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Vorarlberger Landesbibliothek

Klassische Wirtshausnamen, Teil 16 : Das Gasthaus Sonne

Veröffentlicht am 10.08.2020 von Mag. Simone Drechsel

Schon immer waren sich die Menschen bewusst, dass alles Leben auf der Erde von der Sonne abhängt und daher wurde sie in vielen Kulturen als Gottheit verehrt. Ihre tägliche Wiederkehr wurde mit kultischen Ritualen beschworen und eine Sonnenfinsternis löste große Furcht aus. Die Sonne ist auch das Sinnbild des Himmels und von Gott. Sie ist aber auch Attribut von Heiligen. So wird der heilige Columban mit einer über ihm schwebenden Sonne dargestellt, denn während der Schwangerschaft hatte seine Mutter geträumt, sie gebäre eine Sonne. Der heilige Thomas von Aquin wird gerne mit einer Sonne auf der Brust dargestellt und ein Kreuz in der Sonne kennzeichnet den heiligen Ignatius von Loyola.

1830 befand sich das Gasthaus Sonne in Schwarz im Besitz des Ortsvorstehers Adam Sutterlütti. Nach dem 2. Weltkrieg baute Emil Schertler, dass durch einen Brand stark zerstörte Gasthaus wieder auf. Das Brauereigebäude wurde in eine Pension umgewandelt.
Am 10. Juni 1980 brannte das Gasthaus Sonne in Götzis vollständig ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Zum Zeitpunkt des Brandes stand das Gebäude bereits seit längerer Zeit leer.
Ein großer Biergarten mit Kastanienbäumen und ein zweistöckiger Keller zeichneten das Gasthaus Sonne in Nenzing aus. Wegen seiner Baufälligkeit wurde es dann abgerissen und 1958 das Gemeindeamt Nenzing errichtet.
Gasthaus Sonne, Bezau schon 1617 befand sich hier eine Wirtschaft; immer wieder kurzzeitig geschlossen; nach der Heirat von Margarethe und Josef Feuerstein im Jahr 1858 Wiedereröffnung; 1903 Tod Josef Feuerstein erneute Schließung bis 1954 Josef Meusburger den GH übernahm.
Das Gasthaus Sonne in Altach befindet sich noch heute im Familienbesitz. Die Wirtsleute Johann Georg Ender sein Sohn Hermann hatten den Hausnamen „Sunnawürts“.