Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Spullersee : Die Arlbergbahn braucht Strom

Veröffentlicht am 16.10.2017 von Mag. Thomas Feurstein

Das Spullerseekraftwerk wurde 1925 fertiggestellt, um den durch die Elektrifizierung entstandenen Energiebedarf der Arlbergbahn zu stillen. Dafür wurde der natürliche Spullersee durch eine Staumauer wesentlich vergrößert, indem der Seespiegel 30 Meter erhöht wurde, und dadurch 13 Millionen m³ Wasser gestaut werden konnten. Das Wasser wird zunächst flach abgeleitet und schießt dann mit großem Gefälle hinunter zum Krafthaus in Danöfen/Wald am Arlberg/Dalaas. Der Höhenunterschied zwischen See und Krafthaus beträgt ca. 800 Meter.

Der Spullersee noch vor der energiewirtschaftlichen Nutzung im Jahr 1910. Der See war ursprünglich 17,3 Hektar groß und besaß mit dem Spreubach, der Richtung Klostertal entwässert, einen oberflächlichen Abfluss.
Krafthaus in Danöfen, Erweiterungspläne der ÖBB wurden 2015 abgesagt, nachdem sich Widerstand von Grundeigentümern geregt hatte. Besonders die Umleitung von Wasser über die Europäische Wasserscheide hatte für Aufregung gesorgt.
Die Druckrohrleitung vom Spullersee nach Danöfen verläuft durch schwieriges Gelände, das zu Rutschungen und Vermurungen neigt. Zahlreiche Verbauungen sollten in diesem Bereich die Arlbergstrecke sichern.
Aufgrund der zunehmenden Skibegeisterung am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in den Alpen zahlreiche Schutzhütten. 1912 konnte die Ravensburger Hütte, erbaut aus Bruchsteinmauerwerk und mit einem Holzdach versehen, feierlich eröffnet werden.
Nachdem die Kapazitäten der kleinen Hütte bald ausgeschöpft waren, sorgten Erweiterungen 1959, 1976 und zuletzt 2009 dafür, dass heute ca. 3.000 Übernachtungen pro Jahr gezählt werden und sogar ein Seminarraum und eine Kletterwand zur Verfügung stehen.
E-Werk in Wald am Arlberg mit Grafenspitze