Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Käseland Vorarlberg : Ein Produkt und seine Geschichte

Veröffentlicht am 22.11.2019 von Mag. Simone Drechsel

Die erste urkundliche Erwähnung einer Käseherstellung im Montafon stammt aus dem Jahr 1240, als ein jährlicher Käsezins an das Domkapitel in Chur abgeliefert werden musste. Unter den Habsburgern etablierte es sich, dass die Bauern Butterschmalz und Butter an die Verwaltung und den Adel abzuliefern hatten. Beides fiel bei der Erzeugung von Sauermilchkäse in großen Mengen an. Als sich ab dem 17. Jh. die Hartkäseproduktion immer mehr aufkam, gingen diese entsprechend zurück. Der Hartkäse setzte sich durch, da er lagerfähiger und besser transportierbar war. Ende 19., Beginn 20. Jh. wurden die ersten Käse nach Italien und Deutschland vermarkte.

Mit einem Käseleinen wird der Käsebruch von der Molke getrennt. Der Sennkessel wird noch mit Holz angefeuert.
Die Kelten brachten den „Käsker“ nach Vorarlberg. Der rätoromanische Ausdruck bezeichnet die Form, in der die Käsemasse im Alpbetrieb ausgepresst wird.
Blick in die Sennerei der Oberen Hirschbergalpe bei Bizau.
Käselager auf der Oberen Hirschbergalpe bei Bizau. Bereits im 17. Jh. entstanden der typische Alp- und Bergkäse.
Auf dem 8 Kilometer langen Käsewanderweg Pfänder-Eichenberg vermitteln 12 Tafeln Wissenswertes über die Erzeugung des Vorarlberger Käses.