Die Wurzeln von Alfons Gorbach (1898-1972) liegen in Bregenz-Fluh, denn sein Vater stammte von dort, wurde aber schon 1900 als Eisenbahnbeamter in die Steiermark versetzt, von wo er dann nicht mehr nach Vorarlberg zurückkehrte. Alfons Gorbach machte eine steile Politkarriere, wurde 3. Nationalratspräsident, Bundesparteiobmann der ÖVP und schließlich österreichischer Bundeskanzler. Nach internen Machtkämpfen wurde er von Josef Klaus abgelöst und 1965 gegen Franz Jonas in das Rennen um das Amt des Bundespräsidenten geschickt.
Alfons Gorbach legt auf dem Friedhof von Bregenz-Fluh einen Kranz auf dem Grab seiner Vorfahren ab und erinnert damit an seine Vorarlberger Wurzeln.
Anfang Mai 1965 war Alfons Gorbach auf Wahlkampftour in Vorarlberg, wobei er vom frühen Morgen bis spät in die Nacht von einer Veranstaltung zur anderen hetzte. Vom Flugplatz Hohenems wurde sogar ein Hubschrauberflug organisiert, der Gorbach für eine Stunde ins Kleinwalsertal brachte.
Im Rahmen der Wahlkampftour besuchte der Kandidat auch zahlreiche Firmen im ganzen Land. Hier spricht er in Bregenz-Vorkloster zu den Näherinnen der Firma Wolff.
Bei der Bundespräsidentenwahl am 23. Mai 1965 setzte sich Franz Jonas, (hier bei einem Betriebsbesuch in der Käsefabrik ALMA) der Kandidat der SPÖ, nur denkbar knapp durch. Das österreichische Ergebnis lautete damals 50,69 % gegen 49,31 %. Ganz anders das Ergebnis in Vorarlberg, wo der ÖVP-Kandidat Gorbach mehr als doppelt so viele Stimmen erhielt als der spätere Sieger.
Die Geburtsstunde für den Bregenzer Bahnhof schlug 1869 als Kaiser Franz Joseph I. die Urkunde für den Bau der Vorarlberg-Bahn unterzeichnete. 1872 eröffnet, wurde er schon 1884 ausgebaut, als die Arlbergbahn eröffnet wurde.
1892 wurde die Gulaschbrücke, eine Verbindung von der Bregenzer Innenstadt zu den Seeanlagen, in Betrieb genommen. Um den Namen der Brücke ranken sich viele Legenden: der Schönsten nach soll die österreichische Kaiserin Sissi im Zug unter der Brücke zum Stehen gekommen sein, und der Duft des legendären Bregenzer Gulaschs habe ihre Nase erreicht, worauf sie sofort einen Lakaien losgeschickt habe, um ihr eine Portion zu besorgen.
1966 noch pulsierendes Zentrum der Stadt: mit Friseur, Kiosk und einem stark frequentierten Taxistand.
Im November 1989 ein Bild des Jammers, seit Jahren vernachlässigt und dann für den Abbruch freigegeben.
1989 wurde in einer Festschrift die Eröffnung des neuen Bahnhofs gefeiert: „Seit den Anfängen seiner Planung ist er ein Jahrhundertbauwerk, nicht nur für die Landeshauptstadt, sondern auch für den internationalen Großraum am Bodensee. Nach nur 30 Jahren ist der Bahnhof nun schon wieder abbruchsreif.