Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Scheib mir eine Karte... : Hopfreben

Veröffentlicht am 19.06.2018 von Mag. Thomas Feurstein

„Meine liebe Emma, Deine versprochene Karte habe ich nicht erhalten, bitte schreibe mir so bald als möglich nach Kreuzlingen, warum hast du mir nicht nach Schwarzenberg geschrieben. Ich schreibe Dir doch von jedem Orte, wo ich bin eine Karte. Sende mir doch auch Karten, dass meine Sammlung wächst, wie deine!! Nun lebe wohl. Grüße und Küsse von deiner treuen Freundin Molly. Denk wir gehen über einen Pass, der heißt Üntschlpass!! Das ist lustig.“ So der Text einer Postkarte, die 1897 aus Bad Hopfreben (Post Schoppernau) versandt wurde.

Im amtlichen österreichischen Bäderbuch von 1959 wird Bad Hopfreben in der Kategorie „Orte mit einfachen kalten Quellen“ geführt. Die Quellen waren 1677 schon bekannt und gehörten zum Besitz des Klosters Weingarten. 1791 wurde dann auf einem lawinensicheren Platz ein Badehaus errichtet.
1899 wurde der Altbau durch ein neues Gebäude ersetzt. Daneben gab es das Badehaus (Holzhaus) mit sieben einfachen Badekabinen, einer Ruheveranda mit 3 Betten sowie 6 Touristenzimmern im Obergeschoss.
Mit der Entwicklung des Automobilverkehrs erlebten auch abgelegene Bäder einen Aufschwung. Die übliche Anreise war allerdings auch 1959 noch die Anfahrt mit der Bregenzerwaldbahn nach Bezau und von dort weiter mit dem Autobus. Lange wurde der Gasthof in den Sommermonaten auch als Kinderferienheim der Stadt Bregenz genutzt.
Bad Hopfreben liegt inmitten des großen Vorsäßes Hinterhopfreben. Das Vorsäß ist eine landwirtschaftlich genutzte Grünlandfläche, die zwischen der Dauersiedlung und den Weideflächen der Alpen liegt. Es wird traditionell im Frühjahr und im Herbst als Weidefläche genutzt.
Die Hütte von Johann Moosbrugger 1952 in Hinterhopfreben. Weitere Gemeinvorsäße von Schopperau sind Armengemach, Schalzbach und Vorderhopfreben.