Land Vorarlberg

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Selbstbedienung : Der Niedergang der Tante-Emma-Läden

Veröffentlicht am 23.02.2019 von Mag. Simone Drechsel

Die ersten Lebensmittelselbstbedienungsgeschäfte Österreichs wurden zwischen 1951 und 1953 von den Konsumgenossenschaften eröffnet. Im Frühjahr 1959 hatten von 1500 SPAR-Einzelhandelsgeschäften österreichweit bereits 250 auf Teilselbstbedienung umgestellt und rund 20 Jahre später hatten von 476 Vorarlberger Lebensmittelgeschäften mit Vollsortiment bereits 375 auf Vollselbstbedienung umgestellt. Ein großes Problem bei der Umstellung war die Verpackung der Ware, aber auch die Verkaufsräume mussten dementsprechend adaptiert werden. Vorarlberg verfügte auf Grund der Grenznähe und des hohen Wettbewerbes schon bald über den höchsten Anteil an SB-Geschäften in ganz Österreich.

Zu Beginn der 1870er Jahre wurden die ersten Konsumvereine in Vorarlberg gegründet. Ziel war eine billigere Versorgung ihrer Mitglieder mit Verbrauchsgütern.
Am 3. Mai 1973 demonstrierten 450 Handelsangestellte gegen die geplante Ladenschlussverordnung.
Die größeren und praktischeren Einkaufswagen lösten schon bald die Einkaufskörbe ab.
Freihandaufstellung der Waren, Durchgänge für Kunden und deren Einkaufskörbe/-wagen – dafür wurde nun mehr Verkaufsfläche benötigt.
Das Sortiment der Lebensmittelgeschäfte wird ständig vergrößert und erweitert.