Göttlicher Beistand für Autofahrer : Die Bregenzer Fahrzeugweihe 1967
Veröffentlicht am 13.10.2022 von Mag. Simone Drechsel
Am 23. April 1967 fand zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder eine allgemeine Fahrzeugweihe in Bregenz statt. Um 10 Uhr versammelten sich die Verkehrsteilnehmer um einen improvisierten Altar in einem Lastkraftwagen, wo Kaplan Dietmar Seeger die heilige Messe zelebrierte. In seiner Ansprache betonte er, dass die Segnung des Fahrzeuges kein religiöser Talisman sei. Es wurde auch mit der Tradition gebrochen, solche Messfeiern ohne Opfermahl abzuhalten. Im Anschluss an die Segnung bestand noch die Möglichkeit eine SOS-Plakette zu kaufen. Diese verdeutlichte den Wunsch des Fahrzeugbesitzers nach einem priesterlichen Beistand, sollte er bei einem Unfall in Lebensgefahr kommen.
Die Bregenzer Stadtpolizei besorgte den Ordnungsdienst und verhinderte größere Verkehrsbehinderungen bei der An- und Abfahrt.
Für die musikalische Umrahmung der Messfeier sorgte das Vorarlberger Hornensemble.
Der Festspielparkplatz wurde von der Stadtverwaltung Bregenz hergerichtet und geschmückt.
Kaplan Seeger und ein Kapuzinerpater nahmen die Segnung von rund 700 Fahrzeugen, darunter 100 Lastkraftwagen sowie Kleinfahrzeuge, vor.