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Johannes Nepomuk : Brückenheiliger und Patron des Beichtgeheimnisses

Veröffentlicht am 28.10.2019 von Mag. Simone Drechsel

Er wurde um 1350 in Pomuk als Johannes Welflin oder Wolfflin geboren und 1380 zum Priester geweiht. In seiner Funktion als erzbischöflicher Beamter wurde er in die machtpolitischen Auseinandersetzungen zwischen König Wenzel IV und Erzbischof Johannes Jenstein von Prag hineingezogen. Im weiteren Verlauf wurde er verhaftet, gefoltert und schließlich von der Karlsbrücke in die Moldau gestürzt und ertränkt. Schon kurz darauf wurde er als Märtyrer bezeichnet und 1792 sprach ihn Papst Benedikt XIII. heilig

Er wird bei Wasser- und Reisgefahren, Zungenleiden, Verleumdungen, Gefährdungen von Diskretion und Ehre angerufen. Nepomuk-Brunnen in Bludenz.
Obwohl nicht offiziell installiert, war er zur Barockzeit der „Staatsheilige“ des Habsburgerreiches und daher auch Patron zahlreicher Kirchen und Kapellen. Nepomuk Kapelle in Bregenz
Der 16. Mai ist der Festtag des heiligen Johannes Nepomuk. Pfarrkirche St. Johannes von Nepomuk in Doren.
Die Statuen stellen ihn gern als kurbärtigen Kleriker mit einem Kreuz in der Hand dar. Bildstockfigur auf dem Hohenemser Schlossplatz aus dem Spätbarock.
Auf Grund seines Todes wird er als Brückenheiliger verehrt und so stehen seine Statuen häufig auf oder neben Brücken, wie hier an der L29 bei Egg.