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Weihnachtskrippen : Eine Darstellung der Geburt Jesu aus der Weihnachtsgeschichte

Veröffentlicht am 12.12.2019 von Mag. Simone Drechsel

Die 1562 von den Prager Jesuiten aufgestellte Weihnachtsdarstellung kann als erste Nennung einer Krippe im heutigen Sinne angesehen werden. Durch die Verbote von Krippen in öffentlichen Gebäuden und Kirchen unter Maria Theresia und Josef II. erhielten sie Einzug in die privaten Häuser, wo sie auch nach Aufhebung der Verbote blieben. Bis im 19. Jahrhundert der Christbaum aufkam, standen sie im Zentrum der weihnachtlichen Feierlichkeiten. Gleichzeitig kam aber die serielle Herstellung der Figuren aus billigerem Material auf und so konnten sich auch ärmere Familien eine Krippe leisten.

Die Hauptfiguren einer jeden Krippe sind das Jesuskind in der Krippe, Maria und Josef. Ergänzt werden sie noch durch die drei Weisen, einem Verkündigungsengel und Tieren.
In den alpenländischen Heimatkrippen lassen die Schöpfer ihre eigene Heimat in das Landschaftsbild miteinfließen.
Die häufigste und bekannteste Krippenszene ist die Darstellung der Geburt Jesu, oft mit der Anbetung durch die drei Weisen aus dem Morgenland.
Die Weihnachtskrippen sind zu einem ein wesentlichen Bestandteil der heimischen Volkskunst geworden.
Das Krippenbauen hat in Vorarlberg eine rege Tradition. Die jährlich angebotenen Kurse erfreuen sich einer großen Beliebtheit.