Titel:
Hohenems, Steinbruch Büchele
Körperschaft:
Datierung:
1937
Beschreibung:
3 Fotografien, schwarz-weiß
Schlagwort:
Form:
• Fotografie
Detail:
• Ehemaliger Steinbruch am Schlossberg auf Höhe Erlach-Spitzeneck. 1883 pachteten Hermann Büchele und Josef Fenkart das Gelände von Graf Clemens von Waldburg-Zeil, um dort ein „Steinbruchs- und Schotterwerk“ zu errichten. Bis zu 100 Arbeiter – vor allem aus dem Trentino – fanden hier Beschäftigung. Nach der Arbeit trafen sich viele im nahegelegenen Gasthaus Schiffle, wofür extra das "Schiffle-Weagle" angelegt wurde. Das abgebauten Gestein, das hauptsächlich für die Rheinregulierung genutzt wurde, transportierte man per Loren zur Eisenbahn. 1933 und 1943 erschütterten zwei schwere Unfälle den Steinbruch, bei denen mehrere Menschen ums Leben kamen. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gelände als Lager für russische Kriegsgefangene und wurde nach Kriegsende zu einem Internierungslager für regionale Nationalsozialisten umfunktioniert. 1976 schloss der Steinbruch schließlich aufgrund der wachsenden Umweltbelastung und der Gefährdung der Anwohner. (Hohenems-Lexikon, Hohenems 2021, Seite 316)