Fasching : Närrisches Treiben im Ländle
Veröffentlicht am 15.02.2019 von Mag. Simone Drechsel
In der fünften Jahreszeit spielen Masken, Umzüge, Musik und Verkleidungen eine große Rolle. 1948 spielte sich wieder ein frohes Faschingstreiben ab. So fanden sich die Dornbirner unangekündigt und selbständig zu einem Umzug zusammen, der solche Menschenmengen anzog, dass die Straßen gesperrt werden mussten. In dieser „stoffarmen“ Zeit mussten alte, ausgediente Textilen für die Kostüme herhalten und Ruß diente als Schminke. Die kleinen „Mäschgerle“ wurden mit Äpfeln und Brot beschenkt. Das närrische Treiben machte aber auch vor den anderen Städten und Gemeinden nicht halt.
Eine männliche Garde beim Faschingsumzug in Klaus 1988.
Bereits Mitte des 18. Jh. wurden in Bregenz erste Maskenbälle organisiert. Diese erhielten, auch noch im 19. Jh. nur geringen Zuspruch. Änderte sich im 20. Jh.
Die Guggamusik hat ihren Ursprung im Vertreiben der Wintergeister durch das Blasen von Kuhhörnern. Dabei sollte es möglichst laut, schräg und jämmerlich sein. Der Begriff ist erstmals für die Basler Fasnacht von 1906 belegt.
Faschingskostüme aus dem Jahr 1932. Linkes Bild: Herbert Kunze. Auf dem Rechten v.l.n.r.: Ferry Fink, Werner Schlegel und Alfred Hämmerle.