Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Fritz Mayer : Der „rote“ Bürgermeister von Bregenz

Veröffentlicht am 24.10.2019 von Mag. Thomas Feurstein

Wenn in Bregenz bei den Landtagswahlen 2019 die SPÖ mit 17% noch immer eine große Stammwählerschaft hat, erinnert das an Zeiten als Bregenz einen „roten“ Bürgermeister wählte. Fritz Mayer (1933 – 1988) wurde 1970 Bürgermeister von Bregenz und blieb es bis 1988. Zudem war er langjähriges Mitglied des Vorarlberger Landtags und auch Landesparteivorsitzender der Sozialisten. Für seine Verdienste um die Entwicklung der Stadt Bregenz wurde er zu deren Ehrenbürger ernannt und der Vorplatz des Bregenzer Bahnhofs wurde nach ihm benannt.

Fritz Mayer 1976 beim Durchschlag des Pfändertunnels. Das Beharren seines Vorgängers Karl Tizian auf der Autobahnvariante am See hatte 1970 zu einem überraschenden Wahlerfolg Mayers geführt. Mayer hatte im Gegensatz zur Landesregierung immer auf eine Tunnelvariante gesetzt
Grundsteinlegung zum neuen Festspielhaus im Juli 1976: v.l.n.r.: Herbert Kessler, Albert Fuchs Fred Sinowatz, Rudolf Kirchschläger, Fritz Mayer. Die Umgestaltung des Festspielbezirks mit neuem Haus und Casino war immer ein besonders Anliegen Mayers.
Eröffnung der „Siedlung an der Ach“ 1977. Deren Planung und Bazu fällt in die Amtszeit von Fritz Mayer. Zwischen 1974 und 1982 wurde am Stadtrand von Bregenz eine Siedlung mit insgesamt rund 850 Wohnungen errichtet. 1970 entschloss sich die Stadt Bregenz aufgrund des immer größer werdenden Bedarfs ein Grundstück von 25.000 m² für den sozialen Wohnbau zu erschließen.
Iris Mayer schreibt über ihren Vater in „Fritz Mayer, eine Spurensuche“: „Er hat sie wahrscheinlich mehr geliebt als die Menschen: seine Stadt. Die Menschen in ihr waren für ihn die Bürger, die Bevölkerung. Es war die Liebe des Schöpfers zu seinem Werk.“
Fritz Mayer empfängt im Sommer 1983 am alten Bregenzer Bahnhof den damaligen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger und dessen Gattin Herma.