Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Die Schragsägerei : Holzbearbeitung mit Muskelkraft

Veröffentlicht am 21.01.2019 von Harald Eberle, MSc

Bis zur Erfindung der durch Wasserkraft angetriebenen Gattersäge, war die Schragsägerei die einzige Möglichkeit um Balken, Bohlen und Bretter aus einem Stamm zu sägen. Der Name leitet sich vom Arbeitsgestell, dem sogenannten „Schragen“ ab. Dieser musste zuerst mit viel Kraftaufwand aufgebaut werden, um genügend Spielraum für Säge und Arbeiter zu haben. Vor dem Sägen wurde die äußere Holzschwarte mit einem Breitbeil abgeschlagen, damit der Stamm gut aufliegt und eine ebene Seitenfläche erhält. Eingespielte Schragsäger schafften trotz der enormen körperlichen Anstrengung täglich bis zu 30 Laufmetern Schnittholz.

Damit ein gerader Schnitt erzielt werden konnte, wurde mit Hilfe einer mit Holzkohle bestäubten Schnur eine gerade Linie vorgezeichnet.
Armin Bitschnau aus Bartholomäberg demonstriert mit seinen Helfern die Arbeit mit einer Spannrahmensäge.
Die Bearbeitung mittels Breitbeil erzeugt die typische Oberflächenstruktur an handgeschlagenen Holzbalken.
Die Erfindung der Gattersäge brachte eine enorme Arbeitserleichterung. Auf diesem Bild: Heribert Metzler, Schoppernau.
Holztransport im Gebirge.