Klassische Wirtshausnamen, Teil 14 : Das Gasthaus Rößle
Veröffentlicht am 21.07.2020 von Mag. Simone Drechsel
Der Mensch war schon immer fasziniert von den Pferden. Die griechische, römische, nordische, islamische und buddhistische Mythologie ist voll von Pferden oder pferdeähnlichen Wesen. In der christlichen Ikonographie erscheint das Pferd, zusammen mit dem Ochs, beim heiligen Leonhard von Limoges. Der Schutzpatron der Gefangenen wird auch mit einer Kette dargestellt. Diese wurde jedoch im Laufe der Zeit als Viehkette interpretiert und so wurde er auch zum Schutzpatron des Viehs. Eine besondere Verehrung erfuhr er ab dem 11. Jh. in Bayern, wo er als Nothelfer, aber vor allem als Schutzpatron für das Vieh, insbesondere aber für die Pferde verehrt wird.
Am 20. Mai 1866 brauch im Gasthaus Rößle in Lingenau ein Feuer aus, das sich in kurzer Zeit auf die umliegenden Gebäude übertrug. Die Pfarrkirche samt Turm, das Schulhaus und Kaplanhaus wurden dabei schwer beschädigt.
Seit 1676 befand sich in dem Gebäude ein Gasthof mit einer kleinen Gemischtwarenhandlung. 1828 erwarben es die Wirtsleute Griß und eröffneten das „Rößle“. Durch Heirat kam es in den Besitz der Familie Koch.
Viktoria Keßler machte in den 1870er Jahren das Gasthaus Rößle in Gaschurn zu dem Treffpunkt für Bergsteiger und Erholungssuchende. 1985 erfolgte der Abbruch mit einem anschließenden Neubau.
Das Gasthaus Rößle in Schoppernau befand sich 1931 im Besitz von August Albrecht.
Aufnahme vom Gasthaus Rössle in Schönebach um 1900. Nach dem Tod von Friedrich Dietrich im Jahr 1977 wurde der Gastbetrieb eingestellt.