Schloss Hofen : Vom Residenzschloss zum Zentrum für Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung
Veröffentlicht am 20.08.2018 von Mag. Simone Drechsel
Das von Hans Gaudenz von Raitenau und seinem Sohn Hans Werner zwischen 1585 und 1616 erbaute Schloss, wurde 1908 von den Barmherzigen Schwestern vom Orden des hl. Vinzenz von Paul aus Zams erworben. Sie führten darin ein Heim für geistig behinderte Kinder. Nachdem es 1929 vom Land angekauft und für eine Mädchenerziehungsanstalt zur Verfügung gestellt worden war, wurde diese von den Schwestern bis 1936 geleitet. 1951 erwarb die Kammer der Gewerblichen Wirtschaft das Gebäude und die benutzte es als Berufsschule für das Gastgewerbe mit angeschlossenem Internat. 1972 wurde es neuerlich vom Land übernommen und von 1976 bis 1981 generalsaniert. Seit 1991 wird es als „Zentrum für Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung“ geführt.
Im Ersten Weltkrieg diente es als Reservespital und danach als Erholungsheim für Soldaten.
Eines der zahlreichen Seminare, das Uni. Prof. Dr. Gerhard Wanner in Schloss Hofen abhielt.
Bischof Bruno Wechner weihte am 28. November 1981 im Beisein der Landesregierung das generalsanierte Gebäude.
Alte, spätgotische Hauskapelle. Mit ihrem teilweise bemalten Kreuzgratgewölbe stellt sie heute einen der schönsten Seminarräume dar.
Im Jahr 1986 fanden in Schloss Hofen die Universitätstage statt. Unter anderem mit Kurt Georg Kiesinger und Herbert Keßler.