Werner Fend, aus Götzis stammend, war ein Pionier des Tierfilms: Höhepunkt war die 27-teilige ZDF-Serie „Mein Dschungelbuch“. Die „Bunte“ berichtete in mehreren Reportagen über ihn und trug dazu bei, dass oft über 20 Millionen Fernsehzuseher gebannt die Expeditionen von Werner Fend am Bildschirm verfolgten. Zu den Weihnachtsfeiertagen wurden seine Filme im Hauptabendprogramm ausgestrahlt
Auf den Expeditionen wurde Werner Fend von seiner Frau Renate begleitet. Er filmte, sie war für den Ton und die Fotografie zuständig. Vor einigen Jahren übergab Renate Fend den Nachlass ihres Mannes der Vorarlberger Landesbibliothek zur Verwahrung und Veröffentlichung. Es sind dies über 20.000 Dias, etwa 350 Filme und zahlreiche schriftliche Dokumente
Als ihm 1989 der Berufstitel „Professor“ verliehen werden sollte, fand sich im bekannten Vorarlberger Ökologen Georg Grabherr ein Fürsprecher: „Trotz mitunter reißerischer Titel hat Werner Fend die Ebene der sachlichen und fundierten Information nie verlassen, sein ausgeprägtes Gefühl und sein Wissen um ökologische Zusammenhänge haben seine Filme geprägt.
Eine der intensivsten Expeditionen führte ihn den Himalaya, wo Fend einen Film über den Schneeleoparden drehte. Das monatelange Warten lohnte sich schließlich und der Leopard konnte sogar mit Hilfe eines Betäubungsgewehrs eingefangen und dann wieder frei gelassen werden.