Kinogeschichte : Vom Kinomatograph zum Multiplex-Kinocenter
Veröffentlicht am 16.01.2020 von Mag. Simone Drechsel
Der 28 Dezember 1895 gilt als Geburtsstunde des Kinos. Die erste Filmvorführung in Vorarlberg könnte am 20. Januar 1898 in Forster’s Restaurant in Bregenz stattgefunden haben. In der Anfangszeit war es üblich, dass die Filme in Gaststätten oder Sälen gespielt wurden, auch waren die Vorführung nicht täglich oder regelmäßig. Am 29. Dezember 1910 wurde der Saalbau in Feldkirch dann als erstes ständiges Kino adaptiert und am 2. August 1930 wurde im Bregenzer Forstersaal das erste Tonkino eröffnet. Der erste als Kino erbaute Zweckbau, die Weltlichtspiele in Dornbirn, wurde am 4. Dezember 1936 in Betrieb genommen. 1962 gab es noch 19 Kinos in Vorarlberg, seither hat die Zahl stark abgenommen.
Das Saalbaugebäude in Feldkirch war ursprünglich als Theater geplant, bot aber schon 1908 erste „sprechende, singende und musizierende Bilder“ an. 1909/10 wurden dann die Saalbaulichtspiele Feldkirch gegründet.
Die Lichtspiele im Gasthaus „Sonne“ in Hard wurden von 1925 bis 1968 vom Katholischen Arbeiterverein betrieben. Die Schließung erfolgte aus mangelnder Rentabilität.
Im Forsterkino in Bregenz fand am 22.2.1931 die erste Farbfilmvorführung statt. Gezeigt wurde ein Musikfilm aus dem Jahr 1930, „Der König der Vagabunden“.
Das Bludenzer Kino „Cinema S“ geht auf das 1927 gegründete Invalidenkino Bludenz zurück, dass bis 1997 vom Invalidenverband betrieben wurde. Seit 2009 lautet der Name „Kino Bludenz“.
Das Cineplexx in Hohenems (Eröffnung 11.12.1998) stellte 2008 von der analogen zur digitalen Projektion um.