Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Das Nibelungenlied : Ein mittelalterliches Heldenepos

Veröffentlicht am 05.12.2019 von Mag. Simone Drechsel

Die Hohenemser Grafen dürften im 15 oder 16. Jahrhundert die beiden Nibelungen-Handschriften A und C erworben haben. Deren Wiederentdeckung erfolgte 1755 durch den Lindauer Arzt Jacob Hermann Obereit, der bei einem Bibliotheksbesuch auf die Handschrift A stieß. Jahre später, 1779 wurde dann auch die Handschrift A entdeckt. Beide kamen 1803 nach Bistrau, wo die Enkelin des letzten Emser Grafen lebte und die schenkte sie 1807 ihrem Advokaten Dr. Schuster. Heute befinden sie sich in der Bayerischen Staatsbibliothek und der Badischen Landesbibliothek. Zusammen mit der Handschrift B, die sich in der Stiftsbibliothek St. Gallen befindet, zählen sie seit 2009 zum UNESCO Weltdokumentenerbe.

Heute erinnern in Hohenems ein Nibelungenmuseum und der Nibelungenbrunnen vor dem Palast an den Fundort.
Der Hohenemser Bürgermeister Otto Amann bei der Eröffnung der Nibelungen-Ausstellung 1979.
Das Lied gliedert sich in zwei Teile. Wobei der Erste die Ehe Kriemhilds mit Siegfried und dessen Tod beinhaltet, während im Zweiten die Rache Kriemhilds dominiert.
Das mittelhochdeutsche Nibelungenlied ist die bekannteste schriftliche Fixierung der Nibelungensage. Wohl um 1200 im Raum Passau entstanden.