Klassische Wirtshausnamen, Teil 19 : Dast Gasthaus Traube
Veröffentlicht am 18.08.2020 von Mag. Simone Drechsel
Die Bibel macht vom Wein reichlich symbolischen Gebrauch. So war Noah der erste Winzer und im Buch der Psalmen wird der Wein als Lebensfreude angesehen. Bei Salomo ist er eine Arznei für Leidende und das Volk Israel wird gerne mit einem Weinberg verglichen. Das Wirken des Heiligen Geistes wird mit gärendem neuem Wein gleichgesetzt und beim Abendmahl steht er für das Blut Christi. Der Weinbau spielte in früheren Zeiten in Vorarlberg eine große Rolle. Doch Missernten, Schädlinge und die Öffnung des Arlbergtunnels ließen den Weinbau fast aussterben. Seit einigen Jahren erlebt er wieder eine kleine Renaissance.
Gasthaus Traube, St. Gerold: Der Besitzer der „Traube“ in St. Gerold, Pirmin Nigsch war nebenbei noch Vorstandsmitglied bei Elektrizitäts-Versorgung St. Gerold, beim Viehzuchtgenossenschaft St. Gerold, beim Spar- und Darlehenskassenverein für Walserthal, Schriftführer im Konsumverein und Gemeindevorsteher.
Das Gasthaus Traube in Gortipohl wurde 1965 von Franz und Amabile Walser eröffnet. 1975 erfolgte ein Ausbau und 1979 eine Aufstockung. 1986 wurde der Altbau des Hotels komplett abgerissen und neu aufgebaut.
Das Gasthaus Traube in Dornbirn Steinebach wurde ab 1882 von Xaver Fussenegger betrieben. Damals gab es noch drei weitere Gasthäuser in Dornbirn mit dem gleichen Namen.
Am 18. April 1927 fand in der „Traube“ Braz eine Wahlversammlung des christlich Sozialen Volksvereins mit Ing. Winsauer und Sekretär Nasahl als Redner statt.
Am 18. Oktober 1930 kamen Landeshauptmann Otto Ender und Albert Brunner zur Versammlung des christlichsozialen Volksvereins in die „Traube“ nach Gaißau.