Klassische Wirtshausnamen, Teil 6 : Die Bahnhofrestauration
Veröffentlicht am 02.06.2020 von Mag. Simone Drechsel
1908 gab das Eisenbahnministerium neue Grundsätze für die bei den k. k. Staatsbahnen liegenden Bahnhofrestaurationen heraus. Diese sollten in erster Linie den Bedürfnissen des „reisenden Publikums dienen“ und zwar durch „mäßige Preise bei den Speisen und Getränken“ und nicht die aus der Verpachtung zu erzielenden Gewinne. Daher sollte die Vergabe in den meisten Fällen über eine öffentliche Ausschreibung erfolgen. Es bestand aber auch die Möglichkeit einer „beschränkten Offert-Ausschreibung“, wobei hier nicht das „Meistgebot, sondern vielmehr die persönliche Eignung des Bewerbers, seine fachmännische Qualifikation, Vertrauenswürdigkeit und finanzielle Leistungsfähigkeit“ zählen sollte.
1931 betrieb der Braumeister Konrad Weißhart die Bahnhofrestauration Vorderwald in Lingenau.
Die kurz nach der Eröffnung der Bregenzerwaldbahn errichtete Bahnhofrestauration in Egg bot den Reisenden, neben dem Restaurant, auch Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten. 1975 wurde das Gebäude abgebrochen
Christian Jochum aus Hörbranz erbaute 1902 die Bahnhofsrestauration in Bezau, doch schon ein Jahr später ging das Gebäude in den Besitz von Franz Josef Natter über.
Um 1903 übernahm der Oberösterreich Franz Grömmer die Bahnhofrestauration in Langen am Arlberg, doch schon nach zwei Jahren verstarb er unerwartet. 1931 wurde die Gaststätte von Josef Hayosteck betrieben.
In der Bahnhofrestauration in Lauterach hielt die Turnerschaft ihre monatlichen Sitzungen ab. Laut Inseraten, waren die Mitglieder zur Anwesenheit verpflichtet.