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Kraftwerk Langenegg : Ein wesentlicher Beitrag für die Energieversorgung in Vorarlberg

Veröffentlicht am 26.06.2019 von Harald Eberle, MSc

Mit der Eröffnung des Kraftwerks Langenegg am 29. Juni 1979 verdoppelten die Vorarlberger Kraftwerke mit einem Schlag ihre jährliche Eigenerzeugung von bis dahin 215 GWh auf 443 GWh und leisteten damit einen wesentlichen Beitrag zu Vorarlbergs Energieversorgung. In nur vier Jahren Bauzeit setzten rund 500 Arbeiterinnen und Arbeiter das kühne Bauprojekt um. Insgesamt mussten 460.000 m³ Gestein abgetragen bzw. ausgebrochen, 85.000 m³ Beton verarbeitet und die Dammschüttung mit 1.330.000 m³ eingebracht werden. Zur Energieerzeugung nutzt das Kraftwerk die 5,9 Kilometer lange Gefällestrecke des Rotenbergstollens mit einer Fallhöhe von 280 Metern.

Für die Zuleitung des Wassers der Subersach zur Bolgenach wurde ein 3,8 Kilometer langer Stollen durch den Hittisberg getrieben.
Der Stausee Bolgenach wurde mit einem Nutzinhalt von 6,5 Mio. Kubikmeter als Wochenspeicher ausgelegt.
Das Kavernenkrafthaus Langenegg liegt in der Bregenzerachschlucht, nur unweit vom später erbauten Kraftwerk Alberschwende.
Die Weihe des Kraftwerks wurde am 29. Juni 1979 von Generalvikar Prälat Gustav Glatthaar vorgenommen.
Für die Planung und die Bauleitung war Baudirektor Dipl.-Ing. Emil Stefko verantwortlich.
„Die Energiepolitik des Landes, preisgünstige Überschussenergie zu beziehen und mit der Eigenproduktion die Bedarfsspitzen abzudecken, habe sich stets bewährt.“, so LH Keßler bei seiner Eröffnungsrede.