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Vorarlberger Landesbibliothek

Klassische Wirtshausnamen, Teil 5 : Das Gasthaus Adler

Veröffentlicht am 10.03.2020 von Mag. Simone Drechsel

Der Adler besitzt sowohl eine religiöse als auch eine weltliche Symbolik. In der christlichen Ikonographie wird er als Attribut des Evangelisten Johannes geläufig. Er steht aber auch als Symbol für den zum Himmel aufgefahrenen Propheten Elias und den auferstandenen Christus und dessen Himmelfahrt. Hier finden auch die alten Herrschertugenden wie Kraft, Erneuerung, Gerechtigkeit usw. ihre Fortsetzung. Daneben ist er das Sinnbild der Herrschaftsmacht. Der König der Lüfte oder Bote der höchsten Götter ist neben dem Löwen das häufigste Wappentier und versinnbildlichte als Reichsadler vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert die kaiserliche Gewalt.

Im Mai 1993 feierte der Adler auf der Fluh unter Haubenkoch Ernst Huber seine Neueröffnung.
Kur-Gasthof Adler in Fraxern. Ab 1967 war hier ein Kinderferienheim der FPÖ untergebracht.
Um 1750 sind Franziskus Vallaster und Cölestine Ganahl als Wirtsleute des Gasthofes zum Adler in St. Anton/Montafon nachweisbar. 1779 befand er sich im Besitz von Johann Josef Battlogg. Nach Um- und Zubauten 1974, erfolgte 1989 der Abbruch des alten Gebäudes.
Um 1605 gehörte auch Badehaus zum Gasthof Adler in Riefensberg. 1969 erfolgte ein Saalanbau, indem der legendäre Faschingsdienstagstanz stattfand.
Der Schwarze Adler in Rankweil wird seit mehr als 30 Jahren von Helmut Biedermann betrieben.