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Kästle Ski : Qualität macht das Rennen

Veröffentlicht am 26.09.2018 von Harald Eberle, MSc

Im Jahr 1924 stellte Anton Kästle das erste Paar Ski aus Eschenholz her. Zehn Jahre später übernahm er die väterliche Wagnerei und begann mit der Produktion von Skiern, Rodeln und Handwagen. Mit der Entwicklung des Arlbergskis, einem schichtenverleimten Holzski, erreichte Kästle schnell überregionale Bedeutung und fand besonders bei Rennläufern großen Anklang. Weltweite Bekanntheit erreichte das Unternehmen mit der Einführung des CPM-Prinzips, dem Ursprung der Sandwichbauweise, ehe Kästle 1998 überraschend vom Markt verschwand. 2007 feierte die Marke ihr Comeback und seit 2015 befindet sich der Hauptsitz der Firma wieder in Hohenems.

International bekannt wurde Kästle in den 1950er Jahren, als Trude Jochum-Beiser bei den alpinen Weltmeisterschaften 1950 in Aspen die erste Goldmedaille auf Kästle-Skiern erreichte.
Am 26.10.1984 wurde Anton Kästle das Landesverdienstzeichen verliehen.
In Summe fuhren die Athletinnen und Athleten auf Kästle-Ski 132 Olympia- und Weltcup-Medaillen ein.
In den 1970ern wurden in Hohenems jährlich über 300.000 Paar Ski hergestellt.
Bundespräsident Kirchschläger überzeugte sich beim Firmenbesuch 1982 von der Materialqualität.