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Vorarlberger Landesbibliothek

Klassische Wirtshausnamen, Teil 7 : Das Gasthaus Bären

Veröffentlicht am 13.06.2020 von Mag. Simone Drechsel

Die Beziehung zwischen Mensch und Bär ist eine ganz spezielle. Wegen seiner Kraft und Größe spielte er in der Mythologie und im Kult vieler Völker eine große Rolle, auch die Kelten und Germanen verehrten ihn. Auch in der Heraldik und in Sagen und Märchen kommt er zahlreich vor. Der Bär verkörpert aber auch Trägheit und Wollust. In der christlichen Überlieferung ist vor allem die Geschichte des hl. Korbinian bekannt. Dieser befand sich auf einer Pilgerfahrt nach Rom als ein Bär eines seiner Lasttiere tötete. Kurzerhand zähmte er den Bären, machte ihn zu seinem Lasttier und als er in Rom angekommen war, entließ er ihn wieder.

1851 erwarb Christian Lutz das Gebäude und erhielt noch im gleichen Jahr die Brauereikonzession. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts fanden im Feldkircher Bärengarten zahlreiche Tanz- und Platzkonzerte statt.
In der Pension zum grauen Bären in Bregenz fanden in der Faschingszeit viele Kaffeekränzchen statt, u.a. am 14. Februar 1938.
Das Gasthaus Bären in Hard war am 6. Juni 1948 Start und Ziel der Vereinsstraßenmeisterschaft des Arbö Hard. Streckenverlauf: GH Bären – Fußach –Brugg – Rheinbrücke – Höchst – Lustenau – entlang des Rheins zum GH Bären.
Baumeister des 1873 eröffneten Bären in Mellau war Romedius Wacker. Seit der Eröffnung des Gasthauses wurden Fremdenbücher geführt, die sich wie das Who is Who aus bürgerlicher Prominenz, Adel und Künstlerkreisen lesen.
1871 befand sich das Gasthaus Bären in Bezau im Besitz des Lehrers, Organist und Wirtes Josef Stülz. Mit dem Tode von Isabella Meusburger im Jahr 1970 wurde der Gastbetrieb eingestellt.