Die Walgaukaserne : Der letzte Kasernenneubau Österreichs
Veröffentlicht am 29.04.2019 von Mag. Simone Drechsel
Das 9,3 ha große Gelände befindet sich im Bludescher Ortsteil Gais und ist Haupt- und Garnisonssitz des Jägerbataillons 23. Die Walgaukaserne wurde zwischen 1986 und 1989 errichtet, kostete 635 Millionen Schilling und konnte am 30. Oktober 1989 offiziell dem Bundesheer übergeben werden. Der Bau verlief nicht immer konfliktfrei. Nach zahlreichen Protesten verzichtete das Verteidigungsministerium auf eine Flüssiggasanlage, die kurzzeitig ohne Genehmigung in Betrieb genommen worden war. Doch auch danach wurde es nicht ruhig, denn schon 1991 traten erste Baumängel auf. Als 2016 die Schließung drohte, sorgte die Kaserne erneut für Gesprächsstoff.
Das Gelände verfügt über eine eigene Zufahrtsstraße, der „Brigadier-Herbert-Tschamonstraße“. Er war der erste Kommandant des Jägerbataillons 23.
Aufmarsch des Militärs zur Vertragsunterzeichnung am 4. Oktober 1984.
Bereits 1982 gab es Proteste vom Vorarlberger Landschaftsschutz zum geplanten Kasernenbau. Der Standort Bludesch wurde als Kompromiss-Standort dann akzeptiert.
In Anwesenheit zahlreicher Politiker und Militärs unterzeichneten Friedrich Frischenschlager und Herbert Keßler den Kasernenbauvertrag.