer prägen die zahlreiche Alpen das Gebiet.
Das Landhaus in Bregenzhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#daslandhausinbregenzThu, 2 Feb 2017 14:35:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Im Volksmund wurde das neue Landhaus lange als „Palazzo Prozzo“ geschmäht

1970 fasste die Vorarlberger Landesregierung den Entschluss ein neues Amtsgebäude in Bregenz zu errichten. Das war notwendig geworden, da die Landesverwaltung zu diesem Zeitpunkt auf viele Gebäude in ganz Bregenz verteilt war. So fanden die Landtagssitzungen im Alten Landhaus am Standort der heutigen Hypobank statt, eine weitere Außenstelle war etwa das „Grüne Haus“ in der Montfortstraße. Nachdem ein Architektenwettbewerb abgehalten wurde, erhielt 1975 eine Arbeitsgemeinschaft unter der Führung des Wiener Architekten Clemens Holzbauer den Zuschlag. 1977 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden, 1979 erfolgte die Firstfeier und 1981 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergegen.


„Grünes Haus“ in der Bregenzer Montfortstraße, eines der vielen Verwaltungsgebäude vor dem Neubau des Landhauses.

Zahlreiche Architekturbüros hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Ausgewählte Projekte mussten ihre Entwürfe auch als Modelle präsentieren.

Die „Sauterwiese“ zwischen Römerstraße, Landesarchiv und dem Gymnasium wurde für den Neubau des Landhauses geopfert

Im Luftbild wird die städtebauliche Dimension des Projekts sichtbar. Ursprünglich als überdimensioniert kritisiert, ist das Landhaus heute zu klein und bereits sanierungsbedürftig.

Nach umfangreichen Hangsicherungsmaßnahmen waren 1978 die Fundamente gelegt und die Tiefgarage fertigstellt.

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1970 fasste die Vorarlberger Landesregierung den Entschluss ein neues Amtsgebäude in Bregenz zu errichten. Das war notwendig geworden, da die Landesverwaltung zu diesem Zeitpunkt auf viele Gebäude in ganz Bregenz verteilt war. So fanden die Landtagssitzungen im Alten Landhaus am Standort der heutigen Hypobank statt, eine weitere Außenstelle war etwa das „Grüne Haus“ in der Montfortstraße. Nachdem ein Architektenwettbewerb abgehalten wurde, erhielt 1975 eine Arbeitsgemeinschaft unter der Führung des Wiener Architekten Clemens Holzbauer den Zuschlag. 1977 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden, 1979 erfolgte die Firstfeier und 1981 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergegen.
Die fünfte Jahreszeithttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diefünftejahreszeitMon, 30 Jän 2017 08:12:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Ursprünglich begann sie am 6. Januar und hatte ihren Höhepunkt am gumpigen Donnerstag.

Erst seit dem 19. Jahrhundert findet die offizielle Faschingseröffnung am 11.11. um 11:11 Uhr statt. Der älteste Beleg für die Vorarlberger Fasnacht stammt aus dem Jahr 1334. Das Bratenstehlen am gumpigen Donnerstag ist erstmals 1684 belegt und die ersten organisierten Umzüge fanden in Bregenz 1848 und 1865 statt. Im Jahr 1948 organisierten die Dornbirner wieder einen Umzug und das Bregenzer Ore-Ore Komitee organisierte 1950 erstmals einen Umzug mit Kindern. Im November 1956 wurde beschlossen, dass ab sofort ein Prinzenpaar den Bregenzer Kinderfasching zu repräsentieren habe. Obwohl das Politische nicht zu kurz kommt, ist die Fasnacht auf die Kinder abgerichtet.


Regierungssitzung am Faschingsdienstag 1977.

Das Prinzenpaar Monika Sontag-Dobmeier und Hans Werner Sontag bei der Faschingsdienstagssitzung der Regierung.

Landeshauptmann Herbert Keßler als Trommler.

Landeshauptmann Herbert Keßler mit dem Prinzenpaar Heidi und Mandy Strasser.

Erstmals verwendete die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft 1960 für ihre Tanzveranstaltung den Begriff "Faschingsparty".

Elmar Rümmele (Mitte) beim Faschingsball der Landesbediensteten im Segelclubhaus Bregenz.

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Erst seit dem 19. Jahrhundert findet die offizielle Faschingseröffnung am 11.11. um 11:11 Uhr statt. Der älteste Beleg für die Vorarlberger Fasnacht stammt aus dem Jahr 1334. Das Bratenstehlen am gumpigen Donnerstag ist erstmals 1684 belegt und die ersten organisierten Umzüge fanden in Bregenz 1848 und 1865 statt. Im Jahr 1948 organisierten die Dornbirner wieder einen Umzug und das Bregenzer Ore-Ore Komitee organisierte 1950 erstmals einen Umzug mit Kindern. Im November 1956 wurde beschlossen, dass ab sofort ein Prinzenpaar den Bregenzer Kinderfasching zu repräsentieren habe. Obwohl das Politische nicht zu kurz kommt, ist die Fasnacht auf die Kinder abgerichtet.
Bremenmahd in Dornbirnhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#bremenmahdindornbirnTue, 17 Jän 2017 09:03:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Die Anfänge des gemeinnützigen Wohnbaus in Vorarlberg

Beginnend Anfang der 1960er Jahre wuchs die Siedlung Bremenmahd in Dornbirn 16 Jahre lang und bot schließlich 1.200 Menschen Wohnraum. Sie sollte ursprünglich Bewohnern der letzten Barackensiedlungen des 2. Weltkriegs eine neue Heimat bieten. Die fehlende Infrastruktur und der unmittelbar abgrenzende Steinbruch bedingten niedrige Grundstückspreise, die den Bau in dieser Größe erst ermöglichten. Solche Siedlungen waren in Vorarlberg lange die Ausnahme, so wurde in Vorarlberg der soziale Wohnbau bis in die 1950er Jahre nur mit zweigeschossigen Einzel- und Doppelhäusern umgesetzt. Erst die massiv gestiegene Nachfrage führte zu Großprojekten wie im Bremenmahd.


1973: Die Siedlung Bremenmahd, fernab von anderen Dornbirner Stadtteilen

Richtfest in der Vogewosi Siedlung, 11.5.1973

Richtfest im Bremenmahd, 11.5.1973

Neben den gerade entstehenden Rohbauten, waren Teile der Siedlung 1973 schon längst bewohnt

Im benachbarten Steinbruch Gstöhl wurde auch während des Richtfestes gesprengt

Blick auf die Siedlung Bremenmahd von der Oberkante des Steinbruchs

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Beginnend Anfang der 1960er Jahre wuchs die Siedlung Bremenmahd in Dornbirn 16 Jahre lang und bot schließlich 1.200 Menschen Wohnraum. Sie sollte ursprünglich Bewohnern der letzten Barackensiedlungen des 2. Weltkriegs eine neue Heimat bieten. Die fehlende Infrastruktur und der unmittelbar abgrenzende Steinbruch bedingten niedrige Grundstückspreise, die den Bau in dieser Größe erst ermöglichten. Solche Siedlungen waren in Vorarlberg lange die Ausnahme, so wurde in Vorarlberg der soziale Wohnbau bis in die 1950er Jahre nur mit zweigeschossigen Einzel- und Doppelhäusern umgesetzt. Erst die massiv gestiegene Nachfrage führte zu Großprojekten wie im Bremenmahd.
Die Landeskäsereischule in Dorenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dielandeskäsereischuleindorenMon, 9 Jän 2017 08:10:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Die erste Käserei- und Molkereischule im Gebiete der Monarchie

Der Entschluss eine Lehrsennerei für die Herstellung von Laibkäsen nach Schweizer Art in Doren zu erreichten fiel bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. Die feierliche Einweihung erfolgte am 16. Juni 1901 unter Anwesenheit von Erzherzog Eugen, der eigens mit der Pferdekutsche über den Flexenpass angereist war. Nachdem die Lehrsennerei ein von Jahr zu Jahr steigendes Defizit erwirtschaftete, übernahm Oberkäser Josef Rupp im Jahr 1913 die Käserei. Er betreute laufend Lehrlinge und führte Käsereikurse für Kriegsinvalide durch. Im Jahr 1923 wurde das Gebäude samt Einrichtungen an die Milchlieferanten von Doren-Huban verkauft, die Lehrmittel der landwirtschaftlichen Fachschule Mehrerau zur Verfügung gestellt.


Landeskäsereischule Doren, um 1910.

Gruß aus Doren

Das Käsewerk Rupp in Lochau produzierte ab 1935 Schmelzkäseprodukte.

Im Jahr 1998 wurde die "Rupp Cheese-Innovation" in Lochau erbaut.

Bergkäseproduktion auf der Alpe Obere in Mellau, 1979.

Auf der Bullerschalpe (Egg) beim "Käsplatz": Auf diesem Platz wurde der Käse von der Geißtobelalpe mit einem Seilzug zur Alpe Isewarth transportiert und von dort dann mit dem Pferdegespann zum GH Traube in den Käsekeller gebracht.

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Der Entschluss eine Lehrsennerei für die Herstellung von Laibkäsen nach Schweizer Art in Doren zu erreichten fiel bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. Die feierliche Einweihung erfolgte am 16. Juni 1901 unter Anwesenheit von Erzherzog Eugen, der eigens mit der Pferdekutsche über den Flexenpass angereist war. Nachdem die Lehrsennerei ein von Jahr zu Jahr steigendes Defizit erwirtschaftete, übernahm Oberkäser Josef Rupp im Jahr 1913 die Käserei. Er betreute laufend Lehrlinge und führte Käsereikurse für Kriegsinvalide durch. Im Jahr 1923 wurde das Gebäude samt Einrichtungen an die Milchlieferanten von Doren-Huban verkauft, die Lehrmittel der landwirtschaftlichen Fachschule Mehrerau zur Verfügung gestellt.
Skandal wie noch niehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#skandalwienochnieTue, 3 Jän 2017 08:28:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Montafoner Goldschlüsselrennen fanden ein jähes Ende

Im Jahr 1963 veranstaltete der SC Montafon erstmals FIS-Damenskirennen. Die Wettbewerbe wurden fortan alle zwei Jahre ausgetragen. Anfangs wurde auf Grabs, von 1971 bis 1975 auf der Kapellabfahrt vom Hochjoch und ab 1977 auf dem Golm gefahren. Am Morgen des Abfahrtlaufes im Jahr 1983 waren die Berge nach einer Nacht mit massiven Schneefällen bis ins Tal wolkenverhangen. Dies hatte zur Folge, dass sich nur die Teams von Österreich, Liechtenstein, Kanada und der Sowjetunion am Start einfanden, während alle anderen bereits abgereist waren. Fernsehbilder bewiesen, dass das Rennen bei besten Bedingungen hätte stattfinden können. Der Ärger und vor allem der finanzielle Schaden waren derartig groß, dass sich die Verantwortlichen aus Politik und Fremdenverkehr trotz massiver Proteste des Skiclubs dazu entschlossen, keine Damen-Weltcuprennen mehr zu veranstalten.


Siegerehrung der Abfahrt 1975: 1. Bernadette Zurbriggen, 2. Ingrid Gfölner, 3. Marie-Theres Nadig

Die Montafonerin Ingrid Gfölner aus Vandans konnte einen zweiten und einen dritten Platz erringen. Hier im Interview nach ihrem zweiten Platz in der Abfahrt 1975.

Die Vorarlbergerin Wiltrud Drexel (3. v.l.) gewann die Abfahrt 1969 und die Kombination in den Jahren 1971 und 1973, links neben ihr Annemarie Pröll und Monika Kaserer

Zieleinfahrt beim Slalom 1975

Zieleinfahrt beim Slalom 1977

Läuferin 1977

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Im Jahr 1963 veranstaltete der SC Montafon erstmals FIS-Damenskirennen. Die Wettbewerbe wurden fortan alle zwei Jahre ausgetragen. Anfangs wurde auf Grabs, von 1971 bis 1975 auf der Kapellabfahrt vom Hochjoch und ab 1977 auf dem Golm gefahren. Am Morgen des Abfahrtlaufes im Jahr 1983 waren die Berge nach einer Nacht mit massiven Schneefällen bis ins Tal wolkenverhangen. Dies hatte zur Folge, dass sich nur die Teams von Österreich, Liechtenstein, Kanada und der Sowjetunion am Start einfanden, während alle anderen bereits abgereist waren. Fernsehbilder bewiesen, dass das Rennen bei besten Bedingungen hätte stattfinden können. Der Ärger und vor allem der finanzielle Schaden waren derartig groß, dass sich die Verantwortlichen aus Politik und Fremdenverkehr trotz massiver Proteste des Skiclubs dazu entschlossen, keine Damen-Weltcuprennen mehr zu veranstalten.
Royaler Besuch in Vorarlberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#royalerbesuchinvorarlbergThu, 29 Dez 2016 07:46:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Die niederländische Königsfamilie gehört zu den treuesten Gästen Lechs.

Der Nobelskiort Lech ist bekannt für seine prominenten Gäste aus Politik, Wirtschaft und Adel. Einen besonderen Status nimmt dabei die niederländische Königsfamilie ein, die seit 1959 ihren Winterurlaub hier verbringt. Im Jahr 1970 urlaubte Königin Beatrix zum ersten Mal auch im Sommer in Lech. Das Zwanzig-Jahr-Jubiläum wurde im Januar 1979 im Bergrestaurant „Palmenalpe“ gefeiert.
Weniger bekannt ist, dass die Royals auch kleinere, inoffizielle Ausflüge machten. So nahm Prinzgemahl Bernhard 1975 an einer Exkursion an den Rohrspitz teil und Königin Juliane besuchte im Jahr 1978 die Bezirkshauptmannschaft Bludenz.


Königin Juliane beim Besuch der BH Bludenz. Sie und ihr Mann Prinz Bernhard waren bereits mit dem ehemaligen Bezirkshauptmann Julius Längle (1950-1974) befreundet.

Seit dem 26. Oktober 1963, dem Tag der offiziellen Übergabe, befindet sich die Bezirkshauptmannschaft wieder in Schloss Gayenhofen.

Sektempfang der etwas anderen Art. Prinzgemahl Bernhard, Landesrat Fredy Mayer und der Gaißauer Bürgermeister Ferdinand Nägele.

Aufklärung über das, 1975 noch nicht unter Schutz stehende Rheindelta. Dies geschah erst ein Jahr später per Verordnung.

Gasthof Post in Lech. In dem seit 1871 nachweisbaren Gebäude feierte die Königsfamilie im Jahr 1990 die 30. Wiederkehr ihres Skiurlaubs.

Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten erste Skiläufer das Gebiet. In den 1920er Jahren machten Skisport -Filme und Skirennen den Arlberg weltweit bekannt.

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Der Nobelskiort Lech ist bekannt für seine prominenten Gäste aus Politik, Wirtschaft und Adel. Einen besonderen Status nimmt dabei die niederländische Königsfamilie ein, die seit 1959 ihren Winterurlaub hier verbringt. Im Jahr 1970 urlaubte Königin Beatrix zum ersten Mal auch im Sommer in Lech. Das Zwanzig-Jahr-Jubiläum wurde im Januar 1979 im Bergrestaurant „Palmenalpe“ gefeiert.:::Weniger bekannt ist, dass die Royals auch kleinere, inoffizielle Ausflüge machten. So nahm Prinzgemahl Bernhard 1975 an einer Exkursion an den Rohrspitz teil und Königin Juliane besuchte im Jahr 1978 die Bezirkshauptmannschaft Bludenz.
Siedlung an der Achhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#siedlunganderachTue, 20 Dez 2016 07:46:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Das größte Wohnbauvorhaben Vorarlbergs seit 1945

Zwischen 1974 und 1982 wurde am Stadtrand von Bregenz eine Siedlung mit insgesamt rund 850 Wohnungen errichtet. 1970 entschloss sich die Stadt Bregenz aufgrund des immer größer werdenden Bedarfs ein Grundstück von 25.000 m² für den sozialen Wohnbau zu erschließen. Die Architekten Gunther Wratzfeld, Jakob Albrecht und Eckehard Schulz-Fielitz gewannen den ausgeschriebenen Wettbewerb. Träger des Projekts waren die Vogewosi, die BUWOG und die ÖBB . Die Realisierung des Bauvorhabens fällt in die Zeit, als der „rote“ Fritz Mayer Bürgermeister von Bregenz war. Er selbst bezeichnete den Bau der Achsiedlung und die Autobahnführung durch den Pfänder als Höhepunkte seiner Amtszeit.


Im Juli 1973 wurde mit der ersten Bauetappe begonnen (242 Wohnungen)

Einweihung der Achsiedlung am 4.6.1977. In der ersten Reihe u.a.: Norbert Neururer, Franz Bernhard, Fritz Mayer, Siegi Gasser, Alois Kaindl

Einweihung der Achsiedlung, 1977

Das Luftbild von 1977 zeigt die Lage am Stadtrand von Bregenz, direkt am Ufer der Bregenzerache gelegen

Die Achsiedlung wurde großzügig mit Freiflächen aufgelockert.

Kunst am Bau in der Achsiedlung: die Aluminiumplastik „Kanon“ von Emil Gehrer

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Zwischen 1974 und 1982 wurde am Stadtrand von Bregenz eine Siedlung mit insgesamt rund 850 Wohnungen errichtet. 1970 entschloss sich die Stadt Bregenz aufgrund des immer größer werdenden Bedarfs ein Grundstück von 25.000 m² für den sozialen Wohnbau zu erschließen. Die Architekten Gunther Wratzfeld, Jakob Albrecht und Eckehard Schulz-Fielitz gewannen den ausgeschriebenen Wettbewerb. Träger des Projekts waren die Vogewosi, die BUWOG und die ÖBB . Die Realisierung des Bauvorhabens fällt in die Zeit, als der „rote“ Fritz Mayer Bürgermeister von Bregenz war. Er selbst bezeichnete den Bau der Achsiedlung und die Autobahnführung durch den Pfänder als Höhepunkte seiner Amtszeit.
Christbäume gab es noch niehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#christbäumegabesnochnieTue, 13 Dez 2016 07:54:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Noch 1918 war der Weihnachtsbaum im Großen Walsertal unbekannt

Der geschmückte Baum zu Weihnachten ist ein relativ junges Brauchtumselement. Dieser Brauch kam aus dem protestantischen Norden Deutschlands und erreichte dann im 19. Jahrhundert Vorarlberg. Der beleuchtete Baum fand auch seinen Platz in den Städten Vorarlbergs, wo er bis heute mit seinem Glanz weihnachtliche Stimmung verbreitet. Es ist seit 1959 ein schöner Brauch, dass jeweils ein anderes Bundesland der Stadt Wien eine prächtige Tanne schenkt, die dann weihnachtlich geschmückt den Rathausplatz erhellt. Nach einer feierlichen Verabschiedung vor dem Landestheater in Bregenz wurde der Baum im November 1975 auf die weite Reise geschickt.


November 1975: Landesrat Siegi Gasser, Alois Kaindl und Vizebürgermeister Karl Schobel verabschieden den Baum

Der perfekte Baum für Wien: er sollte fast bis zum Boden Äste haben. Zeitzeugen berichten, dass beim Vorarlberger Baum daher einige Meter abgesägt wurden

Der Transport nach Wien startet in Bregenz auf dem Platz zwischen Post und Theater dort wo heute das Kunsthaus steht

Dezember 1962: Die Bregenzer Rathausstraße erstrahlt in weihnachtlichem Glanz

1968: Der weihnachtlich geschmückte Dornbirner Marktplatz, damals auch noch Parkplatz

1956: Das verschneite Feldkirch, im Vordergrund der Dom St. Nikolaus, hinten die Schattenburg

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Der geschmückte Baum zu Weihnachten ist ein relativ junges Brauchtumselement. Dieser Brauch kam aus dem protestantischen Norden Deutschlands und erreichte dann im 19. Jahrhundert Vorarlberg. Der beleuchtete Baum fand auch seinen Platz in den Städten Vorarlbergs, wo er bis heute mit seinem Glanz weihnachtliche Stimmung verbreitet. Es ist seit 1959 ein schöner Brauch, dass jeweils ein anderes Bundesland der Stadt Wien eine prächtige Tanne schenkt, die dann weihnachtlich geschmückt den Rathausplatz erhellt. Nach einer feierlichen Verabschiedung vor dem Landestheater in Bregenz wurde der Baum im November 1975 auf die weite Reise geschickt.
Frauen hinter der Kamerahttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#frauenhinterderkameraWed, 7 Dez 2016 07:38:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Ansichtskartenhersteller Risch-Lau

Es vergeht kaum eine Woche in der Vorarlberger Landesbibliothek in der an sie nicht eine Anfrage gerichtet wird, die sich auf die Fotografien des Postkartenverlags Risch-Lau bezieht. Es sind vor allem Werbeagenturen und Grafiker, die im Auftrag von Tourismusverbänden Publikationen herstellen, für die historisches Bildmaterial benötigt wird. Auch Zeitschriften und Zeitungen bedienen sich gerne nostalgischer Fotos, besonders dann, wenn es darum geht, veränderte Stadt- oder Landschaftsformen bildlich darzustellen. Die Fotografien sind auch Inhalt wissenschaftlicher Studien, so beschäftigt sich etwa Mag. Robert Groß vom Institut für soziale Ökologie in Wien derzeit mit der Frage, inwieweit die Risch-Lau Fotos zum Kulturlandschaftswandel beigetragen haben.

Die traditionsreiche Firma Risch-Lau mit Sitz in Bregenz zählte 1985 noch 22 Mitarbeiter, bediente über 3.000 Kunden in ganz Österreich und erzielte damals noch einen Jahresumsatz von etwa 25 Millionen Schilling. Es ist dem Weitblick des damaligen Geschäftsführers Dr. Beato Barnay zu verdanken, dass das Firmenarchiv bei der Betriebsschließung der Vorarlberger Landesbibliothek übergeben wurde und damit der Nachwelt erhalten bleibt. Es handelt sich dabei um über 40.000 Aufnahmen, die hauptsächlich touristische Motive aus Vorarlberg und dem restlichen Westösterreich zeigen. Die Negative und zum Teil auch Glasplatten wurden schon vor Jahren digitalisiert und können seit einiger Zeit komfortabel über das Portal volare via Internet abgerufen werden. (www.vorarlberg.at/volare)

Die Firma Risch-Lau, die in Vorarlberg jahrzehntelang den Handel mit Postkarten dominierte, kann auf eine ungewöhnlich lange Tradition zurückblicken. In einer Festschrift von 1985 zum 100jährigen Firmenjubiläum wird ausführlich auf die Pionierinnen – die Gründerinnen waren bemerkenswerterweise Frauen – eingegangen: 1847, die Daguerreotypie, die Vorstufe der Fotografie, war gerade erst wenige Jahre in Gebrauch, machten sich die Schwestern Katharina und Barbara Lentsch aus dem Tiroler Pitztal zu Fuß, mit der Postkutsche und einem Donaufloß auf den Weg nach Wien. Sie hatten in Innsbruck einen reisenden Fotografen beobachtet und waren überzeugt, dieses Gewerbe auch selbst ausüben zu können. Die erfolgreiche Geschäftsidee führte sie nach Deutschland, Ungarn, Rumänien und sogar bis in die Türkei. Zuletzt waren es sechs Schwestern und drei Brüder, die dem Fotografengewerbe nachgingen. Katharina heiratete den Schuster Ferdinand Back, dem sie das Fotografieren beibrachte, und mit dem sie später in Sigmaringen ein Atelier eröffnete. Eine ihrer vier Töchter, nämlich Ida, lernte in Lindenberg den Fotografen Wilhelm Lau kennen, mit dem sie nach Bregenz übersiedelte und in der Römerstraße 22 ein modernes Fotoatelier gründete. Ungewöhnlich für die damalige Zeit war die Belegschaft im Atelier Lau, war ja nicht nur er als Fotograf tätig, sondern auch seine Frau, deren beiden Schwestern und die Schwiegermutter, die Fotopionierin Katharina Back. Auch nach dem frühen Tod von Wilhelm Lau 1892 wurde das erfolgreiche Geschäft weiter ausgebaut, besonders nach 1896, als sich die Witwe mit Carl Risch, ebenfalls ein ausgebildeter Fotograf, verheiratete. Um den erfolgreichen Firmennamen nicht gänzlich zu verlieren, wurde nun das Atelier in Risch-Lau umbenannt. Während auch Carl Risch 1905 früh verstarb, wurde seine Frau 95 Jahre, ehe sie 1955 in Bregenz verstarb. Über ihren Sohn Karl Risch ging das Geschäft später an dessen Neffen Beato Barnay über, der den Betrieb bis zu dessen Schließung leitete.

Nach dem 2. Weltkrieg verschob sich der geschäftliche Schwerpunkt der Firma mehr und mehr weg vom traditionellen Fotoatelier hin zur Herstellung von touristischen Ansichtskarten. Im Gegensatz zum ältesten Bregenzer Fotogeschäft Högler, dessen Archiv sich heute im Rohnerhaus in Lauterach befindet, beschränkt sich das überlieferte Fotomaterial von Risch-Lau leider größtenteils auf die Produktionszeit nach dem 2. Weltkrieg.

Quelle: http://themavorarlberg.at/kultur/risch-lau-frauen-hinter-der-kamera


Skifahren in Zürs am Arlberg mit Blick in's Pazüeltal

Skifahren in Zürs am Arlberg

Schneeschaufeln in Zürs

Autofahrt im Bregenzerwald, Blick zum Hirschberg und zum Diedamskopf (1939)

Autofahrt im Rheintal / Blick zum Staufen und Schwarzenberg (1939)

Frau an der Bregenzerach mit Blick zum First

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Es vergeht kaum eine Woche in der Vorarlberger Landesbibliothek in der an sie nicht eine Anfrage gerichtet wird, die sich auf die Fotografien des Postkartenverlags Risch-Lau bezieht. Es sind vor allem Werbeagenturen und Grafiker, die im Auftrag von Tourismusverbänden Publikationen herstellen, für die historisches Bildmaterial benötigt wird. Auch Zeitschriften und Zeitungen bedienen sich gerne nostalgischer Fotos, besonders dann, wenn es darum geht, veränderte Stadt- oder Landschaftsformen bildlich darzustellen. Die Fotografien sind auch Inhalt wissenschaftlicher Studien, so beschäftigt sich etwa Mag. Robert Groß vom Institut für soziale Ökologie in Wien derzeit mit der Frage, inwieweit die Risch-Lau Fotos zum Kulturlandschaftswandel beigetragen haben. ::::::Die traditionsreiche Firma Risch-Lau mit Sitz in Bregenz zählte 1985 noch 22 Mitarbeiter, bediente über 3.000 Kunden in ganz Österreich und erzielte damals noch einen Jahresumsatz von etwa 25 Millionen Schilling. Es ist dem Weitblick des damaligen Geschäftsführers Dr. Beato Barnay zu verdanken, dass das Firmenarchiv bei der Betriebsschließung der Vorarlberger Landesbibliothek übergeben wurde und damit der Nachwelt erhalten bleibt. Es handelt sich dabei um über 40.000 Aufnahmen, die hauptsächlich touristische Motive aus Vorarlberg und dem restlichen Westösterreich zeigen. Die Negative und zum Teil auch Glasplatten wurden schon vor Jahren digitalisiert und können seit einiger Zeit komfortabel über das Portal volare via Internet abgerufen werden. (www.vorarlberg.at/volare) ::::::Die Firma Risch-Lau, die in Vorarlberg jahrzehntelang den Handel mit Postkarten dominierte, kann auf eine ungewöhnlich lange Tradition zurückblicken. In einer Festschrift von 1985 zum 100jährigen Firmenjubiläum wird ausführlich auf die Pionierinnen – die Gründerinnen waren bemerkenswerterweise Frauen – eingegangen: 1847, die Daguerreotypie, die Vorstufe der Fotografie, war gerade erst wenige Jahre in Gebrauch, machten sich die Schwestern Katharina und Barbara Lentsch aus dem Tiroler Pitztal zu Fuß, mit der Postkutsche und einem Donaufloß auf den Weg nach Wien. Sie hatten in Innsbruck einen reisenden Fotografen beobachtet und waren überzeugt, dieses Gewerbe auch selbst ausüben zu können. Die erfolgreiche Geschäftsidee führte sie nach Deutschland, Ungarn, Rumänien und sogar bis in die Türkei. Zuletzt waren es sechs Schwestern und drei Brüder, die dem Fotografengewerbe nachgingen. Katharina heiratete den Schuster Ferdinand Back, dem sie das Fotografieren beibrachte, und mit dem sie später in Sigmaringen ein Atelier eröffnete. Eine ihrer vier Töchter, nämlich Ida, lernte in Lindenberg den Fotografen Wilhelm Lau kennen, mit dem sie nach Bregenz übersiedelte und in der Römerstraße 22 ein modernes Fotoatelier gründete. Ungewöhnlich für die damalige Zeit war die Belegschaft im Atelier Lau, war ja nicht nur er als Fotograf tätig, sondern auch seine Frau, deren beiden Schwestern und die Schwiegermutter, die Fotopionierin Katharina Back. Auch nach dem frühen Tod von Wilhelm Lau 1892 wurde das erfolgreiche Geschäft weiter ausgebaut, besonders nach 1896, als sich die Witwe mit Carl Risch, ebenfalls ein ausgebildeter Fotograf, verheiratete. Um den erfolgreichen Firmennamen nicht gänzlich zu verlieren, wurde nun das Atelier in Risch-Lau umbenannt. Während auch Carl Risch 1905 früh verstarb, wurde seine Frau 95 Jahre, ehe sie 1955 in Bregenz verstarb. Über ihren Sohn Karl Risch ging das Geschäft später an dessen Neffen Beato Barnay über, der den Betrieb bis zu dessen Schließung leitete. ::::::Nach dem 2. Weltkrieg verschob sich der geschäftliche Schwerpunkt der Firma mehr und mehr weg vom traditionellen Fotoatelier hin zur Herstellung von touristischen Ansichtskarten. Im Gegensatz zum ältesten Bregenzer Fotogeschäft Högler, dessen Archiv sich heute im Rohnerhaus in Lauterach befindet, beschränkt sich das überlieferte Fotomaterial von Risch-Lau leider größtenteils auf die Produktionszeit nach dem 2. Weltkrieg.::::::Quelle: http://themavorarlberg.at/kultur/risch-lau-frauen-hinter-der-kamera
Seilaufzug für Skifahrerhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#seilaufzugfürskifahrerTue, 6 Dez 2016 07:15:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Die Entwicklung des Schilifts als Motor für den alpinen Massentourismus

Der Seilaufzug in Zürs aus dem Jahre 1935 hat mit der neuen Verbindungsbahn nach St. Anton gemeinsam, dass damals wie heute die Firma Doppelmayr maßgeblich beteiligt war. Was einst mit dem Einer-Schlepplift begann, entwickelt sich dann zum Zweier-Schlepplift ab 1939 am Schlegelkopf in Lech, hin zum ersten Sesselift ab 1947 in Tschagguns-Grabs. Die erste Kleinkabinenbahn verband dann ab 1947 Lech mit Oberlech. Eine Seltenheit stellt der Schrägaufzug in Tschagguns-Latschau dar, war er doch zunächst als Transportmittel für den Kraftwerksbau errichtet worden und erst 1959 für den öffentlichen Verkehr freigegeben.


Schrägaufzug Golm, Mittelstation Mattschwitz

Sessellift Kriegerhorn, 1956

Warteschlange an Talstation des Kriegerhorn-Sessellifts, 1956

Schlepplift am Schlegelkopf, 1963

Seilbahn nach Oberlech, gegen Omeshorn, 1954

Zürs, Talstation der Trittkopfbahn, Schrägluftbild vom Hubschrauber aus, 2011

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Der Seilaufzug in Zürs aus dem Jahre 1935 hat mit der neuen Verbindungsbahn nach St. Anton gemeinsam, dass damals wie heute die Firma Doppelmayr maßgeblich beteiligt war. Was einst mit dem Einer-Schlepplift begann, entwickelt sich dann zum Zweier-Schlepplift ab 1939 am Schlegelkopf in Lech, hin zum ersten Sesselift ab 1947 in Tschagguns-Grabs. Die erste Kleinkabinenbahn verband dann ab 1947 Lech mit Oberlech. Eine Seltenheit stellt der Schrägaufzug in Tschagguns-Latschau dar, war er doch zunächst als Transportmittel für den Kraftwerksbau errichtet worden und erst 1959 für den öffentlichen Verkehr freigegeben.
Sümpfe trockenlegenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#sümpfetrockenlegenThu, 1 Dez 2016 09:30:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Der Sumpf war die Korruption rund um den Bau des Wiener AKH

Dieser Ausspruch von Rudolf Kirchschläger, Bundespräsident von 1974 bis 1986, blieb im Gedächtnis der Bevölkerung. Wenige Tage nach seinem Amtsantritt hatte er bereits die Gelegenheit einer Trockenlegung beizuwohnen. Er besuchte mit LH Herbert Kessler Hörbranz, wo die Feuerwehr gerade die Folgen eines Hochwassers zu beseitigen versuchte. Kirchschläger hatte sich in der Wahl 1974 knapp gegen Alois Lugger durchgesetzt, erhielt dann aber 1980 mit fast 80 % Zustimmung eine überwältigende Mehrheit. Die Besuche der Präsidenten in Vorarlberg haben Tradition: neben der Eröffnung der Festspiele besuchen sie Gemeinden, Betriebe und schütteln jede Menge Hände.




Besuch in Hörbranz, 18.7.1974, der Bergerbach war massiv wie noch nie davor über die Ufer getreten

Landeshauptmann Herbert Kessler und Bürgermeister Fritz Mayer empfangen den Bundespräsidenten am Bregenzer Bahnhof

Betriebsbesuch in der Firma Wüstner und Lotteraner (Teppichherstellung) in Mellau, 1976

Besuch in Lech-Zug, vor dem Hotel Rote Wand, 1979

Rudolf Kirchschläger legt 1976 den Grundstein zum Bregenzer Festspielhaus: v.l.n.r: Ernst Bär, Siegfried Gasser, Herbert Kessler, Fred Sinowatz, Rudolf Kirchschläger, Fritz Mayer, Albert Fuchs

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Dieser Ausspruch von Rudolf Kirchschläger, Bundespräsident von 1974 bis 1986, blieb im Gedächtnis der Bevölkerung. Wenige Tage nach seinem Amtsantritt hatte er bereits die Gelegenheit einer Trockenlegung beizuwohnen. Er besuchte mit LH Herbert Kessler Hörbranz, wo die Feuerwehr gerade die Folgen eines Hochwassers zu beseitigen versuchte. Kirchschläger hatte sich in der Wahl 1974 knapp gegen Alois Lugger durchgesetzt, erhielt dann aber 1980 mit fast 80 % Zustimmung eine überwältigende Mehrheit. Die Besuche der Präsidenten in Vorarlberg haben Tradition: neben der Eröffnung der Festspiele besuchen sie Gemeinden, Betriebe und schütteln jede Menge Hände.