Land Vorarlberg

Vorarlberger Landesbibliothek

Landesverteidigung : Die Rückkehr des Bundesheeres nach 1945

Veröffentlicht am 13.11.2018 von Mag. Simone Drechsel

Als die französische Regierung im September 1953 beschloss ihre Besatzungstruppen aus Tirol, Vorarlberg und einem geringen Teil Wiens abzuziehen, sah sich die österreichische Bundesregierung gezwungen, eigene militärische Formationen hierher zu verlegen. Bereits Ende November kamen zwei Unterabteilungen der Gendarmerieschule „Oberösterreich II“ nach Vorarlberg, deren erste Bewährungsprobe die große Lawinenkatastrophe vom Jänner 1954 darstellte. Aus diesen beiden Unterabteilungen wurde am 1. Juni 1954 die „Gendarmerieschule Vorarlberg“. Diese wurde am 29. Juli 1955 zur provisorischen „Grenzschutzabteilung Nr. 9“ und am 9. April 1956 in das Vorarlberger „Jägerbataillon 23“ umbenannt.

1956 rückten die ersten Wehrpflichtigen des Jahrgangs 1937 ein. Im selben Jahr wurden die feldgrauen Heeresuniformen eingeführt. (Soldaten auf der Dreiländerspitze, 1958.)
Seither leistete das Bundesheer zahlreiche Einsätze bei Hochwassern, Waldbränden und bei der Freilegung von Wegen und Brücken. („Landesverteidigung“, Ausstellung in Bludenz 1980)
Brückensanierung auf der Bucherstraße nach einem Murenabgang durch das Bundesheer, 1981.
Die Umgliederung vom 01.01.1979 bewirkte, dass das Jägerbataillon 23 von einem aktiven zu einem mob Bataillon umfunktioniert und gleichzeitig das Landwehrstammregiment 91 aufgestellt wurde.