Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Halt Staatsgrenze! : Zoll, Zöllner und Schmuggler

Veröffentlicht am 24.04.2019 von Mag. Simone Drechsel

Der Zöllner ist einer der ältesten bekannten Berufe und der Zoll gehört zu den ältesten Steuern. Besonders klassisch ist der Wegzoll, der sich bis heute gehalten hat. Hauptaufgabe der Zollwache, die 1830 als „Gränzwache“ aufgestellt und 1842 zur Finanzwache umorganisiert wurde, war die Zollkontrolle und die Verhinderung und Aufdeckung von Schmuggel. Durch die Grenznähe wurde in Vorarlberg viel geschmuggelt: Lebensmittel, Tabak, Tiere, Geld und Textilien. Mal organisiert, mal privat und in Notzeiten war er für viele ein einträgliches Geschäft. Es war aber immer ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Schmuggler und Zöller.

Zollhütte im Rätikon. Der Dienst der Zollalpinisten war hart. Sie mussten in unwegsamem Gelände den Schmugglern das Handwerk legen.
Grenzübergang Tisis – Schaanwald. Bis zum freien Warenverkehr war eine der Hauptaufgaben der Zöllner, die Einhebung von Zöllen bei Warenimporten.
Bregenz - Lochau Zollschule. Hier wurden Zollbeamte aus und weitergebildet.
Der Grenzübergang Au ist der größte Übergang Lustenaus in die Schweiz. Heute werden nur mehr sporadisch Personenkontrollen durchgeführt.
Zollamt Höchst – St. Margrethen, 1959. Das Schmugglerwesen barg auch Risiken. So wurde der Höchster Karl Schneider bei einem Schmuggelgang 1947 erschossen.