Der Schuhmacher : Ein fast ausgestorbenes Handwerk
Veröffentlicht am 31.03.2020 von Mag. Simone Drechsel
Das Schuhmachen war ein weit verbreitetes Handwerk, dass erst mit der Einführung der maschinellen Schuhproduktion ab ca. 1870 rückläufig war. Besonders schlecht für die Vorarlberger Schuhmacher war das Jahr 1872. Durch den immer teurer werdenden Lederbezug, den aufwendiger werdenden Arbeiten an den Schuhen und den stagnierenden Verkaufspreisen, sahen sich ca. 14 Schuhmacher genötigt, einen Job als Bahnwächter anzutreten. Hier verdienten sich einfach mehr. Heute werden kaum noch Schuhe von Hand gemacht, die meisten Schuhmacher arbeiten in Reparaturbetrieben.
Das Schuhgeschäft von Ferdinand Achberger in Hörbranz. Daneben war er noch Gastwirt im Schwarzen Adler, Bürgermeister und Obmann der Spar- und Darlehenskasse Hörbranz.
Das für den Schuhbau benötigte Werkzeug hat sich seit Anbeginn kaum verändert, es wurde lediglich durch Maschinen ergänzt.
Der Holzschuhmacher war vom 15. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ein weit verbreitetes Handwerk. Stellte der doch das alltägliche Schuhwerk der ländlichen Bevölkerung her.
Die Schuhfabrik Sachs in Hohenems. Schuhmachergesellen, die in Schuhfabriken arbeiteten, wurden abfällig Fabriksschuster genannt.
1893 beschloss die Schuhmacherversammlung Vorarlberg für die Reparaturen von Schuhfabrikssohlen 20 Kreuzer mehr zu verlangen.