Die Landeskäsereischule in Doren : Die erste Käserei- und Molkereischule im Gebiete der Monarchie
Veröffentlicht am 09.01.2017 von Harald Eberle, MSc
Der Entschluss eine Lehrsennerei für die Herstellung von Laibkäsen nach Schweizer Art in Doren zu erreichten fiel bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. Die feierliche Einweihung erfolgte am 16. Juni 1901 unter Anwesenheit von Erzherzog Eugen, der eigens mit der Pferdekutsche über den Flexenpass angereist war. Nachdem die Lehrsennerei ein von Jahr zu Jahr steigendes Defizit erwirtschaftete, übernahm Oberkäser Josef Rupp im Jahr 1913 die Käserei. Er betreute laufend Lehrlinge und führte Käsereikurse für Kriegsinvalide durch. Im Jahr 1923 wurde das Gebäude samt Einrichtungen an die Milchlieferanten von Doren-Huban verkauft, die Lehrmittel der landwirtschaftlichen Fachschule Mehrerau zur Verfügung gestellt.
Landeskäsereischule Doren, um 1910.
Das Käsewerk Rupp in Lochau produzierte ab 1935 Schmelzkäseprodukte.
Im Jahr 1998 wurde die "Rupp Cheese-Innovation" in Lochau erbaut.
Bergkäseproduktion auf der Alpe Obere in Mellau, 1979.
Auf der Bullerschalpe (Egg) beim "Käsplatz": Auf diesem Platz wurde der Käse von der Geißtobelalpe mit einem Seilzug zur Alpe Isewarth transportiert und von dort dann mit dem Pferdegespann zum GH Traube in den Käsekeller gebracht.