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Badekultur in Bregenz : Schwimmen lernen in der Militärbadeanstalt Bregenz

Veröffentlicht am 04.08.2017 von Harald Eberle, MSc

Die im Jahre 1825 erbaute Mili diente ursprünglich zur militärischen Schwimmausbildung der Bregenzer Kaserne. Zumeist kamen die jungen Männer aus dem Montafon und dem Bregenzerwald und waren sehr wasserscheu. Nach dem Entledigen ihrer Schuhe und Uniformen mussten die Rekruten auf Kommando ins Wasser springen. Die angstverzerrten Gesichter und die Flüche in den verschiedenen Dialekten amüsierte besonders die Bregenzer Jugend, die sich dieses Schauspiel nur selten entgehen ließ. Seit 1946 herrscht in der Mili öffentlicher Badebetrieb und bietet den Gästen eine einzigartige Atmosphäre und einen herrlichen Blick auf den See.

Das ursprünglich als Militärbad zur Ausbildung der Rekruten gebaute „Mili“ aus dem Jahre 1825 ist die älteste Badeanstalt am Bodensee.
Das städtische Schwimmbad wurde 1890 nur unweit der Mili erbaut und 1948 abgebrochen. Die Badebereiche für Frauen und Männer waren zur damaligen Zeit strikt getrennt.
Das erste Bregenzer Strandbad wurde 1935 an der Stelle des heutigen Festspielgeländes eröffnet.
Das damals „neue“ Strandbad war bekannt für seine vielen schwimmtechnischen Einrichtungen.
Schon im Jahr 1937 zeigten sich die ersten Frauen in für damalige Verhältnisse freizügigen Badeanzügen.
Das Bregenzer Strandbad galt damals als das modernste am Bodensee. Im Vordergrund die Seebühne mit dem Bühnenbild zu „Boccaccio“.