Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

wissen, wo Bartl den Most holt : Mostherstellung in Vorarlberg

Veröffentlicht am 26.08.2019 von Harald Eberle, MSc

Birnen und Äpfel in Hülle und Fülle – noch dazu in hervorragender Qualität. Das Mostjahr 2018 wird in die Geschichte eingehen. Bereits zur Zeit der Römer wurde auf dem Gebiet von Vorarlberg Streuobst zu Apfelwein verarbeitet. Die Hochblühte der Mosterei erlebte Vorarlberg, wie andere Gebiete auch, in den Zwischenkriegs- und den Nachkriegsjahren. Most war damals als Getränk so populär, dass er zum Beispiel als Verpflegungskost für Soldaten ausgegeben wurde. In dieser Zeit fand man nahezu in allen Gaststätten Most auf der Karte, da er deutlich günstiger als andere alkoholhaltige Getränke war.

Streuobstwiesen, wie hier um 1960 in Brand, gehören traditionell zu unserer Kulturlandschaft.
Für den Most wird das Fallobst von Äpfel- und Birnenbäumen zumeist von Hand aufgesammelt.
Obstanlieferung an eine Röthner Mosterei in den 1970ern.
Nach der Anlieferung wird das Obst gewaschen und gemahlen.
Nach dem Mahlen wird das Obst auf einem Pressstock verteilt und in Jutetücher eingeschlagen.
Der hydraulische Pressstock von Anton und Anna Denz aus Schwarzenberg fasste ungefähr 200kg Obst.