Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Klassische Wirtshausnamen, Teil 15 : Das Gasthaus Schiff

Veröffentlicht am 28.07.2020 von Mag. Simone Drechsel

Fernab von jedem Gewässer deutet das „Schiff“ auf das Kirchenschiff hin. Seit dem Mittelalter ist die lateinische Bezeichnung „navis“ für den zentralen Versammlungsort der Gläubigen in der Kirche belegt. Den Hintergrund für die Vorstellung der Kirche als Schiff liefern zwei biblische Erzählungen. Einmal jene vom wunderbaren Fischzug des Petrus und zum andern jene vom Seewandel Jesu und dem im Wasser versinkenden Petrus. Es war dann Tertullian, der den Begriff Schiff und Kirche zusammenbrachte. Er bezeichnete das Schifflein, in dem Jesus und seine Jünger auf den See hinausfuhren, um den ertrinkenden Petrus zu retten, als Sinnbild der Kirche.

Das Gasthaus Schiff in Hohenems wurde etwa 1852 von Franz Xaver Büchele erbaut. Heute wird noch das Hotel betrieben.
Am 14. Januar 1921 hielt Josef Hoyer vom Verein Südmark um halb neun Uhr abends einen Vortrag im Gasthaus Schiff in Hard.
Im Jahr 1840 quittierte Johann Jakob Mennel den Dienst in der k. u. k. Marine und ließ sich in Hittisau nieder und betrieb eine kleine Landwirtschaft samt kleiner Gaststube. Als Erinnerung an seine Zeit auf hoher See nannte er sein neues Zuhause „Das Schiff“.
Risch-Lau Aufnahme vom Gasthaus Schiff in Gaißau aus dem Jahr 1939.
1912 erwarb Martin Lingg das Gasthaus Schiff in Au auf dem Versteigerungsweg. Nach dem Dachstuhlbrand im August 1970, konnte das Gasthaus im Sommer 1971 wiedereröffnet werden. 2017 erfolgte ein großer Zubau.