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Sauberes Wasser für Vorarlberg : ARA - Abwasserreinigungsanlagen

Veröffentlicht am 19.02.2018 von Mag. Thomas Feurstein

Seit den 60er Jahren wurden in Vorarlberg große Anstrengungen unternommen, die entstehenden Abwässer gereinigt in die Natur zurückzuführen. Letzter Impuls war das massive Algenwachstum im Bodensee, das durch die hohe Phosphatbelastung ausgelöst worden war. Die Gemeinden bauten die Kanalnetze aus und errichteten Klärnanlagen, die zusätzlich zu mechanischen nun auch eine biologische Reinigung garantierten. Meist schlossen sich Gemeinden zu Abwasserverbänden zusammen. Höchste Dringlichkeit wurde auf die Rheintalgemeinden gelegt, da der stark verschmutzte Bodensee höchste Eile gebot. 1984 waren immerhin schon 30 Anlagen fertig gestellt, 4 Anlagen in Bau und sieben weitere in Planung.

Zum mechanischen Teil der Kläranlage Dornbirn wurde am 30. Juni 1984 auch die biologische und chemische Reinigungsstufe in Betrieb genommen. 1978 fiel die Entscheidung, dass Dornbirn und Schwarzach einen Abwasserband gründen wollen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 374 Mio. Schilling
Bereits 1964 hatten die Gemeinden Hohenems, Götzis und Altach ein gemeinsames Abwasserreinigungssystem ins Auge gefasst. 1971 traten dem Verband auch die Gemeinden Koblach und Mäder bei.
Schon 1962 wurde in Bregenz ein Ingenieursbüro mit der Planung einer zentralen Abwasserreinigungsanlage beauftragt und der Standort in Neu-Amerika fixiert. 1968 erfolgte die Eröffnung der neuen Anlage.
Für die Bemessung der neuen Kanalisation wurde der Wasserverbrauch der Bevölkerung herangezogen. Dieser hatte sich in Bregenz von 1947: 135 Liter pro Einwohner und Tag auf 250 Liter im Jahr 1967 erhöht.
Hier wird seit 1985 das Abwasser von acht Montafoner Gemeinden gereinigt. Die Anlage ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt, da die entstehenden Gase in Blockkraftwerken zu Strom und Wärme verarbeitet werden.