volare-Blog

In unserem Blog veröffentlichen wir regelmäßig kurze Geschichten zu Bildern aus den verschiedenen volare-Sammlungen. Dieser ist auch unter pid.volare.vorarlberg.at/blog/rss als RSS-Feed verfügbar.

Karrenseilbahn – Fahrt frei!

Eröffnung am 17. November 1956


Veröffentlicht am 20.08.2019 von Simone Drechsel.


Nach unzähligen Unimog-Fahrten, bei denen die Teile der Bergstation und der Antrieb der Seilbahn nach oben gebracht, Seilbahnstützen gebaut und die zwei Tonnen schweren Stützentragseilschuhe von Hand mittels Rollen hochgezogen, Seile gespannt und Kabinen montiert worden waren, war es soweit. „Die Karrenseilbahn, die sich allgemach zu einem wahren Schmerzenskind ausgewachsen hatte, konnte nun endlich feierlich eröffnet werden.“

  • Warteraum und Fahrkartenschalter in der Talstation der Karrenbahn bei Dornbirn, 1957

    Warteraum und Fahrkartenschalter in der Talstation der Karrenbahn bei Dornbirn, 1957

  • Das händische Spannen der Stahlseile übernahm ein Arbeitstrupp der Illwerke. Die Kabinen wurden im Sommer 1956 von Mitarbeitern der Firma Doppelmayr installiert.

    Das händische Spannen der Stahlseile übernahm ein Arbeitstrupp der Illwerke. Die Kabinen wurden im Sommer 1956 von Mitarbeitern der Firma Doppelmayr installiert.

  • Das Restaurant am Karren 1967. Bereits 1892 hatte der Industrielle Viktor Hämmerle einen hölzernen Aussichtsturm auf dem Karren errichten lassen.

    Das Restaurant am Karren 1967. Bereits 1892 hatte der Industrielle Viktor Hämmerle einen hölzernen Aussichtsturm auf dem Karren errichten lassen.

  • Restaurant in der Bergstation, 1957. Der Bau der Bergstation wurde so ausgeführt, dass eine angedachte Verlängerung der Bahn auf den Staufen möglich gewesen wäre.

    Restaurant in der Bergstation, 1957. Der Bau der Bergstation wurde so ausgeführt, dass eine angedachte Verlängerung der Bahn auf den Staufen möglich gewesen wäre.

  • 1952 legte Sepp Luger sein Konzept für den Bau der Karrenseilbahn vor. Allerdings mussten Änderungen vorgenommen werden, da der Plan, 60% der Kosten mit der Marshallplanhilfe zu decken, nicht funktionierte.

    1952 legte Sepp Luger sein Konzept für den Bau der Karrenseilbahn vor. Allerdings mussten Änderungen vorgenommen werden, da der Plan, 60% der Kosten mit der Marshallplanhilfe zu decken, nicht funktionierte.

Ernst Bär

Langjähriger Leiter der Bregenzer Festspiele


Veröffentlicht am 29.07.2019 von Simone Drechsel.


Seit der Gründung der Bregenzer Festspiele 1946 war Ernst Bär für die dazugehörige Festwoche verantwortlich und ab 1949 führte er auch die Presseabteilung. Fünf Jahre später wurde er zum ersten Leiter der Bregenzer Festspiele bestellt. Während seiner Wirkungszeit setzte er vor allem auf die klassische Wiener Operette und etablierte sie auf der Seebühne. Neben zahlreichen Veröffentlichungen über die Festspiele, war er maßgeblich für den Bau des Bregenzer Festspielhauses verantwortlich. Nach seinem Weggang aus Bregenz leitete er bis zum seinem Tod im Jahr 1985 die Schlossfestspiele in Hannover-Herrenhausen.

  • Ernst Bär (1919-1985) bei einer Pressekonferenz der Bregenzer Festspiele im Jahr 1982.

    Ernst Bär (1919-1985) bei einer Pressekonferenz der Bregenzer Festspiele im Jahr 1982.

  • Grundsteinlegung für das Bregenzer Festspielhaus 1976. V.l.n.r.: Ernst Bär, Siegfried Gasser, Herbert Kessler, Fred Sinowatz, Rudolf Kirchschläger, Fritz Mayer, Albert Fuchs

    Grundsteinlegung für das Bregenzer Festspielhaus 1976. V.l.n.r.: Ernst Bär, Siegfried Gasser, Herbert Kessler, Fred Sinowatz, Rudolf Kirchschläger, Fritz Mayer, Albert Fuchs

  • Ernst Bär (links) und Ernst Haeussermann (Mitte) zu Gast bei Theaterproben in Bregenz 1981.

    Ernst Bär (links) und Ernst Haeussermann (Mitte) zu Gast bei Theaterproben in Bregenz 1981.

  • Rohbaubesichtigung mit Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, 1979. v.l.n.r.: Fritz Mayer, Rudolf Kirchschläger, Ernst Bär, Ingeborg Keßler, Siegfried Gasser, Herbert Keßler

    Rohbaubesichtigung mit Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, 1979. v.l.n.r.: Fritz Mayer, Rudolf Kirchschläger, Ernst Bär, Ingeborg Keßler, Siegfried Gasser, Herbert Keßler

  • Bei der Verleihung des Silbernen Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg mit Landeshauptmann Herbert Keßler, 1977.

    Bei der Verleihung des Silbernen Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg mit Landeshauptmann Herbert Keßler, 1977.

Das Interview

Surrealismus trifft Krendlesberger


Veröffentlicht am 26.07.2019 von Simone Drechsel.


Im August 1975 sollte die Schauspielpremiere von Hans Krendlesberger „Das Interview“ am Bregenzer Kornmarkttheater stattfinden. Für die Bühnendekoration konnte Regisseur Jürgen Wilke den Künstler Maître Leherb gewinnen, der die Ausstattung an die fiktive Figur der Elaine Winters anpasste. So dominierten ein Sofa in Form eines Mundes, Tischbeine, die Menschenbeinen nachgebildet sind oder Stühle, die menschliche Körper darstellen, das Bühnenbild. Die Premiere musste dann kurzfristig, wegen der Erkrankung von Hauptdarstellerin Joana Maria Grovin, um ein Jahr verschoben werden.

  • Maître Leherb (links) mit seiner Gattin Lotte Profohs und Regisseur Jürgen Wilke präsentieren die Bühnendekoration von „Das Interview“

    Maître Leherb (links) mit seiner Gattin Lotte Profohs und Regisseur Jürgen Wilke präsentieren die Bühnendekoration von „Das Interview“

  • Christine Böhm als Journalistin Ina, die die alternde Diva Elaine Winters in deren Wohnzimmer interviewt.

    Christine Böhm als Journalistin Ina, die die alternde Diva Elaine Winters in deren Wohnzimmer interviewt.

  • Probeaufnahmen von Joana Maria Gorvin als Elaine Winters.

    Probeaufnahmen von Joana Maria Gorvin als Elaine Winters.

  • Albert Rueprecht in einem von Maître Leherb entworfenen Stühlen. Erstmalig war es gelungen, Leherb für eine Bühnenausstattung zu gewinnen.

    Albert Rueprecht in einem von Maître Leherb entworfenen Stühlen. Erstmalig war es gelungen, Leherb für eine Bühnenausstattung zu gewinnen.

  • Die deutschsprachige Theaterpremiere von „Das Interview“ fand am 21. August1976 im Theater am Kornmarkt statt.

    Die deutschsprachige Theaterpremiere von „Das Interview“ fand am 21. August1976 im Theater am Kornmarkt statt.

New York am Bodensee

West Side Story auf der Seebühne


Veröffentlicht am 27.07.2019 von Thomas Feurstein.


Musicals auf der Seebühne haben absoluten Seltenheitswert, obwohl neben „Kiss me Kate“ 1983 besonders die „West Side Story“ 1981 und 2003 Publikumserfolge waren. Leonard Bernstein brachte mit der „West Side Story“ eine Musical-Version von Romeo und Julia auf die Bühne, bei der die ethischen Konflikte zwischen Puertoricanern und US-Amerikanern thematisiert werden. Obwohl die Liebesgeschichte zwischen Tony und Maria für Tony tödlich endet, begreifen die rivalisierenden Gangs zuletzt, dass es sich nicht lohnt, wegen ihrer Konflikte Menschenleben zu opfern.

  • Dagmar Koller als Anita war erstaunt über die Dimensionen der Seebühne: „Bei ´I want to be in America´ bin ich auf der riesigen Seebühne von einer Ecke zur anderen gelaufen, jeder normale Sterbliche kommt allein dadurch schon außer Atem, ich musste zusätzlich noch tanzen und singen.“

    Dagmar Koller als Anita war erstaunt über die Dimensionen der Seebühne: „Bei ´I want to be in America´ bin ich auf der riesigen Seebühne von einer Ecke zur anderen gelaufen, jeder normale Sterbliche kommt allein dadurch schon außer Atem, ich musste zusätzlich noch tanzen und singen.“

  • Dagmar Koller, erstmals 1969 in der „Hochzeit am Bodensee“ auf der Seebühne engagiert, erhielt in der „West Side Story“ 1981 die Rolle der Anita. Als sie durch Zufall Leonard Bernstein kennen lernte, informierte sie ihn: You know, I am doing the Anita in Bregenz this summer“. Erstaunt, dass eine blonde Österreicherin als Puertoricanerin auftreten sollte, antwortete er: „You are my first blonde, to do this part“

    Dagmar Koller, erstmals 1969 in der „Hochzeit am Bodensee“ auf der Seebühne engagiert, erhielt in der „West Side Story“ 1981 die Rolle der Anita. Als sie durch Zufall Leonard Bernstein kennen lernte, informierte sie ihn: You know, I am doing the Anita in Bregenz this summer“. Erstaunt, dass eine blonde Österreicherin als Puertoricanerin auftreten sollte, antwortete er: „You are my first blonde, to do this part“

  • Reinhold Lugers letztes Plakat für die Bregenzer Festspiele. Mit dem Abschied von Alfred Wopmann endet auch die Ära Luger als Grafiker der Festspiele.

    Reinhold Lugers letztes Plakat für die Bregenzer Festspiele. Mit dem Abschied von Alfred Wopmann endet auch die Ära Luger als Grafiker der Festspiele.

  • West Side Story 2003. Obwohl 9/11 bei der Planung des Bühnenbildes noch nicht vorhersehbar war, wurde die Bildsymbolik des einstürzenden Wolkenkratzers oft damit in Verbindung gebracht. Das wankende Gebäude sollte ursprünglich den spekulativen Kapitalismus versinnbildlichen.

    West Side Story 2003. Obwohl 9/11 bei der Planung des Bühnenbildes noch nicht vorhersehbar war, wurde die Bildsymbolik des einstürzenden Wolkenkratzers oft damit in Verbindung gebracht. Das wankende Gebäude sollte ursprünglich den spekulativen Kapitalismus versinnbildlichen.

  • "Fast 50 Jahre nach der Uraufführung von West Side Story haben ihre zentralen Themen wie Intoleranz und Vorurteile nichts an Bedeutung verloren - im Gegenteil", betonte Jamie Bernstein, die Tochter von Leonard Bernstein in ihre Rede zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele 2003.

Die Operette am See


Veröffentlicht am 16.07.2019 von Thomas Feurstein.


Die 50er Jahre waren bei den Bregenzer Festspielen die Ära der Operette. Der 1953 engagierte künstlerische Leiter Ernst Bär sah in der Operette den eigentlichen Reiz, den die Festspiele ausstrahlen können. Er war damit nicht unumstritten, da sich das Publikumsinteresse in Grenzen hielt und regelmäßig finanzielle Abgänge in Kauf genommen werden mussten. Walter Lingenhöle schreibt dazu: „ Das Operettenkarussell drehte sich allerdings noch 17 Jahre weiter, wenn auch mit diversen Varianten, siebenmal Strauss, aber auch Lortzing, Stolz, Suppé, Millöcker, Smetana, Lehár und Offenbach.“ Nach heftigen internen Diskussionen endete 1971 die Serie der Operetten. Es folgte die Gershwin-Oper „Porgy und Bess“, die von Publikum und Medien als musikalisches und dramaturgisches Spektakel gelobt wurden.

  • Die Neue Zürcher Zeitung schrieb 1951 über den „Zigeunerbaron“: „Noch keines der Bregenzer Festspiele bot ein solches Panorama der magischen Reflexe, der pittoresken Volksszenen, der letzten Ausschöpfung im Zusammenspiel der Elemente. Kann es überhaupt überboten werden?“

    Die Neue Zürcher Zeitung schrieb 1951 über den „Zigeunerbaron“: „Noch keines der Bregenzer Festspiele bot ein solches Panorama der magischen Reflexe, der pittoresken Volksszenen, der letzten Ausschöpfung im Zusammenspiel der Elemente. Kann es überhaupt überboten werden?“

  • „Eine Nacht in Venedig“ (Johann Strauss) wurde 1955 dank guter Witterung mit 75.000 Besuchern ein Publikumserfolg. Zu den Aufführungen wurden späte Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft eingeladen.

    „Eine Nacht in Venedig“ (Johann Strauss) wurde 1955 dank guter Witterung mit 75.000 Besuchern ein Publikumserfolg. Zu den Aufführungen wurden späte Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft eingeladen.

  • 1960 wurde das Ballett „Schwanensee“ auf der Seebühne aufgeführt und erstmals übertrug auch das Fernsehen die Aufführung. Geringe Auslastung und ein Defizit von 690.000 Schilling ließen die Sorge um den Fortbestand der Festspiele wachsen.

    1960 wurde das Ballett „Schwanensee“ auf der Seebühne aufgeführt und erstmals übertrug auch das Fernsehen die Aufführung. Geringe Auslastung und ein Defizit von 690.000 Schilling ließen die Sorge um den Fortbestand der Festspiele wachsen.

  • 1970 regierte bei den 25. Festspielen noch einmal der Walzerkönig Josef Strauss mit seiner wohl bekanntesten Operette „Die Fledermaus“. Fritz Muliar als Frosch erntete mit seinem ungarischen Akzent jeden Abend einen Riesenapplaus.

    1970 regierte bei den 25. Festspielen noch einmal der Walzerkönig Josef Strauss mit seiner wohl bekanntesten Operette „Die Fledermaus“. Fritz Muliar als Frosch erntete mit seinem ungarischen Akzent jeden Abend einen Riesenapplaus.

  • Joyce Bryant als Bess in „Porgy and Bess“ 1971. Zweifler hatten befürchtet, dass mit einer „Negeroper“ die Linie der europäischen Kultur durchbrochen werden könnte.

    Joyce Bryant als Bess in „Porgy and Bess“ 1971. Zweifler hatten befürchtet, dass mit einer „Negeroper“ die Linie der europäischen Kultur durchbrochen werden könnte.

Bregenzer Festspiele

Die Bregenzer Festspiele im Plakat


Veröffentlicht am 15.07.2019 von Thomas Feurstein.


Der Grafiker Reinhold Luger prägte 20 Jahre lang das visuelle Gesicht der Bregenzer Festspiele. Er konzipierte ein neues Logo für die Festspiele, war für das Aussehen der Festspielzeitung sowie für die jährlichen Plakate verantwortlich. Das jeweilige Plakat entstand lange vor der Aufführung und sollte der Bewerbung von Stück und Aufführung dienen. Laut Alfred Wopmann, dem damaligen Intendanten ist die Intention des Plakats, „dass der Betrachter sekundenschnell vom Sehen zum Verstehen gelangt. Farben und Formen müssen so auffällig sein, dass sie das Interesse des Gegenübers anziehen.“ Im Herbst 2019 wird im vorarlberg museum in Kooperation mit der Landesbibliothek eine Ausstellung über Reinhold Luger gezeigt, in deren Mittelpunkt auch die Festspielplakate stehen werden.

  • Das Plakat besteht aus einem oberen und spiegelbildlich unteren Teil. Das Zentrum wird von einem strahlenden Sonnenkreis als Symbol für die Welt Sarastros eingenommen. Als Kontrast dazu steht am Firmament ein Vollmond als Symbol für die Königin der Nacht.

    Das Plakat besteht aus einem oberen und spiegelbildlich unteren Teil. Das Zentrum wird von einem strahlenden Sonnenkreis als Symbol für die Welt Sarastros eingenommen. Als Kontrast dazu steht am Firmament ein Vollmond als Symbol für die Königin der Nacht.

  • Ein messerscharfer Schnitt legt ein Büschel Haare - das Symbol für die Kraft Samson - frei. Darunter weist ein Negativbild auf das Unheil hin, welches durch den Haarverlust droht. Dalila beraubt ihn in einer Liebesnacht seines Haares.

    Ein messerscharfer Schnitt legt ein Büschel Haare - das Symbol für die Kraft Samson - frei. Darunter weist ein Negativbild auf das Unheil hin, welches durch den Haarverlust droht. Dalila beraubt ihn in einer Liebesnacht seines Haares.

  • Alfred Wopmann staunte nicht schlecht, als er sein Gesicht im Festspielplakat wiedererkannte. Die Erklärung dazu lieferte Reinhold Luger: „Das Talent des Theatermachers, Spiele als Menschheitskomödien zu veranlassen, die Sommer für Sommer ein großes Publikum ebenso unterhalten wie aufklären, basiert glaube ich, auch auf einem dämonischen Trieb, schließt „teuflische Lust“ mit ein.“

    Alfred Wopmann staunte nicht schlecht, als er sein Gesicht im Festspielplakat wiedererkannte. Die Erklärung dazu lieferte Reinhold Luger: „Das Talent des Theatermachers, Spiele als Menschheitskomödien zu veranlassen, die Sommer für Sommer ein großes Publikum ebenso unterhalten wie aufklären, basiert glaube ich, auch auf einem dämonischen Trieb, schließt „teuflische Lust“ mit ein.“

  • Der blaue Himmel symbolisiert den Blick in eine lebenswerte, menschliche Zukunft, umrahmt vom Grauen der nationalsozialistischen Zeit, den ausländerfeindlichen Übergriffen von Rostock sowie den Kriegshandlungen des Golfkriegs.

    Der blaue Himmel symbolisiert den Blick in eine lebenswerte, menschliche Zukunft, umrahmt vom Grauen der nationalsozialistischen Zeit, den ausländerfeindlichen Übergriffen von Rostock sowie den Kriegshandlungen des Golfkriegs.

  • 1999 wurde das Plakat Lugers nicht öffentlich ausgehängt, da die Festspielführung befürchtete, dass der provokante Tanz mit dem Tod beim Publikum eher Unbehagen denn Lust auf die Seeaufführung auslösen könnte.

    1999 wurde das Plakat Lugers nicht öffentlich ausgehängt, da die Festspielführung befürchtete, dass der provokante Tanz mit dem Tod beim Publikum eher Unbehagen denn Lust auf die Seeaufführung auslösen könnte.

Kraftwerk Langenegg

Ein wesentlicher Beitrag für die Energieversorgung in Vorarlberg


Veröffentlicht am 26.06.2019 von Harald Eberle.


Mit der Eröffnung des Kraftwerks Langenegg am 29. Juni 1979 verdoppelten die Vorarlberger Kraftwerke mit einem Schlag ihre jährliche Eigenerzeugung von bis dahin 215 GWh auf 443 GWh und leisteten damit einen wesentlichen Beitrag zu Vorarlbergs Energieversorgung. In nur vier Jahren Bauzeit setzten rund 500 Arbeiterinnen und Arbeiter das kühne Bauprojekt um. Insgesamt mussten 460.000 m³ Gestein abgetragen bzw. ausgebrochen, 85.000 m³ Beton verarbeitet und die Dammschüttung mit 1.330.000 m³ eingebracht werden. Zur Energieerzeugung nutzt das Kraftwerk die 5,9 Kilometer lange Gefällestrecke des Rotenbergstollens mit einer Fallhöhe von 280 Metern.

  • Für die Zuleitung des Wassers der Subersach zur Bolgenach wurde ein 3,8 Kilometer langer Stollen durch den Hittisberg getrieben.

    Für die Zuleitung des Wassers der Subersach zur Bolgenach wurde ein 3,8 Kilometer langer Stollen durch den Hittisberg getrieben.

  • Der Stausee Bolgenach wurde mit einem Nutzinhalt von 6,5 Mio. Kubikmeter als Wochenspeicher ausgelegt.

    Der Stausee Bolgenach wurde mit einem Nutzinhalt von 6,5 Mio. Kubikmeter als Wochenspeicher ausgelegt.

  • Das Kavernenkrafthaus  Langenegg liegt in der Bregenzerachschlucht, nur unweit vom später erbauten Kraftwerk Alberschwende.

    Das Kavernenkrafthaus Langenegg liegt in der Bregenzerachschlucht, nur unweit vom später erbauten Kraftwerk Alberschwende.

  • Die Weihe des Kraftwerks wurde am 29. Juni 1979 von Generalvikar Prälat Gustav Glatthaar vorgenommen.

    Die Weihe des Kraftwerks wurde am 29. Juni 1979 von Generalvikar Prälat Gustav Glatthaar vorgenommen.

  • Für die Planung und die Bauleitung war Baudirektor Dipl.-Ing. Emil Stefko verantwortlich.

    Für die Planung und die Bauleitung war Baudirektor Dipl.-Ing. Emil Stefko verantwortlich.

  • „Die Energiepolitik des Landes, preisgünstige Überschussenergie zu beziehen und mit der Eigenproduktion die Bedarfsspitzen abzudecken, habe sich stets bewährt.“, so LH Keßler bei seiner Eröffnungsrede.

    „Die Energiepolitik des Landes, preisgünstige Überschussenergie zu beziehen und mit der Eigenproduktion die Bedarfsspitzen abzudecken, habe sich stets bewährt.“, so LH Keßler bei seiner Eröffnungsrede.

Ludescherberg

Von der Allmein zum Europaschutzgebiet


Veröffentlicht am 12.06.2019 von Simone Drechsel.


Auf den relativ flachen Hängen des Ludescherberges entstanden im Mittelalter sogenannte Allmeinen, die gemeinschaftlich genutzt wurden. Mit der Ansiedelung der Walser ergaben sich neue Verhältnisse in den Nutzungsrechten und waren oft Anlass für einen jahrhundertelangen Streit. Durch grundherrschaftliche Bauerschwernisse konnte sich die Siedlung fast nicht fortentwickeln. Um die Wohnmisere etwas zu lindern, wurden Doppelhäuser erbaut, von denen heute noch eines steht. Heute gehört der Ludescherberg mit seinen 66 Einwohnern zu der Gemeinde Ludesch.

  • Die Kapelle Mariahilf wurde um 1840 errichtet. Das Bild „Maria mit Kind“ beim neuromanischen Altar datiert aus dem Jahr 1878.

    Die Kapelle Mariahilf wurde um 1840 errichtet. Das Bild „Maria mit Kind“ beim neuromanischen Altar datiert aus dem Jahr 1878.

  • Europaschutzgebiet Ludescherberg. Damit sollen gefährdete Pflanzen- und Tierarten und ihr natürlicher Lebensraum geschützt aber auch eine Jahrhunderte alte Kulturlandschaft erhalten werden.

    Europaschutzgebiet Ludescherberg. Damit sollen gefährdete Pflanzen- und Tierarten und ihr natürlicher Lebensraum geschützt aber auch eine Jahrhunderte alte Kulturlandschaft erhalten werden.

  • Alter Wegweiser am Ludescherberg. Über den Wiesweg gelangen Wanderer in die Parzelle Grüneck, wo sich ihnen eine herrliche Aussicht über den Walgau bis hin zu den Schweizer Bergen bietet.

    Alter Wegweiser am Ludescherberg. Über den Wiesweg gelangen Wanderer in die Parzelle Grüneck, wo sich ihnen eine herrliche Aussicht über den Walgau bis hin zu den Schweizer Bergen bietet.

  • Pension Grüneck befindet sich in Raggal/Ludescherberg am Eingang zum Biosphärenpark Großes Walsertal.

    Pension Grüneck befindet sich in Raggal/Ludescherberg am Eingang zum Biosphärenpark Großes Walsertal.

Der Postbriefkasten

Ein aussterbendes Relikt?


Veröffentlicht am 05.06.2019 von Simone Drechsel.


1817 wurden die ersten hölzernen Briefkästen in Österreich eingerichtet. Anfänglich wurden nicht viele benötigt, da nur nichtfreigemachte Briefe eingelegt werden konnten. Dies änderte sich mit der Einführung der Postwertzeichen. 1877 verfügte Österreich bereits über 7.827 Briefkästen. Mittlerweile waren sie schon aus Gusseisen und ab 1910 kamen die ersten aus Stahlblech auf. 1916 wurden die ersten Hausbriefkästen errichtet und während diese nach wie vor gebraucht werden, verschwinden die Postbriefkästen allmählich aus dem Alltagsbild.

  • Mit dem Aufkommen der Ansichtskarte wurden auch mehr Postbriefkästen benötigt.

    Mit dem Aufkommen der Ansichtskarte wurden auch mehr Postbriefkästen benötigt.

  • Ein Postbriefkasten an der Hausfassade der Gastwirtschaft Max Danner in Dornbirn.

    Ein Postbriefkasten an der Hausfassade der Gastwirtschaft Max Danner in Dornbirn.

  • Nicht nur die Postbriefkästen, wie hier vor dem Postamt in Schwarzach, sondern auch die Telefonzellen verschwinden langsam aber sicher. Die ersten Münztelefone wurden 1902 vorgestellt.

    Nicht nur die Postbriefkästen, wie hier vor dem Postamt in Schwarzach, sondern auch die Telefonzellen verschwinden langsam aber sicher. Die ersten Münztelefone wurden 1902 vorgestellt.

  • Die Postbriefkästen der Österreichischen Post sind in gelb gehalten. Hier zu sehen an einem Haus in Schwarzenberg.

    Die Postbriefkästen der Österreichischen Post sind in gelb gehalten. Hier zu sehen an einem Haus in Schwarzenberg.

  • Unter dem Schriftzug „Post” befindet sich ein Postbriefkasten und daneben ein Briefmarkenautomat. Der Erste wurde in Österreich 1908 aufgestellt. Waren aber nicht so verbreitet, da Briefmarken jederzeit auch in einer Trafik erworben werden konnten.

    Unter dem Schriftzug „Post” befindet sich ein Postbriefkasten und daneben ein Briefmarkenautomat. Der Erste wurde in Österreich 1908 aufgestellt. Waren aber nicht so verbreitet, da Briefmarken jederzeit auch in einer Trafik erworben werden konnten.

Die Eroberung der Berge

150 Jahre Alpenverein Vorarlberg


Veröffentlicht am 23.05.2019 von Simone Drechsel.


Parallel zu dem gesteigerten Interesse an den Bergen ab der Mitte des 19. Jh. gründeten sich die ersten alpinen Vereine, u.a. 1862 der „Österreichische Alpenverein“ in Wien und 1869 der „Deutsche Alpenverein“. Am 1. Dezember gleichen Jahres schloss sich Vorarlberg als 14. Sektion diesem an. Zum Zusammenschluss des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins zum D.Ö.A.V. kam es am 23. August 1873 in Bludenz, der bis nach 1945 hielt. In den 150 Jahren wurden unzählige freiwillige Stunden für den Erhalt des Wegenetzes, der Schutzhütten und Klettersteige investiert.

  • Nach 1945 brachte es Obmann Wendelin Gunz fertig, die Hütten wieder ihrem ursprünglichen Zweck zuzuführen. Denn während des Kriegs dienten sie dem Hilfsgrenzdient als Unterkünfte.

    Nach 1945 brachte es Obmann Wendelin Gunz fertig, die Hütten wieder ihrem ursprünglichen Zweck zuzuführen. Denn während des Kriegs dienten sie dem Hilfsgrenzdient als Unterkünfte.

  • Wilhelm Purtscher (ganz links) vor der Noris-Hütte in Baad im Kleinen Walsertal, die in der Nacht des 20. Juli 1950 abbrannte.

    Wilhelm Purtscher (ganz links) vor der Noris-Hütte in Baad im Kleinen Walsertal, die in der Nacht des 20. Juli 1950 abbrannte.

  • Jugendheimeröffnung des Alpenvereins, Sektion Bregenz am 26. Juni 1983. Die Bedeutung der Jugendarbeit war dem Verein von Anfang an ein Anliegen.

    Jugendheimeröffnung des Alpenvereins, Sektion Bregenz am 26. Juni 1983. Die Bedeutung der Jugendarbeit war dem Verein von Anfang an ein Anliegen.

  • Bergrettung am Sonnenkopf. Obmann Ludwig Mähr führte dem Verein auch die Aufgaben des Pflanzenschutzes und des Bergrettungswesens zu.

    Bergrettung am Sonnenkopf. Obmann Ludwig Mähr führte dem Verein auch die Aufgaben des Pflanzenschutzes und des Bergrettungswesens zu.

  • Von Anbeginn an konzentrierte sich der Alpenverein auf die Ausbildung von Bergführern. Anton Neyer aus Bludenz erhielt das erste Bergführerbuch der Sektion Vorarlberg.

    Von Anbeginn an konzentrierte sich der Alpenverein auf die Ausbildung von Bergführern. Anton Neyer aus Bludenz erhielt das erste Bergführerbuch der Sektion Vorarlberg.

Hohenems

Die jüngste Stadt Vorarlbergs


Veröffentlicht am 15.05.2019 von Simone Drechsel.


Am 28. Mai 1983 wurde in der Hohenemser Geschichte ein neues Kapitel aufgeschlagen. Im Rahmen eines feierlichen Festaktes im gräflichen Palasthof und im Beisein zahlreicher Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kirche wurde Hohenems das Stadtrecht verliehen. Damit wurde nach 650 Jahren das von Kaiser Ludwig der Bayer verliehene Stadtrecht endlich vollzogen. Dieses Ereignis wurde mit einem dreitätigen Stadtfest gefeiert. Im Stadtzentrum präsentierten sich auf sieben Bühnen die zahlreichen Hohenemser Vereine.

  • Bürgermeister Otto Amann erhält von Landeshauptmann Herbert Keßler die Stadterhebungsurkunde.

    Bürgermeister Otto Amann erhält von Landeshauptmann Herbert Keßler die Stadterhebungsurkunde.

  • Im Beisein von Bundespräsident Rudolf Kirchschläger präsentiert Bgm. Otto Amann die Stadterhebungsurkunde. Das Ereignis wurde vom ORF Vorarlberg live übertragen.

    Im Beisein von Bundespräsident Rudolf Kirchschläger präsentiert Bgm. Otto Amann die Stadterhebungsurkunde. Das Ereignis wurde vom ORF Vorarlberg live übertragen.

  • Nach dem Festakt verkündeten ein Herold und ein Fanfarenzug den Vollzug des Stadtrechtes und läuteten damit das Volksfest ein.

    Nach dem Festakt verkündeten ein Herold und ein Fanfarenzug den Vollzug des Stadtrechtes und läuteten damit das Volksfest ein.

  • Am Freitag fand die Verabschiedung der „Marktgemeinde“ statt und am Samstagnachmittag dann das eigentliche „Volksfest zur Stadterhebung“.

    Am Freitag fand die Verabschiedung der „Marktgemeinde“ statt und am Samstagnachmittag dann das eigentliche „Volksfest zur Stadterhebung“.

  • Viele Vorarlberger feierten mit den Emsern das große Ereignis. Wie hier auf dem Schlossplatz.

    Viele Vorarlberger feierten mit den Emsern das große Ereignis. Wie hier auf dem Schlossplatz.

Vorkloster

seit 100 Jahren Teil von Bregenz


Veröffentlicht am 07.05.2019 von Thomas Feurstein.


Das Vorarlberger Volksblatt schreibt am 16. Mai 1919: „In der Sitzung des Landesrates wurden gestern die Beschlüsse der Gemeindevertretungen von Bregenz und Rieden betreffend die Vereinigung der beiden Gemeinwesen, die in Bregenz und Rieden am 4. Mai durch Volksabstimmung fast einhellig bestätigt worden waren, genehmigt. Da alle gesetzlichen Bedingungen zur Vereinigung der beiden Gemeinden erfüllt sind und die Landesregierung keinerlei Einwendungen dagegen aus öffentlichen Rücksichten erhebt, ist die Schaffung von Groß-Bregenz auch formell vollzogen.“ Bei besagter Volksabstimmung gab es in Bregenz 455 Ja- und 5 Neinstimmen, in Rieden bei 844 Zustimmungen nur 2 Ablehnungen.

  • Südtiroler-Siedlung mit Kirche St. Gebhard 1959. Als Folge der Option kam es im 2. Weltkrieg zur Gründung der Südtirolersiedlung. Im Bereich Schendlingen-Brielgasse errichtete die VOGEWOSI 518 Wohnungen für Tausende Zuwanderer.

    Südtiroler-Siedlung mit Kirche St. Gebhard 1959. Als Folge der Option kam es im 2. Weltkrieg zur Gründung der Südtirolersiedlung. Im Bereich Schendlingen-Brielgasse errichtete die VOGEWOSI 518 Wohnungen für Tausende Zuwanderer.

  • Seit 1960 prägen Hochhäuser das Vorkloster und Rieden. Die akute Wohnungsnot ließ in Rieden-Vorkloster fast 20 Hochhäuser entstehen. Sie sind bis heute Symbole für die Aufbruchsstimmung der 60-er Jahre.

    Seit 1960 prägen Hochhäuser das Vorkloster und Rieden. Die akute Wohnungsnot ließ in Rieden-Vorkloster fast 20 Hochhäuser entstehen. Sie sind bis heute Symbole für die Aufbruchsstimmung der 60-er Jahre.

  • Zum Zentrum der Industriezone in Bregenz-Vorkloster entwickelte sich die Gegend um die Quellenstraße. Wo noch 1826 ein Feld ohne Häuser war, war bis 1900 das ganze Quellenviertel zur Gänze verbaut.

    Zum Zentrum der Industriezone in Bregenz-Vorkloster entwickelte sich die Gegend um die Quellenstraße. Wo noch 1826 ein Feld ohne Häuser war, war bis 1900 das ganze Quellenviertel zur Gänze verbaut.

  • Einer der führenden Industriebetriebe in Bregenz-Vorkloster war die  Wollgarn-Spinnerei Schoeller, die 1898 hier ihren Standort eröffnete. 1951 waren hier ca. 400 Personen beschäftigt.

    Einer der führenden Industriebetriebe in Bregenz-Vorkloster war die Wollgarn-Spinnerei Schoeller, die 1898 hier ihren Standort eröffnete. 1951 waren hier ca. 400 Personen beschäftigt.

  • Bau der Achsiedlung 1975: Zwischen 1974 und 1982 wurde am Stadtrand von Bregenz eine Siedlung mit insgesamt rund 850 Wohnungen errichtet. Die Realisierung des Bauvorhabens fällt in die Zeit, als der „rote“ Fritz Mayer Bürgermeister von Bregenz war.

    Bau der Achsiedlung 1975: Zwischen 1974 und 1982 wurde am Stadtrand von Bregenz eine Siedlung mit insgesamt rund 850 Wohnungen errichtet. Die Realisierung des Bauvorhabens fällt in die Zeit, als der „rote“ Fritz Mayer Bürgermeister von Bregenz war.

Unser tägliches Brot

Eine 14.400 Jahre alte Erfolgsgeschichte


Veröffentlicht am 06.05.2019 von Simone Drechsel.


Die ältesten bekannten Reste von ungesäuertem Brot stammen aus dem Nordosten Jordaniens. Der Bau von Backöfen und die Entdeckung der Hefe und deren Wirkung veränderten das Brotbacken nachhaltig. In Bregenz kann für das Jahr 1400 ein Brothaus nachgewiesen werden. Anfänglich durfte nur hier das Brot, das nach Pfundgewicht hergestellt werden musste, abgegeben werden. Bald schon erfolgten erste Brotabgabebewilligungen an Bäcker. Besonders beliebt war das Schildbrot. Wegen des günstigen Preises wurde aber vor allem Roggen- und Schwarzbrot gekauft. Die ländliche Bevölkerung hingegen backte ihr Brot über die Jahrhunderte hindurch selber.

  • Freiluftbäckerei im alpinen Raum. Bevor der Bäcker das Brot einschießen kann, muss der Ofen erhitzt werden.

    Freiluftbäckerei im alpinen Raum. Bevor der Bäcker das Brot einschießen kann, muss der Ofen erhitzt werden.

  • Die Schwanenbäckerei in Wolfurt.

    Die Schwanenbäckerei in Wolfurt.

  • Erst durch die Elektrizität stehen den Bäckern verschiedene Hilfsapparate, wie diese Teigteilmaschine, zur Verfügung.

    Erst durch die Elektrizität stehen den Bäckern verschiedene Hilfsapparate, wie diese Teigteilmaschine, zur Verfügung.

  • Im Jahr 1952 haben bereits 30 von 220 Bäckereien in Vorarlberg einen elektrischen Backofen.

    Im Jahr 1952 haben bereits 30 von 220 Bäckereien in Vorarlberg einen elektrischen Backofen.

  • Seit 1949 befindet sich die fachliche Berufsschule der Bäcker in Feldkirch.

    Seit 1949 befindet sich die fachliche Berufsschule der Bäcker in Feldkirch.

Die Walgaukaserne

Der letzte Kasernenneubau Österreichs


Veröffentlicht am 29.04.2019 von Simone Drechsel.


Das 9,3 ha große Gelände befindet sich im Bludescher Ortsteil Gais und ist Haupt- und Garnisonssitz des Jägerbataillons 23. Die Walgaukaserne wurde zwischen 1986 und 1989 errichtet, kostete 635 Millionen Schilling und konnte am 30. Oktober 1989 offiziell dem Bundesheer übergeben werden. Der Bau verlief nicht immer konfliktfrei. Nach zahlreichen Protesten verzichtete das Verteidigungsministerium auf eine Flüssiggasanlage, die kurzzeitig ohne Genehmigung in Betrieb genommen worden war. Doch auch danach wurde es nicht ruhig, denn schon 1991 traten erste Baumängel auf. Als 2016 die Schließung drohte, sorgte die Kaserne erneut für Gesprächsstoff.

  • Das Gelände verfügt über eine eigene Zufahrtsstraße, der „Brigadier-Herbert-Tschamonstraße“. Er war der erste Kommandant des Jägerbataillons 23.

    Das Gelände verfügt über eine eigene Zufahrtsstraße, der „Brigadier-Herbert-Tschamonstraße“. Er war der erste Kommandant des Jägerbataillons 23.

  • Aufmarsch des Militärs zur Vertragsunterzeichnung am 4. Oktober 1984.

    Aufmarsch des Militärs zur Vertragsunterzeichnung am 4. Oktober 1984.

  • Bereits 1982 gab es Proteste vom Vorarlberger Landschaftsschutz zum geplanten Kasernenbau. Der Standort Bludesch wurde als Kompromiss-Standort dann akzeptiert.

    Bereits 1982 gab es Proteste vom Vorarlberger Landschaftsschutz zum geplanten Kasernenbau. Der Standort Bludesch wurde als Kompromiss-Standort dann akzeptiert.

  • In Anwesenheit zahlreicher Politiker und Militärs unterzeichneten Friedrich Frischenschlager und Herbert Keßler den Kasernenbauvertrag.

    In Anwesenheit zahlreicher Politiker und Militärs unterzeichneten Friedrich Frischenschlager und Herbert Keßler den Kasernenbauvertrag.

Halt Staatsgrenze!

Zoll, Zöllner und Schmuggler


Veröffentlicht am 24.04.2019 von Simone Drechsel.


Der Zöllner ist einer der ältesten bekannten Berufe und der Zoll gehört zu den ältesten Steuern. Besonders klassisch ist der Wegzoll, der sich bis heute gehalten hat. Hauptaufgabe der Zollwache, die 1830 als „Gränzwache“ aufgestellt und 1842 zur Finanzwache umorganisiert wurde, war die Zollkontrolle und die Verhinderung und Aufdeckung von Schmuggel. Durch die Grenznähe wurde in Vorarlberg viel geschmuggelt: Lebensmittel, Tabak, Tiere, Geld und Textilien. Mal organisiert, mal privat und in Notzeiten war er für viele ein einträgliches Geschäft. Es war aber immer ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Schmuggler und Zöller.

  • Zollhütte im Rätikon. Der Dienst der Zollalpinisten war hart. Sie mussten in unwegsamem Gelände den Schmugglern das Handwerk legen.

    Zollhütte im Rätikon. Der Dienst der Zollalpinisten war hart. Sie mussten in unwegsamem Gelände den Schmugglern das Handwerk legen.

  • Grenzübergang Tisis – Schaanwald. Bis zum freien Warenverkehr war eine der Hauptaufgaben der Zöllner, die Einhebung von Zöllen bei Warenimporten.

    Grenzübergang Tisis – Schaanwald. Bis zum freien Warenverkehr war eine der Hauptaufgaben der Zöllner, die Einhebung von Zöllen bei Warenimporten.

  • Bregenz - Lochau Zollschule. Hier wurden Zollbeamte aus und weitergebildet.

    Bregenz - Lochau Zollschule. Hier wurden Zollbeamte aus und weitergebildet.

  • Der Grenzübergang Au ist der größte Übergang Lustenaus in die Schweiz. Heute werden nur mehr sporadisch Personenkontrollen durchgeführt.

    Der Grenzübergang Au ist der größte Übergang Lustenaus in die Schweiz. Heute werden nur mehr sporadisch Personenkontrollen durchgeführt.

  • Zollamt Höchst – St. Margrethen, 1959. Das Schmugglerwesen barg auch Risiken. So wurde der Höchster Karl Schneider bei einem Schmuggelgang 1947 erschossen.

    Zollamt Höchst – St. Margrethen, 1959. Das Schmugglerwesen barg auch Risiken. So wurde der Höchster Karl Schneider bei einem Schmuggelgang 1947 erschossen.

Vorarlberger Hochhausboom

Chicago am Rhein


Veröffentlicht am 23.04.2019 von Thomas Feurstein.


Der Städteplaner Gerold Strele stellt dem Vorarlberger Hochhausboom der 1960er Jahre ein vernichtendes Zeugnis aus. Hier sei ohne jedes planerische Konzept vorgegangen worden, wobei sowohl Entwickler, Kommunen und Planer gleichermaßen versagt hätten. Die Entwicklung lässt sich erklären, da das Hochhaus als Symbol für den technischen Fortschritt und den Glauben an die Zukunft stand. Die mageren Nachkriegsjahre sollten endgültig der Vergangenheit angehören und die noch ländlich geprägten Kleinstädte Vorarlbergs traten mit dem Hochhaus in einen positiv wahrgenommen, dynamischen Urbanisierungsprozess ein.

  • Die meisten Hochhäuser in Vorarlberg entstanden in Bregenz, wo sie bis heute das Stadtbild prägen. So vor allem das Vorkloster, wie hier in der Gegend um den Riedenburger Bahnhof. Sie dominieren aber auch das innerstädtische Viertel rund um den Weiherplatz.

    Die meisten Hochhäuser in Vorarlberg entstanden in Bregenz, wo sie bis heute das Stadtbild prägen. So vor allem das Vorkloster, wie hier in der Gegend um den Riedenburger Bahnhof. Sie dominieren aber auch das innerstädtische Viertel rund um den Weiherplatz.

  • Kunert-Hochhäuser in Rankweil. Der Architekt Gunter Wratzfeld schreibt 1976: „Das Wohnhochaus ist eine ganz, ganz eigenartige Entwicklung des 20. Jahrhunderts, gekoppelt mit der Erfindung des Aufzugs, möchte ich fast sagen, wo vertikal Wohnungen übereinandergeschichtet sind, die untereinander keine Beziehung haben.

    Kunert-Hochhäuser in Rankweil. Der Architekt Gunter Wratzfeld schreibt 1976: „Das Wohnhochaus ist eine ganz, ganz eigenartige Entwicklung des 20. Jahrhunderts, gekoppelt mit der Erfindung des Aufzugs, möchte ich fast sagen, wo vertikal Wohnungen übereinandergeschichtet sind, die untereinander keine Beziehung haben.

  • 1954 wurde in der Dornbirner Marktstraße das erste Haus in Vorarlberg erbaut, das insgesamt acht Stockwerke erreichte. Allerdings wurde es bald durch das in unmittelbarer Nachbarschaft errichtete 10 - geschossige Messehochhaus in den Schatten gestellt.

    1954 wurde in der Dornbirner Marktstraße das erste Haus in Vorarlberg erbaut, das insgesamt acht Stockwerke erreichte. Allerdings wurde es bald durch das in unmittelbarer Nachbarschaft errichtete 10 - geschossige Messehochhaus in den Schatten gestellt.

  • Hochhaus Heldendankstraße: neben zwei Geschäftslokalen entstanden vom zweiten bis zum zwölften Obergeschoss 62 Wohnungen und zwei Dachgeschosswohnungen. In der Broschüre „Bregenz baut“ aus dem Jahr 1975 wurden besonders die 33 Tiefgaragenplätze erwähnt, die die Parkplatznot lindern sollten.

    Hochhaus Heldendankstraße: neben zwei Geschäftslokalen entstanden vom zweiten bis zum zwölften Obergeschoss 62 Wohnungen und zwei Dachgeschosswohnungen. In der Broschüre „Bregenz baut“ aus dem Jahr 1975 wurden besonders die 33 Tiefgaragenplätze erwähnt, die die Parkplatznot lindern sollten.

  • Die Hochhäuser in der Bregenzer Froschauerstraße waren eine Reaktion auf die drängende Wohnungsnot. Runde 1.000 Suchende warteten Anfang der 1970er Jahre auf die Zuteilung einer Wohnung. Die insgesamt 90 Einheiten erstrecken sich über eine Wohnnutzfläche von 6.800 m².

    Die Hochhäuser in der Bregenzer Froschauerstraße waren eine Reaktion auf die drängende Wohnungsnot. Runde 1.000 Suchende warteten Anfang der 1970er Jahre auf die Zuteilung einer Wohnung. Die insgesamt 90 Einheiten erstrecken sich über eine Wohnnutzfläche von 6.800 m².

Bewahren, forschen, vermitteln

Das Vorarlberger Landearchiv


Veröffentlicht am 09.04.2019 von Simone Drechsel.


Seit dem vollständigen Umzug im Jahr 1920 wird das Archivgut des Landes Vorarlberg in der Kirchstraße verwahrt und gesichert. Als Viktor Kleiner 1898 zum ersten Landesarchivar bestellt wurde, befanden sich die Räumlichkeiten noch in der Seekaserne. Innerhalb weniger Jahre baute er das Archiv zu einer autonomen Landeseinrichtung aus, in der neben dem Archivgut des Landes, auch jenes des Staates, ehemaligen Gerichtsgemeinden, Pfarren und Gemeinden gesammelt werden. Die Kellerräume waren für deren Lagerung nicht geeignet und so wurde ein eigenes Magazingebäude errichtet. Dieses wurde von 2001 – 2003 saniert und mit einem Tiefenspeicher verbunden.

  • Lesesaal. Obwohl schon 1977 aus dem Archiv ausgegliedert und als Dienststelle eigenständig, befand sich Landesbibliothek bis 1985 in der Kirchstraße

    Lesesaal. Obwohl schon 1977 aus dem Archiv ausgegliedert und als Dienststelle eigenständig, befand sich Landesbibliothek bis 1985 in der Kirchstraße

  • Depotraum in Landesarchiv. Das Magazingebäude wurde zu Beginn der 1930er Jahre von Architekt Willibald Braun entworfen.

    Depotraum in Landesarchiv. Das Magazingebäude wurde zu Beginn der 1930er Jahre von Architekt Willibald Braun entworfen.

  • Umbauarbeiten im Landesarchiv im Jahr 1985.

    Umbauarbeiten im Landesarchiv im Jahr 1985.

  • Das Palais wurde zwischen 1688 und 1690 von Bregenzer Stadtammann Johann Mathias Christoph von Bildstein errichtet und 1732 von Graf Ferdinand Ludwig von Wolfegg erworben.

    Das Palais wurde zwischen 1688 und 1690 von Bregenzer Stadtammann Johann Mathias Christoph von Bildstein errichtet und 1732 von Graf Ferdinand Ludwig von Wolfegg erworben.

  • Eröffnung der Aron Tänzer Ausstellung im Landesarchiv durch den damaligen Landesarchivar Karlheinz Burmeister.

    Eröffnung der Aron Tänzer Ausstellung im Landesarchiv durch den damaligen Landesarchivar Karlheinz Burmeister.

Die Elektra Bregenz

Ein Teil Vorarlberger Wirtschaftsgeschichte


Veröffentlicht am 02.04.2019 von Simone Drechsel.


Bei der Weltausstellung 1893 in Chicago präsentierte Friedrich Wilhelm Schindler die erste vollständig ausgebaute elektrische Heiz- und Kocheinrichtung und legte damit den Grundstein für die Gründung der „Elektra Bregenz“. Die bald zur führenden Firma in der Herstellung elektrothermischer Geräte wurde. Nachdem die Produktpalette in diesem Segment ständig erweitert worden war, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Erzeugung von Elektro-Kühlschränken begonnen. 1985 erfolgte die Übernahme der Tiroliawerke in Schwaz und damit einhergehend eine Standortverlegung. Die Betriebsschließung des Standortes Bregenz erfolgte im Jahr 1989.

  • 1948 kam der erste Elektroherd mit thermostatischer Temperaturregelung des Backrohres auf den Markt.

    1948 kam der erste Elektroherd mit thermostatischer Temperaturregelung des Backrohres auf den Markt.

  • Friedrich Wilhelm Schindler (1856-1920), Pionier der Elektrizitätswirtschaft. Er trug maßgeblich zum Ausbau des Vorarlberger Stromnetzes bei.

    Friedrich Wilhelm Schindler (1856-1920), Pionier der Elektrizitätswirtschaft. Er trug maßgeblich zum Ausbau des Vorarlberger Stromnetzes bei.

  • Aufnahme des Firmengeländes aus dem Jahr 1959. Das Elektra-Areal wurde 1990 an die Generali verkauft.

    Aufnahme des Firmengeländes aus dem Jahr 1959. Das Elektra-Areal wurde 1990 an die Generali verkauft.

  • Im Bregenzer Stadtteil Rieden-Vorkloster ließ Friedrich Wilhelm Schindler ein eigenes Elektrizitätswerk errichten.

    Im Bregenzer Stadtteil Rieden-Vorkloster ließ Friedrich Wilhelm Schindler ein eigenes Elektrizitätswerk errichten.

Das Rote Kreuz

Aus Liebe zum Menschen


Veröffentlicht am 25.03.2019 von Simone Drechsel.


Am 22.08.1880 wurde in Bregenz der Patriotische Landes-Hilfsverein gegründet, dem gleich 522 Männer und 35 Frauen als ordentliche Mitglieder beitraten. Mit dem Eintritt in die Österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuz mussten u.a. Forderungen wie die Vermehrung von Mitgliedern, die Ausbildung von ärztlichem Personal im Kriegsfall und Verwundetentransporte erfüllt werden. 1899 wurde beschlossen, diese und andere Aufgaben auch in Friedenszeiten zu übernehmen. Die Zunahme von Betriebs-, Verkehrs- und Sportunfällen machten das Rettungswesen zu einem wichtigen Bestandteil. Heute beschäftigt das Rote Kreuz Vorarlberg rund 200 hauptamtliche und 1.600 ehrenamtliche Mitarbeiter.

  • Fuhrpark des Roten Kreuzes Hard, 1974. 1912 konnte der Landeshilfsverein dank zahlreicher Spenden sein erstes Fahrzeug, einen „Krankenlandauer“, ankaufen.

    Fuhrpark des Roten Kreuzes Hard, 1974. 1912 konnte der Landeshilfsverein dank zahlreicher Spenden sein erstes Fahrzeug, einen „Krankenlandauer“, ankaufen.

  • Rotkreuz-Ausbildung in Lustenau, 1974

    Rotkreuz-Ausbildung in Lustenau, 1974

  • Das Gemetzel bei der Schlacht von Solferino 1859 stand am Anfang des Rotkreuz-Gedankens. 1863 gründete Henry Dunant das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.

    Das Gemetzel bei der Schlacht von Solferino 1859 stand am Anfang des Rotkreuz-Gedankens. 1863 gründete Henry Dunant das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.

  • Ein Schulbus wird von einem Güterzug erfasst. An der Rettungsübung 1975 beteiligten sich über 100 Sanitäter, Ärzte, Feuerwehrleute, Gendarmen und Helfer.

    Ein Schulbus wird von einem Güterzug erfasst. An der Rettungsübung 1975 beteiligten sich über 100 Sanitäter, Ärzte, Feuerwehrleute, Gendarmen und Helfer.

  • Leitfunkstelle des Roten Kreuzes im Jahr 1986.

    Leitfunkstelle des Roten Kreuzes im Jahr 1986.

Zerstörung der Schanatobelbrücke

24-tägige Verkehrsunterbrechung der Arlbergbahn


Veröffentlicht am 18.03.2019 von Harald Eberle.


Am Morgen des 27. Jänner 1968 riss die Schanatobellawine im Ortsgebiet von Innerbraz die gleichnamige Eisenbahnbrücke samt Oberleitung in die Tiefe. Glücklicher Weise wurden dabei keine Menschen in Mitleidenschaft gezogen. Aufgrund der anhaltenden Lawinengefahr und der Beengtheit des Gebietes musste die Arlbergbahn für insgesamt 24 Tage gesperrt werden. Als Behelfsbrücke wurde ein ehemaliges Kriegsbrückengerät der deutschen Wehrmacht aufgebaut. Da das ursprüngliche Bauwerk gekrümmt war und die Behelfsbrücke nur einen geraden Brückenbau erlaubte, gestalteten sich die Arbeiten als äußerst aufwendig und schwierig.

  • Diese Aufnahme aus dem Jahr 1929 zeigt die ursprüngliche Konstruktion der Schanatobelbrücke.

    Diese Aufnahme aus dem Jahr 1929 zeigt die ursprüngliche Konstruktion der Schanatobelbrücke.

  • Die Behelfsbrücke musste das 56 Meter breite Schanatobel überbrücken.

    Die Behelfsbrücke musste das 56 Meter breite Schanatobel überbrücken.

  • Neben Bahnbrücke und Oberleitung wurde auch die Hochspannungsleitung der Vorarlberger Illwerke von der Lawine in Mitleidenschaft gezogen.

    Neben Bahnbrücke und Oberleitung wurde auch die Hochspannungsleitung der Vorarlberger Illwerke von der Lawine in Mitleidenschaft gezogen.

  • Während der Bauarbeiten mussten 408 Züge über deutsches Staatsgebiet umgeleitet werden.

    Während der Bauarbeiten mussten 408 Züge über deutsches Staatsgebiet umgeleitet werden.

  • Das 135 Tonnen schwere Brückenbauwerk wurde von der Lawine mitgerissen und kam über 100 Meter unterhalb der Bahntrasse zu liegen.

    Das 135 Tonnen schwere Brückenbauwerk wurde von der Lawine mitgerissen und kam über 100 Meter unterhalb der Bahntrasse zu liegen.

  • Im November 1968 wurde die Behelfsbrücke durch eine Stabbogenbrücke ersetzt, welche noch heute genutzt wird.

    Im November 1968 wurde die Behelfsbrücke durch eine Stabbogenbrücke ersetzt, welche noch heute genutzt wird.

Die Funken

Ein bedeutendes Brauchtum in Vorarlberg


Veröffentlicht am 11.03.2019 von Simone Drechsel.


Brauchtum lebt und ändert sich daher auch im Laufe der Zeit. So auch das Funkenbrauchtum. Die jährlichen Fasnachtsschlachten, die zu Beginn des 16. Jh. für Bregenz nachgewiesen sind, entwickelten sich zum heutigen Funkenbrauchtum weiter. Während das wilde Fackelschwingen die rituellen Kämpfe ersetzte, verloren diese im Laufe des 18. Jh. gegenüber den großen Feuern an Bedeutung. In der Chronik von St. Gerold 1777 stand das Fackelschwingen noch im Vordergrund und das große Feuer bildete nur den Abschluss. In einer 1858 veröffentlichen Studie ist zum ersten Mal die Rede von einer Funkenhexe in Vorarlberg.

  • Schrunser Funken aus dem Jahr 1974. Neben dem Funken gibt es noch Fackelschwinger.

    Schrunser Funken aus dem Jahr 1974. Neben dem Funken gibt es noch Fackelschwinger.

  • Anfänglich war der Funken ein Nadelbaum, der mit leicht brennbarem Material umgeben war und dann angezündet wurde. Dabei entstanden zahlreiche Funkenteilchen und so fiel die Wortumlegung „Funken“ auf ein großes Feuer leichter.

    Anfänglich war der Funken ein Nadelbaum, der mit leicht brennbarem Material umgeben war und dann angezündet wurde. Dabei entstanden zahlreiche Funkenteilchen und so fiel die Wortumlegung „Funken“ auf ein großes Feuer leichter.

  • Ab der zweiten Hälfte des 19. Jh. erlebten die Funken mit der symbolischen Hexenverbrennung einen enormen Anstieg. Raggaler Funken von 1976.

    Ab der zweiten Hälfte des 19. Jh. erlebten die Funken mit der symbolischen Hexenverbrennung einen enormen Anstieg. Raggaler Funken von 1976.

  • Dieser „Funkenbaum“ legt nahe, dass es sich dabei um die Verkörperung eines Vegetationsgeistes handelte, dessen Tod im Frühjahr als Vorstufe der Wiedererstehung sein musste. Im 19. Jh. verstehen es die Menschen nicht mehr. Schrunser Funken 1974.

    Dieser „Funkenbaum“ legt nahe, dass es sich dabei um die Verkörperung eines Vegetationsgeistes handelte, dessen Tod im Frühjahr als Vorstufe der Wiedererstehung sein musste. Im 19. Jh. verstehen es die Menschen nicht mehr. Schrunser Funken 1974.

Selbstbedienung

Der Niedergang der Tante-Emma-Läden


Veröffentlicht am 23.02.2019 von Simone Drechsel.


Die ersten Lebensmittelselbstbedienungsgeschäfte Österreichs wurden zwischen 1951 und 1953 von den Konsumgenossenschaften eröffnet. Im Frühjahr 1959 hatten von 1500 SPAR-Einzelhandelsgeschäften österreichweit bereits 250 auf Teilselbstbedienung umgestellt und rund 20 Jahre später hatten von 476 Vorarlberger Lebensmittelgeschäften mit Vollsortiment bereits 375 auf Vollselbstbedienung umgestellt. Ein großes Problem bei der Umstellung war die Verpackung der Ware, aber auch die Verkaufsräume mussten dementsprechend adaptiert werden. Vorarlberg verfügte auf Grund der Grenznähe und des hohen Wettbewerbes schon bald über den höchsten Anteil an SB-Geschäften in ganz Österreich.

  • Zu Beginn der 1870er Jahre wurden die ersten Konsumvereine in Vorarlberg gegründet. Ziel war eine billigere Versorgung ihrer Mitglieder mit Verbrauchsgütern.

    Zu Beginn der 1870er Jahre wurden die ersten Konsumvereine in Vorarlberg gegründet. Ziel war eine billigere Versorgung ihrer Mitglieder mit Verbrauchsgütern.

  • Am 3. Mai 1973 demonstrierten 450 Handelsangestellte gegen die geplante Ladenschlussverordnung.

    Am 3. Mai 1973 demonstrierten 450 Handelsangestellte gegen die geplante Ladenschlussverordnung.

  • Die größeren und praktischeren Einkaufswagen lösten schon bald die Einkaufskörbe ab.

    Die größeren und praktischeren Einkaufswagen lösten schon bald die Einkaufskörbe ab.

  • Freihandaufstellung der Waren, Durchgänge für Kunden und deren Einkaufskörbe/-wagen – dafür wurde nun mehr Verkaufsfläche benötigt.

    Freihandaufstellung der Waren, Durchgänge für Kunden und deren Einkaufskörbe/-wagen – dafür wurde nun mehr Verkaufsfläche benötigt.

  • Das Sortiment der Lebensmittelgeschäfte wird ständig vergrößert und erweitert.

    Das Sortiment der Lebensmittelgeschäfte wird ständig vergrößert und erweitert.

Rosl Bitschnau

Pionierin der Suchtkrankenhilfe


Veröffentlicht am 21.02.2019 von Thomas Feurstein.


Rosl Bitschnau (1925-2015) hat wie kaum eine andere Persönlichkeit die soziale Landschaft Vorarlbergs gestaltet. Geprägt von ihrem Beruf als Kindergärtnerin, in dem sie das individuelle und familiäre Elend durch den Alkoholismus erlebte, widmete sie ihr Leben der Betreuung von Menschen mit Suchtproblemen. Nach Gründung des Sozialmedizinischen Dienstes der Caritas setzte sie ihre ganze Kraft für die Errichtung eines eigenen Suchtkrankenhauses in unserem Lande ein. Bis zu ihrer Pensionierung war Rosl Bitschnau im Vorstand und in den Folgejahren im Kuratorium der Stiftung Maria Ebene tätig.

  • Das Seraphische Liebeswerk, eine Gründung der Kapuziner, betrieb Heime für sozial benachteiligte Kinder. 1958 wurde oberhalb von Frastanz das Kinderheim Maria Ebene eröffnet. 1973 entschieden sich die Kapuziner das Anwesen für das Krankenhaus zur Verfügung zu stellen.

    Das Seraphische Liebeswerk, eine Gründung der Kapuziner, betrieb Heime für sozial benachteiligte Kinder. 1958 wurde oberhalb von Frastanz das Kinderheim Maria Ebene eröffnet. 1973 entschieden sich die Kapuziner das Anwesen für das Krankenhaus zur Verfügung zu stellen.

  • Nach umfangreichen Umbauten konnten 1976 die ersten Patienten aufgenommen werden. Die offizielle Eröffnung erfolgte dann 1979. Wenig später übernahm Dr. Reinhard Haller als damals jüngster Primararzt Österreichs die Leitung.

    Nach umfangreichen Umbauten konnten 1976 die ersten Patienten aufgenommen werden. Die offizielle Eröffnung erfolgte dann 1979. Wenig später übernahm Dr. Reinhard Haller als damals jüngster Primararzt Österreichs die Leitung.

  • Rosl Bitschnau wurde 1979 von Landeshauptmann Herbert Kessler mit dem Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg ausgezeichnet.

    Rosl Bitschnau wurde 1979 von Landeshauptmann Herbert Kessler mit dem Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg ausgezeichnet.

  • 1979 erfolgte die feierliche Eröffnung des Krankenhauses Stiftung Maria Ebene: v.l.n.r. Landesrat Fredy Mayer, Psychiater Kornelius Kryspin-Exner, Rosl Bitschnau, Landesstatthalter Martin Purtscher, Bischof Bruno Wechner, Landeshauptmann Herbert Keßler

    1979 erfolgte die feierliche Eröffnung des Krankenhauses Stiftung Maria Ebene: v.l.n.r. Landesrat Fredy Mayer, Psychiater Kornelius Kryspin-Exner, Rosl Bitschnau, Landesstatthalter Martin Purtscher, Bischof Bruno Wechner, Landeshauptmann Herbert Keßler

  • Das Krankenhaus Maria Ebene wurde mit vielen arbeitstherapeutischen Einrichtungen ausgestattet. Dazu gehörten eine Schreinerei sowie Räume für Bastel-, Metall- oder Näharbeiten.

    Das Krankenhaus Maria Ebene wurde mit vielen arbeitstherapeutischen Einrichtungen ausgestattet. Dazu gehörten eine Schreinerei sowie Räume für Bastel-, Metall- oder Näharbeiten.

Citytunnel

Autobahnanschluss für Bregenz


Veröffentlicht am 18.02.2019 von Harald Eberle.


Als der Pfändertunnel im Dezember 1980 feierlich in Betrieb genommen wurde, fehlte noch ein Autobahnanschluss für die Stadt Bregenz. Ein rund zwei Kilometer langer, unterirdischer Zubringer vom Südportal des Pfändertunnels zur Anschlussstelle Bregenz-City kristallisierte sich als vermeintlich beste Lösung heraus. Durch die aufwendige Bauweise und die schwierigen geologischen Verhältnisse konnte der Citytunnel erst am 7. Juli 1984 für den Verkehr freigegeben und Bregenz mit fast vier Jahren Verzögerung an das Autobahnnetz angeschlossen werden. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 466 Millionen Schilling.

  • Beim Tunnelvortrieb kam es mehrmals zu Einbrüchen an der Erdoberfläche, hier bei der Stadtgärtnerei.

    Beim Tunnelvortrieb kam es mehrmals zu Einbrüchen an der Erdoberfläche, hier bei der Stadtgärtnerei.

  • Von der Anschlussstelle Weidach bis zur Landesstraße beim Haus Franz Ritter wurde der Tunnel in offener Bauweise erstellt.

    Von der Anschlussstelle Weidach bis zur Landesstraße beim Haus Franz Ritter wurde der Tunnel in offener Bauweise erstellt.

  • Der Abschnitt unter der Josef-Huter-Straße wurde bergmännisch vorangetrieben.

    Der Abschnitt unter der Josef-Huter-Straße wurde bergmännisch vorangetrieben.

  • Tunnelpatin Annelies Mathis löste den symbolischen ersten Sprengschuss aus.

    Tunnelpatin Annelies Mathis löste den symbolischen ersten Sprengschuss aus.

  • Die feierliche Eröffnung fand am 05. Juli 1984 statt.

    Die feierliche Eröffnung fand am 05. Juli 1984 statt.

  • Paul Gmeiner, Konrad Blank, Siegfried Gasser, Elmar Rümmele, Karl Sekanina und Fritz Mayer bei der Eröffnung.

    Paul Gmeiner, Konrad Blank, Siegfried Gasser, Elmar Rümmele, Karl Sekanina und Fritz Mayer bei der Eröffnung.

Fasching

Närrisches Treiben im Ländle


Veröffentlicht am 15.02.2019 von Simone Drechsel.


In der fünften Jahreszeit spielen Masken, Umzüge, Musik und Verkleidungen eine große Rolle. 1948 spielte sich wieder ein frohes Faschingstreiben ab. So fanden sich die Dornbirner unangekündigt und selbständig zu einem Umzug zusammen, der solche Menschenmengen anzog, dass die Straßen gesperrt werden mussten. In dieser „stoffarmen“ Zeit mussten alte, ausgediente Textilen für die Kostüme herhalten und Ruß diente als Schminke. Die kleinen „Mäschgerle“ wurden mit Äpfeln und Brot beschenkt. Das närrische Treiben machte aber auch vor den anderen Städten und Gemeinden nicht halt.

  • Eine männliche Garde beim Faschingsumzug in Klaus 1988.

    Eine männliche Garde beim Faschingsumzug in Klaus 1988.

  • Bereits Mitte des 18. Jh. wurden in Bregenz erste Maskenbälle organisiert. Diese erhielten, auch noch im 19. Jh. nur geringen Zuspruch. Änderte sich im 20. Jh.

    Bereits Mitte des 18. Jh. wurden in Bregenz erste Maskenbälle organisiert. Diese erhielten, auch noch im 19. Jh. nur geringen Zuspruch. Änderte sich im 20. Jh.

  • Die Guggamusik hat ihren Ursprung im Vertreiben der Wintergeister durch das Blasen von Kuhhörnern. Dabei sollte es möglichst laut, schräg und jämmerlich sein. Der Begriff ist erstmals für die Basler Fasnacht von 1906 belegt.

    Die Guggamusik hat ihren Ursprung im Vertreiben der Wintergeister durch das Blasen von Kuhhörnern. Dabei sollte es möglichst laut, schräg und jämmerlich sein. Der Begriff ist erstmals für die Basler Fasnacht von 1906 belegt.

  • Faschingskostüme aus dem Jahr 1932. Linkes Bild: Herbert Kunze. Auf dem Rechten v.l.n.r.: Ferry Fink, Werner Schlegel und Alfred Hämmerle.

    Faschingskostüme aus dem Jahr 1932. Linkes Bild: Herbert Kunze. Auf dem Rechten v.l.n.r.: Ferry Fink, Werner Schlegel und Alfred Hämmerle.

Die Trisannabrücke - ein Denkmal österreichischer Ingenieurskunst

Entlang der Arlbergbahn 3/3


Veröffentlicht am 13.02.2019 von Harald Eberle.


Als im Jahr 1880 mit dem Bau der Arlbergbahn begonnen wurde, war es üblich Talstrecken mittels Steinbrücken zu überqueren. Dieses Verfahren schien am Eingang des Paznauns aber wegen der erforderlichen Spannweite und der enormen Höhe nicht durchführbar. Nur sehr widerwillig griff man daher einen Vorentwurf einer Eisenkonstruktion auf und nahm die „Zersetzbarkeit des Materials und seine molekularen Veränderlichkeiten“ in Kauf. So kam es zu der Konzeption eines stählernen Halbparabel-Trägers mit untenliegender Fahrbahn. Mit einer Stützweite von 120 Metern zählte das Trisanna-Projekt zu den größten Brückentragwerken des europäischen Kontinents.

  • Die Urausführung wurde im Jahr 1883 im Zuge des Arlbergbahnbaus in nur 12 Monaten erbaut. Die zu diesem Zweck installierte elektrische Ausleuchtung war damals eine Sensation.

    Die Urausführung wurde im Jahr 1883 im Zuge des Arlbergbahnbaus in nur 12 Monaten erbaut. Die zu diesem Zweck installierte elektrische Ausleuchtung war damals eine Sensation.

  • Steigende Achslasten und die Elektrifizierung führten 1923 dazu, dass die Brücke mit einem unten angeordneten Fischbauchträger verstärkt werden musste.

    Steigende Achslasten und die Elektrifizierung führten 1923 dazu, dass die Brücke mit einem unten angeordneten Fischbauchträger verstärkt werden musste.

  • Das Bauwerk überspannt in einer Gesamtlänge von 230 Metern den Eingang des Paznauns auf einer Höhe von 87 Metern.

    Das Bauwerk überspannt in einer Gesamtlänge von 230 Metern den Eingang des Paznauns auf einer Höhe von 87 Metern.

  • Direkt an der Trisannabrücke steht Schloss Wiesberg, welches vermutlich im 13. Jahrhundert durch den Hochstift Chur erbaut wurde.

    Direkt an der Trisannabrücke steht Schloss Wiesberg, welches vermutlich im 13. Jahrhundert durch den Hochstift Chur erbaut wurde.

  • 1964 wurde die alte Brücke komplett durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt, indem diese auf einem Lehrgerüst errichtet und im Verlauf einer Nacht in die Widerlager geschoben wurde. Zur damaligen Zeit stellte dieses Verfahren eine ingenieurmäßige Herausforderung dar und wurde weltweit rezipiert.

    1964 wurde die alte Brücke komplett durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt, indem diese auf einem Lehrgerüst errichtet und im Verlauf einer Nacht in die Widerlager geschoben wurde. Zur damaligen Zeit stellte dieses Verfahren eine ingenieurmäßige Herausforderung dar und wurde weltweit rezipiert.

Der Arlbergtunnel

Entlang der Arlbergbahn 2/3


Veröffentlicht am 12.02.2019 von Thomas Feurstein.


Nachdem am Sonntag, den 21. September 1884 nach mehrjähriger Bauzeit der Arlbergtunnel zunächst eingleisig eröffnet wurde, berichtete das Vorarlberger Volkblatt am Dienstag darauf ausführlich: „Die Eröffnung der Arlbergbahn hat sich durch die Fahrt des kaiserlichen Zuges auf derselben bereits vollzogen. Wer vermag heute schon die ganze Wirkung ermessen, die der neu erschlossene Schienenweg für den großen Weltverkehr zur Folge haben wird. Wie viele Hoffnungen und Wünsche, wie mancherlei stille und laute Befürchtungen mögen an dieses große Ereignis sich knüpfen.“

  • Die Bauarbeiten am Arlbergtunnel begannen erst im Jahr 1880 und wurden schon nach vier Jahren abgeschlossen. Die kurze Bauzeit konnte nur mit einer Vielzahl von Arbeitern erreicht werden, so arbeiteten 1883 an den Ost- und Westrampen jeweils über 4.000 Arbeiter.

    Die Bauarbeiten am Arlbergtunnel begannen erst im Jahr 1880 und wurden schon nach vier Jahren abgeschlossen. Die kurze Bauzeit konnte nur mit einer Vielzahl von Arbeitern erreicht werden, so arbeiteten 1883 an den Ost- und Westrampen jeweils über 4.000 Arbeiter.

  • Das rußgeschwärzte Portal in Langen am Arlberg zeigt, dass lange auch im Tunnel mit Dampflokomotiven gefahren wurde. Besonders an Tagen mit Windstille sorgte das für schlechte Luft im Tunnel. 1924 wurde dieses Problem durch die Elektrifizierung der Strecke endgültig gelöst.

    Das rußgeschwärzte Portal in Langen am Arlberg zeigt, dass lange auch im Tunnel mit Dampflokomotiven gefahren wurde. Besonders an Tagen mit Windstille sorgte das für schlechte Luft im Tunnel. 1924 wurde dieses Problem durch die Elektrifizierung der Strecke endgültig gelöst.

  • 2005 wurde der Arlbergtunnel an den aktuellen Stand der Technik und an geltende Sicherheitsstandards angepasst. So wurden für Flucht- und Rettungsnischen 5.000 m³ Material ausgebrochen.

    2005 wurde der Arlbergtunnel an den aktuellen Stand der Technik und an geltende Sicherheitsstandards angepasst. So wurden für Flucht- und Rettungsnischen 5.000 m³ Material ausgebrochen.

  • Am Ostportal erinnert ein Denkmal an den leitenden Ingenieur Julius Lott, dem fälschlicherweise nachgesagt wurde, dass er sich das Leben genommen habe, weil sich die Tunnelenden nicht getroffen hätten. Tatsächlich aber verstarb Lott 1883, noch bevor der Bau fertiggestellt war, in Wien an Tuberkulose.

    Am Ostportal erinnert ein Denkmal an den leitenden Ingenieur Julius Lott, dem fälschlicherweise nachgesagt wurde, dass er sich das Leben genommen habe, weil sich die Tunnelenden nicht getroffen hätten. Tatsächlich aber verstarb Lott 1883, noch bevor der Bau fertiggestellt war, in Wien an Tuberkulose.

  • Die Alpine Skiweltmeisterschaft 2001 war der Anlass, die Bahntrasse in St. Anton an den südlichen Rand der Siedlung zu verlegen.

    Die Alpine Skiweltmeisterschaft 2001 war der Anlass, die Bahntrasse in St. Anton an den südlichen Rand der Siedlung zu verlegen.

Schwarzer Tag für die ÖBB

Entlang der Arlbergbahn 1/3


Veröffentlicht am 06.02.2019 von Thomas Feurstein.


Am 11. August 1995 ereignete sich auf der Arlbergstrecke bei Braz ein katastrophales Zugsunglück, bei dem eine Mure einen von Wien kommenden Intercity-Zug erfasste. Die VN berichteten damals: “Die Lok und drei weitere Waggons des mit über 100 Personen besetzten Schnellzugs wurden von den Geröllmassen in das darunter liegende Tobel geschleudert, ein Waggon blieb umgekippt auf dem Gleis liegen. Den rund 200 Einsatzkräften der Rettungsmannschaften bot sich ein Bild des Grauens.“ Der Grund des Unglücks war die weggerissene Brücke über den Masonbach, der über seine Ufer getreten war.

  • Anhaltende Gewitter, verschüttete Straßen und steiles Gelände im Bereich der Arlbergstrecke erschwerten die Bergung. In der Nacht nach dem Unglück waren zahlreiche Helfer von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Bergrettung und Gendarmerie im Einsatz.

    Anhaltende Gewitter, verschüttete Straßen und steiles Gelände im Bereich der Arlbergstrecke erschwerten die Bergung. In der Nacht nach dem Unglück waren zahlreiche Helfer von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Bergrettung und Gendarmerie im Einsatz.

  • Für die Aufräumungsarbeiten wurde laut ÖBB-Streckenchef Günter Pircher ein Hilfszug mit einem Kran aus Wels angefordert.

    Für die Aufräumungsarbeiten wurde laut ÖBB-Streckenchef Günter Pircher ein Hilfszug mit einem Kran aus Wels angefordert.

  • Am nächsten Tag besuchte auch der damalige Landeshauptmann Martin Purtscher den Unglücksort. Bezirkshauptmann Leo Walser hatte auch Kräfte des Österreichischen Bundesheers angefordert, die noch in der Nacht im Klostertal eintrafen.

    Am nächsten Tag besuchte auch der damalige Landeshauptmann Martin Purtscher den Unglücksort. Bezirkshauptmann Leo Walser hatte auch Kräfte des Österreichischen Bundesheers angefordert, die noch in der Nacht im Klostertal eintrafen.

  • Die Arlbergstrecke blieb damals mehrere Wochen gesperrt, da in schwierigem Gelände eine Ersatzbrücke errichtet werden musste.

    Die Arlbergstrecke blieb damals mehrere Wochen gesperrt, da in schwierigem Gelände eine Ersatzbrücke errichtet werden musste.

  • Das folgenschwere Zugsunglück veranlasste die Wildbach- und Lawinenverbauung den Masonbach mit massiven Talsperren zu bändigen.

    Das folgenschwere Zugsunglück veranlasste die Wildbach- und Lawinenverbauung den Masonbach mit massiven Talsperren zu bändigen.

F.M. Hämmerle

ein Textilgigant aus Vorarlberg


Veröffentlicht am 29.01.2019 von Thomas Feurstein.


Franz Martin Hämmerle gründete 1836 mit 21 Jahren die Firma, die zunächst in einem Dornbirner Wohnhaus untergebracht war. Zahlreiche Übernahmen und Neubauten sorgten dafür, dass F.M. Hämmerle 70 Jahre später über 1.900 Arbeiter beschäftigte und zum größten Textilunternehmen Österreichs angewachsen war. Der allgemeine Niedergang der europäischen Textindustrie verschonte auch F.M. Hämmerle nicht: 2008 musste Konkurs angemeldet werden und 2016 auch die Spinnerei in Feldkirch-Gisingen geschlossen werden.

  • Dornbirn Steinebach war die Keimzelle des Betriebs. Im Glöckele-Haus färbte der junge Franz Martin Hämmerle Garn für seine Weber. Der Steinebach lieferte die Energie für die ersten eigenen Webstühle.

    Dornbirn Steinebach war die Keimzelle des Betriebs. Im Glöckele-Haus färbte der junge Franz Martin Hämmerle Garn für seine Weber. Der Steinebach lieferte die Energie für die ersten eigenen Webstühle.

  • An der Sägenstraße entstand eine Buntweberei für Kleider- und Hemdenstoffe. 1961 – zum 150-jährigen Firmenjubiläum – waren hier 760 Webstühle im größten Websaal Österreichs installiert.

    An der Sägenstraße entstand eine Buntweberei für Kleider- und Hemdenstoffe. 1961 – zum 150-jährigen Firmenjubiläum – waren hier 760 Webstühle im größten Websaal Österreichs installiert.

  • 1892 erbaute F.M. Hämmerle die Spinnerei Gisingen bei Feldkirch. Die Wasserkraft der Ill wurde durch das firmeneigene Kraftwerk genutzt. Noch 1986 waren hier 300 Arbeiter beschäftigt.

    1892 erbaute F.M. Hämmerle die Spinnerei Gisingen bei Feldkirch. Die Wasserkraft der Ill wurde durch das firmeneigene Kraftwerk genutzt. Noch 1986 waren hier 300 Arbeiter beschäftigt.

  • 1962 wurde das Gasthaus im Dornbirner Gütle gebaut und 1864 die Spinnerei mit 11.600 Spindeln eröffnet. Die Attraktion im Gütle war ein Springbrunnen, der damals mit 60 Metern der höchste in Europa war.

    1962 wurde das Gasthaus im Dornbirner Gütle gebaut und 1864 die Spinnerei mit 11.600 Spindeln eröffnet. Die Attraktion im Gütle war ein Springbrunnen, der damals mit 60 Metern der höchste in Europa war.

  • Im Eulental wurden auf 543 Webstühlen bunte und gebleichte Damaststoffe sowie gemusterte Damenkleiderstoffe produziert.

    Im Eulental wurden auf 543 Webstühlen bunte und gebleichte Damaststoffe sowie gemusterte Damenkleiderstoffe produziert.

Der Streit um das Schwarze Taferl

Rege Diskussion um die Einführung der weißen Kennzeichen


Veröffentlicht am 23.01.2019 von Harald Eberle.


Am 1. Jänner 1990 wurde der Umstieg von den alten, schwarzen Autokennzeichen auf die weißen Tafeln fixiert. Dem ging eine lange und emotionale Diskussion voran, an der sich neben Kunstschaffenden, Medien und Fachleuten auch Vorarlbergs Politik beteiligte. Schließlich war das „Schwarze Taferl“ einst die „Visitenkarte der Nation“, die es laut Künstler Friedrich Hundertwasser zu erhalten galt. Auch Landeshauptmann Purtscher machte sich bei der Landeshauptleutekonferenz für den Erhalt der schwarzen Kennzeichen stark. Nichtsdestotrotz beschloss die Regierung um den sozialistischen Verkehrsminister Rudolf Streicher die Einführung der weißen KFZ-Kennzeichen.

  • Künstler Friedrich Hundertwasser entwarf einen Gegenentwurf zu  den geplanten weißen Kennzeichen.

    Künstler Friedrich Hundertwasser entwarf einen Gegenentwurf zu den geplanten weißen Kennzeichen.

  • Hundertwasser konnte auch die Landespolitik von den Vorzügen seines Gegenentwurfes überzeugen.

    Hundertwasser konnte auch die Landespolitik von den Vorzügen seines Gegenentwurfes überzeugen.

  • Die von Verkehrsminister Streicher geplanten Kennzeichen seien eine „Kulturschande für Österreich“, so Hundertwasser. Bei der Präsentation mit von der Partie, Olympiasieger Hubert Strolz.

    Die von Verkehrsminister Streicher geplanten Kennzeichen seien eine „Kulturschande für Österreich“, so Hundertwasser. Bei der Präsentation mit von der Partie, Olympiasieger Hubert Strolz.

  • Die ersten „Erkennungstafeln“ wurden 1905 ausgegeben. Die Länderkennung „W“ stand dabei für Vorarlberg.

    Die ersten „Erkennungstafeln“ wurden 1905 ausgegeben. Die Länderkennung „W“ stand dabei für Vorarlberg.

  • Mit dem Anschluss Österreichs wurden Deutsche Kennzeichen ausgegeben. Die Buchstabengruppe TV stand für Tirol-Vorarlberg.

    Mit dem Anschluss Österreichs wurden Deutsche Kennzeichen ausgegeben. Die Buchstabengruppe TV stand für Tirol-Vorarlberg.

  • Dieses Kennzeichensystem wurde 1930 eingeführt, während des Krieges durch ein Deutsches ersetzt, und danach bis 1990 fortgeführt.

    Dieses Kennzeichensystem wurde 1930 eingeführt, während des Krieges durch ein Deutsches ersetzt, und danach bis 1990 fortgeführt.

Die Schragsägerei

Holzbearbeitung mit Muskelkraft


Veröffentlicht am 21.01.2019 von Harald Eberle.


Bis zur Erfindung der durch Wasserkraft angetriebenen Gattersäge, war die Schragsägerei die einzige Möglichkeit um Balken, Bohlen und Bretter aus einem Stamm zu sägen. Der Name leitet sich vom Arbeitsgestell, dem sogenannten „Schragen“ ab. Dieser musste zuerst mit viel Kraftaufwand aufgebaut werden, um genügend Spielraum für Säge und Arbeiter zu haben. Vor dem Sägen wurde die äußere Holzschwarte mit einem Breitbeil abgeschlagen, damit der Stamm gut aufliegt und eine ebene Seitenfläche erhält. Eingespielte Schragsäger schafften trotz der enormen körperlichen Anstrengung täglich bis zu 30 Laufmetern Schnittholz.

  • Damit ein gerader Schnitt erzielt werden konnte, wurde mit Hilfe einer mit Holzkohle bestäubten Schnur eine gerade Linie vorgezeichnet.

    Damit ein gerader Schnitt erzielt werden konnte, wurde mit Hilfe einer mit Holzkohle bestäubten Schnur eine gerade Linie vorgezeichnet.

  • Armin Bitschnau aus Bartholomäberg demonstriert mit seinen Helfern die Arbeit mit einer Spannrahmensäge.

    Armin Bitschnau aus Bartholomäberg demonstriert mit seinen Helfern die Arbeit mit einer Spannrahmensäge.

  • Die Bearbeitung mittels Breitbeil erzeugt die typische Oberflächenstruktur an handgeschlagenen Holzbalken.

    Die Bearbeitung mittels Breitbeil erzeugt die typische Oberflächenstruktur an handgeschlagenen Holzbalken.

  • Die Erfindung der Gattersäge brachte eine enorme Arbeitserleichterung. Auf diesem Bild: Heribert Metzler, Schoppernau.

    Die Erfindung der Gattersäge brachte eine enorme Arbeitserleichterung. Auf diesem Bild: Heribert Metzler, Schoppernau.

  • Holztransport im Gebirge.

    Holztransport im Gebirge.

Innauer, Lipburger und Co

Skispringen in Vorarlberg


Veröffentlicht am 09.01.2019 von Thomas Feurstein.


Nach Toni Innauer und Alois Lipburger wurde es still um die Vorarlberger Skispringer, die in den österreichischen Kadern kaum mehr aufscheinen. Der Grund ist wohl, dass bis vor kurzem in Vorarlberg nur begrenzte Trainingsmöglichkeiten vorhanden waren. Viele traditionsreiche Anlagen sind nicht mehr in Betrieb oder wurden sogar abgerissen. Mit dem Schanzenzentrum Montafon in Tschagguns hoffen die heimischen „Adler“ in naher Zukunft an alte Erfolge anzuschließen.

  • Österreichische Staatsmeisterschaft 1947 auf der Zelfenschanze in Tschagguns.

    Österreichische Staatsmeisterschaft 1947 auf der Zelfenschanze in Tschagguns.

  • Nach langen Jahren erfolglosen Bemühens gelang es 2014 wieder eine moderne Schanzenanlage in Tschagguns zu eröffnen. Den Vorarlberger Skispringern und Skispringerinnen steht nun wieder ganzjährige eine Trainingsanlage zur Verfügung.

    Nach langen Jahren erfolglosen Bemühens gelang es 2014 wieder eine moderne Schanzenanlage in Tschagguns zu eröffnen. Den Vorarlberger Skispringern und Skispringerinnen steht nun wieder ganzjährige eine Trainingsanlage zur Verfügung.

  • Skisprung auf einer Sprungschanze in Lech.

    Skisprung auf einer Sprungschanze in Lech.

  • Der Skispringer Martin Eberle auf der Wälderschanze in Andelsbuch.

    Der Skispringer Martin Eberle auf der Wälderschanze in Andelsbuch.

  • Toni Innauer, der bei weitem erfolgreichste Vorarlberger Skispringer, kehrte 1980 aus Lake Placid mit einer Goldmedaille zurück. Er wurde von Siegfried Gasser, Landeshauptmann Herbert Kessler und Bertram Jäger empfangen.

    Toni Innauer, der bei weitem erfolgreichste Vorarlberger Skispringer, kehrte 1980 aus Lake Placid mit einer Goldmedaille zurück. Er wurde von Siegfried Gasser, Landeshauptmann Herbert Kessler und Bertram Jäger empfangen.

Feueralarm am Bödele

Brand des Alpenhotels im Jahr 1938


Veröffentlicht am 07.01.2019 von Simone Drechsel.


Am 3. Februar gegen 4 Uhr in der Früh bemerkte eine Serviererin in ihrem Zimmer Rauch. Daraufhin weckte sie alle Angestellten, die zuerst noch versuchten den Brand selber zu löschen. Gegen 4 Uhr 45 erreichte dann die Feuerwehr Dornbirn und gegen 5 Uhr 30 jene von Schwarzenberg das Alpenhotel, das bereits in Vollbrand stand. Nur die Autogarage und das ein paar Meter abseits stehende Wirtschaftsgebäude blieben vom Feuer verschont. Ausgebrochen war das Feuer in einem neben „dem Heizraum befindlichen Raum, in welchem sich zirka 30 dürre Tannenreisigbuscheln befanden.” Die Ursache des Brandes dürfte mit der Zentralheizung in Zusammenhang stehen.

  • Das Alpenhotel Bödele am Morgen nach dem Brand. Aufgenommen von Norbert Bertolini, der sich zum Zeitpunkt des Brandes in seinem Ferienhaus aufhielt.

    Das Alpenhotel Bödele am Morgen nach dem Brand. Aufgenommen von Norbert Bertolini, der sich zum Zeitpunkt des Brandes in seinem Ferienhaus aufhielt.

  • Aufnahme vom Alpenhotel Bödele um das Jahr 1910.

    Aufnahme vom Alpenhotel Bödele um das Jahr 1910.

  • Der Gesamtschaden bezifferte das Vorarlberger Volksblatt mit 470.000 Schilling.

    Der Gesamtschaden bezifferte das Vorarlberger Volksblatt mit 470.000 Schilling.

  • Direktor Amon, seine Frau, die Serviererin und der Koch hatten nichts von einem Feuer bemerkt als sie gegen 2 Uhr 30 schlafen gingen.

    Direktor Amon, seine Frau, die Serviererin und der Koch hatten nichts von einem Feuer bemerkt als sie gegen 2 Uhr 30 schlafen gingen.

Freiheit auf vier Rädern

Beginn der Automobilisierung Vorarlbergs


Veröffentlicht am 05.01.2019 von Simone Drechsel.


Im Jahr 1893 fuhr das erste Auto in der gesamten Monarchie in Vorarlberg. Die Zahl stieg an und so fuhren bereits im Jahr 1905 42 Motorräder und 11 Automobile (LKW und PKW) auf den Straßen. Es stiegen aber auch die Beschwerden und Anzeigen über den motorisierten Verkehr und so mussten Verordnungen her. Hatte eine 1903 erlassene Verordnung noch ungenau Angaben zur Fahrgeschwindigkeit, „nicht größer sein jene eines mit Pferde bespannten, in frischem Trabe fahrenden Wagens“, wurde diese 1905 mit 15 km/h Innerorts und 45 km/h außer Orts festgelegt. Bei den Nummerntafeln wurde Vorarlberg der Buchstabe „W“ zugeteilt und der Fahrer musste älter als 18 Jahre sein und einen Führerschein besitzen. Bis 1938 stieg die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in Vorarlberg auf 3.529. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Motorräder und Kleinkrafträder. Das Auto blieb der besseren Gesellschaft vorbehalten.

  • Norbert Bertolini in seinem BMW 3/15 PS DA 3 Wartburg Sport auf der L 48 bei Dornbirn-Watzenegg.

    Norbert Bertolini in seinem BMW 3/15 PS DA 3 Wartburg Sport auf der L 48 bei Dornbirn-Watzenegg.

  • Ein Steyr 200, Baujahr 1936-1940, 35 PS im Bregenzerwald. Dieser wurde von 1907 bis Mitte der 1930er Jahren partiell für den Verkehr gesperrt.

    Ein Steyr 200, Baujahr 1936-1940, 35 PS im Bregenzerwald. Dieser wurde von 1907 bis Mitte der 1930er Jahren partiell für den Verkehr gesperrt.

  • BMW 326 Cabriolet, Baujahr 1936-1941. Die anfänglichen Fahrzeuge waren noch sehr reparatur- und wartungsintensiv. Robert Bilgeri war der erste Automechaniker in Vorarlberg.

    BMW 326 Cabriolet, Baujahr 1936-1941. Die anfänglichen Fahrzeuge waren noch sehr reparatur- und wartungsintensiv. Robert Bilgeri war der erste Automechaniker in Vorarlberg.

  • Der VW Käfer symbolisierte das Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahre und erreichte seinen Höhepunkt in den 1970er Jahren.

    Der VW Käfer symbolisierte das Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahre und erreichte seinen Höhepunkt in den 1970er Jahren.

Glücksbringer Kaminkehrer


Veröffentlicht am 31.12.2018 von Harald Eberle.


Ihren Ruf als Glücksbringer haben sich die Kaminkehrer schon im Mittelalter erworben. Schon zur damaligen Zeit war es eine Katastrophe für einen Haushalt, wenn der Kamin verstopft war oder schlecht zog, denn dann konnte kein Essen mehr zubereitet werden und es wurde kalt im Haus. In einer solchen Situation brachte der Kaminkehrer die Rettung. Er säuberte den Kamin und es war wieder möglich, zu kochen und zu heizen. So brachte er das „Glück“ zurück und wendete zugleich ein mögliches Unheil vom Haus und seinen Bewohnern ab. Noch heute soll es Glück bringen, einen Schornsteinfeger zu berühren oder einen goldenen Knopf an seiner Jacke anzufassen.

  • Schon im Jahr 1976 besuchten die Vertreter der Kaminkehrerinnung den Landeshauptmann um für die anstehenden Aufgaben im neuen Jahr ein besonders glückliches Händchen zu wünschen. v.l.n.r.: Hugo Gstöhl, Kurt Spöttl, Herbert Keßler, Oskar Fink, Helmut Prettner

    Schon im Jahr 1976 besuchten die Vertreter der Kaminkehrerinnung den Landeshauptmann um für die anstehenden Aufgaben im neuen Jahr ein besonders glückliches Händchen zu wünschen. v.l.n.r.: Hugo Gstöhl, Kurt Spöttl, Herbert Keßler, Oskar Fink, Helmut Prettner

  • Natürlich wurde auch immer ein Gläschen auf das neue Jahr getrunken.

    Natürlich wurde auch immer ein Gläschen auf das neue Jahr getrunken.

  • Kaminkehrer in Lech am Arlberg in den 1950er Jahren.

    Kaminkehrer in Lech am Arlberg in den 1950er Jahren.

  • Glückwunschkarte zum Jahreswechsel aus dem Jahr 1954.

    Glückwunschkarte zum Jahreswechsel aus dem Jahr 1954.

  • Kaminkehrer Joseph Geiger besuchte seine Kunden in Nenzing noch mit dem Fahrrad.

    Kaminkehrer Joseph Geiger besuchte seine Kunden in Nenzing noch mit dem Fahrrad.

  • Kaminkehrer Joseph Geiger bei der Arbeit.

    Kaminkehrer Joseph Geiger bei der Arbeit.

Der Berg ruft

Bergsteigen in den 1930er Jahren


Veröffentlicht am 27.12.2018 von Simone Drechsel.


In dem Fotonachlass von Norbert Bertolini befinden sich zahlreiche Fotos, die ihn, seine Frau Eleonore, Freunde und Bekannte beim Wandern und Bergsteigen zeigen. Damit folgten sie einem allgemeinen Trend, denn das Bergsteigen erfreute sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Gleichzeitig beklagten sich die Alpenvereine, dass immer mehr ungeübte Bergsteiger mit ungenügender Ausrüstung und Bekleidung in den Bergen anzutreffen und dann auf Hilfe angewiesen seien. Vorarlberger Firmen wie Benger oder die Schrunser Lodenfabrik erkannten den Geist der Zeit und machten in gezielt geschalteten Werbungen und Inseraten auf ihre speziellen Wanderbekleidungen, Materialen usw. aufmerksam.

  • Norbert Bertolini im Jahr 1935 auf dem Valfagehrjoch. Er trägt eine Kniebundhose, eine hüftlange Jacke, Hut und genagelte Schuhe.

    Norbert Bertolini im Jahr 1935 auf dem Valfagehrjoch. Er trägt eine Kniebundhose, eine hüftlange Jacke, Hut und genagelte Schuhe.

  • Eleonore Bertolini in einem knielangen Rock, der vorne geknüpft war. Die Aufnahme entstand 1933 am Litzner Gletscher.

    Eleonore Bertolini in einem knielangen Rock, der vorne geknüpft war. Die Aufnahme entstand 1933 am Litzner Gletscher.

  • Lore Bertolini in einer Kniebundhose und ärmelloser Bluse am Widderstein.

    Lore Bertolini in einer Kniebundhose und ärmelloser Bluse am Widderstein.

  • Lore Bertolini in einem Dirndl am Nuvolau im Jahr 1937. Das Dirndl war als Wanderkleidung bei den Frauen sehr beliebt.

    Lore Bertolini in einem Dirndl am Nuvolau im Jahr 1937. Das Dirndl war als Wanderkleidung bei den Frauen sehr beliebt.

Mord im Galgentobel

Die Tragödie vom 30. November 1930


Veröffentlicht am 18.12.2018 von Simone Drechsel.


An diesem Tag erreichten Friedrich Kloimwider und Josef Kiner den Galgentobel und die in Arbeit befindlichen Wildbachverbauungen. Da die Nacht hereinbrach, nahm Kloimwider ein schweres Eisenstück und brach damit eine Barackentür auf. In der Küche ließen sich die beiden nieder und besprachen ihr missliches Leben. Gegen 4 Uhr in der Früh ergriff Kloimwider erneut das Eisenstück und schlug Kiner mehrere Male auf den Kopf, schleifte ihn aus der Baracke und stach hier noch ein paar Mal mit einem Messer auf ihn ein. Dann rollte er die Leiche einen Abhang hinunter und bedeckte sie mit Steinen, wo sie der Holzarbeiter Dominikus Widmoser am nächsten Morgen fand. Die verständigte Gendarmerie konnte Kloimwider bereits am 11. Dezember bei St. Anton verhaften. Am 17. März 1931 wurde er zu 16 Jahren „schweren Kerkers, verschärft mit einem Fasttag am 1. Dezember jeden Jahres” verurteilt.

  • Arbeiten im Galgentobel. Handseilaufzug Muttersbergtobel im Jahr 1925

    Arbeiten im Galgentobel. Handseilaufzug Muttersbergtobel im Jahr 1925

  • Arbeiter vor der Tiefensee Baracke 1925.

    Arbeiter vor der Tiefensee Baracke 1925.

  • Arbeiten bei der Quellfassung am Muttersberg.

    Arbeiten bei der Quellfassung am Muttersberg.

  • Arbeiten bei der Quelle im Rosttobel.

    Arbeiten bei der Quelle im Rosttobel.

Weihnachtsgeschenk für Buch

Bundesheersoldaten überbrücken Rutschung an der Bucher Straße


Veröffentlicht am 11.12.2018 von Harald Eberle.


Im September 1981 ging ein gewaltiger Erdrutsch auf die Bucher Straße nieder und blockierte die Direktverbindung der Gemeine Buch ins Rheintal. Auf einer Länge von über 100 Metern wurde die Straße zwischen 6 und 8 Meter hoch verschüttet. Eine Stützmauer wurde ins Tobel gerissen und die Fahrbahn dermaßen demoliert, dass sich die Aufräumarbeiten bis in den Winter hinzogen. Am 15. Dezember 1981 rückte dann das Bundesheer an, um die Straßenverbindung mit Hilfe einer 21 Meter langen Pionierbrücke noch vor Weihnachten wiederherzustellen. Insgesamt waren rund 60 Soldaten im Einsatz, um die Dreieckträgerbrücke im Ippachwald zu errichten.

  • „Pionierarbeit“ im wahrsten Sinn des Wortes leisten die Jäger des Landeswehrstammregiments 91 beim Brückenbau an der Bucher Straße.

    „Pionierarbeit“ im wahrsten Sinn des Wortes leisten die Jäger des Landeswehrstammregiments 91 beim Brückenbau an der Bucher Straße.

  • Das „Weihnachtsgeschenk“ der 60 Soldaten für die Gemeinde Buch war 21 Meter lang, 10 Tonnen schwer.

    Das „Weihnachtsgeschenk“ der 60 Soldaten für die Gemeinde Buch war 21 Meter lang, 10 Tonnen schwer.

  • Bei der Errichtung waren fast  ausschließlich Jäger beteiligt. Nur zwei Unteroffiziere mit Pionierausbildung standen als „Experten“ zur Verfügung.

    Bei der Errichtung waren fast ausschließlich Jäger beteiligt. Nur zwei Unteroffiziere mit Pionierausbildung standen als „Experten“ zur Verfügung.

  • Die vom Land Vorarlberg angeschaffte und dem Bundesheer zur Verfügung gestellte Dreieckträgerbrücke hatte sich bereits 1978 als Notbrücke beim Bau der Bödelestraße bewährt.

    Die vom Land Vorarlberg angeschaffte und dem Bundesheer zur Verfügung gestellte Dreieckträgerbrücke hatte sich bereits 1978 als Notbrücke beim Bau der Bödelestraße bewährt.

  • Nur drei Jahre zuvor – im Jahr 1978 – wurde die Bucher Straße erbaut. Auf diesem Bild machten sich Landesrat Sigi Gasser (mitte) und Bürgermeister Ewald Hopfner (rechts) ein Bild von den Arbeiten.

    Nur drei Jahre zuvor – im Jahr 1978 – wurde die Bucher Straße erbaut. Auf diesem Bild machten sich Landesrat Sigi Gasser (mitte) und Bürgermeister Ewald Hopfner (rechts) ein Bild von den Arbeiten.

Die halbe Gemeinde Fraxern – ein Trümmerhaufen

Fraxern brennt


Veröffentlicht am 06.12.2018 von Thomas Feurstein.


Unter dieser Überschrift berichtet das Vorarlberger Volksblatt am 19. April 1934 über den Brand in Fraxern: „Innerhalb kürzester Zeit hat ein verheerender Brand die schönsten Wohnungen – die Kirche, Gott sei Dank ausgenommen – bis auf den Grund eingeäschert. 33 Objekte wurden ein Raub der Flammen, darunter das Schulhaus, die Sennerei, die beiden Wirtschaften zum „Adler“ und zur „Krone“, das Pfarrhaus und das Messnerhaus. Vieles Kleinvieh ist den Flammen zum Opfer gefallen. Die Kinder mussten eilig die Schule verlassen, sie flüchteten sich zur Kirche hin und weinten herzerbarmend, weil sie den Untergang ihrer Heimat, der so plötzlich hereingebrochen war, mitansehen mussten.“

  • Das Volksblatt schilderte auch den Zustand vor dem Brand: „Auf der Höhe über Weiler und Klaus liegt in einer scheinbar geschützten Mulde die Gemeinde Fraxern mit ihren etwa 80 Häusern und 400 Bewohnern. Zur Zeit der Kirschblüte ist der Frühling da oben besonders schön, noch schöner als drunten in den Gemeinden des Vorderlandes, dem Paradies von Vorarlberg…“

    Das Volksblatt schilderte auch den Zustand vor dem Brand: „Auf der Höhe über Weiler und Klaus liegt in einer scheinbar geschützten Mulde die Gemeinde Fraxern mit ihren etwa 80 Häusern und 400 Bewohnern. Zur Zeit der Kirschblüte ist der Frühling da oben besonders schön, noch schöner als drunten in den Gemeinden des Vorderlandes, dem Paradies von Vorarlberg…“

  • „Das Pfarrhaus brennt wie eine Fackel und weiter oben noch liegen die traurigen Überreste von Häusern, niedergebrannt bis auf den Boden. Die Kamine ragen noch in die Luft und da und dort ein Mauerrest. Aus den Trümmern schimmert es von roter Glut, die immer wieder von starkem Wind angeblasen wird.“

    „Das Pfarrhaus brennt wie eine Fackel und weiter oben noch liegen die traurigen Überreste von Häusern, niedergebrannt bis auf den Boden. Die Kamine ragen noch in die Luft und da und dort ein Mauerrest. Aus den Trümmern schimmert es von roter Glut, die immer wieder von starkem Wind angeblasen wird.“

  • Ein betroffener Bauer erzählt der Vorarlberger Landeszeitung: „Inmitten meiner Arbeit auf dem Kartoffelacker schreckte mich die Sturmglocke auf. Ich ließ alles liegen und rannte dem Dorfe zu. Während meiner Hilfeleistung schrie mir einer zu, daß  mein Haus auch schon Feuer gefangen haben. Ich sprang sofort in mein Haus und konnte nur mehr das Vieh durch die Küche ins Freie treiben. Nun stehe ich mit meinem Weibe und fünf Kindern mittellos da und weiß nicht, wo ich eine Ruhestätte finde.“

    Ein betroffener Bauer erzählt der Vorarlberger Landeszeitung: „Inmitten meiner Arbeit auf dem Kartoffelacker schreckte mich die Sturmglocke auf. Ich ließ alles liegen und rannte dem Dorfe zu. Während meiner Hilfeleistung schrie mir einer zu, daß mein Haus auch schon Feuer gefangen haben. Ich sprang sofort in mein Haus und konnte nur mehr das Vieh durch die Küche ins Freie treiben. Nun stehe ich mit meinem Weibe und fünf Kindern mittellos da und weiß nicht, wo ich eine Ruhestätte finde.“

  • Nach der Brandkatastrophe wurde Fraxern rasch wieder aufgebaut. Dabei wurde die Dorfstraße gestreckt und verbreitert sowie mehrere Häuser in ihrer Lage versetzt, um ähnliche Brandkatastrophen zu verhindern.

    Nach der Brandkatastrophe wurde Fraxern rasch wieder aufgebaut. Dabei wurde die Dorfstraße gestreckt und verbreitert sowie mehrere Häuser in ihrer Lage versetzt, um ähnliche Brandkatastrophen zu verhindern.

13.972 verbindende Meter

Ein großer Tag für Österreich: Arlbergstraßentunnel offen


Veröffentlicht am 01.12.2018 von Thomas Feurstein.


Über 4.000 Gäste waren am 1. Dezember 1978 zur Eröffnung des Arlbergstraßentunnels gekommen. Beidseits des Arlbergs wurde gefeiert: die offizielle Feier fand auf der Tiroler Seite statt, auf der Vorarlberger Seite wurde in Klösterle die beliebte Radiosendung „Autofahrer unterwegs“ aufgenommen und hier stellte auch Hannes Androsch die 100-Schillingmünze vor, die anlässlich der Eröffnung geprägt wurde. In den Reden wurde die großartige Leistung der Tunnelbauer gewürdigt: in nur 53 Monaten, ein halbes Jahr schneller als geplant, wurde der Tunnel ausgebrochen, ausgebaut und die notwendigen Betriebsanlagen installiert. Die Landeshauptmänner von Tirol und Vorarlberg betonten nach der Weihe durch Bischof Paul Rusch, dass der Tunnel ein Tor öffne, das die Österreicher östlich des Arlbergs den Vorarlbergern wieder näher bringen werde.

  • Die Festlichkeiten begannen am Morgen mit der Enthüllung der 8,5 Meter großen Statue des heiligen Christophorus bei der Mautbrücke in St. Jakob durch den Tiroler Landeshauptmann Eduard Wallnöfer. Der verantwortliche Bildhauer war der Tiroler Künstler Emmerich Kerle (1916-2010).

    Die Festlichkeiten begannen am Morgen mit der Enthüllung der 8,5 Meter großen Statue des heiligen Christophorus bei der Mautbrücke in St. Jakob durch den Tiroler Landeshauptmann Eduard Wallnöfer. Der verantwortliche Bildhauer war der Tiroler Künstler Emmerich Kerle (1916-2010).

  • In den VN vom 1. Dezember wird die Festfolge präsentiert: „15.30: Durchschneiden des rot-weiß-roten Bandes, Salve der Schützenkompanie St. Anton, 21 Böllerschüsse in St. Jakob, Landeshymnen von Tirol und Vorarlberg, O Du mein Österreich, Marsch….die Feierlichkeiten endeten mit einem Festbankett im Zürser Hof.

    In den VN vom 1. Dezember wird die Festfolge präsentiert: „15.30: Durchschneiden des rot-weiß-roten Bandes, Salve der Schützenkompanie St. Anton, 21 Böllerschüsse in St. Jakob, Landeshymnen von Tirol und Vorarlberg, O Du mein Österreich, Marsch….die Feierlichkeiten endeten mit einem Festbankett im Zürser Hof.

  • Alt-Landesstatthalter Martin Müller (1915-1989), Landeshauptmann Herbert Kessler (1925-2018), Finanzminister Hannes Androsch (1938-), Bundeskanzler Bruno Kreisky (1911-1990), Bautenminister Josef Moser (1919-2003) und Landeshauptmann Eduard Wallnöfer (1913-1989) nach der Verleihung zahlreicher Ehrenzeichen um Verdienste rund um den Bau des Tunnels.

    Alt-Landesstatthalter Martin Müller (1915-1989), Landeshauptmann Herbert Kessler (1925-2018), Finanzminister Hannes Androsch (1938-), Bundeskanzler Bruno Kreisky (1911-1990), Bautenminister Josef Moser (1919-2003) und Landeshauptmann Eduard Wallnöfer (1913-1989) nach der Verleihung zahlreicher Ehrenzeichen um Verdienste rund um den Bau des Tunnels.

  • Finanzminister Hannes Androsch und Bundeskanzler Bruno Kreisky. Androsch stellte in seiner Rede die 4,2 Milliarden Schulden, die für den Tunnel aufgenommen werden mussten, dem geschaffenen Gegenwert und den geschaffenen Arbeitsplätzen gegenüber.

    Finanzminister Hannes Androsch und Bundeskanzler Bruno Kreisky. Androsch stellte in seiner Rede die 4,2 Milliarden Schulden, die für den Tunnel aufgenommen werden mussten, dem geschaffenen Gegenwert und den geschaffenen Arbeitsplätzen gegenüber.

  • In Langen am Arlberg enthüllte Landeshauptmann Herbert Kessler eine Gedenktafel für die 14 Männer, „die für ein großes Werk der Heimat ihr Leben lassen mussten.“

    In Langen am Arlberg enthüllte Landeshauptmann Herbert Kessler eine Gedenktafel für die 14 Männer, „die für ein großes Werk der Heimat ihr Leben lassen mussten.“

  • Herma Kirchschläger, Rudolf Kirchschläger, Vera Kreisky. Dem Bundespräsidenten war es vorbehalten das Band zum Zeichen der Verkehrsübergabe zu durchschneiden.

    Herma Kirchschläger, Rudolf Kirchschläger, Vera Kreisky. Dem Bundespräsidenten war es vorbehalten das Band zum Zeichen der Verkehrsübergabe zu durchschneiden.

Lehrerin und Lehrer werden in Vorarlberg

Auch Lehrer waren einst Schüler


Veröffentlicht am 20.11.2018 von Thomas Feurstein.


Es war ein langer Weg von den sechswöchigen „Präparandenkursen“ des Maria Theresianischen Schulsystems bis hin zur Eröffnung der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg im Jahr 2007. Es war eine Entwicklung, die auch immer wieder von Rückschlägen geprägt war. So wurde 1943 bei einem Bombenangriff auf Feldkirch auch das Schülerinnenheim der Lehrerbildungsanstalt getroffen. Es wurden 39 Schülerinnen und drei Lehrerinnen getötet. 1968 wurde dann in Feldkirch die Pädagogische Akademie gegründet, die dann vor einigen Jahren vor dem Hintergrund des europäischen Hochschulraums zur Pädagogischen Hochschule wurde.

  • Nachdem die alte Lehrerbildungsanstalt in Bregenz geschlossen wurde, kam es 1888 zur Gründung des Katholischen Privatlehrerseminars in Feldkirch-Tisis. Schon 1889 wurde mit dem Bau des neuen Anstaltsgebäudes begonnen und 1890/91 konnte die vorerst einklassige Übungs-Volksschule ihren Betrieb aufnehmen.

    Nachdem die alte Lehrerbildungsanstalt in Bregenz geschlossen wurde, kam es 1888 zur Gründung des Katholischen Privatlehrerseminars in Feldkirch-Tisis. Schon 1889 wurde mit dem Bau des neuen Anstaltsgebäudes begonnen und 1890/91 konnte die vorerst einklassige Übungs-Volksschule ihren Betrieb aufnehmen.

  • Die neue Lehrerbildungsanstalt wurde als Internatsschule geführt, da ein großer Teil des Lehrernachwuchses aus den ländlichen Regionen Vorarlbergs stammte. Sogar die SchülerInnen aus Feldkirch und Umgebung mussten im Internat leben. 1928 hieß es in einer Festschrift, dass es das Ziel der Anstalt sei, den „katholischen Edelmenschen“ heranzubilden.

    Die neue Lehrerbildungsanstalt wurde als Internatsschule geführt, da ein großer Teil des Lehrernachwuchses aus den ländlichen Regionen Vorarlbergs stammte. Sogar die SchülerInnen aus Feldkirch und Umgebung mussten im Internat leben. 1928 hieß es in einer Festschrift, dass es das Ziel der Anstalt sei, den „katholischen Edelmenschen“ heranzubilden.

  • Nach der ideologisch geprägten Zeit des Nationalsozialismus übersiedelte die Bundes-Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt 1945 in das Hintergebäude der ehemaligen Stella Matutina, (heute Vorarlberger Landeskonservatorium). Nachdem kriegsbedingt mehrere Jahrgänge gleichzeitig aufgenommen werden mussten, begannen im ersten Jahr 396 Studierende ihre Ausbildung.

    Nach der ideologisch geprägten Zeit des Nationalsozialismus übersiedelte die Bundes-Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt 1945 in das Hintergebäude der ehemaligen Stella Matutina, (heute Vorarlberger Landeskonservatorium). Nachdem kriegsbedingt mehrere Jahrgänge gleichzeitig aufgenommen werden mussten, begannen im ersten Jahr 396 Studierende ihre Ausbildung.

  • Der Umzug ins neue Haus gelang zu Schuljahresbeginn 1969/70, obwohl das Baugeschehen noch keineswegs abgeschlossen war. Die offizielle Eröffnung fand im Beisein von Unterrichtsminister Alois Mock am 17.2.1970 statt. Für den planenden und ausführenden Architekten Guntram Mätzler gab es damals viel Lob.

    Der Umzug ins neue Haus gelang zu Schuljahresbeginn 1969/70, obwohl das Baugeschehen noch keineswegs abgeschlossen war. Die offizielle Eröffnung fand im Beisein von Unterrichtsminister Alois Mock am 17.2.1970 statt. Für den planenden und ausführenden Architekten Guntram Mätzler gab es damals viel Lob.

  • Schon zu Beginn der Ausbildung wurde eine Feminisierung des Lehrberufs festgestellt: so waren es in der Volksschullehrerausbildung in manchen Jahrgängen bis zu 90% Studentinnen, während in der Hauptschulausbildung die Männer überwogen.

    Schon zu Beginn der Ausbildung wurde eine Feminisierung des Lehrberufs festgestellt: so waren es in der Volksschullehrerausbildung in manchen Jahrgängen bis zu 90% Studentinnen, während in der Hauptschulausbildung die Männer überwogen.

  • Mit ersten Oktober 2007 wurden die österreichischen Pädagogischen Akademien in bologna-konforme Pädagogische Hochschulen umgewandelt und damit die europäische und internationale Vergleichbarkeit der LehrerInnenausbildung erreicht.

    Mit ersten Oktober 2007 wurden die österreichischen Pädagogischen Akademien in bologna-konforme Pädagogische Hochschulen umgewandelt und damit die europäische und internationale Vergleichbarkeit der LehrerInnenausbildung erreicht.

Landesverteidigung

Die Rückkehr des Bundesheeres nach 1945


Veröffentlicht am 13.11.2018 von Simone Drechsel.


Als die französische Regierung im September 1953 beschloss ihre Besatzungstruppen aus Tirol, Vorarlberg und einem geringen Teil Wiens abzuziehen, sah sich die österreichische Bundesregierung gezwungen, eigene militärische Formationen hierher zu verlegen. Bereits Ende November kamen zwei Unterabteilungen der Gendarmerieschule „Oberösterreich II“ nach Vorarlberg, deren erste Bewährungsprobe die große Lawinenkatastrophe vom Jänner 1954 darstellte. Aus diesen beiden Unterabteilungen wurde am 1. Juni 1954 die „Gendarmerieschule Vorarlberg“. Diese wurde am 29. Juli 1955 zur provisorischen „Grenzschutzabteilung Nr. 9“ und am 9. April 1956 in das Vorarlberger „Jägerbataillon 23“ umbenannt.

  • 1956 rückten die ersten Wehrpflichtigen des Jahrgangs 1937 ein. Im selben Jahr wurden die feldgrauen Heeresuniformen eingeführt. (Soldaten auf der Dreiländerspitze, 1958.)

    1956 rückten die ersten Wehrpflichtigen des Jahrgangs 1937 ein. Im selben Jahr wurden die feldgrauen Heeresuniformen eingeführt. (Soldaten auf der Dreiländerspitze, 1958.)

  • Seither leistete das Bundesheer zahlreiche Einsätze bei Hochwassern, Waldbränden und bei der Freilegung von Wegen und Brücken. („Landesverteidigung“, Ausstellung in Bludenz 1980)

    Seither leistete das Bundesheer zahlreiche Einsätze bei Hochwassern, Waldbränden und bei der Freilegung von Wegen und Brücken. („Landesverteidigung“, Ausstellung in Bludenz 1980)

  • Brückensanierung auf der Bucherstraße nach einem Murenabgang durch das Bundesheer, 1981.

    Brückensanierung auf der Bucherstraße nach einem Murenabgang durch das Bundesheer, 1981.

  • Die Umgliederung vom 01.01.1979 bewirkte, dass das Jägerbataillon 23 von einem aktiven zu einem mob Bataillon umfunktioniert und gleichzeitig das Landwehrstammregiment 91 aufgestellt wurde.

    Die Umgliederung vom 01.01.1979 bewirkte, dass das Jägerbataillon 23 von einem aktiven zu einem mob Bataillon umfunktioniert und gleichzeitig das Landwehrstammregiment 91 aufgestellt wurde.

Zarte Versuchung

Schokoladenproduktion in Bludenz


Veröffentlicht am 06.11.2018 von Simone Drechsel.


Carl Russ-Suchard, der Schwiegersohn von Firmengründer Philippe Suchard (1797-1884) wählte Bludenz als Standort für eine auswärtige Schokoladenproduktion. Im Jahr 1887 konnte das Gelände der „alten Mühle“ beim unteren Tor erworben und dementsprechend adaptiert werden. Doch schon bald reichten die räumlichen Kapazitäten nicht mehr aus und es wurde zwischen 1912 und 1919 ein großangelegter Neubau an der Fohrenburgerstraße durchgeführt. Nach den beiden Weltkriegen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten kam im Juni 1949 die „Milka“ wieder in den Handel und eroberte die Welt. Nach zahlreichen Fusionen ist die Firma heute Teil von Mondelez International.

  • Schokoladenproduktion in Bludenz. Aufnahme aus dem Jahr 1983.

    Schokoladenproduktion in Bludenz. Aufnahme aus dem Jahr 1983.

  • Ein weiterer großer Fabriksumbau erfolgte 1969 und in den Jahren 1979 und 1984 erfolgten Um- und Anbauten.

    Ein weiterer großer Fabriksumbau erfolgte 1969 und in den Jahren 1979 und 1984 erfolgten Um- und Anbauten.

  • 1901 ist das Geburtsjahr der „Milka“. In ihrem typischen lila Umschlag kommt sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den Markt.

    1901 ist das Geburtsjahr der „Milka“. In ihrem typischen lila Umschlag kommt sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den Markt.

  • Auskunftsstelle von Suchard in Bludenz.

    Auskunftsstelle von Suchard in Bludenz.

Römisches Hafenkastell am Leutbühel

Notgrabungen des Vorarlberger Landesmuseums im Jahr 1972


Veröffentlicht am 05.11.2018 von Harald Eberle.


Im Frühjahr 1972 stieß eine Schubraupe bei Bauarbeiten für das Gemeinschaftswarenhaus am Leutbühel (GWL) in Bregenz auf „Fels“. Dabei handelte es sich um Teile eines spätantiken Hafenkastells. Das Sandstein-Quadermauerwerk am Südwestrand des Leutbühels zog sich über 10 Meter weit in Richtung Südost-Nordwest gegen den heute ca. 300 Meter entfernten Bodensee zu. Das Kastell stand direkt an der damaligen Uferlinie und diente zum Schutz des Hafens und als Stützpunkt einer Patrouillenbootflottille. Die umwehrte Fläche hatte eine Größe von ca. 0,35 Hektar und bot Platz für eine Besatzung von schätzungsweise 120-160 Mann.

  • Die erste Notgrabung des Vorarlberger Landesmuseums erfolgte vom 6. bis zum 15. April 1972, um die Mauer freizulegen und um deren Bestand und Konstruktion zu untersuchen.

    Die erste Notgrabung des Vorarlberger Landesmuseums erfolgte vom 6. bis zum 15. April 1972, um die Mauer freizulegen und um deren Bestand und Konstruktion zu untersuchen.

  • Die individualistisch bearbeiteten Quader aus Bregenzer Molassesandstein stammen von den Brüchen am Pfänderhang.

    Die individualistisch bearbeiteten Quader aus Bregenzer Molassesandstein stammen von den Brüchen am Pfänderhang.

  • Dendrochronologische Untersuchungen an den Fundamenthölzern aus Eiche ergaben ein Fälldatum zwischen 372 und 381 n. Chr.

    Dendrochronologische Untersuchungen an den Fundamenthölzern aus Eiche ergaben ein Fälldatum zwischen 372 und 381 n. Chr.

  • Die zweite Notgrabung wurde im Juli 1972 durchgeführt. Der Arbeitertand betrug durchschnittlich 8-10 Mann. Zudem unterstützten auch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes die archäologischen Untersuchungen.

    Die zweite Notgrabung wurde im Juli 1972 durchgeführt. Der Arbeitertand betrug durchschnittlich 8-10 Mann. Zudem unterstützten auch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes die archäologischen Untersuchungen.

  • Die Ausgrabungen wurden von Dr. Elmar Vonbank (2. von links), dem damaligen Direktor des Vorarlberger Landesmuseums, geleitet.

    Die Ausgrabungen wurden von Dr. Elmar Vonbank (2. von links), dem damaligen Direktor des Vorarlberger Landesmuseums, geleitet.

  • Am 20. März 1974 wurde das GWL eröffnet. Mit 7000 Quadratmetern Verkaufsfläche war das neue Warenhaus damals genauso groß wie alle Bregenzer Geschäfte zusammen.

    Am 20. März 1974 wurde das GWL eröffnet. Mit 7000 Quadratmetern Verkaufsfläche war das neue Warenhaus damals genauso groß wie alle Bregenzer Geschäfte zusammen.

Die Pfänderbahn

1927 eröffnet


Veröffentlicht am 29.10.2018 von Thomas Feurstein.


Der Pfänder als Autor (so in der Festschrift zum 20jährigen Bestehen der Pfänderbahn) schreibt über sich: „Meine Seilschwebebahn, das kann ich schon sagen, sie ziert mich sogar. Die stählernen Seile, die sieht man von der Ferne nicht oder nur so, als ob ein fleißiges Spinnlein einen Faden verloren hätte. Und so stark auch die Stützen mit ihrem Stahlgerippe ragen, unter den tausenden Bäumen fallen sie nicht auf. Manche Zweibeiner, die mich lieben, haben befürchtet, die Seilschwebebahn würde mich verschandeln. Keine Spur“

  • Als in der schweizerischen Nachbarschaft nach der Jahrhundertwende zahlreiche vielbesuchte Bergbahnen errichtet wurden, entstand auch in Bregenz der Wunsch nach einer Seilbahn auf den Hausberg Pfänder. Land Vorarlberg, die Gemeinden Bregenz, Lochau, Lindau und einzelne Bürger aus Bregenz ergriffen dann die Initiative.

    Als in der schweizerischen Nachbarschaft nach der Jahrhundertwende zahlreiche vielbesuchte Bergbahnen errichtet wurden, entstand auch in Bregenz der Wunsch nach einer Seilbahn auf den Hausberg Pfänder. Land Vorarlberg, die Gemeinden Bregenz, Lochau, Lindau und einzelne Bürger aus Bregenz ergriffen dann die Initiative.

  • Am Samstag, den 19. August 1972, brach um ca. 5 Uhr 30 früh ein verheerender Brand aus, der das Pfänderhotel total zerstörte: Die Vorarlberger Nachrichten berichteten damals: „Flammeninferno vernichtet Pfänderhotel: Brandkatastrophe wütet auf dem Hausberg der Bregenzer – Hotel wurde zur weithin sichtbaren Fackel – Materieller Schaden etwa 6 bis 7 Millionen Schilling – Glück im Unglück – Alle Bewohner gerettet.“

    Am Samstag, den 19. August 1972, brach um ca. 5 Uhr 30 früh ein verheerender Brand aus, der das Pfänderhotel total zerstörte: Die Vorarlberger Nachrichten berichteten damals: „Flammeninferno vernichtet Pfänderhotel: Brandkatastrophe wütet auf dem Hausberg der Bregenzer – Hotel wurde zur weithin sichtbaren Fackel – Materieller Schaden etwa 6 bis 7 Millionen Schilling – Glück im Unglück – Alle Bewohner gerettet.“

  • In schneereichen Wintern transportiert die Pfänderbahn auch zahlreiche Skifahrer. Am Pfänder erwartete sie der „Steilhang“, der „Übungshang“ sowie der Maldonalift. Über den „Schlauch“ erreichen die Skifahrer nach einer Abfahrt über 604 Höhenmeter wieder die Talstation in Bregenz.

    In schneereichen Wintern transportiert die Pfänderbahn auch zahlreiche Skifahrer. Am Pfänder erwartete sie der „Steilhang“, der „Übungshang“ sowie der Maldonalift. Über den „Schlauch“ erreichen die Skifahrer nach einer Abfahrt über 604 Höhenmeter wieder die Talstation in Bregenz.

  • Die Stationsgebäude der Pfänderbahn wurden vom Architekten Willi Braun geplant. Er war in Bregenz für zahlreiche öffentliche Bauten aber auch für private Villen verantwortlich. So stammen auch die Pläne für die Volksschule Rieden oder die Hauptschule Belruptsstraße aus seiner Feder.

    Die Stationsgebäude der Pfänderbahn wurden vom Architekten Willi Braun geplant. Er war in Bregenz für zahlreiche öffentliche Bauten aber auch für private Villen verantwortlich. So stammen auch die Pläne für die Volksschule Rieden oder die Hauptschule Belruptsstraße aus seiner Feder.

  • 1947 wird in einer Festschrift zum 20-jährigen Bestehen der Bahn gejubelt: „Vier Millionen Fahrgäste. Man kann sich schwer vorstellen, wieviel das ist. Alle Einwohner von Bregenz könnten 160mal auf den Pfänder fahren, und unsere lieben Nachbarn, die Eidgenossen, wären schon fast alle auf den Pfänder gefahren, wenn sie allein die einzigen Fahrgäste gewesen wären.“

    1947 wird in einer Festschrift zum 20-jährigen Bestehen der Bahn gejubelt: „Vier Millionen Fahrgäste. Man kann sich schwer vorstellen, wieviel das ist. Alle Einwohner von Bregenz könnten 160mal auf den Pfänder fahren, und unsere lieben Nachbarn, die Eidgenossen, wären schon fast alle auf den Pfänder gefahren, wenn sie allein die einzigen Fahrgäste gewesen wären.“

  • 80 Personen auf einen Streich: nach 7monatiger Bauzeit konnte 1995 die rundum erneuerte Pfänderbahn ihren Betrieb wieder aufnehmen. Die neue Panoramabahn mit den großen Fenstern erlaubt nun eine bessere Aussicht. Die neue viel größere Stütze hatte in Bregenz kurzfristig für große Aufregung gesorgt, da sie das Landschaftsbild störe.

    80 Personen auf einen Streich: nach 7monatiger Bauzeit konnte 1995 die rundum erneuerte Pfänderbahn ihren Betrieb wieder aufnehmen. Die neue Panoramabahn mit den großen Fenstern erlaubt nun eine bessere Aussicht. Die neue viel größere Stütze hatte in Bregenz kurzfristig für große Aufregung gesorgt, da sie das Landschaftsbild störe.

Körbersee

Der schönste Platz von Österreich


Veröffentlicht am 23.10.2018 von Thomas Feurstein.


Aufgrund seiner außergewöhnlichen Schönheit wurde der Körbersee bei einer Wahl des ORF zum „Schönsten Platz Österreichs 2017“ gekürt. Der glitzernde See, umgeben von sanften Weiden und schroffen Felswänden beeindruckte das Fernsehpublikum im ganzen Land. Das nahe dem See gelegene Hotel erhöht die Attraktivität der Gegend und machte sie zu einem beliebten Ausflugsziel. Ein Bad im eiskalten Wasser des Sees bildet für viele Wanderer den krönenden Abschluss für eine Bergtour im Hochtannberggebiet.

  • Durch eine Pollenanalyse aus dem Körbersee konnte das Institut für Botanik der Universität Innsbruck 2004 nachweisen, dass die Gegend bereits in der Bronzezeit besiedelt war und der Mensch seither die Flächen zur Beweidung nutzt.

    Durch eine Pollenanalyse aus dem Körbersee konnte das Institut für Botanik der Universität Innsbruck 2004 nachweisen, dass die Gegend bereits in der Bronzezeit besiedelt war und der Mensch seither die Flächen zur Beweidung nutzt.

  • Mitte der 60er Jahre entstand um den Saloberkopf ein Skigebiet mit mehreren unterschiedlich schwierigen Pisten. Mit dieser Erschließung verlagerte sich der Schröckener Skibetrieb endgültig vom Ortsgebiet hinauf an den Hochtannberg. 1965/66 wurde der Falkenkopflift errichtet, der mit einer Höhendifferenz von 120 Metern eine Verbindung zum Hotel am Körbersee herstellte.

    Mitte der 60er Jahre entstand um den Saloberkopf ein Skigebiet mit mehreren unterschiedlich schwierigen Pisten. Mit dieser Erschließung verlagerte sich der Schröckener Skibetrieb endgültig vom Ortsgebiet hinauf an den Hochtannberg. 1965/66 wurde der Falkenkopflift errichtet, der mit einer Höhendifferenz von 120 Metern eine Verbindung zum Hotel am Körbersee herstellte.

  • 1948 ergab ein geographische Studie: „Wie unsere sehr genauen Lotungen ergaben, beträgt die größte Wassertiefe 8 m. Dazu kommt eine 50 cm dicke, am Grunde liegende Schlammschichte. Aus den so ermessenen Werten ergibt sich für den See eine mittlere Tiefe von 3,61 m, und einem Gesamtvolumen von 129.758 cmb.“

    1948 ergab ein geographische Studie: „Wie unsere sehr genauen Lotungen ergaben, beträgt die größte Wassertiefe 8 m. Dazu kommt eine 50 cm dicke, am Grunde liegende Schlammschichte. Aus den so ermessenen Werten ergibt sich für den See eine mittlere Tiefe von 3,61 m, und einem Gesamtvolumen von 129.758 cmb.“

  • An Weihnachten 1930 eröffnete der Tourismuspionier Franz Xaver Strolz auf 1.654 Meter Seehöhe das Hotel Körbersee, wohl in der Hoffnung auf den Bau einer wintersicheren Straßenverbindung von Lech nach Warth, die in der geplanten Form allerdings nie realisiert wurde.

    An Weihnachten 1930 eröffnete der Tourismuspionier Franz Xaver Strolz auf 1.654 Meter Seehöhe das Hotel Körbersee, wohl in der Hoffnung auf den Bau einer wintersicheren Straßenverbindung von Lech nach Warth, die in der geplanten Form allerdings nie realisiert wurde.

  • „Sie liegt in der Gaststube, sagte der Bergretter zum Arzt und ging voraus.“ Die Wirtin des Körberseehotels war allerdings schon tot. Ermordet. Allerdings nicht in Wirklichkeit, sondern in der „Eiskalten Spur“ einem Krimi der Vorarlberger Autorin Daniela Alge, die am Körbersee Mord und Totschlag Einzug halten lässt.

    „Sie liegt in der Gaststube, sagte der Bergretter zum Arzt und ging voraus.“ Die Wirtin des Körberseehotels war allerdings schon tot. Ermordet. Allerdings nicht in Wirklichkeit, sondern in der „Eiskalten Spur“ einem Krimi der Vorarlberger Autorin Daniela Alge, die am Körbersee Mord und Totschlag Einzug halten lässt.

Das Tor zur Welt

Die Zentralisierung des Güterverkehrs in Vorarlberg


Veröffentlicht am 17.10.2018 von Thomas Feurstein.


Laut dem Vorarlberger Verkehrskonzept von 1976 sollte im Sinne einer rationellen Verkehrsabwicklung der Güter- und Personenverkehr räumlich getrennt werden, indem die Doppelfunktion verschiedener Bahnhöfe abgebaut wird. Der Umschlag von Großcontainern erfolgte 1974 – allerdings in sehr bescheidenem Ausmaß – noch in den Bahnhöfen Bregenz, Rankweil und Dornbirn. Der Güterverkehr sollte demnach in Wolfurt konzentriert werden, da hier ein zentrales, wirtschaftsgeografisch günstiges Grundstück mit 350.000 m² und günstiger Verkehrsanbindung zur Verfügung stand.

  • Viele Vorarlberger Bahnhöfe wurden lange Zeit  auch für den Güterverkehr genutzt. Die unbefriedigenden räumlichen Voraussetzungen in den Städten sowie Rationalisierungsbestrebungen der ÖBB führten in den 70er Jahren zu einer völligen Schließung der Güterbahnhöfe in Bregenz und Dornbirn. In Dornbirn mussten 1974 auf der veralteten Anlage immerhin noch fast 12.000 Waggons pro Jahr bedient werden.

    Viele Vorarlberger Bahnhöfe wurden lange Zeit auch für den Güterverkehr genutzt. Die unbefriedigenden räumlichen Voraussetzungen in den Städten sowie Rationalisierungsbestrebungen der ÖBB führten in den 70er Jahren zu einer völligen Schließung der Güterbahnhöfe in Bregenz und Dornbirn. In Dornbirn mussten 1974 auf der veralteten Anlage immerhin noch fast 12.000 Waggons pro Jahr bedient werden.

  • Ein wichtiges Argument für den Standort Wolfurt war die optimale Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz. Zeitgleich mit dem Bau des Güterbahnhofs entstand der nördlichste Abschnitt der Rheintalautobahn. Mit der Entscheidung für den Pfändertunnel war auch die Trassenführung am Rande des Güterbahnhofs fixiert worden.

    Ein wichtiges Argument für den Standort Wolfurt war die optimale Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz. Zeitgleich mit dem Bau des Güterbahnhofs entstand der nördlichste Abschnitt der Rheintalautobahn. Mit der Entscheidung für den Pfändertunnel war auch die Trassenführung am Rande des Güterbahnhofs fixiert worden.

  • Die Bauverhandlung für den Wolfurter Güterbahnhof erfolgte bereits 1969. Es waren aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse 200 Probebohrungen notwendig. Es mussten 10.000 Laufmeter Pfähle verbaut und eine Million Kubikmeter Schüttmaterial aufgewendet werden, um die Stabilität des Untergrundes zu erreichen.

    Die Bauverhandlung für den Wolfurter Güterbahnhof erfolgte bereits 1969. Es waren aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse 200 Probebohrungen notwendig. Es mussten 10.000 Laufmeter Pfähle verbaut und eine Million Kubikmeter Schüttmaterial aufgewendet werden, um die Stabilität des Untergrundes zu erreichen.

  • Der Ausbau des Güterbahnhofs in Wolfurt wirkte wie ein Magnet auf Industrie- und Handelsbetriebe. Exportorientierte Firmen wir Haberkorn, Doppelmayr oder Meusburger siedelten sich in Bahnhofsnähe an.

    Der Ausbau des Güterbahnhofs in Wolfurt wirkte wie ein Magnet auf Industrie- und Handelsbetriebe. Exportorientierte Firmen wir Haberkorn, Doppelmayr oder Meusburger siedelten sich in Bahnhofsnähe an.

  • In unmittelbarer Nähe des Güterbahnhofs kam es am 29.8.1988 zu einem folgenschweren Zugsunglück. Der Expresszug Pfänder und ein Eilzug waren zusammengestoßen. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben, 46 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

    In unmittelbarer Nähe des Güterbahnhofs kam es am 29.8.1988 zu einem folgenschweren Zugsunglück. Der Expresszug Pfänder und ein Eilzug waren zusammengestoßen. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben, 46 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Das Unfallkrankenhaus Böckle in Bregenz

Ein Unfallkrankenhaus für Bregenz


Veröffentlicht am 15.10.2018 von Thomas Feurstein.


Die ärztliche Säule des „Böckles“, für viele Jahre Endstation für jeden Verunfallten im Raum Bregenz, war Dr. Rudolf Böckle, Neffe und Schüler von Dr. Lorenz Böhler, der als einer der Pioniere der modernen Unfallchirurgie gilt. Die finanziellen Mittel für den geplanten Spitalsbau steuerte in Privatinitiative der Schwiegervater Dr. Böckles, der Landwirt Engelbert Brändle, bei, der zudem mit seiner Gattin Maria für das Unternehmen bürgte. Das Krankenhaus war auch später eng mit der Familie Böckle verbunden, so übernahm 1978 der Sohn des Gründers, Dr. Peter Böckle, die Spitalsführung.

  • Während des Zweiten Weltkriegs war im Sanatorium Mehrerau ein Lazarett untergebracht, das nach Kriegsende von Dr. Rudolf Böckle als Unfallabteilung mit 20 Betten weitergeführt wurde. Als das Sanatorium die Betten selbst benötigte, wurde der Bau eines eigenen Unfallkrankenhauses ins Auge gefasst.

    Während des Zweiten Weltkriegs war im Sanatorium Mehrerau ein Lazarett untergebracht, das nach Kriegsende von Dr. Rudolf Böckle als Unfallabteilung mit 20 Betten weitergeführt wurde. Als das Sanatorium die Betten selbst benötigte, wurde der Bau eines eigenen Unfallkrankenhauses ins Auge gefasst.

  • Das Böckle (Bildmitte) wurde auf geschichtsträchtigem Boden errichtet. Sowohl 1949 als auch nach dem Abbruch 2009 hatten Archäologen nach römischen Überresten gegraben. Heute befindet sich an der Stelle des Krankenhauses die Wohnanlage Brändlepark.

    Das Böckle (Bildmitte) wurde auf geschichtsträchtigem Boden errichtet. Sowohl 1949 als auch nach dem Abbruch 2009 hatten Archäologen nach römischen Überresten gegraben. Heute befindet sich an der Stelle des Krankenhauses die Wohnanlage Brändlepark.

  • Mit der Planung des Unfallkrankenhauses wurde Baurat Willi Braun beauftragt, der schon bei anderen Krankenhausbauten in Gaisbühel, Oberlochau oder Zams Erfahrung gesammelt hatte. Baubeginn war im März 1949, finanziert wurde das UKH von der AUVA (damals noch Arbeiter-Unfallversicherungsanstalt).

    Mit der Planung des Unfallkrankenhauses wurde Baurat Willi Braun beauftragt, der schon bei anderen Krankenhausbauten in Gaisbühel, Oberlochau oder Zams Erfahrung gesammelt hatte. Baubeginn war im März 1949, finanziert wurde das UKH von der AUVA (damals noch Arbeiter-Unfallversicherungsanstalt).

  • Im Jahr 1968 wurde das Krankenhaus durch einen Anbau erweitert, womit den Patienten nun 86 Betten zur Verfügung standen. Kurz darauf kam der damals größte Operationssaal des Landes hinzu. 1972 wurden 8.000 Frischverletzte ins Böckle eingeliefert, wovon 2.711 stationär behandelt werden mussten.

    Im Jahr 1968 wurde das Krankenhaus durch einen Anbau erweitert, womit den Patienten nun 86 Betten zur Verfügung standen. Kurz darauf kam der damals größte Operationssaal des Landes hinzu. 1972 wurden 8.000 Frischverletzte ins Böckle eingeliefert, wovon 2.711 stationär behandelt werden mussten.

  • Im Jahr 1991 übernahm das Land Vorarlberg das Krankenhaus und es wurde damit organisatorisch in das Bregenzer Landeskrankenhaus integriert. 2005 zogen die Belegschaft und Patienten dorthin um und 2009 wurde das Gebäude dann abgerissen.

    Im Jahr 1991 übernahm das Land Vorarlberg das Krankenhaus und es wurde damit organisatorisch in das Bregenzer Landeskrankenhaus integriert. 2005 zogen die Belegschaft und Patienten dorthin um und 2009 wurde das Gebäude dann abgerissen.

Die Mittelweiherburg

Vom Wasserschlösschen zum Textildruckmuseum


Veröffentlicht am 08.10.2018 von Simone Drechsel.


Zwischen 1560 und 1570 ließ sich Hans Christoph Schnabel von Schönstein aus Bregenz ein Wasserschloss errichten. Nach zahlreichen Besitzerwechseln erwarb es der Elsässer Samuel Vogel und eröffnete hier 1794 Vorarlbergs erste Zitz- und Kattundruckerei. Melchior Jenny erwarb 1838 das Gebäude für die Firma Jenny u. Schindler und ab 1867 wurde die Stoffdruckerei von Samuel Schindler weitergeführt. Die Auseinandersetzung zwischen dem Vorsteher Sigmund Hartmann und dem Fabrikanten wegen den vermehrten Beschwerden über unsauberes Wasser endete 1880 mit der Schließung der Fabrik. Für die Fabrikarbeiter war dies eine Katastrophe. Danach stand das Gebäude leer, bis hier zuerst ein Heimatmuseum und ab 1997 ein Textildruckmuseum untergebracht wurden.

  • Im Jahr 1940 wurde der Schlossturm unter Denkmalschutz gestellt.

    Im Jahr 1940 wurde der Schlossturm unter Denkmalschutz gestellt.

  • Von dem einstigen eindrucksvollen Bauwerk existieren heute nur noch der Rundturm und der Anbau.

    Von dem einstigen eindrucksvollen Bauwerk existieren heute nur noch der Rundturm und der Anbau.

  • Erste Sanierung des Gebäudes zwischen 1957 und 1962 und Errichtung eines Heimatmuseums.

    Erste Sanierung des Gebäudes zwischen 1957 und 1962 und Errichtung eines Heimatmuseums.

  • Am 8. Juni 1997 wurde das Textildruckmuseum mit den Schwerpunkten Formstechen und textiler Handdruck eröffnet.

    Am 8. Juni 1997 wurde das Textildruckmuseum mit den Schwerpunkten Formstechen und textiler Handdruck eröffnet.

Kneippbewegung

Die Anfänge in Vorarlberg


Veröffentlicht am 06.10.2018 von Simone Drechsel.


Die auf Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) zurückgehende Kneipp-Therapie fand auch in Vorarlberg ihre Anhänger. Diese gründeten 1895 in Lustenau den ersten Kneippverein Vorarlbergs. Zu den Jahreshauptversammlungen wurden namhafte Referenten aus dem nahen Ausland eingeladen, die die Kneipp-Therapie erläuterten. So machte J. Untersander in seinem 1897 gehaltenen Vortrag, bei dem nur Frauen zugelassen waren, auf deren „Fehler in Bezug auf Essen, Trinken und Kleidung” aufmerksam und forderte alle auf, zu einer naturgemäßeren Lebensweise zurück zu kehren. Im selben Jahr wurde der Kneippverein Dornbirn gegründet. In den kommenden Jahren folgten noch weitere Gründungen und so kann der Kneippbund Vorarlberg heute 40 aktive Clubs in Vorarlberg aufweisen. 2015 wurde das Kneippen in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

  • Das Diät und Kneippsanatorium Dr. Felbermayer in Gaschurn wurde 1960 von Rosemarie und Leopold Felbermayer gegründet.

    Das Diät und Kneippsanatorium Dr. Felbermayer in Gaschurn wurde 1960 von Rosemarie und Leopold Felbermayer gegründet.

  • In dem 1904 von Josef Biedermann errichteten Kneipp-Kurhaus Bad Nofels wurde 1928 der regelmäßige Kneipp-Kurbetrieb aufgenommen.

    In dem 1904 von Josef Biedermann errichteten Kneipp-Kurhaus Bad Nofels wurde 1928 der regelmäßige Kneipp-Kurbetrieb aufgenommen.

  • Bei der Hydrotherapie wird Wasser zur therapeutischen Behandlung angewendet. Die bekanntesten Behandlungsmethoden sind die Wassertreten und die Kneippschen Güsse.

    Bei der Hydrotherapie wird Wasser zur therapeutischen Behandlung angewendet. Die bekanntesten Behandlungsmethoden sind die Wassertreten und die Kneippschen Güsse.

  • Ehrung von Landesrat Fredy Mayer durch den Kneippverein. v.l.n.r.: Herbert Tschofen, Herbert Killmayer, Fredy Mayer, Hubert Waibel, Eugen Sutter

    Ehrung von Landesrat Fredy Mayer durch den Kneippverein. v.l.n.r.: Herbert Tschofen, Herbert Killmayer, Fredy Mayer, Hubert Waibel, Eugen Sutter

Der Postbus

Ein Verkehrsmittel mit Tradition


Veröffentlicht am 28.09.2018 von Harald Eberle.


Vorarlbergs erste Postbus-Linie verlief von Bregenz zur Staatsgrenze nach Hohenweiler und wurde am 1. September 1921 eröffnet. Immerhin verkehrte dieser Bus, ein Fiat mit einer Kapazität von bis zu 22 Fahrgästen, schon fünfmal täglich. Die zweite Linie des Landes wurde am 15. Mai 1922 von Bezau nach Schoppernau eingerichtet. Sie diente als „Verlängerung“ der Bregenzerwaldbahn, die in Bezau ihre Endstation hatte. Diese Busse fuhren damals teilweise ohne Verdeck, mitunter sogar ohne Windschutzscheine und Seitenfenster. Die montierten Vollgummireifen ließen eine Geschwindigkeit von maximal 30 Kilometern pro Stunde zu.

  • Der erste Postbus Österreichs verkehrte ab 1907 zwischen Neumarkt und Predazzo (Südtirol).

    Der erste Postbus Österreichs verkehrte ab 1907 zwischen Neumarkt und Predazzo (Südtirol).

  • In den schneereichen Gebieten wurden die Busse im Winter mit Raupenantrieben ausgerüstet.

    In den schneereichen Gebieten wurden die Busse im Winter mit Raupenantrieben ausgerüstet.

  • An schönen Wintertagen waren in den 1960ern täglich bis zu 25 Busse vom Typ Steyr 380 zwischen Dornbirn und dem Skigebiet am Bödele im Einsatz.

    An schönen Wintertagen waren in den 1960ern täglich bis zu 25 Busse vom Typ Steyr 380 zwischen Dornbirn und dem Skigebiet am Bödele im Einsatz.

  • Omnibus vom Typ Saurer 2AD, auch Car Alpin genannt, auf der Arlbergstraße. Das Stoffdach ließ sich bei guter Witterung auffalten.

    Omnibus vom Typ Saurer 2AD, auch Car Alpin genannt, auf der Arlbergstraße. Das Stoffdach ließ sich bei guter Witterung auffalten.

  • Ab Anfang der 80iger Jahre verkehrten Busse vom Typ Steyr-Mercedes SML 14H256 auf Vorarlbergs Straßen.

    Ab Anfang der 80iger Jahre verkehrten Busse vom Typ Steyr-Mercedes SML 14H256 auf Vorarlbergs Straßen.

Kästle Ski

Qualität macht das Rennen


Veröffentlicht am 26.09.2018 von Harald Eberle.


Im Jahr 1924 stellte Anton Kästle das erste Paar Ski aus Eschenholz her. Zehn Jahre später übernahm er die väterliche Wagnerei und begann mit der Produktion von Skiern, Rodeln und Handwagen. Mit der Entwicklung des Arlbergskis, einem schichtenverleimten Holzski, erreichte Kästle schnell überregionale Bedeutung und fand besonders bei Rennläufern großen Anklang. Weltweite Bekanntheit erreichte das Unternehmen mit der Einführung des CPM-Prinzips, dem Ursprung der Sandwichbauweise, ehe Kästle 1998 überraschend vom Markt verschwand. 2007 feierte die Marke ihr Comeback und seit 2015 befindet sich der Hauptsitz der Firma wieder in Hohenems.

  • International bekannt wurde Kästle in den 1950er Jahren, als Trude Jochum-Beiser bei den alpinen Weltmeisterschaften 1950 in Aspen die erste Goldmedaille auf Kästle-Skiern erreichte.

    International bekannt wurde Kästle in den 1950er Jahren, als Trude Jochum-Beiser bei den alpinen Weltmeisterschaften 1950 in Aspen die erste Goldmedaille auf Kästle-Skiern erreichte.

  • Am 26.10.1984 wurde Anton Kästle das Landesverdienstzeichen verliehen.

    Am 26.10.1984 wurde Anton Kästle das Landesverdienstzeichen verliehen.

  • In Summe fuhren die Athletinnen und Athleten auf Kästle-Ski 132 Olympia- und Weltcup-Medaillen ein.

    In Summe fuhren die Athletinnen und Athleten auf Kästle-Ski 132 Olympia- und Weltcup-Medaillen ein.

  • In den 1970ern wurden in Hohenems jährlich über 300.000 Paar Ski hergestellt.

    In den 1970ern wurden in Hohenems jährlich über 300.000 Paar Ski hergestellt.

  • Bundespräsident Kirchschläger überzeugte sich beim Firmenbesuch 1982 von der Materialqualität.

    Bundespräsident Kirchschläger überzeugte sich beim Firmenbesuch 1982 von der Materialqualität.

Viele liebe Grüße!

Die Geschichte der Ansichtskarte


Veröffentlicht am 24.09.2018 von Simone Drechsel.


Wo und wann die erste Ansichtskarte entstand ist unbekannt. Obwohl bereits ab dem 1. Januar 1885 zugelassen, wurde sie erst 1896 im deutschsprachigen Raum so richtig populär. Einerseits durch den Einsatz der Chromolithographie, die nun farbige Karten ermöglichte und andererseits durch die Schnellpresse, die eine Massenproduktion erlaubte. Ein weiterer Grund war der ansteigende Tourismus. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges wurden hauptsächlich Grüße von Ausflügen und Reisen und Glückwünsche zu verschiedenen Feierlichkeiten versandt. Während der beiden Weltkriege wurden viele Ansichtskarten als Feldpost verschickt und die abgebildeten Motive dienten vielfach der Propaganda. Nach 1945 war die Ansichtskarte wieder ein Gruß aus der Ferne, der aber langsam von den modernen Kommunikationsmitteln wie Telefon, E-Mail und sozialen Medien verdrängt wurde.

  • Anfänglich griffen die Ansichtskartenverlage auf Künstler und Lithografen für die Entwürfe der Motive zurück.

    Anfänglich griffen die Ansichtskartenverlage auf Künstler und Lithografen für die Entwürfe der Motive zurück.

  • Später stammte das Bildmaterial von Fotografen.

    Später stammte das Bildmaterial von Fotografen.

  • Philokratie ist das Sammeln und Erforschen von Post- und Ansichtskarten.

    Philokratie ist das Sammeln und Erforschen von Post- und Ansichtskarten.

  • Die abgebildete Ansichtskarte stammt aus dem Verlag A. Buhlmann aus Möggers. Heute existieren nur noch wenige Post- und Ansichtskartenverlage.

    Die abgebildete Ansichtskarte stammt aus dem Verlag A. Buhlmann aus Möggers. Heute existieren nur noch wenige Post- und Ansichtskartenverlage.

Ich taufe dich Stadt Bregenz

Geschichte des Bodenseedampfers Stadt Bregenz


Veröffentlicht am 19.09.2018 von Thomas Feurstein.


Marie Rhomberg, die Gattin des damaligen Landeshauptmanns Adolf Rhomberg, agierte 1910 als Taufpatin des neuen Bodenseedampfers „Stadt Bregenz“: „Mögen alle Deine Fahrten stets vom Glück begünstigt sein, zum Heile Österreichs, zum Stolze unseres engeren Heimatlandes und der Landeshauptstadt, die Du nun als Dein Heim begrüßen kannst. Und somit taufe ich Dich und nenne Dich fortan „Stadt Bregenz.“ Den kirchlichen Segen erteilte Abt Augustinus Rothenflue vom Bregenzer Gallusstift, heute Vorarlberger Landesbibliothek.

  • Marie Rhomberg, die Gattin des damaligen Landeshauptmanns Adolf Rhomberg, agierte 1910 als Taufpatin des neuen Bodenseedampfers „Stadt Bregenz“: „Mögen alle Deine Fahrten stets vom Glück begünstigt sein, zum Heile Österreichs, zum Stolze unseres engeren Heimatlandes und der Landeshauptstadt, die Du nun als Dein Heim begrüßen kannst. Und somit taufe ich Dich und nenne Dich fortan „Stadt Bregenz.“ Den kirchlichen Segen erteilte Abt Augustinus Rothenflue vom Bregenzer Gallusstift, heute Vorarlberger Landesbibliothek.

    Marie Rhomberg, die Gattin des damaligen Landeshauptmanns Adolf Rhomberg, agierte 1910 als Taufpatin des neuen Bodenseedampfers „Stadt Bregenz“: „Mögen alle Deine Fahrten stets vom Glück begünstigt sein, zum Heile Österreichs, zum Stolze unseres engeren Heimatlandes und der Landeshauptstadt, die Du nun als Dein Heim begrüßen kannst. Und somit taufe ich Dich und nenne Dich fortan „Stadt Bregenz.“ Den kirchlichen Segen erteilte Abt Augustinus Rothenflue vom Bregenzer Gallusstift, heute Vorarlberger Landesbibliothek.

  • Das Schiff war geprägt durch große Aufbauten, die eine Kapazität von 1.000 Personen erlaubten: damit war ein neuer Schiffstyp auf dem Bodensee geschaffen worden.

    Das Schiff war geprägt durch große Aufbauten, die eine Kapazität von 1.000 Personen erlaubten: damit war ein neuer Schiffstyp auf dem Bodensee geschaffen worden.

  • Die „Stadt Bregenz“, hier mit nationalsozialistischer Hakenkreuzfahne, wurde 1938 in den Bestand der deutschen Reichbahn eingegliedert. Am 16.10.1945 nahm das Schiff – zunächst noch mit der französischen Trikolore am Heck – den regelmäßigen Verkehr zwischen Bregenz und Konstanz wieder auf.

    Die „Stadt Bregenz“, hier mit nationalsozialistischer Hakenkreuzfahne, wurde 1938 in den Bestand der deutschen Reichbahn eingegliedert. Am 16.10.1945 nahm das Schiff – zunächst noch mit der französischen Trikolore am Heck – den regelmäßigen Verkehr zwischen Bregenz und Konstanz wieder auf.

  • Eine Ansichtskarte zeigt den zugefrorenen Bregenzer Hafen am 10.2.1963, im Hintergrund die „Stadt Bregenz“ kurz vor ihrer Ausmusterung 1964. Ein Jahr später musste das Dampfschiff kurzfristig nochmals den Betrieb aufnehmen, da der Streit um den Namen der „MS Vorarlberg“ deren Inbetriebnahme verzögert hatte.

    Eine Ansichtskarte zeigt den zugefrorenen Bregenzer Hafen am 10.2.1963, im Hintergrund die „Stadt Bregenz“ kurz vor ihrer Ausmusterung 1964. Ein Jahr später musste das Dampfschiff kurzfristig nochmals den Betrieb aufnehmen, da der Streit um den Namen der „MS Vorarlberg“ deren Inbetriebnahme verzögert hatte.

Ferien auf dem Lande

Ferienheime in Vorarlberg


Veröffentlicht am 17.09.2018 von Thomas Feurstein.


Es waren meist Parteien oder weltanschaulich geprägte Vereine, die noch vor dem ersten Weltkrieg begannen Ferienkolonien zu gründen, um armen, erholungsbedürftigen Kindern einen Urlaub auf dem Land zu ermöglichen. Zu den traditionsreichsten Heimen in Vorarlberg gehören die Dornbirner Ferienkolonie Maien in Schwarzenberg und die Lustenauer Ferienkolonie in Oberbildstein, die beide noch heute als Ferienheime betrieben werden.

  • Die Auswahl des Standorts in Oberbildstein soll sich folgendermaßen zugetragen haben: Den Kundschaftern war auf einmal als habe ihnen der Bildsteiner Berg zugerufen: „Hier ist was zu suchen euch aufgetragen ist, in reichstem Maße hingestreut: Sonnenglanz und Höhenluft, tannenduftende Wälder und lauschige Pfade über einsamem Wiesengrund.“

    Die Auswahl des Standorts in Oberbildstein soll sich folgendermaßen zugetragen haben: Den Kundschaftern war auf einmal als habe ihnen der Bildsteiner Berg zugerufen: „Hier ist was zu suchen euch aufgetragen ist, in reichstem Maße hingestreut: Sonnenglanz und Höhenluft, tannenduftende Wälder und lauschige Pfade über einsamem Wiesengrund.“

  • 1914 bis 1920 in einem kleinen Bauernhaus untergebracht, konnten 1921 im neuen Heim eröffnet schon 180 Ferienkinder aufgenommen werden, „von denen aber nur jedes Dritte den ohnehin niedrigen Verpflegsatz voll bezahlen konnte, die anderen mussten um den halben Preis, viele ganz umsonst, aufgenommen werden.“

    1914 bis 1920 in einem kleinen Bauernhaus untergebracht, konnten 1921 im neuen Heim eröffnet schon 180 Ferienkinder aufgenommen werden, „von denen aber nur jedes Dritte den ohnehin niedrigen Verpflegsatz voll bezahlen konnte, die anderen mussten um den halben Preis, viele ganz umsonst, aufgenommen werden.“

  • Nach den Plänen von Willi Braun wurde 1960 neben dem Heim die „Schutzengelkapelle“ errichtet. Nicht zuletzt als Dank dafür, dass in den ersten 40 Jahren des Heimes, nicht ein nennenswerter Unfall verzeichnet werden musste.

    Nach den Plänen von Willi Braun wurde 1960 neben dem Heim die „Schutzengelkapelle“ errichtet. Nicht zuletzt als Dank dafür, dass in den ersten 40 Jahren des Heimes, nicht ein nennenswerter Unfall verzeichnet werden musste.

  • Der Wahlsieg der Fortschrittlichen Partei 1904 in Dornbirn markierte den Beginn der Dornbirner Ferienkolonie Maien/Schwarzenberg. Ein Volksfest nach der Wahl erbrachte einen so großen Reingewinn, dass in Schwarzenberg ein Haus gemietet werden konnte, das notleidenden Kindern Platz für einen Erholungsurlaub bieten konnte. 1905 konnten erstmals 48 Kinder in 3 Gruppen ihren Urlaub antreten.

    Der Wahlsieg der Fortschrittlichen Partei 1904 in Dornbirn markierte den Beginn der Dornbirner Ferienkolonie Maien/Schwarzenberg. Ein Volksfest nach der Wahl erbrachte einen so großen Reingewinn, dass in Schwarzenberg ein Haus gemietet werden konnte, das notleidenden Kindern Platz für einen Erholungsurlaub bieten konnte. 1905 konnten erstmals 48 Kinder in 3 Gruppen ihren Urlaub antreten.

  • Ein Gedenkblatt (vor 1918) erinnert an die Grundsätze in Maien: „Halte Dich auch im Leben an die Hausregeln in Maien: Früh auf und früh zu Bett, den Körper rein halten, Wasser, Seife und Kamm nicht sparen, Zähne täglich reinigen. Bei Tisch nicht wählerisch sein und essen lernen was geboten wird.“

    Ein Gedenkblatt (vor 1918) erinnert an die Grundsätze in Maien: „Halte Dich auch im Leben an die Hausregeln in Maien: Früh auf und früh zu Bett, den Körper rein halten, Wasser, Seife und Kamm nicht sparen, Zähne täglich reinigen. Bei Tisch nicht wählerisch sein und essen lernen was geboten wird.“

Junker-Jonas Schlössle

Das Schlössle, ein Kleinod


Veröffentlicht am 14.09.2018 von Thomas Feurstein.


So lautete eine Zeile aus einem Gedicht des Götzner Mundartdichter Rudi Kurzemann (1932-2008), das sich dem Junker-Jonas Schlössle widmete, das 2004 nach der Renovierung wieder in neuem Glanz erstrahlte. Das historische Gebäude dürfte ca. 1584 von Leonhard Jonas II., Vogteiverwalter der Herrschaft Neuburg gebaut worden sein. Das Baujahr konnte nicht anhand von Urkunden sondern nur mit Hilfe der Dendrochronologie ermittelt werden, wo anhand der Jahresringe ermittelt werden kann, wann die Bäume für das verwendete Bauholz gefällt wurden.

  • Die Adelsfamilie der Jonas erlosch 1741 mit dem Tod von Maria Ursula. 1844 wurde das Schlösschen umgebaut und aus dem ehemaligen Adelssitz wurde ein Mehrparteienhaus.

    Die Adelsfamilie der Jonas erlosch 1741 mit dem Tod von Maria Ursula. 1844 wurde das Schlösschen umgebaut und aus dem ehemaligen Adelssitz wurde ein Mehrparteienhaus.

  • Da in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts der Erhalt des Schlösschens durch den desolaten Zustand immer mehr gefährdet schien, bemühte sich die Marktgemeinde Götzis alle Wohnanteile zu erwerben.

    Da in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts der Erhalt des Schlösschens durch den desolaten Zustand immer mehr gefährdet schien, bemühte sich die Marktgemeinde Götzis alle Wohnanteile zu erwerben.

  • Das denkmalgeschützte Gebäude wurde lange nur notdürftig in Stand gehalten. So konnte 1977 das Dach saniert werden und 1982 wurde der Turm eingerüstet.

    Das denkmalgeschützte Gebäude wurde lange nur notdürftig in Stand gehalten. So konnte 1977 das Dach saniert werden und 1982 wurde der Turm eingerüstet.

  • Seit dem Jahr 1999 beschäftigte sich die Marktgemeinde Götzis intensiv mit einer Generalsanierung. Die Nutzung war zunächst unklar: das Schloss hätte sich auch für die Gastronomie und als Heimatmuseum angeboten.

    Seit dem Jahr 1999 beschäftigte sich die Marktgemeinde Götzis intensiv mit einer Generalsanierung. Die Nutzung war zunächst unklar: das Schloss hätte sich auch für die Gastronomie und als Heimatmuseum angeboten.

  • Das Ziel war es, das sanierte Gebäude möglichst vielen Menschen zu öffnen: daher fiel die Entscheidung, es zum Veranstaltungs- und Seminarzentrum auszubauen. Dadurch konnte mit der Alten Kirche und der Kulturbühne AMBACH ein Kulturzentrum von überregionaler Bedeutung entstehen.

    Das Ziel war es, das sanierte Gebäude möglichst vielen Menschen zu öffnen: daher fiel die Entscheidung, es zum Veranstaltungs- und Seminarzentrum auszubauen. Dadurch konnte mit der Alten Kirche und der Kulturbühne AMBACH ein Kulturzentrum von überregionaler Bedeutung entstehen.

Landwirtschaftsschule Hohenems

Wozu eine neue Schule, wenn es keine Schüler mehr gibt?


Veröffentlicht am 11.09.2018 von Thomas Feurstein.


Diese Frage stellte man sich in Vorarlberg, als trotz stark sinkender Schülerzahlen in der Mehrerauer Landwirtschaftsschule, als Ersatz eine neue Landwirtschaftsschule in Hohenems gebaut werden sollte. Trotz aller Bedenken berechnete die Schulabteilung des Landes die Zahl der jährlichen Neueintritte mit ca. 160 Schülern. Der damalige Direktor Herbert Fill formulierte 1975 in einem Artikel die Ziele der Schule: „Vorarlberg braucht Bauern und nicht Farmer. Es braucht Menschen die befähigt sind, das Bergland zu bewirtschaften. Es ist den zukünftigen Bauern in erster Linie ein Einblick in die Wunderwelt der Natur zu geben. Das Ziel ist der lebensgerecht denkende Landwirt, eben der Bauer“.

  • Die landwirtschaftliche Fachschule Mehrerau, die dort 1920 gegründet wurde.

    Die landwirtschaftliche Fachschule Mehrerau, die dort 1920 gegründet wurde.

  • In einem Architekturwettbewerb für die neue Schule ging das Büro Pfeifer aus Schruns als Sieger hervor. Die damalige Marktgemeinde Hohenems stellte einen Baugrund auf dem gemeindeeigenen Gutshof Rheinhof zur Verfügung.

    In einem Architekturwettbewerb für die neue Schule ging das Büro Pfeifer aus Schruns als Sieger hervor. Die damalige Marktgemeinde Hohenems stellte einen Baugrund auf dem gemeindeeigenen Gutshof Rheinhof zur Verfügung.

  • Da kein fester Untergrund vorhanden war, mussten die Gebäude auf Piloten errichtet werden. Insgesamt wurden 2.650 Laufmeter Pfähle verbaut, um die Stabilität zu garantieren.

    Da kein fester Untergrund vorhanden war, mussten die Gebäude auf Piloten errichtet werden. Insgesamt wurden 2.650 Laufmeter Pfähle verbaut, um die Stabilität zu garantieren.

  • Für das erste Schuljahr wurden wie geplant 161 Anmeldungen verzeichnet. Auch die 114 Internatsplätze waren bereits im ersten Schuljahr ausgebucht.

    Für das erste Schuljahr wurden wie geplant 161 Anmeldungen verzeichnet. Auch die 114 Internatsplätze waren bereits im ersten Schuljahr ausgebucht.

  • Der indonesische Botschafter Abdullah Kamil besuchte 1976 das Vorzeigeprojekt. Direktor Herbert Fill führte den Gast durch den Internatstrakt.

    Der indonesische Botschafter Abdullah Kamil besuchte 1976 das Vorzeigeprojekt. Direktor Herbert Fill führte den Gast durch den Internatstrakt.

ORF Landesstudio Vorarlberg

Der ORF eröffnet das Landesstudio


Veröffentlicht am 07.09.2018 von Thomas Feurstein.


Das Österreichische Rundfunkgesetz von 1966 legt die föderalistische Struktur als eine der Existenzgrundlagen des ORF fest. Gerd Bacher, 1969 Generalintendant bekräftigt die Bedeutung der Landesstudios: „Die Landesstudios sind ein unentbehrlicher Bestandteil der politischen und kulturellen Landschaft der jeweiligen Region. Sie zugunsten eines zentralistischen Konzepts zu opfern, hieße, der geistigen Verprovinzialisierung Österreichs Vorschub zu leisten; mit dem Studio entfiele einer der wesentlichsten Auftrag- und Impulsgeber der schöpferischen Kräfte eines Bundeslandes.“

  • 1969 werden zeitgleich die Pläne für die neuen Landestudios in Dornbirn, Innsbruck, Salzburg und Linz präsentiert. Nach einem Wettbewerb wurde als Architekt für  alle vier Häuser Gustav Peichl ausgewählt.

    1969 werden zeitgleich die Pläne für die neuen Landestudios in Dornbirn, Innsbruck, Salzburg und Linz präsentiert. Nach einem Wettbewerb wurde als Architekt für alle vier Häuser Gustav Peichl ausgewählt.

  • Bei der Eröffnungsfeier 1972 wurde der langjährige Generalintendant des ORF Gerd Bacher (1925-2015) geehrt. Das „Goldene Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg“ wurde ihm von Karl Tizian (1915-1985) überreicht. Er war damals Bürgermeister von Bregenz sowie Landtagspräsident.

    Bei der Eröffnungsfeier 1972 wurde der langjährige Generalintendant des ORF Gerd Bacher (1925-2015) geehrt. Das „Goldene Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg“ wurde ihm von Karl Tizian (1915-1985) überreicht. Er war damals Bürgermeister von Bregenz sowie Landtagspräsident.

  • Die kirchliche Weihe des Vorarlberger Landesstudios nahmen der katholische  Bischof Bruno Wechner und der evangelische Kirchenrat Gerhard Wiesner vor. Unter den Ehrengästen (ganz rechts) auch Landesrat Rudolf Mandl, damals zuständig für Finanzen und Hochbau.

    Die kirchliche Weihe des Vorarlberger Landesstudios nahmen der katholische Bischof Bruno Wechner und der evangelische Kirchenrat Gerhard Wiesner vor. Unter den Ehrengästen (ganz rechts) auch Landesrat Rudolf Mandl, damals zuständig für Finanzen und Hochbau.

  • Das architektonische Prinzip von Gustav Peichl (1928-) beruht auf der kreisförmigen Organisation der Anlage, um alle Sektoren auf engstem Raum zu gruppieren und sich in den Randbereichen Möglichkeiten zur Erweiterung freizuhalten.

    Das architektonische Prinzip von Gustav Peichl (1928-) beruht auf der kreisförmigen Organisation der Anlage, um alle Sektoren auf engstem Raum zu gruppieren und sich in den Randbereichen Möglichkeiten zur Erweiterung freizuhalten.

  • 1982 wurde das 10-jährige Jubiläum des Landesstudios gefeiert. Es moderierten Ernst-Wolfram Marboe (1938-2012, Fernsehintendant) und Hans-Peter Link.

    1982 wurde das 10-jährige Jubiläum des Landesstudios gefeiert. Es moderierten Ernst-Wolfram Marboe (1938-2012, Fernsehintendant) und Hans-Peter Link.

Heumahd im Hochgebirge

Gefährliche und mühevolle Bauernarbeit


Veröffentlicht am 04.09.2018 von Harald Eberle.


Über mehrere Jahrhunderte hinweg war es bei den Vorarlberger Bergbauern üblich und notwendig, auf abgelegenen und steilen Bergmähdern Futtermittel in Form von Heu zu gewinnen, um den Viehbestand über den Winter durchfüttern zu können. Oft wurden jene Gebiete zur Heumahd benutzt, die für die Beweidung mit Tieren zu steil oder zu gefährlich waren. Seit Anfang der 1950er Jahre wurden immer mehr Mähder wegen Unrentabilität der Natur überlassen. Heute bestehen nur noch wenige hochalpine Berg- und Streumähder, und diese oft auch nur, weil sie mit Hilfe von motorisierten Gerätschaften bewirtschaftet werden können.

  • Mit Hilfe eines Wetzsteines, den man in einem wassergefüllten Wetzkumpf mit sich führte, wurde die Schneide der Sense regelmäßig nachgeschärft.

    Mit Hilfe eines Wetzsteines, den man in einem wassergefüllten Wetzkumpf mit sich führte, wurde die Schneide der Sense regelmäßig nachgeschärft.

  • Bergbauer beim Mähen mit Blick zum Widderstein.

    Bergbauer beim Mähen mit Blick zum Widderstein.

  • Zum Trocknen wurde das Heu auf Heinzen aufgehängt.

    Zum Trocknen wurde das Heu auf Heinzen aufgehängt.

  • Das getrocknete Heu wurde auf Kopf und Rücken zur nächstgelegenen Heuhütte getragen.

    Das getrocknete Heu wurde auf Kopf und Rücken zur nächstgelegenen Heuhütte getragen.

  • Ausbringung von Dünger in Schröcken im Jahr 1942. Im Hintergrund Mohnenfluh und Braunarlspitze.

    Ausbringung von Dünger in Schröcken im Jahr 1942. Im Hintergrund Mohnenfluh und Braunarlspitze.

  • Bauer im Pazüeltal (Zürs) beim Abtransport des Heus mittels Horner im Winter 1940.

    Bauer im Pazüeltal (Zürs) beim Abtransport des Heus mittels Horner im Winter 1940.

Schloss Hofen

Vom Residenzschloss zum Zentrum für Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung


Veröffentlicht am 20.08.2018 von Simone Drechsel.


Das von Hans Gaudenz von Raitenau und seinem Sohn Hans Werner zwischen 1585 und 1616 erbaute Schloss, wurde 1908 von den Barmherzigen Schwestern vom Orden des hl. Vinzenz von Paul aus Zams erworben. Sie führten darin ein Heim für geistig behinderte Kinder. Nachdem es 1929 vom Land angekauft und für eine Mädchenerziehungsanstalt zur Verfügung gestellt worden war, wurde diese von den Schwestern bis 1936 geleitet. 1951 erwarb die Kammer der Gewerblichen Wirtschaft das Gebäude und die benutzte es als Berufsschule für das Gastgewerbe mit angeschlossenem Internat. 1972 wurde es neuerlich vom Land übernommen und von 1976 bis 1981 generalsaniert. Seit 1991 wird es als „Zentrum für Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung“ geführt.

  • Im Ersten Weltkrieg diente es als Reservespital und danach als Erholungsheim für Soldaten.

    Im Ersten Weltkrieg diente es als Reservespital und danach als Erholungsheim für Soldaten.

  • Eines der zahlreichen Seminare, das Uni. Prof. Dr. Gerhard Wanner in Schloss Hofen abhielt.

    Eines der zahlreichen Seminare, das Uni. Prof. Dr. Gerhard Wanner in Schloss Hofen abhielt.

  • Bischof Bruno Wechner weihte am 28. November 1981 im Beisein der Landesregierung das generalsanierte Gebäude.

    Bischof Bruno Wechner weihte am 28. November 1981 im Beisein der Landesregierung das generalsanierte Gebäude.

  • Alte, spätgotische Hauskapelle. Mit ihrem teilweise bemalten Kreuzgratgewölbe stellt sie heute einen der schönsten Seminarräume dar.

    Alte, spätgotische Hauskapelle. Mit ihrem teilweise bemalten Kreuzgratgewölbe stellt sie heute einen der schönsten Seminarräume dar.

  • Im Jahr 1986 fanden in Schloss Hofen die Universitätstage statt. Unter anderem mit Kurt Georg Kiesinger und Herbert Keßler.

    Im Jahr 1986 fanden in Schloss Hofen die Universitätstage statt. Unter anderem mit Kurt Georg Kiesinger und Herbert Keßler.

Ein Museum für Vorarlberg

Das vorarlberg museum


Veröffentlicht am 07.08.2018 von Thomas Feurstein.


In seiner Eröffnungsrede für das Vorarlberger Landesmuseum am Bregenzer Kornmarkt sprach 1905 der damalige Landesarchivar Viktor Kleiner: „Dass wir heute dieses schöne Gebäude beziehen können, danken wir aber auch dem emsigen Eifer des Herrn Architekten Georg Baumeister, der im Vereine mit allen Handwerksmeistern nicht Zeit und Mühe scheute, diesen herrlichen Bau zur Ehre des Landes, zur Zierde der Stadt zu erstellen, als ein dauerndes Denkmal der Pietät, der Opferwilligkeit und des Patriotismus.“ Treibende Kraft für den Bau war der 1857 gegründete Landesmuseumsverein, der bis heute existiert.

  • Anischtskarte, um 1910

    Anischtskarte, um 1910

  • Bevor die Sammlungen in das neue Gebäude am Kornmarkt umziehen konnten, waren sie auf die Maurachgasse und die heutige Kaspar-Hagen-Straße in Bregenz verteilt.

    Bevor die Sammlungen in das neue Gebäude am Kornmarkt umziehen konnten, waren sie auf die Maurachgasse und die heutige Kaspar-Hagen-Straße in Bregenz verteilt.

  • Am 15. Oktober 1960 wurde das Vorarlberger Landesmuseum neu eröffnet. Neben der neuen Fassade wurde auch das Gebäudeinnere einer Totalrenovierung unterzogen. Dazu gehörten eine neue Raumaufteilung, die Entfeuchtung der Keller sowie der Einbau neuer Fenster und einer neuen Heizung.

    Am 15. Oktober 1960 wurde das Vorarlberger Landesmuseum neu eröffnet. Neben der neuen Fassade wurde auch das Gebäudeinnere einer Totalrenovierung unterzogen. Dazu gehörten eine neue Raumaufteilung, die Entfeuchtung der Keller sowie der Einbau neuer Fenster und einer neuen Heizung.

  • 1964/65 wurden in Bregenz Vorkloster als Außenstelle des Landesmuseums die Studiensammlungs- und Werkststättengebäude (STUSAG) errichtet. Bauliche Erweiterungen 1979 und 1995 sollten den Platzmangel des Museum lindern.

    1964/65 wurden in Bregenz Vorkloster als Außenstelle des Landesmuseums die Studiensammlungs- und Werkststättengebäude (STUSAG) errichtet. Bauliche Erweiterungen 1979 und 1995 sollten den Platzmangel des Museum lindern.

  • Links: Dr. Elmar Vonkank, langjähriger Direktor des Vorarlberger Landesmuseums von 1948 bis 1986, hier in einer Baugrube am Bregenzer Leutbühel, wo er die Ausgrabungen der römischen Hafenmauer inspiziert.

    Links: Dr. Elmar Vonkank, langjähriger Direktor des Vorarlberger Landesmuseums von 1948 bis 1986, hier in einer Baugrube am Bregenzer Leutbühel, wo er die Ausgrabungen der römischen Hafenmauer inspiziert.

Der Hüterbub

Flink, fleißig und nicht zu vorlaut sollte er sein


Veröffentlicht am 06.08.2018 von Harald Eberle.


Zu einer Zeit als man noch keinen elektrischen Weidezaun kannte, war der Dienst des Hüterbuben sehr gefragt. War in der Bauernfamilie kein eigener Bub, so wurde ein solcher aus der Nachbarschaft oder aus der Verwandtschaft geholt. Auch kamen Hüterbuben gerne aus kinderreichen Familien, wo man froh war, einen Esser weniger am Tisch zu haben. Seiner Verantwortung stets bewusst, genoss es der Hüterbub, wenn seine Herde friedlich in der Sonne auf der Weide graste. Doch bei schlechtem Wetter hörte die Hirtenromantik auf: Von Wind, Wetter und Kälte überrascht blieb den Buben oft nichts anderes übrig, als ihre kalten Füße in einer warmen Kuhflade zu wärmen.

  • Hüterbub mit einer Rinderherde in Schröcken.

    Hüterbub mit einer Rinderherde in Schröcken.

  • Aufnahme von 1953 am Golm. Im Hintergrund Blick zu den Drei Türmen und zur Drusenfluh.

    Aufnahme von 1953 am Golm. Im Hintergrund Blick zu den Drei Türmen und zur Drusenfluh.

  • Ziegenhirte im Jahr 1939 am Almajurjoch zwischen Kaisers und St. Anton am Arlberg.

    Ziegenhirte im Jahr 1939 am Almajurjoch zwischen Kaisers und St. Anton am Arlberg.

  • Auch die Körperpflege durfte nicht zu kurz kommen. Handwäsche eines Pfisters auf der Alpe Geißtobel in Egg.

    Auch die Körperpflege durfte nicht zu kurz kommen. Handwäsche eines Pfisters auf der Alpe Geißtobel in Egg.

  • Ist der Almsommer für Mensch und Tier ohne tödliche Unfälle verlaufen, werden die Tiere für den Alpabtrieb kunstvoll geschmückt.

    Ist der Almsommer für Mensch und Tier ohne tödliche Unfälle verlaufen, werden die Tiere für den Alpabtrieb kunstvoll geschmückt.

Der Triumph der Zauberflöte

Bregenzer Festspiele 1985


Veröffentlicht am 23.07.2018 von Thomas Feurstein.


Die Salzburger Nachrichten schrieben nach der Premiere: „Savary macht Spektakel, einen wunderbaren magischen Zirkus, aber man sieht und hört immer auch Mozarts Zauberflöte mit alten vertrauten Melodien und einem behutsam pointierten Dialog. Der Erfolg der Zauberflöte bestärkte die Verantwortlichen, den neu eingeführten Zweijahresrhythmus der Inszenierungen beizubehalten und so die Investitionen in die Bühne auf einen längeren Zeitraum zu verteilen.

  • Im November 1985 lag die Seebühne unter einer dicken Schneedecke. Erstmals musste die Seebühne einen Winter überdauern, da der Rhythmus umgestellt und nur noch alle zwei Jahre eine neue Seeaufführung produziert wurde.

    Im November 1985 lag die Seebühne unter einer dicken Schneedecke. Erstmals musste die Seebühne einen Winter überdauern, da der Rhythmus umgestellt und nur noch alle zwei Jahre eine neue Seeaufführung produziert wurde.

  • Anlässlich der Seeaufführung wurde jedes Jahr eine Ansichtskarte produziert. Im Jahr 1985 produziert von Foto Branz, Lustenau.

    Anlässlich der Seeaufführung wurde jedes Jahr eine Ansichtskarte produziert. Im Jahr 1985 produziert von Foto Branz, Lustenau.

  • Die Limousine mit dem Kennzeichen „V1“ wartet beim Hotel Schwärzler, das über viele Jahre hinweg den Bundespräsidenten beherbergte, auf Rudolf Kirchschläger.

    Die Limousine mit dem Kennzeichen „V1“ wartet beim Hotel Schwärzler, das über viele Jahre hinweg den Bundespräsidenten beherbergte, auf Rudolf Kirchschläger.

  • Der neue Rhythmus erlaubte es den Bühnenbildnern vermehrt kostspielige Spezialeffekte einzusetzen. Für den feuerspeienden Drachen, der während der Aufführung scheinbar schwerelos durch die Lüfte schwebt, musste eine genehmigungspflichtige Seilbahn errichtet werden.

    Der neue Rhythmus erlaubte es den Bühnenbildnern vermehrt kostspielige Spezialeffekte einzusetzen. Für den feuerspeienden Drachen, der während der Aufführung scheinbar schwerelos durch die Lüfte schwebt, musste eine genehmigungspflichtige Seilbahn errichtet werden.

  • Fester Bestandteil der Festspieleröffnung war auch immer die Abnahme einer Militärparade, hier durch Bundespräsident Kirchschläger und Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager, damals noch FPÖ, später Liberales Forum.

    Fester Bestandteil der Festspieleröffnung war auch immer die Abnahme einer Militärparade, hier durch Bundespräsident Kirchschläger und Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager, damals noch FPÖ, später Liberales Forum.

Carmen – anno dazumal

Diese Saison wird Carmen bereits das dritte Mal auf der Seebühne gezeigt.


Veröffentlicht am 20.07.2018 von Thomas Feurstein.


1974 wurde auf der Seebühne erstmals Bizets „Carmen“ aufgeführt und Walter Lingenhöle schreibt dazu: „dass diese mit hinreißender Leidenschaft erfüllte Oper es den sonst nüchtern-spießbürgerlichen Bregenzern angetan hat. Wochenlang sprach man von diesem einmaligen musikalischen Erlebnis.“ Aufgrund des guten Wetters konnten immerhin 11 der geplanten 14 Seeaufführungen abgehalten werden. 1991 wurde „Carmen“ ein zweites Mal gespielt, nun aber schon auf der viel größeren Bühne vor dem Festspielhaus.

  • Die Bühne für „Carmen“ befand sich 1974 noch vor dem alten Strandbad. Die Inszenierung von Paul Vasil war damals ein großer Publikumserfolg.

    Die Bühne für „Carmen“ befand sich 1974 noch vor dem alten Strandbad. Die Inszenierung von Paul Vasil war damals ein großer Publikumserfolg.

  • „Carmen“ konnte 1992 auch im zweiten Jahr eine hundertprozentige Publikumsauslastung verzeichnen, was sogar zu Überlegungen führte die Produktion ein drittes Jahr zu verwenden. Es setzten sich dann aber die künstlerischen Argumente gegen die kommerziellen durch und somit kam es 1993 zur Neuproduktion von „Nabucco“.

    „Carmen“ konnte 1992 auch im zweiten Jahr eine hundertprozentige Publikumsauslastung verzeichnen, was sogar zu Überlegungen führte die Produktion ein drittes Jahr zu verwenden. Es setzten sich dann aber die künstlerischen Argumente gegen die kommerziellen durch und somit kam es 1993 zur Neuproduktion von „Nabucco“.

  • Nicht zuletzt aus akustischen Gründen wurde die Arenabühne von zwei riesigen Felswänden im Hintergrund begrenzt. Um die optische Wirkung der Bühnenfelsen zu erhöhen, wurden im Wallis Abdrücke eines Felsens genommen und auf der Bühne reproduziert.

    Nicht zuletzt aus akustischen Gründen wurde die Arenabühne von zwei riesigen Felswänden im Hintergrund begrenzt. Um die optische Wirkung der Bühnenfelsen zu erhöhen, wurden im Wallis Abdrücke eines Felsens genommen und auf der Bühne reproduziert.

  • Bundespräsident Thomas Klestil mit Gattin, Maria Gasser, Gattin von Siegfried Gasser, und ganz links Margot Löffler, spätere 2. Ehefrau von Thomas Klestil, machen anlässlich der Eröffnung 1992 einen Spaziergang am Bregenzer Bodenseeufer.

    Bundespräsident Thomas Klestil mit Gattin, Maria Gasser, Gattin von Siegfried Gasser, und ganz links Margot Löffler, spätere 2. Ehefrau von Thomas Klestil, machen anlässlich der Eröffnung 1992 einen Spaziergang am Bregenzer Bodenseeufer.

  • Die Tanzformation des gebürtigen Ecuadorianers Rafael Aguilar (1929-1995) zeigte bei der Eröffnung 1992 eine Kostprobe ihres Könnens.

    Die Tanzformation des gebürtigen Ecuadorianers Rafael Aguilar (1929-1995) zeigte bei der Eröffnung 1992 eine Kostprobe ihres Könnens.

Ich erkläre die Bregenzer Festspiele für eröffnet

Bregenzer Festspiele, Eröffnungen


Veröffentlicht am 16.07.2018 von Thomas Feurstein.


Die Eröffnung der Bregenzer Festspiele ist seit vielen Jahren ein gesellschaftliches Ereignis, das viel Prominenz aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland anlockt. Es hat Tradition, dass der österreichische Bundespräsident und oft auch der Bundeskanzler und mehrere Minister aus Wien anreisen. Zum Empfang auf dem Symphonikerplatz ist traditionell auch die Bevölkerung eingeladen, die sich dann unter die geladenen Gäste mischt.

  • Eröffnung der Bregenzer Festspiele 1983: zu den Politikern Fritz Mayer, Rudolf Kirchschläger und Herbert Kessler gesellen sich auch die neuen Leiter der Bregenzer Festspiele, Günter Rhomberg (von 1981 bis 2012 Präsident der Bregenzer Festspiele) sowie Alfred Wopmann, der 1982 zum künstlerischen Leiter bestellt wurde.

    Eröffnung der Bregenzer Festspiele 1983: zu den Politikern Fritz Mayer, Rudolf Kirchschläger und Herbert Kessler gesellen sich auch die neuen Leiter der Bregenzer Festspiele, Günter Rhomberg (von 1981 bis 2012 Präsident der Bregenzer Festspiele) sowie Alfred Wopmann, der 1982 zum künstlerischen Leiter bestellt wurde.

  • Bundespräsident Rudolf Kirchschläger und Silvius Magnago, Landeshauptmann von Südtirol, bei der Eröffnung 1983. Kirchschläger verband mit den Bregenzer Festspielen eine besondere Erinnerung, war doch die Eröffnung 1974 sein erster offizieller Termin als frisch angelobter Bundespräsident.

    Bundespräsident Rudolf Kirchschläger und Silvius Magnago, Landeshauptmann von Südtirol, bei der Eröffnung 1983. Kirchschläger verband mit den Bregenzer Festspielen eine besondere Erinnerung, war doch die Eröffnung 1974 sein erster offizieller Termin als frisch angelobter Bundespräsident.

  • Eröffnung der Bregenzer Festspiele 1987: Josef Bertsch (1925-2000, Unternehmer und Präsident der Handelskammer), und Edith Mock, Gattin des damaligen österreichischen Außenministers Alois Mock. Die Handelskammer, heute Wirtschaftskammer, war langjähriger Förderer der Festspiele und steuerte von 1978 bis 1986 6,6 Millionen Schilling als finanzielle Unterstützung bei.

    Eröffnung der Bregenzer Festspiele 1987: Josef Bertsch (1925-2000, Unternehmer und Präsident der Handelskammer), und Edith Mock, Gattin des damaligen österreichischen Außenministers Alois Mock. Die Handelskammer, heute Wirtschaftskammer, war langjähriger Förderer der Festspiele und steuerte von 1978 bis 1986 6,6 Millionen Schilling als finanzielle Unterstützung bei.

  • Bundespräsident Kurt Waldheim nimmt bei der Eröffnung 1991 die traditionelle Militärparade ab.

    Bundespräsident Kurt Waldheim nimmt bei der Eröffnung 1991 die traditionelle Militärparade ab.

  • Bundespräsident Thomas Klestil und seine Gattin wurden 1992 von Landeshauptmann Martin Purtscher und Landesamtsdirektor Werner Brandtner am Flughafen in Altenrhein abgeholt.

    Bundespräsident Thomas Klestil und seine Gattin wurden 1992 von Landeshauptmann Martin Purtscher und Landesamtsdirektor Werner Brandtner am Flughafen in Altenrhein abgeholt.

Gasthaussterben schon 1925?

Das Vorarlberger Tagblatt berichtete am 23. Dezember 1925


Veröffentlicht am 25.06.2018 von Simone Drechsel.


„In der Großgemeinde Feldkirch befinden sich derzeit 57 Gasthäuser, ein Gassenschank und eine Kantine, zusammen 59 Gaststätten. Es kommt also in der Großgemeinde Feldkirch auf rund 200 Einwohner ein Gasthaus. Eigentlich nicht übermäßig viel, obwohl auch diese Gasthäuser derzeit nicht immer mit dem Absatze zufrieden sein dürften. Von diesen 59 Gaststätten befinden sich in Feldkirch selbst 25, in der früheren Gemeinde Altenstadt 26, und zwar in Altenstadt selbst 6, in Levis 7, in Gisingen 6, in Nofels 5, in Fresch und Bangs je 1, dann in Tisis 4 und in Tosters auch 4.“ Es soll früher in der eigentlichen Stadt noch mehr Gasthäuser gegen haben.

  • Der „Engel“ in Tisis. In der christlichen Symbolik wird dem Evangelisten Matthäus ein „Engel“ zugeordnet.

    Der „Engel“ in Tisis. In der christlichen Symbolik wird dem Evangelisten Matthäus ein „Engel“ zugeordnet.

  • Das Gasthaus „Schäfle“ in Altenstadt besaß bis 1914 eine eigene Brauerei und bis in die Mitte der 1980er Jahre befand sich im Erdgeschoß des Seitentraktes eine Metzgereifiliale.

    Das Gasthaus „Schäfle“ in Altenstadt besaß bis 1914 eine eigene Brauerei und bis in die Mitte der 1980er Jahre befand sich im Erdgeschoß des Seitentraktes eine Metzgereifiliale.

  • Das Gasthaus „Löwen“ in Tosters kann auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken.

    Das Gasthaus „Löwen“ in Tosters kann auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken.

  • Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das um 1800 eröffnete „Gasthaus zur Sonne“ 1968 geschlossen.

    Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das um 1800 eröffnete „Gasthaus zur Sonne“ 1968 geschlossen.

  • Schon die Römer sollen die Heilquelle benutzt haben. Das heutige Kneipp-Kurhaus Bad Nofels wurde 1904 von Josef Biedermann errichtet.

    Schon die Römer sollen die Heilquelle benutzt haben. Das heutige Kneipp-Kurhaus Bad Nofels wurde 1904 von Josef Biedermann errichtet.

Fernsehsignal für Vorarlberg


Veröffentlicht am 23.06.2018 von Harald Eberle.


Die Überwindung des Arlbergs stellt nicht nur für den Verkehr eine Herausforderung dar, sondern auch für die Funktechnik. Aus diesem Grund wurde zwischen den Jahren 1955 und 1957 von der Post- und Telegraphenverwaltung eine Richtfunkstrecke zwischen Tirol und Vorarlberg erbaut. Diese diente ursprünglich zur Übertragung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen sowie Ferngesprächen. Zur Zeit der Errichtung war diese Anlage weltweit einzigartig, da man erstmals eine sehr große Entfernung überbrückte und mit dem passiven Relais auf der Valluga eine Signalumlenkung von über 130 Grad erreichte.

  • Das Signal wurde vom Patscherkofel aus über eine Richtfunkanlage am Zugspitzgrat Richtung Vorarlberg gesendet.

    Das Signal wurde vom Patscherkofel aus über eine Richtfunkanlage am Zugspitzgrat Richtung Vorarlberg gesendet.

  • Auf der Valluga wurde ein doppeltes passives Umlenkspiegelsystem errichtet, um die elektrischen Anlangen an einem leichter zugänglichen Ort unterbringen zu können.

    Auf der Valluga wurde ein doppeltes passives Umlenkspiegelsystem errichtet, um die elektrischen Anlangen an einem leichter zugänglichen Ort unterbringen zu können.

  • Die von den benachbarten Richtfunkstationen Zugspitze und Pfänder kommenden Funkwellen werden mittels der Umlenkspiegel auf der Valluga zur Richtfunkstation bei der Ulmer Hütte (Klösterle) geführt.

    Die von den benachbarten Richtfunkstationen Zugspitze und Pfänder kommenden Funkwellen werden mittels der Umlenkspiegel auf der Valluga zur Richtfunkstation bei der Ulmer Hütte (Klösterle) geführt.

  • Die Sendeanlage Pfänder ging am 19. Juni 1959 offiziell in Betrieb. Bis dahin empfingen die Vorarlberger Fernsehzuschauer nur das Deutsche und das Schweizer Programm.

    Die Sendeanlage Pfänder ging am 19. Juni 1959 offiziell in Betrieb. Bis dahin empfingen die Vorarlberger Fernsehzuschauer nur das Deutsche und das Schweizer Programm.

  • Schon 1954 wurde auf dem Messegelände in Dornbirn für den Fernsehfunk geworben.

    Schon 1954 wurde auf dem Messegelände in Dornbirn für den Fernsehfunk geworben.

Export- und Musterschau Dornbirn

Dornbirner Messe


Veröffentlicht am 19.06.2018 von Thomas Feurstein.


Nachdem sich Dornbirn erfolgreich gegen die Konkurrenz aus Feldkirch durchgesetzt hatte, fiel am 20. Jänner 1949 der endgültige Beschluss die „Export- und Mustermesse“ in Dornbirn abzuhalten. Die Stadt verfügte über keine Messetradition und nur die Textilbetriebe wie Hämmerle, Rhomberg oder Fussenegger waren überregional bekannt. Daher wurde die Messe intensiv beworben: einige Tage vor Beginn wurde etwa ein Sonderflug veranstaltet, bei dem über der benachbarten Ostschweiz, in Liechtenstein und in Vorarlberg rund 50.000 Einladungen abgeworfen wurden.

  • Im Zentrum von Dornbirn entstand um die Realschule ein Messegelände mit über 23.000 m², wovon 9.000 gedeckt und 14.000 als Freigelände verwendet wurden. Für die Gastronomie wurde ein 36 x 56 Meter großes Wirtschaftszelt errichtet. Das Zelt war darauf ausgerichtet täglich bis zu 15.000 Besucher zu versorgen.

    Im Zentrum von Dornbirn entstand um die Realschule ein Messegelände mit über 23.000 m², wovon 9.000 gedeckt und 14.000 als Freigelände verwendet wurden. Für die Gastronomie wurde ein 36 x 56 Meter großes Wirtschaftszelt errichtet. Das Zelt war darauf ausgerichtet täglich bis zu 15.000 Besucher zu versorgen.

  • Das Freigelände wurde dafür genutzt wetterfeste Schaustücke zu präsentieren. So wurde in acht Stunden das Holz-Musterhaus einer Dornbirner Firma errichtet.

    Das Freigelände wurde dafür genutzt wetterfeste Schaustücke zu präsentieren. So wurde in acht Stunden das Holz-Musterhaus einer Dornbirner Firma errichtet.

  • Die erste Export- und Mustermesse war an den Besucherzahlen gemessen ein voller Erfolg. Im Abschlussbericht des Veranstalters war die Rede von ca. 160.000 Besuchern, wobei die Messe bereits am ersten Tag von 40.000 Menschen gestürmt wurde.

    Die erste Export- und Mustermesse war an den Besucherzahlen gemessen ein voller Erfolg. Im Abschlussbericht des Veranstalters war die Rede von ca. 160.000 Besuchern, wobei die Messe bereits am ersten Tag von 40.000 Menschen gestürmt wurde.

  • Die funktionierende Öffentlichkeitsarbeit kann man auch daran bemessen, dass über die Messe 1956 insgesamt 760 Artikel und Meldungen in der europäischen Presse erschienen sind.

    Die funktionierende Öffentlichkeitsarbeit kann man auch daran bemessen, dass über die Messe 1956 insgesamt 760 Artikel und Meldungen in der europäischen Presse erschienen sind.

  • Die Messe sollte auch helfen das Stadtbild zu verbessern, so wurde die Bevölkerung aufgefordert Hausgärten und Fenster zu schmücken oder sogar Häuser bis zur Ausstellung renovieren zu lassen.

    Die Messe sollte auch helfen das Stadtbild zu verbessern, so wurde die Bevölkerung aufgefordert Hausgärten und Fenster zu schmücken oder sogar Häuser bis zur Ausstellung renovieren zu lassen.

Scheib mir eine Karte...

Hopfreben


Veröffentlicht am 19.06.2018 von Thomas Feurstein.


„Meine liebe Emma, Deine versprochene Karte habe ich nicht erhalten, bitte schreibe mir so bald als möglich nach Kreuzlingen, warum hast du mir nicht nach Schwarzenberg geschrieben. Ich schreibe Dir doch von jedem Orte, wo ich bin eine Karte. Sende mir doch auch Karten, dass meine Sammlung wächst, wie deine!! Nun lebe wohl. Grüße und Küsse von deiner treuen Freundin Molly. Denk wir gehen über einen Pass, der heißt Üntschlpass!! Das ist lustig.“ So der Text einer Postkarte, die 1897 aus Bad Hopfreben (Post Schoppernau) versandt wurde.

  • Im amtlichen österreichischen Bäderbuch von 1959 wird Bad Hopfreben in der Kategorie „Orte mit einfachen kalten Quellen“ geführt. Die Quellen waren 1677 schon bekannt und gehörten zum Besitz des Klosters Weingarten. 1791 wurde dann auf einem lawinensicheren Platz ein Badehaus errichtet.

    Im amtlichen österreichischen Bäderbuch von 1959 wird Bad Hopfreben in der Kategorie „Orte mit einfachen kalten Quellen“ geführt. Die Quellen waren 1677 schon bekannt und gehörten zum Besitz des Klosters Weingarten. 1791 wurde dann auf einem lawinensicheren Platz ein Badehaus errichtet.

  • 1899 wurde der Altbau durch ein neues Gebäude ersetzt. Daneben gab es das Badehaus (Holzhaus) mit sieben einfachen Badekabinen, einer Ruheveranda mit 3 Betten sowie 6 Touristenzimmern im Obergeschoss.

    1899 wurde der Altbau durch ein neues Gebäude ersetzt. Daneben gab es das Badehaus (Holzhaus) mit sieben einfachen Badekabinen, einer Ruheveranda mit 3 Betten sowie 6 Touristenzimmern im Obergeschoss.

  • Mit der Entwicklung des Automobilverkehrs erlebten auch abgelegene Bäder einen Aufschwung. Die übliche Anreise war allerdings auch 1959 noch die Anfahrt mit der Bregenzerwaldbahn nach Bezau und von dort weiter mit dem Autobus. Lange wurde der Gasthof in den Sommermonaten auch als Kinderferienheim der Stadt Bregenz genutzt.

    Mit der Entwicklung des Automobilverkehrs erlebten auch abgelegene Bäder einen Aufschwung. Die übliche Anreise war allerdings auch 1959 noch die Anfahrt mit der Bregenzerwaldbahn nach Bezau und von dort weiter mit dem Autobus. Lange wurde der Gasthof in den Sommermonaten auch als Kinderferienheim der Stadt Bregenz genutzt.

  • Bad Hopfreben liegt inmitten des großen Vorsäßes Hinterhopfreben. Das Vorsäß ist eine landwirtschaftlich genutzte Grünlandfläche, die zwischen der Dauersiedlung und den Weideflächen der Alpen liegt. Es wird traditionell im Frühjahr und im Herbst als Weidefläche genutzt.

    Bad Hopfreben liegt inmitten des großen Vorsäßes Hinterhopfreben. Das Vorsäß ist eine landwirtschaftlich genutzte Grünlandfläche, die zwischen der Dauersiedlung und den Weideflächen der Alpen liegt. Es wird traditionell im Frühjahr und im Herbst als Weidefläche genutzt.

  • Die Hütte von Johann Moosbrugger 1952 in Hinterhopfreben. Weitere Gemeinvorsäße von Schopperau sind Armengemach, Schalzbach und Vorderhopfreben.

    Die Hütte von Johann Moosbrugger 1952 in Hinterhopfreben. Weitere Gemeinvorsäße von Schopperau sind Armengemach, Schalzbach und Vorderhopfreben.

Gaisbühel

Von der TBC-Heilstätte zum Flüchtlingsheim


Veröffentlicht am 30.05.2018 von Simone Drechsel.


Am 11. August 1920, nach nur dreijähriger Bauzeit, konnte die Heilstätte Gaisbühel eröffnet werden. Anfänglich nur für Heeresangehörige gedacht, wurden bereits im Januar 1921 die ersten zivilen Kranken aufgenommen. Die Betreuung der Kranken übernahmen die Schwestern vom Heiligen Kreuz in Tirol. Während des Zweiten Weltkrieges war hier ein Reserve-Lazarett für TBC kranke Wehrmachtsangehörige untergebracht. Am 1. Mai 1982 erfolgte die Einbeziehung des „Landes-Lungenkrankenhauses Gaisbühel“ in das LKH Feldkirch. 2008 wurde dann die „Pulmologische Abteilung Gaisbühel“ endgültig geschlossen. Seit ein paar Jahren wird das Gebäude als Flüchtlingsheim genutzt.

  • In den Jahren 1982/83 wurde das Gebäude generalsaniert. Die feierliche Wiedereröffnung erfolgte am 30. März 1984.

    In den Jahren 1982/83 wurde das Gebäude generalsaniert. Die feierliche Wiedereröffnung erfolgte am 30. März 1984.

  • Pulmologische Abteilung.

    Pulmologische Abteilung.

  • Die bevorzugteste Therapie für die Tuberkulose war die Luftkur. Bei dieser mussten die Patienten täglich mehrere Stunden an der frischen Luft liegen.

    Die bevorzugteste Therapie für die Tuberkulose war die Luftkur. Bei dieser mussten die Patienten täglich mehrere Stunden an der frischen Luft liegen.

  • Der Architekt Willi Braun, von dem auch die Pläne für Gaisbühel stammen, übernahm für fast drei Jahre die generelle Bauleitung.

    Der Architekt Willi Braun, von dem auch die Pläne für Gaisbühel stammen, übernahm für fast drei Jahre die generelle Bauleitung.

  • Nach der Schließung 2008 wurde die Lungenheilkunde ins LKH Hohenems und die Interne E ins LHK Rankweil verlegt.

    Nach der Schließung 2008 wurde die Lungenheilkunde ins LKH Hohenems und die Interne E ins LHK Rankweil verlegt.

Die Hochwasserkatastrophe von 1910


Veröffentlicht am 29.05.2018 von Thomas Feurstein.


„Eine furchtbare Wasserkatastrophe hat das Land Vorarlberg am 14. und 15. Juli 1910 in nie dagewesener Weise heimgesucht. Blühende Dörfer und Landschaften wurden überschwemmt, die Ernte vernichtet, die Bevölkerung vielfach vor den Ruin gestellt. Die Ill und ihre Nebenflüsse, die Bregenzerach mit ihren Zuflüssen und andere Wildbäche haben in ihren Gebieten furchtbare Verheerungen angerichtet.“ Das berichtet Viktor Kleiner, Vorarlberger Landesarchivar von 1899 bis 1940 im Katholischen Volkskalender von 1911.

  • Die Macht der Ill zerstörte die Bludenzer Illwuhrungen fast vollständig. Der Mittelpfeiler der Brücke nach Bürs wurde massiv unterspült, was die Brücke schließlich zum Einsturz brachte.

    Die Macht der Ill zerstörte die Bludenzer Illwuhrungen fast vollständig. Der Mittelpfeiler der Brücke nach Bürs wurde massiv unterspült, was die Brücke schließlich zum Einsturz brachte.

  • Im Klostertal hauste die Alfenz in wilder Weise. Dalaas war durch vier Tage in Gefahr. Mehrere Brücken und Häuser wurden weggerissen und Schutt und Schlamm verschütteten die Felder. Teilweise hatte die Alfenz sich ein gänzlich neues Flussbett gesucht.

    Im Klostertal hauste die Alfenz in wilder Weise. Dalaas war durch vier Tage in Gefahr. Mehrere Brücken und Häuser wurden weggerissen und Schutt und Schlamm verschütteten die Felder. Teilweise hatte die Alfenz sich ein gänzlich neues Flussbett gesucht.

  • Feldkirch stand am Morgen des 15. Juni vollständig unter Wasser, die Fluten der Ill hatten das Städtchen in ein zweites Venedig verwandelt.

    Feldkirch stand am Morgen des 15. Juni vollständig unter Wasser, die Fluten der Ill hatten das Städtchen in ein zweites Venedig verwandelt.

  • Da viele Bürger nicht aus ihren Häusern konnten, wurden von Bregenz eine Anzahl Schiffsbedienstete und neun Boote nach Feldkirch gebracht. Insgesamt mussten so über 500 Personen evakuiert werden.

    Da viele Bürger nicht aus ihren Häusern konnten, wurden von Bregenz eine Anzahl Schiffsbedienstete und neun Boote nach Feldkirch gebracht. Insgesamt mussten so über 500 Personen evakuiert werden.

  • Auf dem Kapf bot sich dem Auge ein schreckliches Bild. Die Wasserwerke an der Ill zerstört, die Brücke fortgerissen, die Zufahrtsstraße verschwunden, der Damm zwischen Ill und Fabrikskanal ebenfalls zerstört“.

    Auf dem Kapf bot sich dem Auge ein schreckliches Bild. Die Wasserwerke an der Ill zerstört, die Brücke fortgerissen, die Zufahrtsstraße verschwunden, der Damm zwischen Ill und Fabrikskanal ebenfalls zerstört“.

Wiege der Wasserkraft im Montafon

Wasserkraftnutzung bei Vermunt


Veröffentlicht am 22.05.2018 von Harald Eberle.


Schon seit dem Mittelalter wird im Montafon Energie aus Wasserkraft genutzt. Das Gebiet bietet sich durch große Höhenunterschiede und den Wasserreichtum besonders an. Im Jahr 1930 ging mit dem Vermuntwerk das erste Kraftwerk der Illwerke an das europäische Verbundnetz. Für das Anlegen von Transportwegen und Aufstiegshilfen, den Bau der Schmalspurbahn und den Kraftwerksbau mit der Vermuntsperre waren bis zu 1.800 Ingenieure und Bauleute eingesetzt. Mit dem Obervermuntwerk II ist derzeit ein weiteres Kraftwerk im Bau. Nach dessen Fertigstellung wird die maximale Turbinenleistung im Montafon mehr als 2 GW betragen.

  • Im April 1925 wurde der Bau des Vermuntwerks beschlossen. Bereits im Jahr 1930 konnte das Kraftwerk, noch vor Fertigstellung der Staumauer des Vermuntsees, in Betrieb genommen werden.

    Im April 1925 wurde der Bau des Vermuntwerks beschlossen. Bereits im Jahr 1930 konnte das Kraftwerk, noch vor Fertigstellung der Staumauer des Vermuntsees, in Betrieb genommen werden.

  • Die 50 Meter hohe Vermuntsperre wurde in den Jahren 1928 bis 1931 als Gewichtsstaumauer errichtet.

    Die 50 Meter hohe Vermuntsperre wurde in den Jahren 1928 bis 1931 als Gewichtsstaumauer errichtet.

  • Für den wintersicheren Materialtransport wurde neben der Falldruckleitung ein Schrägaufzug vom Krafthaus Partenen zur Station Trominier erbaut.

    Für den wintersicheren Materialtransport wurde neben der Falldruckleitung ein Schrägaufzug vom Krafthaus Partenen zur Station Trominier erbaut.

  • Nach nur fünf Jahren Bauzeit konnte im Jahr 1943 das Obervermuntwerk I am Ufer des Vermuntsees  in Betrieb genommen werden. Zur damaligen Zeit waren die verbauten 19-MVA-Drehstromgeneratoren die größten bis dahin in Österreich gefertigten Wasserkraftgeneratoren.

    Nach nur fünf Jahren Bauzeit konnte im Jahr 1943 das Obervermuntwerk I am Ufer des Vermuntsees in Betrieb genommen werden. Zur damaligen Zeit waren die verbauten 19-MVA-Drehstromgeneratoren die größten bis dahin in Österreich gefertigten Wasserkraftgeneratoren.

  • Das Obervermuntwerk I wird über eine 3,27 km lange, oberirdische Druckrohrleitung vom Silvretta-Stausee versorgt. Die Aufnahme vom November 1940 zeigt die Sockel noch ohne Druckrohrleitung.

    Das Obervermuntwerk I wird über eine 3,27 km lange, oberirdische Druckrohrleitung vom Silvretta-Stausee versorgt. Die Aufnahme vom November 1940 zeigt die Sockel noch ohne Druckrohrleitung.

  • Der Vermuntsee hat einen Nutzinhalt von 5,3 Millionen Kubikmetern und einen Energiegehalt von ca. 15 Millionen Kilowattstunden.

    Der Vermuntsee hat einen Nutzinhalt von 5,3 Millionen Kubikmetern und einen Energiegehalt von ca. 15 Millionen Kilowattstunden.

Gruß von Fluh bei Bregenz


Veröffentlicht am 14.05.2018 von Thomas Feurstein.


Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland wurden im September 1938 durch den Vorarlberger Landeshauptmann die Gemeinden Bregenz, Kennelbach, Lochau, Eichenberg und Fluh zur Stadtgemeinde Bregenz zusammengefasst. 1946 verabschiedete der Vorarlberger Landtag ein Gesetz, wonach Volksabstimmungen entscheiden sollten, ob die neuen Gemeindeeinteilungen auch nach dem Krieg Bestand haben sollten. Während Lochau, Kennelbach und Eichenberg mit großer Mehrheit für die Selbständigkeit votierten, stimmten die Fluher für den Verbleib bei Bregenz. Bei 92 Wahlberechtigten stimmten 69 für den Verbleib, 12 für die Selbständigkeit. Am 8. Juni 1947 stimmten dann auch die restlichen Bregenzer dem Verbleib der Fluh zu, wobei die Wahlbeteiligung extrem niedrig war und nicht einmal 10 % erreichte.

  • Das Vorarlberger Volksblatt vermutete 1946, dass die Fluher für einen Verbleib bei Bregenz gestimmt hätten, weil die Bergparzelle über ein weitverzweigtes Straßen- und Wegenetz verfügte. Dieses zu erhalten wäre aus eigener Kraft kaum mehr möglich gewesen.

    Das Vorarlberger Volksblatt vermutete 1946, dass die Fluher für einen Verbleib bei Bregenz gestimmt hätten, weil die Bergparzelle über ein weitverzweigtes Straßen- und Wegenetz verfügte. Dieses zu erhalten wäre aus eigener Kraft kaum mehr möglich gewesen.

  • Der traditionsreiche Gasthof Halder, später Adler, ist im Jahr 1866 durch Blitzschlag und auch zu Neujahr 1914 abgebrannt. Nach langen Bemühungen der Stadt Bregenz ist der „Adler“ heute wieder ganzjährig als Wirtshaus geöffnet.

    Der traditionsreiche Gasthof Halder, später Adler, ist im Jahr 1866 durch Blitzschlag und auch zu Neujahr 1914 abgebrannt. Nach langen Bemühungen der Stadt Bregenz ist der „Adler“ heute wieder ganzjährig als Wirtshaus geöffnet.

  • Am Ortsanfang der Bergparzelle Fluh befand sich das „Gasthaus zur Traube“ (Steurer) mit seinen niederen bäuerlichen Stuben. In einem Nebengebäude mit einer großen Halle aus Holz konnten auch größere Veranstaltungen abgehalten werden.

    Am Ortsanfang der Bergparzelle Fluh befand sich das „Gasthaus zur Traube“ (Steurer) mit seinen niederen bäuerlichen Stuben. In einem Nebengebäude mit einer großen Halle aus Holz konnten auch größere Veranstaltungen abgehalten werden.

  • Der Gasthof Traube wurde später abgerissen und an dessen Stelle 1964 der Berghof Fluh errichtet. Dieser wurde dann allerdings 1993 verkauft und zu einem Wohnhaus umgebaut.

    Der Gasthof Traube wurde später abgerissen und an dessen Stelle 1964 der Berghof Fluh errichtet. Dieser wurde dann allerdings 1993 verkauft und zu einem Wohnhaus umgebaut.

  • Gegenüber der Pfarrkirche St. Wendelin, geweiht 1849, wurde vom Bregenzer Architekten Karl Sillaber (geb. 1932) das Pfarrheim errichtet. Sillaber gilt als einer der frühesten Vertreter der Vorarlberger Bauschule.

    Gegenüber der Pfarrkirche St. Wendelin, geweiht 1849, wurde vom Bregenzer Architekten Karl Sillaber (geb. 1932) das Pfarrheim errichtet. Sillaber gilt als einer der frühesten Vertreter der Vorarlberger Bauschule.

In Memoriam

Rudolf Zündel


Veröffentlicht am 12.05.2018 von Thomas Feurstein.


Es war dem Fotografen, Künstler, Grafiker und langjährigem Mitarbeiter der VN, Rudolf Zündel (1939-2018) ein großes Anliegen, dass sein fotografisches Lebenswerk, das mehr als 21.000 Fotos enthält, der Nachwelt erhalten bleibt. Leider durfte er es nicht mehr erleben, dass seine Fotos über das Portal der Vorarlberger Landesbibliothek veröffentlicht werden. Vor einigen Tagen konnten mit freundlicher Unterstützung der Vorarlberger Nachrichten die ersten Fotos aus seinem Nachlass online gestellt werden. Es sind vor allem Fotos über die engere Heimat Zündels, der zwar in Bezau geboren wurde, aber schon früh nach Schwarzach übersiedelte. Er war ein sensibler Beobachter von Veränderungen der Landschaft und im Ortsbild, so dokumentierte er etwa auch die Renovierung der Schwarzacher Pfarrkirche.

  • Die Pfarrkirche von Schwarzach wurde in den Jahren 1901 bis 1903 nach den Plänen von Peter Huter und Josef Kröner errichtet. Das schlichte, neugotische Gotteshaus erfuhr bis 1924 einige geringfügige Ausschmückungen, blieb dann aber bis 1975 unverändert. Nur provisorisch wurde die Kirche den Anforderungen des 2. Vatikanischen Konzils angepasst.

    Die Pfarrkirche von Schwarzach wurde in den Jahren 1901 bis 1903 nach den Plänen von Peter Huter und Josef Kröner errichtet. Das schlichte, neugotische Gotteshaus erfuhr bis 1924 einige geringfügige Ausschmückungen, blieb dann aber bis 1975 unverändert. Nur provisorisch wurde die Kirche den Anforderungen des 2. Vatikanischen Konzils angepasst.

  • 1975 wurde mit der Außenrestaurierung begonnen, bei der ursprünglich eine Erneuerung des gesamten Außenputzes geplant war. Letztlich wurde davon Abstand genommen, um die schön gemauerten Pfeiler- und Wandflächen sichtbar zu belassen.

    1975 wurde mit der Außenrestaurierung begonnen, bei der ursprünglich eine Erneuerung des gesamten Außenputzes geplant war. Letztlich wurde davon Abstand genommen, um die schön gemauerten Pfeiler- und Wandflächen sichtbar zu belassen.

  • Die Fundamente wurden bei der Innenrestaurierung freigelegt und gegen Feuchtigkeit isoliert. Das neue räumliche Konzept stellt nun den Volksaltar anstelle des Hochaltars in den Mittelpunkt der Kirche.

    Die Fundamente wurden bei der Innenrestaurierung freigelegt und gegen Feuchtigkeit isoliert. Das neue räumliche Konzept stellt nun den Volksaltar anstelle des Hochaltars in den Mittelpunkt der Kirche.

  • Feierlicher Einzug des neuen Pfarrers von Schwarzach. Anton Bereuter stammt aus Alberschwende und war viele Jahre Kaplan in Bregenz - St. Gallus bevor er nach Schwarzach wechselte. v.l.n.r. Dekan Roman Amann (1915-2011), Pfarrer Anton Bereuter und Pfarrer Herbert Spieler, später langjähriger Seelsorger in Frastanz.

    Feierlicher Einzug des neuen Pfarrers von Schwarzach. Anton Bereuter stammt aus Alberschwende und war viele Jahre Kaplan in Bregenz - St. Gallus bevor er nach Schwarzach wechselte. v.l.n.r. Dekan Roman Amann (1915-2011), Pfarrer Anton Bereuter und Pfarrer Herbert Spieler, später langjähriger Seelsorger in Frastanz.

Die Schattenburg

Das Wahrzeichen von Feldkirch


Veröffentlicht am 07.05.2018 von Simone Drechsel.


Der Name der Burg kommt von „schaten“ und bedeutet Schutz. Zu diesem Zweck wurde die Burg auch von Graf Hugo I. von Montfort um 1200 erbaut und war bis 1390 der Stammsitz der Grafen von Montfort. Danach kam sie in den Besitz der Habsburger. Mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, um- und ausgebaut, verlor die Burg mit dem Ende des 30 jährigen Krieges ihre militärische Bedeutung. Nach der Verlegung des Vogteiamtes 1773 in die Stadt wurde sie als Gefängnis genutzt. 1825, nachdem zahlreiche Abbruchversteigerungen erfolglos geblieben waren, erwarb die Stadt Feldkirch die Burg. Sie wurde als Kaserne, später als Armenhaus verwendet und ist seit 1916/17 Sitz des Feldkircher Heimatmuseums.

  • Graf Friedrich VII. von Toggenburg ließ umfangreiche Ausbauten an der Burg vornehmen. Weitere Um- und Ausbauten erfolgten im 15. und 17. Jh.

    Graf Friedrich VII. von Toggenburg ließ umfangreiche Ausbauten an der Burg vornehmen. Weitere Um- und Ausbauten erfolgten im 15. und 17. Jh.

  • 1938 kamen Pläne auf, die Schattenburg zu einer NS-Wehrburg umzubauen. Diese wurden jedoch nie umgesetzt.

    1938 kamen Pläne auf, die Schattenburg zu einer NS-Wehrburg umzubauen. Diese wurden jedoch nie umgesetzt.

  • Im Jahr 1912 wurde der „Museums- und Heimatschutz-Verein für Feldkirch und Umgebung“ gegründet. Er belebte die Burg wieder.

    Im Jahr 1912 wurde der „Museums- und Heimatschutz-Verein für Feldkirch und Umgebung“ gegründet. Er belebte die Burg wieder.

  • Im Jahr 1975 wurde der Schattenbergstraßentunnel eröffnet.

    Im Jahr 1975 wurde der Schattenbergstraßentunnel eröffnet.

  • Mit der Eröffnung der Vorarlbergbahn im Jahr 1872 gab es erstmals eine Zugsverbindung zwischen Bregenz und Bludenz. Damit wurde Feldkirch zum Verkehrsknotenpunkt.

    Mit der Eröffnung der Vorarlbergbahn im Jahr 1872 gab es erstmals eine Zugsverbindung zwischen Bregenz und Bludenz. Damit wurde Feldkirch zum Verkehrsknotenpunkt.

Montafonerbahn

Mit dem Zug ins Montafon


Veröffentlicht am 05.05.2018 von Thomas Feurstein.


Das Vorarlberger Volksblatt berichtete am 18.12.1905: „Auf der Lokalbahn Bludenz-Schruns (Montafonerbahn) wird der öffentliche Verkehr am 18. Dezember d. Js. mit dem um 3 Uhr 10 Min nachmittags in Schruns abgehenden Zuge 814 aufgenommen.“ Nachdem die Standesvertretung 1890 den Bau der Montafonerbahn beschlossen hatte, erteilte der k.k. Handelsminister noch im selben Jahr die Bewilligung für die technischen Vorarbeiten. Die Energie für den Betrieb liefert das Elektrizitätswerk am Litzbach in Schruns, das 1895 errichtet und 1901 bereits erweitert wurde. Bis heute wurde immer wieder über eine Verlängerung der Bahnstrecke nachgedacht.

  • Normalspurige elektrische Lokalbahn Schruns - Bludenz. Station Schruns.

    Normalspurige elektrische Lokalbahn Schruns - Bludenz. Station Schruns.

  • Landesrat Fredy Mayer (ganz rechts) besuchte am 2. März 1978 die Werkstätten der Montafonerbahn. Es begleiteten ihn (v.l.n.r.) Egon Mangeng, Harald Wekerle (Bürgermeister Schruns), Hermann Wilde und Guntram Juen.

    Landesrat Fredy Mayer (ganz rechts) besuchte am 2. März 1978 die Werkstätten der Montafonerbahn. Es begleiteten ihn (v.l.n.r.) Egon Mangeng, Harald Wekerle (Bürgermeister Schruns), Hermann Wilde und Guntram Juen.

  • Das verheerende Hochwasser vom Juni 1910 betraf ganz besonders das Montafon und den Walgau. Eine treibende Holzbrücke hatte dafür gesorgt, dass auch die eiserne Brücke der Montafonerbahn zerstört wurde. Erst 1911 war die Strecke nach Behebung der Schäden wieder durchgehend befahrbar.

    Das verheerende Hochwasser vom Juni 1910 betraf ganz besonders das Montafon und den Walgau. Eine treibende Holzbrücke hatte dafür gesorgt, dass auch die eiserne Brücke der Montafonerbahn zerstört wurde. Erst 1911 war die Strecke nach Behebung der Schäden wieder durchgehend befahrbar.

  • Ein Gedicht von Otto Borger aus Schruns bejubelt, dass es auf der Montafonerbahn regelmäßig Sonderfahrten mit einer Dampflok gibt: „Aber jätz a jeder ka uf der Muntafunerbah im a Zug mit Dampf und Für gmuatli fahra, ger net tür.“

    Ein Gedicht von Otto Borger aus Schruns bejubelt, dass es auf der Montafonerbahn regelmäßig Sonderfahrten mit einer Dampflok gibt: „Aber jätz a jeder ka uf der Muntafunerbah im a Zug mit Dampf und Für gmuatli fahra, ger net tür.“

  • 2001 wurde das Bahnhofsareal von Schruns umgebaut, um den Fahrkomfort mit der Bahn zu verbessern und das Umsteigen auf andere öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern. Das alte Bahnhofsgebäude wurde behutsam renoviert und durch einen neuen transparenten Baukörper für Fahrdienstleitung und Warteraum ergänzt.

    2001 wurde das Bahnhofsareal von Schruns umgebaut, um den Fahrkomfort mit der Bahn zu verbessern und das Umsteigen auf andere öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern. Das alte Bahnhofsgebäude wurde behutsam renoviert und durch einen neuen transparenten Baukörper für Fahrdienstleitung und Warteraum ergänzt.

Die Landesfeuerwehrschule

Großzügige Investition in die Sicherheit der Bevölkerung


Veröffentlicht am 02.05.2018 von Harald Eberle.


Mit der Eröffnung der Landesfeuerwehrschule, dem Herzstück des Katastrophenzentrums in Feldkirch-Altenstadt, ging am 22. Juni 1985 ein großer Wunsch der Florianijünger in Erfüllung. Nach dem Grundsatz „Ausbildung ist Einsatzerfolg“ entstand in nur drei Jahren Bauzeit ein neues Ausbildungszentrum der Vorarlberger Feuerwehren. Zudem fanden im Komplex auch der Landesfeuerwehrverband, das Rote Kreuz, die Bergrettung, die Lawinenhundestaffel und der Vorarlberger Zivilschutzverband ein neues Zuhause. In der Zeit von Februar 2015 bis April 2016 wurde das Gebäude umfassend saniert und zu einem modernen Feuerwehrausbildungszentrum ausgebaut.

  • Landeshauptmann Herbert Keßler überreichte an Landesfeuerwehrinspektor Erwin Wiederin, den er als „Motor und Initiator“ des neuen Komplexes bezeichnet hatte, symbolisch den Schlüssel.

    Landeshauptmann Herbert Keßler überreichte an Landesfeuerwehrinspektor Erwin Wiederin, den er als „Motor und Initiator“ des neuen Komplexes bezeichnet hatte, symbolisch den Schlüssel.

  • Drei Jahre wurde am Gebäudekomplex gebaut, wobei die Kosten etwa 100 Millionen Schilling betrugen.

    Drei Jahre wurde am Gebäudekomplex gebaut, wobei die Kosten etwa 100 Millionen Schilling betrugen.

  • Besichtigung der Atemschutzübungsstrecke durch Bundespräsident Kirchschläger am 23. Juli 1985, der damals modernsten ihrer Art in Österreich. v.l.n.r.: Siegfried Gasser, Maria Gasser, Rudolf Kirchschläger, Erwin Wiederin

    Besichtigung der Atemschutzübungsstrecke durch Bundespräsident Kirchschläger am 23. Juli 1985, der damals modernsten ihrer Art in Österreich. v.l.n.r.: Siegfried Gasser, Maria Gasser, Rudolf Kirchschläger, Erwin Wiederin

  • „Beim Bau wurden hauptsächlich organische Baustoffe wie Ziegelwände und Holzdecken verbaut. Die Farbgebung – gelb und blau – verleiht dem Gebäude ein freundliches Erscheinungsbild“, so Siegfried Gasser im Jahr 1985.

    „Beim Bau wurden hauptsächlich organische Baustoffe wie Ziegelwände und Holzdecken verbaut. Die Farbgebung – gelb und blau – verleiht dem Gebäude ein freundliches Erscheinungsbild“, so Siegfried Gasser im Jahr 1985.

  • Zum Zeitpunkt der Eröffnung protestierten die Anrainer der Zufahrtsstraße von der B190 zum Katastrophenzentrum dagegen, dass das Gebäude eröffnet wurde, bevor die L152, die Verbindungstraße von der Autobahnabfahrt Rankweil nach Brederis in Angriff genommen wurde.

    Zum Zeitpunkt der Eröffnung protestierten die Anrainer der Zufahrtsstraße von der B190 zum Katastrophenzentrum dagegen, dass das Gebäude eröffnet wurde, bevor die L152, die Verbindungstraße von der Autobahnabfahrt Rankweil nach Brederis in Angriff genommen wurde.

Ausflugstourismus

Der Sonntagsausflug ins Grüne


Veröffentlicht am 26.04.2018 von Simone Drechsel.


Ob Wanderungen, Spaziergänge, Verwandschaftsbesuche, Autoausfahrten oder gar eine Schifffahrt auf dem Bodensee: für viele Vorarlberger Familien gehörte es, oder gehört es noch heute zum guten Ton, am Sonntag mit der Familie etwas zu unternehmen. Stand nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem die Existenzsicherung im Vordergrund, änderte sich dies ab den 1950er Jahren. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erhöhte sich auch bei vielen Familien der „Freizeit-Etat“ und der Ausflug mit dem eigenen Auto konnte dann und wann mit einem Kaffeehaus- und Gasthausbesuch gekrönt werden. Wer kann sich nicht an solche Ausflüge erinnern?

  • Autofahrt in den Bregenzerwald 1939, im Hintergrund der Kirchturm von Schwarzenberg

    Autofahrt in den Bregenzerwald 1939, im Hintergrund der Kirchturm von Schwarzenberg

  • Vom Hafen Bregenz legen noch heute die Ausflugsschiffe ab

    Vom Hafen Bregenz legen noch heute die Ausflugsschiffe ab

  • Wandern in der Dornbirner Rappenlochschlucht

    Wandern in der Dornbirner Rappenlochschlucht

  • Der Pfänder, ein beliebtes Ausflugsziel. Seit 1927 ist der Pfänder mit einer der ältesten Seilschwebebahnen Österreichs erreichbar.

    Der Pfänder, ein beliebtes Ausflugsziel. Seit 1927 ist der Pfänder mit einer der ältesten Seilschwebebahnen Österreichs erreichbar.

  • Die Karrenseilbahn wurde erst 1956 eröffnet und dann 1996 einer grundlegenden Modernisierung unterzogen.

    Die Karrenseilbahn wurde erst 1956 eröffnet und dann 1996 einer grundlegenden Modernisierung unterzogen.

Der Dornbirner Marktplatz im Wandel der Zeiten


Veröffentlicht am 13.03.2018 von Simone Drechsel.


Der Marktplatz, dominiert von der Stadtpfarrkirche St. Martin, ist geprägt von Gasthäusern und Geschäften in teilweise alten Gebäuden sowie den zahlreichen Märkten und Veranstaltungen. Wer den Platz nur so kennt, kann sich fast nicht vorstellen, dass jahrzehntelang die Hauptstraße hier durchführte. In früheren Zeiten waren hier Pferdefuhrwerke, die Elektrische Bahn und Fußgänger unterwegs und ab den 1950er Jahren nahm der Autoverkehr immer mehr zu. Eine Wiederbelebung des Platzes konnte nur durch den Bau der Stadtstraße und der damit verbundenen Verlagerung des Verkehrs gelingen. Seitdem ist der Marktplatz wieder das, was er früher schon war: der Treffpunkt in Dornbirn.

  • Die jetzige Stadtpfarrkirche St. Martin wurde 1839/40 von Staatsbaumeister Martin Ritter von Kink errichtet.

    Die jetzige Stadtpfarrkirche St. Martin wurde 1839/40 von Staatsbaumeister Martin Ritter von Kink errichtet.

  • Die Trasse der Elektrischen Bahn Dornbirn-Lustenau führte zwischen 1902 und 1938 auch über den Marktplatz. Hier in der Marktstraße.

    Die Trasse der Elektrischen Bahn Dornbirn-Lustenau führte zwischen 1902 und 1938 auch über den Marktplatz. Hier in der Marktstraße.

  • Das Rote Haus ist das Wahrzeichen von Dornbirn. Michael Danner und seine Frau Verena errichteten 1639 das stattliche Haus, in dem auch oft die Gemeindepolitik verhandelt wurde.

    Das Rote Haus ist das Wahrzeichen von Dornbirn. Michael Danner und seine Frau Verena errichteten 1639 das stattliche Haus, in dem auch oft die Gemeindepolitik verhandelt wurde.

  • Der Marktplatz in Richtung Dornbirner Sparkasse.

    Der Marktplatz in Richtung Dornbirner Sparkasse.

  • Das Geschäftshaus Johann Luger wurde 1901/02 vom Architekten Hanns Kornberger umgebaut. Aus dem Gasthof „Sonne” wurde ein Konfektionsgeschäft für Damen. Am 22.2.1987 brannte das Gebäude innen komplett aus.

    Das Geschäftshaus Johann Luger wurde 1901/02 vom Architekten Hanns Kornberger umgebaut. Aus dem Gasthof „Sonne” wurde ein Konfektionsgeschäft für Damen. Am 22.2.1987 brannte das Gebäude innen komplett aus.

  • Jahrelang war ein Polizist für die Regelung des Verkehrs auf dem Marktplatz zuständig.

    Jahrelang war ein Polizist für die Regelung des Verkehrs auf dem Marktplatz zuständig.

1799

Die Schlacht bei Feldkirch


Veröffentlicht am 06.03.2018 von Simone Drechsel.


Als General Andre Masséna mit 17.000 Soldaten von der Schweiz und Liechtenstein kommend anrückte, hatte der Kommandant von Feldkirch, General Franz von Jellachich, gerade einmal 4.000 Landesverteidiger zur Verfügung. Da die Stadt trotzdem nicht zu Verhandlungen bereit war, begannen am 6. März 1799 in Tisis-Gallmist die Sturmangriffe der Franzosen. Am 22./23. März 1799 gelang es den Landesverteidigern, die Franzosen am Margarethen- und Veitskapf vernichtend zu schlagen. Doch das Kriegsglück wandte sich und Feldkirch kapitulierte am 14. Juli 1800, nachdem Bregenz kurz zuvor von den Franzosen besetzt worden war.

  • Franz Anton Schneider (1777-1820) unterbrach sein Studium in Innsbruck, um sich 1796 und 1799 an den Franzosenkriegen zu beteiligen. Anton-Schneider-Denkmal in der Seestraße in Bregenz.

    Franz Anton Schneider (1777-1820) unterbrach sein Studium in Innsbruck, um sich 1796 und 1799 an den Franzosenkriegen zu beteiligen. Anton-Schneider-Denkmal in der Seestraße in Bregenz.

  • Der Lehrer Josef Sigmund Nachbaur (1759-1813) kommandierte die Rankweiler Schützen in den Franzosenkriegen. Das Denkmal in Rankweil wurde 1910 eingeweiht.

    Der Lehrer Josef Sigmund Nachbaur (1759-1813) kommandierte die Rankweiler Schützen in den Franzosenkriegen. Das Denkmal in Rankweil wurde 1910 eingeweiht.

  • Der Gastwirt Bernhard Riedmiller (1757-1832) war in den Jahren 1796 bis 1799 Hauptmann der Schützenkompagnie Bludenz. 1905 wurde der Brunnen in Bludenz eingeweiht.

    Der Gastwirt Bernhard Riedmiller (1757-1832) war in den Jahren 1796 bis 1799 Hauptmann der Schützenkompagnie Bludenz. 1905 wurde der Brunnen in Bludenz eingeweiht.

  • Johann Josef Batlogg (1751-1800) organisierte 1799 die Verteidigung der Montafoner Pässe gegen die Franzosen. Denkmal 1906/07 in Schruns errichtet.

    Johann Josef Batlogg (1751-1800) organisierte 1799 die Verteidigung der Montafoner Pässe gegen die Franzosen. Denkmal 1906/07 in Schruns errichtet.

  • Zwar nicht bei der Schlacht bei Feldkirch, aber bei der Verteidigung der Heimat gegen die Franzosen fiel der deutsche Dichter Theodor Körner (1791-1813). Körnerstein auf dem Zanzenberg in Dornbirn.

    Zwar nicht bei der Schlacht bei Feldkirch, aber bei der Verteidigung der Heimat gegen die Franzosen fiel der deutsche Dichter Theodor Körner (1791-1813). Körnerstein auf dem Zanzenberg in Dornbirn.

Die Landesirrenanstalt Valduna

Landeskrankenhaus Rankweil


Veröffentlicht am 24.02.2018 von Thomas Feurstein.


Es war ein langer Weg vom Klarissinenkloster über die Wohltätigkeitsanstalt und Landesirrenanstalt, über die Landes-Heil- und Pflegeanstalt, das Landesnervenkrankenhaus, bis hin zum Landeskrankenhaus Rankweil mit seinen neurologischen, psychiatrischen und onkologischen Abteilungen. Die dunkelste Zeit erlebte die Valduna zwischen 1938 bis 1945, als der langjährige Leiter Direktor Pfarrer Müller ersetzt wurde und die Nationalsozialisten Einzug hielten. Von hier wurden dann 1941 330 Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung als nicht „nützlich“ eingestuft wurden, in den Tod geschickt. Von der Valduna aus kamen sie nach Hall in Tirol oder direkt nach Hartheim bei Linz, wo sie vergast oder verbrannt wurden.

  • Im Jahr 1860 wurde im Gasthof Hirschen in Dornbirn die Wohltätigkeitsanstalt Valduna formal gegründet. Zweck der Anstalt war es unter anderem „arbeitslose, sittlich verkommene Personen, die ihr übergeben wurden, in sittlich arbeitssame Menschen umzuschaffen. Die Anstalt nahm ihren Betrieb im November 1862 auf.

    Im Jahr 1860 wurde im Gasthof Hirschen in Dornbirn die Wohltätigkeitsanstalt Valduna formal gegründet. Zweck der Anstalt war es unter anderem „arbeitslose, sittlich verkommene Personen, die ihr übergeben wurden, in sittlich arbeitssame Menschen umzuschaffen. Die Anstalt nahm ihren Betrieb im November 1862 auf.

  • Neben der Wohltätigkeitsanstalt wurde 1870 auch die Landesirrenanstalt auf dem Valduna-Areal eingerichtet. Das war notwendig geworden, da seit 1864 nicht mehr der Staat für die Versorgung der „Geisteskranken“ zuständig war, sondern nun eben die Länder.

    Neben der Wohltätigkeitsanstalt wurde 1870 auch die Landesirrenanstalt auf dem Valduna-Areal eingerichtet. Das war notwendig geworden, da seit 1864 nicht mehr der Staat für die Versorgung der „Geisteskranken“ zuständig war, sondern nun eben die Länder.

  • 1967 besagte eine Studie, dass die alte Bausubstanz abgebrochen werden sollte, da Lifte fehlten und die Stationen dauernd überbelegt waren. Raum für eine Psychiatrie mit 194 Betten, und eine Neurologie mit ca. 35 Betten sei bis 1985 anzustreben. Die erste Bauetappe konnte am 6. Juli 1974 abgeschlossen werden.

    1967 besagte eine Studie, dass die alte Bausubstanz abgebrochen werden sollte, da Lifte fehlten und die Stationen dauernd überbelegt waren. Raum für eine Psychiatrie mit 194 Betten, und eine Neurologie mit ca. 35 Betten sei bis 1985 anzustreben. Die erste Bauetappe konnte am 6. Juli 1974 abgeschlossen werden.

  • In der nächsten Bauetappe sollte auf dem Areal der ehemaligen Wohltätigkeitsanstalt ein Neubau entstehen. Dazu musste der „Türmlebau“ mit seiner unverwechselbaren Architektur abgerissen werden. Am 1.10.1975 konnte dann mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden, nachdem zur Gründung fast 140 bis zu 16 Meter tiefe Bohrpfähle aus Stahlbeton gesetzt werden mussten.

    In der nächsten Bauetappe sollte auf dem Areal der ehemaligen Wohltätigkeitsanstalt ein Neubau entstehen. Dazu musste der „Türmlebau“ mit seiner unverwechselbaren Architektur abgerissen werden. Am 1.10.1975 konnte dann mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden, nachdem zur Gründung fast 140 bis zu 16 Meter tiefe Bohrpfähle aus Stahlbeton gesetzt werden mussten.

  • Univ. Prof. DDr. hc., Gerhard Stricker-Barolin (1929-2010) leitete ab 1973 22 Jahre lang als Vorstand die neurologische Abteilung in der Valduna. Seine Forschungsschwerpunkte waren Migräne, epileptische Erkrankungen sowie Grenzgebiete zwischen Neurologie und Psychiatrie.

    Univ. Prof. DDr. hc., Gerhard Stricker-Barolin (1929-2010) leitete ab 1973 22 Jahre lang als Vorstand die neurologische Abteilung in der Valduna. Seine Forschungsschwerpunkte waren Migräne, epileptische Erkrankungen sowie Grenzgebiete zwischen Neurologie und Psychiatrie.

WM-Bronze für Herbert Nigsch

Großer Empfang für Nigsch, Danner und Trainer Postai in Klaus


Veröffentlicht am 20.02.2018 von Harald Eberle.


Am 24. Juli 1979 wurden bei herrlicher Witterung die beiden Teilnehmer der Juniorenweltmeisterschaft im Ringen empfangen. Herbert Nigsch holte sich unter Anleitung seines Trainers Helmut Postai im schwedischen Haparanda WM-Bronze. Der Götzner Peter Danner erreichte in seiner Klasse Rang sieben. Viel Prominenz aus Sport, Politik und Wirtschaft sowie viele interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten zur Feier zu Ehren des Bronzemedaillengewinners von KSK-Klaus Obmann Martin Längle begrüßt werden. In ihren Ansprachen sicherten Landeshauptmann Keßler, Sportverbandspräsident Schmiedler sowie Bürgermeister Summer dem Verein zukünftig die größtmögliche Unterstützung zu.

  • Landeshauptmann Herbert Keßler(rechts) gratuliert Trainer Helmut Postai(links) und Herbert Nigsch (mitte).

    Landeshauptmann Herbert Keßler(rechts) gratuliert Trainer Helmut Postai(links) und Herbert Nigsch (mitte).

  • Der von der Bürgermusik umrahmte Empfang entwickelte sich zu einem kleinen Volksfest.

    Der von der Bürgermusik umrahmte Empfang entwickelte sich zu einem kleinen Volksfest.

  • KSK-Klaus Obmann Martin Längle im Interview mit dem Herbert Nigsch.

    KSK-Klaus Obmann Martin Längle im Interview mit dem Herbert Nigsch.

  • v.l.n.r.: Helmut Muther, Peter Danner, Herbert Nigsch, Walter Matt, Günter Busarello

    v.l.n.r.: Helmut Muther, Peter Danner, Herbert Nigsch, Walter Matt, Günter Busarello

  • Nigsch trat im Alter von 18 Jahren im griechisch-römischen Stil bei der Junioren-WM an.

    Nigsch trat im Alter von 18 Jahren im griechisch-römischen Stil bei der Junioren-WM an.

  • Am 07. Oktober 1980 wurde Helmut Postai das Sportehrenzeichen des Landes Vorarlberg verliehen. In seiner aktiven Zeit wurde er 16-mal Vorarlberger Meister, einmal Tirol-Vorarlberger Meister sowie dreifacher Österreichischer Meister.

    Am 07. Oktober 1980 wurde Helmut Postai das Sportehrenzeichen des Landes Vorarlberg verliehen. In seiner aktiven Zeit wurde er 16-mal Vorarlberger Meister, einmal Tirol-Vorarlberger Meister sowie dreifacher Österreichischer Meister.

Sauberes Wasser für Vorarlberg

ARA - Abwasserreinigungsanlagen


Veröffentlicht am 19.02.2018 von Thomas Feurstein.


Seit den 60er Jahren wurden in Vorarlberg große Anstrengungen unternommen, die entstehenden Abwässer gereinigt in die Natur zurückzuführen. Letzter Impuls war das massive Algenwachstum im Bodensee, das durch die hohe Phosphatbelastung ausgelöst worden war. Die Gemeinden bauten die Kanalnetze aus und errichteten Klärnanlagen, die zusätzlich zu mechanischen nun auch eine biologische Reinigung garantierten. Meist schlossen sich Gemeinden zu Abwasserverbänden zusammen. Höchste Dringlichkeit wurde auf die Rheintalgemeinden gelegt, da der stark verschmutzte Bodensee höchste Eile gebot. 1984 waren immerhin schon 30 Anlagen fertig gestellt, 4 Anlagen in Bau und sieben weitere in Planung.

  • Zum mechanischen Teil der Kläranlage Dornbirn wurde am 30. Juni 1984 auch die biologische und chemische Reinigungsstufe in Betrieb genommen. 1978 fiel die Entscheidung, dass Dornbirn und Schwarzach einen Abwasserband gründen wollen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 374 Mio. Schilling

    Zum mechanischen Teil der Kläranlage Dornbirn wurde am 30. Juni 1984 auch die biologische und chemische Reinigungsstufe in Betrieb genommen. 1978 fiel die Entscheidung, dass Dornbirn und Schwarzach einen Abwasserband gründen wollen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 374 Mio. Schilling

  • Bereits 1964 hatten die Gemeinden Hohenems, Götzis und Altach ein gemeinsames Abwasserreinigungssystem ins Auge gefasst. 1971 traten dem Verband auch die Gemeinden Koblach und Mäder bei.

    Bereits 1964 hatten die Gemeinden Hohenems, Götzis und Altach ein gemeinsames Abwasserreinigungssystem ins Auge gefasst. 1971 traten dem Verband auch die Gemeinden Koblach und Mäder bei.

  • Schon 1962 wurde in Bregenz ein Ingenieursbüro mit der Planung einer zentralen Abwasserreinigungsanlage beauftragt und der Standort in Neu-Amerika fixiert. 1968 erfolgte die Eröffnung der neuen Anlage.

    Schon 1962 wurde in Bregenz ein Ingenieursbüro mit der Planung einer zentralen Abwasserreinigungsanlage beauftragt und der Standort in Neu-Amerika fixiert. 1968 erfolgte die Eröffnung der neuen Anlage.

  • Für die Bemessung der neuen Kanalisation wurde der Wasserverbrauch der Bevölkerung herangezogen. Dieser hatte sich in Bregenz von 1947: 135 Liter pro Einwohner und Tag auf 250 Liter im Jahr 1967 erhöht.

    Für die Bemessung der neuen Kanalisation wurde der Wasserverbrauch der Bevölkerung herangezogen. Dieser hatte sich in Bregenz von 1947: 135 Liter pro Einwohner und Tag auf 250 Liter im Jahr 1967 erhöht.

  • Hier wird seit 1985 das Abwasser von acht Montafoner Gemeinden gereinigt. Die Anlage ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt, da die entstehenden Gase in Blockkraftwerken zu Strom und Wärme verarbeitet werden.

    Hier wird seit 1985 das Abwasser von acht Montafoner Gemeinden gereinigt. Die Anlage ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt, da die entstehenden Gase in Blockkraftwerken zu Strom und Wärme verarbeitet werden.

Freie Fahrt im Bregenzerwald

Straßenbau im Bregenzerwald


Veröffentlicht am 13.02.2018 von Thomas Feurstein.


Gottfried Feurstein beklagte 1979, dass in den 50er und 60er Jahren die Verkehrsinfrastruktur des Bregenzerwaldes lange vernachlässigt worden sei. 1970 wurde dann ein Ausbauprogramm beschlossen, das für die folgenden zehn Jahre insgesamt 27 Baumaßnahmen vorsah. Das erklärte Ziel war es den Bregenzerwald als Lebensraum zu erhalten, indem Verkehrsverbindungen geschaffen werden, die ohne große Zeitverluste die Arbeitsplätze im Rheintal und im benachbarten Ausland erreichbar machen. In den 70er Jahren wurden dafür jedes Jahr ca. 50 Millionen Schilling investiert. Mit diesen Maßnahmen konnte die Abwanderung zu einem großen Teil gestoppt werden.

  • Die B 200 (heute L 200) im Bereich Egg/Tuppen stellte die Straßenbauer vor besondere Herausforderungen. Fünf langgezogene Kurven mussten die 20 engen Kurven der alten Straße ersetzen. Der labile Untergrund sorgte bei den Brückenbauten für erhebliche Kostenüberschreitungen.

    Die B 200 (heute L 200) im Bereich Egg/Tuppen stellte die Straßenbauer vor besondere Herausforderungen. Fünf langgezogene Kurven mussten die 20 engen Kurven der alten Straße ersetzen. Der labile Untergrund sorgte bei den Brückenbauten für erhebliche Kostenüberschreitungen.

  • Die L 26 von Egg nach Schwarzenberg überquert mit einer neuen 152 Meter langen Brücke den Eselmühlbach. Oberhalb der neuen Trasse thront die St. Anna Kapelle, die bereits 1689 vom Hirschenwirt Alois Braun und seiner Frau Anna Hiller gestiftet wurde.

    Die L 26 von Egg nach Schwarzenberg überquert mit einer neuen 152 Meter langen Brücke den Eselmühlbach. Oberhalb der neuen Trasse thront die St. Anna Kapelle, die bereits 1689 vom Hirschenwirt Alois Braun und seiner Frau Anna Hiller gestiftet wurde.

  • Der Ausbau der Bödelestraße dauerte insgesamt von 1954 bis 1987. Während die Schwarzenberger Seite bereits 1968 befahrbar war, verzögerten mühsame Grundablösen den Bau auf der Dornbirner Seite.

    Der Ausbau der Bödelestraße dauerte insgesamt von 1954 bis 1987. Während die Schwarzenberger Seite bereits 1968 befahrbar war, verzögerten mühsame Grundablösen den Bau auf der Dornbirner Seite.

  • An der B 200 bei Andelsbuch/Sporenegg überquert die neue Sporenbrücke die Bregenzerache. Die alte Brücke (links im Bild) hatte immer wieder zu Verkehrsbehinderungen geführt, da sie für Busse und LKW nur schwer passierbar war.

    An der B 200 bei Andelsbuch/Sporenegg überquert die neue Sporenbrücke die Bregenzerache. Die alte Brücke (links im Bild) hatte immer wieder zu Verkehrsbehinderungen geführt, da sie für Busse und LKW nur schwer passierbar war.

  • Ein tödliches Lawinenunglück 1971 unterstrich die Notwendigkeit, die Strecke zwischen Warth und dem Hochtannbergpass mit einer ganzen Reihe von Galerien auch wintersicher zu machen.

    Ein tödliches Lawinenunglück 1971 unterstrich die Notwendigkeit, die Strecke zwischen Warth und dem Hochtannbergpass mit einer ganzen Reihe von Galerien auch wintersicher zu machen.

Das Gallusstift

Der heutige Sitz der Landesbibliothek


Veröffentlicht am 07.02.2018 von Thomas Feurstein.


Das Schlösschen Babenwohl, heute Verwaltungstrakt der Landesbibliothek, reicht in seinen Grundmauern bis ins 14. Jahrhundert zurück. 1854 kaufte Baron Ernst von Poellnitz, der Gründer der evangelischen Gemeinde in Bregenz, das Gebäude und baute es grundlegend um. 1906 kaufte ein Schweizer Benediktinerorden das Areal, worauf eine rege Bautätigkeit begann. In den folgenden Jahren entstanden das Konventsgebäude, die Bibliothek sowie die Stiftskirche. Nach der Vertreibung der Mönche 1941 war das Gebäude kurz landwirtschaftliche Schule, bis dann bald nach Kriegsende das Mädchengymnasium von Bregenz hier eine Heimat fand. Erst 1986 wurde das Gallusstift zum Sitz der Landesbibliothek.

  • Schlösschen Babenwohl ist auch Schauplatz eines Romans von Grete Gulbrannson. (Geliebte Schatten). Die Enkelin des Barons beschreibt dabei die Liebesgeschichte ihrer Mutter Wanda, die sich nach dem Tod ihres Mannes in den Bludenzer Maler Jakob Jehly verliebte.

    Schlösschen Babenwohl ist auch Schauplatz eines Romans von Grete Gulbrannson. (Geliebte Schatten). Die Enkelin des Barons beschreibt dabei die Liebesgeschichte ihrer Mutter Wanda, die sich nach dem Tod ihres Mannes in den Bludenzer Maler Jakob Jehly verliebte.

  • Wo sich heute die Katalogisierungsabteilung der Bibliothek befindet, hatte sich die Familie Poellnitz wohnlich eingerichtet. In seinem Tagebuch beschreibt der Baron das Leben auf Babenwohl.

    Wo sich heute die Katalogisierungsabteilung der Bibliothek befindet, hatte sich die Familie Poellnitz wohnlich eingerichtet. In seinem Tagebuch beschreibt der Baron das Leben auf Babenwohl.

  • Bereits 1907 ließ Abt August nach den Plänen von Architekt August Gais aus Freiburg einen stattlichen Klosterbau errichten, der 1940 immerhin fast 70 Bewohnern Platz bot.

    Bereits 1907 ließ Abt August nach den Plänen von Architekt August Gais aus Freiburg einen stattlichen Klosterbau errichten, der 1940 immerhin fast 70 Bewohnern Platz bot.

  • Blick von der damals noch ungeteerten Langenerstraße auf das Gallusstift. Zwischen 1914 und 1916 war als letzte Bauetappe die Stiftskirche, heute Kuppelsaal der Landesbibliothek, entstanden. Der Schweizer Architekt Adolf Gaudy (1872-1956) plante den Bau, der Anklänge an Barock und Jugendstil zeigt.

    Blick von der damals noch ungeteerten Langenerstraße auf das Gallusstift. Zwischen 1914 und 1916 war als letzte Bauetappe die Stiftskirche, heute Kuppelsaal der Landesbibliothek, entstanden. Der Schweizer Architekt Adolf Gaudy (1872-1956) plante den Bau, der Anklänge an Barock und Jugendstil zeigt.

  • Zwischen 1946 und 1982 war das Gallusstift Standort für das Bregenzer Mädchengymnasium. Der Neubau in der Blumenstraße und die Umbauten in der Gallusstraße führten zur Schließung des Standorts am Gallusstift. Nach umfangreichen Umbauten konnte 1986 die Landesbibliothek in das Gebäude einziehen.

    Zwischen 1946 und 1982 war das Gallusstift Standort für das Bregenzer Mädchengymnasium. Der Neubau in der Blumenstraße und die Umbauten in der Gallusstraße führten zur Schließung des Standorts am Gallusstift. Nach umfangreichen Umbauten konnte 1986 die Landesbibliothek in das Gebäude einziehen.

Marienberg

Der schönste Platz von Bregenz


Veröffentlicht am 07.02.2018 von Thomas Feurstein.


Als 1875 der polnische Graf Raczynski mit seiner Gemahlin auf einer seiner ausgedehnten Reisen auch Bregenz besuchte, war er vom Ausblick auf die Stadt und den Bodensee derart entzückt, dass er bald darauf zwei Bauernhöfe oberhalb von Bregenz kaufte. Er ließ dort eine Schlossvilla erbauen und schenkte diese seiner Frau zum Geburtstag. Sie lebten dann 21 Jahre in Bregenz, bis 1898 die Gräfin und kurz danach auch der Graf verstarb. Ein Neffe hatte keine Verwendung mehr für das Anwesen und verkaufte das Areal 1904 an einen Dominikanerinnenorden, der ursprünglich aus Adelshausen bei Freiburg stammte. Die bald gegründete Klosterschule hat ihre Tradition bis heute bewahrt.

  • Gleich neben dem Haupteingang ließ der Graf eine bescheidene Hauskapelle errichten. In der Decke über dem Altarraum gibt ein kleines Fenster den Blick frei auf einen filigranen Glockenturm.

    Gleich neben dem Haupteingang ließ der Graf eine bescheidene Hauskapelle errichten. In der Decke über dem Altarraum gibt ein kleines Fenster den Blick frei auf einen filigranen Glockenturm.

  • Die Dominikanerinnen mussten 1867 Adelshausen verlassen, kamen über Überlingen 1878 nach Lauterach. 1904 ersteigerten die Schwestern um damals knapp 300.000 Kronen das Gut. Zahlreiche Um- und Ausbauten machten dann aus dem Adelssitz ein Kloster und eine Schule.

    Die Dominikanerinnen mussten 1867 Adelshausen verlassen, kamen über Überlingen 1878 nach Lauterach. 1904 ersteigerten die Schwestern um damals knapp 300.000 Kronen das Gut. Zahlreiche Um- und Ausbauten machten dann aus dem Adelssitz ein Kloster und eine Schule.

  • Der Garten glich, und gleicht auch heute noch, in seiner Dreiteilung italienischen Gärten: die Umgebung der Villa mit der geometrischen Gestaltung, die anschließenden Wiesenräume und der anschließenden ländlichen Gegend mit ursprünglich Stallungen, heute Gemüsefeldern.

    Der Garten glich, und gleicht auch heute noch, in seiner Dreiteilung italienischen Gärten: die Umgebung der Villa mit der geometrischen Gestaltung, die anschließenden Wiesenräume und der anschließenden ländlichen Gegend mit ursprünglich Stallungen, heute Gemüsefeldern.

  • Nachdem die Schule und das Pensionat 1938 verstaatlicht wurden, blühte die Schule nach 1945 wieder auf. Am Höhepunkt bot das Internat 120 Mädchen Wohnung.

    Nachdem die Schule und das Pensionat 1938 verstaatlicht wurden, blühte die Schule nach 1945 wieder auf. Am Höhepunkt bot das Internat 120 Mädchen Wohnung.

  • 1974/75 wurde die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe mit einer fünfjährigen Ausbildung gegründet. Etlichen Zubauten folgte dann erst 2016 die vorerst letzte Bauetappe, mit der die Schule weiter modernisiert werden konnte.

    1974/75 wurde die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe mit einer fünfjährigen Ausbildung gegründet. Etlichen Zubauten folgte dann erst 2016 die vorerst letzte Bauetappe, mit der die Schule weiter modernisiert werden konnte.

Die Kanisfluh

Ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv zwischen Mellau und Au


Veröffentlicht am 06.02.2018 von Harald Eberle.


Die Kanisfluh zählt zu den schönsten und bekanntesten Aussichtsbergen im Bregenzerwald. Mit einem fantastischen Rundumblick und einem atemberaubenden Bergpanorama zieht sie viele Wanderer in ihren Bann. Ein besonderes Erlebnis ist eine Sonnenaufgangswanderung von der Alpe Öberle in Au, vorbei an der Edelweißhütte entlang eines schmalen Bergwanderpfades zur Alpe Obere und anschließend zum Hauptgipfel Holenke auf 2044 Metern über Adria. Viele Wanderer berichten von dem unbeschreiblichen Gefühl, auf einem Berggipfel zu stehen, wenn die Sonne blutrot hinter dem Horizont hervorkommt und ein neuer Tag beginnt.

  • Die Alpe Öberle in Au wurde um 1920 schon als Sommerkurort genutzt.

    Die Alpe Öberle in Au wurde um 1920 schon als Sommerkurort genutzt.

  • Das ehemalige Gebäude des Gasthof Edelweiss wurde 1954 von einer Lawine zerstört und nur unweit des damaligen Standorts wieder aufgebaut.

    Das ehemalige Gebäude des Gasthof Edelweiss wurde 1954 von einer Lawine zerstört und nur unweit des damaligen Standorts wieder aufgebaut.

  • Die Alpe Obere im Jahr 1907. In der Mitte des Bildes Senn Josef Kaufmann.

    Die Alpe Obere im Jahr 1907. In der Mitte des Bildes Senn Josef Kaufmann.

  • Dieses Bild von Au-Rehmen gegen Kanisfluh entstand im Jahr 1978.

    Dieses Bild von Au-Rehmen gegen Kanisfluh entstand im Jahr 1978.

  • Das Bergmassiv ist Namensgeber für das Berghaus Kanisfluh oberhalb von Schnepfau. Foto: 1963.

    Das Bergmassiv ist Namensgeber für das Berghaus Kanisfluh oberhalb von Schnepfau. Foto: 1963.

  • Bei klarem Wetter reicht die Sicht von der Kanisfluh bis zum Bodensee.

    Bei klarem Wetter reicht die Sicht von der Kanisfluh bis zum Bodensee.

Denkmäler

Stumme Zeugen der Vergangenheit


Veröffentlicht am 24.01.2018 von Simone Drechsel.


Sie prägen unser Landschaftsbild. Wir gehen oder fahren an ihnen vorbei und nehmen sie doch nur in den seltensten Fällen wirklich war. Und nur die wenigsten wissen, wer die abgebildeten Personen sind und was sie getan oder geleistet haben. Die so Geehrten können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, wie zum Beispiel Julius Lott, der Baudirektor beim Bau der Arlbergbahn, oder Pfarrer Elias Brügel, der zusammen mit 250 Pfarrkindern an der Pest verstarb. In den meisten Fällen werden so jedoch verdienstvolle Politiker honoriert. Gemeinsam ist allen Denkmälern, dass sie einen Teil der Vorarlberger Landesgeschichte widerspiegeln.

  • Arzt und Langzeitbürgermeister von Dornbirn, Johann Georg Waibel (1828-1908). 1910 stiftete die Stadt Dornbirn das Denkmal.

    Arzt und Langzeitbürgermeister von Dornbirn, Johann Georg Waibel (1828-1908). 1910 stiftete die Stadt Dornbirn das Denkmal.

  • Der Landwirt und Politiker Jodok Fink (1853-1929) war Vizekanzler unter Karl Renner, engagierte sich aber in der Gemeinde- und Landespolitik. Das Denkmal des Bildhauers Emil Gehrer steht seit 1957 in der Nähe des Bregenzer Bahnhofs.

    Der Landwirt und Politiker Jodok Fink (1853-1929) war Vizekanzler unter Karl Renner, engagierte sich aber in der Gemeinde- und Landespolitik. Das Denkmal des Bildhauers Emil Gehrer steht seit 1957 in der Nähe des Bregenzer Bahnhofs.

  • Bundeskanzler Engelbert Dollfuß (1892-1934) wurde beim Juliputsch der österreichischen Nationalsozialisten 1934 im Bundeskanzleramt erschossen. Denkmal von Franz Plunder.

    Bundeskanzler Engelbert Dollfuß (1892-1934) wurde beim Juliputsch der österreichischen Nationalsozialisten 1934 im Bundeskanzleramt erschossen. Denkmal von Franz Plunder.

  • Der Baubeamte Julius Lott (1836-1883) erlebte die Fertigstellung der Arlbergbahn nicht mehr. 1884 wurde das Denkmal in St. Anton enthüllt.

    Der Baubeamte Julius Lott (1836-1883) erlebte die Fertigstellung der Arlbergbahn nicht mehr. 1884 wurde das Denkmal in St. Anton enthüllt.

  • Der Egger Pfarrer Elias Brügel brachte die Pestkranken an einen Ort außerhalb der Gemeinschaft. So sollten weitere Ansteckungen verhindert werden. 1928 wurde der Gedenkstein errichtet.

    Der Egger Pfarrer Elias Brügel brachte die Pestkranken an einen Ort außerhalb der Gemeinschaft. So sollten weitere Ansteckungen verhindert werden. 1928 wurde der Gedenkstein errichtet.

Der Dornbirner Bahnhof

Ein Gebäude mit Geschichte


Veröffentlicht am 19.01.2018 von Simone Drechsel.


Das erste Bahnhofsgebäude wurde im Zuge der Eröffnung der Vorarlberg Bahn 1872 errichtet und machte auf einen der für die Probefahrt von Bregenz nach Bludenz geladenen Gäste besonderen Eindruck. „Besonders aber that sich der Dornbirner Bahnhof hervor […] Das mit Girlanden und Blumen reich verzierte Gebäude glich eher einem geschmackvoll ausgestatteten Blumensaal.“ Wenige Jahre später wurde das Gebäude aufgestockt und der Bahnhof erhielt Zubauten für den Güterverkehr. Im Jahr 1955 wurde der Bahnhof erstmals generalsaniert und „messetauglich“ gemacht. Die letzte Veränderung erfuhr der Bahnhof im Vorfeld der Weltgymnaestrada 2007.

  • Bahnhof im Jahr 1975

    Bahnhof im Jahr 1975

  • Von 1902 bis 1938 verkehrte die Elektrische Bahn zwischen Dornbirn und Lustenau. Hier auf dem Bahnhofsvorplatz.

    Von 1902 bis 1938 verkehrte die Elektrische Bahn zwischen Dornbirn und Lustenau. Hier auf dem Bahnhofsvorplatz.

  • 1904 war das Aufnahmsgebäude bereits zweigeschossig. Bahnsteige gab es noch nicht.

    1904 war das Aufnahmsgebäude bereits zweigeschossig. Bahnsteige gab es noch nicht.

  • Lagerhallen für den Güterverkehr

    Lagerhallen für den Güterverkehr

  • Der Bahnhofsvorplatz in späteren Jahren.

    Der Bahnhofsvorplatz in späteren Jahren.

Diesen Winter trägt man

Skibekleidung im Wandel der Zeit


Veröffentlicht am 03.01.2018 von Simone Drechsel.


Als der Winter- und Skitourismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts langsam einsetzte, gab es noch keine spezielle Skibekleidung. Die Leute fuhren in ihrer normalen Alltagskleidung. So ab den 1920er Jahren trug „Mann” eine Wollfilzhose, Lodenjanker, Gamaschen und Lederschuhe. Dazu wurde ein Wollpullover getragen. Sehr zum Leidwesen der Moralwächter fuhren nun auch vermehrt Frauen in Hosen Ski. In den 1930er Jahren wurde Skifahren zu einem Massensport und dementsprechend konnte nun auch Skibekleidung in Spezialgeschäften erworben werden. Ab den 1950er Jahren trugen modebewusste Skifahrer eine „Keilhose” und Strickpullover. In den 1970er Jahren trat die Nylon-Faser ihren Siegeszug an.

  • Die Skipioniere aus Zürs fuhren noch in ihrer Alltagskleidung Ski.

    Die Skipioniere aus Zürs fuhren noch in ihrer Alltagskleidung Ski.

  • Knickerbocker und Kurzjacke, die bevorzugte Kleidung in den 1930er Jahren.

    Knickerbocker und Kurzjacke, die bevorzugte Kleidung in den 1930er Jahren.

  • Skiläuferin, wahrscheinlich in den 1940er Jahren.

    Skiläuferin, wahrscheinlich in den 1940er Jahren.

  • Pistenwächter am Sonnenkopf 1976. Bunte und kräftige Farben dominieren die Wintermode der 1970er Jahren.

    Pistenwächter am Sonnenkopf 1976. Bunte und kräftige Farben dominieren die Wintermode der 1970er Jahren.

  • Soldaten und Zivilisten bei einer Skitour. Das Foto dürfte in den 1920er/1930er Jahren entstanden sein. Viele Männer lernten beim Heer das Skifahren.

    Soldaten und Zivilisten bei einer Skitour. Das Foto dürfte in den 1920er/1930er Jahren entstanden sein. Viele Männer lernten beim Heer das Skifahren.

  • Skischülerin mit Skilehrer. Lange Hosen und Kurzjacke, Keilhose und Pullover waren beliebte Kleidungsstücke der 1950er Jahre. Auch die Skischuhe wurden ab jetzt höher und boten so besseren Halt.

    Skischülerin mit Skilehrer. Lange Hosen und Kurzjacke, Keilhose und Pullover waren beliebte Kleidungsstücke der 1950er Jahre. Auch die Skischuhe wurden ab jetzt höher und boten so besseren Halt.

Funkelnde Weihnachtszeit

Die Geschichte der Weihnachtsbeleuchtung in Vorarlberg


Veröffentlicht am 21.12.2017 von Simone Drechsel.


1935 berichtete das Vorarlberger Volksblatt von einer vorweihnachtlichen Festbeleuchtung in Bregenz. Im darauffolgenden Jahr erstrahlten zum ersten Mal die Feldkircher Marktgasse und die Neustadt im Schein von 30 Lichterketten. Nach dem Krieg dürfte es die Stadt Bregenz gewesen sein, die wieder weihnachtliche Beleuchtungen in ihre Straßen hängte. In den Vorarlberger Nachrichten hieß es 1949: „Auch wir [Vorarlberger] hatten etwas Besonderes. Wir hatten die Weihnachtsbeleuchtung von Dornbirn und das arme, verlassene Tannenbäumchen auf dem Kornmarktplatz in Bregenz“. Die tägliche Einschaltung erfolgte mit dem ersten Adventsonntag und endete am Dreikönigstag. Auf Grund von Engpässen bei der Energie oder bei den Glühbirnen konnte die Zeitspanne auch mal variieren.

  • Ab 1950 hatte auch Feldkirch wieder eine Beleuchtung. Schlossgraben im Jahr 1956.

    Ab 1950 hatte auch Feldkirch wieder eine Beleuchtung. Schlossgraben im Jahr 1956.

  • 1935 wurde am „Kloasamarkt-Tag“ die Beleuchtung für die Kaiser-, Rathaus-, Kirch- und Kornmarktstraße eingeschalten. Rathausstraße im Jahr 1935.

    1935 wurde am „Kloasamarkt-Tag“ die Beleuchtung für die Kaiser-, Rathaus-, Kirch- und Kornmarktstraße eingeschalten. Rathausstraße im Jahr 1935.

  • Die Weihnachtsbeleuchtung am Dornbirner Marktplatz 1967/68 bestand aus Lichterketten mit ca. 5.000 Lampen, einem Weihnachtsstern und einem Weihnachtsbaum.

    Die Weihnachtsbeleuchtung am Dornbirner Marktplatz 1967/68 bestand aus Lichterketten mit ca. 5.000 Lampen, einem Weihnachtsstern und einem Weihnachtsbaum.

  • Weihnachtsbeleuchtung der Stadt Bludenz.

    Weihnachtsbeleuchtung der Stadt Bludenz.

  • Auch immer mehr Gemeinden begannen ihre zentralen Plätze und Straßen zu beleuchten. Alberschwende im Jahr 1965.

    Auch immer mehr Gemeinden begannen ihre zentralen Plätze und Straßen zu beleuchten. Alberschwende im Jahr 1965.

Sammlung Helmut Klapper

25.471 neue (alte) Fotos online


Veröffentlicht am 22.11.2017 von Simone Drechsel.


Der leidenschaftliche Fotograf Helmut Klapper hielt im Auftrag der Landesbildstelle Vorarlberg von 1972 bis 1994 politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Ereignisse fest. Die vor kurzem in „volare“ geladenen Fotos beinhalten die Jahre 1972 und 1981 bis 1987. Sie bilden ein breites Spektrum der Landesgeschichte ab, wie beispielsweise die Unterzeichnung des Syndikatsvertrages zur Errichtung des Arlberg-Straßentunnels 1972, die Beerdigung von Altlandeshauptmann Ulrich Ilg 1986 oder die feierliche Eröffnung der Vorarlberger Landesbibliothek, Aber auch Besonderheiten, wie die Reprographie eines Fotoalbums mit Vorarlberger Siedlern in Brasilien 1924/1925.

  • Porträtaufnahme von Helmut Klapper (1934-2007)

    Porträtaufnahme von Helmut Klapper (1934-2007)

  • Stillgelegte Obere Spinnerei der Firma Getzner in Nenzing

    Stillgelegte Obere Spinnerei der Firma Getzner in Nenzing

  • Beerdigung von Alt-Landeshauptmann Ulrich Ilg auf dem Friedhof Dornbirn Hatlerdorf am 15. Mai 1986

    Beerdigung von Alt-Landeshauptmann Ulrich Ilg auf dem Friedhof Dornbirn Hatlerdorf am 15. Mai 1986

  • Der Abt von Mariastein, Mauritius Fürst nahm in Anwesenheit von Direktor Eberhard Tiefenthaler die Weihe der Landesbibliothek vor

    Der Abt von Mariastein, Mauritius Fürst nahm in Anwesenheit von Direktor Eberhard Tiefenthaler die Weihe der Landesbibliothek vor

  • Die Aufnahmen von Vorarlberger Siedlern in Brasilien entstanden während einer Studienreise in den Jahren 1924/25

    Die Aufnahmen von Vorarlberger Siedlern in Brasilien entstanden während einer Studienreise in den Jahren 1924/25

  • Am 2.9.1972 unterzeichneten Eduard Wallnöfer, Hannes Androsch, Bruno Kreisky und Herbert Keßler den Syndikatsvertrag zur Errichtung des Arlbergstraßentunnels

    Am 2.9.1972 unterzeichneten Eduard Wallnöfer, Hannes Androsch, Bruno Kreisky und Herbert Keßler den Syndikatsvertrag zur Errichtung des Arlbergstraßentunnels

Dalaas - Ein Bahnhof in Gefahr

Der Weiße Tod am Bahnhof Dalaas


Veröffentlicht am 21.11.2017 von Thomas Feurstein.


Neben dem Großen Walsertal war im Jänner 1954 auch die Klostertaler Gemeinde Dalaas von der verheerenden Lawinenkatastrophe betroffen. Die Muttentobellawine erreichte mit ungeahnter Kraft den Bahnhof und tötete dort mehrere Wartende, aber auch Wilhelm Purtscher und seine Frau Klementine, die seit vielen Jahren dort wohnten. Keiner kannte die Lawinensituation besser als Purtscher, da er sich ein Leben lang als Bahnmeister mit der Sicherung der Arlbergbahn befasst hatte und zu diesem Thema auch zahlreiche Fotografien aufgenommen hatte. Die Aufnahmen zeigen auch, dass der Bahnhof Dalaas schon vor 1954 mehrmals von Lawinen erreicht wurde. Das Purtscher-Archiv, das von den ÖBB vor einigen Jahren der Landesbibliothek überlassen wurde, enthält über 1.000 Fotos, die sowohl das berufliche als auch das private Leben Purtschers dokumentieren.

  • Erweiterung des Aufnahmegebäudes im Bahnhof Dalaas (Westseite), vermutlich aufgenommen im Jahr 1924

    Erweiterung des Aufnahmegebäudes im Bahnhof Dalaas (Westseite), vermutlich aufgenommen im Jahr 1924

  • Wilhelm Purtscher mit Freunden auf der Fußgängerbrücke, die den Bahnhof in Dalaas überquerte

    Wilhelm Purtscher mit Freunden auf der Fußgängerbrücke, die den Bahnhof in Dalaas überquerte

  • Lehnenbahnmeister Wilhelm Purtscher beim Telefonieren

    Lehnenbahnmeister Wilhelm Purtscher beim Telefonieren

  • Die Geleise im Bahnhof Dalaas unmittelbar nach dem Abgang der Muttentobellawine am 7.3.1926, dabei wurden die Geleise verschüttet und zwei Güterwaggons aus den Geleisen gehoben

    Die Geleise im Bahnhof Dalaas unmittelbar nach dem Abgang der Muttentobellawine am 7.3.1926, dabei wurden die Geleise verschüttet und zwei Güterwaggons aus den Geleisen gehoben

  • Der Bahnhof nach dem Lawinenabgang am 7.3.1926, der Räumtrupp ist damit beschäftigt die Geleise wieder befahrbar zu machen

    Der Bahnhof nach dem Lawinenabgang am 7.3.1926, der Räumtrupp ist damit beschäftigt die Geleise wieder befahrbar zu machen

  • Eine Gruppe von Mädchen mit ihren Betreuerinnen auf dem Bahnhofsvorplatz in Dalaas

    Eine Gruppe von Mädchen mit ihren Betreuerinnen auf dem Bahnhofsvorplatz in Dalaas

Durchschlag Arlberg-Straßentunnel

Vorarlbergs Anbindung an Österreich ist perfekt


Veröffentlicht am 11.11.2017 von Harald Eberle.


Nicht nur für die beiden Gemeinden St. Anton und Langen am Arlberg war der 11.11.1977 ein Festtag. Denn der von Vera Kreisky gezündete Sprengschuss zum Durchschlag des Arlberg-Straßentunnels hatte eine Bedeutung weit über diese beiden Gemeinden hinaus. Fast hundert Jahre nach der Errichtung des Eisenbahntunnels wurde mit dem Tunnel eine wintersichere Straßenverbindung von Vorarlberg nach Tirol und somit auch in das übrige Österreich hergestellt. Die gesamten Baukosten beliefen sich auf 4,8 Mrd. Schilling, welche zu 60% vom Bund, zu 26% vom Land Tirol und zu 14% vom Land Vorarlberg getragen wurden.

  • Der Feier zum Arlbergdurchschlag am 11.11.1977 wohnten über 2000 Festgäste bei und entwickelte sich zu einem wahren Volksfest.

    Der Feier zum Arlbergdurchschlag am 11.11.1977 wohnten über 2000 Festgäste bei und entwickelte sich zu einem wahren Volksfest.

  • Vera Kreisky, Tunnelpatin und Gattin des damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky, zündete um 16:40 Uhr die Sprengladung zum Durchschlag des Arlbergstraßentunnels – dem damals zweitlängsten Tunnel Europas.

    Vera Kreisky, Tunnelpatin und Gattin des damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky, zündete um 16:40 Uhr die Sprengladung zum Durchschlag des Arlbergstraßentunnels – dem damals zweitlängsten Tunnel Europas.

  • Nach dem Durchschlag strömten die Festgäste von der Tiroler Seite nach Vorarlberg. Ein wahrhaft historischer Gang durch den Berg, dem nur jener im Jahr 1883, als der Bahntunnel durchgeschlagen wurde, vergleichbar ist.

    Nach dem Durchschlag strömten die Festgäste von der Tiroler Seite nach Vorarlberg. Ein wahrhaft historischer Gang durch den Berg, dem nur jener im Jahr 1883, als der Bahntunnel durchgeschlagen wurde, vergleichbar ist.

  • Bundeskanzler Bruno Kreisky stellte zwar in seinen Ausführungen die Bedeutung dieses Tunnels in den Vordergrund, vergaß aber auch nicht die neun Mineure, die ihre Arbeit mit dem Leben bezahlen mussten.

    Bundeskanzler Bruno Kreisky stellte zwar in seinen Ausführungen die Bedeutung dieses Tunnels in den Vordergrund, vergaß aber auch nicht die neun Mineure, die ihre Arbeit mit dem Leben bezahlen mussten.

  • Die Arbeiten am 13.972 Meter langen Tunnel begannen mit dem Anstich am 5.7.1974.

    Die Arbeiten am 13.972 Meter langen Tunnel begannen mit dem Anstich am 5.7.1974.

  • Die feierliche Eröffnung des Tunnels erfolgte am 1.12.1978 durch den Tiroler Landeshauptmann Eduard Wallnöfer, Landeshauptmann Herbert Keßler, Bundespräsident Rudolf Kirchschläger und Bundeskanzler Bruno Kreisky.

    Die feierliche Eröffnung des Tunnels erfolgte am 1.12.1978 durch den Tiroler Landeshauptmann Eduard Wallnöfer, Landeshauptmann Herbert Keßler, Bundespräsident Rudolf Kirchschläger und Bundeskanzler Bruno Kreisky.

Grenzenloses Hörbranz


Veröffentlicht am 06.11.2017 von Thomas Feurstein.


Viele Zöllner waren wohl sehr wehmütig, als mit 1. Mai 2004 die Österreichische Zollwache durch einen Beschluss der Bundesregierung aufgelöst wurde. Die Hauptaufgabe dieser Behörde war es 174 Jahre lang gewesen, Zoll auf Warenimporte nach Österreich einzuheben. Zudem gehörte die Verhinderung von Transporten von illegalen Waren wie Drogen oder artengeschützten Tiere zu ihren Aufgaben. Viele Vorarlberger Gemeinden wie etwa Hörbranz waren jahrzehntelang von ihrer Grenznähe geprägt, verloren dann aber durch den Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union diese Funktion.

  • 1959 wurde in Hörbranz-Unterhochsteg das neue Zollgebäude eröffnet. Das Verkehrschaos war an manchen Tagen aufgrund der Kontrollen so groß, dass der Stau bis nach Bregenz oder Lindau reichte. 1960 passierten 918.000 Fahrzeuge die Grenze, 1967 waren es schon 1,44 Millionen.

    1959 wurde in Hörbranz-Unterhochsteg das neue Zollgebäude eröffnet. Das Verkehrschaos war an manchen Tagen aufgrund der Kontrollen so groß, dass der Stau bis nach Bregenz oder Lindau reichte. 1960 passierten 918.000 Fahrzeuge die Grenze, 1967 waren es schon 1,44 Millionen.

  • Willi Rupp, der Gemeindearchivar von Hörbranz berichtet, dass bis 1954 noch jeder Grenzübertritt mit einem Stempel im Pass quittiert wurde, was einen erheblichen Zeitaufwand bedeutete.

    Willi Rupp, der Gemeindearchivar von Hörbranz berichtet, dass bis 1954 noch jeder Grenzübertritt mit einem Stempel im Pass quittiert wurde, was einen erheblichen Zeitaufwand bedeutete.

  • Erst die Eröffnung des Pfändertunnels am 10. Dezember 1980 brachte die erhoffte Entlastung für die Bundesstraße. Seither erfolgte der Großteil der Zollabfertigung am Autobahnzollamt Hörbranz. Seit das Schengener Abkommen in Kraft ist und daher Grenzkontrollen in der EU überflüssig wurden, verlor auch dieses Zollamt seine Funktion.

    Erst die Eröffnung des Pfändertunnels am 10. Dezember 1980 brachte die erhoffte Entlastung für die Bundesstraße. Seither erfolgte der Großteil der Zollabfertigung am Autobahnzollamt Hörbranz. Seit das Schengener Abkommen in Kraft ist und daher Grenzkontrollen in der EU überflüssig wurden, verlor auch dieses Zollamt seine Funktion.

  • Bad Diezlings war lange ein österreichischer Zollposten. In Bad Diezlings wurde seit 1927 das dortige Tafelwasser mit Zitronen- und Orangengeschmack versetzt und die Limonade unter den Namen Diez-Orange und Diezano verkauft. Seit 1979 wird die Limo in Dornbirn hergestellt und auch dort abgefüllt.

    Bad Diezlings war lange ein österreichischer Zollposten. In Bad Diezlings wurde seit 1927 das dortige Tafelwasser mit Zitronen- und Orangengeschmack versetzt und die Limonade unter den Namen Diez-Orange und Diezano verkauft. Seit 1979 wird die Limo in Dornbirn hergestellt und auch dort abgefüllt.

  • Der Grenzübergang bei Bad Diezlings war 1972 schon geschlossen. Die hermetisch verschlossene Brücke über die Leiblach sollte illegalen Grenzübertritt und den Schmuggel von Waren verhindern. Im Gasthof Bad Diezlings hat sich 1920 der Schriftsteller Norbert Jacques aufgehalten, der hier den Roman „Dr. Mabuse – der Spieler“ verfasst hat.

    Der Grenzübergang bei Bad Diezlings war 1972 schon geschlossen. Die hermetisch verschlossene Brücke über die Leiblach sollte illegalen Grenzübertritt und den Schmuggel von Waren verhindern. Im Gasthof Bad Diezlings hat sich 1920 der Schriftsteller Norbert Jacques aufgehalten, der hier den Roman „Dr. Mabuse – der Spieler“ verfasst hat.

Vorarlberg im Bann des Zeppelins

Luftschiff Zeppelin über Vorarlberg


Veröffentlicht am 30.10.2017 von Thomas Feurstein.


Am 6. Mai 1937 explodierte beim Landeanflug der deutsche Zeppelin „Hindenburg“ in Lakehurst, nahe New York. Dieses einschneidende Ereignis beendete die Blüte der Luftschiffe, die dann in der kommerziellen und militärischen Luftfahrt keine Rolle mehr spielten. Dabei hatte alles so vielversprechend am Bodensee begonnen. 1874 hatte Graf Zeppelin hier erstmals die Idee eines starren Luftschiffs geäußert und 1898 die Gesellschaft zur Förderung der Luftschifffahrt gegründet. Am 30. Juni 1900 wurde das zahlreich erschienene Publikum noch enttäuscht: aufgrund technischer Probleme musste der Jungfernflug abgesagt werden, am nächsten Tag herrschte zu viel Wind, und so war es der 2. Juli 1900, an dem das Luftschiff nahe Friedrichshafen erstmals für 18 Minuten aufstieg.

  • Frühe Aufnahme eines Luftschiffes. Im Hintergrund sind die beiden Türme der Friedrichshafener Schlosskirche zu erkennen. Friedrichshafen wurde 1908 zum Sitz der „Luftschiffbau Zeppelin GmbH“, Keimzelle der bis heute hier ansässigen Luftfahrt- und Maschinenbauindustrie.

    Frühe Aufnahme eines Luftschiffes. Im Hintergrund sind die beiden Türme der Friedrichshafener Schlosskirche zu erkennen. Friedrichshafen wurde 1908 zum Sitz der „Luftschiffbau Zeppelin GmbH“, Keimzelle der bis heute hier ansässigen Luftfahrt- und Maschinenbauindustrie.

  • Zeppelin über Bregenz, am Bodenseeufer sind deutlich noch zwei Badeanstalten zu erkennen. Neben dem Militärbad gab es noch das städtische Schwimmbad, das 1890 erbaut und 1948 wieder abgerissen wurde.

    Zeppelin über Bregenz, am Bodenseeufer sind deutlich noch zwei Badeanstalten zu erkennen. Neben dem Militärbad gab es noch das städtische Schwimmbad, das 1890 erbaut und 1948 wieder abgerissen wurde.

  • Ein Luftschiff mit einer DO X (benannt nach der Friedrichshafener Firma Dornier), ein Verkehrsflugschiff, das 1929 erstmals zum Flug abhob. Zu seiner Zeit war es das größte Flugzeug der Welt, dessen Produktion aber schon 1933 aus sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Gründen wieder eingestellt wurde.

    Ein Luftschiff mit einer DO X (benannt nach der Friedrichshafener Firma Dornier), ein Verkehrsflugschiff, das 1929 erstmals zum Flug abhob. Zu seiner Zeit war es das größte Flugzeug der Welt, dessen Produktion aber schon 1933 aus sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Gründen wieder eingestellt wurde.

  • Um 1990 wurde die Herstellung von Luftschiffen in Friedrichshafen wiederbelebt. 1997 fand der Jungfernflug des Zeppelins NT (Neue Technologie) statt, der seither auch regelmäßig über Dornbirn seine Kreise zieht.

    Um 1990 wurde die Herstellung von Luftschiffen in Friedrichshafen wiederbelebt. 1997 fand der Jungfernflug des Zeppelins NT (Neue Technologie) statt, der seither auch regelmäßig über Dornbirn seine Kreise zieht.

  • Josef Wilhelm Purtscher, der Bahnmeister der Arlberg-Westrampe, fotografierte um 1930 die Trasse der Arlbergstrecke bei Kilometer 116,9. Im Hintergrund die Stelzistobelbrücke in Wald am Arlberg. Das Foto ist wahrscheinlich nur wegen des Zeppelins im Hintergrund entstanden, der sich bis ins Klostertal verirrt hatte.

    Josef Wilhelm Purtscher, der Bahnmeister der Arlberg-Westrampe, fotografierte um 1930 die Trasse der Arlbergstrecke bei Kilometer 116,9. Im Hintergrund die Stelzistobelbrücke in Wald am Arlberg. Das Foto ist wahrscheinlich nur wegen des Zeppelins im Hintergrund entstanden, der sich bis ins Klostertal verirrt hatte.

Pfarrkirche Bartholomäberg

Die älteste Pfarre im Montafon


Veröffentlicht am 23.10.2017 von Simone Drechsel.


Der Bartholomäberg war schon im Mittelalter ein Zentrum des Bergbaus. Daher ist es auch wenig überraschend, dass hier bereits um 1100 eine eigene Pfarrei bestanden haben dürfte. Der erste urkundliche Beweis stammt jedoch erst aus dem Jahr 1350. Die heutige barocke Kirche ist vermutlich die dritte, die an dieser Stelle errichtet wurde. Angeregt vom Churer Bischof, Ulrich von Federspiel, erfolgte 1792 die Grundsteinlegung und 1743 die Einweihung. Mit Teilen der alten Pestkapelle (1630/40), die 1936 wegen des Straßenbaues abgerissen werden musste, wurde vor dem Westportal eine Kriegergedächtnisstätte errichtet.

  • Hl. Bartholomäus gilt u.a. als Patron der Bergleute.

    Hl. Bartholomäus gilt u.a. als Patron der Bergleute.

  • Das Gebiet dürfte bereits im dritten Jahrtausend vor Christus besiedelt gewesen sein.

    Das Gebiet dürfte bereits im dritten Jahrtausend vor Christus besiedelt gewesen sein.

  • Die Pfarrkirche ist von einem ummauerten Friedhof umgeben.

    Die Pfarrkirche ist von einem ummauerten Friedhof umgeben.

  • Romanisches Vortragekreuz um 1150 aus Limoges. Es ist das älteste und kostbarste Ausstattungsobjekt.

    Romanisches Vortragekreuz um 1150 aus Limoges. Es ist das älteste und kostbarste Ausstattungsobjekt.

  • Als Erbauer der 1792 errichteten Orgel wird Johann Michael Graß angenommen.

    Als Erbauer der 1792 errichteten Orgel wird Johann Michael Graß angenommen.

  • Besuch von Bundespräsident Kirchschläger. Im Hintergrund ist der spätgotische St. Anna- oder Knappenalter zu sehen.

    Besuch von Bundespräsident Kirchschläger. Im Hintergrund ist der spätgotische St. Anna- oder Knappenalter zu sehen.

Spullersee

Die Arlbergbahn braucht Strom


Veröffentlicht am 16.10.2017 von Thomas Feurstein.


Das Spullerseekraftwerk wurde 1925 fertiggestellt, um den durch die Elektrifizierung entstandenen Energiebedarf der Arlbergbahn zu stillen. Dafür wurde der natürliche Spullersee durch eine Staumauer wesentlich vergrößert, indem der Seespiegel 30 Meter erhöht wurde, und dadurch 13 Millionen m³ Wasser gestaut werden konnten. Das Wasser wird zunächst flach abgeleitet und schießt dann mit großem Gefälle hinunter zum Krafthaus in Danöfen/Wald am Arlberg/Dalaas. Der Höhenunterschied zwischen See und Krafthaus beträgt ca. 800 Meter.

  • Der Spullersee noch vor der energiewirtschaftlichen Nutzung im Jahr 1910. Der See war ursprünglich 17,3 Hektar groß und besaß mit dem Spreubach, der Richtung Klostertal entwässert, einen oberflächlichen Abfluss.

    Der Spullersee noch vor der energiewirtschaftlichen Nutzung im Jahr 1910. Der See war ursprünglich 17,3 Hektar groß und besaß mit dem Spreubach, der Richtung Klostertal entwässert, einen oberflächlichen Abfluss.

  • Krafthaus in Danöfen, Erweiterungspläne der ÖBB wurden 2015 abgesagt, nachdem sich Widerstand von Grundeigentümern geregt hatte. Besonders die Umleitung von Wasser über die Europäische Wasserscheide hatte für Aufregung gesorgt.

    Krafthaus in Danöfen, Erweiterungspläne der ÖBB wurden 2015 abgesagt, nachdem sich Widerstand von Grundeigentümern geregt hatte. Besonders die Umleitung von Wasser über die Europäische Wasserscheide hatte für Aufregung gesorgt.

  • Die Druckrohrleitung vom Spullersee nach Danöfen verläuft durch schwieriges Gelände, das zu Rutschungen und Vermurungen neigt. Zahlreiche Verbauungen sollten in diesem Bereich die Arlbergstrecke sichern.

    Die Druckrohrleitung vom Spullersee nach Danöfen verläuft durch schwieriges Gelände, das zu Rutschungen und Vermurungen neigt. Zahlreiche Verbauungen sollten in diesem Bereich die Arlbergstrecke sichern.

  • Aufgrund der zunehmenden Skibegeisterung am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in den Alpen zahlreiche Schutzhütten. 1912 konnte die Ravensburger Hütte, erbaut aus Bruchsteinmauerwerk und mit einem Holzdach versehen, feierlich eröffnet werden.

    Aufgrund der zunehmenden Skibegeisterung am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in den Alpen zahlreiche Schutzhütten. 1912 konnte die Ravensburger Hütte, erbaut aus Bruchsteinmauerwerk und mit einem Holzdach versehen, feierlich eröffnet werden.

  • Nachdem die Kapazitäten der kleinen Hütte bald ausgeschöpft waren, sorgten Erweiterungen 1959, 1976 und zuletzt 2009 dafür, dass heute ca. 3.000 Übernachtungen pro Jahr gezählt werden und sogar ein Seminarraum und eine Kletterwand zur Verfügung stehen.

    Nachdem die Kapazitäten der kleinen Hütte bald ausgeschöpft waren, sorgten Erweiterungen 1959, 1976 und zuletzt 2009 dafür, dass heute ca. 3.000 Übernachtungen pro Jahr gezählt werden und sogar ein Seminarraum und eine Kletterwand zur Verfügung stehen.

  • E-Werk in Wald am Arlberg mit Grafenspitze

    E-Werk in Wald am Arlberg mit Grafenspitze

Residenzschloss von Ems

Dieses sollte die Rangerhöhung zu Reichsgrafen nach außen hin sichtbar machen.


Veröffentlicht am 28.09.2017 von Simone Drechsel.


Kardinal Markus Sittikus III. erteilte 1562 dem Architekten Martino Longhi den Auftrag, einen Palast nach italienischem Vorbild zu errichten und unter Graf Kaspar wurde er dann zur ständigen gräflichen Residenz. Mit dem Aussterben der Grafen verlor auch der Palast an Bedeutung und stand jahrelang leer. Um 1827 sollte er für den Sitz eines zu bildenden Landgerichtsbezirkes adaptiert werden, doch die von Alois Negrelli ausgearbeiteten Pläne waren Kaiser Franz I. zu teuer. Bevor er 1882 von Graf Clemens von Waldburg-Zeil wieder bewohnbar gemacht wurde, diente er einem ungarischen Regiment als Kaserne.

  • Historische Pläne. Martino Longhi „il Vecchio“ errichtete in Hohenems, neben dem Palast, auch das heutige Rathaus.

    Historische Pläne. Martino Longhi „il Vecchio“ errichtete in Hohenems, neben dem Palast, auch das heutige Rathaus.

  • Das Rundbogenportal und das darüber liegende, verzierte Doppelfenster stellen den einzigen Fassadenschmuck dar.

    Das Rundbogenportal und das darüber liegende, verzierte Doppelfenster stellen den einzigen Fassadenschmuck dar.

  • In der zentralen Grottennische im Innenhof steht eine allegorische Figur von Jesaias Gruber aus dem Jahr 1626.

    In der zentralen Grottennische im Innenhof steht eine allegorische Figur von Jesaias Gruber aus dem Jahr 1626.

  • Kunstvoll geschnitzte Kassettendecke des Rittersaales.

    Kunstvoll geschnitzte Kassettendecke des Rittersaales.

  • Der Brunnen auf dem Schlossplatz erinnert an die Auffindung der Nibelungen-Handschriften A und C im Palast.

    Der Brunnen auf dem Schlossplatz erinnert an die Auffindung der Nibelungen-Handschriften A und C im Palast.

  • Ein 50 Meter langer, oberirdischer Gang verbindet die 1806 geweihte Pfarrkirche St. Karl mit dem Palast.

    Ein 50 Meter langer, oberirdischer Gang verbindet die 1806 geweihte Pfarrkirche St. Karl mit dem Palast.

Latschau

Die Energiewirtschaft hinterlässt ihre Spuren


Veröffentlicht am 19.09.2017 von Thomas Feurstein.


Mit der Gründung der Illwerke hatte Vorarlberg 1924 einen entscheidenden Schritt gesetzt, um den eigenen Energiebedarf zu decken, aber auch Strom gewinnbringend ins Ausland exportieren zu können. Zwischen 1938 und 1944 wurde in Tschagguns das Ausgleichsbecken Latschau fertiggestellt und dient seither als Tagesspeicher für die Rodundwerke sowie als Vorratsbecken für das Lünerseewerk. 1972 wurde die Kapazität um ein zweites Staubecken erweitert. Zwei Dämme mit einer Länge von 480 und 260 Metern Länge ermöglichen es seither 2,2 Millionen m³ Wasser zurückzuhalten. Eines der Becken musste neulich entleert werden, da Materialablagerungen entfernt werden und die Abdichtungen erneuert werden mussten. Noch im September 2017 sollen beide Becken wieder regulär befüllt sein.

  • Schon 1932 wurden im Bereich Latschau zur Untersuchung des Baugrundes Sondierschächte geschlagen. Der Anschluss Österreichs an Deutschland hatte dann den Baubeginn beschleunigt.

    Schon 1932 wurden im Bereich Latschau zur Untersuchung des Baugrundes Sondierschächte geschlagen. Der Anschluss Österreichs an Deutschland hatte dann den Baubeginn beschleunigt.

  • Blick von der Golmerbahn auf den Stausee Latschau, noch vor dem Bau des zweiten Beckens.

    Blick von der Golmerbahn auf den Stausee Latschau, noch vor dem Bau des zweiten Beckens.

  • Im Zuge der Kraftwerksbauten wurde in Latschau ein Schrägaufzug errichtet, der zunächst als Transportmittel für den Kraftwerksbau genutzt wurde und erst ab 1959 auch Touristen transportierte.

    Im Zuge der Kraftwerksbauten wurde in Latschau ein Schrägaufzug errichtet, der zunächst als Transportmittel für den Kraftwerksbau genutzt wurde und erst ab 1959 auch Touristen transportierte.

  • 1972 wird ein zweites Ausgleichsbecken errichtet. Der Höhenunterschied der energiewirtschaftlich genutzt wird, beträgt zum Lünersee 974 Meter und zu den tiefergelegenen Rodundwerken 350 Meter.

    1972 wird ein zweites Ausgleichsbecken errichtet. Der Höhenunterschied der energiewirtschaftlich genutzt wird, beträgt zum Lünersee 974 Meter und zu den tiefergelegenen Rodundwerken 350 Meter.

  • Eine geologische Senke bei Latschau wurde ausgenützt, um mit möglichst geringen Erdbewegungen eine möglichst große Kubatur der Becken zu erreichen. Im Hintergrund das Gauertal mit den Drei Türmen und der Sulzfluh. Im Bereich der freigelegten Moräne fanden sich Sulzfluhkalkblöcke von der Größe eines Bauernhauses.

    Eine geologische Senke bei Latschau wurde ausgenützt, um mit möglichst geringen Erdbewegungen eine möglichst große Kubatur der Becken zu erreichen. Im Hintergrund das Gauertal mit den Drei Türmen und der Sulzfluh. Im Bereich der freigelegten Moräne fanden sich Sulzfluhkalkblöcke von der Größe eines Bauernhauses.

Mittelpunkt des dörflichen Lebens

Neubelebung der Nahversorgung durch den Selbsthilfeverein Dorfgemeinschaft Thal


Veröffentlicht am 16.09.2017 von Harald Eberle.


Als im Jahr 1988 das Gasthaus Krone und das letzte Lebensmittelgeschäft in Sulzberg/Thal schlossen, gründeten einige Idealisten den „Selbsthilfeverein Dorfgemeinschaft Thal“. Dem Verein gelang es mit der finanziellen Unterstützung der öffentlichen Hand, die „Krone“ zu erwerben und mit der ehrenamtlichen Hilfe der Bevölkerung in rund 8000 Stunden mustergültig zu sanieren. Gasthaus und Laden konnten verpachtet und die Nahversorgung gesichert werden. In den darauffolgenden Jahren entstand so auch aus dem ehemaligen Wirtschaftsraum ein Gemeinschaftshaus und der alte Tanzsaal konnte in einen modernen Veranstaltungsraum umgebaut werden.

  • Um 1870 gab der Priester und Sozialreformer Martin Sinz mit dem Bau der Kirche den im Rotachtal gelegenen Parzellen der Gemeinde Sulzberg ein Zentrum.

    Um 1870 gab der Priester und Sozialreformer Martin Sinz mit dem Bau der Kirche den im Rotachtal gelegenen Parzellen der Gemeinde Sulzberg ein Zentrum.

  • Nur unweit der Kirche eröffnete damals die Familie Kresser in ihren Bauernhof das Gasthaus zur Krone.

    Nur unweit der Kirche eröffnete damals die Familie Kresser in ihren Bauernhof das Gasthaus zur Krone.

  • Nach zwei Bränden entstand 1928 das derzeitige, überaus stattliche Gebäude.

    Nach zwei Bränden entstand 1928 das derzeitige, überaus stattliche Gebäude.

  • Im Jahr 1932 gab es noch kaum motorisierten Straßenverkehr, die Einkäufe wurden noch zu Fuß erledigt.

    Im Jahr 1932 gab es noch kaum motorisierten Straßenverkehr, die Einkäufe wurden noch zu Fuß erledigt.

  • Wie beim Zubau der Volksschule Thal im Jahr 1998 wurde bei der Sanierung des Gasthauses überwiegend das in der Umgebung gewachsene Holz der Weißtanne verwendet.

    Wie beim Zubau der Volksschule Thal im Jahr 1998 wurde bei der Sanierung des Gasthauses überwiegend das in der Umgebung gewachsene Holz der Weißtanne verwendet.

Der spätere Papst Pius XI. auf Neu-Ems

Anlässlich seiner Karl Borromäus Studien weilte er 1908 in Hohenems.


Veröffentlicht am 13.09.2017 von Simone Drechsel.


Neu-Ems beherbergte noch andere Gäste. Nach dem Ankauf 1843 durch Graf Maximilian Waldburg-Zeil-Hohenems diente sie dem Jagdaufseher Josef „Schloss-Sepple“ Waibel über Jahrzehnte als Dienstwohnung. In den 1920er Jahren mietete sich der dänische Baron Paul von Reitzel hier ein und verfasste die „Glopper-Chronik“. Graf Franz Josef beantragte und erhielt 1906 die Wirtschaftskonzession für Neu-Ems. 1935 übernahm mit Mitzi Lotte Lanzl aus Dornbirn die letzte Wirtin den Gastbetrieb. Obwohl sie ganzjährig hier wohnte, lohnte sich der Gastbetrieb nur von Ostern bis Allerheiligen. Nach zehn Jahren löste sie den Betrieb auf.

  • Neu-Ems oder Glopper wurde 1342 von Ulrich von Ems errichtet, im Appenzellerkrieg 1407 zerstört und anschließend wieder aufgebaut.

    Neu-Ems oder Glopper wurde 1342 von Ulrich von Ems errichtet, im Appenzellerkrieg 1407 zerstört und anschließend wieder aufgebaut.

  • Trotz mehrfacher Besitzerwechsel ist Neu-Ems bis zum heutigen Tag in ihrem baulichen Bestand erhalten geblieben.

    Trotz mehrfacher Besitzerwechsel ist Neu-Ems bis zum heutigen Tag in ihrem baulichen Bestand erhalten geblieben.

  • Der Schlossteich wurde zu Verteidigungszwecken aber auch für die Fischzucht genutzt.

    Der Schlossteich wurde zu Verteidigungszwecken aber auch für die Fischzucht genutzt.

  • Schloss Glopper mit Gasthaus Krone. Lehrer Franz Martin Albrich kaufte 1882 das Gebäude, daher auch der Name „Alberi“.

    Schloss Glopper mit Gasthaus Krone. Lehrer Franz Martin Albrich kaufte 1882 das Gebäude, daher auch der Name „Alberi“.

  • Heute wird die Burg wieder von der Familie Waldburg-Zeil genutzt und ist ganzjährig bewohnt.

    Heute wird die Burg wieder von der Familie Waldburg-Zeil genutzt und ist ganzjährig bewohnt.

Festung Feldkirch

Mauern, Türme, Tore und die Schattenburg sorgten für die Sicherheit der Feldkircher


Veröffentlicht am 07.09.2017 von Simone Drechsel.


Die große Bedeutung von Feldkirch als Handels- und Verkehrsknotenpunkt zwischen der Schweiz und Italien spiegelte sich auch in der Bauarchitektur wieder. Vor allem um 1500 herum wurden die Befestigungsanlagen verbessert und ausgebaut. Die Stadt war in vier Verteidigungszonen eingeteilt, die jeweils von einem der vier Stadttore (Churer-, Bregenzer-, Bludenzer- und Mühletor) aus befehligt wurden. Bevor es hauptamtliche Torwächter gab, mussten jeweils zwei Bürger einen Tag lang Torwartwacht halten. Ab dem 17. Jahrhundert verlor die Befestigungsanlage an Bedeutung und im 19. Jahrhundert wurden große Teile davon abgebrochen.

  • Die Schattenburg wurde 1260/70 erbaut und diente u.a. den Grafen von Montfort als Wohnsitz und Verwaltungszentrum.

    Die Schattenburg wurde 1260/70 erbaut und diente u.a. den Grafen von Montfort als Wohnsitz und Verwaltungszentrum.

  • Das 1378 errichtete Churertor wurde bei der Erneuerung 1491 komplett aus Stein erbaut.

    Das 1378 errichtete Churertor wurde bei der Erneuerung 1491 komplett aus Stein erbaut.

  • Der bereits 1492 erwähnte Wasserturm sollte nach dem Hochwasser 1910 abgerissen werden.

    Der bereits 1492 erwähnte Wasserturm sollte nach dem Hochwasser 1910 abgerissen werden.

  • Der zwischen 1491 und 1507 errichtete Katzenturm wurde Mitte des 17. Jh. zum Glockenturm ausgebaut.

    Der zwischen 1491 und 1507 errichtete Katzenturm wurde Mitte des 17. Jh. zum Glockenturm ausgebaut.

  • In dem Zeughaus (vor 1436 errichtet) wurden neben Waffen auch Feuerkübel und Spritzen aufbewahrt. Für Ordnung sorgten sogenannte Zeugwarte.

    In dem Zeughaus (vor 1436 errichtet) wurden neben Waffen auch Feuerkübel und Spritzen aufbewahrt. Für Ordnung sorgten sogenannte Zeugwarte.

Schönenbach

Das größte Gemeinschaftsvorsäß im Bregenzerwald


Veröffentlicht am 04.09.2017 von Harald Eberle.


Die Bewirtschaftung des Gemeinschaftsvorsäß Schönenbach reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Das 1491 erstmals urkundlich erwähnte Häuserensemble gilt als kulturhistorisches Kleinod und ist heute noch Teil der traditionellen landwirtschaftlichen Dreistufenwirtschaft. Durch Zukauf der angrenzenden Alpen Sack und Rüschere im letzten Jahrhundert beträgt die Größe der Eigentumsflächen 258 ha, davon ca. 160 ha Weide und ca. 100 ha Wald. 26 Vorsäßhütten mit einer Kapelle, einer eigenen Sennerei, einer Gastwirtschaft und einer Säge bilden das romantische Vorsäßdörfchen, das vom mäanderförmigen und namensgebenden Schönenbach durchzogen wird.

  • Schönenbach liegt auf 1.050 m Seehöhe und gehört mit 2.000 mm Jahresniederschlag zu den niederschlagreichsten Regionen Europas.

    Schönenbach liegt auf 1.050 m Seehöhe und gehört mit 2.000 mm Jahresniederschlag zu den niederschlagreichsten Regionen Europas.

  • Den Namen hat das Gebiet vom Schönenbach, der sich als Mäander durch das Tal gegraben hat.

    Den Namen hat das Gebiet vom Schönenbach, der sich als Mäander durch das Tal gegraben hat.

  • Obwohl Schönenbach nur über Bizau erreichbar ist, gehört es zum Gemeindegebiet von Bezau.

    Obwohl Schönenbach nur über Bizau erreichbar ist, gehört es zum Gemeindegebiet von Bezau.

  • Die Kapelle von 1697, der „Heiligen Dreifaltigkeit“ geweiht, hat keine Stiftung, sie wird vom Vorsäß erhalten.

    Die Kapelle von 1697, der „Heiligen Dreifaltigkeit“ geweiht, hat keine Stiftung, sie wird vom Vorsäß erhalten.

  • Dass sich die Idylle von Schönenbach zur Erholung eignet, erkannte auch Kaplan Hugo Kleinbrod, der im Jahr 1946 erstmals eine Ferienaktion für hungernde und benachteiligte Kinder initiierte.

    Dass sich die Idylle von Schönenbach zur Erholung eignet, erkannte auch Kaplan Hugo Kleinbrod, der im Jahr 1946 erstmals eine Ferienaktion für hungernde und benachteiligte Kinder initiierte.

  • Jagdherren im Herbst 1899.

    Jagdherren im Herbst 1899.

Kriegerdenkmäler

Erinnerungen an die im Krieg gefallenen Soldaten.


Veröffentlicht am 29.08.2017 von Simone Drechsel.


Sie prägen das Landschaftsbild fast aller Teilnehmerstaaten des Ersten Weltkrieges. Die Idee, solche Denkmäler zur errichten, kam schon während des Krieges auf und 1915 wurden auch dementsprechende Leitlinien herausgegeben. In jeder Gemeinde sollte sich ein Ort des gemeinsamen Gedenkens befinden. Der Gefallenenkult setzte sich aber erst in den 1920er und 1930er durch. Meist waren es Gemeindevertreter und Kameradschaftsvereine, die die Errichtung in die Wege leiteten. In ästhetischer Hinsicht entsprachen sie meistens dem Zeitgeschmack. Erweitert wurden sie später mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges.

  • Kriegerdenkmal Stadtpfarrkirche Bregenz mit dem „Sterbenden Krieger” von Albert Berchtold, 1931.

    Kriegerdenkmal Stadtpfarrkirche Bregenz mit dem „Sterbenden Krieger” von Albert Berchtold, 1931.

  • Kriegerdenkmal-Enthüllung in Alberschwende, 1924. Statue stammt von G. Matt

    Kriegerdenkmal-Enthüllung in Alberschwende, 1924. Statue stammt von G. Matt

  • Das erneuerte Hohenemser Kriegerdenkmal von 1954. Ursprünglich 1936 nach Plänen von Emanuel Thurnher errichtet.

    Das erneuerte Hohenemser Kriegerdenkmal von 1954. Ursprünglich 1936 nach Plänen von Emanuel Thurnher errichtet.

  • Am 13. Juni 1965 wurde das neue Kriegerdenkmal von Ludesch eingeweiht

    Am 13. Juni 1965 wurde das neue Kriegerdenkmal von Ludesch eingeweiht

  • Treppenanlage mit Totenleuchte in Wolfurt. Gebaut nach Plänen von Alfons Fitz 1930.

    Treppenanlage mit Totenleuchte in Wolfurt. Gebaut nach Plänen von Alfons Fitz 1930.

  • Das Kriegerdenkmal Bludenz wurde nach einem Plan von Alfons Fitz aus dem Jahr 1928 errichtet.

    Das Kriegerdenkmal Bludenz wurde nach einem Plan von Alfons Fitz aus dem Jahr 1928 errichtet.

Von Andelsbuch nach Schwarzenberg

Öffentlicher Fährverkehr von Andelsbuch nach Schwarzenberg bis 1962


Veröffentlicht am 28.08.2017 von Thomas Feurstein.


Dort wo heute kaum noch wahrgenommen in wenigen Sekunden auf Brücken tiefe Schluchten überquert werden, waren früher oft stundenlange Märsche notwendig um von A nach B zu gelangen. Zwischen Andelsbuch und Schwarzenberg hatten dem bereits 1872 erfinderische Bauern abgeholfen, indem sie Seile über die Ache spannten, an denen Karren hin und her gezogen werden konnten. Mit einer Kuhglocke konnte ein Fährmann gerufen werden, der die Überfahrt organisierte. Fast 100 Jahre war die Lufteisenbahn in Betrieb, denn erst 1962 wurde der öffentliche Fährverkehr eingestellt.

  • 2003 begannen etwa 25 Freiwillige das Fährhaus wieder aufzubauen, um an den Erfindungsgeist der damaligen Erbauer zu erinnern.

    2003 begannen etwa 25 Freiwillige das Fährhaus wieder aufzubauen, um an den Erfindungsgeist der damaligen Erbauer zu erinnern.

  • 1910 hatte das Hochwasser das Fährhaus und die Fähre mitgerissen, danach wurde sie modernisiert wieder errichtet

    1910 hatte das Hochwasser das Fährhaus und die Fähre mitgerissen, danach wurde sie modernisiert wieder errichtet

  • Insgesamt waren es drei Lufteisenbahnen, die Andelsbuch und Schwarzenberg verbanden.

    Insgesamt waren es drei Lufteisenbahnen, die Andelsbuch und Schwarzenberg verbanden.

  • Seit 1969 überspannt eine elegante Bogenbrücke mit einer Länge von 196 Metern im Rahmen der L 48 die Bregenzerache und verbindet Schwarzenberg mit Andelsbuch-Bersbuch.

    Seit 1969 überspannt eine elegante Bogenbrücke mit einer Länge von 196 Metern im Rahmen der L 48 die Bregenzerache und verbindet Schwarzenberg mit Andelsbuch-Bersbuch.

  • Die alte Steinbrücke, die sich heute unterhalb der neuen Bogenbrücke befindet.

    Die alte Steinbrücke, die sich heute unterhalb der neuen Bogenbrücke befindet.

Die Bregenzerwaldbahn

Für Generationen die wichtigste Verkehrsverbindung ins Rheintal


Veröffentlicht am 14.08.2017 von Harald Eberle.


Im August 1899 wurde mit dem Bau der schmalspurigen Lokalbahn von Bregenz nach Bezau begonnen. Trotz vieler Schwierigkeiten und einem zerstörerischen Hochwasser während der Bauzeit konnte die Bregenzerwaldbahn im September 1902 dem Verkehr übergeben werden. In den ersten Jahren brachte die Bahn der Region den erwünschten wirtschaftlichen Aufschwung. Nach nur 34 Jahren wurde schon ein erster Antrag auf Einstellung eingebracht, der jedoch mit dem Hinweis auf fehlende alternative Straßenverbindungen abgelehnt wurde. Nach massiven Rutschungen im Sommer 1980 wurde die Strecke dann endgültig eingestellt.

  • Die Bregenzerwaldbahn mit der Lok U25 um 1907 beim Bahnhof Egg

    Die Bregenzerwaldbahn mit der Lok U25 um 1907 beim Bahnhof Egg

  • Das Egger Viadukt besitzt 9 Öffnungen und ist rund 110m lang. Im Zuge des Baues des Geh- und Radweges zwischen Doren und Egg wurde es umfassend saniert.

    Das Egger Viadukt besitzt 9 Öffnungen und ist rund 110m lang. Im Zuge des Baues des Geh- und Radweges zwischen Doren und Egg wurde es umfassend saniert.

  • Mitte der 1960er Jahre lösten die Schmalspur Dieselloks der Baureihe ÖBB 2095 die älteren Lokomotiven ab, was die Dauer einer Fahrt von Bregenz nach Bezau merklich verkürzte.

    Mitte der 1960er Jahre lösten die Schmalspur Dieselloks der Baureihe ÖBB 2095 die älteren Lokomotiven ab, was die Dauer einer Fahrt von Bregenz nach Bezau merklich verkürzte.

  • Zum Empfang 1980 reiste Olympiasieger Toni Innauer mit der Bregenzerwaldbahn nach Andelsbuch.

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