Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Klassische Wirtshausnamen, Teil 23 : Gasthaus Gams

Veröffentlicht am 29.12.2020 von Mag. Simone Drechsel

Da die Gämsen keine felsigen Gegenden und steilen Grate scheuen, ist deren Jagd oftmals mühsam und auch nicht ungefährlich. Neben dem Fleisch, das sehr hochgeschätzt wird, werden auch das Fell, die Hörner und die Haare der Tiere verwertet. Während das schöne Fell hauptsächlich zu Hosen und Handschuhen verarbeitet wird, werden aus den Hörnern Stockgriffe gemacht und aus den Haaren auf dem Widerrist der Böcke wird ein Hutschmuck gefertigt. Der Aberglaube sieht in den Gämsen dämonische Wesen, die auf Grund ihrer Hörner mit dem Teufel in Verbindung stehen. Dieser schickt sie aus, um Jäger und Wanderer vom rechten Weg abzubringen und in die Irre zu führen.

Am 18.07.1949 wurde von der hiesigen Spielgemeinschaft das Theaterstück „Der Janke Dudler“ im Gasthaus Gams in Bezau zur Aufführung gebracht.
1957 versuchte Otto Juen vom Gasthaus Gemse in St. Gallenkirch für Herrn Quirin Weiß aus Gosheim einen „Borgward Isabella TS“ zu verkaufen.
Im März 1967 fand die Jahreshauptversammlung der Trachtengruppe unter Obmann Egon Rüdisser im Gasthof Gemsle in Lingenau statt.
Beim Großwalsertaler Bauerntag vom 04.03.1949 versammelten sich vormittags die Ausschussmitglieder im Gasthaus Gemse in Garsella, wo dann auch anschließend die Bauernversammlung stattfand.