Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Brückeneinsturz in Lustenau : Die Tragödie vom 18. Mai 1982

Veröffentlicht am 01.01.2020 von Mag. Simone Drechsel

Seit den frühen Morgenstunden war mit der Betonierung eines 40 Meter langen Mittelstückes für die neue Rheinbrücke zwischen Lustenau und Höchst begonnen worden als um 14 Uhr 50 das Schalgerüst zusammenbrach und siebzehn Arbeiter mit sich in den Rhein riss. Bis auf zwei Arbeiter konnten alle, entweder aus eigener Kraft oder durch Helfer, gerettet werden. Als Unglücksursache wurde vermutet, dass ein aus Holzpfählen bestehender Hilfspfeiler dem Druck nicht standgehalten haben dürfte. Da die Gefahr bestand, dass sich durch Trümmer und abgesacktes Baumaterial der Wasserverlauf und die Flusssohle verändere und die restlichen Pfeiler unterspüle, wurde die alte Brücke vorsorglich gesperrt.

Für den Brückenneubau war die alte Stahlbogenbrücke auf Behelfspfeiler flussaufwärts verschoben worden. So konnte der Verkehr aufrechterhalten werden.
Die neue Betonbrücke sollte auf den Steinpfeilern der alten Stahlbrücke ruhen.
Die Aufräumarbeiten gestalteten sich wegen des mittlerweile verhärteten Betons schwierig.
Die Aufnahme vom 28. Februar 1984 zeigt letzte Demontagearbeiten an der alten Rheinbrücke.
Aufnahme der alten Rheinbrücke zwischen Höchst und Lustenau aus dem Jahr 1976.