Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Reich und Schön am Arlberg

Veröffentlicht am 06.09.2020 von Mag. Thomas Feurstein

Schon in den 1960er Jahren tummelte sich der Jet-Set und diverse Adelsfamilien zum Skiurlaub am Arlberg. Unter ihnen regelmäßig das Könighaus aus den Niederlanden, die Fürstenfamilie aus Monaco oder der Schah von Persien mit Familie.

Der österreichische Formel 1 Pilot Jochen Rindt (1942-1970, 50. Todestag am 5. September 2020) der als einziger Rennfahrer posthum Weltmeister wurde, verbrachte 1968 seinen Skiurlaub in Lech-Zürs. Hier wurde ihm sogar die Möglichkeit geboten seinem Hobby, dem Hubschrauberfliegen, nachzugehen.
Er traf sich mit Rudi Lins, Vorarlberger Autohändler und in jungen Jahren auch erfolgreicher Autorennfahrer. Er wurde 1965 österreichischer Sportwagenmeister und später auch Europa-Bergmeister der Sportwagen. Der Höhepunkt seiner Karriere, die immer eng mit Porsche verbunden war, war der dritte Platz beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, den er mit Beifahrer Helmut Marko erringen konnte.
Zürs etablierte sich nach dem 1. Weltkrieg besonders im Winter als aufstrebender Fremdenverkehrsort. Erste Skikurse wurden abgehalten und 1938 zählte Zürs bereits 500 Gästebetten. 1937 wurde am Übungshang in Zürs der erste Schlepplift Österreichs erbaut, dem dann wenig später ein Lift am Lecher Schlegelkopf folgte.