volare bloghttp://www.vorarlberg.at/volarevolare blogdeVorarlberger LandesbibliothekWed, 18 Sep 2019 08:58:16 +0200http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss60wissen, wo Bartl den Most holthttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#wissen,wobartldenmostholtMon, 26 Aug 2019 10:15:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Mostherstellung in Vorarlberg

Birnen und Äpfel in Hülle und Fülle – noch dazu in hervorragender Qualität. Das Mostjahr 2018 wird in die Geschichte eingehen. Bereits zur Zeit der Römer wurde auf dem Gebiet von Vorarlberg Streuobst zu Apfelwein verarbeitet. Die Hochblühte der Mosterei erlebte Vorarlberg, wie andere Gebiete auch, in den Zwischenkriegs- und den Nachkriegsjahren. Most war damals als Getränk so populär, dass er zum Beispiel als Verpflegungskost für Soldaten ausgegeben wurde. In dieser Zeit fand man nahezu in allen Gaststätten Most auf der Karte, da er deutlich günstiger als andere alkoholhaltige Getränke war.


Streuobstwiesen, wie hier um 1960 in Brand, gehören traditionell zu unserer Kulturlandschaft.

Für den Most wird das Fallobst von Äpfel- und Birnenbäumen zumeist von Hand aufgesammelt.

Obstanlieferung an eine Röthner Mosterei in den 1970ern.

Nach der Anlieferung wird das Obst gewaschen und gemahlen.

Nach dem Mahlen wird das Obst auf einem Pressstock verteilt und in Jutetücher eingeschlagen.

Der hydraulische Pressstock von Anton und Anna Denz aus Schwarzenberg fasste ungefähr 200kg Obst.

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Birnen und Äpfel in Hülle und Fülle – noch dazu in hervorragender Qualität. Das Mostjahr 2018 wird in die Geschichte eingehen. Bereits zur Zeit der Römer wurde auf dem Gebiet von Vorarlberg Streuobst zu Apfelwein verarbeitet. Die Hochblühte der Mosterei erlebte Vorarlberg, wie andere Gebiete auch, in den Zwischenkriegs- und den Nachkriegsjahren. Most war damals als Getränk so populär, dass er zum Beispiel als Verpflegungskost für Soldaten ausgegeben wurde. In dieser Zeit fand man nahezu in allen Gaststätten Most auf der Karte, da er deutlich günstiger als andere alkoholhaltige Getränke war.
Karrenseilbahn – Fahrt frei!http://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#karrenseilbahn–fahrtfrei!Tue, 20 Aug 2019 09:25:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Eröffnung am 17. November 1956

Nach unzähligen Unimog-Fahrten, bei denen die Teile der Bergstation und der Antrieb der Seilbahn nach oben gebracht, Seilbahnstützen gebaut und die zwei Tonnen schweren Stützentragseilschuhe von Hand mittels Rollen hochgezogen, Seile gespannt und Kabinen montiert worden waren, war es soweit. „Die Karrenseilbahn, die sich allgemach zu einem wahren Schmerzenskind ausgewachsen hatte, konnte nun endlich feierlich eröffnet werden.“


Warteraum und Fahrkartenschalter in der Talstation der Karrenbahn bei Dornbirn, 1957

Das händische Spannen der Stahlseile übernahm ein Arbeitstrupp der Illwerke. Die Kabinen wurden im Sommer 1956 von Mitarbeitern der Firma Doppelmayr installiert.

Das Restaurant am Karren 1967. Bereits 1892 hatte der Industrielle Viktor Hämmerle einen hölzernen Aussichtsturm auf dem Karren errichten lassen.

Restaurant in der Bergstation, 1957. Der Bau der Bergstation wurde so ausgeführt, dass eine angedachte Verlängerung der Bahn auf den Staufen möglich gewesen wäre.

1952 legte Sepp Luger sein Konzept für den Bau der Karrenseilbahn vor. Allerdings mussten Änderungen vorgenommen werden, da der Plan, 60% der Kosten mit der Marshallplanhilfe zu decken, nicht funktionierte.

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Nach unzähligen Unimog-Fahrten, bei denen die Teile der Bergstation und der Antrieb der Seilbahn nach oben gebracht, Seilbahnstützen gebaut und die zwei Tonnen schweren Stützentragseilschuhe von Hand mittels Rollen hochgezogen, Seile gespannt und Kabinen montiert worden waren, war es soweit. „Die Karrenseilbahn, die sich allgemach zu einem wahren Schmerzenskind ausgewachsen hatte, konnte nun endlich feierlich eröffnet werden.“
Ernst Bärhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#ernstbärMon, 29 Jul 2019 09:35:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Langjähriger Leiter der Bregenzer Festspiele

Seit der Gründung der Bregenzer Festspiele 1946 war Ernst Bär für die dazugehörige Festwoche verantwortlich und ab 1949 führte er auch die Presseabteilung. Fünf Jahre später wurde er zum ersten Leiter der Bregenzer Festspiele bestellt. Während seiner Wirkungszeit setzte er vor allem auf die klassische Wiener Operette und etablierte sie auf der Seebühne. Neben zahlreichen Veröffentlichungen über die Festspiele, war er maßgeblich für den Bau des Bregenzer Festspielhauses verantwortlich. Nach seinem Weggang aus Bregenz leitete er bis zum seinem Tod im Jahr 1985 die Schlossfestspiele in Hannover-Herrenhausen.


Ernst Bär (1919-1985) bei einer Pressekonferenz der Bregenzer Festspiele im Jahr 1982.

Grundsteinlegung für das Bregenzer Festspielhaus 1976. V.l.n.r.: Ernst Bär, Siegfried Gasser, Herbert Kessler, Fred Sinowatz, Rudolf Kirchschläger, Fritz Mayer, Albert Fuchs

Ernst Bär (links) und Ernst Haeussermann (Mitte) zu Gast bei Theaterproben in Bregenz 1981.

Rohbaubesichtigung mit Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, 1979. v.l.n.r.: Fritz Mayer, Rudolf Kirchschläger, Ernst Bär, Ingeborg Keßler, Siegfried Gasser, Herbert Keßler

Bei der Verleihung des Silbernen Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg mit Landeshauptmann Herbert Keßler, 1977.

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Seit der Gründung der Bregenzer Festspiele 1946 war Ernst Bär für die dazugehörige Festwoche verantwortlich und ab 1949 führte er auch die Presseabteilung. Fünf Jahre später wurde er zum ersten Leiter der Bregenzer Festspiele bestellt. Während seiner Wirkungszeit setzte er vor allem auf die klassische Wiener Operette und etablierte sie auf der Seebühne. Neben zahlreichen Veröffentlichungen über die Festspiele, war er maßgeblich für den Bau des Bregenzer Festspielhauses verantwortlich. Nach seinem Weggang aus Bregenz leitete er bis zum seinem Tod im Jahr 1985 die Schlossfestspiele in Hannover-Herrenhausen.
Das Interviewhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dasinterviewFri, 26 Jul 2019 09:30:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Surrealismus trifft Krendlesberger

Im August 1975 sollte die Schauspielpremiere von Hans Krendlesberger „Das Interview“ am Bregenzer Kornmarkttheater stattfinden. Für die Bühnendekoration konnte Regisseur Jürgen Wilke den Künstler Maître Leherb gewinnen, der die Ausstattung an die fiktive Figur der Elaine Winters anpasste. So dominierten ein Sofa in Form eines Mundes, Tischbeine, die Menschenbeinen nachgebildet sind oder Stühle, die menschliche Körper darstellen, das Bühnenbild. Die Premiere musste dann kurzfristig, wegen der Erkrankung von Hauptdarstellerin Joana Maria Grovin, um ein Jahr verschoben werden.


Maître Leherb (links) mit seiner Gattin Lotte Profohs und Regisseur Jürgen Wilke präsentieren die Bühnendekoration von „Das Interview“

Christine Böhm als Journalistin Ina, die die alternde Diva Elaine Winters in deren Wohnzimmer interviewt.

Probeaufnahmen von Joana Maria Gorvin als Elaine Winters.

Albert Rueprecht in einem von Maître Leherb entworfenen Stühlen. Erstmalig war es gelungen, Leherb für eine Bühnenausstattung zu gewinnen.

Die deutschsprachige Theaterpremiere von „Das Interview“ fand am 21. August1976 im Theater am Kornmarkt statt.

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Im August 1975 sollte die Schauspielpremiere von Hans Krendlesberger „Das Interview“ am Bregenzer Kornmarkttheater stattfinden. Für die Bühnendekoration konnte Regisseur Jürgen Wilke den Künstler Maître Leherb gewinnen, der die Ausstattung an die fiktive Figur der Elaine Winters anpasste. So dominierten ein Sofa in Form eines Mundes, Tischbeine, die Menschenbeinen nachgebildet sind oder Stühle, die menschliche Körper darstellen, das Bühnenbild. Die Premiere musste dann kurzfristig, wegen der Erkrankung von Hauptdarstellerin Joana Maria Grovin, um ein Jahr verschoben werden.
New York am Bodenseehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#newyorkambodenseeSat, 27 Jul 2019 09:30:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

West Side Story auf der Seebühne

Musicals auf der Seebühne haben absoluten Seltenheitswert, obwohl neben „Kiss me Kate“ 1983 besonders die „West Side Story“ 1981 und 2003 Publikumserfolge waren. Leonard Bernstein brachte mit der „West Side Story“ eine Musical-Version von Romeo und Julia auf die Bühne, bei der die ethischen Konflikte zwischen Puertoricanern und US-Amerikanern thematisiert werden. Obwohl die Liebesgeschichte zwischen Tony und Maria für Tony tödlich endet, begreifen die rivalisierenden Gangs zuletzt, dass es sich nicht lohnt, wegen ihrer Konflikte Menschenleben zu opfern.


Dagmar Koller als Anita war erstaunt über die Dimensionen der Seebühne: „Bei ´I want to be in America´ bin ich auf der riesigen Seebühne von einer Ecke zur anderen gelaufen, jeder normale Sterbliche kommt allein dadurch schon außer Atem, ich musste zusätzlich noch tanzen und singen.“

Dagmar Koller, erstmals 1969 in der „Hochzeit am Bodensee“ auf der Seebühne engagiert, erhielt in der „West Side Story“ 1981 die Rolle der Anita. Als sie durch Zufall Leonard Bernstein kennen lernte, informierte sie ihn: You know, I am doing the Anita in Bregenz this summer“. Erstaunt, dass eine blonde Österreicherin als Puertoricanerin auftreten sollte, antwortete er: „You are my first blonde, to do this part“

Reinhold Lugers letztes Plakat für die Bregenzer Festspiele. Mit dem Abschied von Alfred Wopmann endet auch die Ära Luger als Grafiker der Festspiele.

West Side Story 2003. Obwohl 9/11 bei der Planung des Bühnenbildes noch nicht vorhersehbar war, wurde die Bildsymbolik des einstürzenden Wolkenkratzers oft damit in Verbindung gebracht. Das wankende Gebäude sollte ursprünglich den spekulativen Kapitalismus versinnbildlichen.

"Fast 50 Jahre nach der Uraufführung von West Side Story haben ihre zentralen Themen wie Intoleranz und Vorurteile nichts an Bedeutung verloren - im Gegenteil", betonte Jamie Bernstein, die Tochter von Leonard Bernstein in ihre Rede zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele 2003.

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Musicals auf der Seebühne haben absoluten Seltenheitswert, obwohl neben „Kiss me Kate“ 1983 besonders die „West Side Story“ 1981 und 2003 Publikumserfolge waren. Leonard Bernstein brachte mit der „West Side Story“ eine Musical-Version von Romeo und Julia auf die Bühne, bei der die ethischen Konflikte zwischen Puertoricanern und US-Amerikanern thematisiert werden. Obwohl die Liebesgeschichte zwischen Tony und Maria für Tony tödlich endet, begreifen die rivalisierenden Gangs zuletzt, dass es sich nicht lohnt, wegen ihrer Konflikte Menschenleben zu opfern.
Die Operette am Seehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dieoperetteamseeTue, 16 Jul 2019 09:45:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Die 50er Jahre waren bei den Bregenzer Festspielen die Ära der Operette. Der 1953 engagierte künstlerische Leiter Ernst Bär sah in der Operette den eigentlichen Reiz, den die Festspiele ausstrahlen können. Er war damit nicht unumstritten, da sich das Publikumsinteresse in Grenzen hielt und regelmäßig finanzielle Abgänge in Kauf genommen werden mussten. Walter Lingenhöle schreibt dazu: „ Das Operettenkarussell drehte sich allerdings noch 17 Jahre weiter, wenn auch mit diversen Varianten, siebenmal Strauss, aber auch Lortzing, Stolz, Suppé, Millöcker, Smetana, Lehár und Offenbach.“ Nach heftigen internen Diskussionen endete 1971 die Serie der Operetten. Es folgte die Gershwin-Oper „Porgy und Bess“, die von Publikum und Medien als musikalisches und dramaturgisches Spektakel gelobt wurden.


Die Neue Zürcher Zeitung schrieb 1951 über den „Zigeunerbaron“: „Noch keines der Bregenzer Festspiele bot ein solches Panorama der magischen Reflexe, der pittoresken Volksszenen, der letzten Ausschöpfung im Zusammenspiel der Elemente. Kann es überhaupt überboten werden?“

„Eine Nacht in Venedig“ (Johann Strauss) wurde 1955 dank guter Witterung mit 75.000 Besuchern ein Publikumserfolg. Zu den Aufführungen wurden späte Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft eingeladen.

1960 wurde das Ballett „Schwanensee“ auf der Seebühne aufgeführt und erstmals übertrug auch das Fernsehen die Aufführung. Geringe Auslastung und ein Defizit von 690.000 Schilling ließen die Sorge um den Fortbestand der Festspiele wachsen.

1970 regierte bei den 25. Festspielen noch einmal der Walzerkönig Josef Strauss mit seiner wohl bekanntesten Operette „Die Fledermaus“. Fritz Muliar als Frosch erntete mit seinem ungarischen Akzent jeden Abend einen Riesenapplaus.

Joyce Bryant als Bess in „Porgy and Bess“ 1971. Zweifler hatten befürchtet, dass mit einer „Negeroper“ die Linie der europäischen Kultur durchbrochen werden könnte.

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Die 50er Jahre waren bei den Bregenzer Festspielen die Ära der Operette. Der 1953 engagierte künstlerische Leiter Ernst Bär sah in der Operette den eigentlichen Reiz, den die Festspiele ausstrahlen können. Er war damit nicht unumstritten, da sich das Publikumsinteresse in Grenzen hielt und regelmäßig finanzielle Abgänge in Kauf genommen werden mussten. Walter Lingenhöle schreibt dazu: „ Das Operettenkarussell drehte sich allerdings noch 17 Jahre weiter, wenn auch mit diversen Varianten, siebenmal Strauss, aber auch Lortzing, Stolz, Suppé, Millöcker, Smetana, Lehár und Offenbach.“ Nach heftigen internen Diskussionen endete 1971 die Serie der Operetten. Es folgte die Gershwin-Oper „Porgy und Bess“, die von Publikum und Medien als musikalisches und dramaturgisches Spektakel gelobt wurden.
Bregenzer Festspielehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#bregenzerfestspieleMon, 15 Jul 2019 09:30:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Die Bregenzer Festspiele im Plakat

Der Grafiker Reinhold Luger prägte 20 Jahre lang das visuelle Gesicht der Bregenzer Festspiele. Er konzipierte ein neues Logo für die Festspiele, war für das Aussehen der Festspielzeitung sowie für die jährlichen Plakate verantwortlich. Das jeweilige Plakat entstand lange vor der Aufführung und sollte der Bewerbung von Stück und Aufführung dienen. Laut Alfred Wopmann, dem damaligen Intendanten ist die Intention des Plakats, „dass der Betrachter sekundenschnell vom Sehen zum Verstehen gelangt. Farben und Formen müssen so auffällig sein, dass sie das Interesse des Gegenübers anziehen.“ Im Herbst 2019 wird im vorarlberg museum in Kooperation mit der Landesbibliothek eine Ausstellung über Reinhold Luger gezeigt, in deren Mittelpunkt auch die Festspielplakate stehen werden.


Das Plakat besteht aus einem oberen und spiegelbildlich unteren Teil. Das Zentrum wird von einem strahlenden Sonnenkreis als Symbol für die Welt Sarastros eingenommen. Als Kontrast dazu steht am Firmament ein Vollmond als Symbol für die Königin der Nacht.

Ein messerscharfer Schnitt legt ein Büschel Haare - das Symbol für die Kraft Samson - frei. Darunter weist ein Negativbild auf das Unheil hin, welches durch den Haarverlust droht. Dalila beraubt ihn in einer Liebesnacht seines Haares.

Alfred Wopmann staunte nicht schlecht, als er sein Gesicht im Festspielplakat wiedererkannte. Die Erklärung dazu lieferte Reinhold Luger: „Das Talent des Theatermachers, Spiele als Menschheitskomödien zu veranlassen, die Sommer für Sommer ein großes Publikum ebenso unterhalten wie aufklären, basiert glaube ich, auch auf einem dämonischen Trieb, schließt „teuflische Lust“ mit ein.“

Der blaue Himmel symbolisiert den Blick in eine lebenswerte, menschliche Zukunft, umrahmt vom Grauen der nationalsozialistischen Zeit, den ausländerfeindlichen Übergriffen von Rostock sowie den Kriegshandlungen des Golfkriegs.

1999 wurde das Plakat Lugers nicht öffentlich ausgehängt, da die Festspielführung befürchtete, dass der provokante Tanz mit dem Tod beim Publikum eher Unbehagen denn Lust auf die Seeaufführung auslösen könnte.

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Der Grafiker Reinhold Luger prägte 20 Jahre lang das visuelle Gesicht der Bregenzer Festspiele. Er konzipierte ein neues Logo für die Festspiele, war für das Aussehen der Festspielzeitung sowie für die jährlichen Plakate verantwortlich. Das jeweilige Plakat entstand lange vor der Aufführung und sollte der Bewerbung von Stück und Aufführung dienen. Laut Alfred Wopmann, dem damaligen Intendanten ist die Intention des Plakats, „dass der Betrachter sekundenschnell vom Sehen zum Verstehen gelangt. Farben und Formen müssen so auffällig sein, dass sie das Interesse des Gegenübers anziehen.“ Im Herbst 2019 wird im vorarlberg museum in Kooperation mit der Landesbibliothek eine Ausstellung über Reinhold Luger gezeigt, in deren Mittelpunkt auch die Festspielplakate stehen werden.
Kraftwerk Langenegghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#kraftwerklangeneggWed, 26 Jun 2019 09:30:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Ein wesentlicher Beitrag für die Energieversorgung in Vorarlberg

Mit der Eröffnung des Kraftwerks Langenegg am 29. Juni 1979 verdoppelten die Vorarlberger Kraftwerke mit einem Schlag ihre jährliche Eigenerzeugung von bis dahin 215 GWh auf 443 GWh und leisteten damit einen wesentlichen Beitrag zu Vorarlbergs Energieversorgung. In nur vier Jahren Bauzeit setzten rund 500 Arbeiterinnen und Arbeiter das kühne Bauprojekt um. Insgesamt mussten 460.000 m³ Gestein abgetragen bzw. ausgebrochen, 85.000 m³ Beton verarbeitet und die Dammschüttung mit 1.330.000 m³ eingebracht werden. Zur Energieerzeugung nutzt das Kraftwerk die 5,9 Kilometer lange Gefällestrecke des Rotenbergstollens mit einer Fallhöhe von 280 Metern.


Für die Zuleitung des Wassers der Subersach zur Bolgenach wurde ein 3,8 Kilometer langer Stollen durch den Hittisberg getrieben.

Der Stausee Bolgenach wurde mit einem Nutzinhalt von 6,5 Mio. Kubikmeter als Wochenspeicher ausgelegt.

Das Kavernenkrafthaus Langenegg liegt in der Bregenzerachschlucht, nur unweit vom später erbauten Kraftwerk Alberschwende.

Die Weihe des Kraftwerks wurde am 29. Juni 1979 von Generalvikar Prälat Gustav Glatthaar vorgenommen.

Für die Planung und die Bauleitung war Baudirektor Dipl.-Ing. Emil Stefko verantwortlich.

„Die Energiepolitik des Landes, preisgünstige Überschussenergie zu beziehen und mit der Eigenproduktion die Bedarfsspitzen abzudecken, habe sich stets bewährt.“, so LH Keßler bei seiner Eröffnungsrede.

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Mit der Eröffnung des Kraftwerks Langenegg am 29. Juni 1979 verdoppelten die Vorarlberger Kraftwerke mit einem Schlag ihre jährliche Eigenerzeugung von bis dahin 215 GWh auf 443 GWh und leisteten damit einen wesentlichen Beitrag zu Vorarlbergs Energieversorgung. In nur vier Jahren Bauzeit setzten rund 500 Arbeiterinnen und Arbeiter das kühne Bauprojekt um. Insgesamt mussten 460.000 m³ Gestein abgetragen bzw. ausgebrochen, 85.000 m³ Beton verarbeitet und die Dammschüttung mit 1.330.000 m³ eingebracht werden. Zur Energieerzeugung nutzt das Kraftwerk die 5,9 Kilometer lange Gefällestrecke des Rotenbergstollens mit einer Fallhöhe von 280 Metern.
Ludescherberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#ludescherbergWed, 12 Jun 2019 09:10:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Von der Allmein zum Europaschutzgebiet

Auf den relativ flachen Hängen des Ludescherberges entstanden im Mittelalter sogenannte Allmeinen, die gemeinschaftlich genutzt wurden. Mit der Ansiedelung der Walser ergaben sich neue Verhältnisse in den Nutzungsrechten und waren oft Anlass für einen jahrhundertelangen Streit. Durch grundherrschaftliche Bauerschwernisse konnte sich die Siedlung fast nicht fortentwickeln. Um die Wohnmisere etwas zu lindern, wurden Doppelhäuser erbaut, von denen heute noch eines steht. Heute gehört der Ludescherberg mit seinen 66 Einwohnern zu der Gemeinde Ludesch.


Die Kapelle Mariahilf wurde um 1840 errichtet. Das Bild „Maria mit Kind“ beim neuromanischen Altar datiert aus dem Jahr 1878.

Europaschutzgebiet Ludescherberg. Damit sollen gefährdete Pflanzen- und Tierarten und ihr natürlicher Lebensraum geschützt aber auch eine Jahrhunderte alte Kulturlandschaft erhalten werden.

Alter Wegweiser am Ludescherberg. Über den Wiesweg gelangen Wanderer in die Parzelle Grüneck, wo sich ihnen eine herrliche Aussicht über den Walgau bis hin zu den Schweizer Bergen bietet.

Pension Grüneck befindet sich in Raggal/Ludescherberg am Eingang zum Biosphärenpark Großes Walsertal.



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Auf den relativ flachen Hängen des Ludescherberges entstanden im Mittelalter sogenannte Allmeinen, die gemeinschaftlich genutzt wurden. Mit der Ansiedelung der Walser ergaben sich neue Verhältnisse in den Nutzungsrechten und waren oft Anlass für einen jahrhundertelangen Streit. Durch grundherrschaftliche Bauerschwernisse konnte sich die Siedlung fast nicht fortentwickeln. Um die Wohnmisere etwas zu lindern, wurden Doppelhäuser erbaut, von denen heute noch eines steht. Heute gehört der Ludescherberg mit seinen 66 Einwohnern zu der Gemeinde Ludesch.
Der Postbriefkastenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#derpostbriefkastenWed, 5 Jun 2019 11:30:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Ein aussterbendes Relikt?

1817 wurden die ersten hölzernen Briefkästen in Österreich eingerichtet. Anfänglich wurden nicht viele benötigt, da nur nichtfreigemachte Briefe eingelegt werden konnten. Dies änderte sich mit der Einführung der Postwertzeichen. 1877 verfügte Österreich bereits über 7.827 Briefkästen. Mittlerweile waren sie schon aus Gusseisen und ab 1910 kamen die ersten aus Stahlblech auf. 1916 wurden die ersten Hausbriefkästen errichtet und während diese nach wie vor gebraucht werden, verschwinden die Postbriefkästen allmählich aus dem Alltagsbild.


Mit dem Aufkommen der Ansichtskarte wurden auch mehr Postbriefkästen benötigt.

Ein Postbriefkasten an der Hausfassade der Gastwirtschaft Max Danner in Dornbirn.

Nicht nur die Postbriefkästen, wie hier vor dem Postamt in Schwarzach, sondern auch die Telefonzellen verschwinden langsam aber sicher. Die ersten Münztelefone wurden 1902 vorgestellt.

Die Postbriefkästen der Österreichischen Post sind in gelb gehalten. Hier zu sehen an einem Haus in Schwarzenberg.

Unter dem Schriftzug „Post” befindet sich ein Postbriefkasten und daneben ein Briefmarkenautomat. Der Erste wurde in Österreich 1908 aufgestellt. Waren aber nicht so verbreitet, da Briefmarken jederzeit auch in einer Trafik erworben werden konnten.

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1817 wurden die ersten hölzernen Briefkästen in Österreich eingerichtet. Anfänglich wurden nicht viele benötigt, da nur nichtfreigemachte Briefe eingelegt werden konnten. Dies änderte sich mit der Einführung der Postwertzeichen. 1877 verfügte Österreich bereits über 7.827 Briefkästen. Mittlerweile waren sie schon aus Gusseisen und ab 1910 kamen die ersten aus Stahlblech auf. 1916 wurden die ersten Hausbriefkästen errichtet und während diese nach wie vor gebraucht werden, verschwinden die Postbriefkästen allmählich aus dem Alltagsbild.
Die Eroberung der Bergehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dieeroberungderbergeThu, 23 Mai 2019 09:30:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

150 Jahre Alpenverein Vorarlberg

Parallel zu dem gesteigerten Interesse an den Bergen ab der Mitte des 19. Jh. gründeten sich die ersten alpinen Vereine, u.a. 1862 der „Österreichische Alpenverein“ in Wien und 1869 der „Deutsche Alpenverein“. Am 1. Dezember gleichen Jahres schloss sich Vorarlberg als 14. Sektion diesem an. Zum Zusammenschluss des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins zum D.Ö.A.V. kam es am 23. August 1873 in Bludenz, der bis nach 1945 hielt. In den 150 Jahren wurden unzählige freiwillige Stunden für den Erhalt des Wegenetzes, der Schutzhütten und Klettersteige investiert.


Nach 1945 brachte es Obmann Wendelin Gunz fertig, die Hütten wieder ihrem ursprünglichen Zweck zuzuführen. Denn während des Kriegs dienten sie dem Hilfsgrenzdient als Unterkünfte.

Wilhelm Purtscher (ganz links) vor der Noris-Hütte in Baad im Kleinen Walsertal, die in der Nacht des 20. Juli 1950 abbrannte.

Jugendheimeröffnung des Alpenvereins, Sektion Bregenz am 26. Juni 1983. Die Bedeutung der Jugendarbeit war dem Verein von Anfang an ein Anliegen.

Bergrettung am Sonnenkopf. Obmann Ludwig Mähr führte dem Verein auch die Aufgaben des Pflanzenschutzes und des Bergrettungswesens zu.

Von Anbeginn an konzentrierte sich der Alpenverein auf die Ausbildung von Bergführern. Anton Neyer aus Bludenz erhielt das erste Bergführerbuch der Sektion Vorarlberg.

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Parallel zu dem gesteigerten Interesse an den Bergen ab der Mitte des 19. Jh. gründeten sich die ersten alpinen Vereine, u.a. 1862 der „Österreichische Alpenverein“ in Wien und 1869 der „Deutsche Alpenverein“. Am 1. Dezember gleichen Jahres schloss sich Vorarlberg als 14. Sektion diesem an. Zum Zusammenschluss des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins zum D.Ö.A.V. kam es am 23. August 1873 in Bludenz, der bis nach 1945 hielt. In den 150 Jahren wurden unzählige freiwillige Stunden für den Erhalt des Wegenetzes, der Schutzhütten und Klettersteige investiert.
Hohenemshttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#hohenemsWed, 15 Mai 2019 09:30:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Die jüngste Stadt Vorarlbergs

Am 28. Mai 1983 wurde in der Hohenemser Geschichte ein neues Kapitel aufgeschlagen. Im Rahmen eines feierlichen Festaktes im gräflichen Palasthof und im Beisein zahlreicher Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kirche wurde Hohenems das Stadtrecht verliehen. Damit wurde nach 650 Jahren das von Kaiser Ludwig der Bayer verliehene Stadtrecht endlich vollzogen. Dieses Ereignis wurde mit einem dreitätigen Stadtfest gefeiert. Im Stadtzentrum präsentierten sich auf sieben Bühnen die zahlreichen Hohenemser Vereine.


Bürgermeister Otto Amann erhält von Landeshauptmann Herbert Keßler die Stadterhebungsurkunde.

Im Beisein von Bundespräsident Rudolf Kirchschläger präsentiert Bgm. Otto Amann die Stadterhebungsurkunde. Das Ereignis wurde vom ORF Vorarlberg live übertragen.

Nach dem Festakt verkündeten ein Herold und ein Fanfarenzug den Vollzug des Stadtrechtes und läuteten damit das Volksfest ein.

Am Freitag fand die Verabschiedung der „Marktgemeinde“ statt und am Samstagnachmittag dann das eigentliche „Volksfest zur Stadterhebung“.

Viele Vorarlberger feierten mit den Emsern das große Ereignis. Wie hier auf dem Schlossplatz.

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Am 28. Mai 1983 wurde in der Hohenemser Geschichte ein neues Kapitel aufgeschlagen. Im Rahmen eines feierlichen Festaktes im gräflichen Palasthof und im Beisein zahlreicher Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kirche wurde Hohenems das Stadtrecht verliehen. Damit wurde nach 650 Jahren das von Kaiser Ludwig der Bayer verliehene Stadtrecht endlich vollzogen. Dieses Ereignis wurde mit einem dreitätigen Stadtfest gefeiert. Im Stadtzentrum präsentierten sich auf sieben Bühnen die zahlreichen Hohenemser Vereine.
Vorkloster http://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#vorklosterTue, 7 Mai 2019 09:05:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

seit 100 Jahren Teil von Bregenz

Das Vorarlberger Volksblatt schreibt am 16. Mai 1919: „In der Sitzung des Landesrates wurden gestern die Beschlüsse der Gemeindevertretungen von Bregenz und Rieden betreffend die Vereinigung der beiden Gemeinwesen, die in Bregenz und Rieden am 4. Mai durch Volksabstimmung fast einhellig bestätigt worden waren, genehmigt. Da alle gesetzlichen Bedingungen zur Vereinigung der beiden Gemeinden erfüllt sind und die Landesregierung keinerlei Einwendungen dagegen aus öffentlichen Rücksichten erhebt, ist die Schaffung von Groß-Bregenz auch formell vollzogen.“ Bei besagter Volksabstimmung gab es in Bregenz 455 Ja- und 5 Neinstimmen, in Rieden bei 844 Zustimmungen nur 2 Ablehnungen.


Südtiroler-Siedlung mit Kirche St. Gebhard 1959. Als Folge der Option kam es im 2. Weltkrieg zur Gründung der Südtirolersiedlung. Im Bereich Schendlingen-Brielgasse errichtete die VOGEWOSI 518 Wohnungen für Tausende Zuwanderer.

Seit 1960 prägen Hochhäuser das Vorkloster und Rieden. Die akute Wohnungsnot ließ in Rieden-Vorkloster fast 20 Hochhäuser entstehen. Sie sind bis heute Symbole für die Aufbruchsstimmung der 60-er Jahre.

Zum Zentrum der Industriezone in Bregenz-Vorkloster entwickelte sich die Gegend um die Quellenstraße. Wo noch 1826 ein Feld ohne Häuser war, war bis 1900 das ganze Quellenviertel zur Gänze verbaut.

Einer der führenden Industriebetriebe in Bregenz-Vorkloster war die Wollgarn-Spinnerei Schoeller, die 1898 hier ihren Standort eröffnete. 1951 waren hier ca. 400 Personen beschäftigt.

Bau der Achsiedlung 1975: Zwischen 1974 und 1982 wurde am Stadtrand von Bregenz eine Siedlung mit insgesamt rund 850 Wohnungen errichtet. Die Realisierung des Bauvorhabens fällt in die Zeit, als der „rote“ Fritz Mayer Bürgermeister von Bregenz war.

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Das Vorarlberger Volksblatt schreibt am 16. Mai 1919: „In der Sitzung des Landesrates wurden gestern die Beschlüsse der Gemeindevertretungen von Bregenz und Rieden betreffend die Vereinigung der beiden Gemeinwesen, die in Bregenz und Rieden am 4. Mai durch Volksabstimmung fast einhellig bestätigt worden waren, genehmigt. Da alle gesetzlichen Bedingungen zur Vereinigung der beiden Gemeinden erfüllt sind und die Landesregierung keinerlei Einwendungen dagegen aus öffentlichen Rücksichten erhebt, ist die Schaffung von Groß-Bregenz auch formell vollzogen.“ Bei besagter Volksabstimmung gab es in Bregenz 455 Ja- und 5 Neinstimmen, in Rieden bei 844 Zustimmungen nur 2 Ablehnungen.
Unser tägliches Brothttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#unsertäglichesbrotMon, 6 Mai 2019 09:20:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Eine 14.400 Jahre alte Erfolgsgeschichte

Die ältesten bekannten Reste von ungesäuertem Brot stammen aus dem Nordosten Jordaniens. Der Bau von Backöfen und die Entdeckung der Hefe und deren Wirkung veränderten das Brotbacken nachhaltig. In Bregenz kann für das Jahr 1400 ein Brothaus nachgewiesen werden. Anfänglich durfte nur hier das Brot, das nach Pfundgewicht hergestellt werden musste, abgegeben werden. Bald schon erfolgten erste Brotabgabebewilligungen an Bäcker. Besonders beliebt war das Schildbrot. Wegen des günstigen Preises wurde aber vor allem Roggen- und Schwarzbrot gekauft. Die ländliche Bevölkerung hingegen backte ihr Brot über die Jahrhunderte hindurch selber.


Freiluftbäckerei im alpinen Raum. Bevor der Bäcker das Brot einschießen kann, muss der Ofen erhitzt werden.

Die Schwanenbäckerei in Wolfurt.

Erst durch die Elektrizität stehen den Bäckern verschiedene Hilfsapparate, wie diese Teigteilmaschine, zur Verfügung.

Im Jahr 1952 haben bereits 30 von 220 Bäckereien in Vorarlberg einen elektrischen Backofen.

Seit 1949 befindet sich die fachliche Berufsschule der Bäcker in Feldkirch.

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Die ältesten bekannten Reste von ungesäuertem Brot stammen aus dem Nordosten Jordaniens. Der Bau von Backöfen und die Entdeckung der Hefe und deren Wirkung veränderten das Brotbacken nachhaltig. In Bregenz kann für das Jahr 1400 ein Brothaus nachgewiesen werden. Anfänglich durfte nur hier das Brot, das nach Pfundgewicht hergestellt werden musste, abgegeben werden. Bald schon erfolgten erste Brotabgabebewilligungen an Bäcker. Besonders beliebt war das Schildbrot. Wegen des günstigen Preises wurde aber vor allem Roggen- und Schwarzbrot gekauft. Die ländliche Bevölkerung hingegen backte ihr Brot über die Jahrhunderte hindurch selber.
Die Walgaukasernehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diewalgaukaserneMon, 29 Apr 2019 09:12:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Der letzte Kasernenneubau Österreichs

Das 9,3 ha große Gelände befindet sich im Bludescher Ortsteil Gais und ist Haupt- und Garnisonssitz des Jägerbataillons 23. Die Walgaukaserne wurde zwischen 1986 und 1989 errichtet, kostete 635 Millionen Schilling und konnte am 30. Oktober 1989 offiziell dem Bundesheer übergeben werden. Der Bau verlief nicht immer konfliktfrei. Nach zahlreichen Protesten verzichtete das Verteidigungsministerium auf eine Flüssiggasanlage, die kurzzeitig ohne Genehmigung in Betrieb genommen worden war. Doch auch danach wurde es nicht ruhig, denn schon 1991 traten erste Baumängel auf. Als 2016 die Schließung drohte, sorgte die Kaserne erneut für Gesprächsstoff.


Das Gelände verfügt über eine eigene Zufahrtsstraße, der „Brigadier-Herbert-Tschamonstraße“. Er war der erste Kommandant des Jägerbataillons 23.

Aufmarsch des Militärs zur Vertragsunterzeichnung am 4. Oktober 1984.

Bereits 1982 gab es Proteste vom Vorarlberger Landschaftsschutz zum geplanten Kasernenbau. Der Standort Bludesch wurde als Kompromiss-Standort dann akzeptiert.

In Anwesenheit zahlreicher Politiker und Militärs unterzeichneten Friedrich Frischenschlager und Herbert Keßler den Kasernenbauvertrag.



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Das 9,3 ha große Gelände befindet sich im Bludescher Ortsteil Gais und ist Haupt- und Garnisonssitz des Jägerbataillons 23. Die Walgaukaserne wurde zwischen 1986 und 1989 errichtet, kostete 635 Millionen Schilling und konnte am 30. Oktober 1989 offiziell dem Bundesheer übergeben werden. Der Bau verlief nicht immer konfliktfrei. Nach zahlreichen Protesten verzichtete das Verteidigungsministerium auf eine Flüssiggasanlage, die kurzzeitig ohne Genehmigung in Betrieb genommen worden war. Doch auch danach wurde es nicht ruhig, denn schon 1991 traten erste Baumängel auf. Als 2016 die Schließung drohte, sorgte die Kaserne erneut für Gesprächsstoff.
Halt Staatsgrenze!http://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#haltstaatsgrenze!Wed, 24 Apr 2019 11:20:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Zoll, Zöllner und Schmuggler

Der Zöllner ist einer der ältesten bekannten Berufe und der Zoll gehört zu den ältesten Steuern. Besonders klassisch ist der Wegzoll, der sich bis heute gehalten hat. Hauptaufgabe der Zollwache, die 1830 als „Gränzwache“ aufgestellt und 1842 zur Finanzwache umorganisiert wurde, war die Zollkontrolle und die Verhinderung und Aufdeckung von Schmuggel. Durch die Grenznähe wurde in Vorarlberg viel geschmuggelt: Lebensmittel, Tabak, Tiere, Geld und Textilien. Mal organisiert, mal privat und in Notzeiten war er für viele ein einträgliches Geschäft. Es war aber immer ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Schmuggler und Zöller.


Zollhütte im Rätikon. Der Dienst der Zollalpinisten war hart. Sie mussten in unwegsamem Gelände den Schmugglern das Handwerk legen.

Grenzübergang Tisis – Schaanwald. Bis zum freien Warenverkehr war eine der Hauptaufgaben der Zöllner, die Einhebung von Zöllen bei Warenimporten.

Bregenz - Lochau Zollschule. Hier wurden Zollbeamte aus und weitergebildet.

Der Grenzübergang Au ist der größte Übergang Lustenaus in die Schweiz. Heute werden nur mehr sporadisch Personenkontrollen durchgeführt.

Zollamt Höchst – St. Margrethen, 1959. Das Schmugglerwesen barg auch Risiken. So wurde der Höchster Karl Schneider bei einem Schmuggelgang 1947 erschossen.

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Der Zöllner ist einer der ältesten bekannten Berufe und der Zoll gehört zu den ältesten Steuern. Besonders klassisch ist der Wegzoll, der sich bis heute gehalten hat. Hauptaufgabe der Zollwache, die 1830 als „Gränzwache“ aufgestellt und 1842 zur Finanzwache umorganisiert wurde, war die Zollkontrolle und die Verhinderung und Aufdeckung von Schmuggel. Durch die Grenznähe wurde in Vorarlberg viel geschmuggelt: Lebensmittel, Tabak, Tiere, Geld und Textilien. Mal organisiert, mal privat und in Notzeiten war er für viele ein einträgliches Geschäft. Es war aber immer ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Schmuggler und Zöller.
Vorarlberger Hochhausboomhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#vorarlbergerhochhausboomTue, 23 Apr 2019 09:15:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Chicago am Rhein

Der Städteplaner Gerold Strele stellt dem Vorarlberger Hochhausboom der 1960er Jahre ein vernichtendes Zeugnis aus. Hier sei ohne jedes planerische Konzept vorgegangen worden, wobei sowohl Entwickler, Kommunen und Planer gleichermaßen versagt hätten. Die Entwicklung lässt sich erklären, da das Hochhaus als Symbol für den technischen Fortschritt und den Glauben an die Zukunft stand. Die mageren Nachkriegsjahre sollten endgültig der Vergangenheit angehören und die noch ländlich geprägten Kleinstädte Vorarlbergs traten mit dem Hochhaus in einen positiv wahrgenommen, dynamischen Urbanisierungsprozess ein.


Die meisten Hochhäuser in Vorarlberg entstanden in Bregenz, wo sie bis heute das Stadtbild prägen. So vor allem das Vorkloster, wie hier in der Gegend um den Riedenburger Bahnhof. Sie dominieren aber auch das innerstädtische Viertel rund um den Weiherplatz.

Kunert-Hochhäuser in Rankweil. Der Architekt Gunter Wratzfeld schreibt 1976: „Das Wohnhochaus ist eine ganz, ganz eigenartige Entwicklung des 20. Jahrhunderts, gekoppelt mit der Erfindung des Aufzugs, möchte ich fast sagen, wo vertikal Wohnungen übereinandergeschichtet sind, die untereinander keine Beziehung haben.

1954 wurde in der Dornbirner Marktstraße das erste Haus in Vorarlberg erbaut, das insgesamt acht Stockwerke erreichte. Allerdings wurde es bald durch das in unmittelbarer Nachbarschaft errichtete 10 - geschossige Messehochhaus in den Schatten gestellt.

Hochhaus Heldendankstraße: neben zwei Geschäftslokalen entstanden vom zweiten bis zum zwölften Obergeschoss 62 Wohnungen und zwei Dachgeschosswohnungen. In der Broschüre „Bregenz baut“ aus dem Jahr 1975 wurden besonders die 33 Tiefgaragenplätze erwähnt, die die Parkplatznot lindern sollten.

Die Hochhäuser in der Bregenzer Froschauerstraße waren eine Reaktion auf die drängende Wohnungsnot. Runde 1.000 Suchende warteten Anfang der 1970er Jahre auf die Zuteilung einer Wohnung. Die insgesamt 90 Einheiten erstrecken sich über eine Wohnnutzfläche von 6.800 m².

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Der Städteplaner Gerold Strele stellt dem Vorarlberger Hochhausboom der 1960er Jahre ein vernichtendes Zeugnis aus. Hier sei ohne jedes planerische Konzept vorgegangen worden, wobei sowohl Entwickler, Kommunen und Planer gleichermaßen versagt hätten. Die Entwicklung lässt sich erklären, da das Hochhaus als Symbol für den technischen Fortschritt und den Glauben an die Zukunft stand. Die mageren Nachkriegsjahre sollten endgültig der Vergangenheit angehören und die noch ländlich geprägten Kleinstädte Vorarlbergs traten mit dem Hochhaus in einen positiv wahrgenommen, dynamischen Urbanisierungsprozess ein.
Bewahren, forschen, vermittelnhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#bewahren,forschen,vermittelnTue, 9 Apr 2019 08:45:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Das Vorarlberger Landearchiv

Seit dem vollständigen Umzug im Jahr 1920 wird das Archivgut des Landes Vorarlberg in der Kirchstraße verwahrt und gesichert. Als Viktor Kleiner 1898 zum ersten Landesarchivar bestellt wurde, befanden sich die Räumlichkeiten noch in der Seekaserne. Innerhalb weniger Jahre baute er das Archiv zu einer autonomen Landeseinrichtung aus, in der neben dem Archivgut des Landes, auch jenes des Staates, ehemaligen Gerichtsgemeinden, Pfarren und Gemeinden gesammelt werden. Die Kellerräume waren für deren Lagerung nicht geeignet und so wurde ein eigenes Magazingebäude errichtet. Dieses wurde von 2001 – 2003 saniert und mit einem Tiefenspeicher verbunden.


Lesesaal. Obwohl schon 1977 aus dem Archiv ausgegliedert und als Dienststelle eigenständig, befand sich Landesbibliothek bis 1985 in der Kirchstraße

Depotraum in Landesarchiv. Das Magazingebäude wurde zu Beginn der 1930er Jahre von Architekt Willibald Braun entworfen.

Umbauarbeiten im Landesarchiv im Jahr 1985.

Das Palais wurde zwischen 1688 und 1690 von Bregenzer Stadtammann Johann Mathias Christoph von Bildstein errichtet und 1732 von Graf Ferdinand Ludwig von Wolfegg erworben.

Eröffnung der Aron Tänzer Ausstellung im Landesarchiv durch den damaligen Landesarchivar Karlheinz Burmeister.

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Seit dem vollständigen Umzug im Jahr 1920 wird das Archivgut des Landes Vorarlberg in der Kirchstraße verwahrt und gesichert. Als Viktor Kleiner 1898 zum ersten Landesarchivar bestellt wurde, befanden sich die Räumlichkeiten noch in der Seekaserne. Innerhalb weniger Jahre baute er das Archiv zu einer autonomen Landeseinrichtung aus, in der neben dem Archivgut des Landes, auch jenes des Staates, ehemaligen Gerichtsgemeinden, Pfarren und Gemeinden gesammelt werden. Die Kellerräume waren für deren Lagerung nicht geeignet und so wurde ein eigenes Magazingebäude errichtet. Dieses wurde von 2001 – 2003 saniert und mit einem Tiefenspeicher verbunden.
Die Elektra Bregenzhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dieelektrabregenzTue, 2 Apr 2019 09:53:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Ein Teil Vorarlberger Wirtschaftsgeschichte

Bei der Weltausstellung 1893 in Chicago präsentierte Friedrich Wilhelm Schindler die erste vollständig ausgebaute elektrische Heiz- und Kocheinrichtung und legte damit den Grundstein für die Gründung der „Elektra Bregenz“. Die bald zur führenden Firma in der Herstellung elektrothermischer Geräte wurde. Nachdem die Produktpalette in diesem Segment ständig erweitert worden war, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Erzeugung von Elektro-Kühlschränken begonnen. 1985 erfolgte die Übernahme der Tiroliawerke in Schwaz und damit einhergehend eine Standortverlegung. Die Betriebsschließung des Standortes Bregenz erfolgte im Jahr 1989.


1948 kam der erste Elektroherd mit thermostatischer Temperaturregelung des Backrohres auf den Markt.

Friedrich Wilhelm Schindler (1856-1920), Pionier der Elektrizitätswirtschaft. Er trug maßgeblich zum Ausbau des Vorarlberger Stromnetzes bei.

Aufnahme des Firmengeländes aus dem Jahr 1959. Das Elektra-Areal wurde 1990 an die Generali verkauft.

Im Bregenzer Stadtteil Rieden-Vorkloster ließ Friedrich Wilhelm Schindler ein eigenes Elektrizitätswerk errichten.



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Bei der Weltausstellung 1893 in Chicago präsentierte Friedrich Wilhelm Schindler die erste vollständig ausgebaute elektrische Heiz- und Kocheinrichtung und legte damit den Grundstein für die Gründung der „Elektra Bregenz“. Die bald zur führenden Firma in der Herstellung elektrothermischer Geräte wurde. Nachdem die Produktpalette in diesem Segment ständig erweitert worden war, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Erzeugung von Elektro-Kühlschränken begonnen. 1985 erfolgte die Übernahme der Tiroliawerke in Schwaz und damit einhergehend eine Standortverlegung. Die Betriebsschließung des Standortes Bregenz erfolgte im Jahr 1989.
Das Rote Kreuzhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dasrotekreuzMon, 25 Mrz 2019 07:55:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Aus Liebe zum Menschen

Am 22.08.1880 wurde in Bregenz der Patriotische Landes-Hilfsverein gegründet, dem gleich 522 Männer und 35 Frauen als ordentliche Mitglieder beitraten. Mit dem Eintritt in die Österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuz mussten u.a. Forderungen wie die Vermehrung von Mitgliedern, die Ausbildung von ärztlichem Personal im Kriegsfall und Verwundetentransporte erfüllt werden. 1899 wurde beschlossen, diese und andere Aufgaben auch in Friedenszeiten zu übernehmen. Die Zunahme von Betriebs-, Verkehrs- und Sportunfällen machten das Rettungswesen zu einem wichtigen Bestandteil. Heute beschäftigt das Rote Kreuz Vorarlberg rund 200 hauptamtliche und 1.600 ehrenamtliche Mitarbeiter.


Fuhrpark des Roten Kreuzes Hard, 1974. 1912 konnte der Landeshilfsverein dank zahlreicher Spenden sein erstes Fahrzeug, einen „Krankenlandauer“, ankaufen.

Rotkreuz-Ausbildung in Lustenau, 1974

Das Gemetzel bei der Schlacht von Solferino 1859 stand am Anfang des Rotkreuz-Gedankens. 1863 gründete Henry Dunant das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.

Ein Schulbus wird von einem Güterzug erfasst. An der Rettungsübung 1975 beteiligten sich über 100 Sanitäter, Ärzte, Feuerwehrleute, Gendarmen und Helfer.

Leitfunkstelle des Roten Kreuzes im Jahr 1986.

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Am 22.08.1880 wurde in Bregenz der Patriotische Landes-Hilfsverein gegründet, dem gleich 522 Männer und 35 Frauen als ordentliche Mitglieder beitraten. Mit dem Eintritt in die Österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuz mussten u.a. Forderungen wie die Vermehrung von Mitgliedern, die Ausbildung von ärztlichem Personal im Kriegsfall und Verwundetentransporte erfüllt werden. 1899 wurde beschlossen, diese und andere Aufgaben auch in Friedenszeiten zu übernehmen. Die Zunahme von Betriebs-, Verkehrs- und Sportunfällen machten das Rettungswesen zu einem wichtigen Bestandteil. Heute beschäftigt das Rote Kreuz Vorarlberg rund 200 hauptamtliche und 1.600 ehrenamtliche Mitarbeiter.
Zerstörung der Schanatobelbrückehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#zerstörungderschanatobelbrückeMon, 18 Mrz 2019 07:35:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

24-tägige Verkehrsunterbrechung der Arlbergbahn

Am Morgen des 27. Jänner 1968 riss die Schanatobellawine im Ortsgebiet von Innerbraz die gleichnamige Eisenbahnbrücke samt Oberleitung in die Tiefe. Glücklicher Weise wurden dabei keine Menschen in Mitleidenschaft gezogen. Aufgrund der anhaltenden Lawinengefahr und der Beengtheit des Gebietes musste die Arlbergbahn für insgesamt 24 Tage gesperrt werden. Als Behelfsbrücke wurde ein ehemaliges Kriegsbrückengerät der deutschen Wehrmacht aufgebaut. Da das ursprüngliche Bauwerk gekrümmt war und die Behelfsbrücke nur einen geraden Brückenbau erlaubte, gestalteten sich die Arbeiten als äußerst aufwendig und schwierig.


Diese Aufnahme aus dem Jahr 1929 zeigt die ursprüngliche Konstruktion der Schanatobelbrücke.

Die Behelfsbrücke musste das 56 Meter breite Schanatobel überbrücken.

Neben Bahnbrücke und Oberleitung wurde auch die Hochspannungsleitung der Vorarlberger Illwerke von der Lawine in Mitleidenschaft gezogen.

Während der Bauarbeiten mussten 408 Züge über deutsches Staatsgebiet umgeleitet werden.

Das 135 Tonnen schwere Brückenbauwerk wurde von der Lawine mitgerissen und kam über 100 Meter unterhalb der Bahntrasse zu liegen.

Im November 1968 wurde die Behelfsbrücke durch eine Stabbogenbrücke ersetzt, welche noch heute genutzt wird.

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Am Morgen des 27. Jänner 1968 riss die Schanatobellawine im Ortsgebiet von Innerbraz die gleichnamige Eisenbahnbrücke samt Oberleitung in die Tiefe. Glücklicher Weise wurden dabei keine Menschen in Mitleidenschaft gezogen. Aufgrund der anhaltenden Lawinengefahr und der Beengtheit des Gebietes musste die Arlbergbahn für insgesamt 24 Tage gesperrt werden. Als Behelfsbrücke wurde ein ehemaliges Kriegsbrückengerät der deutschen Wehrmacht aufgebaut. Da das ursprüngliche Bauwerk gekrümmt war und die Behelfsbrücke nur einen geraden Brückenbau erlaubte, gestalteten sich die Arbeiten als äußerst aufwendig und schwierig.
Die Funkenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diefunkenMon, 11 Mrz 2019 08:10:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Ein bedeutendes Brauchtum in Vorarlberg

Brauchtum lebt und ändert sich daher auch im Laufe der Zeit. So auch das Funkenbrauchtum. Die jährlichen Fasnachtsschlachten, die zu Beginn des 16. Jh. für Bregenz nachgewiesen sind, entwickelten sich zum heutigen Funkenbrauchtum weiter. Während das wilde Fackelschwingen die rituellen Kämpfe ersetzte, verloren diese im Laufe des 18. Jh. gegenüber den großen Feuern an Bedeutung. In der Chronik von St. Gerold 1777 stand das Fackelschwingen noch im Vordergrund und das große Feuer bildete nur den Abschluss. In einer 1858 veröffentlichen Studie ist zum ersten Mal die Rede von einer Funkenhexe in Vorarlberg.


Schrunser Funken aus dem Jahr 1974. Neben dem Funken gibt es noch Fackelschwinger.

Anfänglich war der Funken ein Nadelbaum, der mit leicht brennbarem Material umgeben war und dann angezündet wurde. Dabei entstanden zahlreiche Funkenteilchen und so fiel die Wortumlegung „Funken“ auf ein großes Feuer leichter.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jh. erlebten die Funken mit der symbolischen Hexenverbrennung einen enormen Anstieg. Raggaler Funken von 1976.

Dieser „Funkenbaum“ legt nahe, dass es sich dabei um die Verkörperung eines Vegetationsgeistes handelte, dessen Tod im Frühjahr als Vorstufe der Wiedererstehung sein musste. Im 19. Jh. verstehen es die Menschen nicht mehr. Schrunser Funken 1974.



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Brauchtum lebt und ändert sich daher auch im Laufe der Zeit. So auch das Funkenbrauchtum. Die jährlichen Fasnachtsschlachten, die zu Beginn des 16. Jh. für Bregenz nachgewiesen sind, entwickelten sich zum heutigen Funkenbrauchtum weiter. Während das wilde Fackelschwingen die rituellen Kämpfe ersetzte, verloren diese im Laufe des 18. Jh. gegenüber den großen Feuern an Bedeutung. In der Chronik von St. Gerold 1777 stand das Fackelschwingen noch im Vordergrund und das große Feuer bildete nur den Abschluss. In einer 1858 veröffentlichen Studie ist zum ersten Mal die Rede von einer Funkenhexe in Vorarlberg.
Selbstbedienunghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#selbstbedienungSat, 23 Feb 2019 07:50:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Der Niedergang der Tante-Emma-Läden

Die ersten Lebensmittelselbstbedienungsgeschäfte Österreichs wurden zwischen 1951 und 1953 von den Konsumgenossenschaften eröffnet. Im Frühjahr 1959 hatten von 1500 SPAR-Einzelhandelsgeschäften österreichweit bereits 250 auf Teilselbstbedienung umgestellt und rund 20 Jahre später hatten von 476 Vorarlberger Lebensmittelgeschäften mit Vollsortiment bereits 375 auf Vollselbstbedienung umgestellt. Ein großes Problem bei der Umstellung war die Verpackung der Ware, aber auch die Verkaufsräume mussten dementsprechend adaptiert werden. Vorarlberg verfügte auf Grund der Grenznähe und des hohen Wettbewerbes schon bald über den höchsten Anteil an SB-Geschäften in ganz Österreich.


Zu Beginn der 1870er Jahre wurden die ersten Konsumvereine in Vorarlberg gegründet. Ziel war eine billigere Versorgung ihrer Mitglieder mit Verbrauchsgütern.

Am 3. Mai 1973 demonstrierten 450 Handelsangestellte gegen die geplante Ladenschlussverordnung.

Die größeren und praktischeren Einkaufswagen lösten schon bald die Einkaufskörbe ab.

Freihandaufstellung der Waren, Durchgänge für Kunden und deren Einkaufskörbe/-wagen – dafür wurde nun mehr Verkaufsfläche benötigt.

Das Sortiment der Lebensmittelgeschäfte wird ständig vergrößert und erweitert.

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Die ersten Lebensmittelselbstbedienungsgeschäfte Österreichs wurden zwischen 1951 und 1953 von den Konsumgenossenschaften eröffnet. Im Frühjahr 1959 hatten von 1500 SPAR-Einzelhandelsgeschäften österreichweit bereits 250 auf Teilselbstbedienung umgestellt und rund 20 Jahre später hatten von 476 Vorarlberger Lebensmittelgeschäften mit Vollsortiment bereits 375 auf Vollselbstbedienung umgestellt. Ein großes Problem bei der Umstellung war die Verpackung der Ware, aber auch die Verkaufsräume mussten dementsprechend adaptiert werden. Vorarlberg verfügte auf Grund der Grenznähe und des hohen Wettbewerbes schon bald über den höchsten Anteil an SB-Geschäften in ganz Österreich.
Rosl Bitschnauhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#roslbitschnauThu, 21 Feb 2019 07:49:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Pionierin der Suchtkrankenhilfe

Rosl Bitschnau (1925-2015) hat wie kaum eine andere Persönlichkeit die soziale Landschaft Vorarlbergs gestaltet. Geprägt von ihrem Beruf als Kindergärtnerin, in dem sie das individuelle und familiäre Elend durch den Alkoholismus erlebte, widmete sie ihr Leben der Betreuung von Menschen mit Suchtproblemen. Nach Gründung des Sozialmedizinischen Dienstes der Caritas setzte sie ihre ganze Kraft für die Errichtung eines eigenen Suchtkrankenhauses in unserem Lande ein. Bis zu ihrer Pensionierung war Rosl Bitschnau im Vorstand und in den Folgejahren im Kuratorium der Stiftung Maria Ebene tätig.


Das Seraphische Liebeswerk, eine Gründung der Kapuziner, betrieb Heime für sozial benachteiligte Kinder. 1958 wurde oberhalb von Frastanz das Kinderheim Maria Ebene eröffnet. 1973 entschieden sich die Kapuziner das Anwesen für das Krankenhaus zur Verfügung zu stellen.

Nach umfangreichen Umbauten konnten 1976 die ersten Patienten aufgenommen werden. Die offizielle Eröffnung erfolgte dann 1979. Wenig später übernahm Dr. Reinhard Haller als damals jüngster Primararzt Österreichs die Leitung.

Rosl Bitschnau wurde 1979 von Landeshauptmann Herbert Kessler mit dem Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg ausgezeichnet.

1979 erfolgte die feierliche Eröffnung des Krankenhauses Stiftung Maria Ebene: v.l.n.r. Landesrat Fredy Mayer, Psychiater Kornelius Kryspin-Exner, Rosl Bitschnau, Landesstatthalter Martin Purtscher, Bischof Bruno Wechner, Landeshauptmann Herbert Keßler

Das Krankenhaus Maria Ebene wurde mit vielen arbeitstherapeutischen Einrichtungen ausgestattet. Dazu gehörten eine Schreinerei sowie Räume für Bastel-, Metall- oder Näharbeiten.

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Rosl Bitschnau (1925-2015) hat wie kaum eine andere Persönlichkeit die soziale Landschaft Vorarlbergs gestaltet. Geprägt von ihrem Beruf als Kindergärtnerin, in dem sie das individuelle und familiäre Elend durch den Alkoholismus erlebte, widmete sie ihr Leben der Betreuung von Menschen mit Suchtproblemen. Nach Gründung des Sozialmedizinischen Dienstes der Caritas setzte sie ihre ganze Kraft für die Errichtung eines eigenen Suchtkrankenhauses in unserem Lande ein. Bis zu ihrer Pensionierung war Rosl Bitschnau im Vorstand und in den Folgejahren im Kuratorium der Stiftung Maria Ebene tätig.
Citytunnelhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#citytunnelMon, 18 Feb 2019 07:55:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Autobahnanschluss für Bregenz

Als der Pfändertunnel im Dezember 1980 feierlich in Betrieb genommen wurde, fehlte noch ein Autobahnanschluss für die Stadt Bregenz. Ein rund zwei Kilometer langer, unterirdischer Zubringer vom Südportal des Pfändertunnels zur Anschlussstelle Bregenz-City kristallisierte sich als vermeintlich beste Lösung heraus. Durch die aufwendige Bauweise und die schwierigen geologischen Verhältnisse konnte der Citytunnel erst am 7. Juli 1984 für den Verkehr freigegeben und Bregenz mit fast vier Jahren Verzögerung an das Autobahnnetz angeschlossen werden. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 466 Millionen Schilling.


Beim Tunnelvortrieb kam es mehrmals zu Einbrüchen an der Erdoberfläche, hier bei der Stadtgärtnerei.

Von der Anschlussstelle Weidach bis zur Landesstraße beim Haus Franz Ritter wurde der Tunnel in offener Bauweise erstellt.

Der Abschnitt unter der Josef-Huter-Straße wurde bergmännisch vorangetrieben.

Tunnelpatin Annelies Mathis löste den symbolischen ersten Sprengschuss aus.

Die feierliche Eröffnung fand am 05. Juli 1984 statt.

Paul Gmeiner, Konrad Blank, Siegfried Gasser, Elmar Rümmele, Karl Sekanina und Fritz Mayer bei der Eröffnung.

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Als der Pfändertunnel im Dezember 1980 feierlich in Betrieb genommen wurde, fehlte noch ein Autobahnanschluss für die Stadt Bregenz. Ein rund zwei Kilometer langer, unterirdischer Zubringer vom Südportal des Pfändertunnels zur Anschlussstelle Bregenz-City kristallisierte sich als vermeintlich beste Lösung heraus. Durch die aufwendige Bauweise und die schwierigen geologischen Verhältnisse konnte der Citytunnel erst am 7. Juli 1984 für den Verkehr freigegeben und Bregenz mit fast vier Jahren Verzögerung an das Autobahnnetz angeschlossen werden. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 466 Millionen Schilling.
Faschinghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#faschingFri, 15 Feb 2019 10:20:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Närrisches Treiben im Ländle

In der fünften Jahreszeit spielen Masken, Umzüge, Musik und Verkleidungen eine große Rolle. 1948 spielte sich wieder ein frohes Faschingstreiben ab. So fanden sich die Dornbirner unangekündigt und selbständig zu einem Umzug zusammen, der solche Menschenmengen anzog, dass die Straßen gesperrt werden mussten. In dieser „stoffarmen“ Zeit mussten alte, ausgediente Textilen für die Kostüme herhalten und Ruß diente als Schminke. Die kleinen „Mäschgerle“ wurden mit Äpfeln und Brot beschenkt. Das närrische Treiben machte aber auch vor den anderen Städten und Gemeinden nicht halt.


Eine männliche Garde beim Faschingsumzug in Klaus 1988.

Bereits Mitte des 18. Jh. wurden in Bregenz erste Maskenbälle organisiert. Diese erhielten, auch noch im 19. Jh. nur geringen Zuspruch. Änderte sich im 20. Jh.

Die Guggamusik hat ihren Ursprung im Vertreiben der Wintergeister durch das Blasen von Kuhhörnern. Dabei sollte es möglichst laut, schräg und jämmerlich sein. Der Begriff ist erstmals für die Basler Fasnacht von 1906 belegt.

Faschingskostüme aus dem Jahr 1932. Linkes Bild: Herbert Kunze. Auf dem Rechten v.l.n.r.: Ferry Fink, Werner Schlegel und Alfred Hämmerle.



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In der fünften Jahreszeit spielen Masken, Umzüge, Musik und Verkleidungen eine große Rolle. 1948 spielte sich wieder ein frohes Faschingstreiben ab. So fanden sich die Dornbirner unangekündigt und selbständig zu einem Umzug zusammen, der solche Menschenmengen anzog, dass die Straßen gesperrt werden mussten. In dieser „stoffarmen“ Zeit mussten alte, ausgediente Textilen für die Kostüme herhalten und Ruß diente als Schminke. Die kleinen „Mäschgerle“ wurden mit Äpfeln und Brot beschenkt. Das närrische Treiben machte aber auch vor den anderen Städten und Gemeinden nicht halt.
Die Trisannabrücke - ein Denkmal österreichischer Ingenieurskunsthttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dietrisannabrücke-eindenkmalösterreichischeringenieurskunstWed, 13 Feb 2019 10:20:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Entlang der Arlbergbahn 3/3

Als im Jahr 1880 mit dem Bau der Arlbergbahn begonnen wurde, war es üblich Talstrecken mittels Steinbrücken zu überqueren. Dieses Verfahren schien am Eingang des Paznauns aber wegen der erforderlichen Spannweite und der enormen Höhe nicht durchführbar. Nur sehr widerwillig griff man daher einen Vorentwurf einer Eisenkonstruktion auf und nahm die „Zersetzbarkeit des Materials und seine molekularen Veränderlichkeiten“ in Kauf. So kam es zu der Konzeption eines stählernen Halbparabel-Trägers mit untenliegender Fahrbahn. Mit einer Stützweite von 120 Metern zählte das Trisanna-Projekt zu den größten Brückentragwerken des europäischen Kontinents.


Die Urausführung wurde im Jahr 1883 im Zuge des Arlbergbahnbaus in nur 12 Monaten erbaut. Die zu diesem Zweck installierte elektrische Ausleuchtung war damals eine Sensation.

Steigende Achslasten und die Elektrifizierung führten 1923 dazu, dass die Brücke mit einem unten angeordneten Fischbauchträger verstärkt werden musste.

Das Bauwerk überspannt in einer Gesamtlänge von 230 Metern den Eingang des Paznauns auf einer Höhe von 87 Metern.

Direkt an der Trisannabrücke steht Schloss Wiesberg, welches vermutlich im 13. Jahrhundert durch den Hochstift Chur erbaut wurde.

1964 wurde die alte Brücke komplett durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt, indem diese auf einem Lehrgerüst errichtet und im Verlauf einer Nacht in die Widerlager geschoben wurde. Zur damaligen Zeit stellte dieses Verfahren eine ingenieurmäßige Herausforderung dar und wurde weltweit rezipiert.

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Als im Jahr 1880 mit dem Bau der Arlbergbahn begonnen wurde, war es üblich Talstrecken mittels Steinbrücken zu überqueren. Dieses Verfahren schien am Eingang des Paznauns aber wegen der erforderlichen Spannweite und der enormen Höhe nicht durchführbar. Nur sehr widerwillig griff man daher einen Vorentwurf einer Eisenkonstruktion auf und nahm die „Zersetzbarkeit des Materials und seine molekularen Veränderlichkeiten“ in Kauf. So kam es zu der Konzeption eines stählernen Halbparabel-Trägers mit untenliegender Fahrbahn. Mit einer Stützweite von 120 Metern zählte das Trisanna-Projekt zu den größten Brückentragwerken des europäischen Kontinents.
Der Arlbergtunnelhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#derarlbergtunnelTue, 12 Feb 2019 07:55:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Entlang der Arlbergbahn 2/3

Nachdem am Sonntag, den 21. September 1884 nach mehrjähriger Bauzeit der Arlbergtunnel zunächst eingleisig eröffnet wurde, berichtete das Vorarlberger Volkblatt am Dienstag darauf ausführlich: „Die Eröffnung der Arlbergbahn hat sich durch die Fahrt des kaiserlichen Zuges auf derselben bereits vollzogen. Wer vermag heute schon die ganze Wirkung ermessen, die der neu erschlossene Schienenweg für den großen Weltverkehr zur Folge haben wird. Wie viele Hoffnungen und Wünsche, wie mancherlei stille und laute Befürchtungen mögen an dieses große Ereignis sich knüpfen.“


Die Bauarbeiten am Arlbergtunnel begannen erst im Jahr 1880 und wurden schon nach vier Jahren abgeschlossen. Die kurze Bauzeit konnte nur mit einer Vielzahl von Arbeitern erreicht werden, so arbeiteten 1883 an den Ost- und Westrampen jeweils über 4.000 Arbeiter.

Das rußgeschwärzte Portal in Langen am Arlberg zeigt, dass lange auch im Tunnel mit Dampflokomotiven gefahren wurde. Besonders an Tagen mit Windstille sorgte das für schlechte Luft im Tunnel. 1924 wurde dieses Problem durch die Elektrifizierung der Strecke endgültig gelöst.

2005 wurde der Arlbergtunnel an den aktuellen Stand der Technik und an geltende Sicherheitsstandards angepasst. So wurden für Flucht- und Rettungsnischen 5.000 m³ Material ausgebrochen.

Am Ostportal erinnert ein Denkmal an den leitenden Ingenieur Julius Lott, dem fälschlicherweise nachgesagt wurde, dass er sich das Leben genommen habe, weil sich die Tunnelenden nicht getroffen hätten. Tatsächlich aber verstarb Lott 1883, noch bevor der Bau fertiggestellt war, in Wien an Tuberkulose.

Die Alpine Skiweltmeisterschaft 2001 war der Anlass, die Bahntrasse in St. Anton an den südlichen Rand der Siedlung zu verlegen.

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Nachdem am Sonntag, den 21. September 1884 nach mehrjähriger Bauzeit der Arlbergtunnel zunächst eingleisig eröffnet wurde, berichtete das Vorarlberger Volkblatt am Dienstag darauf ausführlich: „Die Eröffnung der Arlbergbahn hat sich durch die Fahrt des kaiserlichen Zuges auf derselben bereits vollzogen. Wer vermag heute schon die ganze Wirkung ermessen, die der neu erschlossene Schienenweg für den großen Weltverkehr zur Folge haben wird. Wie viele Hoffnungen und Wünsche, wie mancherlei stille und laute Befürchtungen mögen an dieses große Ereignis sich knüpfen.“
Schwarzer Tag für die ÖBBhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#schwarzertagfürdieöbbWed, 6 Feb 2019 08:30:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Entlang der Arlbergbahn 1/3

Am 11. August 1995 ereignete sich auf der Arlbergstrecke bei Braz ein katastrophales Zugsunglück, bei dem eine Mure einen von Wien kommenden Intercity-Zug erfasste. Die VN berichteten damals: “Die Lok und drei weitere Waggons des mit über 100 Personen besetzten Schnellzugs wurden von den Geröllmassen in das darunter liegende Tobel geschleudert, ein Waggon blieb umgekippt auf dem Gleis liegen. Den rund 200 Einsatzkräften der Rettungsmannschaften bot sich ein Bild des Grauens.“ Der Grund des Unglücks war die weggerissene Brücke über den Masonbach, der über seine Ufer getreten war.


Anhaltende Gewitter, verschüttete Straßen und steiles Gelände im Bereich der Arlbergstrecke erschwerten die Bergung. In der Nacht nach dem Unglück waren zahlreiche Helfer von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Bergrettung und Gendarmerie im Einsatz.

Für die Aufräumungsarbeiten wurde laut ÖBB-Streckenchef Günter Pircher ein Hilfszug mit einem Kran aus Wels angefordert.

Am nächsten Tag besuchte auch der damalige Landeshauptmann Martin Purtscher den Unglücksort. Bezirkshauptmann Leo Walser hatte auch Kräfte des Österreichischen Bundesheers angefordert, die noch in der Nacht im Klostertal eintrafen.

Die Arlbergstrecke blieb damals mehrere Wochen gesperrt, da in schwierigem Gelände eine Ersatzbrücke errichtet werden musste.

Das folgenschwere Zugsunglück veranlasste die Wildbach- und Lawinenverbauung den Masonbach mit massiven Talsperren zu bändigen.

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Am 11. August 1995 ereignete sich auf der Arlbergstrecke bei Braz ein katastrophales Zugsunglück, bei dem eine Mure einen von Wien kommenden Intercity-Zug erfasste. Die VN berichteten damals: “Die Lok und drei weitere Waggons des mit über 100 Personen besetzten Schnellzugs wurden von den Geröllmassen in das darunter liegende Tobel geschleudert, ein Waggon blieb umgekippt auf dem Gleis liegen. Den rund 200 Einsatzkräften der Rettungsmannschaften bot sich ein Bild des Grauens.“ Der Grund des Unglücks war die weggerissene Brücke über den Masonbach, der über seine Ufer getreten war.
F.M. Hämmerlehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#f.m.hämmerleTue, 29 Jan 2019 08:05:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

ein Textilgigant aus Vorarlberg

Franz Martin Hämmerle gründete 1836 mit 21 Jahren die Firma, die zunächst in einem Dornbirner Wohnhaus untergebracht war. Zahlreiche Übernahmen und Neubauten sorgten dafür, dass F.M. Hämmerle 70 Jahre später über 1.900 Arbeiter beschäftigte und zum größten Textilunternehmen Österreichs angewachsen war. Der allgemeine Niedergang der europäischen Textindustrie verschonte auch F.M. Hämmerle nicht: 2008 musste Konkurs angemeldet werden und 2016 auch die Spinnerei in Feldkirch-Gisingen geschlossen werden.


Dornbirn Steinebach war die Keimzelle des Betriebs. Im Glöckele-Haus färbte der junge Franz Martin Hämmerle Garn für seine Weber. Der Steinebach lieferte die Energie für die ersten eigenen Webstühle.

An der Sägenstraße entstand eine Buntweberei für Kleider- und Hemdenstoffe. 1961 – zum 150-jährigen Firmenjubiläum – waren hier 760 Webstühle im größten Websaal Österreichs installiert.

1892 erbaute F.M. Hämmerle die Spinnerei Gisingen bei Feldkirch. Die Wasserkraft der Ill wurde durch das firmeneigene Kraftwerk genutzt. Noch 1986 waren hier 300 Arbeiter beschäftigt.

1962 wurde das Gasthaus im Dornbirner Gütle gebaut und 1864 die Spinnerei mit 11.600 Spindeln eröffnet. Die Attraktion im Gütle war ein Springbrunnen, der damals mit 60 Metern der höchste in Europa war.

Im Eulental wurden auf 543 Webstühlen bunte und gebleichte Damaststoffe sowie gemusterte Damenkleiderstoffe produziert.

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Franz Martin Hämmerle gründete 1836 mit 21 Jahren die Firma, die zunächst in einem Dornbirner Wohnhaus untergebracht war. Zahlreiche Übernahmen und Neubauten sorgten dafür, dass F.M. Hämmerle 70 Jahre später über 1.900 Arbeiter beschäftigte und zum größten Textilunternehmen Österreichs angewachsen war. Der allgemeine Niedergang der europäischen Textindustrie verschonte auch F.M. Hämmerle nicht: 2008 musste Konkurs angemeldet werden und 2016 auch die Spinnerei in Feldkirch-Gisingen geschlossen werden.
Der Streit um das Schwarze Taferlhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#derstreitumdasschwarzetaferlWed, 23 Jan 2019 08:00:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Rege Diskussion um die Einführung der weißen Kennzeichen

Am 1. Jänner 1990 wurde der Umstieg von den alten, schwarzen Autokennzeichen auf die weißen Tafeln fixiert. Dem ging eine lange und emotionale Diskussion voran, an der sich neben Kunstschaffenden, Medien und Fachleuten auch Vorarlbergs Politik beteiligte. Schließlich war das „Schwarze Taferl“ einst die „Visitenkarte der Nation“, die es laut Künstler Friedrich Hundertwasser zu erhalten galt. Auch Landeshauptmann Purtscher machte sich bei der Landeshauptleutekonferenz für den Erhalt der schwarzen Kennzeichen stark. Nichtsdestotrotz beschloss die Regierung um den sozialistischen Verkehrsminister Rudolf Streicher die Einführung der weißen KFZ-Kennzeichen.


Künstler Friedrich Hundertwasser entwarf einen Gegenentwurf zu den geplanten weißen Kennzeichen.

Hundertwasser konnte auch die Landespolitik von den Vorzügen seines Gegenentwurfes überzeugen.

Die von Verkehrsminister Streicher geplanten Kennzeichen seien eine „Kulturschande für Österreich“, so Hundertwasser. Bei der Präsentation mit von der Partie, Olympiasieger Hubert Strolz.

Die ersten „Erkennungstafeln“ wurden 1905 ausgegeben. Die Länderkennung „W“ stand dabei für Vorarlberg.

Mit dem Anschluss Österreichs wurden Deutsche Kennzeichen ausgegeben. Die Buchstabengruppe TV stand für Tirol-Vorarlberg.

Dieses Kennzeichensystem wurde 1930 eingeführt, während des Krieges durch ein Deutsches ersetzt, und danach bis 1990 fortgeführt.

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Am 1. Jänner 1990 wurde der Umstieg von den alten, schwarzen Autokennzeichen auf die weißen Tafeln fixiert. Dem ging eine lange und emotionale Diskussion voran, an der sich neben Kunstschaffenden, Medien und Fachleuten auch Vorarlbergs Politik beteiligte. Schließlich war das „Schwarze Taferl“ einst die „Visitenkarte der Nation“, die es laut Künstler Friedrich Hundertwasser zu erhalten galt. Auch Landeshauptmann Purtscher machte sich bei der Landeshauptleutekonferenz für den Erhalt der schwarzen Kennzeichen stark. Nichtsdestotrotz beschloss die Regierung um den sozialistischen Verkehrsminister Rudolf Streicher die Einführung der weißen KFZ-Kennzeichen.
Die Schragsägereihttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dieschragsägereiMon, 21 Jan 2019 08:10:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Holzbearbeitung mit Muskelkraft

Bis zur Erfindung der durch Wasserkraft angetriebenen Gattersäge, war die Schragsägerei die einzige Möglichkeit um Balken, Bohlen und Bretter aus einem Stamm zu sägen. Der Name leitet sich vom Arbeitsgestell, dem sogenannten „Schragen“ ab. Dieser musste zuerst mit viel Kraftaufwand aufgebaut werden, um genügend Spielraum für Säge und Arbeiter zu haben. Vor dem Sägen wurde die äußere Holzschwarte mit einem Breitbeil abgeschlagen, damit der Stamm gut aufliegt und eine ebene Seitenfläche erhält. Eingespielte Schragsäger schafften trotz der enormen körperlichen Anstrengung täglich bis zu 30 Laufmetern Schnittholz.


Damit ein gerader Schnitt erzielt werden konnte, wurde mit Hilfe einer mit Holzkohle bestäubten Schnur eine gerade Linie vorgezeichnet.

Armin Bitschnau aus Bartholomäberg demonstriert mit seinen Helfern die Arbeit mit einer Spannrahmensäge.

Die Bearbeitung mittels Breitbeil erzeugt die typische Oberflächenstruktur an handgeschlagenen Holzbalken.

Die Erfindung der Gattersäge brachte eine enorme Arbeitserleichterung. Auf diesem Bild: Heribert Metzler, Schoppernau.

Holztransport im Gebirge.

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Bis zur Erfindung der durch Wasserkraft angetriebenen Gattersäge, war die Schragsägerei die einzige Möglichkeit um Balken, Bohlen und Bretter aus einem Stamm zu sägen. Der Name leitet sich vom Arbeitsgestell, dem sogenannten „Schragen“ ab. Dieser musste zuerst mit viel Kraftaufwand aufgebaut werden, um genügend Spielraum für Säge und Arbeiter zu haben. Vor dem Sägen wurde die äußere Holzschwarte mit einem Breitbeil abgeschlagen, damit der Stamm gut aufliegt und eine ebene Seitenfläche erhält. Eingespielte Schragsäger schafften trotz der enormen körperlichen Anstrengung täglich bis zu 30 Laufmetern Schnittholz.
Innauer, Lipburger und Cohttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#innauer,lipburgerundcoWed, 9 Jan 2019 08:10:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Skispringen in Vorarlberg

Nach Toni Innauer und Alois Lipburger wurde es still um die Vorarlberger Skispringer, die in den österreichischen Kadern kaum mehr aufscheinen. Der Grund ist wohl, dass bis vor kurzem in Vorarlberg nur begrenzte Trainingsmöglichkeiten vorhanden waren. Viele traditionsreiche Anlagen sind nicht mehr in Betrieb oder wurden sogar abgerissen. Mit dem Schanzenzentrum Montafon in Tschagguns hoffen die heimischen „Adler“ in naher Zukunft an alte Erfolge anzuschließen.


Österreichische Staatsmeisterschaft 1947 auf der Zelfenschanze in Tschagguns.

Nach langen Jahren erfolglosen Bemühens gelang es 2014 wieder eine moderne Schanzenanlage in Tschagguns zu eröffnen. Den Vorarlberger Skispringern und Skispringerinnen steht nun wieder ganzjährige eine Trainingsanlage zur Verfügung.

Skisprung auf einer Sprungschanze in Lech.

Der Skispringer Martin Eberle auf der Wälderschanze in Andelsbuch.

Toni Innauer, der bei weitem erfolgreichste Vorarlberger Skispringer, kehrte 1980 aus Lake Placid mit einer Goldmedaille zurück. Er wurde von Siegfried Gasser, Landeshauptmann Herbert Kessler und Bertram Jäger empfangen.

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Nach Toni Innauer und Alois Lipburger wurde es still um die Vorarlberger Skispringer, die in den österreichischen Kadern kaum mehr aufscheinen. Der Grund ist wohl, dass bis vor kurzem in Vorarlberg nur begrenzte Trainingsmöglichkeiten vorhanden waren. Viele traditionsreiche Anlagen sind nicht mehr in Betrieb oder wurden sogar abgerissen. Mit dem Schanzenzentrum Montafon in Tschagguns hoffen die heimischen „Adler“ in naher Zukunft an alte Erfolge anzuschließen.
Feueralarm am Bödelehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#feueralarmambödeleMon, 7 Jan 2019 08:55:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Brand des Alpenhotels im Jahr 1938

Am 3. Februar gegen 4 Uhr in der Früh bemerkte eine Serviererin in ihrem Zimmer Rauch. Daraufhin weckte sie alle Angestellten, die zuerst noch versuchten den Brand selber zu löschen. Gegen 4 Uhr 45 erreichte dann die Feuerwehr Dornbirn und gegen 5 Uhr 30 jene von Schwarzenberg das Alpenhotel, das bereits in Vollbrand stand. Nur die Autogarage und das ein paar Meter abseits stehende Wirtschaftsgebäude blieben vom Feuer verschont. Ausgebrochen war das Feuer in einem neben „dem Heizraum befindlichen Raum, in welchem sich zirka 30 dürre Tannenreisigbuscheln befanden.” Die Ursache des Brandes dürfte mit der Zentralheizung in Zusammenhang stehen.


Das Alpenhotel Bödele am Morgen nach dem Brand. Aufgenommen von Norbert Bertolini, der sich zum Zeitpunkt des Brandes in seinem Ferienhaus aufhielt.

Aufnahme vom Alpenhotel Bödele um das Jahr 1910.

Der Gesamtschaden bezifferte das Vorarlberger Volksblatt mit 470.000 Schilling.

Direktor Amon, seine Frau, die Serviererin und der Koch hatten nichts von einem Feuer bemerkt als sie gegen 2 Uhr 30 schlafen gingen.



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Am 3. Februar gegen 4 Uhr in der Früh bemerkte eine Serviererin in ihrem Zimmer Rauch. Daraufhin weckte sie alle Angestellten, die zuerst noch versuchten den Brand selber zu löschen. Gegen 4 Uhr 45 erreichte dann die Feuerwehr Dornbirn und gegen 5 Uhr 30 jene von Schwarzenberg das Alpenhotel, das bereits in Vollbrand stand. Nur die Autogarage und das ein paar Meter abseits stehende Wirtschaftsgebäude blieben vom Feuer verschont. Ausgebrochen war das Feuer in einem neben „dem Heizraum befindlichen Raum, in welchem sich zirka 30 dürre Tannenreisigbuscheln befanden.” Die Ursache des Brandes dürfte mit der Zentralheizung in Zusammenhang stehen.
Freiheit auf vier Rädernhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#freiheitaufvierrädernSat, 5 Jan 2019 08:00:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Beginn der Automobilisierung Vorarlbergs

Im Jahr 1893 fuhr das erste Auto in der gesamten Monarchie in Vorarlberg. Die Zahl stieg an und so fuhren bereits im Jahr 1905 42 Motorräder und 11 Automobile (LKW und PKW) auf den Straßen. Es stiegen aber auch die Beschwerden und Anzeigen über den motorisierten Verkehr und so mussten Verordnungen her. Hatte eine 1903 erlassene Verordnung noch ungenau Angaben zur Fahrgeschwindigkeit, „nicht größer sein jene eines mit Pferde bespannten, in frischem Trabe fahrenden Wagens“, wurde diese 1905 mit 15 km/h Innerorts und 45 km/h außer Orts festgelegt. Bei den Nummerntafeln wurde Vorarlberg der Buchstabe „W“ zugeteilt und der Fahrer musste älter als 18 Jahre sein und einen Führerschein besitzen. Bis 1938 stieg die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in Vorarlberg auf 3.529. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Motorräder und Kleinkrafträder. Das Auto blieb der besseren Gesellschaft vorbehalten.


Norbert Bertolini in seinem BMW 3/15 PS DA 3 Wartburg Sport auf der L 48 bei Dornbirn-Watzenegg.

Ein Steyr 200, Baujahr 1936-1940, 35 PS im Bregenzerwald. Dieser wurde von 1907 bis Mitte der 1930er Jahren partiell für den Verkehr gesperrt.

BMW 326 Cabriolet, Baujahr 1936-1941. Die anfänglichen Fahrzeuge waren noch sehr reparatur- und wartungsintensiv. Robert Bilgeri war der erste Automechaniker in Vorarlberg.

Der VW Käfer symbolisierte das Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahre und erreichte seinen Höhepunkt in den 1970er Jahren.



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Im Jahr 1893 fuhr das erste Auto in der gesamten Monarchie in Vorarlberg. Die Zahl stieg an und so fuhren bereits im Jahr 1905 42 Motorräder und 11 Automobile (LKW und PKW) auf den Straßen. Es stiegen aber auch die Beschwerden und Anzeigen über den motorisierten Verkehr und so mussten Verordnungen her. Hatte eine 1903 erlassene Verordnung noch ungenau Angaben zur Fahrgeschwindigkeit, „nicht größer sein jene eines mit Pferde bespannten, in frischem Trabe fahrenden Wagens“, wurde diese 1905 mit 15 km/h Innerorts und 45 km/h außer Orts festgelegt. Bei den Nummerntafeln wurde Vorarlberg der Buchstabe „W“ zugeteilt und der Fahrer musste älter als 18 Jahre sein und einen Führerschein besitzen. Bis 1938 stieg die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in Vorarlberg auf 3.529. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Motorräder und Kleinkrafträder. Das Auto blieb der besseren Gesellschaft vorbehalten.
Glücksbringer Kaminkehrerhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#glücksbringerkaminkehrerMon, 31 Dez 2018 08:00:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Ihren Ruf als Glücksbringer haben sich die Kaminkehrer schon im Mittelalter erworben. Schon zur damaligen Zeit war es eine Katastrophe für einen Haushalt, wenn der Kamin verstopft war oder schlecht zog, denn dann konnte kein Essen mehr zubereitet werden und es wurde kalt im Haus. In einer solchen Situation brachte der Kaminkehrer die Rettung. Er säuberte den Kamin und es war wieder möglich, zu kochen und zu heizen. So brachte er das „Glück“ zurück und wendete zugleich ein mögliches Unheil vom Haus und seinen Bewohnern ab. Noch heute soll es Glück bringen, einen Schornsteinfeger zu berühren oder einen goldenen Knopf an seiner Jacke anzufassen.


Schon im Jahr 1976 besuchten die Vertreter der Kaminkehrerinnung den Landeshauptmann um für die anstehenden Aufgaben im neuen Jahr ein besonders glückliches Händchen zu wünschen. v.l.n.r.: Hugo Gstöhl, Kurt Spöttl, Herbert Keßler, Oskar Fink, Helmut Prettner

Natürlich wurde auch immer ein Gläschen auf das neue Jahr getrunken.

Kaminkehrer in Lech am Arlberg in den 1950er Jahren.

Glückwunschkarte zum Jahreswechsel aus dem Jahr 1954.

Kaminkehrer Joseph Geiger besuchte seine Kunden in Nenzing noch mit dem Fahrrad.

Kaminkehrer Joseph Geiger bei der Arbeit.

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Ihren Ruf als Glücksbringer haben sich die Kaminkehrer schon im Mittelalter erworben. Schon zur damaligen Zeit war es eine Katastrophe für einen Haushalt, wenn der Kamin verstopft war oder schlecht zog, denn dann konnte kein Essen mehr zubereitet werden und es wurde kalt im Haus. In einer solchen Situation brachte der Kaminkehrer die Rettung. Er säuberte den Kamin und es war wieder möglich, zu kochen und zu heizen. So brachte er das „Glück“ zurück und wendete zugleich ein mögliches Unheil vom Haus und seinen Bewohnern ab. Noch heute soll es Glück bringen, einen Schornsteinfeger zu berühren oder einen goldenen Knopf an seiner Jacke anzufassen.
Der Berg rufthttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#derbergruftThu, 27 Dez 2018 08:00:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Bergsteigen in den 1930er Jahren

In dem Fotonachlass von Norbert Bertolini befinden sich zahlreiche Fotos, die ihn, seine Frau Eleonore, Freunde und Bekannte beim Wandern und Bergsteigen zeigen. Damit folgten sie einem allgemeinen Trend, denn das Bergsteigen erfreute sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Gleichzeitig beklagten sich die Alpenvereine, dass immer mehr ungeübte Bergsteiger mit ungenügender Ausrüstung und Bekleidung in den Bergen anzutreffen und dann auf Hilfe angewiesen seien. Vorarlberger Firmen wie Benger oder die Schrunser Lodenfabrik erkannten den Geist der Zeit und machten in gezielt geschalteten Werbungen und Inseraten auf ihre speziellen Wanderbekleidungen, Materialen usw. aufmerksam.


Norbert Bertolini im Jahr 1935 auf dem Valfagehrjoch. Er trägt eine Kniebundhose, eine hüftlange Jacke, Hut und genagelte Schuhe.

Eleonore Bertolini in einem knielangen Rock, der vorne geknüpft war. Die Aufnahme entstand 1933 am Litzner Gletscher.

Lore Bertolini in einer Kniebundhose und ärmelloser Bluse am Widderstein.

Lore Bertolini in einem Dirndl am Nuvolau im Jahr 1937. Das Dirndl war als Wanderkleidung bei den Frauen sehr beliebt.



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In dem Fotonachlass von Norbert Bertolini befinden sich zahlreiche Fotos, die ihn, seine Frau Eleonore, Freunde und Bekannte beim Wandern und Bergsteigen zeigen. Damit folgten sie einem allgemeinen Trend, denn das Bergsteigen erfreute sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Gleichzeitig beklagten sich die Alpenvereine, dass immer mehr ungeübte Bergsteiger mit ungenügender Ausrüstung und Bekleidung in den Bergen anzutreffen und dann auf Hilfe angewiesen seien. Vorarlberger Firmen wie Benger oder die Schrunser Lodenfabrik erkannten den Geist der Zeit und machten in gezielt geschalteten Werbungen und Inseraten auf ihre speziellen Wanderbekleidungen, Materialen usw. aufmerksam.
Mord im Galgentobelhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#mordimgalgentobelTue, 18 Dez 2018 08:55:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Die Tragödie vom 30. November 1930

An diesem Tag erreichten Friedrich Kloimwider und Josef Kiner den Galgentobel und die in Arbeit befindlichen Wildbachverbauungen. Da die Nacht hereinbrach, nahm Kloimwider ein schweres Eisenstück und brach damit eine Barackentür auf. In der Küche ließen sich die beiden nieder und besprachen ihr missliches Leben. Gegen 4 Uhr in der Früh ergriff Kloimwider erneut das Eisenstück und schlug Kiner mehrere Male auf den Kopf, schleifte ihn aus der Baracke und stach hier noch ein paar Mal mit einem Messer auf ihn ein. Dann rollte er die Leiche einen Abhang hinunter und bedeckte sie mit Steinen, wo sie der Holzarbeiter Dominikus Widmoser am nächsten Morgen fand. Die verständigte Gendarmerie konnte Kloimwider bereits am 11. Dezember bei St. Anton verhaften. Am 17. März 1931 wurde er zu 16 Jahren „schweren Kerkers, verschärft mit einem Fasttag am 1. Dezember jeden Jahres” verurteilt.


Arbeiten im Galgentobel. Handseilaufzug Muttersbergtobel im Jahr 1925

Arbeiter vor der Tiefensee Baracke 1925.

Arbeiten bei der Quellfassung am Muttersberg.

Arbeiten bei der Quelle im Rosttobel.



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An diesem Tag erreichten Friedrich Kloimwider und Josef Kiner den Galgentobel und die in Arbeit befindlichen Wildbachverbauungen. Da die Nacht hereinbrach, nahm Kloimwider ein schweres Eisenstück und brach damit eine Barackentür auf. In der Küche ließen sich die beiden nieder und besprachen ihr missliches Leben. Gegen 4 Uhr in der Früh ergriff Kloimwider erneut das Eisenstück und schlug Kiner mehrere Male auf den Kopf, schleifte ihn aus der Baracke und stach hier noch ein paar Mal mit einem Messer auf ihn ein. Dann rollte er die Leiche einen Abhang hinunter und bedeckte sie mit Steinen, wo sie der Holzarbeiter Dominikus Widmoser am nächsten Morgen fand. Die verständigte Gendarmerie konnte Kloimwider bereits am 11. Dezember bei St. Anton verhaften. Am 17. März 1931 wurde er zu 16 Jahren „schweren Kerkers, verschärft mit einem Fasttag am 1. Dezember jeden Jahres” verurteilt.
Weihnachtsgeschenk für Buchhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#weihnachtsgeschenkfürbuchTue, 11 Dez 2018 12:51:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Bundesheersoldaten überbrücken Rutschung an der Bucher Straße

Im September 1981 ging ein gewaltiger Erdrutsch auf die Bucher Straße nieder und blockierte die Direktverbindung der Gemeine Buch ins Rheintal. Auf einer Länge von über 100 Metern wurde die Straße zwischen 6 und 8 Meter hoch verschüttet. Eine Stützmauer wurde ins Tobel gerissen und die Fahrbahn dermaßen demoliert, dass sich die Aufräumarbeiten bis in den Winter hinzogen. Am 15. Dezember 1981 rückte dann das Bundesheer an, um die Straßenverbindung mit Hilfe einer 21 Meter langen Pionierbrücke noch vor Weihnachten wiederherzustellen. Insgesamt waren rund 60 Soldaten im Einsatz, um die Dreieckträgerbrücke im Ippachwald zu errichten.


„Pionierarbeit“ im wahrsten Sinn des Wortes leisten die Jäger des Landeswehrstammregiments 91 beim Brückenbau an der Bucher Straße.

Das „Weihnachtsgeschenk“ der 60 Soldaten für die Gemeinde Buch war 21 Meter lang, 10 Tonnen schwer.

Bei der Errichtung waren fast ausschließlich Jäger beteiligt. Nur zwei Unteroffiziere mit Pionierausbildung standen als „Experten“ zur Verfügung.

Die vom Land Vorarlberg angeschaffte und dem Bundesheer zur Verfügung gestellte Dreieckträgerbrücke hatte sich bereits 1978 als Notbrücke beim Bau der Bödelestraße bewährt.

Nur drei Jahre zuvor – im Jahr 1978 – wurde die Bucher Straße erbaut. Auf diesem Bild machten sich Landesrat Sigi Gasser (mitte) und Bürgermeister Ewald Hopfner (rechts) ein Bild von den Arbeiten.

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Im September 1981 ging ein gewaltiger Erdrutsch auf die Bucher Straße nieder und blockierte die Direktverbindung der Gemeine Buch ins Rheintal. Auf einer Länge von über 100 Metern wurde die Straße zwischen 6 und 8 Meter hoch verschüttet. Eine Stützmauer wurde ins Tobel gerissen und die Fahrbahn dermaßen demoliert, dass sich die Aufräumarbeiten bis in den Winter hinzogen. Am 15. Dezember 1981 rückte dann das Bundesheer an, um die Straßenverbindung mit Hilfe einer 21 Meter langen Pionierbrücke noch vor Weihnachten wiederherzustellen. Insgesamt waren rund 60 Soldaten im Einsatz, um die Dreieckträgerbrücke im Ippachwald zu errichten.
Die halbe Gemeinde Fraxern – ein Trümmerhaufenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diehalbegemeindefraxern–eintrümmerhaufenThu, 6 Dez 2018 07:45:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Fraxern brennt

Unter dieser Überschrift berichtet das Vorarlberger Volksblatt am 19. April 1934 über den Brand in Fraxern: „Innerhalb kürzester Zeit hat ein verheerender Brand die schönsten Wohnungen – die Kirche, Gott sei Dank ausgenommen – bis auf den Grund eingeäschert. 33 Objekte wurden ein Raub der Flammen, darunter das Schulhaus, die Sennerei, die beiden Wirtschaften zum „Adler“ und zur „Krone“, das Pfarrhaus und das Messnerhaus. Vieles Kleinvieh ist den Flammen zum Opfer gefallen. Die Kinder mussten eilig die Schule verlassen, sie flüchteten sich zur Kirche hin und weinten herzerbarmend, weil sie den Untergang ihrer Heimat, der so plötzlich hereingebrochen war, mitansehen mussten.“


Das Volksblatt schilderte auch den Zustand vor dem Brand: „Auf der Höhe über Weiler und Klaus liegt in einer scheinbar geschützten Mulde die Gemeinde Fraxern mit ihren etwa 80 Häusern und 400 Bewohnern. Zur Zeit der Kirschblüte ist der Frühling da oben besonders schön, noch schöner als drunten in den Gemeinden des Vorderlandes, dem Paradies von Vorarlberg…“

„Das Pfarrhaus brennt wie eine Fackel und weiter oben noch liegen die traurigen Überreste von Häusern, niedergebrannt bis auf den Boden. Die Kamine ragen noch in die Luft und da und dort ein Mauerrest. Aus den Trümmern schimmert es von roter Glut, die immer wieder von starkem Wind angeblasen wird.“

Ein betroffener Bauer erzählt der Vorarlberger Landeszeitung: „Inmitten meiner Arbeit auf dem Kartoffelacker schreckte mich die Sturmglocke auf. Ich ließ alles liegen und rannte dem Dorfe zu. Während meiner Hilfeleistung schrie mir einer zu, daß mein Haus auch schon Feuer gefangen haben. Ich sprang sofort in mein Haus und konnte nur mehr das Vieh durch die Küche ins Freie treiben. Nun stehe ich mit meinem Weibe und fünf Kindern mittellos da und weiß nicht, wo ich eine Ruhestätte finde.“

Nach der Brandkatastrophe wurde Fraxern rasch wieder aufgebaut. Dabei wurde die Dorfstraße gestreckt und verbreitert sowie mehrere Häuser in ihrer Lage versetzt, um ähnliche Brandkatastrophen zu verhindern.



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Unter dieser Überschrift berichtet das Vorarlberger Volksblatt am 19. April 1934 über den Brand in Fraxern: „Innerhalb kürzester Zeit hat ein verheerender Brand die schönsten Wohnungen – die Kirche, Gott sei Dank ausgenommen – bis auf den Grund eingeäschert. 33 Objekte wurden ein Raub der Flammen, darunter das Schulhaus, die Sennerei, die beiden Wirtschaften zum „Adler“ und zur „Krone“, das Pfarrhaus und das Messnerhaus. Vieles Kleinvieh ist den Flammen zum Opfer gefallen. Die Kinder mussten eilig die Schule verlassen, sie flüchteten sich zur Kirche hin und weinten herzerbarmend, weil sie den Untergang ihrer Heimat, der so plötzlich hereingebrochen war, mitansehen mussten.“
13.972 verbindende Meterhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#13.972verbindendemeterSat, 1 Dez 2018 07:55:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Ein großer Tag für Österreich: Arlbergstraßentunnel offen

Über 4.000 Gäste waren am 1. Dezember 1978 zur Eröffnung des Arlbergstraßentunnels gekommen. Beidseits des Arlbergs wurde gefeiert: die offizielle Feier fand auf der Tiroler Seite statt, auf der Vorarlberger Seite wurde in Klösterle die beliebte Radiosendung „Autofahrer unterwegs“ aufgenommen und hier stellte auch Hannes Androsch die 100-Schillingmünze vor, die anlässlich der Eröffnung geprägt wurde. In den Reden wurde die großartige Leistung der Tunnelbauer gewürdigt: in nur 53 Monaten, ein halbes Jahr schneller als geplant, wurde der Tunnel ausgebrochen, ausgebaut und die notwendigen Betriebsanlagen installiert. Die Landeshauptmänner von Tirol und Vorarlberg betonten nach der Weihe durch Bischof Paul Rusch, dass der Tunnel ein Tor öffne, das die Österreicher östlich des Arlbergs den Vorarlbergern wieder näher bringen werde.


Die Festlichkeiten begannen am Morgen mit der Enthüllung der 8,5 Meter großen Statue des heiligen Christophorus bei der Mautbrücke in St. Jakob durch den Tiroler Landeshauptmann Eduard Wallnöfer. Der verantwortliche Bildhauer war der Tiroler Künstler Emmerich Kerle (1916-2010).

In den VN vom 1. Dezember wird die Festfolge präsentiert: „15.30: Durchschneiden des rot-weiß-roten Bandes, Salve der Schützenkompanie St. Anton, 21 Böllerschüsse in St. Jakob, Landeshymnen von Tirol und Vorarlberg, O Du mein Österreich, Marsch….die Feierlichkeiten endeten mit einem Festbankett im Zürser Hof.

Alt-Landesstatthalter Martin Müller (1915-1989), Landeshauptmann Herbert Kessler (1925-2018), Finanzminister Hannes Androsch (1938-), Bundeskanzler Bruno Kreisky (1911-1990), Bautenminister Josef Moser (1919-2003) und Landeshauptmann Eduard Wallnöfer (1913-1989) nach der Verleihung zahlreicher Ehrenzeichen um Verdienste rund um den Bau des Tunnels.

Finanzminister Hannes Androsch und Bundeskanzler Bruno Kreisky. Androsch stellte in seiner Rede die 4,2 Milliarden Schulden, die für den Tunnel aufgenommen werden mussten, dem geschaffenen Gegenwert und den geschaffenen Arbeitsplätzen gegenüber.

In Langen am Arlberg enthüllte Landeshauptmann Herbert Kessler eine Gedenktafel für die 14 Männer, „die für ein großes Werk der Heimat ihr Leben lassen mussten.“

Herma Kirchschläger, Rudolf Kirchschläger, Vera Kreisky. Dem Bundespräsidenten war es vorbehalten das Band zum Zeichen der Verkehrsübergabe zu durchschneiden.

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Über 4.000 Gäste waren am 1. Dezember 1978 zur Eröffnung des Arlbergstraßentunnels gekommen. Beidseits des Arlbergs wurde gefeiert: die offizielle Feier fand auf der Tiroler Seite statt, auf der Vorarlberger Seite wurde in Klösterle die beliebte Radiosendung „Autofahrer unterwegs“ aufgenommen und hier stellte auch Hannes Androsch die 100-Schillingmünze vor, die anlässlich der Eröffnung geprägt wurde. In den Reden wurde die großartige Leistung der Tunnelbauer gewürdigt: in nur 53 Monaten, ein halbes Jahr schneller als geplant, wurde der Tunnel ausgebrochen, ausgebaut und die notwendigen Betriebsanlagen installiert. Die Landeshauptmänner von Tirol und Vorarlberg betonten nach der Weihe durch Bischof Paul Rusch, dass der Tunnel ein Tor öffne, das die Österreicher östlich des Arlbergs den Vorarlbergern wieder näher bringen werde.
Lehrerin und Lehrer werden in Vorarlberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#lehrerinundlehrerwerdeninvorarlbergTue, 20 Nov 2018 11:05:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Auch Lehrer waren einst Schüler

Es war ein langer Weg von den sechswöchigen „Präparandenkursen“ des Maria Theresianischen Schulsystems bis hin zur Eröffnung der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg im Jahr 2007. Es war eine Entwicklung, die auch immer wieder von Rückschlägen geprägt war. So wurde 1943 bei einem Bombenangriff auf Feldkirch auch das Schülerinnenheim der Lehrerbildungsanstalt getroffen. Es wurden 39 Schülerinnen und drei Lehrerinnen getötet. 1968 wurde dann in Feldkirch die Pädagogische Akademie gegründet, die dann vor einigen Jahren vor dem Hintergrund des europäischen Hochschulraums zur Pädagogischen Hochschule wurde.


Nachdem die alte Lehrerbildungsanstalt in Bregenz geschlossen wurde, kam es 1888 zur Gründung des Katholischen Privatlehrerseminars in Feldkirch-Tisis. Schon 1889 wurde mit dem Bau des neuen Anstaltsgebäudes begonnen und 1890/91 konnte die vorerst einklassige Übungs-Volksschule ihren Betrieb aufnehmen.

Die neue Lehrerbildungsanstalt wurde als Internatsschule geführt, da ein großer Teil des Lehrernachwuchses aus den ländlichen Regionen Vorarlbergs stammte. Sogar die SchülerInnen aus Feldkirch und Umgebung mussten im Internat leben. 1928 hieß es in einer Festschrift, dass es das Ziel der Anstalt sei, den „katholischen Edelmenschen“ heranzubilden.

Nach der ideologisch geprägten Zeit des Nationalsozialismus übersiedelte die Bundes-Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt 1945 in das Hintergebäude der ehemaligen Stella Matutina, (heute Vorarlberger Landeskonservatorium). Nachdem kriegsbedingt mehrere Jahrgänge gleichzeitig aufgenommen werden mussten, begannen im ersten Jahr 396 Studierende ihre Ausbildung.

Der Umzug ins neue Haus gelang zu Schuljahresbeginn 1969/70, obwohl das Baugeschehen noch keineswegs abgeschlossen war. Die offizielle Eröffnung fand im Beisein von Unterrichtsminister Alois Mock am 17.2.1970 statt. Für den planenden und ausführenden Architekten Guntram Mätzler gab es damals viel Lob.

Schon zu Beginn der Ausbildung wurde eine Feminisierung des Lehrberufs festgestellt: so waren es in der Volksschullehrerausbildung in manchen Jahrgängen bis zu 90% Studentinnen, während in der Hauptschulausbildung die Männer überwogen.

Mit ersten Oktober 2007 wurden die österreichischen Pädagogischen Akademien in bologna-konforme Pädagogische Hochschulen umgewandelt und damit die europäische und internationale Vergleichbarkeit der LehrerInnenausbildung erreicht.

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Es war ein langer Weg von den sechswöchigen „Präparandenkursen“ des Maria Theresianischen Schulsystems bis hin zur Eröffnung der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg im Jahr 2007. Es war eine Entwicklung, die auch immer wieder von Rückschlägen geprägt war. So wurde 1943 bei einem Bombenangriff auf Feldkirch auch das Schülerinnenheim der Lehrerbildungsanstalt getroffen. Es wurden 39 Schülerinnen und drei Lehrerinnen getötet. 1968 wurde dann in Feldkirch die Pädagogische Akademie gegründet, die dann vor einigen Jahren vor dem Hintergrund des europäischen Hochschulraums zur Pädagogischen Hochschule wurde.
Landesverteidigunghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#landesverteidigungTue, 13 Nov 2018 14:10:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Die Rückkehr des Bundesheeres nach 1945

Als die französische Regierung im September 1953 beschloss ihre Besatzungstruppen aus Tirol, Vorarlberg und einem geringen Teil Wiens abzuziehen, sah sich die österreichische Bundesregierung gezwungen, eigene militärische Formationen hierher zu verlegen. Bereits Ende November kamen zwei Unterabteilungen der Gendarmerieschule „Oberösterreich II“ nach Vorarlberg, deren erste Bewährungsprobe die große Lawinenkatastrophe vom Jänner 1954 darstellte. Aus diesen beiden Unterabteilungen wurde am 1. Juni 1954 die „Gendarmerieschule Vorarlberg“. Diese wurde am 29. Juli 1955 zur provisorischen „Grenzschutzabteilung Nr. 9“ und am 9. April 1956 in das Vorarlberger „Jägerbataillon 23“ umbenannt.


1956 rückten die ersten Wehrpflichtigen des Jahrgangs 1937 ein. Im selben Jahr wurden die feldgrauen Heeresuniformen eingeführt. (Soldaten auf der Dreiländerspitze, 1958.)

Seither leistete das Bundesheer zahlreiche Einsätze bei Hochwassern, Waldbränden und bei der Freilegung von Wegen und Brücken. („Landesverteidigung“, Ausstellung in Bludenz 1980)

Brückensanierung auf der Bucherstraße nach einem Murenabgang durch das Bundesheer, 1981.

Die Umgliederung vom 01.01.1979 bewirkte, dass das Jägerbataillon 23 von einem aktiven zu einem mob Bataillon umfunktioniert und gleichzeitig das Landwehrstammregiment 91 aufgestellt wurde.



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Als die französische Regierung im September 1953 beschloss ihre Besatzungstruppen aus Tirol, Vorarlberg und einem geringen Teil Wiens abzuziehen, sah sich die österreichische Bundesregierung gezwungen, eigene militärische Formationen hierher zu verlegen. Bereits Ende November kamen zwei Unterabteilungen der Gendarmerieschule „Oberösterreich II“ nach Vorarlberg, deren erste Bewährungsprobe die große Lawinenkatastrophe vom Jänner 1954 darstellte. Aus diesen beiden Unterabteilungen wurde am 1. Juni 1954 die „Gendarmerieschule Vorarlberg“. Diese wurde am 29. Juli 1955 zur provisorischen „Grenzschutzabteilung Nr. 9“ und am 9. April 1956 in das Vorarlberger „Jägerbataillon 23“ umbenannt.
Zarte Versuchunghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#zarteversuchungTue, 6 Nov 2018 08:25:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Schokoladenproduktion in Bludenz

Carl Russ-Suchard, der Schwiegersohn von Firmengründer Philippe Suchard (1797-1884) wählte Bludenz als Standort für eine auswärtige Schokoladenproduktion. Im Jahr 1887 konnte das Gelände der „alten Mühle“ beim unteren Tor erworben und dementsprechend adaptiert werden. Doch schon bald reichten die räumlichen Kapazitäten nicht mehr aus und es wurde zwischen 1912 und 1919 ein großangelegter Neubau an der Fohrenburgerstraße durchgeführt. Nach den beiden Weltkriegen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten kam im Juni 1949 die „Milka“ wieder in den Handel und eroberte die Welt. Nach zahlreichen Fusionen ist die Firma heute Teil von Mondelez International.


Schokoladenproduktion in Bludenz. Aufnahme aus dem Jahr 1983.

Ein weiterer großer Fabriksumbau erfolgte 1969 und in den Jahren 1979 und 1984 erfolgten Um- und Anbauten.

1901 ist das Geburtsjahr der „Milka“. In ihrem typischen lila Umschlag kommt sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den Markt.

Auskunftsstelle von Suchard in Bludenz.



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Carl Russ-Suchard, der Schwiegersohn von Firmengründer Philippe Suchard (1797-1884) wählte Bludenz als Standort für eine auswärtige Schokoladenproduktion. Im Jahr 1887 konnte das Gelände der „alten Mühle“ beim unteren Tor erworben und dementsprechend adaptiert werden. Doch schon bald reichten die räumlichen Kapazitäten nicht mehr aus und es wurde zwischen 1912 und 1919 ein großangelegter Neubau an der Fohrenburgerstraße durchgeführt. Nach den beiden Weltkriegen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten kam im Juni 1949 die „Milka“ wieder in den Handel und eroberte die Welt. Nach zahlreichen Fusionen ist die Firma heute Teil von Mondelez International.
Römisches Hafenkastell am Leutbühelhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#römischeshafenkastellamleutbühelMon, 5 Nov 2018 07:50:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Notgrabungen des Vorarlberger Landesmuseums im Jahr 1972

Im Frühjahr 1972 stieß eine Schubraupe bei Bauarbeiten für das Gemeinschaftswarenhaus am Leutbühel (GWL) in Bregenz auf „Fels“. Dabei handelte es sich um Teile eines spätantiken Hafenkastells. Das Sandstein-Quadermauerwerk am Südwestrand des Leutbühels zog sich über 10 Meter weit in Richtung Südost-Nordwest gegen den heute ca. 300 Meter entfernten Bodensee zu. Das Kastell stand direkt an der damaligen Uferlinie und diente zum Schutz des Hafens und als Stützpunkt einer Patrouillenbootflottille. Die umwehrte Fläche hatte eine Größe von ca. 0,35 Hektar und bot Platz für eine Besatzung von schätzungsweise 120-160 Mann.


Die erste Notgrabung des Vorarlberger Landesmuseums erfolgte vom 6. bis zum 15. April 1972, um die Mauer freizulegen und um deren Bestand und Konstruktion zu untersuchen.

Die individualistisch bearbeiteten Quader aus Bregenzer Molassesandstein stammen von den Brüchen am Pfänderhang.

Dendrochronologische Untersuchungen an den Fundamenthölzern aus Eiche ergaben ein Fälldatum zwischen 372 und 381 n. Chr.

Die zweite Notgrabung wurde im Juli 1972 durchgeführt. Der Arbeitertand betrug durchschnittlich 8-10 Mann. Zudem unterstützten auch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes die archäologischen Untersuchungen.

Die Ausgrabungen wurden von Dr. Elmar Vonbank (2. von links), dem damaligen Direktor des Vorarlberger Landesmuseums, geleitet.

Am 20. März 1974 wurde das GWL eröffnet. Mit 7000 Quadratmetern Verkaufsfläche war das neue Warenhaus damals genauso groß wie alle Bregenzer Geschäfte zusammen.

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Im Frühjahr 1972 stieß eine Schubraupe bei Bauarbeiten für das Gemeinschaftswarenhaus am Leutbühel (GWL) in Bregenz auf „Fels“. Dabei handelte es sich um Teile eines spätantiken Hafenkastells. Das Sandstein-Quadermauerwerk am Südwestrand des Leutbühels zog sich über 10 Meter weit in Richtung Südost-Nordwest gegen den heute ca. 300 Meter entfernten Bodensee zu. Das Kastell stand direkt an der damaligen Uferlinie und diente zum Schutz des Hafens und als Stützpunkt einer Patrouillenbootflottille. Die umwehrte Fläche hatte eine Größe von ca. 0,35 Hektar und bot Platz für eine Besatzung von schätzungsweise 120-160 Mann.
Die Pfänderbahnhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diepfänderbahnMon, 29 Okt 2018 09:25:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

1927 eröffnet

Der Pfänder als Autor (so in der Festschrift zum 20jährigen Bestehen der Pfänderbahn) schreibt über sich: „Meine Seilschwebebahn, das kann ich schon sagen, sie ziert mich sogar. Die stählernen Seile, die sieht man von der Ferne nicht oder nur so, als ob ein fleißiges Spinnlein einen Faden verloren hätte. Und so stark auch die Stützen mit ihrem Stahlgerippe ragen, unter den tausenden Bäumen fallen sie nicht auf. Manche Zweibeiner, die mich lieben, haben befürchtet, die Seilschwebebahn würde mich verschandeln. Keine Spur“


Als in der schweizerischen Nachbarschaft nach der Jahrhundertwende zahlreiche vielbesuchte Bergbahnen errichtet wurden, entstand auch in Bregenz der Wunsch nach einer Seilbahn auf den Hausberg Pfänder. Land Vorarlberg, die Gemeinden Bregenz, Lochau, Lindau und einzelne Bürger aus Bregenz ergriffen dann die Initiative.

Am Samstag, den 19. August 1972, brach um ca. 5 Uhr 30 früh ein verheerender Brand aus, der das Pfänderhotel total zerstörte: Die Vorarlberger Nachrichten berichteten damals: „Flammeninferno vernichtet Pfänderhotel: Brandkatastrophe wütet auf dem Hausberg der Bregenzer – Hotel wurde zur weithin sichtbaren Fackel – Materieller Schaden etwa 6 bis 7 Millionen Schilling – Glück im Unglück – Alle Bewohner gerettet.“

In schneereichen Wintern transportiert die Pfänderbahn auch zahlreiche Skifahrer. Am Pfänder erwartete sie der „Steilhang“, der „Übungshang“ sowie der Maldonalift. Über den „Schlauch“ erreichen die Skifahrer nach einer Abfahrt über 604 Höhenmeter wieder die Talstation in Bregenz.

Die Stationsgebäude der Pfänderbahn wurden vom Architekten Willi Braun geplant. Er war in Bregenz für zahlreiche öffentliche Bauten aber auch für private Villen verantwortlich. So stammen auch die Pläne für die Volksschule Rieden oder die Hauptschule Belruptsstraße aus seiner Feder.

1947 wird in einer Festschrift zum 20-jährigen Bestehen der Bahn gejubelt: „Vier Millionen Fahrgäste. Man kann sich schwer vorstellen, wieviel das ist. Alle Einwohner von Bregenz könnten 160mal auf den Pfänder fahren, und unsere lieben Nachbarn, die Eidgenossen, wären schon fast alle auf den Pfänder gefahren, wenn sie allein die einzigen Fahrgäste gewesen wären.“

80 Personen auf einen Streich: nach 7monatiger Bauzeit konnte 1995 die rundum erneuerte Pfänderbahn ihren Betrieb wieder aufnehmen. Die neue Panoramabahn mit den großen Fenstern erlaubt nun eine bessere Aussicht. Die neue viel größere Stütze hatte in Bregenz kurzfristig für große Aufregung gesorgt, da sie das Landschaftsbild störe.

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Der Pfänder als Autor (so in der Festschrift zum 20jährigen Bestehen der Pfänderbahn) schreibt über sich: „Meine Seilschwebebahn, das kann ich schon sagen, sie ziert mich sogar. Die stählernen Seile, die sieht man von der Ferne nicht oder nur so, als ob ein fleißiges Spinnlein einen Faden verloren hätte. Und so stark auch die Stützen mit ihrem Stahlgerippe ragen, unter den tausenden Bäumen fallen sie nicht auf. Manche Zweibeiner, die mich lieben, haben befürchtet, die Seilschwebebahn würde mich verschandeln. Keine Spur“
Körberseehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#körberseeTue, 23 Okt 2018 10:00:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Der schönste Platz von Österreich

Aufgrund seiner außergewöhnlichen Schönheit wurde der Körbersee bei einer Wahl des ORF zum „Schönsten Platz Österreichs 2017“ gekürt. Der glitzernde See, umgeben von sanften Weiden und schroffen Felswänden beeindruckte das Fernsehpublikum im ganzen Land. Das nahe dem See gelegene Hotel erhöht die Attraktivität der Gegend und machte sie zu einem beliebten Ausflugsziel. Ein Bad im eiskalten Wasser des Sees bildet für viele Wanderer den krönenden Abschluss für eine Bergtour im Hochtannberggebiet.


Durch eine Pollenanalyse aus dem Körbersee konnte das Institut für Botanik der Universität Innsbruck 2004 nachweisen, dass die Gegend bereits in der Bronzezeit besiedelt war und der Mensch seither die Flächen zur Beweidung nutzt.

Mitte der 60er Jahre entstand um den Saloberkopf ein Skigebiet mit mehreren unterschiedlich schwierigen Pisten. Mit dieser Erschließung verlagerte sich der Schröckener Skibetrieb endgültig vom Ortsgebiet hinauf an den Hochtannberg. 1965/66 wurde der Falkenkopflift errichtet, der mit einer Höhendifferenz von 120 Metern eine Verbindung zum Hotel am Körbersee herstellte.

1948 ergab ein geographische Studie: „Wie unsere sehr genauen Lotungen ergaben, beträgt die größte Wassertiefe 8 m. Dazu kommt eine 50 cm dicke, am Grunde liegende Schlammschichte. Aus den so ermessenen Werten ergibt sich für den See eine mittlere Tiefe von 3,61 m, und einem Gesamtvolumen von 129.758 cmb.“

An Weihnachten 1930 eröffnete der Tourismuspionier Franz Xaver Strolz auf 1.654 Meter Seehöhe das Hotel Körbersee, wohl in der Hoffnung auf den Bau einer wintersicheren Straßenverbindung von Lech nach Warth, die in der geplanten Form allerdings nie realisiert wurde.

„Sie liegt in der Gaststube, sagte der Bergretter zum Arzt und ging voraus.“ Die Wirtin des Körberseehotels war allerdings schon tot. Ermordet. Allerdings nicht in Wirklichkeit, sondern in der „Eiskalten Spur“ einem Krimi der Vorarlberger Autorin Daniela Alge, die am Körbersee Mord und Totschlag Einzug halten lässt.

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Aufgrund seiner außergewöhnlichen Schönheit wurde der Körbersee bei einer Wahl des ORF zum „Schönsten Platz Österreichs 2017“ gekürt. Der glitzernde See, umgeben von sanften Weiden und schroffen Felswänden beeindruckte das Fernsehpublikum im ganzen Land. Das nahe dem See gelegene Hotel erhöht die Attraktivität der Gegend und machte sie zu einem beliebten Ausflugsziel. Ein Bad im eiskalten Wasser des Sees bildet für viele Wanderer den krönenden Abschluss für eine Bergtour im Hochtannberggebiet.
Das Tor zur Welthttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dastorzurweltWed, 17 Okt 2018 13:10:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Die Zentralisierung des Güterverkehrs in Vorarlberg

Laut dem Vorarlberger Verkehrskonzept von 1976 sollte im Sinne einer rationellen Verkehrsabwicklung der Güter- und Personenverkehr räumlich getrennt werden, indem die Doppelfunktion verschiedener Bahnhöfe abgebaut wird. Der Umschlag von Großcontainern erfolgte 1974 – allerdings in sehr bescheidenem Ausmaß – noch in den Bahnhöfen Bregenz, Rankweil und Dornbirn. Der Güterverkehr sollte demnach in Wolfurt konzentriert werden, da hier ein zentrales, wirtschaftsgeografisch günstiges Grundstück mit 350.000 m² und günstiger Verkehrsanbindung zur Verfügung stand.


Viele Vorarlberger Bahnhöfe wurden lange Zeit auch für den Güterverkehr genutzt. Die unbefriedigenden räumlichen Voraussetzungen in den Städten sowie Rationalisierungsbestrebungen der ÖBB führten in den 70er Jahren zu einer völligen Schließung der Güterbahnhöfe in Bregenz und Dornbirn. In Dornbirn mussten 1974 auf der veralteten Anlage immerhin noch fast 12.000 Waggons pro Jahr bedient werden.

Ein wichtiges Argument für den Standort Wolfurt war die optimale Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz. Zeitgleich mit dem Bau des Güterbahnhofs entstand der nördlichste Abschnitt der Rheintalautobahn. Mit der Entscheidung für den Pfändertunnel war auch die Trassenführung am Rande des Güterbahnhofs fixiert worden.

Die Bauverhandlung für den Wolfurter Güterbahnhof erfolgte bereits 1969. Es waren aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse 200 Probebohrungen notwendig. Es mussten 10.000 Laufmeter Pfähle verbaut und eine Million Kubikmeter Schüttmaterial aufgewendet werden, um die Stabilität des Untergrundes zu erreichen.

Der Ausbau des Güterbahnhofs in Wolfurt wirkte wie ein Magnet auf Industrie- und Handelsbetriebe. Exportorientierte Firmen wir Haberkorn, Doppelmayr oder Meusburger siedelten sich in Bahnhofsnähe an.

In unmittelbarer Nähe des Güterbahnhofs kam es am 29.8.1988 zu einem folgenschweren Zugsunglück. Der Expresszug Pfänder und ein Eilzug waren zusammengestoßen. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben, 46 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

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Laut dem Vorarlberger Verkehrskonzept von 1976 sollte im Sinne einer rationellen Verkehrsabwicklung der Güter- und Personenverkehr räumlich getrennt werden, indem die Doppelfunktion verschiedener Bahnhöfe abgebaut wird. Der Umschlag von Großcontainern erfolgte 1974 – allerdings in sehr bescheidenem Ausmaß – noch in den Bahnhöfen Bregenz, Rankweil und Dornbirn. Der Güterverkehr sollte demnach in Wolfurt konzentriert werden, da hier ein zentrales, wirtschaftsgeografisch günstiges Grundstück mit 350.000 m² und günstiger Verkehrsanbindung zur Verfügung stand.
Das Unfallkrankenhaus Böckle in Bregenzhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dasunfallkrankenhausböckleinbregenzMon, 15 Okt 2018 08:55:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Ein Unfallkrankenhaus für Bregenz

Die ärztliche Säule des „Böckles“, für viele Jahre Endstation für jeden Verunfallten im Raum Bregenz, war Dr. Rudolf Böckle, Neffe und Schüler von Dr. Lorenz Böhler, der als einer der Pioniere der modernen Unfallchirurgie gilt. Die finanziellen Mittel für den geplanten Spitalsbau steuerte in Privatinitiative der Schwiegervater Dr. Böckles, der Landwirt Engelbert Brändle, bei, der zudem mit seiner Gattin Maria für das Unternehmen bürgte. Das Krankenhaus war auch später eng mit der Familie Böckle verbunden, so übernahm 1978 der Sohn des Gründers, Dr. Peter Böckle, die Spitalsführung.


Während des Zweiten Weltkriegs war im Sanatorium Mehrerau ein Lazarett untergebracht, das nach Kriegsende von Dr. Rudolf Böckle als Unfallabteilung mit 20 Betten weitergeführt wurde. Als das Sanatorium die Betten selbst benötigte, wurde der Bau eines eigenen Unfallkrankenhauses ins Auge gefasst.

Das Böckle (Bildmitte) wurde auf geschichtsträchtigem Boden errichtet. Sowohl 1949 als auch nach dem Abbruch 2009 hatten Archäologen nach römischen Überresten gegraben. Heute befindet sich an der Stelle des Krankenhauses die Wohnanlage Brändlepark.

Mit der Planung des Unfallkrankenhauses wurde Baurat Willi Braun beauftragt, der schon bei anderen Krankenhausbauten in Gaisbühel, Oberlochau oder Zams Erfahrung gesammelt hatte. Baubeginn war im März 1949, finanziert wurde das UKH von der AUVA (damals noch Arbeiter-Unfallversicherungsanstalt).

Im Jahr 1968 wurde das Krankenhaus durch einen Anbau erweitert, womit den Patienten nun 86 Betten zur Verfügung standen. Kurz darauf kam der damals größte Operationssaal des Landes hinzu. 1972 wurden 8.000 Frischverletzte ins Böckle eingeliefert, wovon 2.711 stationär behandelt werden mussten.

Im Jahr 1991 übernahm das Land Vorarlberg das Krankenhaus und es wurde damit organisatorisch in das Bregenzer Landeskrankenhaus integriert. 2005 zogen die Belegschaft und Patienten dorthin um und 2009 wurde das Gebäude dann abgerissen.

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Die ärztliche Säule des „Böckles“, für viele Jahre Endstation für jeden Verunfallten im Raum Bregenz, war Dr. Rudolf Böckle, Neffe und Schüler von Dr. Lorenz Böhler, der als einer der Pioniere der modernen Unfallchirurgie gilt. Die finanziellen Mittel für den geplanten Spitalsbau steuerte in Privatinitiative der Schwiegervater Dr. Böckles, der Landwirt Engelbert Brändle, bei, der zudem mit seiner Gattin Maria für das Unternehmen bürgte. Das Krankenhaus war auch später eng mit der Familie Böckle verbunden, so übernahm 1978 der Sohn des Gründers, Dr. Peter Böckle, die Spitalsführung.
Die Mittelweiherburghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diemittelweiherburgMon, 8 Okt 2018 10:15:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Vom Wasserschlösschen zum Textildruckmuseum

Zwischen 1560 und 1570 ließ sich Hans Christoph Schnabel von Schönstein aus Bregenz ein Wasserschloss errichten. Nach zahlreichen Besitzerwechseln erwarb es der Elsässer Samuel Vogel und eröffnete hier 1794 Vorarlbergs erste Zitz- und Kattundruckerei. Melchior Jenny erwarb 1838 das Gebäude für die Firma Jenny u. Schindler und ab 1867 wurde die Stoffdruckerei von Samuel Schindler weitergeführt. Die Auseinandersetzung zwischen dem Vorsteher Sigmund Hartmann und dem Fabrikanten wegen den vermehrten Beschwerden über unsauberes Wasser endete 1880 mit der Schließung der Fabrik. Für die Fabrikarbeiter war dies eine Katastrophe. Danach stand das Gebäude leer, bis hier zuerst ein Heimatmuseum und ab 1997 ein Textildruckmuseum untergebracht wurden.


Im Jahr 1940 wurde der Schlossturm unter Denkmalschutz gestellt.

Von dem einstigen eindrucksvollen Bauwerk existieren heute nur noch der Rundturm und der Anbau.

Erste Sanierung des Gebäudes zwischen 1957 und 1962 und Errichtung eines Heimatmuseums.

Am 8. Juni 1997 wurde das Textildruckmuseum mit den Schwerpunkten Formstechen und textiler Handdruck eröffnet.



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Zwischen 1560 und 1570 ließ sich Hans Christoph Schnabel von Schönstein aus Bregenz ein Wasserschloss errichten. Nach zahlreichen Besitzerwechseln erwarb es der Elsässer Samuel Vogel und eröffnete hier 1794 Vorarlbergs erste Zitz- und Kattundruckerei. Melchior Jenny erwarb 1838 das Gebäude für die Firma Jenny u. Schindler und ab 1867 wurde die Stoffdruckerei von Samuel Schindler weitergeführt. Die Auseinandersetzung zwischen dem Vorsteher Sigmund Hartmann und dem Fabrikanten wegen den vermehrten Beschwerden über unsauberes Wasser endete 1880 mit der Schließung der Fabrik. Für die Fabrikarbeiter war dies eine Katastrophe. Danach stand das Gebäude leer, bis hier zuerst ein Heimatmuseum und ab 1997 ein Textildruckmuseum untergebracht wurden.
Kneippbewegunghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#kneippbewegungSat, 6 Okt 2018 09:35:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Die Anfänge in Vorarlberg

Die auf Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) zurückgehende Kneipp-Therapie fand auch in Vorarlberg ihre Anhänger. Diese gründeten 1895 in Lustenau den ersten Kneippverein Vorarlbergs. Zu den Jahreshauptversammlungen wurden namhafte Referenten aus dem nahen Ausland eingeladen, die die Kneipp-Therapie erläuterten. So machte J. Untersander in seinem 1897 gehaltenen Vortrag, bei dem nur Frauen zugelassen waren, auf deren „Fehler in Bezug auf Essen, Trinken und Kleidung” aufmerksam und forderte alle auf, zu einer naturgemäßeren Lebensweise zurück zu kehren. Im selben Jahr wurde der Kneippverein Dornbirn gegründet. In den kommenden Jahren folgten noch weitere Gründungen und so kann der Kneippbund Vorarlberg heute 40 aktive Clubs in Vorarlberg aufweisen. 2015 wurde das Kneippen in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.


Das Diät und Kneippsanatorium Dr. Felbermayer in Gaschurn wurde 1960 von Rosemarie und Leopold Felbermayer gegründet.

In dem 1904 von Josef Biedermann errichteten Kneipp-Kurhaus Bad Nofels wurde 1928 der regelmäßige Kneipp-Kurbetrieb aufgenommen.

Bei der Hydrotherapie wird Wasser zur therapeutischen Behandlung angewendet. Die bekanntesten Behandlungsmethoden sind die Wassertreten und die Kneippschen Güsse.

Ehrung von Landesrat Fredy Mayer durch den Kneippverein. v.l.n.r.: Herbert Tschofen, Herbert Killmayer, Fredy Mayer, Hubert Waibel, Eugen Sutter



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Die auf Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) zurückgehende Kneipp-Therapie fand auch in Vorarlberg ihre Anhänger. Diese gründeten 1895 in Lustenau den ersten Kneippverein Vorarlbergs. Zu den Jahreshauptversammlungen wurden namhafte Referenten aus dem nahen Ausland eingeladen, die die Kneipp-Therapie erläuterten. So machte J. Untersander in seinem 1897 gehaltenen Vortrag, bei dem nur Frauen zugelassen waren, auf deren „Fehler in Bezug auf Essen, Trinken und Kleidung” aufmerksam und forderte alle auf, zu einer naturgemäßeren Lebensweise zurück zu kehren. Im selben Jahr wurde der Kneippverein Dornbirn gegründet. In den kommenden Jahren folgten noch weitere Gründungen und so kann der Kneippbund Vorarlberg heute 40 aktive Clubs in Vorarlberg aufweisen. 2015 wurde das Kneippen in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Der Postbushttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#derpostbusFri, 28 Sep 2018 09:35:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Ein Verkehrsmittel mit Tradition

Vorarlbergs erste Postbus-Linie verlief von Bregenz zur Staatsgrenze nach Hohenweiler und wurde am 1. September 1921 eröffnet. Immerhin verkehrte dieser Bus, ein Fiat mit einer Kapazität von bis zu 22 Fahrgästen, schon fünfmal täglich. Die zweite Linie des Landes wurde am 15. Mai 1922 von Bezau nach Schoppernau eingerichtet. Sie diente als „Verlängerung“ der Bregenzerwaldbahn, die in Bezau ihre Endstation hatte. Diese Busse fuhren damals teilweise ohne Verdeck, mitunter sogar ohne Windschutzscheine und Seitenfenster. Die montierten Vollgummireifen ließen eine Geschwindigkeit von maximal 30 Kilometern pro Stunde zu.


Der erste Postbus Österreichs verkehrte ab 1907 zwischen Neumarkt und Predazzo (Südtirol).

In den schneereichen Gebieten wurden die Busse im Winter mit Raupenantrieben ausgerüstet.

An schönen Wintertagen waren in den 1960ern täglich bis zu 25 Busse vom Typ Steyr 380 zwischen Dornbirn und dem Skigebiet am Bödele im Einsatz.

Omnibus vom Typ Saurer 2AD, auch Car Alpin genannt, auf der Arlbergstraße. Das Stoffdach ließ sich bei guter Witterung auffalten.

Ab Anfang der 80iger Jahre verkehrten Busse vom Typ Steyr-Mercedes SML 14H256 auf Vorarlbergs Straßen.

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Vorarlbergs erste Postbus-Linie verlief von Bregenz zur Staatsgrenze nach Hohenweiler und wurde am 1. September 1921 eröffnet. Immerhin verkehrte dieser Bus, ein Fiat mit einer Kapazität von bis zu 22 Fahrgästen, schon fünfmal täglich. Die zweite Linie des Landes wurde am 15. Mai 1922 von Bezau nach Schoppernau eingerichtet. Sie diente als „Verlängerung“ der Bregenzerwaldbahn, die in Bezau ihre Endstation hatte. Diese Busse fuhren damals teilweise ohne Verdeck, mitunter sogar ohne Windschutzscheine und Seitenfenster. Die montierten Vollgummireifen ließen eine Geschwindigkeit von maximal 30 Kilometern pro Stunde zu.
Kästle Skihttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#kästleskiWed, 26 Sep 2018 10:00:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Qualität macht das Rennen

Im Jahr 1924 stellte Anton Kästle das erste Paar Ski aus Eschenholz her. Zehn Jahre später übernahm er die väterliche Wagnerei und begann mit der Produktion von Skiern, Rodeln und Handwagen. Mit der Entwicklung des Arlbergskis, einem schichtenverleimten Holzski, erreichte Kästle schnell überregionale Bedeutung und fand besonders bei Rennläufern großen Anklang. Weltweite Bekanntheit erreichte das Unternehmen mit der Einführung des CPM-Prinzips, dem Ursprung der Sandwichbauweise, ehe Kästle 1998 überraschend vom Markt verschwand. 2007 feierte die Marke ihr Comeback und seit 2015 befindet sich der Hauptsitz der Firma wieder in Hohenems.


International bekannt wurde Kästle in den 1950er Jahren, als Trude Jochum-Beiser bei den alpinen Weltmeisterschaften 1950 in Aspen die erste Goldmedaille auf Kästle-Skiern erreichte.

Am 26.10.1984 wurde Anton Kästle das Landesverdienstzeichen verliehen.

In Summe fuhren die Athletinnen und Athleten auf Kästle-Ski 132 Olympia- und Weltcup-Medaillen ein.

In den 1970ern wurden in Hohenems jährlich über 300.000 Paar Ski hergestellt.

Bundespräsident Kirchschläger überzeugte sich beim Firmenbesuch 1982 von der Materialqualität.

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Im Jahr 1924 stellte Anton Kästle das erste Paar Ski aus Eschenholz her. Zehn Jahre später übernahm er die väterliche Wagnerei und begann mit der Produktion von Skiern, Rodeln und Handwagen. Mit der Entwicklung des Arlbergskis, einem schichtenverleimten Holzski, erreichte Kästle schnell überregionale Bedeutung und fand besonders bei Rennläufern großen Anklang. Weltweite Bekanntheit erreichte das Unternehmen mit der Einführung des CPM-Prinzips, dem Ursprung der Sandwichbauweise, ehe Kästle 1998 überraschend vom Markt verschwand. 2007 feierte die Marke ihr Comeback und seit 2015 befindet sich der Hauptsitz der Firma wieder in Hohenems.
Viele liebe Grüße!http://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#vieleliebegrüße!Mon, 24 Sep 2018 08:35:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Die Geschichte der Ansichtskarte

Wo und wann die erste Ansichtskarte entstand ist unbekannt. Obwohl bereits ab dem 1. Januar 1885 zugelassen, wurde sie erst 1896 im deutschsprachigen Raum so richtig populär. Einerseits durch den Einsatz der Chromolithographie, die nun farbige Karten ermöglichte und andererseits durch die Schnellpresse, die eine Massenproduktion erlaubte. Ein weiterer Grund war der ansteigende Tourismus. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges wurden hauptsächlich Grüße von Ausflügen und Reisen und Glückwünsche zu verschiedenen Feierlichkeiten versandt. Während der beiden Weltkriege wurden viele Ansichtskarten als Feldpost verschickt und die abgebildeten Motive dienten vielfach der Propaganda. Nach 1945 war die Ansichtskarte wieder ein Gruß aus der Ferne, der aber langsam von den modernen Kommunikationsmitteln wie Telefon, E-Mail und sozialen Medien verdrängt wurde.


Anfänglich griffen die Ansichtskartenverlage auf Künstler und Lithografen für die Entwürfe der Motive zurück.

Später stammte das Bildmaterial von Fotografen.

Philokratie ist das Sammeln und Erforschen von Post- und Ansichtskarten.

Die abgebildete Ansichtskarte stammt aus dem Verlag A. Buhlmann aus Möggers. Heute existieren nur noch wenige Post- und Ansichtskartenverlage.



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Wo und wann die erste Ansichtskarte entstand ist unbekannt. Obwohl bereits ab dem 1. Januar 1885 zugelassen, wurde sie erst 1896 im deutschsprachigen Raum so richtig populär. Einerseits durch den Einsatz der Chromolithographie, die nun farbige Karten ermöglichte und andererseits durch die Schnellpresse, die eine Massenproduktion erlaubte. Ein weiterer Grund war der ansteigende Tourismus. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges wurden hauptsächlich Grüße von Ausflügen und Reisen und Glückwünsche zu verschiedenen Feierlichkeiten versandt. Während der beiden Weltkriege wurden viele Ansichtskarten als Feldpost verschickt und die abgebildeten Motive dienten vielfach der Propaganda. Nach 1945 war die Ansichtskarte wieder ein Gruß aus der Ferne, der aber langsam von den modernen Kommunikationsmitteln wie Telefon, E-Mail und sozialen Medien verdrängt wurde.
Ich taufe dich Stadt Bregenzhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#ichtaufedichstadtbregenzWed, 19 Sep 2018 10:35:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Geschichte des Bodenseedampfers Stadt Bregenz

Marie Rhomberg, die Gattin des damaligen Landeshauptmanns Adolf Rhomberg, agierte 1910 als Taufpatin des neuen Bodenseedampfers „Stadt Bregenz“: „Mögen alle Deine Fahrten stets vom Glück begünstigt sein, zum Heile Österreichs, zum Stolze unseres engeren Heimatlandes und der Landeshauptstadt, die Du nun als Dein Heim begrüßen kannst. Und somit taufe ich Dich und nenne Dich fortan „Stadt Bregenz.“ Den kirchlichen Segen erteilte Abt Augustinus Rothenflue vom Bregenzer Gallusstift, heute Vorarlberger Landesbibliothek.


Marie Rhomberg, die Gattin des damaligen Landeshauptmanns Adolf Rhomberg, agierte 1910 als Taufpatin des neuen Bodenseedampfers „Stadt Bregenz“: „Mögen alle Deine Fahrten stets vom Glück begünstigt sein, zum Heile Österreichs, zum Stolze unseres engeren Heimatlandes und der Landeshauptstadt, die Du nun als Dein Heim begrüßen kannst. Und somit taufe ich Dich und nenne Dich fortan „Stadt Bregenz.“ Den kirchlichen Segen erteilte Abt Augustinus Rothenflue vom Bregenzer Gallusstift, heute Vorarlberger Landesbibliothek.

Das Schiff war geprägt durch große Aufbauten, die eine Kapazität von 1.000 Personen erlaubten: damit war ein neuer Schiffstyp auf dem Bodensee geschaffen worden.

Die „Stadt Bregenz“, hier mit nationalsozialistischer Hakenkreuzfahne, wurde 1938 in den Bestand der deutschen Reichbahn eingegliedert. Am 16.10.1945 nahm das Schiff – zunächst noch mit der französischen Trikolore am Heck – den regelmäßigen Verkehr zwischen Bregenz und Konstanz wieder auf.

Eine Ansichtskarte zeigt den zugefrorenen Bregenzer Hafen am 10.2.1963, im Hintergrund die „Stadt Bregenz“ kurz vor ihrer Ausmusterung 1964. Ein Jahr später musste das Dampfschiff kurzfristig nochmals den Betrieb aufnehmen, da der Streit um den Namen der „MS Vorarlberg“ deren Inbetriebnahme verzögert hatte.



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Marie Rhomberg, die Gattin des damaligen Landeshauptmanns Adolf Rhomberg, agierte 1910 als Taufpatin des neuen Bodenseedampfers „Stadt Bregenz“: „Mögen alle Deine Fahrten stets vom Glück begünstigt sein, zum Heile Österreichs, zum Stolze unseres engeren Heimatlandes und der Landeshauptstadt, die Du nun als Dein Heim begrüßen kannst. Und somit taufe ich Dich und nenne Dich fortan „Stadt Bregenz.“ Den kirchlichen Segen erteilte Abt Augustinus Rothenflue vom Bregenzer Gallusstift, heute Vorarlberger Landesbibliothek.
Ferien auf dem Landehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#ferienaufdemlandeMon, 17 Sep 2018 11:30:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Ferienheime in Vorarlberg

Es waren meist Parteien oder weltanschaulich geprägte Vereine, die noch vor dem ersten Weltkrieg begannen Ferienkolonien zu gründen, um armen, erholungsbedürftigen Kindern einen Urlaub auf dem Land zu ermöglichen. Zu den traditionsreichsten Heimen in Vorarlberg gehören die Dornbirner Ferienkolonie Maien in Schwarzenberg und die Lustenauer Ferienkolonie in Oberbildstein, die beide noch heute als Ferienheime betrieben werden.


Die Auswahl des Standorts in Oberbildstein soll sich folgendermaßen zugetragen haben: Den Kundschaftern war auf einmal als habe ihnen der Bildsteiner Berg zugerufen: „Hier ist was zu suchen euch aufgetragen ist, in reichstem Maße hingestreut: Sonnenglanz und Höhenluft, tannenduftende Wälder und lauschige Pfade über einsamem Wiesengrund.“

1914 bis 1920 in einem kleinen Bauernhaus untergebracht, konnten 1921 im neuen Heim eröffnet schon 180 Ferienkinder aufgenommen werden, „von denen aber nur jedes Dritte den ohnehin niedrigen Verpflegsatz voll bezahlen konnte, die anderen mussten um den halben Preis, viele ganz umsonst, aufgenommen werden.“

Nach den Plänen von Willi Braun wurde 1960 neben dem Heim die „Schutzengelkapelle“ errichtet. Nicht zuletzt als Dank dafür, dass in den ersten 40 Jahren des Heimes, nicht ein nennenswerter Unfall verzeichnet werden musste.

Der Wahlsieg der Fortschrittlichen Partei 1904 in Dornbirn markierte den Beginn der Dornbirner Ferienkolonie Maien/Schwarzenberg. Ein Volksfest nach der Wahl erbrachte einen so großen Reingewinn, dass in Schwarzenberg ein Haus gemietet werden konnte, das notleidenden Kindern Platz für einen Erholungsurlaub bieten konnte. 1905 konnten erstmals 48 Kinder in 3 Gruppen ihren Urlaub antreten.

Ein Gedenkblatt (vor 1918) erinnert an die Grundsätze in Maien: „Halte Dich auch im Leben an die Hausregeln in Maien: Früh auf und früh zu Bett, den Körper rein halten, Wasser, Seife und Kamm nicht sparen, Zähne täglich reinigen. Bei Tisch nicht wählerisch sein und essen lernen was geboten wird.“

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Es waren meist Parteien oder weltanschaulich geprägte Vereine, die noch vor dem ersten Weltkrieg begannen Ferienkolonien zu gründen, um armen, erholungsbedürftigen Kindern einen Urlaub auf dem Land zu ermöglichen. Zu den traditionsreichsten Heimen in Vorarlberg gehören die Dornbirner Ferienkolonie Maien in Schwarzenberg und die Lustenauer Ferienkolonie in Oberbildstein, die beide noch heute als Ferienheime betrieben werden.
Junker-Jonas Schlösslehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#junker-jonasschlössleFri, 14 Sep 2018 08:20:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Das Schlössle, ein Kleinod

So lautete eine Zeile aus einem Gedicht des Götzner Mundartdichter Rudi Kurzemann (1932-2008), das sich dem Junker-Jonas Schlössle widmete, das 2004 nach der Renovierung wieder in neuem Glanz erstrahlte. Das historische Gebäude dürfte ca. 1584 von Leonhard Jonas II., Vogteiverwalter der Herrschaft Neuburg gebaut worden sein. Das Baujahr konnte nicht anhand von Urkunden sondern nur mit Hilfe der Dendrochronologie ermittelt werden, wo anhand der Jahresringe ermittelt werden kann, wann die Bäume für das verwendete Bauholz gefällt wurden.


Die Adelsfamilie der Jonas erlosch 1741 mit dem Tod von Maria Ursula. 1844 wurde das Schlösschen umgebaut und aus dem ehemaligen Adelssitz wurde ein Mehrparteienhaus.

Da in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts der Erhalt des Schlösschens durch den desolaten Zustand immer mehr gefährdet schien, bemühte sich die Marktgemeinde Götzis alle Wohnanteile zu erwerben.

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde lange nur notdürftig in Stand gehalten. So konnte 1977 das Dach saniert werden und 1982 wurde der Turm eingerüstet.

Seit dem Jahr 1999 beschäftigte sich die Marktgemeinde Götzis intensiv mit einer Generalsanierung. Die Nutzung war zunächst unklar: das Schloss hätte sich auch für die Gastronomie und als Heimatmuseum angeboten.

Das Ziel war es, das sanierte Gebäude möglichst vielen Menschen zu öffnen: daher fiel die Entscheidung, es zum Veranstaltungs- und Seminarzentrum auszubauen. Dadurch konnte mit der Alten Kirche und der Kulturbühne AMBACH ein Kulturzentrum von überregionaler Bedeutung entstehen.

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So lautete eine Zeile aus einem Gedicht des Götzner Mundartdichter Rudi Kurzemann (1932-2008), das sich dem Junker-Jonas Schlössle widmete, das 2004 nach der Renovierung wieder in neuem Glanz erstrahlte. Das historische Gebäude dürfte ca. 1584 von Leonhard Jonas II., Vogteiverwalter der Herrschaft Neuburg gebaut worden sein. Das Baujahr konnte nicht anhand von Urkunden sondern nur mit Hilfe der Dendrochronologie ermittelt werden, wo anhand der Jahresringe ermittelt werden kann, wann die Bäume für das verwendete Bauholz gefällt wurden.
Landwirtschaftsschule Hohenemshttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#landwirtschaftsschulehohenemsTue, 11 Sep 2018 10:35:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Wozu eine neue Schule, wenn es keine Schüler mehr gibt?

Diese Frage stellte man sich in Vorarlberg, als trotz stark sinkender Schülerzahlen in der Mehrerauer Landwirtschaftsschule, als Ersatz eine neue Landwirtschaftsschule in Hohenems gebaut werden sollte. Trotz aller Bedenken berechnete die Schulabteilung des Landes die Zahl der jährlichen Neueintritte mit ca. 160 Schülern. Der damalige Direktor Herbert Fill formulierte 1975 in einem Artikel die Ziele der Schule: „Vorarlberg braucht Bauern und nicht Farmer. Es braucht Menschen die befähigt sind, das Bergland zu bewirtschaften. Es ist den zukünftigen Bauern in erster Linie ein Einblick in die Wunderwelt der Natur zu geben. Das Ziel ist der lebensgerecht denkende Landwirt, eben der Bauer“.


Die landwirtschaftliche Fachschule Mehrerau, die dort 1920 gegründet wurde.

In einem Architekturwettbewerb für die neue Schule ging das Büro Pfeifer aus Schruns als Sieger hervor. Die damalige Marktgemeinde Hohenems stellte einen Baugrund auf dem gemeindeeigenen Gutshof Rheinhof zur Verfügung.

Da kein fester Untergrund vorhanden war, mussten die Gebäude auf Piloten errichtet werden. Insgesamt wurden 2.650 Laufmeter Pfähle verbaut, um die Stabilität zu garantieren.

Für das erste Schuljahr wurden wie geplant 161 Anmeldungen verzeichnet. Auch die 114 Internatsplätze waren bereits im ersten Schuljahr ausgebucht.

Der indonesische Botschafter Abdullah Kamil besuchte 1976 das Vorzeigeprojekt. Direktor Herbert Fill führte den Gast durch den Internatstrakt.

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Diese Frage stellte man sich in Vorarlberg, als trotz stark sinkender Schülerzahlen in der Mehrerauer Landwirtschaftsschule, als Ersatz eine neue Landwirtschaftsschule in Hohenems gebaut werden sollte. Trotz aller Bedenken berechnete die Schulabteilung des Landes die Zahl der jährlichen Neueintritte mit ca. 160 Schülern. Der damalige Direktor Herbert Fill formulierte 1975 in einem Artikel die Ziele der Schule: „Vorarlberg braucht Bauern und nicht Farmer. Es braucht Menschen die befähigt sind, das Bergland zu bewirtschaften. Es ist den zukünftigen Bauern in erster Linie ein Einblick in die Wunderwelt der Natur zu geben. Das Ziel ist der lebensgerecht denkende Landwirt, eben der Bauer“.
ORF Landesstudio Vorarlberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#orflandesstudiovorarlbergFri, 7 Sep 2018 09:25:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Der ORF eröffnet das Landesstudio

Das Österreichische Rundfunkgesetz von 1966 legt die föderalistische Struktur als eine der Existenzgrundlagen des ORF fest. Gerd Bacher, 1969 Generalintendant bekräftigt die Bedeutung der Landesstudios: „Die Landesstudios sind ein unentbehrlicher Bestandteil der politischen und kulturellen Landschaft der jeweiligen Region. Sie zugunsten eines zentralistischen Konzepts zu opfern, hieße, der geistigen Verprovinzialisierung Österreichs Vorschub zu leisten; mit dem Studio entfiele einer der wesentlichsten Auftrag- und Impulsgeber der schöpferischen Kräfte eines Bundeslandes.“


1969 werden zeitgleich die Pläne für die neuen Landestudios in Dornbirn, Innsbruck, Salzburg und Linz präsentiert. Nach einem Wettbewerb wurde als Architekt für alle vier Häuser Gustav Peichl ausgewählt.

Bei der Eröffnungsfeier 1972 wurde der langjährige Generalintendant des ORF Gerd Bacher (1925-2015) geehrt. Das „Goldene Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg“ wurde ihm von Karl Tizian (1915-1985) überreicht. Er war damals Bürgermeister von Bregenz sowie Landtagspräsident.

Die kirchliche Weihe des Vorarlberger Landesstudios nahmen der katholische Bischof Bruno Wechner und der evangelische Kirchenrat Gerhard Wiesner vor. Unter den Ehrengästen (ganz rechts) auch Landesrat Rudolf Mandl, damals zuständig für Finanzen und Hochbau.

Das architektonische Prinzip von Gustav Peichl (1928-) beruht auf der kreisförmigen Organisation der Anlage, um alle Sektoren auf engstem Raum zu gruppieren und sich in den Randbereichen Möglichkeiten zur Erweiterung freizuhalten.

1982 wurde das 10-jährige Jubiläum des Landesstudios gefeiert. Es moderierten Ernst-Wolfram Marboe (1938-2012, Fernsehintendant) und Hans-Peter Link.

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Das Österreichische Rundfunkgesetz von 1966 legt die föderalistische Struktur als eine der Existenzgrundlagen des ORF fest. Gerd Bacher, 1969 Generalintendant bekräftigt die Bedeutung der Landesstudios: „Die Landesstudios sind ein unentbehrlicher Bestandteil der politischen und kulturellen Landschaft der jeweiligen Region. Sie zugunsten eines zentralistischen Konzepts zu opfern, hieße, der geistigen Verprovinzialisierung Österreichs Vorschub zu leisten; mit dem Studio entfiele einer der wesentlichsten Auftrag- und Impulsgeber der schöpferischen Kräfte eines Bundeslandes.“
Heumahd im Hochgebirgehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#heumahdimhochgebirgeTue, 4 Sep 2018 09:20:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Gefährliche und mühevolle Bauernarbeit

Über mehrere Jahrhunderte hinweg war es bei den Vorarlberger Bergbauern üblich und notwendig, auf abgelegenen und steilen Bergmähdern Futtermittel in Form von Heu zu gewinnen, um den Viehbestand über den Winter durchfüttern zu können. Oft wurden jene Gebiete zur Heumahd benutzt, die für die Beweidung mit Tieren zu steil oder zu gefährlich waren. Seit Anfang der 1950er Jahre wurden immer mehr Mähder wegen Unrentabilität der Natur überlassen. Heute bestehen nur noch wenige hochalpine Berg- und Streumähder, und diese oft auch nur, weil sie mit Hilfe von motorisierten Gerätschaften bewirtschaftet werden können.


Mit Hilfe eines Wetzsteines, den man in einem wassergefüllten Wetzkumpf mit sich führte, wurde die Schneide der Sense regelmäßig nachgeschärft.

Bergbauer beim Mähen mit Blick zum Widderstein.

Zum Trocknen wurde das Heu auf Heinzen aufgehängt.

Das getrocknete Heu wurde auf Kopf und Rücken zur nächstgelegenen Heuhütte getragen.

Ausbringung von Dünger in Schröcken im Jahr 1942. Im Hintergrund Mohnenfluh und Braunarlspitze.

Bauer im Pazüeltal (Zürs) beim Abtransport des Heus mittels Horner im Winter 1940.

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Über mehrere Jahrhunderte hinweg war es bei den Vorarlberger Bergbauern üblich und notwendig, auf abgelegenen und steilen Bergmähdern Futtermittel in Form von Heu zu gewinnen, um den Viehbestand über den Winter durchfüttern zu können. Oft wurden jene Gebiete zur Heumahd benutzt, die für die Beweidung mit Tieren zu steil oder zu gefährlich waren. Seit Anfang der 1950er Jahre wurden immer mehr Mähder wegen Unrentabilität der Natur überlassen. Heute bestehen nur noch wenige hochalpine Berg- und Streumähder, und diese oft auch nur, weil sie mit Hilfe von motorisierten Gerätschaften bewirtschaftet werden können.
Schloss Hofenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#schlosshofenMon, 20 Aug 2018 10:20:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Vom Residenzschloss zum Zentrum für Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung

Das von Hans Gaudenz von Raitenau und seinem Sohn Hans Werner zwischen 1585 und 1616 erbaute Schloss, wurde 1908 von den Barmherzigen Schwestern vom Orden des hl. Vinzenz von Paul aus Zams erworben. Sie führten darin ein Heim für geistig behinderte Kinder. Nachdem es 1929 vom Land angekauft und für eine Mädchenerziehungsanstalt zur Verfügung gestellt worden war, wurde diese von den Schwestern bis 1936 geleitet. 1951 erwarb die Kammer der Gewerblichen Wirtschaft das Gebäude und die benutzte es als Berufsschule für das Gastgewerbe mit angeschlossenem Internat. 1972 wurde es neuerlich vom Land übernommen und von 1976 bis 1981 generalsaniert. Seit 1991 wird es als „Zentrum für Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung“ geführt.


Im Ersten Weltkrieg diente es als Reservespital und danach als Erholungsheim für Soldaten.

Eines der zahlreichen Seminare, das Uni. Prof. Dr. Gerhard Wanner in Schloss Hofen abhielt.

Bischof Bruno Wechner weihte am 28. November 1981 im Beisein der Landesregierung das generalsanierte Gebäude.

Alte, spätgotische Hauskapelle. Mit ihrem teilweise bemalten Kreuzgratgewölbe stellt sie heute einen der schönsten Seminarräume dar.

Im Jahr 1986 fanden in Schloss Hofen die Universitätstage statt. Unter anderem mit Kurt Georg Kiesinger und Herbert Keßler.

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Das von Hans Gaudenz von Raitenau und seinem Sohn Hans Werner zwischen 1585 und 1616 erbaute Schloss, wurde 1908 von den Barmherzigen Schwestern vom Orden des hl. Vinzenz von Paul aus Zams erworben. Sie führten darin ein Heim für geistig behinderte Kinder. Nachdem es 1929 vom Land angekauft und für eine Mädchenerziehungsanstalt zur Verfügung gestellt worden war, wurde diese von den Schwestern bis 1936 geleitet. 1951 erwarb die Kammer der Gewerblichen Wirtschaft das Gebäude und die benutzte es als Berufsschule für das Gastgewerbe mit angeschlossenem Internat. 1972 wurde es neuerlich vom Land übernommen und von 1976 bis 1981 generalsaniert. Seit 1991 wird es als „Zentrum für Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung“ geführt.
Ein Museum für Vorarlberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#einmuseumfürvorarlbergTue, 7 Aug 2018 08:20:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Das vorarlberg museum

In seiner Eröffnungsrede für das Vorarlberger Landesmuseum am Bregenzer Kornmarkt sprach 1905 der damalige Landesarchivar Viktor Kleiner: „Dass wir heute dieses schöne Gebäude beziehen können, danken wir aber auch dem emsigen Eifer des Herrn Architekten Georg Baumeister, der im Vereine mit allen Handwerksmeistern nicht Zeit und Mühe scheute, diesen herrlichen Bau zur Ehre des Landes, zur Zierde der Stadt zu erstellen, als ein dauerndes Denkmal der Pietät, der Opferwilligkeit und des Patriotismus.“ Treibende Kraft für den Bau war der 1857 gegründete Landesmuseumsverein, der bis heute existiert.


Anischtskarte, um 1910

Bevor die Sammlungen in das neue Gebäude am Kornmarkt umziehen konnten, waren sie auf die Maurachgasse und die heutige Kaspar-Hagen-Straße in Bregenz verteilt.

Am 15. Oktober 1960 wurde das Vorarlberger Landesmuseum neu eröffnet. Neben der neuen Fassade wurde auch das Gebäudeinnere einer Totalrenovierung unterzogen. Dazu gehörten eine neue Raumaufteilung, die Entfeuchtung der Keller sowie der Einbau neuer Fenster und einer neuen Heizung.

1964/65 wurden in Bregenz Vorkloster als Außenstelle des Landesmuseums die Studiensammlungs- und Werkststättengebäude (STUSAG) errichtet. Bauliche Erweiterungen 1979 und 1995 sollten den Platzmangel des Museum lindern.

Links: Dr. Elmar Vonkank, langjähriger Direktor des Vorarlberger Landesmuseums von 1948 bis 1986, hier in einer Baugrube am Bregenzer Leutbühel, wo er die Ausgrabungen der römischen Hafenmauer inspiziert.

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In seiner Eröffnungsrede für das Vorarlberger Landesmuseum am Bregenzer Kornmarkt sprach 1905 der damalige Landesarchivar Viktor Kleiner: „Dass wir heute dieses schöne Gebäude beziehen können, danken wir aber auch dem emsigen Eifer des Herrn Architekten Georg Baumeister, der im Vereine mit allen Handwerksmeistern nicht Zeit und Mühe scheute, diesen herrlichen Bau zur Ehre des Landes, zur Zierde der Stadt zu erstellen, als ein dauerndes Denkmal der Pietät, der Opferwilligkeit und des Patriotismus.“ Treibende Kraft für den Bau war der 1857 gegründete Landesmuseumsverein, der bis heute existiert.
Der Hüterbubhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#derhüterbubMon, 6 Aug 2018 08:25:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Flink, fleißig und nicht zu vorlaut sollte er sein

Zu einer Zeit als man noch keinen elektrischen Weidezaun kannte, war der Dienst des Hüterbuben sehr gefragt. War in der Bauernfamilie kein eigener Bub, so wurde ein solcher aus der Nachbarschaft oder aus der Verwandtschaft geholt. Auch kamen Hüterbuben gerne aus kinderreichen Familien, wo man froh war, einen Esser weniger am Tisch zu haben. Seiner Verantwortung stets bewusst, genoss es der Hüterbub, wenn seine Herde friedlich in der Sonne auf der Weide graste. Doch bei schlechtem Wetter hörte die Hirtenromantik auf: Von Wind, Wetter und Kälte überrascht blieb den Buben oft nichts anderes übrig, als ihre kalten Füße in einer warmen Kuhflade zu wärmen.


Hüterbub mit einer Rinderherde in Schröcken.

Aufnahme von 1953 am Golm. Im Hintergrund Blick zu den Drei Türmen und zur Drusenfluh.

Ziegenhirte im Jahr 1939 am Almajurjoch zwischen Kaisers und St. Anton am Arlberg.

Auch die Körperpflege durfte nicht zu kurz kommen. Handwäsche eines Pfisters auf der Alpe Geißtobel in Egg.

Ist der Almsommer für Mensch und Tier ohne tödliche Unfälle verlaufen, werden die Tiere für den Alpabtrieb kunstvoll geschmückt.

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Zu einer Zeit als man noch keinen elektrischen Weidezaun kannte, war der Dienst des Hüterbuben sehr gefragt. War in der Bauernfamilie kein eigener Bub, so wurde ein solcher aus der Nachbarschaft oder aus der Verwandtschaft geholt. Auch kamen Hüterbuben gerne aus kinderreichen Familien, wo man froh war, einen Esser weniger am Tisch zu haben. Seiner Verantwortung stets bewusst, genoss es der Hüterbub, wenn seine Herde friedlich in der Sonne auf der Weide graste. Doch bei schlechtem Wetter hörte die Hirtenromantik auf: Von Wind, Wetter und Kälte überrascht blieb den Buben oft nichts anderes übrig, als ihre kalten Füße in einer warmen Kuhflade zu wärmen.
Der Triumph der Zauberflötehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dertriumphderzauberflöteMon, 23 Jul 2018 11:20:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Bregenzer Festspiele 1985

Die Salzburger Nachrichten schrieben nach der Premiere: „Savary macht Spektakel, einen wunderbaren magischen Zirkus, aber man sieht und hört immer auch Mozarts Zauberflöte mit alten vertrauten Melodien und einem behutsam pointierten Dialog. Der Erfolg der Zauberflöte bestärkte die Verantwortlichen, den neu eingeführten Zweijahresrhythmus der Inszenierungen beizubehalten und so die Investitionen in die Bühne auf einen längeren Zeitraum zu verteilen.


Im November 1985 lag die Seebühne unter einer dicken Schneedecke. Erstmals musste die Seebühne einen Winter überdauern, da der Rhythmus umgestellt und nur noch alle zwei Jahre eine neue Seeaufführung produziert wurde.

Anlässlich der Seeaufführung wurde jedes Jahr eine Ansichtskarte produziert. Im Jahr 1985 produziert von Foto Branz, Lustenau.

Die Limousine mit dem Kennzeichen „V1“ wartet beim Hotel Schwärzler, das über viele Jahre hinweg den Bundespräsidenten beherbergte, auf Rudolf Kirchschläger.

Der neue Rhythmus erlaubte es den Bühnenbildnern vermehrt kostspielige Spezialeffekte einzusetzen. Für den feuerspeienden Drachen, der während der Aufführung scheinbar schwerelos durch die Lüfte schwebt, musste eine genehmigungspflichtige Seilbahn errichtet werden.

Fester Bestandteil der Festspieleröffnung war auch immer die Abnahme einer Militärparade, hier durch Bundespräsident Kirchschläger und Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager, damals noch FPÖ, später Liberales Forum.

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Die Salzburger Nachrichten schrieben nach der Premiere: „Savary macht Spektakel, einen wunderbaren magischen Zirkus, aber man sieht und hört immer auch Mozarts Zauberflöte mit alten vertrauten Melodien und einem behutsam pointierten Dialog. Der Erfolg der Zauberflöte bestärkte die Verantwortlichen, den neu eingeführten Zweijahresrhythmus der Inszenierungen beizubehalten und so die Investitionen in die Bühne auf einen längeren Zeitraum zu verteilen.
Carmen – anno dazumalhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#carmen–annodazumalFri, 20 Jul 2018 10:25:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Diese Saison wird Carmen bereits das dritte Mal auf der Seebühne gezeigt.

1974 wurde auf der Seebühne erstmals Bizets „Carmen“ aufgeführt und Walter Lingenhöle schreibt dazu: „dass diese mit hinreißender Leidenschaft erfüllte Oper es den sonst nüchtern-spießbürgerlichen Bregenzern angetan hat. Wochenlang sprach man von diesem einmaligen musikalischen Erlebnis.“ Aufgrund des guten Wetters konnten immerhin 11 der geplanten 14 Seeaufführungen abgehalten werden. 1991 wurde „Carmen“ ein zweites Mal gespielt, nun aber schon auf der viel größeren Bühne vor dem Festspielhaus.


Die Bühne für „Carmen“ befand sich 1974 noch vor dem alten Strandbad. Die Inszenierung von Paul Vasil war damals ein großer Publikumserfolg.

„Carmen“ konnte 1992 auch im zweiten Jahr eine hundertprozentige Publikumsauslastung verzeichnen, was sogar zu Überlegungen führte die Produktion ein drittes Jahr zu verwenden. Es setzten sich dann aber die künstlerischen Argumente gegen die kommerziellen durch und somit kam es 1993 zur Neuproduktion von „Nabucco“.

Nicht zuletzt aus akustischen Gründen wurde die Arenabühne von zwei riesigen Felswänden im Hintergrund begrenzt. Um die optische Wirkung der Bühnenfelsen zu erhöhen, wurden im Wallis Abdrücke eines Felsens genommen und auf der Bühne reproduziert.

Bundespräsident Thomas Klestil mit Gattin, Maria Gasser, Gattin von Siegfried Gasser, und ganz links Margot Löffler, spätere 2. Ehefrau von Thomas Klestil, machen anlässlich der Eröffnung 1992 einen Spaziergang am Bregenzer Bodenseeufer.

Die Tanzformation des gebürtigen Ecuadorianers Rafael Aguilar (1929-1995) zeigte bei der Eröffnung 1992 eine Kostprobe ihres Könnens.

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1974 wurde auf der Seebühne erstmals Bizets „Carmen“ aufgeführt und Walter Lingenhöle schreibt dazu: „dass diese mit hinreißender Leidenschaft erfüllte Oper es den sonst nüchtern-spießbürgerlichen Bregenzern angetan hat. Wochenlang sprach man von diesem einmaligen musikalischen Erlebnis.“ Aufgrund des guten Wetters konnten immerhin 11 der geplanten 14 Seeaufführungen abgehalten werden. 1991 wurde „Carmen“ ein zweites Mal gespielt, nun aber schon auf der viel größeren Bühne vor dem Festspielhaus.
Ich erkläre die Bregenzer Festspiele für eröffnethttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#icherklärediebregenzerfestspielefüreröffnetMon, 16 Jul 2018 10:15:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Bregenzer Festspiele, Eröffnungen

Die Eröffnung der Bregenzer Festspiele ist seit vielen Jahren ein gesellschaftliches Ereignis, das viel Prominenz aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland anlockt. Es hat Tradition, dass der österreichische Bundespräsident und oft auch der Bundeskanzler und mehrere Minister aus Wien anreisen. Zum Empfang auf dem Symphonikerplatz ist traditionell auch die Bevölkerung eingeladen, die sich dann unter die geladenen Gäste mischt.


Eröffnung der Bregenzer Festspiele 1983: zu den Politikern Fritz Mayer, Rudolf Kirchschläger und Herbert Kessler gesellen sich auch die neuen Leiter der Bregenzer Festspiele, Günter Rhomberg (von 1981 bis 2012 Präsident der Bregenzer Festspiele) sowie Alfred Wopmann, der 1982 zum künstlerischen Leiter bestellt wurde.

Bundespräsident Rudolf Kirchschläger und Silvius Magnago, Landeshauptmann von Südtirol, bei der Eröffnung 1983. Kirchschläger verband mit den Bregenzer Festspielen eine besondere Erinnerung, war doch die Eröffnung 1974 sein erster offizieller Termin als frisch angelobter Bundespräsident.

Eröffnung der Bregenzer Festspiele 1987: Josef Bertsch (1925-2000, Unternehmer und Präsident der Handelskammer), und Edith Mock, Gattin des damaligen österreichischen Außenministers Alois Mock. Die Handelskammer, heute Wirtschaftskammer, war langjähriger Förderer der Festspiele und steuerte von 1978 bis 1986 6,6 Millionen Schilling als finanzielle Unterstützung bei.

Bundespräsident Kurt Waldheim nimmt bei der Eröffnung 1991 die traditionelle Militärparade ab.

Bundespräsident Thomas Klestil und seine Gattin wurden 1992 von Landeshauptmann Martin Purtscher und Landesamtsdirektor Werner Brandtner am Flughafen in Altenrhein abgeholt.

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Die Eröffnung der Bregenzer Festspiele ist seit vielen Jahren ein gesellschaftliches Ereignis, das viel Prominenz aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland anlockt. Es hat Tradition, dass der österreichische Bundespräsident und oft auch der Bundeskanzler und mehrere Minister aus Wien anreisen. Zum Empfang auf dem Symphonikerplatz ist traditionell auch die Bevölkerung eingeladen, die sich dann unter die geladenen Gäste mischt.
Gasthaussterben schon 1925?http://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#gasthaussterbenschon1925?Mon, 25 Jun 2018 09:32:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Das Vorarlberger Tagblatt berichtete am 23. Dezember 1925

„In der Großgemeinde Feldkirch befinden sich derzeit 57 Gasthäuser, ein Gassenschank und eine Kantine, zusammen 59 Gaststätten. Es kommt also in der Großgemeinde Feldkirch auf rund 200 Einwohner ein Gasthaus. Eigentlich nicht übermäßig viel, obwohl auch diese Gasthäuser derzeit nicht immer mit dem Absatze zufrieden sein dürften. Von diesen 59 Gaststätten befinden sich in Feldkirch selbst 25, in der früheren Gemeinde Altenstadt 26, und zwar in Altenstadt selbst 6, in Levis 7, in Gisingen 6, in Nofels 5, in Fresch und Bangs je 1, dann in Tisis 4 und in Tosters auch 4.“ Es soll früher in der eigentlichen Stadt noch mehr Gasthäuser gegen haben.


Der „Engel“ in Tisis. In der christlichen Symbolik wird dem Evangelisten Matthäus ein „Engel“ zugeordnet.

Das Gasthaus „Schäfle“ in Altenstadt besaß bis 1914 eine eigene Brauerei und bis in die Mitte der 1980er Jahre befand sich im Erdgeschoß des Seitentraktes eine Metzgereifiliale.

Das Gasthaus „Löwen“ in Tosters kann auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken.

Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das um 1800 eröffnete „Gasthaus zur Sonne“ 1968 geschlossen.

Schon die Römer sollen die Heilquelle benutzt haben. Das heutige Kneipp-Kurhaus Bad Nofels wurde 1904 von Josef Biedermann errichtet.

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„In der Großgemeinde Feldkirch befinden sich derzeit 57 Gasthäuser, ein Gassenschank und eine Kantine, zusammen 59 Gaststätten. Es kommt also in der Großgemeinde Feldkirch auf rund 200 Einwohner ein Gasthaus. Eigentlich nicht übermäßig viel, obwohl auch diese Gasthäuser derzeit nicht immer mit dem Absatze zufrieden sein dürften. Von diesen 59 Gaststätten befinden sich in Feldkirch selbst 25, in der früheren Gemeinde Altenstadt 26, und zwar in Altenstadt selbst 6, in Levis 7, in Gisingen 6, in Nofels 5, in Fresch und Bangs je 1, dann in Tisis 4 und in Tosters auch 4.“ Es soll früher in der eigentlichen Stadt noch mehr Gasthäuser gegen haben.
Fernsehsignal für Vorarlberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#fernsehsignalfürvorarlbergSat, 23 Jun 2018 09:50:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Die Überwindung des Arlbergs stellt nicht nur für den Verkehr eine Herausforderung dar, sondern auch für die Funktechnik. Aus diesem Grund wurde zwischen den Jahren 1955 und 1957 von der Post- und Telegraphenverwaltung eine Richtfunkstrecke zwischen Tirol und Vorarlberg erbaut. Diese diente ursprünglich zur Übertragung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen sowie Ferngesprächen. Zur Zeit der Errichtung war diese Anlage weltweit einzigartig, da man erstmals eine sehr große Entfernung überbrückte und mit dem passiven Relais auf der Valluga eine Signalumlenkung von über 130 Grad erreichte.


Das Signal wurde vom Patscherkofel aus über eine Richtfunkanlage am Zugspitzgrat Richtung Vorarlberg gesendet.

Auf der Valluga wurde ein doppeltes passives Umlenkspiegelsystem errichtet, um die elektrischen Anlangen an einem leichter zugänglichen Ort unterbringen zu können.

Die von den benachbarten Richtfunkstationen Zugspitze und Pfänder kommenden Funkwellen werden mittels der Umlenkspiegel auf der Valluga zur Richtfunkstation bei der Ulmer Hütte (Klösterle) geführt.

Die Sendeanlage Pfänder ging am 19. Juni 1959 offiziell in Betrieb. Bis dahin empfingen die Vorarlberger Fernsehzuschauer nur das Deutsche und das Schweizer Programm.

Schon 1954 wurde auf dem Messegelände in Dornbirn für den Fernsehfunk geworben.

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Die Überwindung des Arlbergs stellt nicht nur für den Verkehr eine Herausforderung dar, sondern auch für die Funktechnik. Aus diesem Grund wurde zwischen den Jahren 1955 und 1957 von der Post- und Telegraphenverwaltung eine Richtfunkstrecke zwischen Tirol und Vorarlberg erbaut. Diese diente ursprünglich zur Übertragung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen sowie Ferngesprächen. Zur Zeit der Errichtung war diese Anlage weltweit einzigartig, da man erstmals eine sehr große Entfernung überbrückte und mit dem passiven Relais auf der Valluga eine Signalumlenkung von über 130 Grad erreichte.
Export- und Musterschau Dornbirnhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#export-undmusterschaudornbirnTue, 19 Jun 2018 09:50:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Dornbirner Messe

Nachdem sich Dornbirn erfolgreich gegen die Konkurrenz aus Feldkirch durchgesetzt hatte, fiel am 20. Jänner 1949 der endgültige Beschluss die „Export- und Mustermesse“ in Dornbirn abzuhalten. Die Stadt verfügte über keine Messetradition und nur die Textilbetriebe wie Hämmerle, Rhomberg oder Fussenegger waren überregional bekannt. Daher wurde die Messe intensiv beworben: einige Tage vor Beginn wurde etwa ein Sonderflug veranstaltet, bei dem über der benachbarten Ostschweiz, in Liechtenstein und in Vorarlberg rund 50.000 Einladungen abgeworfen wurden.


Im Zentrum von Dornbirn entstand um die Realschule ein Messegelände mit über 23.000 m², wovon 9.000 gedeckt und 14.000 als Freigelände verwendet wurden. Für die Gastronomie wurde ein 36 x 56 Meter großes Wirtschaftszelt errichtet. Das Zelt war darauf ausgerichtet täglich bis zu 15.000 Besucher zu versorgen.

Das Freigelände wurde dafür genutzt wetterfeste Schaustücke zu präsentieren. So wurde in acht Stunden das Holz-Musterhaus einer Dornbirner Firma errichtet.

Die erste Export- und Mustermesse war an den Besucherzahlen gemessen ein voller Erfolg. Im Abschlussbericht des Veranstalters war die Rede von ca. 160.000 Besuchern, wobei die Messe bereits am ersten Tag von 40.000 Menschen gestürmt wurde.

Die funktionierende Öffentlichkeitsarbeit kann man auch daran bemessen, dass über die Messe 1956 insgesamt 760 Artikel und Meldungen in der europäischen Presse erschienen sind.

Die Messe sollte auch helfen das Stadtbild zu verbessern, so wurde die Bevölkerung aufgefordert Hausgärten und Fenster zu schmücken oder sogar Häuser bis zur Ausstellung renovieren zu lassen.

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Nachdem sich Dornbirn erfolgreich gegen die Konkurrenz aus Feldkirch durchgesetzt hatte, fiel am 20. Jänner 1949 der endgültige Beschluss die „Export- und Mustermesse“ in Dornbirn abzuhalten. Die Stadt verfügte über keine Messetradition und nur die Textilbetriebe wie Hämmerle, Rhomberg oder Fussenegger waren überregional bekannt. Daher wurde die Messe intensiv beworben: einige Tage vor Beginn wurde etwa ein Sonderflug veranstaltet, bei dem über der benachbarten Ostschweiz, in Liechtenstein und in Vorarlberg rund 50.000 Einladungen abgeworfen wurden.
Scheib mir eine Karte...http://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#scheibmireinekarte...Tue, 19 Jun 2018 09:50:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Hopfreben

„Meine liebe Emma, Deine versprochene Karte habe ich nicht erhalten, bitte schreibe mir so bald als möglich nach Kreuzlingen, warum hast du mir nicht nach Schwarzenberg geschrieben. Ich schreibe Dir doch von jedem Orte, wo ich bin eine Karte. Sende mir doch auch Karten, dass meine Sammlung wächst, wie deine!! Nun lebe wohl. Grüße und Küsse von deiner treuen Freundin Molly. Denk wir gehen über einen Pass, der heißt Üntschlpass!! Das ist lustig.“ So der Text einer Postkarte, die 1897 aus Bad Hopfreben (Post Schoppernau) versandt wurde.


Im amtlichen österreichischen Bäderbuch von 1959 wird Bad Hopfreben in der Kategorie „Orte mit einfachen kalten Quellen“ geführt. Die Quellen waren 1677 schon bekannt und gehörten zum Besitz des Klosters Weingarten. 1791 wurde dann auf einem lawinensicheren Platz ein Badehaus errichtet.

1899 wurde der Altbau durch ein neues Gebäude ersetzt. Daneben gab es das Badehaus (Holzhaus) mit sieben einfachen Badekabinen, einer Ruheveranda mit 3 Betten sowie 6 Touristenzimmern im Obergeschoss.

Mit der Entwicklung des Automobilverkehrs erlebten auch abgelegene Bäder einen Aufschwung. Die übliche Anreise war allerdings auch 1959 noch die Anfahrt mit der Bregenzerwaldbahn nach Bezau und von dort weiter mit dem Autobus. Lange wurde der Gasthof in den Sommermonaten auch als Kinderferienheim der Stadt Bregenz genutzt.

Bad Hopfreben liegt inmitten des großen Vorsäßes Hinterhopfreben. Das Vorsäß ist eine landwirtschaftlich genutzte Grünlandfläche, die zwischen der Dauersiedlung und den Weideflächen der Alpen liegt. Es wird traditionell im Frühjahr und im Herbst als Weidefläche genutzt.

Die Hütte von Johann Moosbrugger 1952 in Hinterhopfreben. Weitere Gemeinvorsäße von Schopperau sind Armengemach, Schalzbach und Vorderhopfreben.

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„Meine liebe Emma, Deine versprochene Karte habe ich nicht erhalten, bitte schreibe mir so bald als möglich nach Kreuzlingen, warum hast du mir nicht nach Schwarzenberg geschrieben. Ich schreibe Dir doch von jedem Orte, wo ich bin eine Karte. Sende mir doch auch Karten, dass meine Sammlung wächst, wie deine!! Nun lebe wohl. Grüße und Küsse von deiner treuen Freundin Molly. Denk wir gehen über einen Pass, der heißt Üntschlpass!! Das ist lustig.“ So der Text einer Postkarte, die 1897 aus Bad Hopfreben (Post Schoppernau) versandt wurde.
Gaisbühelhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#gaisbühelWed, 30 Mai 2018 09:10:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Von der TBC-Heilstätte zum Flüchtlingsheim

Am 11. August 1920, nach nur dreijähriger Bauzeit, konnte die Heilstätte Gaisbühel eröffnet werden. Anfänglich nur für Heeresangehörige gedacht, wurden bereits im Januar 1921 die ersten zivilen Kranken aufgenommen. Die Betreuung der Kranken übernahmen die Schwestern vom Heiligen Kreuz in Tirol. Während des Zweiten Weltkrieges war hier ein Reserve-Lazarett für TBC kranke Wehrmachtsangehörige untergebracht. Am 1. Mai 1982 erfolgte die Einbeziehung des „Landes-Lungenkrankenhauses Gaisbühel“ in das LKH Feldkirch. 2008 wurde dann die „Pulmologische Abteilung Gaisbühel“ endgültig geschlossen. Seit ein paar Jahren wird das Gebäude als Flüchtlingsheim genutzt.


In den Jahren 1982/83 wurde das Gebäude generalsaniert. Die feierliche Wiedereröffnung erfolgte am 30. März 1984.

Pulmologische Abteilung.

Die bevorzugteste Therapie für die Tuberkulose war die Luftkur. Bei dieser mussten die Patienten täglich mehrere Stunden an der frischen Luft liegen.

Der Architekt Willi Braun, von dem auch die Pläne für Gaisbühel stammen, übernahm für fast drei Jahre die generelle Bauleitung.

Nach der Schließung 2008 wurde die Lungenheilkunde ins LKH Hohenems und die Interne E ins LHK Rankweil verlegt.

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Am 11. August 1920, nach nur dreijähriger Bauzeit, konnte die Heilstätte Gaisbühel eröffnet werden. Anfänglich nur für Heeresangehörige gedacht, wurden bereits im Januar 1921 die ersten zivilen Kranken aufgenommen. Die Betreuung der Kranken übernahmen die Schwestern vom Heiligen Kreuz in Tirol. Während des Zweiten Weltkrieges war hier ein Reserve-Lazarett für TBC kranke Wehrmachtsangehörige untergebracht. Am 1. Mai 1982 erfolgte die Einbeziehung des „Landes-Lungenkrankenhauses Gaisbühel“ in das LKH Feldkirch. 2008 wurde dann die „Pulmologische Abteilung Gaisbühel“ endgültig geschlossen. Seit ein paar Jahren wird das Gebäude als Flüchtlingsheim genutzt.
Die Hochwasserkatastrophe von 1910http://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diehochwasserkatastrophevon1910Tue, 29 Mai 2018 13:45:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

„Eine furchtbare Wasserkatastrophe hat das Land Vorarlberg am 14. und 15. Juli 1910 in nie dagewesener Weise heimgesucht. Blühende Dörfer und Landschaften wurden überschwemmt, die Ernte vernichtet, die Bevölkerung vielfach vor den Ruin gestellt. Die Ill und ihre Nebenflüsse, die Bregenzerach mit ihren Zuflüssen und andere Wildbäche haben in ihren Gebieten furchtbare Verheerungen angerichtet.“ Das berichtet Viktor Kleiner, Vorarlberger Landesarchivar von 1899 bis 1940 im Katholischen Volkskalender von 1911.


Die Macht der Ill zerstörte die Bludenzer Illwuhrungen fast vollständig. Der Mittelpfeiler der Brücke nach Bürs wurde massiv unterspült, was die Brücke schließlich zum Einsturz brachte.

Im Klostertal hauste die Alfenz in wilder Weise. Dalaas war durch vier Tage in Gefahr. Mehrere Brücken und Häuser wurden weggerissen und Schutt und Schlamm verschütteten die Felder. Teilweise hatte die Alfenz sich ein gänzlich neues Flussbett gesucht.

Feldkirch stand am Morgen des 15. Juni vollständig unter Wasser, die Fluten der Ill hatten das Städtchen in ein zweites Venedig verwandelt.

Da viele Bürger nicht aus ihren Häusern konnten, wurden von Bregenz eine Anzahl Schiffsbedienstete und neun Boote nach Feldkirch gebracht. Insgesamt mussten so über 500 Personen evakuiert werden.

Auf dem Kapf bot sich dem Auge ein schreckliches Bild. Die Wasserwerke an der Ill zerstört, die Brücke fortgerissen, die Zufahrtsstraße verschwunden, der Damm zwischen Ill und Fabrikskanal ebenfalls zerstört“.

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„Eine furchtbare Wasserkatastrophe hat das Land Vorarlberg am 14. und 15. Juli 1910 in nie dagewesener Weise heimgesucht. Blühende Dörfer und Landschaften wurden überschwemmt, die Ernte vernichtet, die Bevölkerung vielfach vor den Ruin gestellt. Die Ill und ihre Nebenflüsse, die Bregenzerach mit ihren Zuflüssen und andere Wildbäche haben in ihren Gebieten furchtbare Verheerungen angerichtet.“ Das berichtet Viktor Kleiner, Vorarlberger Landesarchivar von 1899 bis 1940 im Katholischen Volkskalender von 1911.
Wiege der Wasserkraft im Montafonhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#wiegederwasserkraftimmontafonTue, 22 Mai 2018 11:48:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Wasserkraftnutzung bei Vermunt

Schon seit dem Mittelalter wird im Montafon Energie aus Wasserkraft genutzt. Das Gebiet bietet sich durch große Höhenunterschiede und den Wasserreichtum besonders an. Im Jahr 1930 ging mit dem Vermuntwerk das erste Kraftwerk der Illwerke an das europäische Verbundnetz. Für das Anlegen von Transportwegen und Aufstiegshilfen, den Bau der Schmalspurbahn und den Kraftwerksbau mit der Vermuntsperre waren bis zu 1.800 Ingenieure und Bauleute eingesetzt. Mit dem Obervermuntwerk II ist derzeit ein weiteres Kraftwerk im Bau. Nach dessen Fertigstellung wird die maximale Turbinenleistung im Montafon mehr als 2 GW betragen.


Im April 1925 wurde der Bau des Vermuntwerks beschlossen. Bereits im Jahr 1930 konnte das Kraftwerk, noch vor Fertigstellung der Staumauer des Vermuntsees, in Betrieb genommen werden.

Die 50 Meter hohe Vermuntsperre wurde in den Jahren 1928 bis 1931 als Gewichtsstaumauer errichtet.

Für den wintersicheren Materialtransport wurde neben der Falldruckleitung ein Schrägaufzug vom Krafthaus Partenen zur Station Trominier erbaut.

Nach nur fünf Jahren Bauzeit konnte im Jahr 1943 das Obervermuntwerk I am Ufer des Vermuntsees in Betrieb genommen werden. Zur damaligen Zeit waren die verbauten 19-MVA-Drehstromgeneratoren die größten bis dahin in Österreich gefertigten Wasserkraftgeneratoren.

Das Obervermuntwerk I wird über eine 3,27 km lange, oberirdische Druckrohrleitung vom Silvretta-Stausee versorgt. Die Aufnahme vom November 1940 zeigt die Sockel noch ohne Druckrohrleitung.

Der Vermuntsee hat einen Nutzinhalt von 5,3 Millionen Kubikmetern und einen Energiegehalt von ca. 15 Millionen Kilowattstunden.

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Schon seit dem Mittelalter wird im Montafon Energie aus Wasserkraft genutzt. Das Gebiet bietet sich durch große Höhenunterschiede und den Wasserreichtum besonders an. Im Jahr 1930 ging mit dem Vermuntwerk das erste Kraftwerk der Illwerke an das europäische Verbundnetz. Für das Anlegen von Transportwegen und Aufstiegshilfen, den Bau der Schmalspurbahn und den Kraftwerksbau mit der Vermuntsperre waren bis zu 1.800 Ingenieure und Bauleute eingesetzt. Mit dem Obervermuntwerk II ist derzeit ein weiteres Kraftwerk im Bau. Nach dessen Fertigstellung wird die maximale Turbinenleistung im Montafon mehr als 2 GW betragen.
Gruß von Fluh bei Bregenzhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#grußvonfluhbeibregenzMon, 14 Mai 2018 08:15:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland wurden im September 1938 durch den Vorarlberger Landeshauptmann die Gemeinden Bregenz, Kennelbach, Lochau, Eichenberg und Fluh zur Stadtgemeinde Bregenz zusammengefasst. 1946 verabschiedete der Vorarlberger Landtag ein Gesetz, wonach Volksabstimmungen entscheiden sollten, ob die neuen Gemeindeeinteilungen auch nach dem Krieg Bestand haben sollten. Während Lochau, Kennelbach und Eichenberg mit großer Mehrheit für die Selbständigkeit votierten, stimmten die Fluher für den Verbleib bei Bregenz. Bei 92 Wahlberechtigten stimmten 69 für den Verbleib, 12 für die Selbständigkeit. Am 8. Juni 1947 stimmten dann auch die restlichen Bregenzer dem Verbleib der Fluh zu, wobei die Wahlbeteiligung extrem niedrig war und nicht einmal 10 % erreichte.


Das Vorarlberger Volksblatt vermutete 1946, dass die Fluher für einen Verbleib bei Bregenz gestimmt hätten, weil die Bergparzelle über ein weitverzweigtes Straßen- und Wegenetz verfügte. Dieses zu erhalten wäre aus eigener Kraft kaum mehr möglich gewesen.

Der traditionsreiche Gasthof Halder, später Adler, ist im Jahr 1866 durch Blitzschlag und auch zu Neujahr 1914 abgebrannt. Nach langen Bemühungen der Stadt Bregenz ist der „Adler“ heute wieder ganzjährig als Wirtshaus geöffnet.

Am Ortsanfang der Bergparzelle Fluh befand sich das „Gasthaus zur Traube“ (Steurer) mit seinen niederen bäuerlichen Stuben. In einem Nebengebäude mit einer großen Halle aus Holz konnten auch größere Veranstaltungen abgehalten werden.

Der Gasthof Traube wurde später abgerissen und an dessen Stelle 1964 der Berghof Fluh errichtet. Dieser wurde dann allerdings 1993 verkauft und zu einem Wohnhaus umgebaut.

Gegenüber der Pfarrkirche St. Wendelin, geweiht 1849, wurde vom Bregenzer Architekten Karl Sillaber (geb. 1932) das Pfarrheim errichtet. Sillaber gilt als einer der frühesten Vertreter der Vorarlberger Bauschule.

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Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland wurden im September 1938 durch den Vorarlberger Landeshauptmann die Gemeinden Bregenz, Kennelbach, Lochau, Eichenberg und Fluh zur Stadtgemeinde Bregenz zusammengefasst. 1946 verabschiedete der Vorarlberger Landtag ein Gesetz, wonach Volksabstimmungen entscheiden sollten, ob die neuen Gemeindeeinteilungen auch nach dem Krieg Bestand haben sollten. Während Lochau, Kennelbach und Eichenberg mit großer Mehrheit für die Selbständigkeit votierten, stimmten die Fluher für den Verbleib bei Bregenz. Bei 92 Wahlberechtigten stimmten 69 für den Verbleib, 12 für die Selbständigkeit. Am 8. Juni 1947 stimmten dann auch die restlichen Bregenzer dem Verbleib der Fluh zu, wobei die Wahlbeteiligung extrem niedrig war und nicht einmal 10 % erreichte.
In Memoriamhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#inmemoriamSat, 12 Mai 2018 08:15:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Rudolf Zündel

Es war dem Fotografen, Künstler, Grafiker und langjährigem Mitarbeiter der VN, Rudolf Zündel (1939-2018) ein großes Anliegen, dass sein fotografisches Lebenswerk, das mehr als 21.000 Fotos enthält, der Nachwelt erhalten bleibt. Leider durfte er es nicht mehr erleben, dass seine Fotos über das Portal der Vorarlberger Landesbibliothek veröffentlicht werden. Vor einigen Tagen konnten mit freundlicher Unterstützung der Vorarlberger Nachrichten die ersten Fotos aus seinem Nachlass online gestellt werden. Es sind vor allem Fotos über die engere Heimat Zündels, der zwar in Bezau geboren wurde, aber schon früh nach Schwarzach übersiedelte. Er war ein sensibler Beobachter von Veränderungen der Landschaft und im Ortsbild, so dokumentierte er etwa auch die Renovierung der Schwarzacher Pfarrkirche.


Die Pfarrkirche von Schwarzach wurde in den Jahren 1901 bis 1903 nach den Plänen von Peter Huter und Josef Kröner errichtet. Das schlichte, neugotische Gotteshaus erfuhr bis 1924 einige geringfügige Ausschmückungen, blieb dann aber bis 1975 unverändert. Nur provisorisch wurde die Kirche den Anforderungen des 2. Vatikanischen Konzils angepasst.

1975 wurde mit der Außenrestaurierung begonnen, bei der ursprünglich eine Erneuerung des gesamten Außenputzes geplant war. Letztlich wurde davon Abstand genommen, um die schön gemauerten Pfeiler- und Wandflächen sichtbar zu belassen.

Die Fundamente wurden bei der Innenrestaurierung freigelegt und gegen Feuchtigkeit isoliert. Das neue räumliche Konzept stellt nun den Volksaltar anstelle des Hochaltars in den Mittelpunkt der Kirche.

Feierlicher Einzug des neuen Pfarrers von Schwarzach. Anton Bereuter stammt aus Alberschwende und war viele Jahre Kaplan in Bregenz - St. Gallus bevor er nach Schwarzach wechselte. v.l.n.r. Dekan Roman Amann (1915-2011), Pfarrer Anton Bereuter und Pfarrer Herbert Spieler, später langjähriger Seelsorger in Frastanz.



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Es war dem Fotografen, Künstler, Grafiker und langjährigem Mitarbeiter der VN, Rudolf Zündel (1939-2018) ein großes Anliegen, dass sein fotografisches Lebenswerk, das mehr als 21.000 Fotos enthält, der Nachwelt erhalten bleibt. Leider durfte er es nicht mehr erleben, dass seine Fotos über das Portal der Vorarlberger Landesbibliothek veröffentlicht werden. Vor einigen Tagen konnten mit freundlicher Unterstützung der Vorarlberger Nachrichten die ersten Fotos aus seinem Nachlass online gestellt werden. Es sind vor allem Fotos über die engere Heimat Zündels, der zwar in Bezau geboren wurde, aber schon früh nach Schwarzach übersiedelte. Er war ein sensibler Beobachter von Veränderungen der Landschaft und im Ortsbild, so dokumentierte er etwa auch die Renovierung der Schwarzacher Pfarrkirche.
Die Schattenburghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dieschattenburgMon, 7 Mai 2018 08:15:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Das Wahrzeichen von Feldkirch

Der Name der Burg kommt von „schaten“ und bedeutet Schutz. Zu diesem Zweck wurde die Burg auch von Graf Hugo I. von Montfort um 1200 erbaut und war bis 1390 der Stammsitz der Grafen von Montfort. Danach kam sie in den Besitz der Habsburger. Mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, um- und ausgebaut, verlor die Burg mit dem Ende des 30 jährigen Krieges ihre militärische Bedeutung. Nach der Verlegung des Vogteiamtes 1773 in die Stadt wurde sie als Gefängnis genutzt. 1825, nachdem zahlreiche Abbruchversteigerungen erfolglos geblieben waren, erwarb die Stadt Feldkirch die Burg. Sie wurde als Kaserne, später als Armenhaus verwendet und ist seit 1916/17 Sitz des Feldkircher Heimatmuseums.


Graf Friedrich VII. von Toggenburg ließ umfangreiche Ausbauten an der Burg vornehmen. Weitere Um- und Ausbauten erfolgten im 15. und 17. Jh.

1938 kamen Pläne auf, die Schattenburg zu einer NS-Wehrburg umzubauen. Diese wurden jedoch nie umgesetzt.

Im Jahr 1912 wurde der „Museums- und Heimatschutz-Verein für Feldkirch und Umgebung“ gegründet. Er belebte die Burg wieder.

Im Jahr 1975 wurde der Schattenbergstraßentunnel eröffnet.

Mit der Eröffnung der Vorarlbergbahn im Jahr 1872 gab es erstmals eine Zugsverbindung zwischen Bregenz und Bludenz. Damit wurde Feldkirch zum Verkehrsknotenpunkt.

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Der Name der Burg kommt von „schaten“ und bedeutet Schutz. Zu diesem Zweck wurde die Burg auch von Graf Hugo I. von Montfort um 1200 erbaut und war bis 1390 der Stammsitz der Grafen von Montfort. Danach kam sie in den Besitz der Habsburger. Mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, um- und ausgebaut, verlor die Burg mit dem Ende des 30 jährigen Krieges ihre militärische Bedeutung. Nach der Verlegung des Vogteiamtes 1773 in die Stadt wurde sie als Gefängnis genutzt. 1825, nachdem zahlreiche Abbruchversteigerungen erfolglos geblieben waren, erwarb die Stadt Feldkirch die Burg. Sie wurde als Kaserne, später als Armenhaus verwendet und ist seit 1916/17 Sitz des Feldkircher Heimatmuseums.
Montafonerbahnhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#montafonerbahnSat, 5 Mai 2018 09:15:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Mit dem Zug ins Montafon

Das Vorarlberger Volksblatt berichtete am 18.12.1905: „Auf der Lokalbahn Bludenz-Schruns (Montafonerbahn) wird der öffentliche Verkehr am 18. Dezember d. Js. mit dem um 3 Uhr 10 Min nachmittags in Schruns abgehenden Zuge 814 aufgenommen.“ Nachdem die Standesvertretung 1890 den Bau der Montafonerbahn beschlossen hatte, erteilte der k.k. Handelsminister noch im selben Jahr die Bewilligung für die technischen Vorarbeiten. Die Energie für den Betrieb liefert das Elektrizitätswerk am Litzbach in Schruns, das 1895 errichtet und 1901 bereits erweitert wurde. Bis heute wurde immer wieder über eine Verlängerung der Bahnstrecke nachgedacht.


Normalspurige elektrische Lokalbahn Schruns - Bludenz. Station Schruns.

Landesrat Fredy Mayer (ganz rechts) besuchte am 2. März 1978 die Werkstätten der Montafonerbahn. Es begleiteten ihn (v.l.n.r.) Egon Mangeng, Harald Wekerle (Bürgermeister Schruns), Hermann Wilde und Guntram Juen.

Das verheerende Hochwasser vom Juni 1910 betraf ganz besonders das Montafon und den Walgau. Eine treibende Holzbrücke hatte dafür gesorgt, dass auch die eiserne Brücke der Montafonerbahn zerstört wurde. Erst 1911 war die Strecke nach Behebung der Schäden wieder durchgehend befahrbar.

Ein Gedicht von Otto Borger aus Schruns bejubelt, dass es auf der Montafonerbahn regelmäßig Sonderfahrten mit einer Dampflok gibt: „Aber jätz a jeder ka uf der Muntafunerbah im a Zug mit Dampf und Für gmuatli fahra, ger net tür.“

2001 wurde das Bahnhofsareal von Schruns umgebaut, um den Fahrkomfort mit der Bahn zu verbessern und das Umsteigen auf andere öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern. Das alte Bahnhofsgebäude wurde behutsam renoviert und durch einen neuen transparenten Baukörper für Fahrdienstleitung und Warteraum ergänzt.

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Das Vorarlberger Volksblatt berichtete am 18.12.1905: „Auf der Lokalbahn Bludenz-Schruns (Montafonerbahn) wird der öffentliche Verkehr am 18. Dezember d. Js. mit dem um 3 Uhr 10 Min nachmittags in Schruns abgehenden Zuge 814 aufgenommen.“ Nachdem die Standesvertretung 1890 den Bau der Montafonerbahn beschlossen hatte, erteilte der k.k. Handelsminister noch im selben Jahr die Bewilligung für die technischen Vorarbeiten. Die Energie für den Betrieb liefert das Elektrizitätswerk am Litzbach in Schruns, das 1895 errichtet und 1901 bereits erweitert wurde. Bis heute wurde immer wieder über eine Verlängerung der Bahnstrecke nachgedacht.
Die Landesfeuerwehrschulehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dielandesfeuerwehrschuleWed, 2 Mai 2018 08:55:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Großzügige Investition in die Sicherheit der Bevölkerung

Mit der Eröffnung der Landesfeuerwehrschule, dem Herzstück des Katastrophenzentrums in Feldkirch-Altenstadt, ging am 22. Juni 1985 ein großer Wunsch der Florianijünger in Erfüllung. Nach dem Grundsatz „Ausbildung ist Einsatzerfolg“ entstand in nur drei Jahren Bauzeit ein neues Ausbildungszentrum der Vorarlberger Feuerwehren. Zudem fanden im Komplex auch der Landesfeuerwehrverband, das Rote Kreuz, die Bergrettung, die Lawinenhundestaffel und der Vorarlberger Zivilschutzverband ein neues Zuhause. In der Zeit von Februar 2015 bis April 2016 wurde das Gebäude umfassend saniert und zu einem modernen Feuerwehrausbildungszentrum ausgebaut.


Landeshauptmann Herbert Keßler überreichte an Landesfeuerwehrinspektor Erwin Wiederin, den er als „Motor und Initiator“ des neuen Komplexes bezeichnet hatte, symbolisch den Schlüssel.

Drei Jahre wurde am Gebäudekomplex gebaut, wobei die Kosten etwa 100 Millionen Schilling betrugen.

Besichtigung der Atemschutzübungsstrecke durch Bundespräsident Kirchschläger am 23. Juli 1985, der damals modernsten ihrer Art in Österreich. v.l.n.r.: Siegfried Gasser, Maria Gasser, Rudolf Kirchschläger, Erwin Wiederin

„Beim Bau wurden hauptsächlich organische Baustoffe wie Ziegelwände und Holzdecken verbaut. Die Farbgebung – gelb und blau – verleiht dem Gebäude ein freundliches Erscheinungsbild“, so Siegfried Gasser im Jahr 1985.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung protestierten die Anrainer der Zufahrtsstraße von der B190 zum Katastrophenzentrum dagegen, dass das Gebäude eröffnet wurde, bevor die L152, die Verbindungstraße von der Autobahnabfahrt Rankweil nach Brederis in Angriff genommen wurde.

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Mit der Eröffnung der Landesfeuerwehrschule, dem Herzstück des Katastrophenzentrums in Feldkirch-Altenstadt, ging am 22. Juni 1985 ein großer Wunsch der Florianijünger in Erfüllung. Nach dem Grundsatz „Ausbildung ist Einsatzerfolg“ entstand in nur drei Jahren Bauzeit ein neues Ausbildungszentrum der Vorarlberger Feuerwehren. Zudem fanden im Komplex auch der Landesfeuerwehrverband, das Rote Kreuz, die Bergrettung, die Lawinenhundestaffel und der Vorarlberger Zivilschutzverband ein neues Zuhause. In der Zeit von Februar 2015 bis April 2016 wurde das Gebäude umfassend saniert und zu einem modernen Feuerwehrausbildungszentrum ausgebaut.
Ausflugstourismushttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#ausflugstourismusThu, 26 Apr 2018 09:45:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Der Sonntagsausflug ins Grüne

Ob Wanderungen, Spaziergänge, Verwandschaftsbesuche, Autoausfahrten oder gar eine Schifffahrt auf dem Bodensee: für viele Vorarlberger Familien gehörte es, oder gehört es noch heute zum guten Ton, am Sonntag mit der Familie etwas zu unternehmen. Stand nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem die Existenzsicherung im Vordergrund, änderte sich dies ab den 1950er Jahren. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erhöhte sich auch bei vielen Familien der „Freizeit-Etat“ und der Ausflug mit dem eigenen Auto konnte dann und wann mit einem Kaffeehaus- und Gasthausbesuch gekrönt werden. Wer kann sich nicht an solche Ausflüge erinnern?


Autofahrt in den Bregenzerwald 1939, im Hintergrund der Kirchturm von Schwarzenberg

Vom Hafen Bregenz legen noch heute die Ausflugsschiffe ab

Wandern in der Dornbirner Rappenlochschlucht

Der Pfänder, ein beliebtes Ausflugsziel. Seit 1927 ist der Pfänder mit einer der ältesten Seilschwebebahnen Österreichs erreichbar.

Die Karrenseilbahn wurde erst 1956 eröffnet und dann 1996 einer grundlegenden Modernisierung unterzogen.

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Ob Wanderungen, Spaziergänge, Verwandschaftsbesuche, Autoausfahrten oder gar eine Schifffahrt auf dem Bodensee: für viele Vorarlberger Familien gehörte es, oder gehört es noch heute zum guten Ton, am Sonntag mit der Familie etwas zu unternehmen. Stand nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem die Existenzsicherung im Vordergrund, änderte sich dies ab den 1950er Jahren. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erhöhte sich auch bei vielen Familien der „Freizeit-Etat“ und der Ausflug mit dem eigenen Auto konnte dann und wann mit einem Kaffeehaus- und Gasthausbesuch gekrönt werden. Wer kann sich nicht an solche Ausflüge erinnern?
Der Dornbirner Marktplatz im Wandel der Zeitenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#derdornbirnermarktplatzimwandelderzeitenTue, 13 Mrz 2018 13:05:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Der Marktplatz, dominiert von der Stadtpfarrkirche St. Martin, ist geprägt von Gasthäusern und Geschäften in teilweise alten Gebäuden sowie den zahlreichen Märkten und Veranstaltungen. Wer den Platz nur so kennt, kann sich fast nicht vorstellen, dass jahrzehntelang die Hauptstraße hier durchführte. In früheren Zeiten waren hier Pferdefuhrwerke, die Elektrische Bahn und Fußgänger unterwegs und ab den 1950er Jahren nahm der Autoverkehr immer mehr zu. Eine Wiederbelebung des Platzes konnte nur durch den Bau der Stadtstraße und der damit verbundenen Verlagerung des Verkehrs gelingen. Seitdem ist der Marktplatz wieder das, was er früher schon war: der Treffpunkt in Dornbirn.


Die jetzige Stadtpfarrkirche St. Martin wurde 1839/40 von Staatsbaumeister Martin Ritter von Kink errichtet.

Die Trasse der Elektrischen Bahn Dornbirn-Lustenau führte zwischen 1902 und 1938 auch über den Marktplatz. Hier in der Marktstraße.

Das Rote Haus ist das Wahrzeichen von Dornbirn. Michael Danner und seine Frau Verena errichteten 1639 das stattliche Haus, in dem auch oft die Gemeindepolitik verhandelt wurde.

Der Marktplatz in Richtung Dornbirner Sparkasse.

Das Geschäftshaus Johann Luger wurde 1901/02 vom Architekten Hanns Kornberger umgebaut. Aus dem Gasthof „Sonne” wurde ein Konfektionsgeschäft für Damen. Am 22.2.1987 brannte das Gebäude innen komplett aus.

Jahrelang war ein Polizist für die Regelung des Verkehrs auf dem Marktplatz zuständig.

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Der Marktplatz, dominiert von der Stadtpfarrkirche St. Martin, ist geprägt von Gasthäusern und Geschäften in teilweise alten Gebäuden sowie den zahlreichen Märkten und Veranstaltungen. Wer den Platz nur so kennt, kann sich fast nicht vorstellen, dass jahrzehntelang die Hauptstraße hier durchführte. In früheren Zeiten waren hier Pferdefuhrwerke, die Elektrische Bahn und Fußgänger unterwegs und ab den 1950er Jahren nahm der Autoverkehr immer mehr zu. Eine Wiederbelebung des Platzes konnte nur durch den Bau der Stadtstraße und der damit verbundenen Verlagerung des Verkehrs gelingen. Seitdem ist der Marktplatz wieder das, was er früher schon war: der Treffpunkt in Dornbirn.
1799http://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#1799Tue, 6 Mrz 2018 09:20:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Die Schlacht bei Feldkirch

Als General Andre Masséna mit 17.000 Soldaten von der Schweiz und Liechtenstein kommend anrückte, hatte der Kommandant von Feldkirch, General Franz von Jellachich, gerade einmal 4.000 Landesverteidiger zur Verfügung. Da die Stadt trotzdem nicht zu Verhandlungen bereit war, begannen am 6. März 1799 in Tisis-Gallmist die Sturmangriffe der Franzosen. Am 22./23. März 1799 gelang es den Landesverteidigern, die Franzosen am Margarethen- und Veitskapf vernichtend zu schlagen. Doch das Kriegsglück wandte sich und Feldkirch kapitulierte am 14. Juli 1800, nachdem Bregenz kurz zuvor von den Franzosen besetzt worden war.


Franz Anton Schneider (1777-1820) unterbrach sein Studium in Innsbruck, um sich 1796 und 1799 an den Franzosenkriegen zu beteiligen. Anton-Schneider-Denkmal in der Seestraße in Bregenz.

Der Lehrer Josef Sigmund Nachbaur (1759-1813) kommandierte die Rankweiler Schützen in den Franzosenkriegen. Das Denkmal in Rankweil wurde 1910 eingeweiht.

Der Gastwirt Bernhard Riedmiller (1757-1832) war in den Jahren 1796 bis 1799 Hauptmann der Schützenkompagnie Bludenz. 1905 wurde der Brunnen in Bludenz eingeweiht.

Johann Josef Batlogg (1751-1800) organisierte 1799 die Verteidigung der Montafoner Pässe gegen die Franzosen. Denkmal 1906/07 in Schruns errichtet.

Zwar nicht bei der Schlacht bei Feldkirch, aber bei der Verteidigung der Heimat gegen die Franzosen fiel der deutsche Dichter Theodor Körner (1791-1813). Körnerstein auf dem Zanzenberg in Dornbirn.

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Als General Andre Masséna mit 17.000 Soldaten von der Schweiz und Liechtenstein kommend anrückte, hatte der Kommandant von Feldkirch, General Franz von Jellachich, gerade einmal 4.000 Landesverteidiger zur Verfügung. Da die Stadt trotzdem nicht zu Verhandlungen bereit war, begannen am 6. März 1799 in Tisis-Gallmist die Sturmangriffe der Franzosen. Am 22./23. März 1799 gelang es den Landesverteidigern, die Franzosen am Margarethen- und Veitskapf vernichtend zu schlagen. Doch das Kriegsglück wandte sich und Feldkirch kapitulierte am 14. Juli 1800, nachdem Bregenz kurz zuvor von den Franzosen besetzt worden war.
Die Landesirrenanstalt Valdunahttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dielandesirrenanstaltvaldunaSat, 24 Feb 2018 09:20:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Landeskrankenhaus Rankweil

Es war ein langer Weg vom Klarissinenkloster über die Wohltätigkeitsanstalt und Landesirrenanstalt, über die Landes-Heil- und Pflegeanstalt, das Landesnervenkrankenhaus, bis hin zum Landeskrankenhaus Rankweil mit seinen neurologischen, psychiatrischen und onkologischen Abteilungen. Die dunkelste Zeit erlebte die Valduna zwischen 1938 bis 1945, als der langjährige Leiter Direktor Pfarrer Müller ersetzt wurde und die Nationalsozialisten Einzug hielten. Von hier wurden dann 1941 330 Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung als nicht „nützlich“ eingestuft wurden, in den Tod geschickt. Von der Valduna aus kamen sie nach Hall in Tirol oder direkt nach Hartheim bei Linz, wo sie vergast oder verbrannt wurden.


Im Jahr 1860 wurde im Gasthof Hirschen in Dornbirn die Wohltätigkeitsanstalt Valduna formal gegründet. Zweck der Anstalt war es unter anderem „arbeitslose, sittlich verkommene Personen, die ihr übergeben wurden, in sittlich arbeitssame Menschen umzuschaffen. Die Anstalt nahm ihren Betrieb im November 1862 auf.

Neben der Wohltätigkeitsanstalt wurde 1870 auch die Landesirrenanstalt auf dem Valduna-Areal eingerichtet. Das war notwendig geworden, da seit 1864 nicht mehr der Staat für die Versorgung der „Geisteskranken“ zuständig war, sondern nun eben die Länder.

1967 besagte eine Studie, dass die alte Bausubstanz abgebrochen werden sollte, da Lifte fehlten und die Stationen dauernd überbelegt waren. Raum für eine Psychiatrie mit 194 Betten, und eine Neurologie mit ca. 35 Betten sei bis 1985 anzustreben. Die erste Bauetappe konnte am 6. Juli 1974 abgeschlossen werden.

In der nächsten Bauetappe sollte auf dem Areal der ehemaligen Wohltätigkeitsanstalt ein Neubau entstehen. Dazu musste der „Türmlebau“ mit seiner unverwechselbaren Architektur abgerissen werden. Am 1.10.1975 konnte dann mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden, nachdem zur Gründung fast 140 bis zu 16 Meter tiefe Bohrpfähle aus Stahlbeton gesetzt werden mussten.

Univ. Prof. DDr. hc., Gerhard Stricker-Barolin (1929-2010) leitete ab 1973 22 Jahre lang als Vorstand die neurologische Abteilung in der Valduna. Seine Forschungsschwerpunkte waren Migräne, epileptische Erkrankungen sowie Grenzgebiete zwischen Neurologie und Psychiatrie.

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Es war ein langer Weg vom Klarissinenkloster über die Wohltätigkeitsanstalt und Landesirrenanstalt, über die Landes-Heil- und Pflegeanstalt, das Landesnervenkrankenhaus, bis hin zum Landeskrankenhaus Rankweil mit seinen neurologischen, psychiatrischen und onkologischen Abteilungen. Die dunkelste Zeit erlebte die Valduna zwischen 1938 bis 1945, als der langjährige Leiter Direktor Pfarrer Müller ersetzt wurde und die Nationalsozialisten Einzug hielten. Von hier wurden dann 1941 330 Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung als nicht „nützlich“ eingestuft wurden, in den Tod geschickt. Von der Valduna aus kamen sie nach Hall in Tirol oder direkt nach Hartheim bei Linz, wo sie vergast oder verbrannt wurden.
WM-Bronze für Herbert Nigschhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#wm-bronzefürherbertnigschTue, 20 Feb 2018 09:20:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Großer Empfang für Nigsch, Danner und Trainer Postai in Klaus

Am 24. Juli 1979 wurden bei herrlicher Witterung die beiden Teilnehmer der Juniorenweltmeisterschaft im Ringen empfangen. Herbert Nigsch holte sich unter Anleitung seines Trainers Helmut Postai im schwedischen Haparanda WM-Bronze. Der Götzner Peter Danner erreichte in seiner Klasse Rang sieben. Viel Prominenz aus Sport, Politik und Wirtschaft sowie viele interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten zur Feier zu Ehren des Bronzemedaillengewinners von KSK-Klaus Obmann Martin Längle begrüßt werden. In ihren Ansprachen sicherten Landeshauptmann Keßler, Sportverbandspräsident Schmiedler sowie Bürgermeister Summer dem Verein zukünftig die größtmögliche Unterstützung zu.


Landeshauptmann Herbert Keßler(rechts) gratuliert Trainer Helmut Postai(links) und Herbert Nigsch (mitte).

Der von der Bürgermusik umrahmte Empfang entwickelte sich zu einem kleinen Volksfest.

KSK-Klaus Obmann Martin Längle im Interview mit dem Herbert Nigsch.

v.l.n.r.: Helmut Muther, Peter Danner, Herbert Nigsch, Walter Matt, Günter Busarello

Nigsch trat im Alter von 18 Jahren im griechisch-römischen Stil bei der Junioren-WM an.

Am 07. Oktober 1980 wurde Helmut Postai das Sportehrenzeichen des Landes Vorarlberg verliehen. In seiner aktiven Zeit wurde er 16-mal Vorarlberger Meister, einmal Tirol-Vorarlberger Meister sowie dreifacher Österreichischer Meister.

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Am 24. Juli 1979 wurden bei herrlicher Witterung die beiden Teilnehmer der Juniorenweltmeisterschaft im Ringen empfangen. Herbert Nigsch holte sich unter Anleitung seines Trainers Helmut Postai im schwedischen Haparanda WM-Bronze. Der Götzner Peter Danner erreichte in seiner Klasse Rang sieben. Viel Prominenz aus Sport, Politik und Wirtschaft sowie viele interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten zur Feier zu Ehren des Bronzemedaillengewinners von KSK-Klaus Obmann Martin Längle begrüßt werden. In ihren Ansprachen sicherten Landeshauptmann Keßler, Sportverbandspräsident Schmiedler sowie Bürgermeister Summer dem Verein zukünftig die größtmögliche Unterstützung zu.
Sauberes Wasser für Vorarlberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#saubereswasserfürvorarlbergMon, 19 Feb 2018 09:20:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

ARA - Abwasserreinigungsanlagen

Seit den 60er Jahren wurden in Vorarlberg große Anstrengungen unternommen, die entstehenden Abwässer gereinigt in die Natur zurückzuführen. Letzter Impuls war das massive Algenwachstum im Bodensee, das durch die hohe Phosphatbelastung ausgelöst worden war. Die Gemeinden bauten die Kanalnetze aus und errichteten Klärnanlagen, die zusätzlich zu mechanischen nun auch eine biologische Reinigung garantierten. Meist schlossen sich Gemeinden zu Abwasserverbänden zusammen. Höchste Dringlichkeit wurde auf die Rheintalgemeinden gelegt, da der stark verschmutzte Bodensee höchste Eile gebot. 1984 waren immerhin schon 30 Anlagen fertig gestellt, 4 Anlagen in Bau und sieben weitere in Planung.


Zum mechanischen Teil der Kläranlage Dornbirn wurde am 30. Juni 1984 auch die biologische und chemische Reinigungsstufe in Betrieb genommen. 1978 fiel die Entscheidung, dass Dornbirn und Schwarzach einen Abwasserband gründen wollen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 374 Mio. Schilling

Bereits 1964 hatten die Gemeinden Hohenems, Götzis und Altach ein gemeinsames Abwasserreinigungssystem ins Auge gefasst. 1971 traten dem Verband auch die Gemeinden Koblach und Mäder bei.

Schon 1962 wurde in Bregenz ein Ingenieursbüro mit der Planung einer zentralen Abwasserreinigungsanlage beauftragt und der Standort in Neu-Amerika fixiert. 1968 erfolgte die Eröffnung der neuen Anlage.

Für die Bemessung der neuen Kanalisation wurde der Wasserverbrauch der Bevölkerung herangezogen. Dieser hatte sich in Bregenz von 1947: 135 Liter pro Einwohner und Tag auf 250 Liter im Jahr 1967 erhöht.

Hier wird seit 1985 das Abwasser von acht Montafoner Gemeinden gereinigt. Die Anlage ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt, da die entstehenden Gase in Blockkraftwerken zu Strom und Wärme verarbeitet werden.

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Seit den 60er Jahren wurden in Vorarlberg große Anstrengungen unternommen, die entstehenden Abwässer gereinigt in die Natur zurückzuführen. Letzter Impuls war das massive Algenwachstum im Bodensee, das durch die hohe Phosphatbelastung ausgelöst worden war. Die Gemeinden bauten die Kanalnetze aus und errichteten Klärnanlagen, die zusätzlich zu mechanischen nun auch eine biologische Reinigung garantierten. Meist schlossen sich Gemeinden zu Abwasserverbänden zusammen. Höchste Dringlichkeit wurde auf die Rheintalgemeinden gelegt, da der stark verschmutzte Bodensee höchste Eile gebot. 1984 waren immerhin schon 30 Anlagen fertig gestellt, 4 Anlagen in Bau und sieben weitere in Planung.
Freie Fahrt im Bregenzerwaldhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#freiefahrtimbregenzerwaldTue, 13 Feb 2018 14:59:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Straßenbau im Bregenzerwald

Gottfried Feurstein beklagte 1979, dass in den 50er und 60er Jahren die Verkehrsinfrastruktur des Bregenzerwaldes lange vernachlässigt worden sei. 1970 wurde dann ein Ausbauprogramm beschlossen, das für die folgenden zehn Jahre insgesamt 27 Baumaßnahmen vorsah. Das erklärte Ziel war es den Bregenzerwald als Lebensraum zu erhalten, indem Verkehrsverbindungen geschaffen werden, die ohne große Zeitverluste die Arbeitsplätze im Rheintal und im benachbarten Ausland erreichbar machen. In den 70er Jahren wurden dafür jedes Jahr ca. 50 Millionen Schilling investiert. Mit diesen Maßnahmen konnte die Abwanderung zu einem großen Teil gestoppt werden.


Die B 200 (heute L 200) im Bereich Egg/Tuppen stellte die Straßenbauer vor besondere Herausforderungen. Fünf langgezogene Kurven mussten die 20 engen Kurven der alten Straße ersetzen. Der labile Untergrund sorgte bei den Brückenbauten für erhebliche Kostenüberschreitungen.

Die L 26 von Egg nach Schwarzenberg überquert mit einer neuen 152 Meter langen Brücke den Eselmühlbach. Oberhalb der neuen Trasse thront die St. Anna Kapelle, die bereits 1689 vom Hirschenwirt Alois Braun und seiner Frau Anna Hiller gestiftet wurde.

Der Ausbau der Bödelestraße dauerte insgesamt von 1954 bis 1987. Während die Schwarzenberger Seite bereits 1968 befahrbar war, verzögerten mühsame Grundablösen den Bau auf der Dornbirner Seite.

An der B 200 bei Andelsbuch/Sporenegg überquert die neue Sporenbrücke die Bregenzerache. Die alte Brücke (links im Bild) hatte immer wieder zu Verkehrsbehinderungen geführt, da sie für Busse und LKW nur schwer passierbar war.

Ein tödliches Lawinenunglück 1971 unterstrich die Notwendigkeit, die Strecke zwischen Warth und dem Hochtannbergpass mit einer ganzen Reihe von Galerien auch wintersicher zu machen.

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Gottfried Feurstein beklagte 1979, dass in den 50er und 60er Jahren die Verkehrsinfrastruktur des Bregenzerwaldes lange vernachlässigt worden sei. 1970 wurde dann ein Ausbauprogramm beschlossen, das für die folgenden zehn Jahre insgesamt 27 Baumaßnahmen vorsah. Das erklärte Ziel war es den Bregenzerwald als Lebensraum zu erhalten, indem Verkehrsverbindungen geschaffen werden, die ohne große Zeitverluste die Arbeitsplätze im Rheintal und im benachbarten Ausland erreichbar machen. In den 70er Jahren wurden dafür jedes Jahr ca. 50 Millionen Schilling investiert. Mit diesen Maßnahmen konnte die Abwanderung zu einem großen Teil gestoppt werden.
Das Gallusstifthttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dasgallusstiftWed, 7 Feb 2018 13:50:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Der heutige Sitz der Landesbibliothek

Das Schlösschen Babenwohl, heute Verwaltungstrakt der Landesbibliothek, reicht in seinen Grundmauern bis ins 14. Jahrhundert zurück. 1854 kaufte Baron Ernst von Poellnitz, der Gründer der evangelischen Gemeinde in Bregenz, das Gebäude und baute es grundlegend um. 1906 kaufte ein Schweizer Benediktinerorden das Areal, worauf eine rege Bautätigkeit begann. In den folgenden Jahren entstanden das Konventsgebäude, die Bibliothek sowie die Stiftskirche. Nach der Vertreibung der Mönche 1941 war das Gebäude kurz landwirtschaftliche Schule, bis dann bald nach Kriegsende das Mädchengymnasium von Bregenz hier eine Heimat fand. Erst 1986 wurde das Gallusstift zum Sitz der Landesbibliothek.


Schlösschen Babenwohl ist auch Schauplatz eines Romans von Grete Gulbrannson. (Geliebte Schatten). Die Enkelin des Barons beschreibt dabei die Liebesgeschichte ihrer Mutter Wanda, die sich nach dem Tod ihres Mannes in den Bludenzer Maler Jakob Jehly verliebte.

Wo sich heute die Katalogisierungsabteilung der Bibliothek befindet, hatte sich die Familie Poellnitz wohnlich eingerichtet. In seinem Tagebuch beschreibt der Baron das Leben auf Babenwohl.

Bereits 1907 ließ Abt August nach den Plänen von Architekt August Gais aus Freiburg einen stattlichen Klosterbau errichten, der 1940 immerhin fast 70 Bewohnern Platz bot.

Blick von der damals noch ungeteerten Langenerstraße auf das Gallusstift. Zwischen 1914 und 1916 war als letzte Bauetappe die Stiftskirche, heute Kuppelsaal der Landesbibliothek, entstanden. Der Schweizer Architekt Adolf Gaudy (1872-1956) plante den Bau, der Anklänge an Barock und Jugendstil zeigt.

Zwischen 1946 und 1982 war das Gallusstift Standort für das Bregenzer Mädchengymnasium. Der Neubau in der Blumenstraße und die Umbauten in der Gallusstraße führten zur Schließung des Standorts am Gallusstift. Nach umfangreichen Umbauten konnte 1986 die Landesbibliothek in das Gebäude einziehen.

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Das Schlösschen Babenwohl, heute Verwaltungstrakt der Landesbibliothek, reicht in seinen Grundmauern bis ins 14. Jahrhundert zurück. 1854 kaufte Baron Ernst von Poellnitz, der Gründer der evangelischen Gemeinde in Bregenz, das Gebäude und baute es grundlegend um. 1906 kaufte ein Schweizer Benediktinerorden das Areal, worauf eine rege Bautätigkeit begann. In den folgenden Jahren entstanden das Konventsgebäude, die Bibliothek sowie die Stiftskirche. Nach der Vertreibung der Mönche 1941 war das Gebäude kurz landwirtschaftliche Schule, bis dann bald nach Kriegsende das Mädchengymnasium von Bregenz hier eine Heimat fand. Erst 1986 wurde das Gallusstift zum Sitz der Landesbibliothek.
Marienberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#marienbergWed, 7 Feb 2018 13:50:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Der schönste Platz von Bregenz

Als 1875 der polnische Graf Raczynski mit seiner Gemahlin auf einer seiner ausgedehnten Reisen auch Bregenz besuchte, war er vom Ausblick auf die Stadt und den Bodensee derart entzückt, dass er bald darauf zwei Bauernhöfe oberhalb von Bregenz kaufte. Er ließ dort eine Schlossvilla erbauen und schenkte diese seiner Frau zum Geburtstag. Sie lebten dann 21 Jahre in Bregenz, bis 1898 die Gräfin und kurz danach auch der Graf verstarb. Ein Neffe hatte keine Verwendung mehr für das Anwesen und verkaufte das Areal 1904 an einen Dominikanerinnenorden, der ursprünglich aus Adelshausen bei Freiburg stammte. Die bald gegründete Klosterschule hat ihre Tradition bis heute bewahrt.


Gleich neben dem Haupteingang ließ der Graf eine bescheidene Hauskapelle errichten. In der Decke über dem Altarraum gibt ein kleines Fenster den Blick frei auf einen filigranen Glockenturm.

Die Dominikanerinnen mussten 1867 Adelshausen verlassen, kamen über Überlingen 1878 nach Lauterach. 1904 ersteigerten die Schwestern um damals knapp 300.000 Kronen das Gut. Zahlreiche Um- und Ausbauten machten dann aus dem Adelssitz ein Kloster und eine Schule.

Der Garten glich, und gleicht auch heute noch, in seiner Dreiteilung italienischen Gärten: die Umgebung der Villa mit der geometrischen Gestaltung, die anschließenden Wiesenräume und der anschließenden ländlichen Gegend mit ursprünglich Stallungen, heute Gemüsefeldern.

Nachdem die Schule und das Pensionat 1938 verstaatlicht wurden, blühte die Schule nach 1945 wieder auf. Am Höhepunkt bot das Internat 120 Mädchen Wohnung.

1974/75 wurde die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe mit einer fünfjährigen Ausbildung gegründet. Etlichen Zubauten folgte dann erst 2016 die vorerst letzte Bauetappe, mit der die Schule weiter modernisiert werden konnte.

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Als 1875 der polnische Graf Raczynski mit seiner Gemahlin auf einer seiner ausgedehnten Reisen auch Bregenz besuchte, war er vom Ausblick auf die Stadt und den Bodensee derart entzückt, dass er bald darauf zwei Bauernhöfe oberhalb von Bregenz kaufte. Er ließ dort eine Schlossvilla erbauen und schenkte diese seiner Frau zum Geburtstag. Sie lebten dann 21 Jahre in Bregenz, bis 1898 die Gräfin und kurz danach auch der Graf verstarb. Ein Neffe hatte keine Verwendung mehr für das Anwesen und verkaufte das Areal 1904 an einen Dominikanerinnenorden, der ursprünglich aus Adelshausen bei Freiburg stammte. Die bald gegründete Klosterschule hat ihre Tradition bis heute bewahrt.
Die Kanisfluhhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diekanisfluhTue, 6 Feb 2018 09:45:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv zwischen Mellau und Au

Die Kanisfluh zählt zu den schönsten und bekanntesten Aussichtsbergen im Bregenzerwald. Mit einem fantastischen Rundumblick und einem atemberaubenden Bergpanorama zieht sie viele Wanderer in ihren Bann. Ein besonderes Erlebnis ist eine Sonnenaufgangswanderung von der Alpe Öberle in Au, vorbei an der Edelweißhütte entlang eines schmalen Bergwanderpfades zur Alpe Obere und anschließend zum Hauptgipfel Holenke auf 2044 Metern über Adria. Viele Wanderer berichten von dem unbeschreiblichen Gefühl, auf einem Berggipfel zu stehen, wenn die Sonne blutrot hinter dem Horizont hervorkommt und ein neuer Tag beginnt.


Die Alpe Öberle in Au wurde um 1920 schon als Sommerkurort genutzt.

Das ehemalige Gebäude des Gasthof Edelweiss wurde 1954 von einer Lawine zerstört und nur unweit des damaligen Standorts wieder aufgebaut.

Die Alpe Obere im Jahr 1907. In der Mitte des Bildes Senn Josef Kaufmann.

Dieses Bild von Au-Rehmen gegen Kanisfluh entstand im Jahr 1978.

Das Bergmassiv ist Namensgeber für das Berghaus Kanisfluh oberhalb von Schnepfau. Foto: 1963.

Bei klarem Wetter reicht die Sicht von der Kanisfluh bis zum Bodensee.

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Die Kanisfluh zählt zu den schönsten und bekanntesten Aussichtsbergen im Bregenzerwald. Mit einem fantastischen Rundumblick und einem atemberaubenden Bergpanorama zieht sie viele Wanderer in ihren Bann. Ein besonderes Erlebnis ist eine Sonnenaufgangswanderung von der Alpe Öberle in Au, vorbei an der Edelweißhütte entlang eines schmalen Bergwanderpfades zur Alpe Obere und anschließend zum Hauptgipfel Holenke auf 2044 Metern über Adria. Viele Wanderer berichten von dem unbeschreiblichen Gefühl, auf einem Berggipfel zu stehen, wenn die Sonne blutrot hinter dem Horizont hervorkommt und ein neuer Tag beginnt.
Denkmälerhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#denkmälerWed, 24 Jan 2018 16:52:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Stumme Zeugen der Vergangenheit

Sie prägen unser Landschaftsbild. Wir gehen oder fahren an ihnen vorbei und nehmen sie doch nur in den seltensten Fällen wirklich war. Und nur die wenigsten wissen, wer die abgebildeten Personen sind und was sie getan oder geleistet haben. Die so Geehrten können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, wie zum Beispiel Julius Lott, der Baudirektor beim Bau der Arlbergbahn, oder Pfarrer Elias Brügel, der zusammen mit 250 Pfarrkindern an der Pest verstarb. In den meisten Fällen werden so jedoch verdienstvolle Politiker honoriert. Gemeinsam ist allen Denkmälern, dass sie einen Teil der Vorarlberger Landesgeschichte widerspiegeln.


Arzt und Langzeitbürgermeister von Dornbirn, Johann Georg Waibel (1828-1908). 1910 stiftete die Stadt Dornbirn das Denkmal.

Der Landwirt und Politiker Jodok Fink (1853-1929) war Vizekanzler unter Karl Renner, engagierte sich aber in der Gemeinde- und Landespolitik. Das Denkmal des Bildhauers Emil Gehrer steht seit 1957 in der Nähe des Bregenzer Bahnhofs.

Bundeskanzler Engelbert Dollfuß (1892-1934) wurde beim Juliputsch der österreichischen Nationalsozialisten 1934 im Bundeskanzleramt erschossen. Denkmal von Franz Plunder.

Der Baubeamte Julius Lott (1836-1883) erlebte die Fertigstellung der Arlbergbahn nicht mehr. 1884 wurde das Denkmal in St. Anton enthüllt.

Der Egger Pfarrer Elias Brügel brachte die Pestkranken an einen Ort außerhalb der Gemeinschaft. So sollten weitere Ansteckungen verhindert werden. 1928 wurde der Gedenkstein errichtet.

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Sie prägen unser Landschaftsbild. Wir gehen oder fahren an ihnen vorbei und nehmen sie doch nur in den seltensten Fällen wirklich war. Und nur die wenigsten wissen, wer die abgebildeten Personen sind und was sie getan oder geleistet haben. Die so Geehrten können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, wie zum Beispiel Julius Lott, der Baudirektor beim Bau der Arlbergbahn, oder Pfarrer Elias Brügel, der zusammen mit 250 Pfarrkindern an der Pest verstarb. In den meisten Fällen werden so jedoch verdienstvolle Politiker honoriert. Gemeinsam ist allen Denkmälern, dass sie einen Teil der Vorarlberger Landesgeschichte widerspiegeln.
Der Dornbirner Bahnhofhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#derdornbirnerbahnhofFri, 19 Jan 2018 08:58:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Ein Gebäude mit Geschichte

Das erste Bahnhofsgebäude wurde im Zuge der Eröffnung der Vorarlberg Bahn 1872 errichtet und machte auf einen der für die Probefahrt von Bregenz nach Bludenz geladenen Gäste besonderen Eindruck. „Besonders aber that sich der Dornbirner Bahnhof hervor […] Das mit Girlanden und Blumen reich verzierte Gebäude glich eher einem geschmackvoll ausgestatteten Blumensaal.“ Wenige Jahre später wurde das Gebäude aufgestockt und der Bahnhof erhielt Zubauten für den Güterverkehr. Im Jahr 1955 wurde der Bahnhof erstmals generalsaniert und „messetauglich“ gemacht. Die letzte Veränderung erfuhr der Bahnhof im Vorfeld der Weltgymnaestrada 2007.


Bahnhof im Jahr 1975

Von 1902 bis 1938 verkehrte die Elektrische Bahn zwischen Dornbirn und Lustenau. Hier auf dem Bahnhofsvorplatz.

1904 war das Aufnahmsgebäude bereits zweigeschossig. Bahnsteige gab es noch nicht.

Lagerhallen für den Güterverkehr

Der Bahnhofsvorplatz in späteren Jahren.

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Das erste Bahnhofsgebäude wurde im Zuge der Eröffnung der Vorarlberg Bahn 1872 errichtet und machte auf einen der für die Probefahrt von Bregenz nach Bludenz geladenen Gäste besonderen Eindruck. „Besonders aber that sich der Dornbirner Bahnhof hervor […] Das mit Girlanden und Blumen reich verzierte Gebäude glich eher einem geschmackvoll ausgestatteten Blumensaal.“ Wenige Jahre später wurde das Gebäude aufgestockt und der Bahnhof erhielt Zubauten für den Güterverkehr. Im Jahr 1955 wurde der Bahnhof erstmals generalsaniert und „messetauglich“ gemacht. Die letzte Veränderung erfuhr der Bahnhof im Vorfeld der Weltgymnaestrada 2007.
Diesen Winter trägt manhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diesenwinterträgtmanWed, 3 Jan 2018 08:05:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Skibekleidung im Wandel der Zeit

Als der Winter- und Skitourismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts langsam einsetzte, gab es noch keine spezielle Skibekleidung. Die Leute fuhren in ihrer normalen Alltagskleidung. So ab den 1920er Jahren trug „Mann” eine Wollfilzhose, Lodenjanker, Gamaschen und Lederschuhe. Dazu wurde ein Wollpullover getragen. Sehr zum Leidwesen der Moralwächter fuhren nun auch vermehrt Frauen in Hosen Ski. In den 1930er Jahren wurde Skifahren zu einem Massensport und dementsprechend konnte nun auch Skibekleidung in Spezialgeschäften erworben werden. Ab den 1950er Jahren trugen modebewusste Skifahrer eine „Keilhose” und Strickpullover. In den 1970er Jahren trat die Nylon-Faser ihren Siegeszug an.


Die Skipioniere aus Zürs fuhren noch in ihrer Alltagskleidung Ski.

Knickerbocker und Kurzjacke, die bevorzugte Kleidung in den 1930er Jahren.

Skiläuferin, wahrscheinlich in den 1940er Jahren.

Pistenwächter am Sonnenkopf 1976. Bunte und kräftige Farben dominieren die Wintermode der 1970er Jahren.

Soldaten und Zivilisten bei einer Skitour. Das Foto dürfte in den 1920er/1930er Jahren entstanden sein. Viele Männer lernten beim Heer das Skifahren.

Skischülerin mit Skilehrer. Lange Hosen und Kurzjacke, Keilhose und Pullover waren beliebte Kleidungsstücke der 1950er Jahre. Auch die Skischuhe wurden ab jetzt höher und boten so besseren Halt.

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Als der Winter- und Skitourismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts langsam einsetzte, gab es noch keine spezielle Skibekleidung. Die Leute fuhren in ihrer normalen Alltagskleidung. So ab den 1920er Jahren trug „Mann” eine Wollfilzhose, Lodenjanker, Gamaschen und Lederschuhe. Dazu wurde ein Wollpullover getragen. Sehr zum Leidwesen der Moralwächter fuhren nun auch vermehrt Frauen in Hosen Ski. In den 1930er Jahren wurde Skifahren zu einem Massensport und dementsprechend konnte nun auch Skibekleidung in Spezialgeschäften erworben werden. Ab den 1950er Jahren trugen modebewusste Skifahrer eine „Keilhose” und Strickpullover. In den 1970er Jahren trat die Nylon-Faser ihren Siegeszug an.
Funkelnde Weihnachtszeithttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#funkelndeweihnachtszeitThu, 21 Dez 2017 09:07:45 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Die Geschichte der Weihnachtsbeleuchtung in Vorarlberg

1935 berichtete das Vorarlberger Volksblatt von einer vorweihnachtlichen Festbeleuchtung in Bregenz. Im darauffolgenden Jahr erstrahlten zum ersten Mal die Feldkircher Marktgasse und die Neustadt im Schein von 30 Lichterketten. Nach dem Krieg dürfte es die Stadt Bregenz gewesen sein, die wieder weihnachtliche Beleuchtungen in ihre Straßen hängte. In den Vorarlberger Nachrichten hieß es 1949: „Auch wir [Vorarlberger] hatten etwas Besonderes. Wir hatten die Weihnachtsbeleuchtung von Dornbirn und das arme, verlassene Tannenbäumchen auf dem Kornmarktplatz in Bregenz“. Die tägliche Einschaltung erfolgte mit dem ersten Adventsonntag und endete am Dreikönigstag. Auf Grund von Engpässen bei der Energie oder bei den Glühbirnen konnte die Zeitspanne auch mal variieren.


Ab 1950 hatte auch Feldkirch wieder eine Beleuchtung. Schlossgraben im Jahr 1956.

1935 wurde am „Kloasamarkt-Tag“ die Beleuchtung für die Kaiser-, Rathaus-, Kirch- und Kornmarktstraße eingeschalten. Rathausstraße im Jahr 1935.

Die Weihnachtsbeleuchtung am Dornbirner Marktplatz 1967/68 bestand aus Lichterketten mit ca. 5.000 Lampen, einem Weihnachtsstern und einem Weihnachtsbaum.

Weihnachtsbeleuchtung der Stadt Bludenz.

Auch immer mehr Gemeinden begannen ihre zentralen Plätze und Straßen zu beleuchten. Alberschwende im Jahr 1965.

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1935 berichtete das Vorarlberger Volksblatt von einer vorweihnachtlichen Festbeleuchtung in Bregenz. Im darauffolgenden Jahr erstrahlten zum ersten Mal die Feldkircher Marktgasse und die Neustadt im Schein von 30 Lichterketten. Nach dem Krieg dürfte es die Stadt Bregenz gewesen sein, die wieder weihnachtliche Beleuchtungen in ihre Straßen hängte. In den Vorarlberger Nachrichten hieß es 1949: „Auch wir [Vorarlberger] hatten etwas Besonderes. Wir hatten die Weihnachtsbeleuchtung von Dornbirn und das arme, verlassene Tannenbäumchen auf dem Kornmarktplatz in Bregenz“. Die tägliche Einschaltung erfolgte mit dem ersten Adventsonntag und endete am Dreikönigstag. Auf Grund von Engpässen bei der Energie oder bei den Glühbirnen konnte die Zeitspanne auch mal variieren.
Sammlung Helmut Klapperhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#sammlunghelmutklapperWed, 22 Nov 2017 09:08:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

25.471 neue (alte) Fotos online

Der leidenschaftliche Fotograf Helmut Klapper hielt im Auftrag der Landesbildstelle Vorarlberg von 1972 bis 1994 politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Ereignisse fest. Die vor kurzem in „volare“ geladenen Fotos beinhalten die Jahre 1972 und 1981 bis 1987. Sie bilden ein breites Spektrum der Landesgeschichte ab, wie beispielsweise die Unterzeichnung des Syndikatsvertrages zur Errichtung des Arlberg-Straßentunnels 1972, die Beerdigung von Altlandeshauptmann Ulrich Ilg 1986 oder die feierliche Eröffnung der Vorarlberger Landesbibliothek, Aber auch Besonderheiten, wie die Reprographie eines Fotoalbums mit Vorarlberger Siedlern in Brasilien 1924/1925.


Porträtaufnahme von Helmut Klapper (1934-2007)

Stillgelegte Obere Spinnerei der Firma Getzner in Nenzing

Beerdigung von Alt-Landeshauptmann Ulrich Ilg auf dem Friedhof Dornbirn Hatlerdorf am 15. Mai 1986

Der Abt von Mariastein, Mauritius Fürst nahm in Anwesenheit von Direktor Eberhard Tiefenthaler die Weihe der Landesbibliothek vor

Die Aufnahmen von Vorarlberger Siedlern in Brasilien entstanden während einer Studienreise in den Jahren 1924/25

Am 2.9.1972 unterzeichneten Eduard Wallnöfer, Hannes Androsch, Bruno Kreisky und Herbert Keßler den Syndikatsvertrag zur Errichtung des Arlbergstraßentunnels

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Der leidenschaftliche Fotograf Helmut Klapper hielt im Auftrag der Landesbildstelle Vorarlberg von 1972 bis 1994 politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Ereignisse fest. Die vor kurzem in „volare“ geladenen Fotos beinhalten die Jahre 1972 und 1981 bis 1987. Sie bilden ein breites Spektrum der Landesgeschichte ab, wie beispielsweise die Unterzeichnung des Syndikatsvertrages zur Errichtung des Arlberg-Straßentunnels 1972, die Beerdigung von Altlandeshauptmann Ulrich Ilg 1986 oder die feierliche Eröffnung der Vorarlberger Landesbibliothek, Aber auch Besonderheiten, wie die Reprographie eines Fotoalbums mit Vorarlberger Siedlern in Brasilien 1924/1925.
Dalaas - Ein Bahnhof in Gefahrhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dalaas-einbahnhofingefahrTue, 21 Nov 2017 09:07:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Der Weiße Tod am Bahnhof Dalaas

Neben dem Großen Walsertal war im Jänner 1954 auch die Klostertaler Gemeinde Dalaas von der verheerenden Lawinenkatastrophe betroffen. Die Muttentobellawine erreichte mit ungeahnter Kraft den Bahnhof und tötete dort mehrere Wartende, aber auch Wilhelm Purtscher und seine Frau Klementine, die seit vielen Jahren dort wohnten. Keiner kannte die Lawinensituation besser als Purtscher, da er sich ein Leben lang als Bahnmeister mit der Sicherung der Arlbergbahn befasst hatte und zu diesem Thema auch zahlreiche Fotografien aufgenommen hatte. Die Aufnahmen zeigen auch, dass der Bahnhof Dalaas schon vor 1954 mehrmals von Lawinen erreicht wurde. Das Purtscher-Archiv, das von den ÖBB vor einigen Jahren der Landesbibliothek überlassen wurde, enthält über 1.000 Fotos, die sowohl das berufliche als auch das private Leben Purtschers dokumentieren.


Erweiterung des Aufnahmegebäudes im Bahnhof Dalaas (Westseite), vermutlich aufgenommen im Jahr 1924

Wilhelm Purtscher mit Freunden auf der Fußgängerbrücke, die den Bahnhof in Dalaas überquerte

Lehnenbahnmeister Wilhelm Purtscher beim Telefonieren

Die Geleise im Bahnhof Dalaas unmittelbar nach dem Abgang der Muttentobellawine am 7.3.1926, dabei wurden die Geleise verschüttet und zwei Güterwaggons aus den Geleisen gehoben

Der Bahnhof nach dem Lawinenabgang am 7.3.1926, der Räumtrupp ist damit beschäftigt die Geleise wieder befahrbar zu machen

Eine Gruppe von Mädchen mit ihren Betreuerinnen auf dem Bahnhofsvorplatz in Dalaas

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Neben dem Großen Walsertal war im Jänner 1954 auch die Klostertaler Gemeinde Dalaas von der verheerenden Lawinenkatastrophe betroffen. Die Muttentobellawine erreichte mit ungeahnter Kraft den Bahnhof und tötete dort mehrere Wartende, aber auch Wilhelm Purtscher und seine Frau Klementine, die seit vielen Jahren dort wohnten. Keiner kannte die Lawinensituation besser als Purtscher, da er sich ein Leben lang als Bahnmeister mit der Sicherung der Arlbergbahn befasst hatte und zu diesem Thema auch zahlreiche Fotografien aufgenommen hatte. Die Aufnahmen zeigen auch, dass der Bahnhof Dalaas schon vor 1954 mehrmals von Lawinen erreicht wurde. Das Purtscher-Archiv, das von den ÖBB vor einigen Jahren der Landesbibliothek überlassen wurde, enthält über 1.000 Fotos, die sowohl das berufliche als auch das private Leben Purtschers dokumentieren.
Durchschlag Arlberg-Straßentunnelhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#durchschlagarlberg-straßentunnelSat, 11 Nov 2017 08:07:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Vorarlbergs Anbindung an Österreich ist perfekt

Nicht nur für die beiden Gemeinden St. Anton und Langen am Arlberg war der 11.11.1977 ein Festtag. Denn der von Vera Kreisky gezündete Sprengschuss zum Durchschlag des Arlberg-Straßentunnels hatte eine Bedeutung weit über diese beiden Gemeinden hinaus. Fast hundert Jahre nach der Errichtung des Eisenbahntunnels wurde mit dem Tunnel eine wintersichere Straßenverbindung von Vorarlberg nach Tirol und somit auch in das übrige Österreich hergestellt. Die gesamten Baukosten beliefen sich auf 4,8 Mrd. Schilling, welche zu 60% vom Bund, zu 26% vom Land Tirol und zu 14% vom Land Vorarlberg getragen wurden.


Der Feier zum Arlbergdurchschlag am 11.11.1977 wohnten über 2000 Festgäste bei und entwickelte sich zu einem wahren Volksfest.

Vera Kreisky, Tunnelpatin und Gattin des damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky, zündete um 16:40 Uhr die Sprengladung zum Durchschlag des Arlbergstraßentunnels – dem damals zweitlängsten Tunnel Europas.

Nach dem Durchschlag strömten die Festgäste von der Tiroler Seite nach Vorarlberg. Ein wahrhaft historischer Gang durch den Berg, dem nur jener im Jahr 1883, als der Bahntunnel durchgeschlagen wurde, vergleichbar ist.

Bundeskanzler Bruno Kreisky stellte zwar in seinen Ausführungen die Bedeutung dieses Tunnels in den Vordergrund, vergaß aber auch nicht die neun Mineure, die ihre Arbeit mit dem Leben bezahlen mussten.

Die Arbeiten am 13.972 Meter langen Tunnel begannen mit dem Anstich am 5.7.1974.

Die feierliche Eröffnung des Tunnels erfolgte am 1.12.1978 durch den Tiroler Landeshauptmann Eduard Wallnöfer, Landeshauptmann Herbert Keßler, Bundespräsident Rudolf Kirchschläger und Bundeskanzler Bruno Kreisky.

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Nicht nur für die beiden Gemeinden St. Anton und Langen am Arlberg war der 11.11.1977 ein Festtag. Denn der von Vera Kreisky gezündete Sprengschuss zum Durchschlag des Arlberg-Straßentunnels hatte eine Bedeutung weit über diese beiden Gemeinden hinaus. Fast hundert Jahre nach der Errichtung des Eisenbahntunnels wurde mit dem Tunnel eine wintersichere Straßenverbindung von Vorarlberg nach Tirol und somit auch in das übrige Österreich hergestellt. Die gesamten Baukosten beliefen sich auf 4,8 Mrd. Schilling, welche zu 60% vom Bund, zu 26% vom Land Tirol und zu 14% vom Land Vorarlberg getragen wurden.
Grenzenloses Hörbranzhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#grenzenloseshörbranzMon, 6 Nov 2017 09:46:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Viele Zöllner waren wohl sehr wehmütig, als mit 1. Mai 2004 die Österreichische Zollwache durch einen Beschluss der Bundesregierung aufgelöst wurde. Die Hauptaufgabe dieser Behörde war es 174 Jahre lang gewesen, Zoll auf Warenimporte nach Österreich einzuheben. Zudem gehörte die Verhinderung von Transporten von illegalen Waren wie Drogen oder artengeschützten Tiere zu ihren Aufgaben. Viele Vorarlberger Gemeinden wie etwa Hörbranz waren jahrzehntelang von ihrer Grenznähe geprägt, verloren dann aber durch den Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union diese Funktion.


1959 wurde in Hörbranz-Unterhochsteg das neue Zollgebäude eröffnet. Das Verkehrschaos war an manchen Tagen aufgrund der Kontrollen so groß, dass der Stau bis nach Bregenz oder Lindau reichte. 1960 passierten 918.000 Fahrzeuge die Grenze, 1967 waren es schon 1,44 Millionen.

Willi Rupp, der Gemeindearchivar von Hörbranz berichtet, dass bis 1954 noch jeder Grenzübertritt mit einem Stempel im Pass quittiert wurde, was einen erheblichen Zeitaufwand bedeutete.

Erst die Eröffnung des Pfändertunnels am 10. Dezember 1980 brachte die erhoffte Entlastung für die Bundesstraße. Seither erfolgte der Großteil der Zollabfertigung am Autobahnzollamt Hörbranz. Seit das Schengener Abkommen in Kraft ist und daher Grenzkontrollen in der EU überflüssig wurden, verlor auch dieses Zollamt seine Funktion.

Bad Diezlings war lange ein österreichischer Zollposten. In Bad Diezlings wurde seit 1927 das dortige Tafelwasser mit Zitronen- und Orangengeschmack versetzt und die Limonade unter den Namen Diez-Orange und Diezano verkauft. Seit 1979 wird die Limo in Dornbirn hergestellt und auch dort abgefüllt.

Der Grenzübergang bei Bad Diezlings war 1972 schon geschlossen. Die hermetisch verschlossene Brücke über die Leiblach sollte illegalen Grenzübertritt und den Schmuggel von Waren verhindern. Im Gasthof Bad Diezlings hat sich 1920 der Schriftsteller Norbert Jacques aufgehalten, der hier den Roman „Dr. Mabuse – der Spieler“ verfasst hat.

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Viele Zöllner waren wohl sehr wehmütig, als mit 1. Mai 2004 die Österreichische Zollwache durch einen Beschluss der Bundesregierung aufgelöst wurde. Die Hauptaufgabe dieser Behörde war es 174 Jahre lang gewesen, Zoll auf Warenimporte nach Österreich einzuheben. Zudem gehörte die Verhinderung von Transporten von illegalen Waren wie Drogen oder artengeschützten Tiere zu ihren Aufgaben. Viele Vorarlberger Gemeinden wie etwa Hörbranz waren jahrzehntelang von ihrer Grenznähe geprägt, verloren dann aber durch den Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union diese Funktion.
Vorarlberg im Bann des Zeppelinshttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#vorarlbergimbanndeszeppelinsMon, 30 Okt 2017 08:35:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Luftschiff Zeppelin über Vorarlberg

Am 6. Mai 1937 explodierte beim Landeanflug der deutsche Zeppelin „Hindenburg“ in Lakehurst, nahe New York. Dieses einschneidende Ereignis beendete die Blüte der Luftschiffe, die dann in der kommerziellen und militärischen Luftfahrt keine Rolle mehr spielten. Dabei hatte alles so vielversprechend am Bodensee begonnen. 1874 hatte Graf Zeppelin hier erstmals die Idee eines starren Luftschiffs geäußert und 1898 die Gesellschaft zur Förderung der Luftschifffahrt gegründet. Am 30. Juni 1900 wurde das zahlreich erschienene Publikum noch enttäuscht: aufgrund technischer Probleme musste der Jungfernflug abgesagt werden, am nächsten Tag herrschte zu viel Wind, und so war es der 2. Juli 1900, an dem das Luftschiff nahe Friedrichshafen erstmals für 18 Minuten aufstieg.


Frühe Aufnahme eines Luftschiffes. Im Hintergrund sind die beiden Türme der Friedrichshafener Schlosskirche zu erkennen. Friedrichshafen wurde 1908 zum Sitz der „Luftschiffbau Zeppelin GmbH“, Keimzelle der bis heute hier ansässigen Luftfahrt- und Maschinenbauindustrie.

Zeppelin über Bregenz, am Bodenseeufer sind deutlich noch zwei Badeanstalten zu erkennen. Neben dem Militärbad gab es noch das städtische Schwimmbad, das 1890 erbaut und 1948 wieder abgerissen wurde.

Ein Luftschiff mit einer DO X (benannt nach der Friedrichshafener Firma Dornier), ein Verkehrsflugschiff, das 1929 erstmals zum Flug abhob. Zu seiner Zeit war es das größte Flugzeug der Welt, dessen Produktion aber schon 1933 aus sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Gründen wieder eingestellt wurde.

Um 1990 wurde die Herstellung von Luftschiffen in Friedrichshafen wiederbelebt. 1997 fand der Jungfernflug des Zeppelins NT (Neue Technologie) statt, der seither auch regelmäßig über Dornbirn seine Kreise zieht.

Josef Wilhelm Purtscher, der Bahnmeister der Arlberg-Westrampe, fotografierte um 1930 die Trasse der Arlbergstrecke bei Kilometer 116,9. Im Hintergrund die Stelzistobelbrücke in Wald am Arlberg. Das Foto ist wahrscheinlich nur wegen des Zeppelins im Hintergrund entstanden, der sich bis ins Klostertal verirrt hatte.

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Am 6. Mai 1937 explodierte beim Landeanflug der deutsche Zeppelin „Hindenburg“ in Lakehurst, nahe New York. Dieses einschneidende Ereignis beendete die Blüte der Luftschiffe, die dann in der kommerziellen und militärischen Luftfahrt keine Rolle mehr spielten. Dabei hatte alles so vielversprechend am Bodensee begonnen. 1874 hatte Graf Zeppelin hier erstmals die Idee eines starren Luftschiffs geäußert und 1898 die Gesellschaft zur Förderung der Luftschifffahrt gegründet. Am 30. Juni 1900 wurde das zahlreich erschienene Publikum noch enttäuscht: aufgrund technischer Probleme musste der Jungfernflug abgesagt werden, am nächsten Tag herrschte zu viel Wind, und so war es der 2. Juli 1900, an dem das Luftschiff nahe Friedrichshafen erstmals für 18 Minuten aufstieg.
Pfarrkirche Bartholomäberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#pfarrkirchebartholomäbergMon, 23 Okt 2017 09:10:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Die älteste Pfarre im Montafon

Der Bartholomäberg war schon im Mittelalter ein Zentrum des Bergbaus. Daher ist es auch wenig überraschend, dass hier bereits um 1100 eine eigene Pfarrei bestanden haben dürfte. Der erste urkundliche Beweis stammt jedoch erst aus dem Jahr 1350. Die heutige barocke Kirche ist vermutlich die dritte, die an dieser Stelle errichtet wurde. Angeregt vom Churer Bischof, Ulrich von Federspiel, erfolgte 1792 die Grundsteinlegung und 1743 die Einweihung. Mit Teilen der alten Pestkapelle (1630/40), die 1936 wegen des Straßenbaues abgerissen werden musste, wurde vor dem Westportal eine Kriegergedächtnisstätte errichtet.


Hl. Bartholomäus gilt u.a. als Patron der Bergleute.

Das Gebiet dürfte bereits im dritten Jahrtausend vor Christus besiedelt gewesen sein.

Die Pfarrkirche ist von einem ummauerten Friedhof umgeben.

Romanisches Vortragekreuz um 1150 aus Limoges. Es ist das älteste und kostbarste Ausstattungsobjekt.

Als Erbauer der 1792 errichteten Orgel wird Johann Michael Graß angenommen.

Besuch von Bundespräsident Kirchschläger. Im Hintergrund ist der spätgotische St. Anna- oder Knappenalter zu sehen.

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Der Bartholomäberg war schon im Mittelalter ein Zentrum des Bergbaus. Daher ist es auch wenig überraschend, dass hier bereits um 1100 eine eigene Pfarrei bestanden haben dürfte. Der erste urkundliche Beweis stammt jedoch erst aus dem Jahr 1350. Die heutige barocke Kirche ist vermutlich die dritte, die an dieser Stelle errichtet wurde. Angeregt vom Churer Bischof, Ulrich von Federspiel, erfolgte 1792 die Grundsteinlegung und 1743 die Einweihung. Mit Teilen der alten Pestkapelle (1630/40), die 1936 wegen des Straßenbaues abgerissen werden musste, wurde vor dem Westportal eine Kriegergedächtnisstätte errichtet.
Spullerseehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#spullerseeMon, 16 Okt 2017 09:06:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Die Arlbergbahn braucht Strom

Das Spullerseekraftwerk wurde 1925 fertiggestellt, um den durch die Elektrifizierung entstandenen Energiebedarf der Arlbergbahn zu stillen. Dafür wurde der natürliche Spullersee durch eine Staumauer wesentlich vergrößert, indem der Seespiegel 30 Meter erhöht wurde, und dadurch 13 Millionen m³ Wasser gestaut werden konnten. Das Wasser wird zunächst flach abgeleitet und schießt dann mit großem Gefälle hinunter zum Krafthaus in Danöfen/Wald am Arlberg/Dalaas. Der Höhenunterschied zwischen See und Krafthaus beträgt ca. 800 Meter.


Der Spullersee noch vor der energiewirtschaftlichen Nutzung im Jahr 1910. Der See war ursprünglich 17,3 Hektar groß und besaß mit dem Spreubach, der Richtung Klostertal entwässert, einen oberflächlichen Abfluss.

Krafthaus in Danöfen, Erweiterungspläne der ÖBB wurden 2015 abgesagt, nachdem sich Widerstand von Grundeigentümern geregt hatte. Besonders die Umleitung von Wasser über die Europäische Wasserscheide hatte für Aufregung gesorgt.

Die Druckrohrleitung vom Spullersee nach Danöfen verläuft durch schwieriges Gelände, das zu Rutschungen und Vermurungen neigt. Zahlreiche Verbauungen sollten in diesem Bereich die Arlbergstrecke sichern.

Aufgrund der zunehmenden Skibegeisterung am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in den Alpen zahlreiche Schutzhütten. 1912 konnte die Ravensburger Hütte, erbaut aus Bruchsteinmauerwerk und mit einem Holzdach versehen, feierlich eröffnet werden.

Nachdem die Kapazitäten der kleinen Hütte bald ausgeschöpft waren, sorgten Erweiterungen 1959, 1976 und zuletzt 2009 dafür, dass heute ca. 3.000 Übernachtungen pro Jahr gezählt werden und sogar ein Seminarraum und eine Kletterwand zur Verfügung stehen.

E-Werk in Wald am Arlberg mit Grafenspitze

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Das Spullerseekraftwerk wurde 1925 fertiggestellt, um den durch die Elektrifizierung entstandenen Energiebedarf der Arlbergbahn zu stillen. Dafür wurde der natürliche Spullersee durch eine Staumauer wesentlich vergrößert, indem der Seespiegel 30 Meter erhöht wurde, und dadurch 13 Millionen m³ Wasser gestaut werden konnten. Das Wasser wird zunächst flach abgeleitet und schießt dann mit großem Gefälle hinunter zum Krafthaus in Danöfen/Wald am Arlberg/Dalaas. Der Höhenunterschied zwischen See und Krafthaus beträgt ca. 800 Meter.
Residenzschloss von Emshttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#residenzschlossvonemsThu, 28 Sep 2017 08:53:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Dieses sollte die Rangerhöhung zu Reichsgrafen nach außen hin sichtbar machen.

Kardinal Markus Sittikus III. erteilte 1562 dem Architekten Martino Longhi den Auftrag, einen Palast nach italienischem Vorbild zu errichten und unter Graf Kaspar wurde er dann zur ständigen gräflichen Residenz. Mit dem Aussterben der Grafen verlor auch der Palast an Bedeutung und stand jahrelang leer. Um 1827 sollte er für den Sitz eines zu bildenden Landgerichtsbezirkes adaptiert werden, doch die von Alois Negrelli ausgearbeiteten Pläne waren Kaiser Franz I. zu teuer. Bevor er 1882 von Graf Clemens von Waldburg-Zeil wieder bewohnbar gemacht wurde, diente er einem ungarischen Regiment als Kaserne.


Historische Pläne. Martino Longhi „il Vecchio“ errichtete in Hohenems, neben dem Palast, auch das heutige Rathaus.

Das Rundbogenportal und das darüber liegende, verzierte Doppelfenster stellen den einzigen Fassadenschmuck dar.

In der zentralen Grottennische im Innenhof steht eine allegorische Figur von Jesaias Gruber aus dem Jahr 1626.

Kunstvoll geschnitzte Kassettendecke des Rittersaales.

Der Brunnen auf dem Schlossplatz erinnert an die Auffindung der Nibelungen-Handschriften A und C im Palast.

Ein 50 Meter langer, oberirdischer Gang verbindet die 1806 geweihte Pfarrkirche St. Karl mit dem Palast.

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Kardinal Markus Sittikus III. erteilte 1562 dem Architekten Martino Longhi den Auftrag, einen Palast nach italienischem Vorbild zu errichten und unter Graf Kaspar wurde er dann zur ständigen gräflichen Residenz. Mit dem Aussterben der Grafen verlor auch der Palast an Bedeutung und stand jahrelang leer. Um 1827 sollte er für den Sitz eines zu bildenden Landgerichtsbezirkes adaptiert werden, doch die von Alois Negrelli ausgearbeiteten Pläne waren Kaiser Franz I. zu teuer. Bevor er 1882 von Graf Clemens von Waldburg-Zeil wieder bewohnbar gemacht wurde, diente er einem ungarischen Regiment als Kaserne.
Latschauhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#latschauTue, 19 Sep 2017 08:30:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Die Energiewirtschaft hinterlässt ihre Spuren

Mit der Gründung der Illwerke hatte Vorarlberg 1924 einen entscheidenden Schritt gesetzt, um den eigenen Energiebedarf zu decken, aber auch Strom gewinnbringend ins Ausland exportieren zu können. Zwischen 1938 und 1944 wurde in Tschagguns das Ausgleichsbecken Latschau fertiggestellt und dient seither als Tagesspeicher für die Rodundwerke sowie als Vorratsbecken für das Lünerseewerk. 1972 wurde die Kapazität um ein zweites Staubecken erweitert. Zwei Dämme mit einer Länge von 480 und 260 Metern Länge ermöglichen es seither 2,2 Millionen m³ Wasser zurückzuhalten. Eines der Becken musste neulich entleert werden, da Materialablagerungen entfernt werden und die Abdichtungen erneuert werden mussten. Noch im September 2017 sollen beide Becken wieder regulär befüllt sein.


Schon 1932 wurden im Bereich Latschau zur Untersuchung des Baugrundes Sondierschächte geschlagen. Der Anschluss Österreichs an Deutschland hatte dann den Baubeginn beschleunigt.

Blick von der Golmerbahn auf den Stausee Latschau, noch vor dem Bau des zweiten Beckens.

Im Zuge der Kraftwerksbauten wurde in Latschau ein Schrägaufzug errichtet, der zunächst als Transportmittel für den Kraftwerksbau genutzt wurde und erst ab 1959 auch Touristen transportierte.

1972 wird ein zweites Ausgleichsbecken errichtet. Der Höhenunterschied der energiewirtschaftlich genutzt wird, beträgt zum Lünersee 974 Meter und zu den tiefergelegenen Rodundwerken 350 Meter.

Eine geologische Senke bei Latschau wurde ausgenützt, um mit möglichst geringen Erdbewegungen eine möglichst große Kubatur der Becken zu erreichen. Im Hintergrund das Gauertal mit den Drei Türmen und der Sulzfluh. Im Bereich der freigelegten Moräne fanden sich Sulzfluhkalkblöcke von der Größe eines Bauernhauses.

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Mit der Gründung der Illwerke hatte Vorarlberg 1924 einen entscheidenden Schritt gesetzt, um den eigenen Energiebedarf zu decken, aber auch Strom gewinnbringend ins Ausland exportieren zu können. Zwischen 1938 und 1944 wurde in Tschagguns das Ausgleichsbecken Latschau fertiggestellt und dient seither als Tagesspeicher für die Rodundwerke sowie als Vorratsbecken für das Lünerseewerk. 1972 wurde die Kapazität um ein zweites Staubecken erweitert. Zwei Dämme mit einer Länge von 480 und 260 Metern Länge ermöglichen es seither 2,2 Millionen m³ Wasser zurückzuhalten. Eines der Becken musste neulich entleert werden, da Materialablagerungen entfernt werden und die Abdichtungen erneuert werden mussten. Noch im September 2017 sollen beide Becken wieder regulär befüllt sein.
Mittelpunkt des dörflichen Lebenshttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#mittelpunktdesdörflichenlebensSat, 16 Sep 2017 13:45:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Neubelebung der Nahversorgung durch den Selbsthilfeverein Dorfgemeinschaft Thal

Als im Jahr 1988 das Gasthaus Krone und das letzte Lebensmittelgeschäft in Sulzberg/Thal schlossen, gründeten einige Idealisten den „Selbsthilfeverein Dorfgemeinschaft Thal“. Dem Verein gelang es mit der finanziellen Unterstützung der öffentlichen Hand, die „Krone“ zu erwerben und mit der ehrenamtlichen Hilfe der Bevölkerung in rund 8000 Stunden mustergültig zu sanieren. Gasthaus und Laden konnten verpachtet und die Nahversorgung gesichert werden. In den darauffolgenden Jahren entstand so auch aus dem ehemaligen Wirtschaftsraum ein Gemeinschaftshaus und der alte Tanzsaal konnte in einen modernen Veranstaltungsraum umgebaut werden.


Um 1870 gab der Priester und Sozialreformer Martin Sinz mit dem Bau der Kirche den im Rotachtal gelegenen Parzellen der Gemeinde Sulzberg ein Zentrum.

Nur unweit der Kirche eröffnete damals die Familie Kresser in ihren Bauernhof das Gasthaus zur Krone.

Nach zwei Bränden entstand 1928 das derzeitige, überaus stattliche Gebäude.

Im Jahr 1932 gab es noch kaum motorisierten Straßenverkehr, die Einkäufe wurden noch zu Fuß erledigt.

Wie beim Zubau der Volksschule Thal im Jahr 1998 wurde bei der Sanierung des Gasthauses überwiegend das in der Umgebung gewachsene Holz der Weißtanne verwendet.

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Als im Jahr 1988 das Gasthaus Krone und das letzte Lebensmittelgeschäft in Sulzberg/Thal schlossen, gründeten einige Idealisten den „Selbsthilfeverein Dorfgemeinschaft Thal“. Dem Verein gelang es mit der finanziellen Unterstützung der öffentlichen Hand, die „Krone“ zu erwerben und mit der ehrenamtlichen Hilfe der Bevölkerung in rund 8000 Stunden mustergültig zu sanieren. Gasthaus und Laden konnten verpachtet und die Nahversorgung gesichert werden. In den darauffolgenden Jahren entstand so auch aus dem ehemaligen Wirtschaftsraum ein Gemeinschaftshaus und der alte Tanzsaal konnte in einen modernen Veranstaltungsraum umgebaut werden.
Der spätere Papst Pius XI. auf Neu-Emshttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#derspäterepapstpiusxi.aufneu-emsWed, 13 Sep 2017 13:45:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Anlässlich seiner Karl Borromäus Studien weilte er 1908 in Hohenems.

Neu-Ems beherbergte noch andere Gäste. Nach dem Ankauf 1843 durch Graf Maximilian Waldburg-Zeil-Hohenems diente sie dem Jagdaufseher Josef „Schloss-Sepple“ Waibel über Jahrzehnte als Dienstwohnung. In den 1920er Jahren mietete sich der dänische Baron Paul von Reitzel hier ein und verfasste die „Glopper-Chronik“. Graf Franz Josef beantragte und erhielt 1906 die Wirtschaftskonzession für Neu-Ems. 1935 übernahm mit Mitzi Lotte Lanzl aus Dornbirn die letzte Wirtin den Gastbetrieb. Obwohl sie ganzjährig hier wohnte, lohnte sich der Gastbetrieb nur von Ostern bis Allerheiligen. Nach zehn Jahren löste sie den Betrieb auf.


Neu-Ems oder Glopper wurde 1342 von Ulrich von Ems errichtet, im Appenzellerkrieg 1407 zerstört und anschließend wieder aufgebaut.

Trotz mehrfacher Besitzerwechsel ist Neu-Ems bis zum heutigen Tag in ihrem baulichen Bestand erhalten geblieben.

Der Schlossteich wurde zu Verteidigungszwecken aber auch für die Fischzucht genutzt.

Schloss Glopper mit Gasthaus Krone. Lehrer Franz Martin Albrich kaufte 1882 das Gebäude, daher auch der Name „Alberi“.

Heute wird die Burg wieder von der Familie Waldburg-Zeil genutzt und ist ganzjährig bewohnt.

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Neu-Ems beherbergte noch andere Gäste. Nach dem Ankauf 1843 durch Graf Maximilian Waldburg-Zeil-Hohenems diente sie dem Jagdaufseher Josef „Schloss-Sepple“ Waibel über Jahrzehnte als Dienstwohnung. In den 1920er Jahren mietete sich der dänische Baron Paul von Reitzel hier ein und verfasste die „Glopper-Chronik“. Graf Franz Josef beantragte und erhielt 1906 die Wirtschaftskonzession für Neu-Ems. 1935 übernahm mit Mitzi Lotte Lanzl aus Dornbirn die letzte Wirtin den Gastbetrieb. Obwohl sie ganzjährig hier wohnte, lohnte sich der Gastbetrieb nur von Ostern bis Allerheiligen. Nach zehn Jahren löste sie den Betrieb auf.
Festung Feldkirchhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#festungfeldkirchThu, 7 Sep 2017 10:45:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Mauern, Türme, Tore und die Schattenburg sorgten für die Sicherheit der Feldkircher

Die große Bedeutung von Feldkirch als Handels- und Verkehrsknotenpunkt zwischen der Schweiz und Italien spiegelte sich auch in der Bauarchitektur wieder. Vor allem um 1500 herum wurden die Befestigungsanlagen verbessert und ausgebaut. Die Stadt war in vier Verteidigungszonen eingeteilt, die jeweils von einem der vier Stadttore (Churer-, Bregenzer-, Bludenzer- und Mühletor) aus befehligt wurden. Bevor es hauptamtliche Torwächter gab, mussten jeweils zwei Bürger einen Tag lang Torwartwacht halten. Ab dem 17. Jahrhundert verlor die Befestigungsanlage an Bedeutung und im 19. Jahrhundert wurden große Teile davon abgebrochen.


Die Schattenburg wurde 1260/70 erbaut und diente u.a. den Grafen von Montfort als Wohnsitz und Verwaltungszentrum.

Das 1378 errichtete Churertor wurde bei der Erneuerung 1491 komplett aus Stein erbaut.

Der bereits 1492 erwähnte Wasserturm sollte nach dem Hochwasser 1910 abgerissen werden.

Der zwischen 1491 und 1507 errichtete Katzenturm wurde Mitte des 17. Jh. zum Glockenturm ausgebaut.

In dem Zeughaus (vor 1436 errichtet) wurden neben Waffen auch Feuerkübel und Spritzen aufbewahrt. Für Ordnung sorgten sogenannte Zeugwarte.

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Die große Bedeutung von Feldkirch als Handels- und Verkehrsknotenpunkt zwischen der Schweiz und Italien spiegelte sich auch in der Bauarchitektur wieder. Vor allem um 1500 herum wurden die Befestigungsanlagen verbessert und ausgebaut. Die Stadt war in vier Verteidigungszonen eingeteilt, die jeweils von einem der vier Stadttore (Churer-, Bregenzer-, Bludenzer- und Mühletor) aus befehligt wurden. Bevor es hauptamtliche Torwächter gab, mussten jeweils zwei Bürger einen Tag lang Torwartwacht halten. Ab dem 17. Jahrhundert verlor die Befestigungsanlage an Bedeutung und im 19. Jahrhundert wurden große Teile davon abgebrochen.
Schönenbachhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#schönenbachMon, 4 Sep 2017 10:45:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Das größte Gemeinschaftsvorsäß im Bregenzerwald

Die Bewirtschaftung des Gemeinschaftsvorsäß Schönenbach reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Das 1491 erstmals urkundlich erwähnte Häuserensemble gilt als kulturhistorisches Kleinod und ist heute noch Teil der traditionellen landwirtschaftlichen Dreistufenwirtschaft. Durch Zukauf der angrenzenden Alpen Sack und Rüschere im letzten Jahrhundert beträgt die Größe der Eigentumsflächen 258 ha, davon ca. 160 ha Weide und ca. 100 ha Wald. 26 Vorsäßhütten mit einer Kapelle, einer eigenen Sennerei, einer Gastwirtschaft und einer Säge bilden das romantische Vorsäßdörfchen, das vom mäanderförmigen und namensgebenden Schönenbach durchzogen wird.


Schönenbach liegt auf 1.050 m Seehöhe und gehört mit 2.000 mm Jahresniederschlag zu den niederschlagreichsten Regionen Europas.

Den Namen hat das Gebiet vom Schönenbach, der sich als Mäander durch das Tal gegraben hat.

Obwohl Schönenbach nur über Bizau erreichbar ist, gehört es zum Gemeindegebiet von Bezau.

Die Kapelle von 1697, der „Heiligen Dreifaltigkeit“ geweiht, hat keine Stiftung, sie wird vom Vorsäß erhalten.

Dass sich die Idylle von Schönenbach zur Erholung eignet, erkannte auch Kaplan Hugo Kleinbrod, der im Jahr 1946 erstmals eine Ferienaktion für hungernde und benachteiligte Kinder initiierte.

Jagdherren im Herbst 1899.

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Die Bewirtschaftung des Gemeinschaftsvorsäß Schönenbach reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Das 1491 erstmals urkundlich erwähnte Häuserensemble gilt als kulturhistorisches Kleinod und ist heute noch Teil der traditionellen landwirtschaftlichen Dreistufenwirtschaft. Durch Zukauf der angrenzenden Alpen Sack und Rüschere im letzten Jahrhundert beträgt die Größe der Eigentumsflächen 258 ha, davon ca. 160 ha Weide und ca. 100 ha Wald. 26 Vorsäßhütten mit einer Kapelle, einer eigenen Sennerei, einer Gastwirtschaft und einer Säge bilden das romantische Vorsäßdörfchen, das vom mäanderförmigen und namensgebenden Schönenbach durchzogen wird.
Kriegerdenkmälerhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#kriegerdenkmälerTue, 29 Aug 2017 10:45:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Erinnerungen an die im Krieg gefallenen Soldaten.

Sie prägen das Landschaftsbild fast aller Teilnehmerstaaten des Ersten Weltkrieges. Die Idee, solche Denkmäler zur errichten, kam schon während des Krieges auf und 1915 wurden auch dementsprechende Leitlinien herausgegeben. In jeder Gemeinde sollte sich ein Ort des gemeinsamen Gedenkens befinden. Der Gefallenenkult setzte sich aber erst in den 1920er und 1930er durch. Meist waren es Gemeindevertreter und Kameradschaftsvereine, die die Errichtung in die Wege leiteten. In ästhetischer Hinsicht entsprachen sie meistens dem Zeitgeschmack. Erweitert wurden sie später mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges.


Kriegerdenkmal Stadtpfarrkirche Bregenz mit dem „Sterbenden Krieger” von Albert Berchtold, 1931.

Kriegerdenkmal-Enthüllung in Alberschwende, 1924. Statue stammt von G. Matt

Das erneuerte Hohenemser Kriegerdenkmal von 1954. Ursprünglich 1936 nach Plänen von Emanuel Thurnher errichtet.

Am 13. Juni 1965 wurde das neue Kriegerdenkmal von Ludesch eingeweiht

Treppenanlage mit Totenleuchte in Wolfurt. Gebaut nach Plänen von Alfons Fitz 1930.

Das Kriegerdenkmal Bludenz wurde nach einem Plan von Alfons Fitz aus dem Jahr 1928 errichtet.

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Sie prägen das Landschaftsbild fast aller Teilnehmerstaaten des Ersten Weltkrieges. Die Idee, solche Denkmäler zur errichten, kam schon während des Krieges auf und 1915 wurden auch dementsprechende Leitlinien herausgegeben. In jeder Gemeinde sollte sich ein Ort des gemeinsamen Gedenkens befinden. Der Gefallenenkult setzte sich aber erst in den 1920er und 1930er durch. Meist waren es Gemeindevertreter und Kameradschaftsvereine, die die Errichtung in die Wege leiteten. In ästhetischer Hinsicht entsprachen sie meistens dem Zeitgeschmack. Erweitert wurden sie später mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges.
Von Andelsbuch nach Schwarzenberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#vonandelsbuchnachschwarzenbergMon, 28 Aug 2017 10:45:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Öffentlicher Fährverkehr von Andelsbuch nach Schwarzenberg bis 1962

Dort wo heute kaum noch wahrgenommen in wenigen Sekunden auf Brücken tiefe Schluchten überquert werden, waren früher oft stundenlange Märsche notwendig um von A nach B zu gelangen. Zwischen Andelsbuch und Schwarzenberg hatten dem bereits 1872 erfinderische Bauern abgeholfen, indem sie Seile über die Ache spannten, an denen Karren hin und her gezogen werden konnten. Mit einer Kuhglocke konnte ein Fährmann gerufen werden, der die Überfahrt organisierte. Fast 100 Jahre war die Lufteisenbahn in Betrieb, denn erst 1962 wurde der öffentliche Fährverkehr eingestellt.


2003 begannen etwa 25 Freiwillige das Fährhaus wieder aufzubauen, um an den Erfindungsgeist der damaligen Erbauer zu erinnern.

1910 hatte das Hochwasser das Fährhaus und die Fähre mitgerissen, danach wurde sie modernisiert wieder errichtet

Insgesamt waren es drei Lufteisenbahnen, die Andelsbuch und Schwarzenberg verbanden.

Seit 1969 überspannt eine elegante Bogenbrücke mit einer Länge von 196 Metern im Rahmen der L 48 die Bregenzerache und verbindet Schwarzenberg mit Andelsbuch-Bersbuch.

Die alte Steinbrücke, die sich heute unterhalb der neuen Bogenbrücke befindet.

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Dort wo heute kaum noch wahrgenommen in wenigen Sekunden auf Brücken tiefe Schluchten überquert werden, waren früher oft stundenlange Märsche notwendig um von A nach B zu gelangen. Zwischen Andelsbuch und Schwarzenberg hatten dem bereits 1872 erfinderische Bauern abgeholfen, indem sie Seile über die Ache spannten, an denen Karren hin und her gezogen werden konnten. Mit einer Kuhglocke konnte ein Fährmann gerufen werden, der die Überfahrt organisierte. Fast 100 Jahre war die Lufteisenbahn in Betrieb, denn erst 1962 wurde der öffentliche Fährverkehr eingestellt.
Die Bregenzerwaldbahnhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diebregenzerwaldbahnMon, 14 Aug 2017 08:25:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Für Generationen die wichtigste Verkehrsverbindung ins Rheintal

Im August 1899 wurde mit dem Bau der schmalspurigen Lokalbahn von Bregenz nach Bezau begonnen. Trotz vieler Schwierigkeiten und einem zerstörerischen Hochwasser während der Bauzeit konnte die Bregenzerwaldbahn im September 1902 dem Verkehr übergeben werden. In den ersten Jahren brachte die Bahn der Region den erwünschten wirtschaftlichen Aufschwung. Nach nur 34 Jahren wurde schon ein erster Antrag auf Einstellung eingebracht, der jedoch mit dem Hinweis auf fehlende alternative Straßenverbindungen abgelehnt wurde. Nach massiven Rutschungen im Sommer 1980 wurde die Strecke dann endgültig eingestellt.


Die Bregenzerwaldbahn mit der Lok U25 um 1907 beim Bahnhof Egg

Das Egger Viadukt besitzt 9 Öffnungen und ist rund 110m lang. Im Zuge des Baues des Geh- und Radweges zwischen Doren und Egg wurde es umfassend saniert.

Mitte der 1960er Jahre lösten die Schmalspur Dieselloks der Baureihe ÖBB 2095 die älteren Lokomotiven ab, was die Dauer einer Fahrt von Bregenz nach Bezau merklich verkürzte.

Zum Empfang 1980 reiste Olympiasieger Toni Innauer mit der Bregenzerwaldbahn nach Andelsbuch.

Bahnübergang bei Bezau

Der Bahnhof Lingenau während des 1. Weltkrieges.

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Im August 1899 wurde mit dem Bau der schmalspurigen Lokalbahn von Bregenz nach Bezau begonnen. Trotz vieler Schwierigkeiten und einem zerstörerischen Hochwasser während der Bauzeit konnte die Bregenzerwaldbahn im September 1902 dem Verkehr übergeben werden. In den ersten Jahren brachte die Bahn der Region den erwünschten wirtschaftlichen Aufschwung. Nach nur 34 Jahren wurde schon ein erster Antrag auf Einstellung eingebracht, der jedoch mit dem Hinweis auf fehlende alternative Straßenverbindungen abgelehnt wurde. Nach massiven Rutschungen im Sommer 1980 wurde die Strecke dann endgültig eingestellt.
Franz Josef I. auf dem Bodenseehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#franzjosefi.aufdembodenseeMon, 7 Aug 2017 08:25:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Halbsalondampfer mit 56 Metern Länge wurde 1937 außer Dienst gestellt

Die österreichischen Staatsbahnen stellten 1885 den ersten Halbsalondampfer „SD Kaiser Franz Josef I.“ auf dem Bodensee in Dienst. Das Schiff war fast 56 Meter lang, verfügte über eine Maschinenleistung von 520 PS und konnte immerhin 500 Personen aufnehmen. 1912 wurde das Schiff bei einer Kollision beträchtlich beschädigt und dann 1919 in „SD Dornbirn“ umbenannt. 1925 lief das Schiff auf Grund und 1932 folgte eine weitere Kollision vor dem Lindauer Hafen. 1937 musste das Schiff dann endgültig außer Dienst gestellt und 1940 in Lindau verschrottet werden.


Die „Dornbirn“ nach der Umbenennung mit dem Ende der Monarchie. Beim Bregenzer Seenachtsfest 1938 war sie als Kriegsschiff ausstaffiert eine Attraktion.

Der Salondampfer „Kaiser Franz Josef I.“ bei Weststurm auf der Fahrt nach Bregenz. Die reguläre Höchstgeschwindigkeit betrug 25,6 km/h.

Die „Kaiser Franz Josef I.“ vor der Kulisse von Bregenz. Links im Hintergrund die 1860 neu errichtete Kaserne von Bregenz.

Am 5.6.1917 besuchten Kaiser Karl und Kaiserin Zita Vorarlberg. Ein Höhepunkt der Reise war eine Ausfahrt auf der „Franz Josef I.“ Kaiser Karl soll von der lieblichen Landschaft um den Bodensee begeistert gewesen sein.

Mit dem Fernglas suchte das Kaiserpaar am schweizerischen Ufer nach Schloss Wartegg bei Rorschach, das sich im Besitz der Familie von Kaiserin Zita befand. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie fand die Familie dort kurzzeitig Asyl.

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Die österreichischen Staatsbahnen stellten 1885 den ersten Halbsalondampfer „SD Kaiser Franz Josef I.“ auf dem Bodensee in Dienst. Das Schiff war fast 56 Meter lang, verfügte über eine Maschinenleistung von 520 PS und konnte immerhin 500 Personen aufnehmen. 1912 wurde das Schiff bei einer Kollision beträchtlich beschädigt und dann 1919 in „SD Dornbirn“ umbenannt. 1925 lief das Schiff auf Grund und 1932 folgte eine weitere Kollision vor dem Lindauer Hafen. 1937 musste das Schiff dann endgültig außer Dienst gestellt und 1940 in Lindau verschrottet werden.
Badekultur in Bregenzhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#badekulturinbregenzFri, 4 Aug 2017 08:50:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Schwimmen lernen in der Militärbadeanstalt Bregenz

Die im Jahre 1825 erbaute Mili diente ursprünglich zur militärischen Schwimmausbildung der Bregenzer Kaserne. Zumeist kamen die jungen Männer aus dem Montafon und dem Bregenzerwald und waren sehr wasserscheu. Nach dem Entledigen ihrer Schuhe und Uniformen mussten die Rekruten auf Kommando ins Wasser springen. Die angstverzerrten Gesichter und die Flüche in den verschiedenen Dialekten amüsierte besonders die Bregenzer Jugend, die sich dieses Schauspiel nur selten entgehen ließ. Seit 1946 herrscht in der Mili öffentlicher Badebetrieb und bietet den Gästen eine einzigartige Atmosphäre und einen herrlichen Blick auf den See.


Das ursprünglich als Militärbad zur Ausbildung der Rekruten gebaute „Mili“ aus dem Jahre 1825 ist die älteste Badeanstalt am Bodensee.

Das städtische Schwimmbad wurde 1890 nur unweit der Mili erbaut und 1948 abgebrochen. Die Badebereiche für Frauen und Männer waren zur damaligen Zeit strikt getrennt.

Das erste Bregenzer Strandbad wurde 1935 an der Stelle des heutigen Festspielgeländes eröffnet.

Das damals „neue“ Strandbad war bekannt für seine vielen schwimmtechnischen Einrichtungen.

Schon im Jahr 1937 zeigten sich die ersten Frauen in für damalige Verhältnisse freizügigen Badeanzügen.

Das Bregenzer Strandbad galt damals als das modernste am Bodensee. Im Vordergrund die Seebühne mit dem Bühnenbild zu „Boccaccio“.

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Die im Jahre 1825 erbaute Mili diente ursprünglich zur militärischen Schwimmausbildung der Bregenzer Kaserne. Zumeist kamen die jungen Männer aus dem Montafon und dem Bregenzerwald und waren sehr wasserscheu. Nach dem Entledigen ihrer Schuhe und Uniformen mussten die Rekruten auf Kommando ins Wasser springen. Die angstverzerrten Gesichter und die Flüche in den verschiedenen Dialekten amüsierte besonders die Bregenzer Jugend, die sich dieses Schauspiel nur selten entgehen ließ. Seit 1946 herrscht in der Mili öffentlicher Badebetrieb und bietet den Gästen eine einzigartige Atmosphäre und einen herrlichen Blick auf den See.
Der mit den Steinen sprichthttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dermitdensteinensprichtMon, 24 Jul 2017 08:56:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Herbert Albrecht ist 90

Die aktuelle Sommerausstellung im vorarlberg museum ist dem Vorarlberger Bildhauer Herbert Albrecht gewidmet. Er wurde am 7. Februar 1927 in Au geboren, begann nach dem 2. Weltkrieg sein Studium an der Wiener Akademie der Bildenden Künste und wurde dort von seinem Lehrer Fritz Wotruba geprägt. Sybille Fritsch, Kulturjournalistin, charakterisiert ihn 2002 in einem Ausstellungskatalog: „Daran arbeitet der Bildhauer Herbert Albrecht seit Jahrzehnten konsequent und unermüdlich – gegen die Modeströmungen der Zeit und für die Klarheit der Kunst. Er hat es sich nicht leicht gemacht und auf seine Weise nie aufgehört zu rebellieren: gegen alles was in unserer Gesellschaft verlogen und verheuchelt ist.“


Aurelia Kalb-Albrecht über ihren Vater: „Die warme Jahreszeit ist seine glücklichste Zeit, da kann er ins Freie, kann stauben, klopfen und schaffen.“ Offenbar nutzte er auch im Winter jede Gelegenheit draußen zu arbeiten, die Aufnahme entstand im Februar 1974.

Herbert Albrecht in seinem Atelier in Wolfurt. Ein Nachbar berichtet, dass die ursprüngliche Werkstatt in der Marktstraße 41 war, ein aufgelassener Raum der Müllabfuhr ohne Wasser.

Landeskrankenhaus Valduna Rankweil, 1972, die Jury sagt dazu: die Plastik ist von starker Eigenständigkeit und steht in ihrer organischen Form in Kontrast zum Konstruktiven der Architektur.

Skulptur bei der Bärentobelbrücke, die Krumbach mit Riefensberg verbindet, 1956: der erste öffentliche Auftrag an Albrecht durch das Land Vorarlberg. Die Skulptur zeigt Christophorus, den Patron der Kraftfahrer, des Verkehrs und der Brückenbauer, dargestellt als Riese mit einem Kind auf den Schultern.

Fassadenplastik an der Klosterkirche Mehrerau, 1962. Der Architekt Ernst Hiesmayr dazu: Herbert Albrecht schafft nicht nur den großen Maßstab, sondern auch das Wesentliche – die Wand strahlt die Kraft des Glaubens im Heute aus und überragt alle Arbeiten im sakralen Bereich.

„Gulliver erwacht“, 1966: die Skulptur zeigt den erwachenden Gulliver, der eben den Oberkörper erhebt und das linke Knie anzieht, um aufzustehen. Gemeint ist damit die Jugend, die sich anschickt, den Weg ins Leben zu nehmen.

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Die aktuelle Sommerausstellung im vorarlberg museum ist dem Vorarlberger Bildhauer Herbert Albrecht gewidmet. Er wurde am 7. Februar 1927 in Au geboren, begann nach dem 2. Weltkrieg sein Studium an der Wiener Akademie der Bildenden Künste und wurde dort von seinem Lehrer Fritz Wotruba geprägt. Sybille Fritsch, Kulturjournalistin, charakterisiert ihn 2002 in einem Ausstellungskatalog: „Daran arbeitet der Bildhauer Herbert Albrecht seit Jahrzehnten konsequent und unermüdlich – gegen die Modeströmungen der Zeit und für die Klarheit der Kunst. Er hat es sich nicht leicht gemacht und auf seine Weise nie aufgehört zu rebellieren: gegen alles was in unserer Gesellschaft verlogen und verheuchelt ist.“
Die Anfänge der Bregenzer Festspielehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dieanfängederbregenzerfestspieleFri, 21 Jul 2017 08:30:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Walter Lingenhöle erinnert sich

Der kürzlich verstorbene Bregenzer Buchhändler und Autor Walter Lingenhöle erinnert sich in seinem Buch „65 Jahre Bregenzer Festspiele“ an die Anfänge der Festspiele. Das Ende des 2. Weltkriegs, die Wiedergeburt Österreichs als selbständiger Staat sowie die wohlwollende französische Besatzungsmacht begünstigten die Gründung der Kultur- und Sportwoche 1946. Als Gründerväter sind Kurt Kaiser, ein Theaterfachmann aus Wien, Eugen Leissing, Kulturreferent der Vorarlberger Landesregierung und der Bregenzer Stadtrat Adolph Salzmann zu nennen, die mit großer Beharrlichkeit das kulturelle Ereignis organisierten. Die Gäste waren oftmals Schweizer und Walter Lingenhöle erinnert sich, dass er in Höchst in Vorarlberger Tracht die Gäste willkommen hieß.


Walter Lingenhöle (1925-2016), Buchhändler, Autor, und profunder Kenner der Bregenzer Festspiele bekommt 1976 von Landeshauptmann Herbert Kessler den Vorarlberger Kulturpreis verliehen.

Auf zwei im Gondelhafen verankerten Kiesfrachtern wurden Orchestergraben und Bühne errichtet. Die Premiere von „Bastien und Bastienne“ und damit die Geburtsstunde der Bregenzer Festspiele fand am 5. August 1946 bei herrlichem Wetter statt.

Szene aus „Bastien und Bastienne“. Für die Festwoche erhielt Bregenz einen außenpolitischen Sonderstatus, da kurzfristig die Grenze zur Schweiz geöffnet wurde.

1947 war bereits die Stadt Bregenz offizieller Veranstalter. Der Schauplatz von „Die Entführung aus dem Serail“ wurde in das 1935 eröffnete Strandbad verlegt, worüber sich die Stammgäste des Bades eher verärgert gezeigt haben sollen.

Die Bühne von 1947 wurde im seichten Wasser auf Piloten errichtet. Der Zuschauerraum im Strandbad war ideal geeignet, da der Zugang leicht zu kontrollieren war. Außerdem boten die Umkleidekabinen Platz für Schauspieler und Regie.

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Der kürzlich verstorbene Bregenzer Buchhändler und Autor Walter Lingenhöle erinnert sich in seinem Buch „65 Jahre Bregenzer Festspiele“ an die Anfänge der Festspiele. Das Ende des 2. Weltkriegs, die Wiedergeburt Österreichs als selbständiger Staat sowie die wohlwollende französische Besatzungsmacht begünstigten die Gründung der Kultur- und Sportwoche 1946. Als Gründerväter sind Kurt Kaiser, ein Theaterfachmann aus Wien, Eugen Leissing, Kulturreferent der Vorarlberger Landesregierung und der Bregenzer Stadtrat Adolph Salzmann zu nennen, die mit großer Beharrlichkeit das kulturelle Ereignis organisierten. Die Gäste waren oftmals Schweizer und Walter Lingenhöle erinnert sich, dass er in Höchst in Vorarlberger Tracht die Gäste willkommen hieß.
Vom Kieskahn zum Festspielbezirkhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#vomkieskahnzumfestspielbezirkTue, 18 Jul 2017 10:01:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Ein Festival verändert Bregenz

Die Infrastruktur der Bregenzer Festspiele hat eine atemberaubende Entwicklung hinter sich. Während die erste „Seebühne“ nach dem 2. Weltkrieg aus zwei Kieskähnen bestand, bot bereits 1949 die „Deuring Tribüne“ 7.500 Menschen Platz. 1952 wurde neben dem alten Strandbad eine Kiestribüne aufgeschüttet, die erst 1979 durch die Bauten des neuen Festspielhauses ersetzt wurde. 1998 erreichte die Tribüne nach der Erweiterung ein Fassungsvermögen von fast 6.800 Sitzen. 1997 kam dann die Werkstattbühne mit 3.700 Stehplätzen oder 1.400 Sitzplätzen dazu. Mit der Generalsanierung 2006 ersetzte dann am Vorplatz die Bronzeskulptur von Gottfried Bechtold den alten Symphonikerbrunnen.


Die Seetribüne 1952 mit dem alten Strandbad: sie bietet von 1952 bis 1978 6.700 Besuchern einen Sitzplatz.

Die Grundsteinlegung zum neuen Festspielhaus im Juli 1976: v.l.n.r.: Ernst Bär, Siegfried Gasser, Herbert Kessler, Fred Sinowatz, Rudolf Kirchschläger, Fritz Mayer, Albert Fuchs

Das Festspielhaus als Rohbau im November 1978. Streitigkeiten über die Kostenaufteilung und die fragliche Autobahnführung hatten den Bau lange verzögert, nachdem bereits 1953 ein Architekturwettbewerb stattgefunden hatte.

Im Beisein von Bischof Wechner nahmen Pfarrer Hans Jaquemar und Kaplan August Paterno die Weihe des Hauses vor. Bei Schlechtwetter ist jetzt für 1.700 der damals 4.500 Besucher eine Verlegung ins Haus möglich.

Das Architekturbüro Untertrifaller-Dietrich erweiterte und erneuerte zwischen 1997 und 2006 in zwei Bauetappen das Festspielhaus und machte es zu einem leistungsfähigen Veranstaltungs- und Kongresszentrum.

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Die Infrastruktur der Bregenzer Festspiele hat eine atemberaubende Entwicklung hinter sich. Während die erste „Seebühne“ nach dem 2. Weltkrieg aus zwei Kieskähnen bestand, bot bereits 1949 die „Deuring Tribüne“ 7.500 Menschen Platz. 1952 wurde neben dem alten Strandbad eine Kiestribüne aufgeschüttet, die erst 1979 durch die Bauten des neuen Festspielhauses ersetzt wurde. 1998 erreichte die Tribüne nach der Erweiterung ein Fassungsvermögen von fast 6.800 Sitzen. 1997 kam dann die Werkstattbühne mit 3.700 Stehplätzen oder 1.400 Sitzplätzen dazu. Mit der Generalsanierung 2006 ersetzte dann am Vorplatz die Bronzeskulptur von Gottfried Bechtold den alten Symphonikerbrunnen.
Man trägt wieder Holzschindelnhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#manträgtwiederholzschindelnTue, 11 Jul 2017 09:05:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Schindelmacher, Handwerker zwischen Tradition und Zukunft

Überall auf der Welt, wo Bäume wachsen, schützen Menschen seit Urzeiten ihre Behausungen mit Brettern und Holzschindeln gegen Nässe und Kälte. Dieses außergewöhnliche bauliche Kulturgut wurde im Alpenraum von traditionsverbundenen Handwerkern über Jahrhunderte gepflegt und behutsam weiterentwickelt. Im Laufe der 1990er Jahre hat eine neue Generation von Architekten dem Schindelmacher neue, innovative Perspektiven eröffnet. Die neue Interpretation der landestypischen Architektur ermöglicht eine gelungene Verknüpfung von Tradition und Moderne.


Für die Schindelerzeugung eignet sich nur feinjähriges, gradwüchsiges und astarmes Holz.

Schindelmacher Wilfrid Jenny im Jahr 1994 beim Spalten von Schindeln aus Fichtenholz.

Auf dem „Bschniedesl“ wird die Schindel mit einem speziellen Zugmesser am oberen Ende keilförmig zugeschnitten.

1991: Der Schindelmacher Manfred Luzian (Dalaas) spaltet die Jahresringe stehend, damit sie ruhig am Dach bzw. der Wand anliegen.

Um die Dichtheit zu gewährleisten, werden die Schindeln mehrfach überlappt.

Das 1999 eröffnete „Dorfhus“ ist mit einer Schindelfassade verkleidet und prägt im Ensemble mit Kirche, Gasthof Adler und Dorfplatz das Dorfbild von Krumbach.

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Überall auf der Welt, wo Bäume wachsen, schützen Menschen seit Urzeiten ihre Behausungen mit Brettern und Holzschindeln gegen Nässe und Kälte. Dieses außergewöhnliche bauliche Kulturgut wurde im Alpenraum von traditionsverbundenen Handwerkern über Jahrhunderte gepflegt und behutsam weiterentwickelt. Im Laufe der 1990er Jahre hat eine neue Generation von Architekten dem Schindelmacher neue, innovative Perspektiven eröffnet. Die neue Interpretation der landestypischen Architektur ermöglicht eine gelungene Verknüpfung von Tradition und Moderne.
Arlbergbahn im Winterhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#arlbergbahnimwinterWed, 5 Jul 2017 09:07:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Schneeräumung anno dazumal

Die Schwierigkeiten der Schneeräumung am Arlberg werden gemildert, da über vier Kilometer der Strecke Langen-Bludenz in Tunneln oder unter Lawinengalerien verlaufen. Für den Rest der Strecke wurde schon 1885 der Marin‘sche Schneeräumer eingesetzt, der den Schnee noch während des Schneefalls beseitigen sollte. Bei großen Schneemassen mussten zusätzlich hunderte Arbeiter ausrücken, um die Geleise frei zu legen. Seit dem 1. Weltkrieg kamen dann auch Schneeschleudern zum Einsatz. Heute räumen ein 10.000 PS starker Schneepflug sowie eine Schneebürste, die nach dem Prinzip einer Kehrmaschine arbeitet. Elektrische Weichenheizungen werden durch einen Temperatursensor aktiviert und lassen den Schnee im Weichenbereich schmelzen.


Noch im Dezember 1987 wurde mit einer Dampflokomotive die Schneeräumung auf der Arlbergstrecke betrieben.

Marin'scher Schneepflug mit siebenköpfiger Pflugmannschaft zwischen Wald am Arlberg und Dalaas im km 119,9, um 1925.

Händische Freilegung des Streckengleises im Bahnhof Wald am Arlberg

1974: Lawinengalerie an der Arlbergstrecke.

Lawinenverbauungen oberhalb des Bahnhofs Langen am Arlberg bestehend aus Arlberg-Schneerechen und Schneerückhaltemauern, Winter 1930/31.

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Die Schwierigkeiten der Schneeräumung am Arlberg werden gemildert, da über vier Kilometer der Strecke Langen-Bludenz in Tunneln oder unter Lawinengalerien verlaufen. Für den Rest der Strecke wurde schon 1885 der Marin‘sche Schneeräumer eingesetzt, der den Schnee noch während des Schneefalls beseitigen sollte. Bei großen Schneemassen mussten zusätzlich hunderte Arbeiter ausrücken, um die Geleise frei zu legen. Seit dem 1. Weltkrieg kamen dann auch Schneeschleudern zum Einsatz. Heute räumen ein 10.000 PS starker Schneepflug sowie eine Schneebürste, die nach dem Prinzip einer Kehrmaschine arbeitet. Elektrische Weichenheizungen werden durch einen Temperatursensor aktiviert und lassen den Schnee im Weichenbereich schmelzen.
Ebnit brannte lichterlohhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#ebnitbranntelichterlohMon, 3 Jul 2017 08:30:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Der Brand von 1927 beschleunigte den Verlust der Selbständigkeit

Erst ab 1901 war die kleine Walsergemeinde Ebnit über einen Karrenweg von Dornbirn aus erreichbar (davor nur über Saumpfade). 1926 wurde eine Straße eröffnet, die mit Fuhrwerken befahrbar war. 1927 zerstörte ein verheerender Brand die Kirche, die Schule, den Pfarrhof und die Säge. Die durch den Brand ausgelöste finanzielle Notlage der Berggemeinde führte dann 1931/32 zur Eingemeindung in die Stadtgemeinde Dornbirn. 1948 wurde dann Ebnit an das Bus-Netz angeschlossen (Kleinbusse mit einem Verbrauch von 40-50 l/100 km), erst 1955 an das Versorgungsnetz der VKW.


Am 30.6.1927 brannte die Kirche von Ebnit und die umliegenden Gebäude nieder. Der Brand dürfte in der Säge ausgebrochen sein, der herrschende Föhn fachte das Feuer weiter an.

1926 konnte die Straßenverbindung nach Ebnit eröffnet werden.

Ebniterstraße 1927, zahlreiche Tunnel und Brücken waren beim Bau der Straße notwendig. Trotzdem wurde sie häufig durch Felsstürze und Muren verlegt.

Die Postkarte, beschrieben am 27.5.1900, zeigt das noch unversehrte Ensemble um die Pfarrkirche.

Das Ferienheim Ebnit-Hackwald bot ab 1932 erholungsbedürftigen Kindern eine Unterkunft.

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Erst ab 1901 war die kleine Walsergemeinde Ebnit über einen Karrenweg von Dornbirn aus erreichbar (davor nur über Saumpfade). 1926 wurde eine Straße eröffnet, die mit Fuhrwerken befahrbar war. 1927 zerstörte ein verheerender Brand die Kirche, die Schule, den Pfarrhof und die Säge. Die durch den Brand ausgelöste finanzielle Notlage der Berggemeinde führte dann 1931/32 zur Eingemeindung in die Stadtgemeinde Dornbirn. 1948 wurde dann Ebnit an das Bus-Netz angeschlossen (Kleinbusse mit einem Verbrauch von 40-50 l/100 km), erst 1955 an das Versorgungsnetz der VKW.
Vorarlberger Bierbraukulturhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#vorarlbergerbierbraukulturMon, 26 Jun 2017 08:35:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

Während es 1882 noch 74 Brauereien gab, beherrschen heute vier den Markt.

Der Aufstieg des Volksgetränkes Bier begann im 19. Jahrhundert mit dem Niedergang der Weinkultur. Die Industrialisierung sorgte für ein neues Zielpublikum, den Fabrikarbeiter und eine bessere Qualität durch technische Innovationen. Diese wiederum konnten sich viele der meist kleinen Hausbrauereien nicht leisten und mussten schließen. Ausgeliefert wurde das Bier bis nach dem Zweiten Weltkrieg mit Pferdetransporten, obwohl schon ab 1908 die ersten Brauereilastwagen fuhren. War das 19. Jahrhundert gekennzeichnet vom Bierfass, so war es das 20. vom Vordringen des Flaschenbiers, ermöglicht durch den Kühlschrank.


Landeshauptmann Herbert Keßler besuchte 1980 die Mohrenbrauerei, die ihren Ursprung im Gasthaus „Zum Mohren“ hat.

Die Bierbrauerei Fohrenburg Gassner u. Comp. nahm mit 21 Mitarbeitern im Februar 1881 ihren Betrieb auf.

Brauerei Egg – die letzte noch existierende Brauerei des Bregenzerwaldes wurde 1894 von Gastwirten gegründet.

Der Tettnanger Aroma-Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse und wird seit 1844 in Tettnang angebaut.

1902 gründete Martin Reisch mit 35 Wirten aus der Region die Brauereigenossenschaft Frastanz.

Sternbräu Rankweil, die kleinste Brauerei Österreichs.

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Der Aufstieg des Volksgetränkes Bier begann im 19. Jahrhundert mit dem Niedergang der Weinkultur. Die Industrialisierung sorgte für ein neues Zielpublikum, den Fabrikarbeiter und eine bessere Qualität durch technische Innovationen. Diese wiederum konnten sich viele der meist kleinen Hausbrauereien nicht leisten und mussten schließen. Ausgeliefert wurde das Bier bis nach dem Zweiten Weltkrieg mit Pferdetransporten, obwohl schon ab 1908 die ersten Brauereilastwagen fuhren. War das 19. Jahrhundert gekennzeichnet vom Bierfass, so war es das 20. vom Vordringen des Flaschenbiers, ermöglicht durch den Kühlschrank.
Beckenbauer vom Bodenseehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#beckenbauervombodenseeMon, 19 Jun 2017 08:42:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

1979 wurde der Lauteracher Bruno Pezzey in die Weltauswahl gewählt

Seine Wiege stand am Bodensee, sein Stern am internationalen Fußballhimmel ging bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien auf. Dort konnte er sich mit der österreichischen Nationalmannschaft als Gruppensieger durchsetzen und den amtierenden Weltmeister Deutschland im Wunder von Cordoba aus dem Bewerb werfen. Aufgrund seiner technisch versierten, mitunter aufreizend lässigen Spielweise nannte man ihn den Beckenbauer vom Bodensee. Am Silvestertag des Jahres 1994, im Alter von 39 Jahren, brach Pezzey während einer Jux-Eishockey-Partie zusammen und verstarb völlig unerwartet an einer angeborenen Herzanomalie.


Pezzey bestritt zwischen 1975 und 1990 84 Länderspiele für die österreichische Fußballnationalmannschaft und erziehlte dabei 9 Tore.

Landeshauptmann Herbert Keßler überreichte Pezzey am 04. Juli 1978 das Ehrenzeichen für sportliche Leistungen in Gold.

Verleihung Sportehrenabzeichen 1978. vorne v.l.n.r.: Alois Lipburger (Skispringer), Oswald Ölz (Bergsteiger), Bruno Pezzey (Fußballspieler) hinten v.l.n.r.: Siegfried Gasser, Elmar Rümmele, Rudolf Mandl, Herbert Keßler, Karl Werner Rüsch, Konrad Blank, Ernst Adamer

Sein Profidebut gab Pezzey im Jahr 1973 für den FC Vorarlberg. Gespielt wurde damals im Bodenseestadion.

Trainingseinheit im Sommer 1973 beim damaligen Nationalligisten FC Vorarlberg, einer Spielgemeinschaft zwischen FC Rätia Bludenz und Schwarz-Weiß Bregenz.

Die Heimstätte des FC Lauterach, der Sportplatz an der Dammstraße, wurde im Jahr 2007 in Sportanlage Bruno Pezzey umbenannt.

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Seine Wiege stand am Bodensee, sein Stern am internationalen Fußballhimmel ging bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien auf. Dort konnte er sich mit der österreichischen Nationalmannschaft als Gruppensieger durchsetzen und den amtierenden Weltmeister Deutschland im Wunder von Cordoba aus dem Bewerb werfen. Aufgrund seiner technisch versierten, mitunter aufreizend lässigen Spielweise nannte man ihn den Beckenbauer vom Bodensee. Am Silvestertag des Jahres 1994, im Alter von 39 Jahren, brach Pezzey während einer Jux-Eishockey-Partie zusammen und verstarb völlig unerwartet an einer angeborenen Herzanomalie.
Die Flexenpassstraßehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dieflexenpassstraßeMon, 29 Mai 2017 08:30:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Grundstein für eines der bekanntesten Wintersportgebiete in den Alpen

Im Jahr 1831 schrieb Alois Negrelli in einem Gutachten, dass „es in dieser Gegend schwerlich je zur Anlage einer fahrbahren Straße“ komme, „welche nach Äußerung des k. k. Kreisingenieurs ohne große Geldopfer durch den Felsen oberhalb von Stuben nicht in das Werk gesetzt werden kann, was keineswegs mit dem zu erwartenden Nutzen in besonderem Verhältnis stehen würde“. Dies dürfte einer der wenigen Fälle gewesen sein, in denen sich der Ingenieur zu Unrecht ablehnend äußerte. Immerhin wurde mit der 1887 eröffneten Flexenpassstraße ein wesentlicher Grundstein für den Wintertourismus und den damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung am Tannberg gelegt.


Die Flexenpassstraße verbindet mit ihren vielen Kehren Stuben am Arlberg mit dem Zürs, Lech und Warth.

Flexenstraße zwischen Hölltobel und dem Weißen Tunnel um 1910. Das erste Schutzgeländer bestand aus Eisenschienen. Zwischen den hölzernen Galerien stehen zwei Pferdefuhrwerke

Die Flexenstraße wurde 1933 durch eine Verordnung der Bundesregierung zur Bundesstraße erklärt, 1936 wurde mit dem Ausbau begonnen.

Ab 1940 konnten die Motorschlitten der Post auch auf der Flexenstraße eingesetzt werden.

Seit vielen Jahren wird die Flexenstrasse geräumt und auch im Winter befahrbar gehalten.

1975: Die Flexengalerie ist 1,6 Kilometer lang und besteht aus 22 Galerie- und Tunnelabschnitten sowie drei Brücken.

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Im Jahr 1831 schrieb Alois Negrelli in einem Gutachten, dass „es in dieser Gegend schwerlich je zur Anlage einer fahrbahren Straße“ komme, „welche nach Äußerung des k. k. Kreisingenieurs ohne große Geldopfer durch den Felsen oberhalb von Stuben nicht in das Werk gesetzt werden kann, was keineswegs mit dem zu erwartenden Nutzen in besonderem Verhältnis stehen würde“. Dies dürfte einer der wenigen Fälle gewesen sein, in denen sich der Ingenieur zu Unrecht ablehnend äußerte. Immerhin wurde mit der 1887 eröffneten Flexenpassstraße ein wesentlicher Grundstein für den Wintertourismus und den damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung am Tannberg gelegt.
Die Lingenauer Hochbrückehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dielingenauerhochbrückeMon, 22 Mai 2017 10:15:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Eine der größten Stahlbeton-Bogenbrücken Mitteleuropas

Als nach dem 2. Weltkrieg das Verkehrsaufkommen immer größer wurde, zeigte sich bald, dass die bestehende Straßenverbindung zwischen Lingenau und Müselbach dem Verkehr nicht mehr genügen konnte. Im Jahr 1959 wandten sich die Vorderwälder Bürgermeister mit dem Antrag an die Landesregierung, unverzüglich die Planung einer zeitgemäßen Verkehrsverbindung in die Wege zu leiten. Bereits 1965 lag ein ausführungsreifes Projekt vor und es wurde umgehend mit dem Bau begonnen. Die Baukosten wurden mit 25 Millionen Schilling veranschlagt. Bei der Eröffnung im Jahr 1969 war die Lingenauer Hochbrücke die siebtgrößte Brücke dieser Art weltweit.


Die Stahlbeton-Bogenbrücke überspannt die Bregenzerach in einer Höhe von 88 Metern und einer Länge von 380 Metern. Die Bogenspannweite beträgt 210 Meter.

Die neue Hochbrücke ersetzte die kurvenreiche Straße und die 1932 erbaute Achbrücke.

Die Brücke überspannte auch die Trasse der Bregenzerwaldbahn.

Zum Zeitpunkt ihrer Erbauung war die Lingenauer Hochbrücke die größte Bogenbrücke in Österreich.



Bildhauer Emil Gehrer gestaltete das Brückendenkmal auf der Lingenauer Seite.

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Als nach dem 2. Weltkrieg das Verkehrsaufkommen immer größer wurde, zeigte sich bald, dass die bestehende Straßenverbindung zwischen Lingenau und Müselbach dem Verkehr nicht mehr genügen konnte. Im Jahr 1959 wandten sich die Vorderwälder Bürgermeister mit dem Antrag an die Landesregierung, unverzüglich die Planung einer zeitgemäßen Verkehrsverbindung in die Wege zu leiten. Bereits 1965 lag ein ausführungsreifes Projekt vor und es wurde umgehend mit dem Bau begonnen. Die Baukosten wurden mit 25 Millionen Schilling veranschlagt. Bei der Eröffnung im Jahr 1969 war die Lingenauer Hochbrücke die siebtgrößte Brücke dieser Art weltweit.
Staatsmann und Bauerhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#staatsmannundbauerTue, 9 Mai 2017 14:48:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Das Begräbnis von Jodok Fink war das größte, das der Bregenzerwald je gesehen hatte

Am 1. Juli 1929 wurde Jodok Fink in Andelsbuch zu Grabe getragen. Tausende Menschen – darunter die gesamte politische Prominenz aus Wien - hatten sich versammelt, um dem ehemaligen Vizekanzler Österreichs die letzte Ehre zu erweisen. Jodok Fink wurde 1853 geboren und heiratete 1886 Anna Katharina Moosbrugger, mit der er zwölf Kinder hatte. Im Laufe seiner politischen Karriere bekleidete er viele Funktionen: er war Gemeindevorsteher von Andelsbuch, Vorarlberger Landtagsabgeordneter, Abgeordneter zum Reichsrat, Vizekanzler der Republik und dann Nationalratsabgeordneter. Bei allen Parteien genoss Jodok Fink den Ruf, auch in schwierigen Zeiten immer ein ausgleichender Brückenbauer gewesen zu sein.


Der Bregenzer Bildhauer Emil Gehrer gestaltete 1957 eine Bronzeplastik von Jodok Fink, die noch heute beim Bregenzer Bahnhof zu sehen ist.

Eine unüberschaubare Menschenmenge hatte sich versammelt, um von Jodok Fink Abschied zu nehmen. Er war eng mit seiner Heimat verbunden und legte großen Wert auf seine bäuerliche Herkunft.

Der christlichsoziale Ernst Streeruwitz, der 1929 einige Monate Bundeskanzler war, hielt die Grabrede in Andelsbuch.

Bundespräsident Rudolf Kirchschläger besucht 1976 am Friedhof in Andelsbuch das Grab Jodok Finks.

Noch heute erinnern Straßen und Plätze in Wien, Bregenz, Dornbirn und Salzburg an den Bregenzerwälder Politiker.

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Am 1. Juli 1929 wurde Jodok Fink in Andelsbuch zu Grabe getragen. Tausende Menschen – darunter die gesamte politische Prominenz aus Wien - hatten sich versammelt, um dem ehemaligen Vizekanzler Österreichs die letzte Ehre zu erweisen. Jodok Fink wurde 1853 geboren und heiratete 1886 Anna Katharina Moosbrugger, mit der er zwölf Kinder hatte. Im Laufe seiner politischen Karriere bekleidete er viele Funktionen: er war Gemeindevorsteher von Andelsbuch, Vorarlberger Landtagsabgeordneter, Abgeordneter zum Reichsrat, Vizekanzler der Republik und dann Nationalratsabgeordneter. Bei allen Parteien genoss Jodok Fink den Ruf, auch in schwierigen Zeiten immer ein ausgleichender Brückenbauer gewesen zu sein.
Den Herrn Liebhabern bestens empfehlenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#denherrnliebhabernbestensempfehlenTue, 2 Mai 2017 09:15:00 +0200Verfasst von: Simone Drechsel

konnte der Bregenzer Stadtarzt Dr. Zürcher das Hohenemser Schwefelwasser

Im Emser Schwefelbad, dem ältesten Heilbad Vorarlbergs traf sich früher die vornehme Gesellschaft. So verteilte z. B. 1575 Hortensia von Hohenems selbstverfasste Lobeshymnen auf ihren Mann, Graf Jakob Hannibal an die Gäste. Das Bad war so beliebt, dass sich Frauen in Eheverträgen zusichern ließen, einmal im Jahr hierher auf Badekur geschickt zu werden. Erster eigener Besitzer des Bades, nach den Grafen von Hohenems, war Johann Georg Tschoven, der es ab 1710/1711 zu einer neuen Blüte führte. Nach der Übernahme 1841 durch die Gebrüder Rosenthal wurde der Badebetrieb in ein Nachgebäude verlegt, welches 1902/03 durch einen Anbau erweitert wurde.


Das Schwefelbad, zum ersten Mal 909 in einer Churer Urkunde erwähnt, ist in der „Vorarlbergkarte“ der Emser Chronik verzeichnet.

Neben einer ausführlichen Beschreibung befindet sich in der Emser Chronik von 1616 auch die erste bildliche Darstellung des Bades.

Das barocke Gebäude wurde 1841 zur Gänze in eine Spinnerei umgewandelt und 1912 abgebrochen.

Auf Grund des starken Verkehrs musste in den Jahren 1960 bis 1964 der sommerliche Badebetrieb eingestellt werden.

1975 wurde der Badebetrieb gänzlich eingestellt. Die Schwefelquelle selber ist nach wie vor frei zugänglich.

1993, ein Jahr nach dem Verkauf des Bades an die Firma Otten, wurde es abgerissen. Heute befindet sich dort ein Spar-Markt. (ganz links)

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Im Emser Schwefelbad, dem ältesten Heilbad Vorarlbergs traf sich früher die vornehme Gesellschaft. So verteilte z. B. 1575 Hortensia von Hohenems selbstverfasste Lobeshymnen auf ihren Mann, Graf Jakob Hannibal an die Gäste. Das Bad war so beliebt, dass sich Frauen in Eheverträgen zusichern ließen, einmal im Jahr hierher auf Badekur geschickt zu werden. Erster eigener Besitzer des Bades, nach den Grafen von Hohenems, war Johann Georg Tschoven, der es ab 1710/1711 zu einer neuen Blüte führte. Nach der Übernahme 1841 durch die Gebrüder Rosenthal wurde der Badebetrieb in ein Nachgebäude verlegt, welches 1902/03 durch einen Anbau erweitert wurde.
Da staunte selbst der Kaiserhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dastaunteselbstderkaiserWed, 26 Apr 2017 09:05:00 +0200Verfasst von: Harald Eberle

Andelsbuch, eines der großen Wasserkraftwerke der Monarchie

Da sich schon zur Jahrhundertwende im industriereichen Vorarlberg der Bedarf an elektrischer Energie deutlich abzeichnete, entschloss sich die Firma Jenny u. Schindler an der Bregenzerach bei Andelsbuch ein großzügig dimensioniertes Wasserkraftwerk mit 10.000 PS Leistung zu erstellen. Nach nur 32-monatiger Bauzeit wurde das Werk Andelsbuch am 26. Jänner 1908 in Betrieb genommen. Es war zur Zeit Kaisers Franz-Josephs I. eines der größten, modernsten und leistungsfähigsten Wasserkraftwerke der Monarchie. Noch heute ist das Kraftwerk in Betrieb und erzeugt jährlich mehr als 50,5 GWh an elektrischer Energie.


Das im Jugendstil errichtete Krafthaus beherbergt die Turbinen sowie die fünf Maschinensätze und steht unter Denkmalschutz.

Der Stauweiher hatte ursprünglich einen Inhalt von 200.000m³, wovon heute noch etwa 120.000m³ nutzbar sind.

Bei Bezau wird das Wasser der Bregenzerache gefasst und unter dem Klausberg über zwei 1,6 km lange Freispiegelstollen zum Stauweiher geführt.

Besichtigung des Maschinensaals beim Gemeindebesuch 1978 von Landesrat Blank. v.l.n.r.: Ferdinand Kohler (Bürgermeister Andelsbuch), Konrad Blank, Josef Ritter (Werksleiter), Anton Lipburger (Vizebürgermeister Andelsbuch ), Wilfried Kaufmann (Liftgesellschaft Andelsbuch)

Bis 1969 blieb die Anlage das leistungsstärkste Kraftwerk der VKW.

Am westlichen Ende des Weihers befinden sich die Wasserfassung mit Rechenhaus und Abschlussorganen sowie ein 20m breiter Überlauf.

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Da sich schon zur Jahrhundertwende im industriereichen Vorarlberg der Bedarf an elektrischer Energie deutlich abzeichnete, entschloss sich die Firma Jenny u. Schindler an der Bregenzerach bei Andelsbuch ein großzügig dimensioniertes Wasserkraftwerk mit 10.000 PS Leistung zu erstellen. Nach nur 32-monatiger Bauzeit wurde das Werk Andelsbuch am 26. Jänner 1908 in Betrieb genommen. Es war zur Zeit Kaisers Franz-Josephs I. eines der größten, modernsten und leistungsfähigsten Wasserkraftwerke der Monarchie. Noch heute ist das Kraftwerk in Betrieb und erzeugt jährlich mehr als 50,5 GWh an elektrischer Energie.
Medaillen für Vorarlberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#medaillenfürvorarlbergMon, 3 Apr 2017 08:50:00 +0200Verfasst von: Thomas Feurstein

Große Sportler aus dem Bregenzerwald

Toni Innauer war der letzte Vorarlberger, der für Vorarlberg im Skispringen Medaillen erringen konnte. Während er 1976 bei der Olympiade in Innsbruck noch von Karl Schnabl knapp geschlagen wurde, konnte er 1980 in Lake Placid die Goldmedaille erringen. Sein Andelsbucher Freund Alois Lipburger gewann 1978 in Lahti bei der Weltmeisterschaft die Silbermedaille. Er übernahm 1999 als Nationaltrainer die österreichische Nationalmannschaft, ehe er auf der Rückfahrt von einem Wettkampf bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Interimistisch übernahm darauf Innauer sein Amt und führte das Team zu großen Erfolgen.


1976 war die gesamte Landesregierung angetreten, um die Vorarlberger Olympiateilnehmer von Innsbruck zu empfangen: vorne: v.l.n.r. Toni Innauer, Alois Lipburger, Johannes Schüssling (Bob)

Enthusiastischer Empfang für Toni Innauer vor der Kirche in Bezau, 3. März 1980

Mit dem Wälderbähnle traf Toni Innauer in Bezau ein, 3. März 1980

Toni Innauer wird beim Empfang in Bezau von den Massen umringt, 3. März 1980

Die Familie Innauer auf dem Vorsäß Sonderdach oberhalb von Bezau. Irma Reichle (geb. Innauer); Dorothea Innauer (geb. Thaler); Baby Anton Innauer (Skispringer); Lydia Buchmeier (geb. Innauer); Anton Innauer (1887-1970); Bub Siegfried Innauer; Isabella Vogt (geb. Innauer); Wilfried Innauer (1936-1976; Mann von Rosa Innauer)

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Toni Innauer war der letzte Vorarlberger, der für Vorarlberg im Skispringen Medaillen erringen konnte. Während er 1976 bei der Olympiade in Innsbruck noch von Karl Schnabl knapp geschlagen wurde, konnte er 1980 in Lake Placid die Goldmedaille erringen. Sein Andelsbucher Freund Alois Lipburger gewann 1978 in Lahti bei der Weltmeisterschaft die Silbermedaille. Er übernahm 1999 als Nationaltrainer die österreichische Nationalmannschaft, ehe er auf der Rückfahrt von einem Wettkampf bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Interimistisch übernahm darauf Innauer sein Amt und führte das Team zu großen Erfolgen.
Amberg und Umgebunghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#ambergundumgebungMon, 20 Mrz 2017 08:50:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Ein Tunnel entlastet Feldkirch

Mit der Eröffnung des Ambergtunnels 1985 war die Rheintalautobahn von Bregenz bis Bludenz durchgehend befahrbar. Da zunächst nur eine Röhre in Betrieb ging, blieb der Tunnel lange ein Nadelöhr und besonders der zunehmende Verkehr durch den Wintertourismus verursachte dort regelmäßig Staus. 2003 sorgte dann die Eröffnung einer zweiten Röhre für Entlastung. Der Ambergtunnel ist etwas über drei Kilometer lang und wird täglich von durchschnittlich 30.000 PKWs und über 3.000 LKWs durchquert. Beim Bau wurde am Südportal, auf dem Gemeindegebiet von Göfis, eine Gletschermühle freigelegt, die das Ergebnis eines mächtigen späteiszeitlichen Flusses ist.


Oberhalb des Tunnel-Nordportals thront das Schloss Amberg, das 1493 auf Initiative von Kaiser Maximilian erbaut wurde. 1900 wurde hier die Vorarlberger Dichterin Paula Ludwig geboren und verbrachte dort auch ihre ersten Lebensjahre.

Beim Bau des Südportals wurde eine Gletschermühle freigelegt. Beim Abschmelzen des eiszeitlichen Ill-Gletschers wirkte das Schmelzwasser erodierend und schuf diese seltene Landschaftsform.

Flugaufnahme des Ambergtunnel-Südportals lange nach der Eröffnung der 2. Röhre, 2011

Ambergtunnel, Baustelle 1983, im ersten Jahr des Betriebs wurde der Tunnel täglich von durchschnittlich 10.000 Fahrzeugen durchfahren.

Baustelle Ambergtunnel Südportal, November 1979, auf dem Gemeindegebiet von Göfis mussten vor dem eigentlichen Anschlag gewaltige Felsmassen bewegt werden.

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Mit der Eröffnung des Ambergtunnels 1985 war die Rheintalautobahn von Bregenz bis Bludenz durchgehend befahrbar. Da zunächst nur eine Röhre in Betrieb ging, blieb der Tunnel lange ein Nadelöhr und besonders der zunehmende Verkehr durch den Wintertourismus verursachte dort regelmäßig Staus. 2003 sorgte dann die Eröffnung einer zweiten Röhre für Entlastung. Der Ambergtunnel ist etwas über drei Kilometer lang und wird täglich von durchschnittlich 30.000 PKWs und über 3.000 LKWs durchquert. Beim Bau wurde am Südportal, auf dem Gemeindegebiet von Göfis, eine Gletschermühle freigelegt, die das Ergebnis eines mächtigen späteiszeitlichen Flusses ist.
Das Bezauer Sonderdachhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dasbezauersonderdachSat, 11 Mrz 2017 07:50:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Touristen erobern die Berge

Unterhalb des Bezauer Vorsäßes Sonderdach hatte sich am 7. Jänner 1884 ein gewaltige Mure gelöst und in Oberbezau 13 Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Lehm und Geröll versinken lassen. Damals war dieses landwirtschaftliche Gebiet noch weitab vom aufkommenden Fremdenverkehr. Das änderte sich 1955 mit dem Bau einer Kabinenbahn, die von der Firma Steurer aus Doren errichtet wurde. Bis heute sind Pendelbahnen (z.B. Karren, Oberlech) ein wichtiges Geschäftsfeld des Bregenzerwälder Seilbahnbauers. Mit der Eröffnung der zweiten Teilstrecke auf die Baumgartenhöhe entwickelte sich rund um das Sonderdach ein sowohl im Sommer als auch im Winter beliebtes Ausflugsziel.


Auf einer alten Ansichtskarte ist noch das gewaltige Ausmaß der Rutschung zu sehen, die sich unterhalb des Sonderdachs gelöst hatte.

Ein Luftbild von 2006 zeigt, dass das Gebiet auch in jüngster Zeit geologisch labil ist. Die neuerliche Rutschung erreichte aber kein bewohntes Gebiet, wie das 1884 der Fall war.

Das Vorsäßvolk vom Sonderdach beim Gebet für den letzten Verstorbenen im Frühjahr.

Landesrat Siegi Gasser besucht 1978 die Firma Steurer in Doren. v.l.n.r.: Wendelin Hagspiel, Paul Feurle, Johann Steurer, Siegi Gasser

Die Sonderdachbahn kurz nach der Eröffnung 1956. Damals bot sie nur für einige wenige Personen Platz, heute können in einer Kabine der neuen Sonderdachbahn 60 Personen befördert werden.

Schon nach wenigen Jahren wurden die Kabinen offensichtlich durch geräumigere ersetzt, um die Kapazität zu erhöhen.

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Unterhalb des Bezauer Vorsäßes Sonderdach hatte sich am 7. Jänner 1884 ein gewaltige Mure gelöst und in Oberbezau 13 Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Lehm und Geröll versinken lassen. Damals war dieses landwirtschaftliche Gebiet noch weitab vom aufkommenden Fremdenverkehr. Das änderte sich 1955 mit dem Bau einer Kabinenbahn, die von der Firma Steurer aus Doren errichtet wurde. Bis heute sind Pendelbahnen (z.B. Karren, Oberlech) ein wichtiges Geschäftsfeld des Bregenzerwälder Seilbahnbauers. Mit der Eröffnung der zweiten Teilstrecke auf die Baumgartenhöhe entwickelte sich rund um das Sonderdach ein sowohl im Sommer als auch im Winter beliebtes Ausflugsziel.
Es krachte und schnellte im Berghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#eskrachteundschnellteimbergMon, 27 Feb 2017 07:50:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Der Lecknersee entstand vor 200 Jahren durch einen Erdrutsch

Eine kleine Mautstraße führt von Hittisau ins malerische Lecknertal. Mitten im Tal liegt der smaragdgrüne Lecknersee. Einer Sage zufolge soll dieser See im Jahr 1817 entstanden sein, als ein Unwetter das Tal heimsuchte und sich auf der Rohnenhöhe entlud. Als es sich nach zwei Tagen wieder aufklarte, sah man, dass oben auf Rohnen ein tiefes Loch entstanden war. Eine schmutzige Bahn zog sich vom Berg ins Tal. Wo sich vorher weite saftige Wiesen ausgedehnt hatten, erfüllte jetzt ein breiter und mächtiger See den Talgrund. Noch heute bettet sich der See in das Tal ein und zieht im Sommer als auch im Winter zahlreiche Touristen an.


Lecknersee im September 1975

Bootsanlegestelle zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Alphütte Schneidenbach nahe des Lecknersees, vorne Friedrich und Wilhelm Hammerer

Ansichtskarte aus den 1930ern.

Alpengasthof Höfle um 1915

Übergang von Lecknersee zum Leckenbach, 1975

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Eine kleine Mautstraße führt von Hittisau ins malerische Lecknertal. Mitten im Tal liegt der smaragdgrüne Lecknersee. Einer Sage zufolge soll dieser See im Jahr 1817 entstanden sein, als ein Unwetter das Tal heimsuchte und sich auf der Rohnenhöhe entlud. Als es sich nach zwei Tagen wieder aufklarte, sah man, dass oben auf Rohnen ein tiefes Loch entstanden war. Eine schmutzige Bahn zog sich vom Berg ins Tal. Wo sich vorher weite saftige Wiesen ausgedehnt hatten, erfüllte jetzt ein breiter und mächtiger See den Talgrund. Noch heute bettet sich der See in das Tal ein und zieht im Sommer als auch im Winter zahlreiche Touristen an.
Das Gamperdonatalhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dasgamperdonatalWed, 22 Feb 2017 08:02:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Vielen ist es besser bekannt unter dem Namen „Nenzinger Himmel“

Eigentlich war es ein Spottname, den die Bewohner der benachbarten Dörfer dem Tal gaben, da die Nenzinger immer so von ihrem „Gamperdond“ schwärmten. Grundbesitzer dieses 18 km langen, im westlichen Teil des Rätikons befindlichen Seitentales ist die Agrargemeinschaft Nenzing, deren Hauptaugenmerk auf der Erhaltung und dem Schutz des Tales liegt.
Die Eingangspforte zum Nenzinger Himmel bildet die Mautstelle „Stellfeder“. Ab hier dürfen nur noch Nenzinger und Hüttenbesitzer, die eine nicht unerhebliche Maut bezahlt haben, fahren. Ein regelmäßiger Pendelverkehr sorgt dafür, dass auch die Touristen und Wanderer das Erholungsgebiet erreichen.


Alpbegehung der Landesregierung 1980. Im Hintergrund der Panüeler, der mit 2859 m der höchste Punkt des Tales und zugleich der Hausberg der Nenzinger ist.

Sennfamilie Konzett mit LH Herbert Keßler. Im Senntum, dem wirtschaftlichen Mittelpunkt des Tales befindet sich u.a. die Sennerei.

Die jetzige Rochus Kapelle stammt aus dem Jahr 1852. Hier weiht der Pfarrer nach der Alpauffahrt im Juni das Alppersonal.

Nenzinger Himmel.

Stüberwasserfall. Bei seinem Fall von über 70 Meter zerstäubt das Wasser. Daher auch der Name.

Anreise bei der Alpwirtschaftstagung 1975. 1924 fuhr Guntram Schallert zum ersten Mal mit einem Auto ins Tal. Damals mussten Holzarbeiter noch kräftig anschieben.

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Eigentlich war es ein Spottname, den die Bewohner der benachbarten Dörfer dem Tal gaben, da die Nenzinger immer so von ihrem „Gamperdond“ schwärmten. Grundbesitzer dieses 18 km langen, im westlichen Teil des Rätikons befindlichen Seitentales ist die Agrargemeinschaft Nenzing, deren Hauptaugenmerk auf der Erhaltung und dem Schutz des Tales liegt.:::Die Eingangspforte zum Nenzinger Himmel bildet die Mautstelle „Stellfeder“. Ab hier dürfen nur noch Nenzinger und Hüttenbesitzer, die eine nicht unerhebliche Maut bezahlt haben, fahren. Ein regelmäßiger Pendelverkehr sorgt dafür, dass auch die Touristen und Wanderer das Erholungsgebiet erreichen.
Sicherheitsgurt und Verkehrserziehunghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#sicherheitsgurtundverkehrserziehungWed, 15 Feb 2017 08:40:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Der erste Kraftwagen Österreichs war jener von Eugen Zardetti aus Bregenz, der anfangs März 1893 zugelassen wurde.

Dieser hatte nur 3 Räder und eine Motorstärke von 2,5 PS. Mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen, besonders ab den 1950er Jahren und den leistungsstärkeren Motoren mussten immer mehr Regulierungen zur Verkehrssicherheit geschaffen werden. War die Rechtsfahrordnung bereits 1939 eingeführt worden, erfolgte die Anlegepflicht des Sicherheitsgurtes auf den Vordersitzen erst am 15. Juli 1976. Unter Strafe gestellt wurde das Nichtanlegen aber erst am 1. Juli 1984 und die generelle Anschnallpflicht für Erwachsene erfolgte am 28. Juli 1990. In Verkehrserziehungsstunden mit Gendarmen sollten die Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden.


Bild aus der Broschüre Mein Kind sicher im Straßenverkehr von 1978. Es zeigt LR Siegfried Gasser mit seinen Kindern Markus und Johannes Gasser.

Verkehrserziehung in der Hauptschule Lauterach 1977

Der Video-Bus war mit einer Fernsehkamera und einem Videorekorder ausgestattet. Das Verhalten der Kinder im Straßenverkehr aufgezeichnet und später analysiert.

Im Schuljahr 1977/78 wurden erstmals Erstklässler mit gefährlichem Schulweg mit Reflex-Sicherheitsschärpen ausgestattet.

Landeswettbewerb Tür-Gurt-Start

Bertram Jäger, Messe Dornbirn

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Dieser hatte nur 3 Räder und eine Motorstärke von 2,5 PS. Mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen, besonders ab den 1950er Jahren und den leistungsstärkeren Motoren mussten immer mehr Regulierungen zur Verkehrssicherheit geschaffen werden. War die Rechtsfahrordnung bereits 1939 eingeführt worden, erfolgte die Anlegepflicht des Sicherheitsgurtes auf den Vordersitzen erst am 15. Juli 1976. Unter Strafe gestellt wurde das Nichtanlegen aber erst am 1. Juli 1984 und die generelle Anschnallpflicht für Erwachsene erfolgte am 28. Juli 1990. In Verkehrserziehungsstunden mit Gendarmen sollten die Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden.
Franz Klammer nur Fünfterhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#franzklammernurfünfterFri, 10 Feb 2017 13:40:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

In Bizau siegte 1983 in der Abfahrt Harti Weirather vor Peter Wirnsberger und Leonhard Stock

Das Skigebiet um den Bizauer Hirschberg, das 1970 gegründet wurde, hatte große Ambitionen. So war man 1983 Austragungsort für die österreichischen Meisterschaften in der Herren-Abfahrt, und es sollte sogar einmal eine Damen Weltcupabfahrt abgehalten werden, die dann aber wegen Schneemangels abgesagt werden musste. Nachdem bereits vor vielen Jahren der Skibetrieb in Bizau endete, war der Lift noch lange Zubringer für die Sommerrodelbahn. Viele schneearme Winter trugen dann zum Konkurs der Skilifte und der dazugehörigen Gastronomie bei. Im Winter gehört der Hirschberg nun wieder den Tourenskifahrern, im Sommer prägen die zahlreiche Alpen das Gebiet.


Das Skigebiet Hirschberg in Bizau, die Talabfahrt wurde für Skirennen genutzt

Das Skigebiet Hirschberg auf einer Ansichtskarte, in der Blütezeit des Hirschbergs bot die Gastronomie 20 Personen einen Arbeitsplatz

Sesselift am Hirschberg, im Hintergrund das Ortszentrum von Bizau

Schlepplift im oberen Teil des Skigebiets, im Hintergrund das Tal der Bregenzerach mit Mellau

Bergrestaurant im Skigebiet Hirschberg

Traditionelle Alpwirtschaft auf der Alpe Oberer Hirschberg (Alpe Metzler)

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Das Skigebiet um den Bizauer Hirschberg, das 1970 gegründet wurde, hatte große Ambitionen. So war man 1983 Austragungsort für die österreichischen Meisterschaften in der Herren-Abfahrt, und es sollte sogar einmal eine Damen Weltcupabfahrt abgehalten werden, die dann aber wegen Schneemangels abgesagt werden musste. Nachdem bereits vor vielen Jahren der Skibetrieb in Bizau endete, war der Lift noch lange Zubringer für die Sommerrodelbahn. Viele schneearme Winter trugen dann zum Konkurs der Skilifte und der dazugehörigen Gastronomie bei. Im Winter gehört der Hirschberg nun wieder den Tourenskifahrern, im Sommer prägen die zahlreiche Alpen das Gebiet.
Das Landhaus in Bregenzhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#daslandhausinbregenzThu, 2 Feb 2017 14:35:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Im Volksmund wurde das neue Landhaus lange als „Palazzo Prozzo“ geschmäht

1970 fasste die Vorarlberger Landesregierung den Entschluss ein neues Amtsgebäude in Bregenz zu errichten. Das war notwendig geworden, da die Landesverwaltung zu diesem Zeitpunkt auf viele Gebäude in ganz Bregenz verteilt war. So fanden die Landtagssitzungen im Alten Landhaus am Standort der heutigen Hypobank statt, eine weitere Außenstelle war etwa das „Grüne Haus“ in der Montfortstraße. Nachdem ein Architektenwettbewerb abgehalten wurde, erhielt 1975 eine Arbeitsgemeinschaft unter der Führung des Wiener Architekten Clemens Holzbauer den Zuschlag. 1977 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden, 1979 erfolgte die Firstfeier und 1981 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergegen.


„Grünes Haus“ in der Bregenzer Montfortstraße, eines der vielen Verwaltungsgebäude vor dem Neubau des Landhauses.

Zahlreiche Architekturbüros hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Ausgewählte Projekte mussten ihre Entwürfe auch als Modelle präsentieren.

Die „Sauterwiese“ zwischen Römerstraße, Landesarchiv und dem Gymnasium wurde für den Neubau des Landhauses geopfert

Im Luftbild wird die städtebauliche Dimension des Projekts sichtbar. Ursprünglich als überdimensioniert kritisiert, ist das Landhaus heute zu klein und bereits sanierungsbedürftig.

Nach umfangreichen Hangsicherungsmaßnahmen waren 1978 die Fundamente gelegt und die Tiefgarage fertigstellt.

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1970 fasste die Vorarlberger Landesregierung den Entschluss ein neues Amtsgebäude in Bregenz zu errichten. Das war notwendig geworden, da die Landesverwaltung zu diesem Zeitpunkt auf viele Gebäude in ganz Bregenz verteilt war. So fanden die Landtagssitzungen im Alten Landhaus am Standort der heutigen Hypobank statt, eine weitere Außenstelle war etwa das „Grüne Haus“ in der Montfortstraße. Nachdem ein Architektenwettbewerb abgehalten wurde, erhielt 1975 eine Arbeitsgemeinschaft unter der Führung des Wiener Architekten Clemens Holzbauer den Zuschlag. 1977 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden, 1979 erfolgte die Firstfeier und 1981 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergegen.
Die fünfte Jahreszeithttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#diefünftejahreszeitMon, 30 Jan 2017 08:12:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Ursprünglich begann sie am 6. Januar und hatte ihren Höhepunkt am gumpigen Donnerstag.

Erst seit dem 19. Jahrhundert findet die offizielle Faschingseröffnung am 11.11. um 11:11 Uhr statt. Der älteste Beleg für die Vorarlberger Fasnacht stammt aus dem Jahr 1334. Das Bratenstehlen am gumpigen Donnerstag ist erstmals 1684 belegt und die ersten organisierten Umzüge fanden in Bregenz 1848 und 1865 statt. Im Jahr 1948 organisierten die Dornbirner wieder einen Umzug und das Bregenzer Ore-Ore Komitee organisierte 1950 erstmals einen Umzug mit Kindern. Im November 1956 wurde beschlossen, dass ab sofort ein Prinzenpaar den Bregenzer Kinderfasching zu repräsentieren habe. Obwohl das Politische nicht zu kurz kommt, ist die Fasnacht auf die Kinder abgerichtet.


Regierungssitzung am Faschingsdienstag 1977.

Das Prinzenpaar Monika Sontag-Dobmeier und Hans Werner Sontag bei der Faschingsdienstagssitzung der Regierung.

Landeshauptmann Herbert Keßler als Trommler.

Landeshauptmann Herbert Keßler mit dem Prinzenpaar Heidi und Mandy Strasser.

Erstmals verwendete die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft 1960 für ihre Tanzveranstaltung den Begriff "Faschingsparty".

Elmar Rümmele (Mitte) beim Faschingsball der Landesbediensteten im Segelclubhaus Bregenz.

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Erst seit dem 19. Jahrhundert findet die offizielle Faschingseröffnung am 11.11. um 11:11 Uhr statt. Der älteste Beleg für die Vorarlberger Fasnacht stammt aus dem Jahr 1334. Das Bratenstehlen am gumpigen Donnerstag ist erstmals 1684 belegt und die ersten organisierten Umzüge fanden in Bregenz 1848 und 1865 statt. Im Jahr 1948 organisierten die Dornbirner wieder einen Umzug und das Bregenzer Ore-Ore Komitee organisierte 1950 erstmals einen Umzug mit Kindern. Im November 1956 wurde beschlossen, dass ab sofort ein Prinzenpaar den Bregenzer Kinderfasching zu repräsentieren habe. Obwohl das Politische nicht zu kurz kommt, ist die Fasnacht auf die Kinder abgerichtet.
Bremenmahd in Dornbirnhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#bremenmahdindornbirnTue, 17 Jan 2017 09:03:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Die Anfänge des gemeinnützigen Wohnbaus in Vorarlberg

Beginnend Anfang der 1960er Jahre wuchs die Siedlung Bremenmahd in Dornbirn 16 Jahre lang und bot schließlich 1.200 Menschen Wohnraum. Sie sollte ursprünglich Bewohnern der letzten Barackensiedlungen des 2. Weltkriegs eine neue Heimat bieten. Die fehlende Infrastruktur und der unmittelbar abgrenzende Steinbruch bedingten niedrige Grundstückspreise, die den Bau in dieser Größe erst ermöglichten. Solche Siedlungen waren in Vorarlberg lange die Ausnahme, so wurde in Vorarlberg der soziale Wohnbau bis in die 1950er Jahre nur mit zweigeschossigen Einzel- und Doppelhäusern umgesetzt. Erst die massiv gestiegene Nachfrage führte zu Großprojekten wie im Bremenmahd.


1973: Die Siedlung Bremenmahd, fernab von anderen Dornbirner Stadtteilen

Richtfest in der Vogewosi Siedlung, 11.5.1973

Richtfest im Bremenmahd, 11.5.1973

Neben den gerade entstehenden Rohbauten, waren Teile der Siedlung 1973 schon längst bewohnt

Im benachbarten Steinbruch Gstöhl wurde auch während des Richtfestes gesprengt

Blick auf die Siedlung Bremenmahd von der Oberkante des Steinbruchs

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Beginnend Anfang der 1960er Jahre wuchs die Siedlung Bremenmahd in Dornbirn 16 Jahre lang und bot schließlich 1.200 Menschen Wohnraum. Sie sollte ursprünglich Bewohnern der letzten Barackensiedlungen des 2. Weltkriegs eine neue Heimat bieten. Die fehlende Infrastruktur und der unmittelbar abgrenzende Steinbruch bedingten niedrige Grundstückspreise, die den Bau in dieser Größe erst ermöglichten. Solche Siedlungen waren in Vorarlberg lange die Ausnahme, so wurde in Vorarlberg der soziale Wohnbau bis in die 1950er Jahre nur mit zweigeschossigen Einzel- und Doppelhäusern umgesetzt. Erst die massiv gestiegene Nachfrage führte zu Großprojekten wie im Bremenmahd.
Die Landeskäsereischule in Dorenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#dielandeskäsereischuleindorenMon, 9 Jan 2017 08:10:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Die erste Käserei- und Molkereischule im Gebiete der Monarchie

Der Entschluss eine Lehrsennerei für die Herstellung von Laibkäsen nach Schweizer Art in Doren zu erreichten fiel bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. Die feierliche Einweihung erfolgte am 16. Juni 1901 unter Anwesenheit von Erzherzog Eugen, der eigens mit der Pferdekutsche über den Flexenpass angereist war. Nachdem die Lehrsennerei ein von Jahr zu Jahr steigendes Defizit erwirtschaftete, übernahm Oberkäser Josef Rupp im Jahr 1913 die Käserei. Er betreute laufend Lehrlinge und führte Käsereikurse für Kriegsinvalide durch. Im Jahr 1923 wurde das Gebäude samt Einrichtungen an die Milchlieferanten von Doren-Huban verkauft, die Lehrmittel der landwirtschaftlichen Fachschule Mehrerau zur Verfügung gestellt.


Landeskäsereischule Doren, um 1910.

Gruß aus Doren

Das Käsewerk Rupp in Lochau produzierte ab 1935 Schmelzkäseprodukte.

Im Jahr 1998 wurde die "Rupp Cheese-Innovation" in Lochau erbaut.

Bergkäseproduktion auf der Alpe Obere in Mellau, 1979.

Auf der Bullerschalpe (Egg) beim "Käsplatz": Auf diesem Platz wurde der Käse von der Geißtobelalpe mit einem Seilzug zur Alpe Isewarth transportiert und von dort dann mit dem Pferdegespann zum GH Traube in den Käsekeller gebracht.

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Der Entschluss eine Lehrsennerei für die Herstellung von Laibkäsen nach Schweizer Art in Doren zu erreichten fiel bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. Die feierliche Einweihung erfolgte am 16. Juni 1901 unter Anwesenheit von Erzherzog Eugen, der eigens mit der Pferdekutsche über den Flexenpass angereist war. Nachdem die Lehrsennerei ein von Jahr zu Jahr steigendes Defizit erwirtschaftete, übernahm Oberkäser Josef Rupp im Jahr 1913 die Käserei. Er betreute laufend Lehrlinge und führte Käsereikurse für Kriegsinvalide durch. Im Jahr 1923 wurde das Gebäude samt Einrichtungen an die Milchlieferanten von Doren-Huban verkauft, die Lehrmittel der landwirtschaftlichen Fachschule Mehrerau zur Verfügung gestellt.
Skandal wie noch niehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#skandalwienochnieTue, 3 Jan 2017 08:28:00 +0100Verfasst von: Harald Eberle

Montafoner Goldschlüsselrennen fanden ein jähes Ende

Im Jahr 1963 veranstaltete der SC Montafon erstmals FIS-Damenskirennen. Die Wettbewerbe wurden fortan alle zwei Jahre ausgetragen. Anfangs wurde auf Grabs, von 1971 bis 1975 auf der Kapellabfahrt vom Hochjoch und ab 1977 auf dem Golm gefahren. Am Morgen des Abfahrtlaufes im Jahr 1983 waren die Berge nach einer Nacht mit massiven Schneefällen bis ins Tal wolkenverhangen. Dies hatte zur Folge, dass sich nur die Teams von Österreich, Liechtenstein, Kanada und der Sowjetunion am Start einfanden, während alle anderen bereits abgereist waren. Fernsehbilder bewiesen, dass das Rennen bei besten Bedingungen hätte stattfinden können. Der Ärger und vor allem der finanzielle Schaden waren derartig groß, dass sich die Verantwortlichen aus Politik und Fremdenverkehr trotz massiver Proteste des Skiclubs dazu entschlossen, keine Damen-Weltcuprennen mehr zu veranstalten.


Siegerehrung der Abfahrt 1975: 1. Bernadette Zurbriggen, 2. Ingrid Gfölner, 3. Marie-Theres Nadig

Die Montafonerin Ingrid Gfölner aus Vandans konnte einen zweiten und einen dritten Platz erringen. Hier im Interview nach ihrem zweiten Platz in der Abfahrt 1975.

Die Vorarlbergerin Wiltrud Drexel (3. v.l.) gewann die Abfahrt 1969 und die Kombination in den Jahren 1971 und 1973, links neben ihr Annemarie Pröll und Monika Kaserer

Zieleinfahrt beim Slalom 1975

Zieleinfahrt beim Slalom 1977

Läuferin 1977

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Im Jahr 1963 veranstaltete der SC Montafon erstmals FIS-Damenskirennen. Die Wettbewerbe wurden fortan alle zwei Jahre ausgetragen. Anfangs wurde auf Grabs, von 1971 bis 1975 auf der Kapellabfahrt vom Hochjoch und ab 1977 auf dem Golm gefahren. Am Morgen des Abfahrtlaufes im Jahr 1983 waren die Berge nach einer Nacht mit massiven Schneefällen bis ins Tal wolkenverhangen. Dies hatte zur Folge, dass sich nur die Teams von Österreich, Liechtenstein, Kanada und der Sowjetunion am Start einfanden, während alle anderen bereits abgereist waren. Fernsehbilder bewiesen, dass das Rennen bei besten Bedingungen hätte stattfinden können. Der Ärger und vor allem der finanzielle Schaden waren derartig groß, dass sich die Verantwortlichen aus Politik und Fremdenverkehr trotz massiver Proteste des Skiclubs dazu entschlossen, keine Damen-Weltcuprennen mehr zu veranstalten.
Royaler Besuch in Vorarlberghttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#royalerbesuchinvorarlbergThu, 29 Dez 2016 07:46:00 +0100Verfasst von: Simone Drechsel

Die niederländische Königsfamilie gehört zu den treuesten Gästen Lechs.

Der Nobelskiort Lech ist bekannt für seine prominenten Gäste aus Politik, Wirtschaft und Adel. Einen besonderen Status nimmt dabei die niederländische Königsfamilie ein, die seit 1959 ihren Winterurlaub hier verbringt. Im Jahr 1970 urlaubte Königin Beatrix zum ersten Mal auch im Sommer in Lech. Das Zwanzig-Jahr-Jubiläum wurde im Januar 1979 im Bergrestaurant „Palmenalpe“ gefeiert.
Weniger bekannt ist, dass die Royals auch kleinere, inoffizielle Ausflüge machten. So nahm Prinzgemahl Bernhard 1975 an einer Exkursion an den Rohrspitz teil und Königin Juliane besuchte im Jahr 1978 die Bezirkshauptmannschaft Bludenz.


Königin Juliane beim Besuch der BH Bludenz. Sie und ihr Mann Prinz Bernhard waren bereits mit dem ehemaligen Bezirkshauptmann Julius Längle (1950-1974) befreundet.

Seit dem 26. Oktober 1963, dem Tag der offiziellen Übergabe, befindet sich die Bezirkshauptmannschaft wieder in Schloss Gayenhofen.

Sektempfang der etwas anderen Art. Prinzgemahl Bernhard, Landesrat Fredy Mayer und der Gaißauer Bürgermeister Ferdinand Nägele.

Aufklärung über das, 1975 noch nicht unter Schutz stehende Rheindelta. Dies geschah erst ein Jahr später per Verordnung.

Gasthof Post in Lech. In dem seit 1871 nachweisbaren Gebäude feierte die Königsfamilie im Jahr 1990 die 30. Wiederkehr ihres Skiurlaubs.

Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten erste Skiläufer das Gebiet. In den 1920er Jahren machten Skisport -Filme und Skirennen den Arlberg weltweit bekannt.

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Der Nobelskiort Lech ist bekannt für seine prominenten Gäste aus Politik, Wirtschaft und Adel. Einen besonderen Status nimmt dabei die niederländische Königsfamilie ein, die seit 1959 ihren Winterurlaub hier verbringt. Im Jahr 1970 urlaubte Königin Beatrix zum ersten Mal auch im Sommer in Lech. Das Zwanzig-Jahr-Jubiläum wurde im Januar 1979 im Bergrestaurant „Palmenalpe“ gefeiert.:::Weniger bekannt ist, dass die Royals auch kleinere, inoffizielle Ausflüge machten. So nahm Prinzgemahl Bernhard 1975 an einer Exkursion an den Rohrspitz teil und Königin Juliane besuchte im Jahr 1978 die Bezirkshauptmannschaft Bludenz.
Siedlung an der Achhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#siedlunganderachTue, 20 Dez 2016 07:46:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Das größte Wohnbauvorhaben Vorarlbergs seit 1945

Zwischen 1974 und 1982 wurde am Stadtrand von Bregenz eine Siedlung mit insgesamt rund 850 Wohnungen errichtet. 1970 entschloss sich die Stadt Bregenz aufgrund des immer größer werdenden Bedarfs ein Grundstück von 25.000 m² für den sozialen Wohnbau zu erschließen. Die Architekten Gunther Wratzfeld, Jakob Albrecht und Eckehard Schulz-Fielitz gewannen den ausgeschriebenen Wettbewerb. Träger des Projekts waren die Vogewosi, die BUWOG und die ÖBB . Die Realisierung des Bauvorhabens fällt in die Zeit, als der „rote“ Fritz Mayer Bürgermeister von Bregenz war. Er selbst bezeichnete den Bau der Achsiedlung und die Autobahnführung durch den Pfänder als Höhepunkte seiner Amtszeit.


Im Juli 1973 wurde mit der ersten Bauetappe begonnen (242 Wohnungen)

Einweihung der Achsiedlung am 4.6.1977. In der ersten Reihe u.a.: Norbert Neururer, Franz Bernhard, Fritz Mayer, Siegi Gasser, Alois Kaindl

Einweihung der Achsiedlung, 1977

Das Luftbild von 1977 zeigt die Lage am Stadtrand von Bregenz, direkt am Ufer der Bregenzerache gelegen

Die Achsiedlung wurde großzügig mit Freiflächen aufgelockert.

Kunst am Bau in der Achsiedlung: die Aluminiumplastik „Kanon“ von Emil Gehrer

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Zwischen 1974 und 1982 wurde am Stadtrand von Bregenz eine Siedlung mit insgesamt rund 850 Wohnungen errichtet. 1970 entschloss sich die Stadt Bregenz aufgrund des immer größer werdenden Bedarfs ein Grundstück von 25.000 m² für den sozialen Wohnbau zu erschließen. Die Architekten Gunther Wratzfeld, Jakob Albrecht und Eckehard Schulz-Fielitz gewannen den ausgeschriebenen Wettbewerb. Träger des Projekts waren die Vogewosi, die BUWOG und die ÖBB . Die Realisierung des Bauvorhabens fällt in die Zeit, als der „rote“ Fritz Mayer Bürgermeister von Bregenz war. Er selbst bezeichnete den Bau der Achsiedlung und die Autobahnführung durch den Pfänder als Höhepunkte seiner Amtszeit.
Christbäume gab es noch niehttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#christbäumegabesnochnieTue, 13 Dez 2016 07:54:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Noch 1918 war der Weihnachtsbaum im Großen Walsertal unbekannt

Der geschmückte Baum zu Weihnachten ist ein relativ junges Brauchtumselement. Dieser Brauch kam aus dem protestantischen Norden Deutschlands und erreichte dann im 19. Jahrhundert Vorarlberg. Der beleuchtete Baum fand auch seinen Platz in den Städten Vorarlbergs, wo er bis heute mit seinem Glanz weihnachtliche Stimmung verbreitet. Es ist seit 1959 ein schöner Brauch, dass jeweils ein anderes Bundesland der Stadt Wien eine prächtige Tanne schenkt, die dann weihnachtlich geschmückt den Rathausplatz erhellt. Nach einer feierlichen Verabschiedung vor dem Landestheater in Bregenz wurde der Baum im November 1975 auf die weite Reise geschickt.


November 1975: Landesrat Siegi Gasser, Alois Kaindl und Vizebürgermeister Karl Schobel verabschieden den Baum

Der perfekte Baum für Wien: er sollte fast bis zum Boden Äste haben. Zeitzeugen berichten, dass beim Vorarlberger Baum daher einige Meter abgesägt wurden

Der Transport nach Wien startet in Bregenz auf dem Platz zwischen Post und Theater dort wo heute das Kunsthaus steht

Dezember 1962: Die Bregenzer Rathausstraße erstrahlt in weihnachtlichem Glanz

1968: Der weihnachtlich geschmückte Dornbirner Marktplatz, damals auch noch Parkplatz

1956: Das verschneite Feldkirch, im Vordergrund der Dom St. Nikolaus, hinten die Schattenburg

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Der geschmückte Baum zu Weihnachten ist ein relativ junges Brauchtumselement. Dieser Brauch kam aus dem protestantischen Norden Deutschlands und erreichte dann im 19. Jahrhundert Vorarlberg. Der beleuchtete Baum fand auch seinen Platz in den Städten Vorarlbergs, wo er bis heute mit seinem Glanz weihnachtliche Stimmung verbreitet. Es ist seit 1959 ein schöner Brauch, dass jeweils ein anderes Bundesland der Stadt Wien eine prächtige Tanne schenkt, die dann weihnachtlich geschmückt den Rathausplatz erhellt. Nach einer feierlichen Verabschiedung vor dem Landestheater in Bregenz wurde der Baum im November 1975 auf die weite Reise geschickt.
Frauen hinter der Kamerahttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#frauenhinterderkameraWed, 7 Dez 2016 07:38:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Ansichtskartenhersteller Risch-Lau

Es vergeht kaum eine Woche in der Vorarlberger Landesbibliothek in der an sie nicht eine Anfrage gerichtet wird, die sich auf die Fotografien des Postkartenverlags Risch-Lau bezieht. Es sind vor allem Werbeagenturen und Grafiker, die im Auftrag von Tourismusverbänden Publikationen herstellen, für die historisches Bildmaterial benötigt wird. Auch Zeitschriften und Zeitungen bedienen sich gerne nostalgischer Fotos, besonders dann, wenn es darum geht, veränderte Stadt- oder Landschaftsformen bildlich darzustellen. Die Fotografien sind auch Inhalt wissenschaftlicher Studien, so beschäftigt sich etwa Mag. Robert Groß vom Institut für soziale Ökologie in Wien derzeit mit der Frage, inwieweit die Risch-Lau Fotos zum Kulturlandschaftswandel beigetragen haben.

Die traditionsreiche Firma Risch-Lau mit Sitz in Bregenz zählte 1985 noch 22 Mitarbeiter, bediente über 3.000 Kunden in ganz Österreich und erzielte damals noch einen Jahresumsatz von etwa 25 Millionen Schilling. Es ist dem Weitblick des damaligen Geschäftsführers Dr. Beato Barnay zu verdanken, dass das Firmenarchiv bei der Betriebsschließung der Vorarlberger Landesbibliothek übergeben wurde und damit der Nachwelt erhalten bleibt. Es handelt sich dabei um über 40.000 Aufnahmen, die hauptsächlich touristische Motive aus Vorarlberg und dem restlichen Westösterreich zeigen. Die Negative und zum Teil auch Glasplatten wurden schon vor Jahren digitalisiert und können seit einiger Zeit komfortabel über das Portal volare via Internet abgerufen werden. (www.vorarlberg.at/volare)

Die Firma Risch-Lau, die in Vorarlberg jahrzehntelang den Handel mit Postkarten dominierte, kann auf eine ungewöhnlich lange Tradition zurückblicken. In einer Festschrift von 1985 zum 100jährigen Firmenjubiläum wird ausführlich auf die Pionierinnen – die Gründerinnen waren bemerkenswerterweise Frauen – eingegangen: 1847, die Daguerreotypie, die Vorstufe der Fotografie, war gerade erst wenige Jahre in Gebrauch, machten sich die Schwestern Katharina und Barbara Lentsch aus dem Tiroler Pitztal zu Fuß, mit der Postkutsche und einem Donaufloß auf den Weg nach Wien. Sie hatten in Innsbruck einen reisenden Fotografen beobachtet und waren überzeugt, dieses Gewerbe auch selbst ausüben zu können. Die erfolgreiche Geschäftsidee führte sie nach Deutschland, Ungarn, Rumänien und sogar bis in die Türkei. Zuletzt waren es sechs Schwestern und drei Brüder, die dem Fotografengewerbe nachgingen. Katharina heiratete den Schuster Ferdinand Back, dem sie das Fotografieren beibrachte, und mit dem sie später in Sigmaringen ein Atelier eröffnete. Eine ihrer vier Töchter, nämlich Ida, lernte in Lindenberg den Fotografen Wilhelm Lau kennen, mit dem sie nach Bregenz übersiedelte und in der Römerstraße 22 ein modernes Fotoatelier gründete. Ungewöhnlich für die damalige Zeit war die Belegschaft im Atelier Lau, war ja nicht nur er als Fotograf tätig, sondern auch seine Frau, deren beiden Schwestern und die Schwiegermutter, die Fotopionierin Katharina Back. Auch nach dem frühen Tod von Wilhelm Lau 1892 wurde das erfolgreiche Geschäft weiter ausgebaut, besonders nach 1896, als sich die Witwe mit Carl Risch, ebenfalls ein ausgebildeter Fotograf, verheiratete. Um den erfolgreichen Firmennamen nicht gänzlich zu verlieren, wurde nun das Atelier in Risch-Lau umbenannt. Während auch Carl Risch 1905 früh verstarb, wurde seine Frau 95 Jahre, ehe sie 1955 in Bregenz verstarb. Über ihren Sohn Karl Risch ging das Geschäft später an dessen Neffen Beato Barnay über, der den Betrieb bis zu dessen Schließung leitete.

Nach dem 2. Weltkrieg verschob sich der geschäftliche Schwerpunkt der Firma mehr und mehr weg vom traditionellen Fotoatelier hin zur Herstellung von touristischen Ansichtskarten. Im Gegensatz zum ältesten Bregenzer Fotogeschäft Högler, dessen Archiv sich heute im Rohnerhaus in Lauterach befindet, beschränkt sich das überlieferte Fotomaterial von Risch-Lau leider größtenteils auf die Produktionszeit nach dem 2. Weltkrieg.

Quelle: http://themavorarlberg.at/kultur/risch-lau-frauen-hinter-der-kamera


Skifahren in Zürs am Arlberg mit Blick in's Pazüeltal

Skifahren in Zürs am Arlberg

Schneeschaufeln in Zürs

Autofahrt im Bregenzerwald, Blick zum Hirschberg und zum Diedamskopf (1939)

Autofahrt im Rheintal / Blick zum Staufen und Schwarzenberg (1939)

Frau an der Bregenzerach mit Blick zum First

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Es vergeht kaum eine Woche in der Vorarlberger Landesbibliothek in der an sie nicht eine Anfrage gerichtet wird, die sich auf die Fotografien des Postkartenverlags Risch-Lau bezieht. Es sind vor allem Werbeagenturen und Grafiker, die im Auftrag von Tourismusverbänden Publikationen herstellen, für die historisches Bildmaterial benötigt wird. Auch Zeitschriften und Zeitungen bedienen sich gerne nostalgischer Fotos, besonders dann, wenn es darum geht, veränderte Stadt- oder Landschaftsformen bildlich darzustellen. Die Fotografien sind auch Inhalt wissenschaftlicher Studien, so beschäftigt sich etwa Mag. Robert Groß vom Institut für soziale Ökologie in Wien derzeit mit der Frage, inwieweit die Risch-Lau Fotos zum Kulturlandschaftswandel beigetragen haben. ::::::Die traditionsreiche Firma Risch-Lau mit Sitz in Bregenz zählte 1985 noch 22 Mitarbeiter, bediente über 3.000 Kunden in ganz Österreich und erzielte damals noch einen Jahresumsatz von etwa 25 Millionen Schilling. Es ist dem Weitblick des damaligen Geschäftsführers Dr. Beato Barnay zu verdanken, dass das Firmenarchiv bei der Betriebsschließung der Vorarlberger Landesbibliothek übergeben wurde und damit der Nachwelt erhalten bleibt. Es handelt sich dabei um über 40.000 Aufnahmen, die hauptsächlich touristische Motive aus Vorarlberg und dem restlichen Westösterreich zeigen. Die Negative und zum Teil auch Glasplatten wurden schon vor Jahren digitalisiert und können seit einiger Zeit komfortabel über das Portal volare via Internet abgerufen werden. (www.vorarlberg.at/volare) ::::::Die Firma Risch-Lau, die in Vorarlberg jahrzehntelang den Handel mit Postkarten dominierte, kann auf eine ungewöhnlich lange Tradition zurückblicken. In einer Festschrift von 1985 zum 100jährigen Firmenjubiläum wird ausführlich auf die Pionierinnen – die Gründerinnen waren bemerkenswerterweise Frauen – eingegangen: 1847, die Daguerreotypie, die Vorstufe der Fotografie, war gerade erst wenige Jahre in Gebrauch, machten sich die Schwestern Katharina und Barbara Lentsch aus dem Tiroler Pitztal zu Fuß, mit der Postkutsche und einem Donaufloß auf den Weg nach Wien. Sie hatten in Innsbruck einen reisenden Fotografen beobachtet und waren überzeugt, dieses Gewerbe auch selbst ausüben zu können. Die erfolgreiche Geschäftsidee führte sie nach Deutschland, Ungarn, Rumänien und sogar bis in die Türkei. Zuletzt waren es sechs Schwestern und drei Brüder, die dem Fotografengewerbe nachgingen. Katharina heiratete den Schuster Ferdinand Back, dem sie das Fotografieren beibrachte, und mit dem sie später in Sigmaringen ein Atelier eröffnete. Eine ihrer vier Töchter, nämlich Ida, lernte in Lindenberg den Fotografen Wilhelm Lau kennen, mit dem sie nach Bregenz übersiedelte und in der Römerstraße 22 ein modernes Fotoatelier gründete. Ungewöhnlich für die damalige Zeit war die Belegschaft im Atelier Lau, war ja nicht nur er als Fotograf tätig, sondern auch seine Frau, deren beiden Schwestern und die Schwiegermutter, die Fotopionierin Katharina Back. Auch nach dem frühen Tod von Wilhelm Lau 1892 wurde das erfolgreiche Geschäft weiter ausgebaut, besonders nach 1896, als sich die Witwe mit Carl Risch, ebenfalls ein ausgebildeter Fotograf, verheiratete. Um den erfolgreichen Firmennamen nicht gänzlich zu verlieren, wurde nun das Atelier in Risch-Lau umbenannt. Während auch Carl Risch 1905 früh verstarb, wurde seine Frau 95 Jahre, ehe sie 1955 in Bregenz verstarb. Über ihren Sohn Karl Risch ging das Geschäft später an dessen Neffen Beato Barnay über, der den Betrieb bis zu dessen Schließung leitete. ::::::Nach dem 2. Weltkrieg verschob sich der geschäftliche Schwerpunkt der Firma mehr und mehr weg vom traditionellen Fotoatelier hin zur Herstellung von touristischen Ansichtskarten. Im Gegensatz zum ältesten Bregenzer Fotogeschäft Högler, dessen Archiv sich heute im Rohnerhaus in Lauterach befindet, beschränkt sich das überlieferte Fotomaterial von Risch-Lau leider größtenteils auf die Produktionszeit nach dem 2. Weltkrieg.::::::Quelle: http://themavorarlberg.at/kultur/risch-lau-frauen-hinter-der-kamera
Seilaufzug für Skifahrerhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#seilaufzugfürskifahrerTue, 6 Dez 2016 07:15:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Die Entwicklung des Schilifts als Motor für den alpinen Massentourismus

Der Seilaufzug in Zürs aus dem Jahre 1935 hat mit der neuen Verbindungsbahn nach St. Anton gemeinsam, dass damals wie heute die Firma Doppelmayr maßgeblich beteiligt war. Was einst mit dem Einer-Schlepplift begann, entwickelt sich dann zum Zweier-Schlepplift ab 1939 am Schlegelkopf in Lech, hin zum ersten Sesselift ab 1947 in Tschagguns-Grabs. Die erste Kleinkabinenbahn verband dann ab 1947 Lech mit Oberlech. Eine Seltenheit stellt der Schrägaufzug in Tschagguns-Latschau dar, war er doch zunächst als Transportmittel für den Kraftwerksbau errichtet worden und erst 1959 für den öffentlichen Verkehr freigegeben.


Schrägaufzug Golm, Mittelstation Mattschwitz

Sessellift Kriegerhorn, 1956

Warteschlange an Talstation des Kriegerhorn-Sessellifts, 1956

Schlepplift am Schlegelkopf, 1963

Seilbahn nach Oberlech, gegen Omeshorn, 1954

Zürs, Talstation der Trittkopfbahn, Schrägluftbild vom Hubschrauber aus, 2011

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Der Seilaufzug in Zürs aus dem Jahre 1935 hat mit der neuen Verbindungsbahn nach St. Anton gemeinsam, dass damals wie heute die Firma Doppelmayr maßgeblich beteiligt war. Was einst mit dem Einer-Schlepplift begann, entwickelt sich dann zum Zweier-Schlepplift ab 1939 am Schlegelkopf in Lech, hin zum ersten Sesselift ab 1947 in Tschagguns-Grabs. Die erste Kleinkabinenbahn verband dann ab 1947 Lech mit Oberlech. Eine Seltenheit stellt der Schrägaufzug in Tschagguns-Latschau dar, war er doch zunächst als Transportmittel für den Kraftwerksbau errichtet worden und erst 1959 für den öffentlichen Verkehr freigegeben.
Sümpfe trockenlegenhttp://pid.volare.vorarlberg.at/blog/#sümpfetrockenlegenThu, 1 Dez 2016 09:30:00 +0100Verfasst von: Thomas Feurstein

Der Sumpf war die Korruption rund um den Bau des Wiener AKH

Dieser Ausspruch von Rudolf Kirchschläger, Bundespräsident von 1974 bis 1986, blieb im Gedächtnis der Bevölkerung. Wenige Tage nach seinem Amtsantritt hatte er bereits die Gelegenheit einer Trockenlegung beizuwohnen. Er besuchte mit LH Herbert Kessler Hörbranz, wo die Feuerwehr gerade die Folgen eines Hochwassers zu beseitigen versuchte. Kirchschläger hatte sich in der Wahl 1974 knapp gegen Alois Lugger durchgesetzt, erhielt dann aber 1980 mit fast 80 % Zustimmung eine überwältigende Mehrheit. Die Besuche der Präsidenten in Vorarlberg haben Tradition: neben der Eröffnung der Festspiele besuchen sie Gemeinden, Betriebe und schütteln jede Menge Hände.




Besuch in Hörbranz, 18.7.1974, der Bergerbach war massiv wie noch nie davor über die Ufer getreten

Landeshauptmann Herbert Kessler und Bürgermeister Fritz Mayer empfangen den Bundespräsidenten am Bregenzer Bahnhof

Betriebsbesuch in der Firma Wüstner und Lotteraner (Teppichherstellung) in Mellau, 1976

Besuch in Lech-Zug, vor dem Hotel Rote Wand, 1979

Rudolf Kirchschläger legt 1976 den Grundstein zum Bregenzer Festspielhaus: v.l.n.r: Ernst Bär, Siegfried Gasser, Herbert Kessler, Fred Sinowatz, Rudolf Kirchschläger, Fritz Mayer, Albert Fuchs

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Dieser Ausspruch von Rudolf Kirchschläger, Bundespräsident von 1974 bis 1986, blieb im Gedächtnis der Bevölkerung. Wenige Tage nach seinem Amtsantritt hatte er bereits die Gelegenheit einer Trockenlegung beizuwohnen. Er besuchte mit LH Herbert Kessler Hörbranz, wo die Feuerwehr gerade die Folgen eines Hochwassers zu beseitigen versuchte. Kirchschläger hatte sich in der Wahl 1974 knapp gegen Alois Lugger durchgesetzt, erhielt dann aber 1980 mit fast 80 % Zustimmung eine überwältigende Mehrheit. Die Besuche der Präsidenten in Vorarlberg haben Tradition: neben der Eröffnung der Festspiele besuchen sie Gemeinden, Betriebe und schütteln jede Menge Hände.