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Der Alpenrhein : Kampf gegen eine Naturgewalt

Veröffentlicht am 25.05.2020 von Mag. Simone Drechsel

Die älteste Nachricht einer Überschwemmung durch den Alpenrhein stammt aus dem Jahr 1206 und eine der verheerendsten fand am 28. September 1868 statt. Fast das gesamte Rheintal wurde dabei überflutet. Durchschnittlich trat der Rhein alle drei Jahre über seine Ufer. 1892 erfolgte die Unterzeichnung eines Staatsvertrages zur Rheinregulierung zwischen der österreichisch-ungarischen Monarchie und der Schweiz. Mit zwei Durchstichen sollte der Flussverlauf um 10 km verkürzt werden. Die Eröffnung des Fußacher Durchstichs erfolgte 1900 und nach Verzögerungen durch den Ersten Weltkrieg jener von Diepoldsau 1923. Seitdem wurden zwei weitere Staatsverträge zur Fortführung der Regulierungsarbeiten abgeschlossen und aktuell steht das Vorhaben „Rhesi“ an.

Bei Tamins vereinigen sich Vorder- und Hinterrhein zum Alpenrhein, der bis zu seiner Einmündung in den Bodensee eine Länge von 90 km aufweist.
Badekultur am Alten Rhein. Früher wurden die Landzungen zwischen Hohenems und Diepoldsau von Schmugglern benutzt. Als Badegäste mit großen Badetaschen getarnt wurde das Schmuggelgut über die Grenze gebracht.
Nach fünfjähriger Bauzeit wurde der Hard-Fussacher Rheindurchstich im Jahr 1900 fertiggestellt. Der Alte Rhein bei Fußach wurde mit dem neu geschaffenen Rheintaler Binnenkanal verbunden.
Landtagsexkursion 1977. Für die Arbeiten der Rheinregulierung wurde eigens eine Eisenbahn gebaut. Seit 2008 als Museumsbahn der Rheinschau auf einer Teilstrecke in Betrieb.
Bis zur Rheinregulierung trat der dieser im Schnitt alle drei Jahre über seine Ufer. Hier die Rheinüberschwemmung aus dem Jahr 1987.