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Freiheit auf vier Rädern : Beginn der Automobilisierung Vorarlbergs

Veröffentlicht am 05.01.2019 von Mag. Simone Drechsel

Im Jahr 1893 fuhr das erste Auto in der gesamten Monarchie in Vorarlberg. Die Zahl stieg an und so fuhren bereits im Jahr 1905 42 Motorräder und 11 Automobile (LKW und PKW) auf den Straßen. Es stiegen aber auch die Beschwerden und Anzeigen über den motorisierten Verkehr und so mussten Verordnungen her. Hatte eine 1903 erlassene Verordnung noch ungenau Angaben zur Fahrgeschwindigkeit, „nicht größer sein jene eines mit Pferde bespannten, in frischem Trabe fahrenden Wagens“, wurde diese 1905 mit 15 km/h Innerorts und 45 km/h außer Orts festgelegt. Bei den Nummerntafeln wurde Vorarlberg der Buchstabe „W“ zugeteilt und der Fahrer musste älter als 18 Jahre sein und einen Führerschein besitzen. Bis 1938 stieg die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in Vorarlberg auf 3.529. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Motorräder und Kleinkrafträder. Das Auto blieb der besseren Gesellschaft vorbehalten.

Norbert Bertolini in seinem BMW 3/15 PS DA 3 Wartburg Sport auf der L 48 bei Dornbirn-Watzenegg.
Ein Steyr 200, Baujahr 1936-1940, 35 PS im Bregenzerwald. Dieser wurde von 1907 bis Mitte der 1930er Jahren partiell für den Verkehr gesperrt.
BMW 326 Cabriolet, Baujahr 1936-1941. Die anfänglichen Fahrzeuge waren noch sehr reparatur- und wartungsintensiv. Robert Bilgeri war der erste Automechaniker in Vorarlberg.
Der VW Käfer symbolisierte das Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahre und erreichte seinen Höhepunkt in den 1970er Jahren.