Hannibal Brooks am Bahnhof Bregenz : Dreharbeiten 1968
Veröffentlicht am 17.09.2020 von Mag. Thomas Feurstein
Die Geschichte von Hannibal Brooks handelt von einem englischen Kriegsgefangenen, der sich mit einem Elefanten auf der Flucht befindet und dabei Abenteuer zu bestehen hat. Die Dreharbeiten fanden im Sommer 1968 im Montafon, in Schröcken, Bregenz und in Tirol statt. Die spektakulärste Szene, als der Elefant Lucy einen Stapel Baustämme ins Rollen bringt und damit einen Panzertransport der Nazis zum Entgleisen bringt, wurde im Montafon gedreht.
Von deutschen Offizieren besetzt wurde dieser Tage der Bahnhof Bregenz. So kriegsmäßig der Aufmarsch der Truppen auch anmutete, so ging es doch recht unblutig zu, und auch die ranghöchsten Militärs befolgten, was ihnen der Engländer Michael Winner befahl. Die ganze kriegerische Szene gehört nämlich zu dem Film Hannibal Brooks, der nun schon seit Wochen in Vorarlberg gedreht wird. (Tiroler Tageszeitung im Juli 1968)
Die Geschichte von Hannibal Brooks handelt von einem englischen Kriegsgefangenen, der sich mit einem Elefanten auf der Flucht befindet und dabei zahlreiche Abenteuer zu bestehen hat. Die Dreharbeiten fanden im Sommer 1968 im Montafon, Schröcken in Bregenz und in Tirol statt. Die spektakulärste Szene als nämlich der Elefant Lucy einen Stapel Baustämme ins Rollen bringt und damit einen Panzertransport der Nazis zum Entgleisen bringt, wurde im Montafon an der Ill gedreht.
Der englische Regisseur Michael Winner (1935-2013) war ein bekannter Filmproduzent, der zuerst für die BBC arbeitete und später vor allem in den USA tätig war. Er drehte mehrere Filme mit Charles Bronson und Oliver Reed.
Der Bregenzer Güterbahnhof, der zum Bahnhof München-Ost umdekoriert wurde, diente als Kulisse für die Verladung des Elefanten, der laut Drehbuch mit dem Zug nach Innsbruck überführt werden sollte. Die Beschilderung des Bahnhofs, die Uniformen der Wehrmachtssoldaten, bis hin zu einem Goebbels-Aufruf an der Wand, wurden möglichst wirklichkeitsgetreu nachgebildet.
Mit Oliver Reed (links in der Dreiergruppe), konnte für die Hauptrolle ein Weltstar gewonnen werden, der u.a mit Vanessa Redgrave, Antony Quinn oder Gene Hackman vor der Kamera stand. Kurzfristig war Reed sogar als James Bond in der engeren Auswahl. Hannibal Brooks blieb der große Kino-Erfolg verwehrt, stufte die Kritik den Film sogar als Kitsch und sentimentales Kriegsgetümmel ein.