Klassische Wirtshausnamen, Teil 1 : Das Gasthaus Löwen
Veröffentlicht am 13.02.2020 von Mag. Simone Drechsel
Seit dem vierten Jahrhundert werden die vier Evangelisten durch geflügelte Symbole dargestellt, die sich auch als Attribute in deren figürlichen Darstellungen finden. Dabei versinnbildlicht der Löwe den Evangelisten Markus, der der Schutzpatron von Venedig und der Bodenseeinsel Reichenau, sowie der Berufe Bauarbeiter, Glaser, Korbmacher, Notar und Schreiber ist. Zudem soll er für gutes Wetter und eine gute Ernte sorgen. Der Gasthausname „Löwen“ könnte also auf das Attribut des Evangelisten zurückzuführen sein. Er könnte aber auch auf das Wappentier eines Territoriums zurückgehen, denn der Löwe war ein beliebtes Wappentier, denn er symbolisiert Mut und Königtum.
Susanna Beck war die Seele und Bauherrin des Gasthofes Löwen in Feldkirch Tisis, der am 12. August 1883 eröffnete. Nach ihrem Tod wurde das Gasthof an Emil Gsteu verkauft, der am 16. Juli 1911 Neueröffnung feierte.
Das Gasthof Löwen in Laterns wurde 1909 von der Familie Vith eröffnet.
Im Nenzinger Gasthof Löwen wurde hauptsächlich Most aus eigener Produktion angeboten. Die Schließung erfolgte in den 1960er Jahren.
Der Gasthof Löwen in Tschagguns wurde um 1500 errichtet und der erste urkundlich genannte Löwenwirt war ein gewisser „Kalixtus Wintergrün“.
Das Gasthaus Löwen in Düns und die Ortsfeuerwehr verbindet viel. So war der Löwenwirt Wendelin Gohm von 1919-1922 Hauptmann der Feuerwehr, es wurden hier Jubiläen gefeiert und die Löwenwirtin Illigasch fungierte als Fahnenpatin.