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Vorarlberger Landesbibliothek

Gaisbühel : Von der TBC-Heilstätte zum Flüchtlingsheim

Veröffentlicht am 30.05.2018 von Mag. Simone Drechsel

Am 11. August 1920, nach nur dreijähriger Bauzeit, konnte die Heilstätte Gaisbühel eröffnet werden. Anfänglich nur für Heeresangehörige gedacht, wurden bereits im Januar 1921 die ersten zivilen Kranken aufgenommen. Die Betreuung der Kranken übernahmen die Schwestern vom Heiligen Kreuz in Tirol. Während des Zweiten Weltkrieges war hier ein Reserve-Lazarett für TBC kranke Wehrmachtsangehörige untergebracht. Am 1. Mai 1982 erfolgte die Einbeziehung des „Landes-Lungenkrankenhauses Gaisbühel“ in das LKH Feldkirch. 2008 wurde dann die „Pulmologische Abteilung Gaisbühel“ endgültig geschlossen. Seit ein paar Jahren wird das Gebäude als Flüchtlingsheim genutzt.

In den Jahren 1982/83 wurde das Gebäude generalsaniert. Die feierliche Wiedereröffnung erfolgte am 30. März 1984.
Pulmologische Abteilung.
Die bevorzugteste Therapie für die Tuberkulose war die Luftkur. Bei dieser mussten die Patienten täglich mehrere Stunden an der frischen Luft liegen.
Der Architekt Willi Braun, von dem auch die Pläne für Gaisbühel stammen, übernahm für fast drei Jahre die generelle Bauleitung.
Nach der Schließung 2008 wurde die Lungenheilkunde ins LKH Hohenems und die Interne E ins LHK Rankweil verlegt.